Donnerstag, 04. Juli 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:43 Uhr

Dax rettet sich ins Ziel

57806217_lay.jpg

picture alliance / dpa

Es ist vollbracht. Der Dax schleppt sich lustlos über die Ziellinie und schließt 0,1 Prozent im Plus bei einem Stand von 12.629 Punkten. Der MDax gewinnt 0,1 Prozent auf 26.063 Zähler, der TecDax 0,1 Prozent auf 2944 Punkte.

Auch ich verabschiede mich in den Feierabend. Meine Kollegen halten Sie weiter auf dem Laufenden.

16:33 Uhr

Filialsterben bei Banken geht weiter

85113577_lay.jpg

picture alliance / dpa

Zinsflaute und Digitalisierung sorgen dafür, dass sich Filialsterben und Fusionsdruck auf dem deutschen Bankenmarkt fortsetzen. Allerdings dämpfte der Umzug von Instituten wegen des Brexits nach Deutschland den Rückgang im vergangenen Jahr etwas, wie die Deutsche Bundesbank mitteilt.

In Zahlen ausgedrückt: Die Zahl der Geldhäuser sank um 40 auf 1783 Institute. Dies entsprach einem Rückgang von 2,2 Prozent. Die Zahl der Zweigstellen verringerte sich über den gesamten Markt gesehen sehr deutlich um 2239 auf 27.887 Filialen.

Einen kräftigen Rückgang gab es erneut im Sparkassenbereich - einschließlich Landesbanken. Dort wurden mit 9732 erstmals weniger als 10.000 Filialen gezählt. Die Sparkassen unterhalten damit aber weiterhin das größte Filialnetz. Die Zahl der genossenschaftlichen Zweigstellen sank um 500 auf 8955.

16:11 Uhr

Euro fällt leicht

Der Kurs des Euro ist etwas gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1288  (gestern: 1,1293) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8859 (0,8855) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89730 (0,89750) britische Pfund, 121,65 (121,61) japanische Yen und 1,1120 (1,1116) Schweizer Franken fest.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

 

15:38 Uhr

EZB-Ratsmitglied sorgt sich um die Glaubwürdigkeit der EZB

AP_18255259060866.jpg

AP

Weil wir gerade so angeregt über lockere Geldpolitik plaudern:

Die Europäische Zentralbank strebt knapp zwei Prozent Inflation als Idealwert für die Wirtschaft an, auf diesem Niveau sieht sie Preisstabilität gewährleistet. Doch diese Zielmarke verfehlt sie seit geraumer Zeit, genauer gesagt seit Frühjahr 2013. Ob die EZB die Marke bald erreicht? Wohl kaum.

EZB-Ratsmitglied Olli Rehn sieht deshalb die Glaubwürdigkeit der Notenbank in Gefahr."Ich denke, wir können nicht abstreiten, dass es bei den Marktteilnehmern und der Öffentlichkeit Zweifel an der Fähigkeit der Zentralbank gibt, das Preisstabilitätsziel zu erreichen", sagte Finnlands-Notenbank-Chef der "Börsen-Zeitung" und ergänzte:  "Wir müssen unsere Entschlossenheit und Fähigkeit unterstreichen, geldpolitische Maßnahmen zu ergreifen, die helfen, unser Preisstabilitätsziel zu erreichen."

15:04 Uhr

Zinsfantasien hauchen Europas Börsen Leben ein

An Europas Börsen geht es aufwärts. Als wesentlicher Grund gilt: Anleger erwarten, dass die Geldpolitik in der Eurozone noch weiter gelockert wird. Dax und EuroStoxx50 tendieren bei mageren Handelsumsätzen je 0,2 Prozent höher bei 12.637 beziehungsweise 3543 Punkten. Viel los ist nicht, denn die US-Börsen bleiben heute dicht.

Und wie nachhaltig ist das, was derzeit an der Börse passiert? Eine Antwort darauf finden Sie hier:

 

14:12 Uhr

EU- Länder blocken VW-Funkstandard für Autos der Zukunft

Die EU-Mitgliedsländer stoppen den von Volkswagen und Toyota geplanten neuen Funkstandard für das autonome Fahren in der EU. Das Vorhaben sei mit einer Mehrheit von 21 Staaten, darunter Deutschland, Frankreich und Italien, abgelehnt worden, sagten zwei EU-Vertreter.

Der Standard wird bestimmen, wie selbstfahrende Autos künftig miteinander kommunizieren. Im April hatte sich das EU-Parlament hinter den VW-Vorstoß gestellt, der auf der WLAN-Technik basiert.

