Dienstag, 11. Juni 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Ruhe bei Mexiko, Zinshoffnungen - Dax klettert weiter

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(Foto: imago/Sven Simon)

Mit den europäischen Börsen ist es heute weiter bergauf gegangen. Übergeordnet positiv wurde gewertet, dass US-Präsident Donald Trump die eigentlich für den Vortag geplanten Strafzölle gegen Mexiko nach einer Einigung mit dem südlichen Nachbarn am Wochenende für unbestimmte Zeit ausgesetzt hat. Auch die Aussicht auf baldige US-Zinssenkungen stützte. Nun hoffen Anleger, dass es auch im US-chinesischen Handelskonflikt eine baldige Lösung gibt.

In Frankfurt schloss der Dax 0,9 Prozent höher bei 12.156 Punkten - sein Tageshoch lag bei 12.227 Punkten. Der MDax legte um 1,4 Prozent auf 25.437 Zähler zu. Der TecDax gewann 1,3 Prozent auf 2822 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,6 Prozent auf 3407 Punkte nach oben.

Dax-Gewinnerin war die Aktie von Thyssenkrupp mit plus 4,8 Prozent. Das Dax-Ende zierten Adidas mit minus 1,2 Prozent.

Das wär's für heute. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend.

17:12 Uhr

Wintershall-Dea-IPO im zweiten Halbjahr 2020

Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea strebt unverändert einen Börsengang im zweiten Halbjahr 2020 an. Bis Mitte nächsten Jahres wolle man startklar sein, sagte Vorstandschef Mario Mehren am Rande einer Konferenz in Russland. Wenn die Marktbedingungen gut seien, sei der Börsengang für die zweite Jahreshälfte vorgesehen, bekräftigte er frühere Pläne.

Sicher sei, dass Wintershall Dea in Europa an die Börse gehen werde. Dabei sprächen viele Argumente für Frankfurt, es sei darüber aber noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

16:51 Uhr

Gesonderte Ermittlungen gegen VW-Betriebsratschef

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Bernd Osterloh

(Foto: imago/regios24)

Die Ermittlungen gegen ehemalige VW-Vorstände wegen mutmaßlich unrechtmäßiger Vergütung von Betriebsräten könnten auch für Bernd Osterloh ungemütlich werden. Gegen den Betriebsratschef laufen gesonderte Ermittlungen wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue, so die Staatsanwaltschaft Braunschweig.

Es gehe aber nicht um einen Vorteil für Osterloh selbst, sondern die Gehälter anderer Betriebsratsmitglieder.

  • "Der Beschuldigte soll insoweit am Zustandekommen der mutmaßlich unrechtmäßigen Vergütungsvereinbarungen mitgewirkt haben", heißt es seitens der Ermittlungsbehörde.
16:25 Uhr

Insider: Klage gegen Fusion T-Mobile/Sprint droht

Das Fusionsvorhaben von T-Mobile US und Sprint gerät Insidern zufolge ins Wackeln. Eine Gruppe von mindestens zehn Generalstaatsanwälten bereite eine Klage vor, um den geplanten 26 Milliarden US-Dollar schweren Zusammenschluss der beiden Mobilfunkanbieter zu stoppen, hieß es.

Die Telekom-Tochter T-Mobile und ihr Konkurrent Sprint haben für ihren Fusionsplan die Unterstützung der Branchenaufsicht FCC signalisiert bekommen, aber noch kein grünes Licht vom Justizministerium.

16:14 Uhr

Zinssenkungsfantasie gibt Wall Street Auftrieb

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

In der Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank Fed steigen Anleger in die US-Aktienmärkte ein. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung um bis zu 1,1 Prozent. Genährt würden diese Spekulationen von den enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag, sagte Analystin Silvia Dall'Angelo vom Vermögensverwalter Hermes. "Wir befinden uns in einer Situation, in der schlechte Nachrichten gute Nachrichten sind."

