Donnerstag, 18. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:42 Uhr

Einzelwerte mischen den Seitwärts-Dax auf

Am Mittwoch büßt der Dax mehr als ein Prozent ein, er rutscht unter die psychologisch wichtige 14.000-Punkte-Marke. Doch eine Gegenreaktion im Donnerstagshandel bleibt aus. Der deutsche Börsenleitindex markiert bei 13.854 Zählern sein Tagestief und bei 13.961 sein Tageshoch. Impulse für den Gesamtmarkt gibt es kaum, Einzelwerte nehmen Anleger dafür genauer unter die Lupe. Zum Handelsende notiert der Dax mit einem Stand von 13.887 Punkten 0,2 Prozent im Minus.

"Der Dax ist im Seitwärtsmodus unterwegs", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Anleger schauten aber bei einzelnen Werten genauer hin: Bei MTU enttäuschte der Ausblick; bei Daimler überzeugte er indes, und bei VW sorgten kolportierte Pläne eines Börsengangs der Sportwagen-Tochter Porsche für Kursfantasie."

Dax
Dax 13.879,33

Die Autowerte Daimler und VW finden sich dann auch an der Spitze der Dax-Gewinner wieder: Während Daimler mehr als zwei Prozent zulegt, sind es bei VW knapp vier Prozent. Auf der Gegenseite stechen MTU mit einem Abschlag von etwa vier Prozent negativ heraus. Im MDax sind es K+S sowie Varta mit Kursverlusten von rund 15 und circa 13 Prozent.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 171,08
MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 199,75

17:23 Uhr

Kauflaune in der Eurozone hellt sich auf

Die Stimmung der Konsumenten im Euro-Raum hat sich im Februar inmitten der zweiten Corona-Welle leicht aufgehellt. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg um 0,7 Punkte auf minus 14,8 Zähler, wie aus den Daten der EU-Kommission hervorgeht. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf minus 15,0 gerechnet. Das Barometer lag damit weiter unter seinem langjährigen Durchschnitt von minus 11,1 Punkten.

Die Wirtschaft der Euro-Zone war Ende 2020 um 0,6 Prozent geschrumpft. Eine wirtschaftliche Erholung der Euro-Zone wird EZB-Präsidentin Christine Lagarde zufolge erst in der zweiten Jahreshälfte Fahrt aufnehmen.

17:04 Uhr

Walmart-Gewinn reicht Anlegern nicht

Walmart-Aktien verlieren rund 5,5 Prozent, nachdem der weltweit größte Einzelhändler die Gewinnschätzungen im Quartal verfehlt hatte: Das Betriebsergebnis stieg dank der gestiegenen Nachfrage nach Elektronik, Spielzeug und Lebensmitteln um 3,1 Prozent auf 5,49 Milliarden Dollar. Analysten hatten aber mehr erwartet. Der Umsatz legte insgesamt im Konzern um 7,3 Prozent auf 152,1 Milliarden Dollar zu. Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich und ein leicht steigendes Ergebnis je Aktie.

Wal-Mart
Wal-Mart 108,30

16:25 Uhr

Jobdaten und Tech-Konzerne geben Wall-Street-Takt an

Überraschend viele Anträge auf Arbeitslosenhilfe haben die Anleger an den US-Börsen am Donnerstag verunsichert. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 geben je 0,7 Prozent auf 31.405 und 3905 Punkte ab. Der Nasdaq-Index verliert rund ein Prozent auf 13.831 Zähler.

Insgesamt stellten vergangene Woche 861.000 Amerikaner einen Antrag auf staatliche Stütze. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 765.000 Anträge gerechnet. "Der Teil der Wirtschaft, der hinter den Erwartungen zurückbleibt, ist eindeutig die Beschäftigung", sagte Ryan Detrick, Chef-Marktstratege beim Vermögensverwalter LPL Financial.

Anleger trennen sich vor allem von Technologiewerten wie Apple, Microsoft, Amazon und Alphabet, die seit März 2020 zu den Favoriten der Börsenrally zählten. Anleger hinterfragten zunehmend die hohen Bewertungen im Tech-Sektor, sagte Stratege Hussein Sayed vom Brokerhaus FXTM.

