Dienstag, 10. Dezember 2019Der Börsen-Tag

mit Juliane Kipper
Juliane Kipper
17:55 Uhr

Dax schließt nach Berg- und Talfahrt schwächer

Dax
Dax 13.286,57

Der deutsche Aktienmarkt schließt nach einer Berg- und Talfahrt leicht im Minus. Wie so oft bestimmte der US-chinesische Handelskrieg das Geschehen. Bis zum Mittag war der Dax um bis zu 1,7 Prozent abgesackt auf den tiefsten Stand seit Ende Oktober. Anschließend erholten sich die Kurse jedoch wieder: Der Dax beendet den Tag mit einem Minus von 0,27 Prozent bei 13.070 Punkten.

An der Spitze der Verliererliste liegen einmal mehr Wirecard, die um 4,6 Prozent fallen und die niedrigsten Kurse seit April markieren. Mehrere kritische Presseberichte hatten dem Aschheimer Dax-Konzern zuletzt vorgeworfen, den Kapitalmarkt unzureichend über problematische Sachverhalte informiert und irreguläre Bilanzierungsansätze angewendet zu haben. Wirecard kann die Aufregung zwar nicht nachvollziehen. Negativ fanden Händler aber auch, dass offensichtlich immer noch Marktteilnehmer Short-Positionen aufbauen. Zuletzt habe der Hedgefonds TCI eine solche Position auf- oder ausgebaut, hieß es.

Lufthansa fallen um 2,2 Prozent. Conti geben im Sog eines Schwächeanfalls von Valeo um 1,1 Prozent nach. Auf der Gewinnerseite stechen FMC mit 1,4 Prozent Plus heraus, die Dialysetochter des Fresenius-Konzerns gilt als stark abhängig von der Entwicklung in den USA. Vonovia schliessen 0,8 Prozent fester.

Bei der Deutschen Bank schauten Marktteilnehmer auf die "Investor Deep Dive"-Konferenz. Das Institut sah sich beim Umbau im Plan und bestätigte die mittelfristigen Ziele. Für die Aktie ging es nach anfänglichen Gewinnen um 0,8 Prozent nach unten.

16:54 Uhr

Autozone ziehen um knapp sechs Prozent an

AutoZone
AutoZone 938,80

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählt Autozone mit einem Kursplus von 5,8 Prozent. Mit 1236,77 Dollar waren die Papiere so teuer wie noch nie. Quartalsumsatz und -gewinn des Autoteile-Händlers hätten seine Prognosen und die Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst Bret Jordan von der Investmentbank Jefferies. Das Unternehmen erlöste 2,8 Milliarden Dollar und verdiente 14,30 Dollar je Aktie. Im Windschatten von Autozone gewannen die Aktien der Konkurrenten Advance Auto Parts und O'Reilly rund ein Prozent.

16:15 Uhr

Pfund-Rally hält weiter an

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,34

Am Devisenmarkt verliert der ICE-Dollarindex 0,1 Prozent. Die Pfund-Rally hält unvermindert an, die britische Währung steigt auf das Achtmonatshoch von 1,3195 Dollar - aktuell geht Sterling bei 1,3176 Dollar um. Im Laufe des Tages wird eine wichtige Umfrage zu den britischen Unterhauswahlen erwartet, Anleger setzen auf einen Sieg der Konservativen von Premierminister Boris Johnson.

16:07 Uhr

Hoffnung auf Zollverschiebung lebt

Dow Jones
Dow Jones 29.872,47

An der Wall Street scheint sich der lustlose Vortageshandel fortzusetzen. Im Fokus steht weiter das Thema Handelsstreit zwischen den USA und China. Etwas Hoffnung verbreiten Kreisemeldungen, dass ab dem 15. Dezember drohende neuen US-Strafzölle auf chinesische Einfuhren verschoben werden könnten. US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue sagte, es sei unwahrscheinlich, dass die neuen Zölle am Sonntag in Kraft träten. Auch chinesische Medienberichte legen dies nahe.

Sollten die Zölle dennoch kommen, wären Waren im Umfang von 160 Milliarden Dollar betroffen. Leidtragende könnten diesmal US-Unternehmen wie Apple sein, weil US-Präsident Donald Trump auch Zölle auf elektronische Geräte wie Mobiltelefone und Laptops plant, die zu großen Teilen in China gefertigt werden. Der Dow-Jones-Index gibt 0,1 Prozent auf 27.869 Punkte ab, S&P-500 und Nasdaq-Composite liegen minimal unter den Vortagesschlusständen.