Äußerungen von US-Präsident Donald Trump könnten die Stimmung aber jederzeit kippen lassen. Die USA legten die geplanten Strafzölle auf mexikanische Waren zwar zunächst auf Eis. Kurz darauf drohte Trump Mexiko und China allerdings mit neuen Abgaben. Ein in den USA börsennotierter iShares-Fonds auf chinesische Standardwerte gewann dennoch 1,6 Prozent.

16:06 Uhr

Ryanair krallt sich Malta Air

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(Foto: picture alliance/dpa)

Europas größter Billigflieger Ryanair verleibt sich nach der österreichischen Laudamotion eine weitere kleine Fluggesellschaft ein. Dazu übernehmen die Iren ihren jungen maltesischen Start-up-Partner Malta Air, wie sie in Dublin mitteilten. Dann will Ryanair sechs eigene Boeing-Maschinen und 200 Besatzungsmitglieder auf den neu erworbenen Flugbetrieb übertragen und die dortige Flotte ausbauen.

Zudem will Ryanair in Deutschland, Frankreich und Italien stationierte Flugzeuge und Besatzungen auf die maltesische Tochter ummelden. Der Deal soll bis Ende Juni umgesetzt werden. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

15:26 Uhr

Fortschritte bei US-Aussaat drücken auf Maispreis

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Nachlassende Spekulationen auf einen Angebotsengpass machen Mais zu schaffen. Der US-Terminkontrakt verlor heute 1,1 Prozent auf 4,1125 Dollar je Scheffel. In seinem Sog verbilligte sich Weizen ähnlich stark auf 5,0150 Dollar.

Auslöser der Verkäufe war der wöchentliche USDA-Bericht. Dem US-Landwirtschaftsministerium zufolge ist die Aussaat zu 83 Prozent abgeschlossen. 59 Prozent der Pflanzen seien in einem guten bis exzellenten Zustand. Analysten hatten lediglich mit einer Quote von 54 Prozent gerechnet. Wegen der Verzögerungen bei der Aussaat lasse sich aber nur schwer abschätzen, wie die Ernte ausfallen werde, sagte ein Experte. Dadurch halte sich der aktuelle Kursverfall in Grenzen. Im Mai hatten heftige Regenfälle in den Haupt-Anbaugebieten der USA die Aussaat behindert und den Mais-Preis zeitweise fast 30 Prozent in die Höhe getrieben.

15:05 Uhr

Trump twittert erneut gegen Fed

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(Foto: imago images / Xinhua)

Die jüngsten Tweets von Donald Trump richten sich einmal mehr gegen eines seiner beliebtesten verbalen Angriffsziele, die US-Notenbank Fed. Diese bezeichnet der US-Präsident als ahnungslos, die Zinsen seien viel zu hoch. Die Angriffe Trumps haben zwar nach Einschätzung aus dem Handel keine unmittelbaren Marktauswirkungen, sie seien indes nicht zu unterschätzen.

Die Unabhängigkeit der US-Notenbank sei keineswegs politisch verankert, und Trump sei sich der Bedeutung, die die Fed bei seiner möglichen Wiederwahl spielen dürfte, sehr bewusst. Denn sollte die US-Wirtschaft in die Rezession rutschen, würde dies die Chancen von Trump erheblich schmälern.

14:47 Uhr

Glyphosat-Prozesse: Bayer-Anleger vermissen Leitfaden

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Für die Analysten von Berenberg liegt der Fokus bei Bayer derzeit auf den in den USA laufenden Glyphosat-Gerichtsverhandlungen. Auch die bisher Vertrauen schaffende Umsetzung der versprochenen 1,2 Milliarden US-Dollar an Synergien aus der Übernahme von Monsanto könnte daran nicht viel ändern. Der weitere Rückgang des Aktienkurses seit April deute darauf hin, dass die Markteinschätzungen über die Fähigkeit des Konzerns, die Glyphosat-Fälle erfolgreich vor Gericht zu verteidigen und beizulegen, weiter nachgelassen hätten. Anleger vermissten einen Leitfaden für die anstehenden Rechtsverfahren.

Der nächste große Rechtsstreit rund um Glyphosat stehe mit dem Sharlean Gordon-Verfahren am 19. August an. Weitere vier Fälle stünden für den 9. September auf dem Plan, gefolgt von dem Winston-Fall am 15. Oktober.