Nun steigen wieder die Chancen des Alternativ-Projekts, das auf der Mobilfunktechnologie 5G basiert. Dahinter stehen unter anderem BMW, Daimler und Deutsche Telekom.

13:07 Uhr

Distil-Aktionäre erleben Tag zum Vergessen

Die Aktien der Spirituosenfirma Distil rauschen in London in die Tiefe und verlieren satte 26 Prozent an Wert. Der Hersteller von "Blackwoods"-Gin und "Blavod"-Wodka hatte zuvor miese Zahlen präsentiert. Dem Unternehmen zufolge schrumpfte der Absatz im abgelaufenen Quartal unter anderem wegen widrigen Wetters um 15 Prozent und der Umsatz um 20 Prozent.

Distil
Distil ,90

 

12:34 Uhr

US-Märkte geschlossen, Trump freut sich auf Panzer

AP_19184628405195.jpg

AP

In den USA bleiben die Börsen heute geschlossen, weil der Unabhängigkeitstag gefeiert wird. Üblicherweise wird dieser Tag in den USA auf unpolitische und nicht militärische Weise begangen.

Doch was sind schon Normen, wenn Donald Trump Präsident ist? Der war von der Pariser Militärparade zum französischen Nationalfeiertag so tief beeindruckt, dass er unbedingt auch so etwas veranstalten wollte.

Also gibt es in Washington heute Panzer und Kampfflugzeuge zu sehen. Außerdem hält Trump eine Rede vor dem Lincoln Memorial. Der Präsident versprach im Vorfeld "das größte Feuerwerk aller Zeiten" und "die Show des Lebens."

Anregungen kann sich Trump hier holen:

 

11:57 Uhr

Investoren zahlen Geld, um dem Bund Geld zu leihen

109067198_lay.jpg

Hat gut lachen: Finanzminister Olaf Scholz.

picture alliance/dpa

Es sieht ganz danach aus, dass die Notenbanker in Frankfurt und in Washington die Geldpolitik lockern werden. Vor diesem Hintergrund sind Staatsanleihen gefragt. Die Rendite der zehnjährigen Bundestitel fällt auf minus (!) 0,4 Prozent und erreicht damit ein Rekordtief.

Das heißt: Investoren müssen Geld dafür bezahlen, um dem Bund Geld zu leihen.

Auch die französischen und niederländischen Pendants rentieren mit minus 0,115 und minus 0,241 Prozent so niedrig wie noch nie.

*Datenschutz

 

11:26 Uhr

Lagarde schiebt Dax auf Jahreshoch

So, dann lassen wir mal die Finnen weiterfeiern und schauen, was hierzulande los ist.

Dax
Dax 12.468,01

Nun ja, nicht viel. Das ändert aber nichts daran, dass der Dax kurz auf 12.656 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit einem Jahr geklettert ist. Derzeit ist er wieder etwas zurückgefallen und liegt knapp 0,1 Prozent im Plus bei 12.627 Zählern.

Bereits gestern hatten Zinsfantasien angesichts der Nominierung von IWF-Chefin Christine Lagarde als Nachfolgerin Mario Draghis an der EZB-Spitze für Auftrieb gesorgt.

"Die Marktteilnehmer erwarten eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik", schreibt Marktbeobachter Christian Henke von der Handelsplattform IG. "Diese war in den vergangenen Jahren der Treibstoff für die Börsen auf dem alten Kontinent."

 

10:40 Uhr

Finnen feiern Börsen-Party

RTX6WP55.jpg

Finnen feiern den WM-Titel im Eishockey.

REUTERS

Die geplante Fusion mit Outotec hievt die Aktien von Metso auf ein Rekordhoch. Die Papiere des finnischen Spezialmaschinen-Bauers steigen um bis zu 11,3 Prozent auf 39,79 Euro. Die Titel des Industrie-Dienstleisters Outotec legten in Helsinki sogar 33 Prozent auf 6,10 Euro zu - so stark wie noch nie.

Metso legt seine Bergbau-Sparte mit dem kleineren Rivalen zusammen und steigt zu einem weltweit führenden Zulieferer für die Erz-Verarbeitung auf. Im vergangenen Jahr hätten die Fusionspartner einen Umsatz von zusammengerechnet 3,9 Milliarden Euro gemacht.

Ich weiß ja nicht, wie die Finnen die Fusion und die Kursgewinne feiern. Vor Jahren hatte ich eine finnische Freundin gefragt, was eigentlich "Prost" auf Finnisch heißt. Ihre Antwort: "Wir quatschen nicht, wir trinken."

