Mittwoch, 03. Juli 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
17:59 Uhr

"Lagarde-Effekt" treibt Dax über 12.600er-Marke

Dax
Dax 12.227,85

Mit der Aussicht auf eine Lösung im EU-Personalpoker greifen Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder zu. Am Markt kommt die Nominierung von Christine Lagarde als Präsidentin der Europäischen Zentralbank gut an. Der Leitindex Dax schafft den Sprung über die Marke von 12.600 Punkten und schließt 0,71 Prozent höher bei 12.616,24 Zählern.

Die Spekulationen auf eine Fortsetzung der EZB-Nullzinspolitik geben vor allem Immobilienwerten Auftrieb. Die Aktien von Vonovia und Deutsche Wohnen gewinnen bis zu 2,8 Prozent. Der Branchenindex für die Euro-Zone legt 1,3 Prozent zu.

17:10 Uhr

Aktie der Deutschen Bank kämpft sich nach oben

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,98

Nach einem schwächeren Start in den Tag geht es für die Aktie der Deutschen Bank nach oben. Mit einem Plus von 2,1 Prozent stellt sie den zweitgrößten Gewinner im Dax. Leicht positiv wird ein Bericht in der Financial Times gewertet. Demzufolge könnte die Restrukturierung inklusive Stellenabbau bis zu 5 Milliarden Euro kosten. Allerdings könnte die am Markt erwartete Kapitalerhöhung dem Bericht zufolge ausbleiben. Dies sorgt für Käufe in der Aktie.

16:08 Uhr

US-Techriesen wollen Produktion aus China verlagern

Die US-Konzerne HP, Dell, Amazon und Microsoft erwägen laut einem Zeitungsbericht, einen "erheblichen" Teil ihrer Produktion in China in andere Länder zu verlagern.

  • Wie die Nikkei Asian Review unter Berufung auf mehrere ungenannte Quellen berichtet, planen HP und Dell, bis zu 30 Prozent der Notebook-Produktion aus China heraus zu verlagern.
  • Microsoft, Amazon und auch die Alphabet-Tochter Google prüfen demnach einen Umzug einiger ihrer intelligenten Lautsprecher- und Spiele-Fertigungen in andere Länder.
  • HP, Google, Microsoft und Amazon reagierten bis zur Veröffentlichung des Artikels nicht auf eine Bitte der Zeitung um Stellungnahme. Dell wollte sich nicht dazu äußern.
15:56 Uhr

Hoffnung auf lockere Geldpolitik stützt US-Aktien

Dow Jones
Dow Jones 27.318,00

Der US-Aktienmarkt eröffnet etwas fester. Gestützt wird der Markt von der Hoffnung auf weiter billiges Notenbankgeld. Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index um 0,2 Prozent auf 26.851 Punkte.

US-Präsident Donald Trump hat mit den Ökonomen Judy Shelton und Christopher Waller seine Kandidaten für zwei freie Positionen bei der US-Notenbank Federal Reserve vorgestellt, nachdem er die Währungshüter zuvor monatelang zur Senkung der Zinsen angehalten hat. Shelton und Waller gelten als Befürworter einer lockeren Geldpolitik.

Befeuert wird die Hoffnung auf eine weiterhin lockere Geldpolitik durch die Nominierung von Christine Lagarde für den Präsidentschaftsposten bei der Europäischen Zentralbank. Die Berufung vermeintlich taubenhafter Geldpolitiker in den USA und Europa beflügelt die Spekulation auf weiter fallende Zinsen.

 

15:56 Uhr

Was hat ein Discountzertifikat, was eine Aktie nicht hat?

Zu den am häufigsten gehandelten Zertifikaten gehören die Discountzertifikate. Sie können Schwankungen ausgleichen und damit als eine Art Stabilitätsanker fürs Depot genutzt werden. Wie genau Discounter funktionieren und welche Renditechancen Anleger dabei haben, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Jewgeni Ponomarev von der HSBC.

15:37 Uhr

Konzernumbau kommt Deutsche Bank teuer zu stehen

Die Kosten für den geplanten Konzernumbau der Deutschen Bank dürften in die Milliarden gehen. Wie die Financial Times unter Berufung auf informierte Personen berichtet, könnten sich die Restrukturierungskosten auf 3 bis 5 Milliarden Euro belaufen. Laut Financial Times wird die Deutsche Bank wegen der geplanten Umbaumaßnahmen dieses Jahr einen Verlust machen.

Das Wall Street Journal hatte vergangene Woche berichtet, dass die Deutsche Bank bis zu 20.000 Stellen abbauen könnte. Ende März beschäftigte sie knapp 91.500 Mitarbeiter. Auf der Hauptversammlung Ende Mai hatte Vorstandschef Christian Sewing "harte Einschnitte", vor allem in der Unternehmens- und Investmentbank, angekündigt.

15:11 Uhr

Konjunkturaussichten setzen Pfund zu

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,25

Aus Furcht vor einer Abkühlung der britischen Wirtschaft ziehen sich Anleger aus dem Pfund Sterling zurück. Die Währung verbilligt sich um bis zu 0,3 Prozent auf 1,2558 Dollar.

