Der Börsen-TagDax-Schwergewicht droht Kollateralschaden
Der Dax ist alles in allem recht stabil in die neue Handelswoche gestartet. Zwar wies der deutsche Börsenleitindex einen Verlust aus, schloss 0,6 Prozent schwächer mit 24.616 Punkten. Vorab war aber mit einem höheren Minus gerechnet worden: In Asien hatten Technologieaktien einen Ausverkauf erlebt, wie bereits schon der entsprechende Wall-Street-Sektor am Freitag. Gleichzeitig hatte sich auch die Nachrichtenlage rund um das Thema Iran wieder verschärft.
Ebenfalls gestern gab es enttäuschende Zahlen aus der deutschen Industrie. Und auch heute dürfte keine positive Nachricht folgen, denn: Die Schlüsselbranche dürfte schwach ins zweite Quartal gestartet sein. Die Exporte sind im April voraussichtlich um 0,5 Prozent zum Vormonat gesunken, sagen Ökonomen voraus. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe dürfte hingegen wachsen - aber nur um 0,5 Prozent. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht zu Exporten und Produktion jeweils eine erste Schätzung.
Unternehmensseitig steht Oracle im Fokus: Bei den Quartalsergebnissen des SAP-Rivalen richten Börsianer ihr Augenmerk auf die Entwicklung des KI-Geschäfts. Ein Medienbericht über ein enttäuschendes Wachstum des ChatGPT-Entwicklers OpenAI hatte vor einigen Wochen Oracle-Anleger nervös gemacht. Das Unternehmen hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz zwischen 18,93 und 19,24 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn von 1,92 bis 1,96 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt.
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