Mittwoch, 10. April 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:40 Uhr

Dax arbeitet sich vor

Der Frankfurter Aktienmarkt geht fester in den Feierabend. Der Dax gewinnt 0,4 Prozent auf 11.905 Punkte. Der MDax schließt kaum verändert bei einem Stand von 25.165 Zählern, der TecDax verharrt bei 2741 Punkten.

16:53 Uhr

IWF sieht Gefahren im Finanzsektor

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einer steigenden Gefahr für den Finanzsektor in der Eurozone. Potenzielle Verluste durch "faule Kredite" in Verbindung mit einem Verfall der Marktpreise für Staatsanleihen bestimmter Länder könnten signifikante Nackenschläge für bestimmte Banken auslösen, heißt es im Bericht zur Finanzmarktstabilität des Weltwährungsfonds.

Auch in China, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, ist der Bankensektor unter Druck, wie es in dem IWF-Bericht weiter heißt. "Kleine und mittlere Banken bleiben geschwächt", heißt es dort.

16:28 Uhr

Dax erholt sich

Die kleine Korrektur am deutschen Aktienmarkt nimmt heute vorerst ein Ende. Der Dax legt um 0,5 Prozent auf 11.919  Punkte zu, nachdem er sich an den vergangenen beiden Tagen von der Marke von 12.000 Punkten entfernt hatte. Diese hatte er in der vergangenen Woche nach mehrmonatiger Abstinenz wieder erreicht.

 

15:55 Uhr

Venezuelas Ölförderung bricht ein

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REUTERS

Die US-Sanktionen und die weit verbreiteten Stromausfälle haben die Ölförderung im krisengeschüttelten Venezuela einbrechen lassen. Sie sank in dem südamerikanischen Opec-Land im März im Vergleich zum Vormonat um rund ein Drittel auf 960.000 Barrel (das Fass zu 159 Liter), wie aus Daten der Organisation Erdöl exportierender Staaten hervorgeht.

Öl ist die wichtigste Einnahmequelle der Regierung in Caracas. Venezuela gehörte einst zu den drei führenden Ölförderern innerhalb der Opec. Die Produktion geht jedoch wegen der jahrelangen Wirtschaftskrise stetig zurück. Ein weiterer Grund sind die US-Sanktionen, die gegen die Regierung von Präsident Nicolas Maduro gerichtet sind.

15:47 Uhr

Netzagentur erlaubt Telekom Mieterhöhung

Die Deutsche Telekom darf künftig von ihrer Konkurrenz mehr Geld für ihre Anschlüsse verlangen. Die Miete für die sogenannte letzte Meile könne ab Juli auf monatlich 11,19 Euro steigen nach zuletzt 10,02 Euro, sodie Bundesnetzagentur.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,90

Die letzte Meile ist der Abschnitt des Telekom-Netzes vom Hauptverteiler bis zum Anschluss beim Kunden, über den Konkurrenten wie United Internet oder Vodafone nicht immer verfügen und deswegen auf die Nutzung der Telekom-Kabel angewiesen sind. Ende vergangenen Jahres hatte die Telekom rund 5,2 Millionen dieser Leitungen an Rivalen vermietet und damit erneut weniger als in den Vorjahren.

Die Mieterhöhung begründete die Behörde unter anderem mit höheren Tiefbaupreisen und gestiegenen Kosten für Montagearbeiten.

13:23 Uhr

MyTaxi startet Festpreis-Angebot

Der Taxi-Dienstleister MyTaxi bietet in Hamburg erstmals einen Festpreis für geteilte Taxi-Fahrten an. Die MyTaxi-App errechne ihn aus einem Grundpreis, aus Entfernung und Fahrtdauer. Außerdem würden Faktoren wie Wartezeiten und die Wahrscheinlichkeit auf eine geteilte Fahrt einbezogen, teilte der zum Daimler-Konzern gehörende Anbieter mit. Der neue Sharing-Festpreis sei im Taxi-Gewerbe bislang einzigartig in Deutschland. Rund 1000 Fahrer wollen ihn in Hamburg anbieten.