Facebook-Papiere fallen etwa 1,5 Prozent. Das weltgrößte Online-Netzwerk geht im Streit um das geplante Mediengesetz in Australien zum Angriff über und sperrte in der Nacht zu Donnerstag ohne Vorankündigung jegliche Nachrichteninhalte. In Australien soll ein Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht werden, der Plattformen wie Facebook und Google zwingt, ihre mit Nachrichteninhalten generierten Werbeeinnahmen mit Medienhäusern zu teilen.

Apple
Apple 120,99
Facebook
Facebook 254,69

 

16:16 Uhr

Bosch und Microsoft entwickeln Auto-Softwareplattform

Nach Volkswagen arbeitet Microsoft nun auch mit dem Technologiekonzern Robert Bosch zusammen an der Entwicklung von Software für Autos. Ziel sei es, Neuerungen schneller und einfacher zu entwickeln und regelmäßig über das gesamte Autoleben hinweg über die Cloud auf Steuergeräte und Fahrzeugrechner aufzuspielen, geben beide Unternehmen bekannt. Die Plattform werde auf Microsofts Cloudangebot Azure basieren und Softwarebausteine von Bosch beinhalten. Beide Firmen setzen auf Tempo: Bis Jahresende sollen erste Fahrzeugprototypen die Softwareplattform nutzen können.

Rund um den Globus bemühen sich Unternehmen darum, einen Fuß in das immer größer werdende Geschäft mit Daten und Software aus und in der Fahrerkabine zu bekommen. Daimler und VW arbeiten an eigenen Betriebssystemen, um das Heft nicht an IT-Giganten wie Apple und Google zu übergeben. Volkswagen hat sich dafür auch Microsoft an Bord geholt. Der weltgrößte Softwarekonzern liefert den Wolfsburgern eine Art Programmier-Werkzeugkasten, um die Software für Anwendungen schneller zu entwickeln. Microsofts Cloud-Chef Scott Guthrie sagte über den neuen Deal: "Software wird immer mehr zum zentralen Unterscheidungskriterium in der Automobilindustrie." Dies hängt auch damit zusammen, dass Software für Elektromobilität sowie automatisiertes Fahren unerlässlich ist.  

15:57 Uhr

Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe steigt überraschend

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist überraschend gestiegen. Insgesamt stellten vergangene Woche 861.000 Amerikaner einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium mitteilt. In den sieben Tagen zuvor waren es revidiert 848.000. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für vorige Woche mit einem Rückgang auf 765.000 Anträge gerechnet. Der Anstieg der Zahl der Anträge dürfte teilweise auch damit zu tun haben, dass einige Autowerke wegen des derzeitigen globalen Halbleiter-Mangels vorübergehend schließen oder die Fertigung drosseln mussten - darunter Produktionsstätten von General Motors und Ford.

"Von Normalität am Arbeitsmarkt kann nicht gesprochen werden", lautete das Fazit von Helaba-Ökonom Ulrich Wortberg. In der Corona-Pandemie gingen in den USA bislang unter dem Strich an die zehn Millionen Jobs verloren. US-Notenbankchef Jerome Powell fordert angesichts der Jobmisere einen nationalen Kraftakt. Derzeit seien die USA mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 6,3 Prozent sehr weit entfernt von einem starken Arbeitsmarkt. An einen Entzug der geldpolitischen Unterstützung sei nicht zu denken.

15:22 Uhr

Gewinn der EZB ist geschrumpft

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im vergangenen Jahr unter anderem aufgrund geringerer Zinserträge aus Währungsreserven weniger Gewinn erzielt. Der Überschuss habe 2020 um 722 Millionen Euro auf 1,64 Milliarden Euro abgenommen, teilt die EZB mit. Allein die Nettozinserträge aus Währungsreserven gingen wegen geringerer Einnahmen aus dem Dollar-Portfolio um 578 Millionen Euro auf 474 Millionen Euro zurück. Die EZB schüttet ihren Gewinn vollständig an die 19 nationalen Notenbanken der Euro-Staaten aus. Auf die Bundesbank entfallen dabei rund 26 Prozent.

Die Währungshüter haben bereits Ende Januar 1,26 Milliarden Euro Gewinn an die Notenbanken der Euro-Länder verteilt. Die restlichen Gelder sollen an diesem Freitag ausgeschüttet werden.

