Freitag, 18. Oktober 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:48 Uhr

Dax schließt im Minus

Der Frankfurter Aktienmarkt verabschiedet sich mit Verlusten ins Wochenende. Der Dax gibt 0,1 Prozent auf 12.633 Punkte ab, während der MDax 0,3 Prozent auf 25.999 Zähler einbüßt. Der TecDax fällt 0,8 Prozent auf 2778 Punkte.

17:04 Uhr

Verdacht auf Asbest im Babypuder - Johnson & Johnson unter Druck

Aktien des US-Pharma- und Konsumgüterkonzerns Johnson & Johnson (J&J) verlieren wegen des Skandals um mutmaßlich asbestverseuchtes Babypuder deutlich an Wert. Die Papiere geben an der Wall Street um mehr als vier Prozent nach.

Der Konzern ruft in den USA rund 33.000 Flaschen seines Babypuders zurück. Die US-Gesundheitsbehörde FDA habe bei Stichproben von einer im Internet erworbenen Babypuder-Flasche Asbest-Spuren nachgewiesen, so das Unternehmen. Der Rückruf sei freiwillig und betreffe eine Charge, die 2018 in den USA produziert wurde. Die Angelegenheit werde geprüft, dabei werde mit der Behörde kooperiert.

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet, dass der Hersteller von Penaten-Babypflege offenbar schon seit Jahrzehnten von der Existenz des gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffes in seinen Pudern gewusst haben soll. In internen Proben zwischen den Jahren 1971 und Anfang 2000 wurden demnach wiederholt kleinere Mengen Asbest nachgewiesen. Diese Informationen wurden den Informationen zufolge aber nie an Aufsichtsbehörden weitergereicht oder publik gemacht.

Gegen J&J gibt es in Zusammenhang mit den Vorwürfen bereits Tausende Klagen.

16:12 Uhr

China bremst Wall Street

Sorgen um die Konjunktur trüben die Stimmung an den US-Börsen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte liegt im frühen Handel 0,1 Prozent schwächer bei 26.989 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 tritt bei 2997 Zählern auf der Stelle, der Index der Technologiebörse Nasdaq stagniert bei 8154 Punkten.

Für Unbehagen sorgen maue Konjunkturdaten aus China, die den Anlegern die negativen Folgen des Handelsstreits mit den USA vor Augen führen.

15:50 Uhr

BMW-Chef bekennt sich zum i3

Der neue BMW-Chef Oliver Zipse hält am Bau des Elektroautos i3 fest. "Der i3 wird weiter produziert werden, keine Frage", sagte der Manager der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Der Wagen sei nach nur sechs Jahren schon eine Ikone. "Wir wachsen mit dem i3 jedes Jahr – in Europa dieses Jahr um rund 20 Prozent." Die Investitionen seien abgeschrieben, BMW verdiene mit jedem i3 Geld. "Wieso in Gottes Namen sollten wir dieses Auto, das jetzt auf der Höhe seiner Zeit ist, aufgeben? Wir sind uns sicher: Der i3 hat noch großes Potenzial."

14:22 Uhr

"Zero Sugar" gibt Coca-Cola Auftrieb

Coca-Cola hat dank seines Verkaufsschlagers "Zero Sugar" kräftige Geschäftszuwächse im dritten Quartal verbucht. Verglichen mit dem Vorjahreswert stiegen die Erlöse um acht Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn legte sogar um 38 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar zu.

Coca-Cola profitiert vom Schwenk zu weniger zuckerhaltigen Getränken und einer breiteren Produktpalette mit Tee und Kaffee. Bei Anlegern kommen die Zahlen gut an, die Aktie steigt im vorbörslichen Handel in New York um knapp zwei Prozent. Seit Jahresbeginn ist der Kurs bereits um knapp 14 Prozent geklettert.