Daimler
Daimler 48,45

Die mit anderen geteilte Fahrt soll für die Passagiere "garantiert günstiger" werden als eine Einzelfahrt, in Summe erhält der Taxifahrer aber mehr Entgelt. Kunden, die weiterhin einzeln buchen wollen, können zum bisher üblichen Tarif ein Fahrzeug bestellen.

Das neue Angebot wurde den Angaben zufolge im Auftrag von Hamburger Taxiunternehmen zusammen mit der Stadt entwickelt, die hierfür eine Sondergenehmigung gab. Nach den in Hamburg gewonnenen Erkenntnissen soll das Angebot möglichst auf weitere Städte ausgedehnt werden.

Konkurrenz erwächst den Hamburger Taxifahrern in Kürze durch das Sammeltaxi Moia - die VW-Tochter nimmt am 15. April ihren Betrieb in der Hansestadt auf. Sogenanntes Ride-Pooling (Fahrgemeinschaften) bietet in Hamburg bereits der ebenfalls private Anbieter Clever-Shuttle an.

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12:59 Uhr

Allianz setzt Rekordfahrt fort

Die Allianz-Aktien bauen ihre Kursgewinne aus und erreichen ein neues 17-Jahreshoch in Höhe von 207,40 Euro. "Die Kaufsignale arbeiten", sagt ein Börsianer.

Allianz
Allianz 217,70

Der Kurs hatte erst kürzlich das Hoch von Anfang 2018 bei knapp 207 Euro hinter sich gelassen. "Bis zum 2000er Hoch bei gut 400 Euro ist es aber noch ein weiter Weg", sagt ein Händler.

12:40 Uhr

Britische Wirtschaft wächst trotz Brexit-Gezerre

Die auf Vorrat produzierende Industrie hält die britische Wirtschaft auf Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt legte im Februar um 0,2 Prozent zum Vormonat zu, wie das Statistikamt mitteilte. Ökonomen hatten lediglich eine Stagnation erwartet.

Maßgeblich zu dem Wachstum beigetragen hat die Industrie, die ihre Erzeugung mit 0,9 Prozent überraschend deutlich steigerte - weil die Kunden in Erwartung eines nahenden Brexit ihre Lager aufstocken und sich so gegen Lieferengpässe rüsten wollten.

Dennoch droht Großbritannien wegen der Verunsicherung über den EU-Austritt das schwächste Wachstum seit einem Jahrzehnt. Der Internationale Währungsfonds rechnet mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes 2019 von 1,2 Prozent. Zum Vergleich: Für Deutschland erwartet der IWF 0,8 Prozent, für Frankreich 1,3 Prozent.

12:07 Uhr

Kurs-Massaker bei Indivior

Eine Anklage des US-Justizministeriums wegen angeblich illegaler Vertriebspraktiken bei der britischen Pharmafirma Indivior versetzt Anleger in Panik. Die Aktien des Unternehmens stürzen um mehr als 70 Prozent ab – so stark wie noch nie. Mit 28 Pence markieren sie zudem ein Rekordtief.  In ihrem Sog geben die Titel der ehemaligen Mutter Reckitt Benckiser 5,5 Prozent nach.

Indivior
Indivior 51,84

Bei der Klage geht es um den Vorwurf des Betrugs in Zusammenhang mit einem Medikament gegen Opiat-Abhängigkeit. Den US-Behörden zufolge erschlich sich Indivior Milliarden an Umsätzen, indem es Ärzte und Krankenkassen glauben gemacht habe, seine Arznei Suboxone sei sicherer und führe seltener zu Abhängigkeit als Konkurrenzprodukte.

Die Staatsanwaltschaft spricht von einem Schaden von 3 Milliarden Dollar, dem dreifachen des Jahresumsatzes. Indivior hat nur 438 Millionen Dollar zurückgestellt.

11:46 Uhr

5G-Auktion nähert sich der 5-Milliarden-Marke

Der Wettbewerb um die Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G lässt die Gebote auch in der vierten Auktionswoche kräftig steigen. Inzwischen summierten sie sich auf mehr als 4,8 Milliarden Euro, ein Ende der Auktion ist nicht absehbar. Die Frequenzblöcke wechseln fast in jeder Runde den Besitzer, und die vier Teilnehmer Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica Deutschland sowie der Neuling, die United-Internet-Tochter Drillisch, bieten weiterhin mit.