14:33 Uhr

Dax kann kräftigen Gewinn halten

Wie sieht es am Frankfurter Aktienmarkt aus? Unverändert. Die Indizes verzeichneten auch eine Stunde vor Handelsbeginn in den USA kräftige Gewinne. Der Dax stieg um 1,3 Prozent auf 12.205 Punkte. Der MDax kletterte um 1,6 Prozent auf 25.487 Zähler, der TecDax um 1,5 Prozent auf 2828 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,8 Prozent auf 3413 Punkte hoch.

Nach der Absage der Fusion mit Tata Steel durch die EU-Kommission bauten Thyssenkrupp ihre Gewinne auf 5,1 Prozent aus. Am Dax-Ende notierten RWE mit minus 0,9 Prozent.

14:14 Uhr

Deutsche Bank dampft Geschäft in Portugal ein

Die Deutsche Bank hat sich planmäßig aus ihrem Geschäft mit Privat- und Firmenkunden in Portugal zurückgezogen. Am Wochenende habe das Geldhaus den Verkauf an die spanische Regionalbank Abanca abgeschlossen, hieß es in Frankfurt. Damit seien rund 3 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen, 1 Milliarde Euro an Einlagen und 3 Milliarden Euro an Krediten an Abanca übergegangen. Zudem übernehme die Bank 330 Vollzeitstellen. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Die Deutsche Bank hatte den Verkauf der Geschäfte in Portugal an Abanca im März 2018 angekündigt, um den Konzern zu verschlanken und Stellen abzubauen. Mit der Unternehmens- und Investmentbank bleibe man aber in dem Land aktiv, um Firmen, Geldhäuser und Behörden zu betreuen, wie das Geldhaus betonte.

13:55 Uhr

Schwingt China die Seltene-Erden-Keule?

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(Foto: REUTERS)

Der amerikanisch-chinesische Handelskonflikt steht vor einer weiteren Zuspitzung, denn die Spekulationen auf eine Exportbeschränkung von Seltenen Erden durch die Volksrepublik erhalten neue Nahrung. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission habe gemeinsam mit dem Industrie- und dem Rohstoffministerium eine Studie über die Vorkommen in sieben Regionen veranlasst, berichtete das von der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua kontrollierte "China Securities Journal". Die Behörden der Regionen - darunter der Inneren Mongolei und Jiangxi - müssen demnach Daten und Maßnahmen zu Schutz, Entwicklung und Anwendung der Materialien liefern.

Bei den Seltenen Erden handelt es sich um 17 chemische Elemente, die für zahlreiche Technologieprodukte wie Smartphones und auch in der Rüstungsindustrie unverzichtbar sind. Die USA decken etwa 80 Prozent ihres Bedarfs aus der Volksrepublik.

Mein Kollege Hannes Vogel hatte sich bereits vor einigen Tagen mit diesem Thema beschäftigt. Hier sein Artikel.

13:38 Uhr

EU lehnt Stahlfusion von Thyssenkrupp und Tata ab

In Brüssel ist nun auch offiziell das erwartete Nein zur Fusion der europäischen Stahlaktivitäten von Thyssenkrupp und Tata Steel verkündet worden. In der vorgesehenen Form "hätte der Zusammenschluss ... zu einem Anstieg der Preise geführt", erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Sowohl bei Verpackungsstahl als auch bei feuerverzinktem Stahl für die Autobranche wäre ein wirksamer Wettbewerb bei einem Zusammenschluss der beiden Hersteller nicht mehr gewährleistet gewesen, argumentierte die Kommission.

Das Verbot kommt nicht überraschend. Thyssenkrupp und Tata Steel hatten das vor fast einem Jahr besiegelte Vorhaben schon vor fast vier Wochen beerdigt, nachdem Vestager für die Freigabe ultimativ weitere Zugeständnisse verlangt hatte. Aus Sicht der Stahlkonzerne wäre dann die industrielle Logik nicht mehr gegeben gewesen.