14:42 Uhr

VW-Aktie zieht an die Dax-Spitze

An der Börse geht es für VW bei guten Umsätzen rund vier Prozent nach oben. Im Handel wird als Grund ein Bericht im "Manager Magazin" genannt, nach dem der Automobilhersteller einen mittelfristigen Börsengang seiner Tochter Porsche prüft. Dabei gehe es darum, den Mehrwert der Marke herauszustellen und zu heben. Mit 20 Milliarden bis 25 Milliarden Euro möglichem Wert kalkuliere man in Wolfsburg intern grob für ein solches Aktienpaket, heißt es in dem Bericht. Das Geld wolle der Konzern dann für eine beschleunigte Elektrooffensive einsetzen. "Diese Spekulationen gab es in der Vergangenheit bereits mehrfach", so ein Marktteilnehmer.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 171,08

14:25 Uhr

Infineon gehören zu den Topgewinnern im Dax

Zu den größten Gewinnern im Dax gehören die Titel von Infineon. Sie legen in einem ruhigen Marktumfeld knapp zwei Prozent zu. Der Grund ist ein positiver Analystenkommentar. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Aktien auf 45 von 17 Euro angehoben. Aktuell notieren Infineon bei 35,60 Euro.

Infineon
Infineon 34,68

14:07 Uhr

Triebwerksbauer MTU enttäuscht Anleger: Aktie ist Topverlierer im Dax

Im Dax sind die Aktien von MTU der mit Abstand größte Verlierer. Die Titel geben rund vier Prozent ab. Der Triebwerksbauer hatte mitgeteilt, die Corona-Krise 2021 langsam hinter sich lassen zu wollen. Das Münchener Unternehmen sagt einen Umsatz von 4,2 bis 4,6 Milliarden Euro voraus und nähert sich damit wieder dem Vorkrisenniveau von 2019 an. "Für 2021 erwarten Experten eine beginnende Erholung unserer Branche", sagt MTU-Chef Reiner Winkler. "Das dürfte sich mit einer leichten Aufwärtsbewegung in unseren Geschäftszahlen niederschlagen." Vor allem das Geschäft in der zivilen Instandhaltung sollte wieder deutlich anziehen. Allerdings dürften die Gewinne der Erholung hinterherhinken: MTU rechnet mit einer Gewinnmarge von 9,5 bis 10,5 Prozent, das ist mehr als ein Drittel weniger als 2019.

Der Kollaps des Flugverkehrs machte MTU 2020 zu schaffen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen Erlöse von 3,98 Milliarden Euro und lag damit knapp unter dem selbst gesteckten Ziel von 4,0 bis 4,2 Milliarden Euro. Der bereinigte Betriebsgewinn brach um rund 45 Prozent ein auf 416 Millionen Euro. Kräftig abwärts ging es mit den Erlösen im Triebwerksgeschäft, wo der Umsatz um etwa ein Drittel fiel. Bei den Instandhaltungen - der Bereich allein steuert fast zwei Drittel zum Gesamterlös bei - sanken die Erlöse um sieben Prozent. Unbeeindruckt von der Krise sei dagegen das Militärgeschäft geblieben.

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 199,75

13:43 Uhr

Fehler in der Bilanz? K+S-Kurs stürzt ab

Mit einem Abschlag von mehr als 16 Prozent finden sich die K+S-Aktien an der Spitze der MDax-Verlierer wieder. Die Finanzaufsicht Bafin hat wegen mutmaßlich fehlerhafter Bemessung von Vermögenswerten die Überprüfung der Bilanz des Salz- und Düngemittel-Herstellers angeordnet. Im schlimmsten Fall drohten zusätzliche Abschreibungen und eine Kapitalerhöhung, kommentiert Analyst Markus Mayer von der Baader Helvea Bank.

K+S
K+S 9,05

13:31 Uhr

Orange meldet Erlösrückgang

Ein Umsatzrückgang in Spanien überschattet die Geschäftszahlen von Orange. Die Aktien der Telekomfirma fallen in Paris rund drei Prozent. Das Geschäft in anderen Regionen laufe zwar gut bis sehr gut, kommentieren die Analysten der Credit Suisse. Das reiche aber nicht aus, um die Einbußen in Spanien wettzumachen.