13:23 Uhr

Munich Re überrascht positiv

Der Rückversicherer Munich Re kann auf ein gutes drittes Quartal blicken und zeigt sich optimistisch für das Gesamtjahr. Trotz hoher Großschäden sei vorläufigen Berechnungen zufolge ein Konzernergebnis in einer Größenordnung von 850 Millionen Euro erzielt worden, teilte das Unternehmen mit. Trotz großer Unsicherheiten über die weitere Entwicklung bei Großschäden sowie an den Kapitalmärkten erwartet Munich Re, das Ziel für das Konzernergebnis von 2,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr zu übertreffen.

Die Aktie sprang nach den Nachrichten deutlich an, hat aber mittlerweile einen Teil ihrer Gewinne wieder abgegeben.

12:48 Uhr

Lufthansa will Warnstreik ins Leere laufen lassen

RTR49CMQ.jpg

REUTERS

Die Lufthansa will den für Sonntag angekündigten Warnstreik von Flugbegleitern ins Leere laufen lassen. "Unser Ziel ist es, das volle Flugprogramm darzustellen", sagte eine Unternehmenssprecherin.

Die Kabinen-Gewerkschaft Ufo hat ihre Mitglieder zu einem fünfstündigen Warnstreik an den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München aufgerufen. Laut Lufthansa sind in der Zeit zwischen 6.00 und 11.00 Uhr rund 160 Starts geplant.

Hinter dem Arbeitskampf steht ein tiefes Zerwürfnis zwischen Ufo und dem Lufthansa-Konzern. Das Unternehmen erkennt den Ufo-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen.

12:23 Uhr

VW verkauft deutlich mehr Autos

RTS1MW9O.jpg

REUTERS

Volkswagen hat im September deutlich mehr Autos ausgeliefert als im schwachen Vorjahresmonat. Im vergangenen Monat setzte VW konzernweit 904.200 Fahrzeuge ab, wie das Unternehmen mitteilt. Das sind 9,2 Prozent mehr als im September 2018. Damals hatte die Einführung des Abgas- und Verbrauchstests WLTP auch Volkswagen hart getroffen. Der Autohersteller hatte viele Modelle noch nicht nach den neuen Vorgaben zertifiziert und konnte sie deswegen nicht verkaufen.

11:47 Uhr

Deutsche Bank wandelt 2018 in Verlustjahr um

Die Deutsche Bank hat für das vergangene Jahr bislang einen Nettogewinn in Höhe von 267 Millionen Euro erwirtschaftet. Nun hat sie es sich finanz-szene.de zufolge anders überlegt und weist für 2018 einen Verlust von 52 Millionen Euro aus.

Der Hintergrund: Die Deutsche Bank strukturiert sich derzeit um. Bisher habe das Institut den Gewinn ausgewiesen, bevor er Zinsen für bestimmte Anleihen zahlte, so der Newsletter. Nun ziehe es die Bank vor, den Gewinn nach den Zinszahlungen für die Coco-Bonds genannten Anleihen auszuweisen. Durch den neuen Zuschnitt der Bank-Bereiche wären die künftigen Ergebnisse sonst nicht mehr mit den früheren vergleichbar gewesen.

Ausführlich wird dies hier erläutert.

10:46 Uhr

An der Börse in Istanbul geht es rund

Während an den Börsen derzeit eher Zurückhaltung herrscht, ist am Istanbuler Aktienmarkt jede Menge los. Die Erleichterung über die von den USA und der Türkei vereinbarte Feuerpause in Nordsyrien sorgt dort für den größten Kursanstieg seit mehr als vier Monaten – der Leitindex gewinnt 3,8 Prozent.

Weitere US-Sanktionen seien damit vorerst vom Tisch, sagt Analyst Jason Turvey vom Research-Haus Capital Economics. Bei erneuten Kampfhandlungen könne dieses Thema aber wieder aktuell werden.

10:29 Uhr

Börsen gehen vor Brexit-Abstimmung in Deckung

Am Tag vor der Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus bleiben Anleger lieber vorsichtig. Der deutsche Leitindex bröckelt 0,2 Prozent auf 12.629 Punkte ab.