15:29 Uhr

Dax kämpft mit 13.000er-Marke

Dax
Dax 13.286,57

Nach einer Meldung des "Wall Street Journals", dass die für diesen Sonntag geplanten neuen US-Strafzölle auf chinesische Waren verschoben werden könnten, dämmt der Leitindex am Nachmittag seine Verluste auf 0,66 Prozent ein. Er notiert damit zuletzt bei 13.018 Punkten.

Im insgesamt noch recht schwachen Markt sind vermeintlich defensive Aktien aus den Sektoren Immobilien und Gesundheit unter den Gewinnern. So verzeichnen die Anteile von Vonovia und Fresenius Medical Care (FMC) Aufschläge von 0,6 beziehungsweise 1,4 Prozent. Bergab geht es dagegen für Aktien von Konzernen aus konjunkturempfindlichen Branchen wie etwa der Automobilsparte. Die Papiere des Autozulieferers Continental sind mit einem Abschlag von 2,2 Prozent der zweitschwächste Dax-Wert. Lufthansa-Papiere verlieren als Schlusslicht 2,6 Prozent.

Aktien der Deutschen Bank geben um 0,5 Prozent nach. Anfangs half ihnen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Kapitalanforderungen für das Institut reduzierte. Anlässlich ihres Investorentages bestätigte die Bank zudem die Kostenziele.

14:55 Uhr

US-Investor erhält grünes Licht für Springer-Einstieg

KKR
KKR 38,87

Der US-Investor KKR ist mit seinem Einstieg beim Berliner Medienkonzern Axel Springer am Ziel. Mit der Zustimmung der serbischen Kartellwächter habe man nun die letzte noch ausstehende regulatorische Freigabe für das Übernahmeangebot erhalten, teilte die Beteiligungsfirma mit. Die Abwicklung des Angebots an die Springer-Aktionäre solle bis zum 27. Dezember über die Bühne gehen. Die Anteilseigner bekommen pro Aktie 63 Euro.

KKR hat sich nach eigenen Angaben insgesamt 44,28 Prozent an dem traditionsreichen Medienunternehmen gesichert. Die Amerikaner steigen mit rund 2,9 Milliarden Euro bei Springer ein und sind damit auf Anhieb größter Aktionär – noch vor der Verlegerwitwe Friede Springer. KKR soll helfen, langfristiges Wachstum zu finanzieren.

14:14 Uhr

Börse feiert Sanofi-Ausstieg aus Diabetes-Geschäft

Sanofi
Sanofi 84,87

Der Ausstieg aus dem Diabetes-Geschäft wird an der Börse mit Kursaufschlägen für Sanofi von 3,6 Prozent gefeiert. Die Entscheidung gehört mit zur Strategie des neuen CEO Paul Hudson, der auf mehr Wachstum durch die Spezialisierung auf weniger Gebiete hofft. Die Behandlung von Diabetes war lange sehr lukrativ für die Franzosen, doch Beschwerden von Patienten über zu hohe Preise und harte Maßnahmen von Krankenkassen und Gesundheitsdienstleistern haben das Geschäft eher zu einem Sorgenkind gemacht.

Zugleich hat der Pharmakonzern Ziele für den Zeitraum 2022 bis 2025 vorgestellt. Sanofi rechnet für 2022 mit einer operativen Marge von 30 Prozent. Dem steht eine Schätzung von Bryan Garnier von 28,5 Prozent gegenüber. Für 2025 strebt das Unternehmen eine operative Marge von über 32 Prozent an, während die Analysten auch hier mit einer Marge von 28,5 Prozent rechnen. Nicht verwunderlich, spricht Bryan Garnier denn auch von ehrgeizigen Zielen.

14:05 Uhr

Am Aktienmarkt beschleunigt sich die Talfahrt

Vonovia SE
Vonovia SE 56,64

Der Dax fällt zeitweise auf den tiefsten Stand seit Ende Oktober. Bis auf Vonovia liegen alle Titel mehr oder weniger deutlich im Minus, Vonovia legen um 0,4 Prozent zu. Die Verliererliste wird von Lufthansa angeführt, sie fallen um 3,8 Prozent. Fundamentale Nachrichten sind nicht bekannt. Hinter Lufthansa fallen Conti im Sog eines Schwächeanfalls von Valeo um 3 Prozent. Bei der Deutschen Bank läuft ihre Investoren-Konferenz. Für die Aktie geht es um nach anfänglichen Gewinnen nun um 1,8 Prozent nach unten. Der Ausstieg aus dem Diabetes-Geschäft wird an der Börse mit Kursaufschlägen für Sanofi von 3,6 Prozent gefeiert. Valeo reagieren mit Abgaben von 4,7 Prozent auf die Bekanntgabe der Mittelfristziele. Allgeier legen um gut 13 Prozent zu. Das Unternehmen hat Eckzahlen für 2019 und einen Ausblick für 2020 geliefert.