Orange
Orange 9,79

13:14 Uhr

Barclays-Aktien unter Abgabedruck

Trotz der Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen nehmen Anleger bei Barclays Gewinne mit. Die Aktien des Geldhauses fallen in London rund zwei Prozent. "Die vorgelegten Geschäftszahlen sind insgesamt gut", kommentieren die Analysten der Citigroup. "Das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Ausblick für 2021, dem es an Details mangelt." Das sorge für Enttäuschung.

Barclays
Barclays 1,82

12:55 Uhr

Wall Street wird wohl etwas leichter starten

Trotz sinkender Rentenrenditen signalisiert der US-Aktienterminmarkt am Donnerstag etwas leichtere Kurse zur Eröffnung am Kassamarkt. Die zuletzt gestiegenen Renditen bei Anleihen hatten die Wall Street jüngst belastet. Besonders Technologiewerte reagieren äußerst sensibel auf die Entwicklung am Rentenmarkt, weil Technologieunternehmen oft einen höheren Fremdkapitalbedarf aufweisen.

Am Mittwoch hatte die Wall Street neue Rekorde markiert, dann aber nach unten abgedreht. Neben der Inflationsentwicklung werden die Renditen ganz entscheidend von der Geldpolitik gesteuert. Zwar hatte das jüngste Sitzungsprotokoll der US-Notenbank die lockere Geldpolitik auf absehbare Zeit bekräftigt, doch könnten neue Daten die Erwartungshaltung der Investoren nachjustieren. Veröffentlicht werden neben dem Philadelphia-Fed-Index die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten. Import- und Exportpreise könnten Fingerzeige zur Inflationsentwicklung liefern.

"Bei den Renditen wird es etwas mehr Druck nach oben geben", sagt Makrostratege Bastien Drut von CPR Asset Management. Aber diese Entwicklung werde nicht sehr belastend für den Technologiesektor am Aktienmarkt ausfallen. Händler bleiben aber auch sonst für den US-Aktienmarkt positiv gestimmt. Einen Grund liefert die überraschend positiv verlaufene Berichtssaison. Unten den 500 Werten im S&P-500 haben bereits 400 Unternehmen Geschäftszahlen vorgelegt. 80 Prozent unter ihnen haben die Markterwartungen geschlagen. Zudem stützten die laufende Impfkampagne und das Gestalt annehmende Konjunkturpaket der US-Regierung, heißt es.

12:16 Uhr

Bitcoin-Rally schiebt weitere Kryptos auf Rekorde

Im Windschatten der Rekordjagd von Bitcoin schwingen sich auch Ethereum und Litecoin zu neuen Höhen auf. Die zweitwichtigste Cyber-Devise Ethereum steigt um gut vier Prozent auf 1933,55 Dollar und der Bitcoin-Ableger Litecoin um gut ein Prozent auf 239,06 Dollar. Der Krypto-Pionier selbst verbilligt sich zwar leicht auf 51.886 Dollar, bleibt damit aber auf Tuchfühlung mit seinem Rekordhoch vom Mittwoch. Mittlerweise stiegen auch Privatanleger wieder stärkt in den Markt ein, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Die Hausse nährt die Hausse."

11:57 Uhr

Nestle wächst stärker als erwartet

Der Nahrungsmittelriese Nestle profitiert von einer hohen Nachfrage nach Tierfutter und Gesundheitsprodukten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 legte der Umsatz organisch um 3,6 Prozent zu, wie Nestle mitteilt. Damit übertraf das Schweizer Unternehmen seine eigene Prognose eines organischen Wachstums von rund drei Prozent und schnitt auch besser als Konkurrent Unilever ab, der im vergangenen Jahr ein Plus von 1,9 Prozent verbucht hatte.

Wechselkurseffekte sorgten allerdings für Gegenwind, so dass der berichtete Umsatz, auch wegen Bereichsverkäufen, 2020 um knapp neun Prozent auf 84,3 Milliarden Franken sank. Der Reingewinn fiel um drei Prozent auf 12,2 Milliarden Franken. Die Dividende soll gleichwohl um fünf Rappen auf 2,75 Franken je Aktie steigen.

Für 2021 rechnet Nestle mit einer weiteren Steigerung des organischen Umsatzwachstums in Richtung eines mittleren einstelligen Wachstums. Die operative Ergebnismarge soll sich kontinuierlich moderat verbessern. Der Aktienkurs zeigt sich kaum verändert, liegt 0,2 Prozent im Plus.