Metso Corporation
Metso Corporation 35,75
Outotec
Outotec 5,28

 

09:54 Uhr

Japan und Südkorea steuern auf Handelskonflikt zu

Als ob es nicht schon genug Zoll-Zoff gäbe! Nun bahnt sich auch zwischen Japan und Südkorea ein Handelsstreit an. Der südkoreanische Finanzminister Hong Nam Ki drohte mit Vergeltung, nachdem die japanische Regierung Beschränkungen für die Belieferung südkoreanischer Technologiekonzerne angekündigt hatte.

Hintergrund sind Auseinandersetzungen der zwei Länder über Zwangsarbeit. Im Oktober hatte das oberste Gericht Südkoreas entschieden, dass der japanische Stahlkonzern Nippon Steel & Sumitomo Metal Entschädigung an vier Südkoreaner zahlen muss, die im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeit für das Unternehmen leisteten. Japan reagierte empört und nannte das Urteil "unvorstellbar".

Zu Wochenbeginn gab die Regierung in Tokio bekannt, dass die Ausfuhr bestimmter Hightech-Werkstoffe nach Südkorea stärker kontrolliert werden soll. Dabei handelt es sich um Bestandteile von Chips und Smartphone-Bildschirmen. Die Einschränkungen könnten Technologie-Ausfuhren nach Südkorea um mehrere Monate verzögern und betreffen dortige Großkonzerne wie Samsung, SK Hynix und LG Display.

09:13 Uhr

Osram-Papiere schießen nach oben

Blicken wir noch auf zwei Einzelwerte. Zu den Favoriten am Aktienmarkt gehört Osram. Die Aktien des Leuchten-Herstellers steigen um 5,1 Prozent auf 33,90 Euro. Die Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle bieten für das Unternehmen 35 Euro je Aktie oder insgesamt 3,4 Milliarden Euro.

Die Titel von Wacker Neuson verlieren dagegen vier Prozent auf 20,20 Euro. Großaktionäre verkauften 3,8 Millionen Papiere des Baumaschinen-Herstellers zum Preis von je 20 Euro.

Osram Licht AG
Osram Licht AG 38,17
Wacker Neuson
Wacker Neuson 18,34

 

09:08 Uhr

Dax startet fester

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Gewinnen in den Tag. Der Dax steigt 0,3 Prozent auf 12.655 Punkte, der MDax legt 0,3 Prozent auf 26.089 Zähler zu. Der TexDax tendiert 0,2 Prozent im Plus bei 2948 Punkten.

08:28 Uhr

Lagerbestände drücken Ölpreise

Die Ölpreise geben leicht nach. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 63,37 US-Dollar. Das waren 45 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 40 Cent auf 56,92 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 64,94

Am Vortag waren die Rohöllagerbestände in den USA weniger gesunken als erwartet. Zudem nehmen Ängste vor einer geringeren Nachfrage zu, nachdem einige Konjunkturdaten in den USA, China und Europa schwächer als erhofft ausgefallen waren.

Auch die Einigung des Ölkartells Opec und weiterer Staaten (Opec+) auf eine Beibehaltung der Ölförderkürzung am Dienstag vertreibt die Sorgen nicht. Die 14 Opec-Staaten und die 10 Nicht-Opec-Länder wollen den Ölpreis durch Förderlimits stabil halten.

Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Jan Gänger, und ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag.

08:08 Uhr

Euro legt etwas zu

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Kurs des Euro ist leicht gestiegen. Am frühen Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1285 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1293 Dollar festgesetzt.

Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump den Dollar durch erneute heftige Kritik an der Geldpolitik von China und der Eurozone vorübergehend belastet. "China und Europa spielen ein großes Währungsmanipulationsspiel und pumpen Geld in ihr System, um mit den USA zu konkurrieren", schrieb er auf Twitter. Die Vereinigten Staaten müssten sich dem entgegenstellen.

Der Euro stieg nach den Aussagen kurzzeitig über 1,13 Dollar, gab seine Gewinne jedoch wieder ab. Die Nominierung von Christine Lagarde als Nachfolgerin Mario Draghis an der EZB-Spitze bewegte den Euro kaum.

07:30 Uhr

Asien-Börsen erholen sich

Nikkei
Nikkei 22.079,09

Weil heute die US-Finanzmärkte geschlossen bleiben, geht es an den ostasiatischen Börsen eher ruhig zu. Die Anleger warten zudem auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für Juni am Freitag.

  • In Tokio gewinnt der Nikkei-225-Index 0,3 Prozent auf 21.706 Punkte.
  • Der südkoreanische Leitindex Kospi erholt sich um 0,1 Prozent, nachdem Südkorea für Mai wieder einen Leistungsbilanzüberschuss ausgewiesen hat.
  • Auch die australische Börse zeigt sich im Plus, der S&P/ASX-200 gewinnt 0,5 Prozent.