Es gilt als angesichts des Widerstands aus mehreren Fraktionen als sehr unsicher, dass der Vertrag über die Bedingungen für den EU-Austritt Großbritanniens im Parlament eine Mehrheit bekommt. Wie es nach einer Niederlage von Premier Boris Johnson weitergehen würde, steht in den Sternen.

10:00 Uhr

Renault-Aktien stürzen ab

Die schwächelnde Nachfrage belastet den französischen Autobauer Renault stärker als bisher erwartet. Nachdem das frühere Management seine Hoffnung auf einen Umsatzanstieg im Juli begraben hatte, geht das neue Führungsteam nun sogar von einem Rückgang aus.

Renault
Renault 44,73

Der Aktienkurs rauscht deshalb in die Tiefe, die Anteilscheine verlieren 14 Prozent und steuern auf den größten Tagesverlust seit elf Jahren zu.

Auch die Aktien der deutschen Unternehmen geraten unter Verkaufsdruck. Die Aktien von BMW, Daimler und Volkswagen verlieren bis zu 2,3 Prozent an Wert.

09:34 Uhr

"US-Strafzölle sind Frontalangriff auf deutsche Wirtschaft"

Die US-Strafzölle auf in der EU hergestellte Produkte im Umfang von 7,5 Milliarden Dollar sind in Kraft getreten. Damit gelten auf Flugzeugimporte aus der EU zusätzliche Abgaben in Höhe von zehn Prozent sowie Produkte wie Wein, Käse und Whisky Aufschläge von bis zu 25 Prozent. Hintergrund sind europäische Staatsbeihilfen für die heimische Flugzeugindustrie, insbesondere für Airbus.

Deutschland treffe der Großteil der Zölle, sagt Sandra Navidi von Beyond Global. Dabei zielen die USA auf Exportschlager wie Maschinen und Werkzeuge.

 

09:15 Uhr

Ceconomy wirft Chef nach Führungstreit raus

Wenn es eine Art von Kontinuität bei Ceconomy gibt, dann ist das die Dauer-Führungskrise mit ständigen Personalwechseln.

Die Elektronikhandelsholding hat nun wieder den Chef ausgetauscht. Der Aufsichtsrat und der erst im Frühjahr an die Ceconomy-Spitze gerückte Jörn Werner hätten beschlossen, sich mit sofortiger Wirkung zu trennen, teilte der Mutterkonzern von Media Markt und Saturn nach einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats mit. Nachfolger wird für eine Dauer von zwölf Monaten Aufsichtsrat Bernhard Düttmann. Der ehemalige Beiersdorf-Manager war bereits vor Werners Berufung übergangsweise Ceconomy-Vorstand.

Zwischen Werner und dem Aufsichtsrat habe es mit Blick auf die Führung des Unternehmens unterschiedliche Auffassungen gegeben, sagte Aufsichtsratschef Jürgen Fitschen. Die Trennung sei deshalb ein "konsequenter Schritt".

09:12 Uhr

Dax startet schwächer

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Verlusten in den Tag. Der Dax gibt 0,1 Prozent auf 12.632 Zähler ab, der MDax 0,2 Prozent auf 26.042 Zähler. Der TecDax verliert 0,4 Prozent auf 2789 Punkte.

09:05 Uhr

Öl wird billiger

Die Ölpreise sinken leicht. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 59,57 US-Dollar, das sind 34 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 15 Cent auf 53,78 Dollar.

Händler nennen vor allem die Aussicht auf eine schwächere Rohölnachfrage als Grund für die Preisabschläge. Sie verweisen dabei auf das chinesische Wirtschaftswachstum im dritten Quartal, das schwächer ausfiel als erwartet.

Unlängst hatte bereits die Internationale Energieagentur IEA ihre Erwartungen für die Erdölnachfrage reduziert. Wichtigster Grund sind Konjunktursorgen wegen des Handelskonflikts zwischen den USA und China.

08:03 Uhr

Renault-Warnung schickt deutsche Autowerte auf Talfahrt

Angesichts der jüngsten Rally bieten schlechte Nachrichten für einige Anleger die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen, sagen Börsianer.