12:42 Uhr

Lufthansa fallen unter 200-Tage-Linie

Lufthansa
Lufthansa 10,15

Lufthansa verlieren 3,8 Prozent auf 16,21 Euro und führen damit die Verliererliste im Dax an. Fundamentale Nachrichten zu dem Titel sind im Handel nicht bekannt. Jedoch hat sich der charttechnische Ausblick für die Aktie mit dem Fall unter die 200-Tage-Linie bei 16,77 Euro verschlechtert.

12:01 Uhr

Für Automobilwerte geht es kräftig bergab

Continental
Continental 116,45

Die Papiere des Autozulieferers Continental sind mit einem Abschlag von 2,6 Prozent unter den größten Verlierern im Dax. Auch die MTU-Anteile leiden nach einem Rekordlauf, der sie zu Handelsbeginn erstmals über die 266-Euro-Marke führte, unter Gewinnmitnahmen. Zuletzt büßen die Papiere des neuesten Dax-Mitglieds 1,1 Prozent ein.

11:47 Uhr

Ted Baker kappt erneut seine Prognose

Ted Baker
Ted Baker 1,60

Der angeschlagene britische Modehändler Ted Baker wechselt seine Führungsspitze aus und kappt seine Prognose erneut. Die Papiere brachen um gut ein Drittel ein und notierten mit 257,60 Pence auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 16 Jahren. Die erst im April ernannte Chefin Lindsay Page tritt zurück und wird vorläufig von der bisherigen Finanzchefin Rachel Osborne abgelöst. Verwaltungsratschef David Bernstein gibt sein Amt an Sharon Baylay weiter.

Das Unternehmen steckt seit längerem in Schwierigkeiten. Erst vor einer Woche hatte es eingeräumt, seine Lagerbestände möglicherweise um bis zu 25 Millionen Pfund zu hoch bewertet zu haben.

11:32 Uhr

Bayer will bis 2030 C02-neutral werden

Bayer
Bayer 49,25

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer will bis zum Jahr 2030 ein CO2-neutrales Unternehmen werden. Dafür müssen Emissionen von rund vier Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart oder kompensiert werden, kündigte Vorstandschef Werner Baumann an. Um dies zu erreichen, will Bayer zu 100 Prozent auf Strom aus erneuerbaren Energien umsteigen und weniger Energie verbrauchen. Verbleibende Emissionen sollen kompensiert werden.

Wieviel Geld Bayer für den Vorstoß in die Hand nehmen will, teilte der Leverkusener Konzern nicht mit. Die Höhe der dafür geplanten Investitionen sowie weitere Details sollen im kommenden Juni genannt werden, sagte ein Sprecher. Die Finanzziele bis 2022 würden von dem Vorhaben nicht beeinflusst.

Bayer kündigte an, Ziele zur Nachhaltigkeit künftig mit dem gleichen Nachdruck zu verfolgen wie die Finanzziele. Diese sollen sich auch auf die langfristige Managementvergütung auswirken. Auch Lieferanten und Kunden sollen mit ins Boot geholt werden, um Emissionen zu reduzieren.

11:14 Uhr

Börsianer überraschen mit Konjunkturoptimismus

Ein besser als erwartet ausgefallenes ZEW-Konjunkturbarometer setzt an den Börsen einen leicht positiven Akzent. Die Konjunkturerwartungen sind im Dezember deutlich auf 10,7 von minus 2,1 gestiegen. In der Prognose wurde eine Lesung von minus 0,1 erwartet.

Dass der Markt nur leicht reagiert, dürfte damit zu tun haben, dass am Sonntag möglicherweise neue US-Strafzölle auf chinesische Importe verhängt werden. Sollte es dazu kommen, dürfte dies nicht nur das Sentiment erheblich belasten, sondern dürfte einen größeren Rücksetzer an den Börsen zur Folge haben. Der DAX verliert 1,2 Prozent auf 12.951 Punkte - im Tief stand der DAX bei 12.905 Punkten.

*Datenschutz

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:02 Uhr

Pentagon-Milliardenauftrag: Amazon wirft Trump Amtsmissbrauch vor

Amazon
Amazon 3.185,07

Im Streit um die Vergabe eines milliardenschweren Auftrags für das US-Verteidigungsministerium an seinen Konkurrenten Microsoft hat der US-Technologiekonzern Amazon Präsident Donald Trump Amtsmissbrauch vorgeworfen. Die Vergabe des zehn Milliarden Dollar schweren Auftrags sei das "Ergebnis unangemessenen Drucks" von Trump gewesen, der seinem "politischen Feind", Amazon-Chef Jeff Bezos, habe schaden wollen, heißt es in Gerichtsdokumenten.