Telekom-Chef Timotheus Höttges sagte auf der Technologiekonferenz Hub.Berlin, er müsse mitsteigern, wolle die Telekom zukunftsfähig bleiben und später 5G-Netze betreiben können. Zugleich kritisierte er die inzwischen erreichte Auktionshöhe. Das Geld fehle letztlich den Kunden, den Bürgern und auch den Netzbetreibern, da es beispielsweise nicht mehr in Funkmasten investiert werden könne. Das sei vielleicht "nur noch gut für den Finanzminister".

5G soll Datengeschwindigkeiten ermöglichen, die mindestens hundert Mal schneller sind als die der aktuellen 4G-Netze und für sehr niedrige Reaktionszeiten sorgen.

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11:14 Uhr

Warner Bros. legt sich wegen Batman mit Trump an

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imago/Prod.DB

Das US-Filmstudio Warner Bros. hat rechtliche Schritte gegen US-Präsident Donald Trump eingeleitet, weil dieser Batman-Musik für ein auf Twitter verbreitetes Wahlkampfvideo genutzt hat. "Die Nutzung der Warner Bros-Filmmusik aus "The Dark Knight Rises" in dem Wahlkampfvideo war nicht autorisiert", sagte ein Sprecher für das Film-Studio "Wir nutzen die angemessenen rechtlichen Wege, um es entfernen zu lassen."

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AT&T 34,16

Trump hatte das Video für den Wahlkampf 2020 mit der Filmmusik zu "The Dark Knight Rises" über sein Twitter-Konto verbreitet. Zudem nutzte das Video auch die für den Warner-Filmtitel verwendete Schrift für seine begleitende Nachricht an mutmaßliche Trump-Gegner: "Erst ignorieren sie dich. Dann lachen sie über dich. Dann nennen sie dich einen Rassisten. Donald J. Trump. Ihre Wahl. Hat es ihnen allen gezeigt. Trump: Der Große Sieg. 2020." Im kommenden Jahr steht in den USA die nächste Präsidentenwahl an.

11:00 Uhr

Netflix will historisches Kino kaufen

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imago/UIG

Der US-Streaminganbieter Netflix ist einem Medienbericht zufolge am Kauf eines historischen Kinos auf dem berühmten Hollywood Boulevard in Los Angeles interessiert. Der Erwerb des 1922 eröffneten Lichtspielhauses "Egyptian Theatre" wäre der erste Vorstoß des Unternehmens, ein Kinogebäude zu besitzen, wie das Portal Deadline berichtet.

Netflix
Netflix 248,00

Dies sei aber kein Signal für einen größeren Einstieg in das traditionelle Kino-Geschäft. Die Gespräche mit dem derzeitigen Eigentümer, der gemeinnützigen Kulturorganisation American Cinematheque, stehen demnach noch am Anfang.

Netflix hatte als Streamingdienst für Filme und TV-Serien begonnen, entwickelte sich mittlerweile aber zu einem der größeren Film- und TV-Produzenten. Der Netflix-Film "Roma" holte bei der diesjährigen Oscar-Verleihung drei der begehrten Preise.

10:29 Uhr

Metro, Saturn und Media Markt brocken Haniel riesigen Verlust ein

Ihre Beteiligungen an den Handelskonzernen Metro und Ceconomy haben die Duisburger Familienholding Haniel tief in die Verlustzone gerissen. Wertberichtigungen auf den Großhandelsriesen und die Elektronikhandelsholding von über einer Milliarde Euro sorgten bei den Duisburgern 2018 für einen Verlust nach Steuern von 848 Millionen Euro, wie Haniel mitteilte.

Allein auf den Anteil von 22,71 Prozent an Ceconomy musste Haniel Wertberichtigungen in einer Höhe von 654 Millionen Euro vornehmen. Beim Mutterkonzern der Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn hatten unter anderem Gewinnwarnungen und eine Führungskrise für einen massiven Kursverfall gesorgt.

Auch die Metro-Aktie musste Federn lassen - hier hat der scheidende Haniel-Chef Stephan Gemkow aber den Ausstieg eingeleitet.