Eine gesenkte Umsatzprognose des französischen Autobauers Renault schickt die Aktien der deutschen Konkurrenten auf Talfahrt. BMW, Daimler und Volkswagen büßen vorbörslich bis zu 2,2 Prozent ein.

DaxSector Automobil
DaxSector Automobil 1.467,39

 

07:50 Uhr

Feuerpause in Syrien pusht türkische Lira

Die türkische Lira legt zu, nachdem sich die USA und die Türkei auf einen Waffenstillstand in Syrien geeinigt haben. US-Vizepräsident Mike Pence sagte nach einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, die Kampfpause solle 120 Stunden dauern und den kurdischen Kämpfern den Rückzug aus der "Sicherheitszone" an der türkischen Grenze in Nordsyrien ermöglichen.

Der Dollar gab daraufhin bis auf 5,8035 Lira nach. Vor Bekanntwerden der Vereinbarung stand der Dollar bei etwa 5,90 Lira.

Der iShares MSCI Turkey ETF sprang im New Yorker Handel um gut 4 Prozent nach oben.

07:44 Uhr

Börsianer erwarten schwachen Dax

Die europäischen Aktienmärkte werden mit einer etwas leichteren Handelseröffnung erwartet.

Dax
Dax 13.241,75

IG stellt den Dax am Morgen bei 12.640 Punkten nach einem Vortagesschluss bei 12.654 Punkten. Wie bereits am Vortag ist die Hängepartie im Brexit das bestimmende Thema. Nachdem Premierminister Boris Johnson sich mit Brüssel einigen konnte, muss er nun eine Zustimmung im Unterhaus erringen. Und hier könnte es einmal mehr, wie bei seiner Vorgängerin Theresa May, schwierig werden. In diesem Umfeld dürften Anleger nochmals das Risiko vom Tisch nehmen, wie am Vortag bereits gesehen. Da hatte der Dax in der Schlussauktion alleine 40 Punkte eingebüßt.

Zudem werden die USA, wie angekündigt, ab heute auf Flugzeugimporte aus der EU Strafzölle in Höhe von 10 Prozent erheben. Daneben soll es auf weitere EU-Produkte Aufschläge von bis zu 25 Prozent geben. Auch deutsche Unternehmen sind betroffen.

07:41 Uhr

China Schwäche drückt Asien-Börsen ins Minus

Die asiatischen Börsen sind erwartungsgemäß nicht begeistert von der chinesischen Wachstumsschwäche, allerdings machen positive Daten von Chinas Industrieproduktion Hoffnung auf Besserung:

Nikkei
Nikkei 23.303,32

"Zwar testet das BIP den unteren Rand der offiziellen Jahreswachstumsprojektion von 6 bis 6,5 Prozent, allerdings liefern die heutigen Daten auch wenig Risiko, dass der untere Rand für dieses Jahr gebrochen wird. Während Risikoaktiva nicht ganz grün blinken, können die Märkte dennoch aufatmen", sagt Asien-Pazifik-Marktstratege Stephen Innes von AxiTrader.

Gegen den Negativtrend stemmt sich der Nikkei-225 in Tokio, der um 0,2 Prozent auf 22.497 Punkte zulegt.

An der chinesischen Leitbörse in Schanghai sinkt der Composite mit minus 0,6 Prozent etwas deutlicher als die übrigen Börsen. In Hongkong passiert mit einem Abschlag von 0,1 Prozent nicht viel - allerdings dreht der Markt auch hier mit den BIP-Daten nach unten ab.

07:01 Uhr

Chinas Wachstum schwach wie seit 30 Jahren nicht

Wegen des Handelsstreits mit den USA und der schwachen Inlandsnachfrage hat sich Chinas Wirtschaftswachstum auf den niedrigsten Wert seit fast 30 Jahren abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal mit einer Jahresrate von nur noch 6,0 Prozent, verglichen mit 6,2 Prozent im Vorquartal. Damit hat der Indikator die Untergrenze des von der Regierung ausgegebenen Zielkorridors für das Gesamtjahr von 6 bis 6,5 Prozent erreicht.