Der Technologiekonzern hatte im November bei einem US-Gericht eine Beschwerde eingereicht und wegen "unverkennbarer Befangenheit" ein neues Vergabeverfahren sowie eine neue Entscheidung des Pentagon gefordert. "Die Frage ist, ob es dem Präsidenten der Vereinigten Staaten erlaubt sein sollte, das Budget des Verteidigungsministeriums zu nutzen, um seine eigenen persönlichen und politischen Ziele zu verfolgen", kritisierte Amazon.

Eine Pentagon-Sprecherin wies die Vorwürfe zurück. Es habe "keine externen Einflüsse" während des Vergabeverfahrens gegeben, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:43 Uhr

Deutsche Bank profitiert von Investorentag

Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,42

Bei der Deutschen Bank läuft die "Investor Deep Dive"-Konferenz. Das Institut sieht sich beim Umbau im Plan und bestätigt die mittelfristigen Ziele. Allerdings sei das Renditeziel bis 2022 vor allem angesichts des Zinsumfeldes "ehrgeiziger" geworden. Bei den Erträgen gebe es keine konkrete Prognose. Die Bank geht aber davon aus, dass das Niedrigzinsumfeld mittelfristig vor allem die Ertragsaussichten für die Privatkundenbank und die Unternehmensbank belasten wird, was teilweise durch andere Bereiche ausgeglichen werde.

Zudem hat die Europäische Zentralbank die Mindestkapitalanforderung für die Deutsche Bank für die harte Kernkapitalquote zum 1. Januar 2020 von 11,84 Prozent auf 11,59 Prozent gesenkt. Für die Aktie geht es um 0,7 Prozent nach oben.

09:24 Uhr

Dax fällt in Richtung 13.000 Punkte

Dax
Dax 13.286,57

Der Abgabedruck im frühen Handel auf den Dax ist größer als sich dies vorbörslich abzeichnete. Im Handel ist von einer erhöhten Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen im Vorfeld der geldpolitischen Sitzungen der Fed und der EZB und den Wahlen in Großbritannien die Rede. Der Dax liegt 0,7 Prozent auf 13.017 Punkte hinten.

Damit rückt die Marke von 13.000 Punkte in Sichtweite. Aus charttechnischer Sicht ist allerdings das Tief bei 12.927 Punkten vom 3. Dezember wichtiger. Nach oben gilt es, die 38-Tagelinie bei 13.080 Punkten zu nehmen.

08:53 Uhr

Schweinepest heizt Inflation in China an

Ungewöhnliche Effekte in der Statistik: Die grassierende Schweinepesttreibt über den Umweg der Lebensmittelpreise das allgemeine Preisniveau in China in dramatischen Ausmaßen in die Höhe.

  • Die Verbraucherpreise stiegen im November um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt in Peking mitteilte.
  • Allein die Nahrungsmittelpreise kletterten um 19,1 Prozent - angetrieben durch den drastischen Anstieg der Schweinefleischpreise um 110,2 Prozent.
  • In den vergangenen Monaten ist Schätzungen zufolge die Hälfte des chinesischen Schweinebestandes von mehr als 300 Millionen Tieren der Krankheit zum Opfer gefallen.

Seit mehr als einem Jahr grassiert die afrikanische Schweinepest (ASP) in China. Die Volksrepublik ist der weltweit größte Produzent und Verbraucher von Schweinefleisch. Das Virus ist für die Tiere schnell tödlich, wenn auch für den Menschen ungefährlich.

08:06 Uhr

Bundesregierung zu langsam: Bayer ruft eigene Klimaziele aus

9033786.jpg

picture-alliance/ dpa

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer will bis zum Jahr 2030 ein CO2-neutrales Unternehmen werden.

  • RTX6T8NT.jpg

    Bayer-Chef Werber Baumann.

    (Foto: REUTERS)

    Um die Emissionen von derzeit rund vier Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einzusparen, will Bayer vor allem in Energieeffizienz und grünen Strom investieren, kündigte Vorstandschef Werner Baumann in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" an.
  • Verbleibende Emissionen würden kompensiert, erklärte er.
  • Die Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele will Bayer künftig auch in der langfristigen Managementvergütung verankern.

Baumann appellierte zugleich an andere große Konzerne, nicht auf nationale Klimapolitik zu warten, sondern zu handeln, um das Pariser Klimaabkommen umzusetzen. Investoren sollen im Laufe des Tages über die Nachhaltigkeitsziele Bayers informiert werden.