Umsatz und operatives Ergebnis konnte Haniel indes deutlich steigern.

10:08 Uhr

Shop Apotheke lässt Anleger leiden

Die Aktie der Shop Apotheke verliert im SDAX mehr als zehn Prozent auf 35,30 Euro. Grund ist, dass das Unternehmen aus Venlo mittels Kapitalerhöhung sowie einer Aufstockung einer bestehenden Wandelanleihe Geld einsammelt. Die Kapitalerhöhung wurde zu 36 Euro je Aktie bei Investoren platziert.

Auch wenn das Geld der Finanzierung der Wachstumsstrategie diene und damit längerfristig positiv zu werten sei, sorge der Schritt zunächst für eine Gewinnverwässerung, so ein Händler.

09:41 Uhr

Bürgerkrieg in Libyen bremst OMV aus

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REUTERS

Dem österreichischen Öl- und Gaskonzern OMV haben zum Jahresauftakt Produktionsausfälle im krisengebeutelten Libyen zu schaffen gemacht. Die Ölförderanlagen auf dem El-Sharara-Feld im Murzuq-Becken hätten von Mitte Dezember bis in den März stillgestanden, teilt das Unternehmen mit.

Während die Förderung gegen Ende März teilweise wieder hochgefahren werden konnte, war es jedoch im gesamten Quartal nicht möglich, das produzierte Öl außer Landes zu bringen. Bei vollem Betrieb der Anlagen in Libyen fördert die OMV dort täglich rund 35.000 Barrel Öl.

In dem afrikanischen Land toben Kämpfe zwischen rivalisierenden Milizen, die bereits Dutzende Menschen das Leben gekostet und Hunderte in die Flucht getrieben haben.

09:12 Uhr

Venezuela leert Notenbank-Tresore

Die mit einer schweren Wirtschaftskrise kämpfende Regierung von Venezuela hat die Goldvorräte der Zentralbank angezapft. Aus deren Tresoren seien allein in der vergangenen Woche acht Tonnen des Edelmetalls entnommen worden, sagten ein Abgeordneter und ein Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters.

Es wird erwartet, dass der klamme Staat das Gold im Ausland gegen Devisen verkauft. Wegen der US-Sanktionen fehlen der Regierung von Präsident Nicolas Maduro wichtige Einnahmen aus den Exporten des staatlichen Ölkonzerns PDVSA.

Einem Regierungsvertreter zufolge schmolzen die Goldreserven der Zentralbank seit Jahresbeginn um 30 Tonnen.

In den Tresoren von Venezuelas Zentralbank sollen sich noch rund 100 Tonnen Gold befinden. Dessen Gesamtwert wird auf etwa 4 Milliarden Dollar beziffert.

09:06 Uhr

Dax startet fester

Der Dax geht mit leichten Gewinnen in den Tag und liegt bei 11.873 Zählern 0,1 Prozent im Plus. Der MDax verharrt bei 25.157 Punkten, der TecDax bei 2739 Zählern.

Dax
Dax 12.633,60

Nach der starken Vorwoche, die den Dax erstmals seit Oktober wieder über die 12.000 Punkte trieb, hat der Markt an den vergangenen beiden Tagen 160 Zähler verloren. Es sei "irgendwie absehbar" gewesen, dass sich der jüngste steile Aufwärtstrend nicht so ohne Weiteres fortsetzt, sagt Analyst Christoph Geyer von der Commerzbank. Die Aufwärtsbewegung sei "zu dynamisch und von zu wenigen Marktteilnehmern getragen" gewesen.

Im Mittelpunkt steht nun auf dem EU-Sondergipfel die Frage nach der verlängerten Brexit-Frist. Am Markt gibt es kaum noch Zweifel, dass der Termin für den britischen EU-Austritt noch einmal um etliche Monate verschoben wird. "Damit wäre ein harter Brexit zunächst vom Tisch", sagt Christian Schmidt von der Helaba. Ansonsten steht der Zinsentscheid der EZB im Blick, die dieses Mal ausnahmsweise nicht wie sonst üblich am Donnerstag tagt.