Nestle
Nestle 86,22

11:20 Uhr

Anleger sorgen sich um die Dax-"Bastion"

Die 13.900er Marke im Dax hält dem Druck der Bären am deutschen Aktienmarkt stand. Wie schon am Mittwoch wurde sie nur kurz und nicht nachhaltig unterschritten. Hier liegt eine größere Put-Position, die den Leitindex vor dem Verfall am Freitag unterstützt, wie ein Marktteilnehmer sagt. Allerdings wurde sie in den vergangenen Tagen schon um etwa 1000 auf etwa 8000 Kontrakte abgebaut. Sollte der Dax nachhaltig unter 13.900 fallen, liegt die nächste Unterstützung bei 13.830 Zählern. Auf der Oberseite gilt der Bereich um 14.055 als erster stärkerer Widerstand, wie ein Händler sagt. Am Mittag notiert der Dax bei 13.937 Punkten rund 0,2 Prozent im Plus.

10:55 Uhr

Auftragsbestand der Industrie wächst siebten Monat in Folge

Die deutsche Industrie kann mit einem wachsenden Puffer das zweite Corona-Jahr bestreiten. Ihr Auftragsbestand legte im Dezember bereits den siebten Monat in Folge zu, und zwar um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Dabei nahmen die offenen Aufträge aus dem Inland um 0,1 Prozent zum Vormonat zu, die aus dem Ausland um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020 - dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen in Deutschland - ist der Bestand inzwischen saison- und kalenderbereinigt um 3,6 Prozent höher.

Die Industrieaufträge haben sich seit dem Ende des ersten Lockdowns kräftig erholt. Da die Produktion deutlich langsamer anlief, erhöhten sich die Auftragsbestände. Deren Reichweite legte Ende 2020 leicht zu auf 6,6 Monate - das ist der höchste Wert seit Beginn der Statistik 2015. Diese Zahl gibt an, wie lange die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Bestellungen theoretisch produzieren müssten, um die vorhandene Nachfrage abzuarbeiten.

Die deutsche Industrie befindet sich ungeachtet der zweiten Corona-Welle im Aufwind. Sie steigerte ihre Produktion zuletzt acht Monate in Folge. Ein Grund dafür ist das anziehende Auslandsgeschäft. Mit den USA und China stehen die wichtigsten Exportkunden der deutschen Industrie vor einem Comeback. Für die Volksrepublik etwa rechnen Ökonomen für 2021 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von rund 8,5 Prozent.

10:26 Uhr

Tesla ruft in Deutschland Model S und Model X zurück

Der US-Elektroautohersteller Tesla ruft nun auch in Deutschland wegen Problemen mit Computerchips tausende Fahrzeuge zurück. Betroffen sind vor März 2018 gebaute Limousinen vom Typ Model S und das Flügeltüren-SUV Model X, wie die "Augsburger Allgemeinen" unter Berufung auf einen Sprecher des Kraftfahrtbundesamts berichtet. Bei den vor März 2018 gebauten Batterieautos drohe nach Informationen der Zeitung bei einem vollen Speicherchip ein Totalausfall des Zentralbildschirms, über den zahlreiche Fahrzeugfunktionen gesteuert werden. Bis Januar 2018 waren der Flensburger Behörde zufolge in Deutschland rund 7500 betroffene Tesla-Modelle zugelassen. Zuvor waren bereits in den USA auf Druck der US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit, NHTSA, rund 135.000 zwischen 2012 und 2018 gebaute Fahrzeuge der beiden Baureihen zurückgerufen worden, hieß es in dem Zeitungsbericht.

Tesla
Tesla 560,20

09:37 Uhr

Varta-Kurs sackt ab - trotz erstmaliger Dividende

Der schwäbische Batteriehersteller Varta rechnet für das laufende Jahr mit einer Abschwächung seines rasanten Wachstumstempos. Die Erlöse würden etwa um acht Prozent und das Ergebnis prozentual deutlich zweistellig zulegen, teilt das im Nebenwerteindex MDax notierte Traditionsunternehmen mit. Varta will auch mit erweiterten Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Zellen punkten. "Wir blicken sehr zuversichtlich in das Jahr 2021", sagt Finanzchef Armin Hessenberger. Die relative Marge des angepassten operativen Ergebnisses solle überproportional auf bis zu 30 Prozent vom Umsatz steigen.