Bayer
Bayer 49,25

 

07:39 Uhr

Kanada verklagt Volkswagen

Im Zusammenhang mit dem Abgasskandal hat Kanada formell Klage gegen den Wolfsburger Automobilkonzern Volkswagen eingereicht. Dabei geht es um manipulierte Abgaswerte und die Verbreitung irreführender Informationen, wie die kanadische Regierung mitteilte.

  • Insgesamt umfasst die Klageschrift 60 Punkte: Im Detail werfen die Kanadier dem Dax-Konzern vor, zwischen Januar 2008 und Dezember 2015 fast 128.000 Fahrzeuge in das Land importiert zu haben, die mit einer Software ausgestattet gewesen seien, um Verstöße gegen kanadische Abgasnormen zu verbergen.
  • Damit habe Volkswagen gegen Umweltschutzgesetze des Landes verstoßen, hieß es. Die Klage sei nach vierjährigen Untersuchungen des kanadischen Umweltministeriums eingereicht worden, teilte ein Sprecher der kanadischen Regierung mit.
  • Bei einer Anhörung an diesem Freitag vor einem Gericht in Ontario werden Vertreter des Konzerns und des Umweltministeriums anwesend sein, bestätigte ein Unternehmenssprecher.
VW Vorzüge
VW Vorzüge 148,60

07:32 Uhr

Frische Daten aus Großbritannien: Dax zieht den Kopf ein

Wilde Woche kurz vor Weihnachten: Im deutschen Aktienhandel müssen sich Börsianer auf ein ganzes Bündel an gewichtigen und potenziell marktbewegenden Ereignissen vorbereiten. Zum Start in das zweite Monatsdrittel rechnen Beobachter in Banken und Brokerhäusern mit einer anhaltenden Abwärtsbewegung.

  • In den vorbörslich ermittelten Indikationen wird der Leitindex Dax zur Eröffnung bei 13.084,50 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Damit dürfte sich der jüngste Käuferrückzug am Aktienmarkt fortsetzen: Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer bereits mit einem Abschlag von 0,5 Prozent bei 13.105,61 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Zu Wochenbeginn habe sich die zunächst leicht negative Stimmung am deutschen Aktienmarkt gegen Handelsschluss hin verstärkt, hieß es.

"Nach dem arbeitsmarktgetriebenen Anziehen der Märkte am Freitag war es wohl unausweichlich, dass der Wochenstart nun etwas langsamer verlaufen wird", kommentierte ein Marktbeobachter die Lage. "So ist es denn nun auch gekommen, in einer Woche, die ganz im Zeichen der Geldpolitik, der Wahl in Großbritannien und des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits steht."

Auf der Konjunkturagenda des Tages stehen kurz vor dem Wahltermin neue Daten zur Wirtschaftslage in Großbritannien. Erwartet werden neben der Wirtschaftsleistung, gemessen am BIP, auch Zahlen zur britischen Industrieproduktion sowie zur Handelsbilanz. Gegen 11.00 Uhr folgt dann der viel beachtete ZEW-Index aus Deutschland. Das Stimmungsbarometer liefert Hinweise zu den Konjunkturerwartungen der Finanzmarktprofis für die jeweils kommenden sechs Monate.

Dax
Dax 13.286,57

 

07:16 Uhr

Unsichere Aussichten: Euro starrt auf den Wochenplan

imago65982586h.jpg

Signale von der Fed, ein Aufritt der EZB-Chefin und am Donnerstag wählen die Briten: An den Märkten bereiten sich Beobachter auf eine wilde Woche vor.

imago/Steinach

Im Devisenhandel beginnt der zweite Handelstag der Woche aus europäischer Sicht mit einem spekulativ erstarrten Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung hält sich kurz vor dem erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank in einer vergleichsweise engen Spanne.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1067 Dollar und damit hauchdünne 0,02 Prozent über Vorabendniveau.
  • Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zu Wochenbeginn noch auf etwas festere 1,1075 (Freitag: 1,1094) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9029 (0,9014) Euro.
  • Am Devisenmarkt war die Rede von einem ruhigen Wochenstart in eine ereignisreiche Woche.
Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Frisch eingetroffene Konjunkturdaten übten zu Wochenbeginn kaum Kurseinfluss aus, hieß es. Sowohl Außenhandelsdaten aus Deutschland als auch der monatliche Stimmungsindikator des Forschungsunternehmens Sentix überraschten positiv.

Im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit blieb es ruhig. Am Mittwoch entscheidet die US-Notenbank Fed über ihren Leitzins.