Erste Impulse aussenden könnte außerdem die bevorstehende Berichtssaison mit den heute erwarteten Ergebnissen von Delta Air Lines. Anlegern könnte diese erste Hinweise liefern, wie es für die Unternehmen im vergangenen Quartal lief. "Enttäuschungen sind nicht auszuschließen, sodass es nach den starken Kursgewinnen zu einer Verschnaufpause an den Aktienmärkten kommen könnte", so Analyst Markus Glockenmeier von der National-Bank.

08:40 Uhr

Deutlich mehr Firmenpleiten in Deutschland

2012 ein seltener gewordenes Bild: Die Zahl der Firmenpleiten ist weiter zurückgegangen.

2012 ein seltener gewordenes Bild: Die Zahl der Firmenpleiten ist weiter zurückgegangen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der deutsche Konjunkturhimmel bewölkt sich zusehends: So ist die Zahl der Firmenpleiten im Januar so kräftig gestiegen wie seit einem Dreivierteljahr nicht mehr. Die deutschen Amtsgerichte registrierten 1700 Unternehmensinsolvenzen und damit 5,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Die meisten Insolvenzen gab es im Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) mit 300 Fällen, gefolgt von Baubranche (265) und Gastgewerbe (208). Die Forderungen der Gläubiger summieren sich auf 1,2 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn haben sich bekannte Unternehmen wie die Fluggesellschaft Germania und der Modekonzern Gerry Weber für zahlungsunfähig erklärt.

08:29 Uhr

Shop Apotheke unter Druck erwartet

Shop Apotheke
Shop Apotheke 37,70

Negativ beurteilen Marktteilnehmer die kurzfristigen Perspektiven von Shop Apotheke. Das Unternehmen will das Kapital erhöhen und Wandelanleihen aufstocken. Geplant ist den Angaben zufolge die Emission von Stammaktien im Wert von rund 50 Millionen Euro im Wege eines beschleunigten Bookbuildings unter Ausschluss des Bezugsrechts.

Gleichzeitig soll eine bestehende Anleihe von 75 Millionen Euro mit Fälligkeit April 2023 um 60 Millionen Euro aufgestockt werden. Vorbörslich wird die Aktie knapp 4 Prozent niedriger gesehen.

08:31 Uhr

Schlechte Stimmung: Minus in Japan und China

Trübere Konjunkturaussichten und die Furcht vor einer Eskalation des amerikanisch-europäischen Handelsstreits haben die Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten getrübt. In Tokio schloss der Nikkei 0,5 Prozent schwächer bei 21.687 Punkten. Der Index der Börse Shanghai gab um 0,4 Prozent nach.

Der Aktienkurs des chinesischen Autobauers JAC schnellte um knapp neun Prozent nach oben. Volkswagen erwägt Insidern zufolge, einen großen Anteil an seinem Elektroauto-Partner zu kaufen.

08:18 Uhr

VW redet mit Südkoreanern über Bau einer Batteriefabrik

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der südkoreanische Chemiekonzern SK Innovation spricht mit Volkswagen über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zum Bau einer Batteriefabrik für Elektroautos. Das Unternehmen bestätigte erstmals solche Gespräche. Es sei aber noch nichts entschieden, sagte der Chef der SK-Batteriesparte, YS Yoon.

Es wäre das erste Batterie-Joint-Venture für den Wolfsburger Dax-Konzern, der massiv in den Schwenk zur Elektromobilität investiert.

08:09 Uhr

Ölpreise bewegen sich leicht nach oben

Nichts Spektakuläres gibt es von der Ölfront zu berichten: Die Preise für das schwarze Gold sind im frühen Handel leicht gestiegen. Neue Impulse blieben zunächst aus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 70,70 US-Dollar. Das waren neun Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 19 Cent auf 64,17 Dollar.

Gestern die Rohölpreise wegen hoher Angebotsrisiken zunächst auf fünfmonatige Höchststände gestiegen, im Tagesverlauf aber zurückgefallen. Ein Hauptgrund für die Preisaufschläge ist die Krise im ölreichen Libyen. Hinzu kommen Spannungen zwischen den USA und Iran sowie die Wirtschaftskrise im ebenfalls ölreichen Venezuela.