13:19 Uhr

Jet Airways auf Rekordtief - Übernahmefantasie schwindet

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(Foto: dpa)

Die schwindende Hoffnung auf eine baldige Übernahme macht Jet Airways zu schaffen. Die Aktien der angeschlagenen indischen Fluggesellschaft fielen am Dienstag um zeitweise knapp 15 Prozent auf ein Rekordtief von 106,30 Rupien.

Einem Bericht der Zeitung "Mint" zufolge legt Großaktionär Etihad seine Pläne für eine Komplettübernahme von Jet Airways auf Eis. Parallel dazu habe der Mischkonzern Hinduja seine Gespräche über einen Einstieg wegen anhaltender Ermittlungen gegen Jet abgebrochen, berichtete das Blatt unter Berufung auf Insider.

13:00 Uhr

Evotec bekommt Geld von Gates-Stiftung - Aktienkurs steigt

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Eine Geldspritze von der Stiftung des Microsoft-Gründers Bill Gates beflügelt die Evotec-Aktie. Der Kurs des Biotechunternehmens legte um 3,9 Prozent auf 22,47 Euro zu. Die Titel waren einer der größten Gewinner im MDax.

Evotec hatte mitgeteilt, bei der Erforschung neuer Tuberkulose-Medikamente von der Bill & Melinda Gates Foundation mit einer Förderung von 23,8 Millionen Dollar unterstützt zu werden. Die Partnerschaft läuft über fünf Jahre.

12:43 Uhr

Wall Street dürfte im Gewinnmodus bleiben

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(Foto: dpa)

An der Wall Street dürfte es auch heute weiter nach oben gehen. Nachdem am Vortag die Beilegung des US-Handelsstreits mit Mexiko die Kurse angetrieben hatte, dürften nun die Hoffnungen auf staatliche Infrastrukturausgaben in China für Gewinne sorgen. Der Future auf den S&P-500 lag mit 0,5 Prozent im Plus. Für den Dow-Jones-Index deutet sich der siebte Handelstag in Folge mit Gewinnen an.

Daneben bleiben die Blicke der Investoren auf die US-Notenbank Fed gerichtet, nachdem zuletzt verstärkte Zinssenkungsspekulationen die Märkte angetrieben hatten. Dabei werde vor allem auf die Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche gewartet. Für Bewegung könnten vor diesem Hintergrund auch die US-Erzeugerpreise für Mai sorgen. Hier wird mit einer leichten Zunahme um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gerechnet. In der Kernrate, also ohne die volatilen Bestandteile Nahrungsmittel und Energie, wird ein Plus von 0,2 Prozent erwartet.

12:24 Uhr

SAP-Boss ist Spitzenverdiener im Dax

Das Gehaltsgefälle in der ersten deutschen Börsenliga ist nach wie vor gewaltig. Vorstände der Dax-Konzerne verdienen einer Studie zufolge im Schnitt 52 Mal so viel wie ein durchschnittlicher Angestellter ihres Unternehmens. Damit war der Abstand 2018 genauso groß wie ein Jahr zuvor, wie aus einer Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München hervorgeht.

Im Schnitt kam ein Vorstandsmitglied im Deutschen Aktienindex - inklusive der Konzernchefs - demnach auf eine Gesamtvergütung von 3,51 Millionen Euro. Das waren 3,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, als sowohl die Börsen besser liefen als auch die Gewinne vieler Unternehmen kräftiger sprudelten. Die Zahlen beziehen sich auf 29 der 30 Dax-Konzerne.

Die Chefs der Konzerne im Deutschen Aktienindex kassierten der Studie zufolge im Schnitt gut 5,4 Millionen Euro. Spitzenverdiener war demnach erneut SAP-Chef Bill McDermott mit einer Gesamtvergütung von 10,8 Millionen Euro. Auf den Plätzen folgen VW-Lenker Herbert Diess (rund 7,9 Millionen Euro) und Bernd Scheifele von Heidelberg Cement (rund 7,3 Millionen Euro).

