Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag China überlagert gute US-Nachrichten - Anleger suchen Deckung

Die deutschen Standardwerte haben sich am letzten Handelstag der Woche nicht mehr erholen können. Ordentliche US-Einzelhandelsdaten stützten genauso wenig wie eine über den Erwartungen ausgefallene Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung. Auch der Index der US-Verbraucherstimmung übertraf die Erwartungen. Auch diese Nachricht verpuffte.

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Der Dax schloss 0,6 Prozent leichter bei 12.096 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,3 Prozent abwärts.

Die guten US-Daten dürften die US-Notenbank kommende Woche auch nicht davon abhalten, Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf in Aussicht zu stellen. Druck auf die Fed kommt von der inversen US-Zinskurve, auch der US-Arbeitsmarkt scheint die besten Zeiten hinter sich zu haben.

Die Kauflaune verhagelten vor allem schwache Daten aus China. Dort ist das Wachstum der Industrieproduktion mit 5 Prozent im Mai niedriger ausgefallen als geschätzt.

Die Anleger flüchteten sich deshalb in sichere Häfen. Der Goldpreis stieg auf ein neues Jahreshoch und notierte am Nachmittag bei 1350 Dollar je Feinunze.

Die deutsche Zehnjahresrendite fiel mit minus 0,27 Prozent sogar auf ein neues Rekordtief. Der Grund sind die zahlreichen politischen Krisen und die Handelskonflikte.

Quelle: n-tv.de