Wirtschaft

Finanzierung steht Weg für Ostseepipeline frei

Für den Bau der Erdgaspipeline von Wyborg nach Greifswald gibt es nun keine Hürden mehr. Die für die Fianzierung noch notwendigen 2,5 Milliarden Euro stehen nun bereit. Im Oktober 2011 soll das erste russische Gas durch die Pipeline nach Deutschland strömen.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Finanzierung der Ostseepipeline ist nach Angaben ihrer Betreiber unter Dach und Fach. "Wir haben die restlichen 2,5 Milliarden Euro, die uns für den zweiten Strang der Leitung noch fehlten, bei den Banken eingesammelt", sagte der Finanzchef des Betreiberkonsortiums Nordstream, Paul Corcoran, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

In der zweiten Januarhälfte sollten die Finanzierungsverträge unterzeichnet werden. "Im Oktober 2011, wenn die Heizperiode beginnt, wird dann das erste Gas fließen", sagte Corcoran. Der zweite Strang der Gasleitung werde voraussichtlich im November 2012 fertiggestellt.

Die Mehrheit an dem 7,4 Milliarden Euro teuren Projekt hält der russische Gazprom-Konzern. Nordstream wird außerdem getragen von Eon Ruhrgas, Wintershall, vom französischen Versorger GDF Suez und der niederländische Gasunie. Aufsichtsratschef des Konsortiums ist der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Die Arbeiten an der rund 1200 Kilometer langen Pipeline vom russischen Wyborg bis Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern hatten im April begonnen. Ab 2012 sollen jährlich 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas durch die Leitung von Russland in den Westen fließen.

Quelle: ntv.de, rts

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