12:05 Uhr

Pensionsfonds steigt bei Waggonvermieter VTG ein

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Pensionsfonds Omers beteiligt sich an dem Hamburger Schienenlogistik-Konzern VTG. Die Kanadier übernehmen 25 Prozent an dem Konzern. Zum Kaufpreis machte Omers keine Angaben. Zuletzt wurde Europas größter privater Waggonvermieter mit rund 1,8 Milliarden Euro bewertet.

Für sein zweites Infrastruktur-Investment in Deutschland dürfte der Pensionsfonds demnach rund 450 Millionen Euro auf den Tisch gelegt haben. VTG vermietet rund 94.000 Waggons. Zudem organisiert das Unternehmen Schienentransporte und transportiert Spezialchemikalien und andere Flüssiggüter in Tankcontainern.

11:47 Uhr

Dax steigert Gewinn - Thyssenkrupp stark

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Der deutsche Aktienmarkt hat seine Gewinne weiter ausbauen können. Der Dax notierte kurz vor Mittag 1,4 Prozent höher bei 12.208 Punkte. Der MDax gewann 1,5 Prozent auf 25.466 Zähler, der TecDax 1,6 Prozent auf 2832 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,8 Prozent auf 3413 Punkte hoch.

Den kräftigsten Zugewinn im Dax verzeichnete die Aktie von Thyssenkrupp mit plus 4,7 Prozent auf 12,21 Euro.

11:25 Uhr

Sentix-Konjunkturindex für Deutschland bricht ein

Die Einschätzungen von Analysten und Investoren zur deutschen Konjunktur haben sich im Juni eingetrübt. Der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindex sank auf minus 0,7 (Mai: plus 7,9) Punkte, das ist der tiefste Wert seit März 2010. Der Index der aktuellen Lage sank auf 13,5 (18,3) Punkte und der Erwartungsindex auf minus 14,0 (minus 2,0) Punkte. Der Handelsstreit zwischen den USA und China belastete die stark exportlastige deutsche Wirtschaft in hohem Maße.

  • "Kaum waren die hoffnungsvollen Daten des Sentix-Konjunkturindex im Mai veröffentlicht, machte der US-Präsident einen Strich durch die Rechnung der Anleger", schrieb Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner in der Veröffentlichung.
11:12 Uhr

Bauboom treibt das Handwerk an

Goldene Zeiten für das deutsche Handwerk: Angetrieben vom Bauboom hat die Branche zum Jahresbeginn gute Geschäfte gemacht. Im ersten Quartal stiegen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk um 6,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zugleich beschäftigten diese Meisterbetriebe in Deutschland Ende März etwas mehr Mitarbeiter als im Vorjahresmonat, hieß es in den vorläufigen Ergebnissen.

Vor allem Handwerker am Bau konnten den Umsatz kräftig steigern. Im Bauhauptgewerbe, zu dem die Errichtung von Gebäuden zählt, stand ein Plus von 14 Prozent. Aber auch in fast allen übrigen Bereichen wie dem Kraftfahrzeug- und Gesundheitsgewerbe liefen die Geschäfte rund. Einzig im Lebensmittelgewerbe gab es leichte Rückgänge beim Umsatz.

10:55 Uhr

US-Konzerne hängen Europa bei Umsatz und Gewinn ab

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(Foto: picture alliance / Justin Lane/E)

Die großen europäischen Unternehmen sind US-Konzernen bei Umsatz- und Gewinnwachstum klar unterlegen. Wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) hervorgeht, wiesen die Europäer im vergangenen Jahr ein nicht annähernd so starkes Wachstum wie die Amerikaner auf. Schlusslicht waren die deutschen Unternehmen. EY hat für die Studie die 1000 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen der Welt (ohne Banken und Versicherungen) unter die Lupe genommen.

So haben die größten nordamerikanischen Unternehmen ihren Umsatz im vergangenen Jahr um durchschnittlich 9,0 Prozent gesteigert. Die europäischen Großunternehmen kamen auf 4,3 Prozent. Die Asiaten schafften dagegen ein Wachstum von 8,4 Prozent. Beim operativen Gewinn sieht es ähnlich aus. Hier wiesen die Europäer ein Plus von 3,9 Prozent auf, Konzerne aus den USA und Asien erreichten einen Gewinnanstieg von 8,1 bzw 9,8 Prozent. Die deutschen Unternehmen steigerten ihren Umsatz im Schnitt um 1,2 Prozent, der Gewinn sank um 10 Prozent.