Im vergangenen Jahr trumpfte Varta dank des Booms von kabellosen Minikopfhörern von Apple und Samsung auf. Der Umsatz schoss um 140 Prozent auf 870 Millionen Euro in die Höhe. Ein Großteil lässt sich auf den Rückkauf des Geschäfts mit den gleichnamigen Haushaltsbatterien und Taschenlampen vom US-Konzern Energizer zurückführen. Aber nicht nur: "Allein das organische Wachstum betrug knapp 50 Prozent - ein historisches Ergebnis", sagte Firmenchef Herbert Schein. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBITDA) kletterte um 145 Prozent auf 239 Millionen Euro. Das will Varta zum Anlass nehmen, erstmals eine Dividende zu zahlen und schlägt eine Ausschüttung von rund 2,50 Euro je Aktie vor. An der Börse sorgen die Ankündigungen zunächst für einen deutlichen Kursverlust von rund elf Prozent.

Varta AG
Varta AG 114,00

Varta produziert neben den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Kopfhörer, Haushaltsbatterien, Knopfzellen für Hörgeräte und Energiespeicher für private Photovoltaikanlagen. Im vierten Quartal will das Unternehmen mit fast 4800 Mitarbeitern eine Pilotanlage zur automatisierten Produktion von größeren Batterieformaten in Ellwangen in Betrieb nehmen.

09:27 Uhr

Verknapptes Angebot: Ölpreis zieht deutlich an

Ein verknapptes Angebot verteuert Rohöl. Der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee steigt knapp zwei Prozent auf ein 13-Monatshoch von 65,52 Dollar je Barrel. Durch den Kälte-Einbruch im US-Bundesstaat Texas lägen Förderkapazitäten im Volumen von rund einer Million Barrel pro Tag still, rechnen die Analysten der Beratungsfirma Wood Mackenzie vor.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67

09:09 Uhr

Tag der 14.000: Holt der Dax sich die Marke zurück?

Nach den deutlichen Verlusten zur Wochenmitte und dem Fall unter die 14.000-Punkte-Marke steht für den Dax am Donnerstag Wiedergutmachung auf dem Programm. Zum Start gewinnt der deutsche Börsenleitindex 0,2 Prozent auf 13.940 Zähler. Uneinheitliche Vorgaben aus Asien, wo die chinesischen Börsen erstmals nach den dortigen Neujahrsfeierlichkeiten wieder gehandelt haben und zulegen konnten, der japanische Leitindex Nikkei sowie der südkoreanische Kospi aber Verluste verzeichnen mussten, können den Anlegern hierzulande keine eindeutigen Kaufimpulse liefern.

08:50 Uhr

Steigende Kurse in China, Nikkei und Kospi fallen

Nach der jüngsten Rally des Nikkei machen einige Anleger Kasse. Der japanische Leitindex fiel 0,2 Prozent auf 30.236 Punkte. Sein südkoreanisches Pendant Kospi gab sogar 1,5 Prozent nach. Die Börse Shanghai meldete sich nach den chinesischen Neujahrsfeiern dagegen mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 3675 Zähler zurück.

Japan-Anleger wollten erst einmal abwarten, ob sich der Nikkei über der psychologisch wichtigen Marke von 30.000 Punkten etablieren könne, sagte Soichiro Matsumoto, Chef-Anleger für Japan bei Credit Suisse Private Banking. Der Leitindex hatte diese Marke unlängst erstmals seit 30 Jahren wieder überwunden. In Südkorea machten steigende Coronavirus-Fallzahlen Investoren nervös. Zu den Favoriten im Nikkei-Index zählten die Fluggesellschaften ANA und Japan Airlines mit Kursgewinnen von jeweils einem knappen Prozent. Sie profitierten Börsianern zufolge wegen der anlaufenden Corona-Massenimpfungen in Japan von der Hoffnung auf eine Normalisierung der Reise-Tätigkeit.