  • Ein Grund für die Kursverluste war die Warnung des britischen Notenbankchefs Mark Carney vor den Gefahren des Zollstreits zwischen den USA und China sowie den Folgen eines ungeordneten Brexit.
  • Investoren werteten dies als Hinweis auf eine nahende Zinssenkung der Bank von England (BoE), sagte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke.
  • "Eigentlich nicht weiter verwunderlich, denn auch das Vereinigte Königreich kann sich dem globalen Trend letztlich nicht entziehen."
  • Die EZB und die US-Notenbank Fed hatten zuvor bereits Bereitschaft signalisiert, Zinsen zu senken und billiges Notenbank-Geld in die Märkte zu pumpen.
14:33 Uhr

Gute US-Autoabsatzzahlen verpuffen

Vergleichsweise gut ausgefallene US-Autoabsatzzahlen von VW und BMW im Juni verpuffen weitgehend. VW hat den Absatz im Juni um 10 Prozent gesteigert und BMW in der Marke um 7,5 Prozent. Bei Daimler stagnierte der US-Absatz. Die Branche habe viele ungelöste Probleme, meint ein Händler mit Blick auf die Umstellung in Richtung Elektromobilität. VW und BMW steigen mit dem Dax, Daimler liegen behauptet.

13:45 Uhr

Ermittler durchsuchen Renault-Zentrale

Renault
Renault 51,65

Der Autokonzern Renault hat Besuch von der Polizei. Der Hauptsitz des Konzerns in Boulogne-Billancourt wird derzeit durchsucht, wie das Unternehmen mitteilt. Eine Sprecherin stellt klar, dass der Konzern mit den Behörden kooperiert, sie schwieg aber zum Anlass der Polizeiaktion .

Das Magazin L'Express hatte zuvor berichtet, dass die Durchsuchung im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen gegen den ehemaligen Chairman Carlos Ghosn steht, der vergangenes Jahr in Japan verhaftet worden ist.

12:32 Uhr

Rekordauslieferung bei Tesla lässt Aktienkurs steigen

Tesla
Tesla 224,15

Der Aktienkurs von US-Elektrobauer Tesla steigt im nachbörslichen Handel um fast sieben Prozent. Im ersten Quartal hatte der Autobauer schwere Verluste von rund 700 Millionen Dollar (627 Millionen Euro) eingefahren, Tesla machte Verzögerungen bei der Auslieferung seiner Fahrzeuge insbesondere in Europa und China verantwortlich.

Dieses Problem scheint nun behoben: Tesla hat hat seine Auslieferungen im zweiten Quartal auf einen neuen Rekord gesteigert.

12:23 Uhr

Dax erreicht neues Jahreshoch

Der Dax erreicht am Vormittag vor dem Hintergrund weiter fallender Anleiherenditen ein neues Jahreshoch. Es liegt nun bei 12.623 Punkten. Bei einem nachhaltigen Überwinden eröffnet sich damit laut Markttechnikern Potenziel zunächst bis in den Bereich 12.900/13.000 Punkte. Nach unten gilt der Index im Gap 12.484/12.400 als unterstützt.

Rückenwind kommt von den Autoaktien. Sie schließen sich dem Aufschwung an. "Die Titel sind deutlich zurückgeblieben, deshalb sind trotz der Unsicherheit um die Branche Schnäppchenjäger im Markt", sagt ein Händler.

11:55 Uhr

Immobilienaktien sind besonders gefragt

Deutlich nach oben geht es in der Breite mit deutschen Immobilienaktien, deren Subindex um 1,7 Prozent zulegt. Die Branche gilt als der Niedrigzinsprofiteur schlechthin. Zudem gibt es Aufholpotenzial nach den Verlusten in den vergangenen Wochen wegen der Diskussionen um Mietpreisbremsen in Deutschland. Deutsche Wohnen gewinnen 2,4 und Ado Properties 3,2 Prozent.

11:18 Uhr

Bayer profitiert von Aussagen eines US-Richters

Bayer
Bayer 59,50

Um 1,3 Prozent nach oben geht es für die Bayer-Aktie. Während das Glyphosat-Verbot Österreichs als eingepreist gilt, auch weil es laut Händlern wegen des EU-Rechts kaum als durchsetzbar gilt, profitiert das Papier von Aussagen eines US-Richters. Er will den Schadensersatz aus dem Spruch des ersten Glyphosat-Verfahrens auf 50 Millionen Dollar oder weniger von bislang 80 Millionen senken.

10:39 Uhr

Nominierung von Lagarde kommt am Markt gut an

Marktteilnehmer sehen die Europäische Zentralbank mit der bisherigen IWF-Chefin Christine Lagarde an der Spitze geldpolitisch weiter auf expansivem Kurs. Anleger legen sich zur Wochenmitte europäische Staatsanleihen in die Depots.