10:38 Uhr

Italiens Industrieproduktion sinkt im April

Die Kette schlechter Nachrichten aus Italien reißt nicht ab. Im April ist die dortige Industrieproduktion gesunken. Nach Mitteilung der Statistikbehörde Istat ging sie gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent zurück.

Im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt ergab sich jedoch ein Anstieg von 0,7 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Produktion im April kalenderbereinigt um 1,5 Prozent.

10:21 Uhr

Short Squeeze lässt wohl Heideldruck-Aktie steigen

Heidelberger Druck
Heidelberger Druck 1,01

Für die Aktie von Heidelberger Druck ist es im frühen Handel um 8 Prozent auf 1,48 Euro nach oben gegangen. Ein Marktteilnehmer vermutet dahinter einen Short-Squeeze (Angebotsknappheit der Aktie, die zuvor in großer Anzahl leerverkauf wurde), weil Vorstandschef Rainer Hundsdörfer mit interessierten Investoren spreche, die als Großaktionär bei den Heidelbergern einsteigen sollen.

Erst am 23. Januar diesen Jahres stieg die Masterwork Group mit Sitz im chinesischen Tianjin über eine Barkapitalerhöhung mit 8,5 Prozent am Grundkapital ein. Damals schoss die Aktie in die Höhe und notierte an dem Tag mit 2,13 Euro auf Jahreshoch.  

10:10 Uhr

Modehändler Ted Baker mit größtem Kurssturz seit 2003

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Eine pessimistische Geschäftsprognose brockt Ted Baker den größten Kurseinbruch seit mehr als 15 Jahren ein. Die Aktien des britischen Modehändlers fielen zeitweise um gut 30 Prozent auf ein Sechseinhalb-Jahres-Tief von 939,5 Pence.

Angesichts eines "extrem schwierigen" Jahresauftakts rechnet das Unternehmen mit einem Gesamtjahresgewinn von umgerechnet 56 bis 67 Millionen Euro. Analysten hatten bislang im Schnitt mit 81 Millionen Euro gerechnet.

09:49 Uhr

Amazon ist die wertvollste Marke der Welt

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Amazon ist erstmals auf den ersten Platz in einer jährlichen Rangliste der wertvollsten Marken der Welt vorgestoßen und hat die langjährigen Spitzenreiter Apple und Google hinter sich gelassen.

Die Marktforschungsfirma Kantar errechnete für den Online-Händler und Technologiekonzern einen Markenwert von 315,5 Milliarden US-Dollar. Das war ein Sprung von 52 Prozent binnen eines Jahres. Apple liegt dahinter mit 309,5 Milliarden, gefolgt von Google mit 309 Milliarden Dollar.

09:27 Uhr

China: Finanz-Internetdienst zur "Berichtigung" abgeschaltet

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(Foto: picture alliance/dpa)

In China ist auf Antrag der Behörden ein beliebter Finanz-Informationsdienst dem Anbieter zufolge aus dem Netz genommen worden. Nach ausländischen Internetseiten wie etwa der "Washington Post" und des "Guardian" sei auch der Online-Dienst wallstreetcn.com zur "Berichtigung" abgeschaltet worden, teilte das Internetportal mit.

Man werde die Anforderungen in "strikter Übereinstimmung mit den einschlägigen Gesetzen und Vorschriften" umsetzen, um schnellstmöglich wieder den Internetdienst anbieten zu können, hieß es in einer Mitteilung. Die chinesische Internet-Aufsichtsbehörde CAC äußerte sich zunächst nicht dazu.