Nikkei
Nikkei 30.168,27
Kospi
Kospi 2.994,98

 

08:01 Uhr

Daimler mit Gewinn-Plus im Corona-Jahr

Daimler
Daimler 65,28

Der Auto- und Lastwagenbauer Daimler hat das Corona-Jahr 2020 weitaus besser überstanden als erwartet und setzt sich wieder deutlich höhere Ziele. Trotz der Pandemie habe man bewiesen, dass man die Transformation in der Branche aus eigener Kraft vorantreiben könne, sagte Vorstandschef Ola Källenius. Man gehe davon aus, dass Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis im laufenden Jahr deutlich höher ausfallen werden. 2020 verbuchte Daimler unter dem Strich einen auf die Aktionäre entfallenden Gewinn von 3,6 Milliarden Euro. Das waren 1,2 Milliarden Euro oder 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ohne den sogenannten Abzug von Minderheitenanteilen blieben 4,0 Milliarden Euro - ein Plus von 48 Prozent. Der Umsatz hingegen sank im Vergleich zu 2019 um 11 Prozent auf 154,3 Milliarden Euro. Rund 1,4 Milliarden Euro will der Konzern als Dividende an die Aktionäre ausschütten. Das wären 1,35 Euro pro Aktie, 45 Cent mehr als im Vorjahr.

07:21 Uhr

Alte Rechtsstreits: Credit Suisse verdient weniger

Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat im vergangenen Jahr wegen der Folgen der Corona-Krise und den Kosten für alte Rechtsstreitigkeiten weniger verdient. Der Überschuss sei um 22 Prozent auf 2,7 Milliarden Franken (2,5 Mrd Euro) gesunken, teilte die Bank mit. Ein Grund für den Gewinnrückgang war die auf fast 1,1 Milliarden Franken erhöhte Vorsorge für Kreditausfälle infolge der Pandemie. 2019 hatte der Wert noch bei lediglich 324 Millionen Franken gelegen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern sei aber um sechs Prozent auf 4,4 Milliarden Franken gestiegen, zudem zogen die operativen Erträge an, hieß es weiter. Zudem sei der Start ins laufende Jahr sehr gut gewesen, sagte der seit kurzem amtierende Konzernchef Thomas Gottstein, der vor allem auf den Ausbau der Vermögensverwaltung setzt.

07:02 Uhr

Milliardenverlust, keine Dividende: Airbus strauchelt in der Krise

Airbus
Airbus 98,09

Die Corona-Krise und der geplante Abbau Tausender Arbeitsplätze haben dem Flugzeugbauer Airbus 2020 wie erwartet einen Milliardenverlust eingebrockt. Dank eines Gewinns im vierten Quartal stand für das Gesamtjahr unter dem Strich aber nur ein Verlust von 1,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Damit schnitt Airbus besser ab als von Analysten erwartet. Vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigtes Ebit) brach der Gewinn im Gesamtjahr zwar um 75 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro ein, fiel damit aber höher aus als von Branchenexperten gedacht. Die Aktionäre sollen aber wie schon für 2019 auch für 2020 auf eine Dividende verzichten. Für 2021 peilt Airbus-Chef Guillaume Faury die Auslieferung von ähnlich vielen Flugzeugen wie im Vorjahr an. Da hatte der Hersteller 566 Maschinen an seine Kunden übergeben. Das bereinigte Ebit soll auf etwa 2 Milliarden Euro steigen.

06:51 Uhr

Dax steht uneinheitlicher Tag bevor

Dax
Dax 13.879,33

Der Dax wird am heutigen Tag uneinheitlich erwartet. Grund ist die Konsolidierung der europäischen Aktienmärkte, die geprägt ist von steigenden Renditen starker Werte der Banken, Rohstoff-Titel und Ölwerten und schwachen Verläufen zinsreagibler Titel. Für den Dax bedeutet das relative Schwäche in Europa, da die genannten Branchen in ihm unterproportional vertreten sind. Aus technischer Sicht gilt der Dax bei 13.830 Punkten als unterstützt. Der große Widerstand liegt beim Allzeithoch von 14.159 Punkten. Zum kleinen Verfall am Freitag könnte laut Marktteilnehmern die 14.000er Marke ins Spiel kommen.

06:32 Uhr

Anleger an Asien-Börsen in Habachtstellung

Nikkei
Nikkei 30.168,27

Zurückhaltung an den asiatischen Börsen: Viele Käufer wollten die anstehende Berichtssaison abwarten, andere nutzten den Höhenflug der vergangenen Tage, um Kasse zu machen. Analysten blieben vorsichtig, weil sich die neuen Mutationen des Coronavirus weiter weltweit ausbreiten.

Der Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 30.216 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,1 Prozent und lag bei 1941 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,8 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,3 Prozent.