07:54 Uhr

Allianz ist der Dividendenkrösus im Dax

Allianz
Allianz 217,70

Trotz sinkender Gewinne schütten Deutschlands Börsenschwergewichte in der Summe so viel Geld an ihre Aktionäre aus wie nie zuvor. Nach Berechnungen des Beratungsunternehmens EY steigt die Dividendensumme der Dax-Konzerne für das vergangene Jahr um 2,9 Prozent auf den Rekordwert von 36,5 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern sank hingegen um 10 Prozent auf zusammengerechnet 84,5 Milliarden Euro.

Größter Dividendenzahler im Dax ist den Angaben zufolge in diesem Jahr der Versicherungsriese Allianz, der die Ausschüttung um 9 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro erhöht. Daimler zahlt seinen Aktionären demnach insgesamt knapp 3,5 Milliarden, das sind 11 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Deutsche Telekom liegt mit 3,3 Milliarden Euro (plus 8 Prozent) auf dem dritten Platz.

07:36 Uhr

Dax bekommt es mit Brexit-Gipfel und EZB zu tun

Vor dem Brexit-Gipfel wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Die beiden vergangenen Tage hatte der Leitindex Abgaben verzeichnet. Vorbörslich notierte der Dax 0,2 Prozent höher bei 11.876 Punkten.

Außerdem berät die Europäische Zentralbank (EZB) über ihre Geldpolitik. Experten gehen davon aus, dass EZB-Chef Mario Draghi bei seiner Pressekonferenz Entlastungen für die Geschäftsbanken signalisiert, die unter der Niedrigzinspolitik der vergangenen Jahre leiden.

07:26 Uhr

Real wird für Metro zur Bürde

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(Foto: imago/Schöning)

Mit Druck auf die Metro-Aktie rechnen Händler heute. Sie verwiesen auf einen Bericht, wonach sich der Verkauf von Real immer schwieriger gestalten soll - ein Bieter soll abgesprungen sein.

Möglicherweise müsse Metro vor einem möglichen Verkauf sogar noch einmal bis zu 300 Millionen Euro bei Real reinschießen, damit das Geschäft für einen Käufer interessant werde, schrieb das "Handelsblatt".

06:59 Uhr

Boeing erhält im März keine zivile Order für 737

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(Foto: imago images / Xinhua)

Das Flugverbot für die Boeing 737 Max infolge zweier Abstürze mit zahlreichen Toten hat deutliche Auswirkungen auf das Orderbuch des US-Konzerns. Im März kam keine einzige Bestellung für die 737 als Zivilflugzeug herein. Es war der erste Monat seit fast sieben Jahren, in dem Boeing kein Exemplar seines Bestsellers verkaufen konnte.

Die Mitteilung von Boeing offenbart die steigende Unsicherheit der Kunden gegenüber der Maschine. Sie fragen sich, wann die neue Max-Version der 737 wieder wird abheben kann. Derzeit muss das Flugzeug weltweit am Boden bleiben, während die Untersuchungen laufen.

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06:54 Uhr

Nikkei trägt rotes Gewand

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Die Furcht vor einer Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und der EU sowie der jüngste Ausblick des Internationalen Währungsfonds haben die Tokioter Börse belastet. Sie folgte damit den US-Vorgaben. Der Nikkei lag 0,7 Prozent tiefer bei 21.656 Punkten. Der breiter gefasste Topix sank um 0,8 Prozent und lag bei 1606 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.

Ein Euro wurde mit 1,1259 US-Dollar bewertet nach 1,1261 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 111,15 Yen gehandelt, faktisch unverändert zum Stand in den USA.

06:48 Uhr

Uber könnte im Mai an die Börse gehen

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(Foto: picture alliance / Seth Wenig/AP)

Der Mitfahrdienst Uber will Insidern zufolge bei seinem Börsengang Aktien im Wert von rund zehn Milliarden Dollar ausgeben. Eine entsprechende Ankündigung dürfte am Donnerstag erfolgen, hieß es.

Den Plänen zufolge könne der Handel an der US-Börse Anfang Mai aufgenommen werden. Allerdings sei noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden. Ein Uber-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Zuletzt war der Konkurrent Lyft an die Börse gegangen.

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