09:12 Uhr

Dax kommt gestärkt aus den Feiertagen

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Nach dem verlängerten Pfingstwochenende hat der deutsche Aktienmarkt seinen Erholungskurs fortgesetzt. Der Dax stieg kurz nach der Eröffnung um 0,7 Prozent auf 12.130 Punkte. Der MDax legte um ebenfalls 0,7 Prozent auf 25.273 Zähler zu. Der TecDax kletterte um 0,8 Prozent auf 2810 Stellen. Die Erleichterung über den Aufschub für die US-Strafzölle auf mexikanische Waren gebe dem Aktienmarkt Auftrieb, sagten Börsianer. Die neuen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump an die Adressen Chinas und Mexikos bremsten den Anstieg allerdings.

Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt zählte Evotec mit einem Kursplus von 1,6 Prozent. Die Biotech-Firma erhält von der Bill & Melinda Gates Foundation knapp 24 Millionen Dollar für die Entwicklung neuer Behandlungen gegen Tuberkulose.

08:59 Uhr

Verbandschef Peters will europäische Bankenchampions

Bankenverbands-Präsident Hans-Walter Peters hat sich für die Schaffung von europäischen Bankenchampions ausgesprochen. "Das wäre auf jeden Fall etwas Positives", sagte er dem "Handelsblatt". Die US-Banken seien mittlerweile so stark, dass die europäischen Institute bei manchen Transaktionen gar nicht mehr gefragt würden.

"Wenn Europa perspektivisch nur noch Minibanken hat, birgt das auch wirtschaftliche Gefahren." An grenzüberschreitenden Fusionen in der Bankenbranche führe kein Weg vorbei. "Die Marktkapitalisierung europäischer Großbanken wie BNP, ING, Santander und Deutscher Bank ist zusammen deutlich geringer als die von JP Morgan. Hier besteht Handlungsbedarf."

Dabei muss ein europäischer Bankenchampion nicht unbedingt in Deutschland beheimatet sein. "Wir brauchen mehrere europäische Champions", sagte er der Zeitung. Die Politik könne helfen, indem sie die unterschiedlichen nationalen Regulierungen in Europa vereinheitliche.

08:42 Uhr

Pluszeichen in China und Japan

Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Ankurbelung der Konjunktur ermuntern Anleger zum Einstieg in den asiatischen Aktienmarkt. Die Börse Shanghai legte 2,2 Prozent auf 2914 Punkte zu. Der japanische Nikkei-Index gewann 0,4 Prozent und schloss bei 21.210 Zählern.

Die Regierung in Peking hatte gestern angekündigt, lokale Verwaltungen könnten Gelder aus speziellen Anleihen zur Finanzierung von Infrastruktur-Projekten nutzen. In Tokio gab dies konjunkturabhängigen Werten Auftrieb. So gewannen die Aktien des Chipindustrie-Zulieferers Tokyo Electron oder der Reederei Mitsui OSK bis zu 2,2 Prozent.

08:25 Uhr

Weniger Bohrlöcher - Ölpreise steigen

Die Ölpreise sind leicht gestiegen. Eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten habe den Notierungen am Ölmarkt etwas Auftrieb verliehen, hieß es von Marktbeobachtern. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,46 US-Dollar. Das waren 17 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 33 Cent auf 53,59 Dollar.

Eine Einigung im Handelskonflikt zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten sorgte zuletzt für etwas Auftrieb. Außerdem war am Freitag bekannt geworden, dass die Zahl der aktiv betriebenen Bohrlöcher in den USA in der vergangenen Woche deutlich gesunken war.

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08:06 Uhr

Dax wird höher erwartet - Italien sorgt für Kopfzerbrechen

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Nach dem verlängerten Pfingstwochenende wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Zinsfantasien hatten den Index am Freitag beflügelt. Er schloss 0,8 Prozent höher bei 12.054 Punkten. Kopfzerbrechen bereitet Anlegern weiterhin die Machtprobe zwischen Italien und der EU-Kommission. Wegen der hohen Staatsverschuldung droht die Brüsseler Behörde der Regierung in Rom offiziell mit einem Defizit-Verfahren, an dessen Ende milliardenschwere Strafzahlungen stehen könnten.