Im Gegenzug sinken die Renditen um mehrere Basispunkte. Die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen fällt auf einen neuen Tiefststand von minus 0,397 Prozent. An den europäischen Aktienmärkten geht es aufwärts. Allerdings drückt die Aussicht auf anhaltend niedrige Zinsen die Kurse von Bankenaktien: der Branchenindex fällt um bis zu 0,6 Prozent.

Lagarde, die am Dienstag für die Nachfolge von EZB-Präsident Mario Draghi nominiert worden war, hatten nur wenige auf dem Zettel gehabt. Bislang gebe es zwar nur wenige Signale, welche geldpolitische Linie Lagarde fahren würde, sagte Ökonom Carsten Brzeski von der Großbank ING.

Marktteilnehmer würden sie aber eher auf der Seite der ultralockeren Geldpolitiker sehen, sagten Strategen von Morgan Stanley. "Aber was vielleicht wichtiger ist als das was sie mitbringt: sie verhindert, dass eine für eine straffere Geldpolitik stehende Person wie Jens Weidmann an die Spitze der EZB gelangt", sagte Analyst Stephen Gallagher von Societe Generale. Somit werde es wohl keinen radikalen Kurswechsel nach dem Abgang von Mario Draghi geben.

Mein Kollege Jan Gänger warnt in seinem Kommentar zur Nominierung von Lagarde davor, dass diese Entscheidung auch ein Fehler sein kann - und das obwohl sie zweifellos das Zeug dazu habe, die EZB zu führen.

10:07 Uhr

Titel von Nordex bekommen Rückenwind

Der Windturbinenbauer verdoppelt dank der Nachfrage aus den USA seinen Auftragseingang im zweiten Quartal, die Aktie legt mehr als vier Prozent zu.

Im ersten Halbjahr liege der Auftragseingang bei 3.038 gegenüber 2.097 Megawatt (MW) im Vorjahr. Mit 1.135 MW lagen die Vereinigten Staaten im zweiten Quartal an der Spitze der Einzelmärkte, wie die Nordex SE weiter mitteilte.

"Insgesamt zeigt unser Auftragsbuch zur Mitte des Jahres die breite geografische Aufstellung der Nordex Group", so Vertriebsvorstand Patxi Landa. Der Anteil Europas an den Aufträgen im ersten Halbjahr liege bei 37 Prozent. Nordamerika komme ebenfalls auf 37 Prozent und Lateinamerika auf 21 Prozent.

09:34 Uhr

Dax startet mit sechs neuen Allzeit- oder Jahreshochs

Dax
Dax 12.227,85

Die Kurse am deutschen Aktienmarkt legen zur Mitte der Woche leicht zu. Kurz nach Handelsbeginn steigt der Leitindex Dax um 0,24 Prozent auf 12.556,63 Punkte. Getrieben vom Ausgang des G20-Gipfels im japanischen Osaka war der Dax noch am Montag auf den höchsten Stand seit August vergangenen Jahres geklettert. Zwischenzeitlich hatte er sogar die Marke von 12.600 Zählern hinter sich gelassen.

Gesprächsthema in den Handelsräumen war auch die Nominierung von IWF-Chefin Christine Lagarde als Nachfolgerin von EZB-Präsident Mario Draghi. Diese dürfte Marktteilnehmern zufolge Spekulationen auf eine noch expansivere EZB-Geldpolitik anheizen. Finanzwerte zählten europaweit zu den Verlierern. Deutsche Bank geben 1,5 Prozent nach.

SAP, Adidas und Beiersdorf markieren neue Allzeithochs, Allianz, Munich Re, Deutsche Börse neue Jahreshochs.

08:47 Uhr

Ölpreise erholen sich nach Kursverlusten

Die Ölpreise stabilisieren sich nach den Kursverlusten von gestern. Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,52 US-Dollar. Das sind 12 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 14 Cent auf 56,39 Dollar.

Gestern hatten sich das Ölkartell Opec und weitere Staaten (Opec+) auf eine Beibehaltung des Öl-Förderlimits für weitere neun Monate geeinigt. Dies war erwartet worden, nachdem sich Russland und Saudi-Arabien bereits am Wochenende auf dem G20-Gipfel auf eine Fortführung der Kürzungspolitik verständigt hatten.

08:40 Uhr

Eurokurs kaum verändert

Euro / Dollar
Euro / Dollar ,00

Der Eurokurs bewegt sich im frühen Handel wenig . Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,1289 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gestern Nachmittag auf 1,1301 Dollar festgesetzt.

08:06 Uhr

Gewinnmitnahmen belasten Kurse in Tokio

Nikkei
Nikkei 21.453,95

Der stärkere Yen und Gewinnmitnahmen drücken auf die Kurse in Tokio. Zudem halten sich die Anleger vor dem Feiertag in den USA am 4. Juli mit Engagements am Aktienmarkt zurück, sagen Analysten.

Der Nikkei-Index fällt um 0,7 Prozent auf 21.608 Punkte. Der breiter gefasste Topix gibt um 0,9 Prozent nach auf 1575 Punkte.