Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Billigflieger Norwegian muss Prügel einstecken 

Die Aktien des Billigfliegers Norwegian brechen nach dem Abschluss einer Kapitalerhöhung zu einem Niedrigpreis ein. Die Papiere kosteten zeitweise nur 2,51 Kronen, das ist noch die Hälfte des Kurses vom Freitag. Im Handelsverlauf grenzten sie aber einen großen Teil der Verluste wieder ein und liegen derzeit rund 17 Prozent im Minus.

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Das Unternehmen hatte 400 Millionen neue Aktien zum Preis von jeweils nur einer norwegischen Krone ausgegeben. Zudem sollen Anleihen in Eigenkapital umgewandelt werden. Mit diesen Schritten wird der Anteil der bisherigen Aktionäre stark verwässert - die Zahl der Aktien steigt so auf insgesamt 3,5 Milliarden von 163,6 Millionen.

Ziel ist es, Zugang zu weiteren staatlichen Garantien zu erhalten. Damit sichert sich das stark geschrumpfte Unternehmen, das von der Coronakrise zum Stillstand gezwungen wurde, das Überleben. Der im vergangenen Monat vorgelegte Rettungsplan sieht weitere Umbaumaßnahmen vor. 95 Prozent der Flugzeuge sollen zwölf Monate lang am Boden bleiben, lediglich sieben Maschinen sollen abheben. Erst 2021 sei ein langsames Hochfahren des Betriebs geplant.

Quelle: ntv.de