  • Zudem haben Börsianer noch die Massenproteste in Hongkong gegen das geplante Auslieferungsgesetz im Blick, daneben Großbritannien, wo Boris Johnson Premierministerin Theresa May beerben könnte, sowie den US-Grenzstreit mit Mexiko.
  • Auch der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China sorgt für Unruhe. Beim Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der G20 im japanischen Fukuoka wurden am Wochenende die Differenzen deutlich. Die USA verhinderten einen gemeinsamen Appell zur Beilegung der Probleme.
  • Mehr Einigkeit zeigten die G20-Minister im Bemühen, international agierende Internetkonzerne stärker zu besteuern. Bis 2020 soll es gemeinsame Regeln geben, mit denen Schlupflöcher für Unternehmen geschlossen werden.
  • Die niederländische Großbank ING hat unterdessen laut einem Bericht des "Handelsblatts" kein Interesse an einer Übernahme der Commerzbank. Die Holländer hätten sich schon vor anderthalb Monaten gegen einen solchen Schritt entschieden.

 

07:37 Uhr

Euro-Auftrieb nach Spekulationen hält an

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Kurs des Euro hat sich nur wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1317 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1301 Dollar festgesetzt. Damit konnte der Euro die kräftigen Kursgewinne aus der Vorwoche halten.

Die Spekulation auf sinkende Zinsen in den USA hatte den Dollar belastet und dem Euro im Gegenzug Auftrieb verliehen. Im weiteren Tagesverlauf rechnen Marktbeobachter mit einem eher impulsarmen Handel. Es stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Kalender, darunter das Sentix-Investorenvertrauen für die Eurozone. Das Konjunkturbarometer zählt zu den ersten Stimmungsindikatoren für den Monat Juni.

07:15 Uhr

G20-Aussichten beruhigen asiatische Märkte

Nikkei
Nikkei 20.687,26

An den ostasiatischen Aktienmärkten keimt Hoffnung angesichts des US-chinesischen Handelsstreits auf. Demnach könnten sich beide Seiten irgendwie einigen, wenn US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping im Laufe des Monats beim G20-Gipfel in Japan zusammentreffen. Trump erhöhte allerdings den Druck auf China zuletzt noch, indem er neue Strafzölle ankündigte, sollte Xi nicht beim G20-Gipfel erscheinen. Allerdings gibt es dafür seitens Pekings bislang keine Indikation.

Dass an den US-Börsen am Vortag im Handelsverlauf ein Großteil der Gewinne wieder verloren ging, stört die Akteure in Asien offenbar wenig. Immerhin hatte der Dow-Jones-Index dennoch sein sechstes Tagesplus in Folge eingefahren. In Tokio zieht der Nikkei-Index zwischenzeitlich nur moderat um 0,34 Prozent an auf 21.205 Punkte. In Seoul fällt das Plus ähnlich aus. Kräftiger aufwärts um 1,3 Prozent geht es in Sydney. Auch an den chinesischen Börsen können sich die Gewinne sehen lassen mit 0,8 Prozent in Hongkong und insbesondere in Schanghai, wo es mit 1,9 Prozent am stärksten nach oben geht.

06:46 Uhr

Huawei schraubt ambitionierte Verkaufsziele zurück

Huawei hat sich von seinen ambitionierten Verkaufszielen verabschiedet. Das chinesische Unternehmen benötige mehr Zeit, um zum weltgrößten Smartphone-Hersteller aufzusteigen, sagte ein hochrangiger Huawei-Manager bei einer Branchenmesse in Schanghai. Gründe nannte er nicht. Das Unternehmen wollte ursprünglich im vierten Quartal sein Vorhaben erreicht haben.

Derzeit verkauft Huawei den Angaben des Managers zufolge 500.000 bis 600.000 Smartphones pro Tag. Zu den Konkurrenten zählen Samsung Electronics und Apple. Die US-Regierung hatte Huawei vor kurzem auf eine schwarze Liste gesetzt. Damit wird US-Firmen untersagt, mit dem chinesischen Unternehmen Geschäfte zu tätigen. US-Präsident Donald Trump wirft dem weltgrößten Netzwerkausrüster vor, dass mit dessen Produkten Spionage für den chinesischen Staat betrieben werden kann. Huawei weist das zurück.