Dienstag, 13. Juli 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Jan Gänger
17:16 Uhr

Energieagentur warnt vor steigenden Ölpreisen

Die Internationale Energieagentur IEA hat eindringlich vor den Folgen des Streits zwischen großen Ölfördernationen gewarnt. Sollte der Konflikt nicht gelöst werden, drohe ein größeres Angebotsdefizit mit möglicherweise höheren Kraftstoffpreisen, so die IEA. In der Folge könnte die bereits erhöhte Inflation weiter steigen und die wirtschaftliche Erholung von der Corona-Krise gefährden.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 76,36

Der Hintergrund: Eigentlich hatten die 23 Länder des Verbunds Opec+ ihre Förderung ab August schrittweise weiter erhöhen wollen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Ein Streit zwischen dem Ölgiganten Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten verhinderte jedoch eine Einigung. Nach derzeitigem Stand ändert sich an der Förderung des Verbunds zunächst nichts.

Unter Experten sind die Folgen des Streits ungewiss. Steigende Rohölpreise sind zwar denkbar. Sollte die Auseinandersetzung aber weiter eskalieren und den Zusammenhalt der Opec+ gefährden, gilt es auch als möglich, dass sich die Ölnationen nicht mehr an gemeinsame Förderabsprachen halten. In diesem Fall könnten die Ölpreise infolge eines unkontrolliert steigenden Angebots auch deutlich fallen.

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17:08 Uhr

US-Börsen erreichen neues Rekordhoch

Nach einer schwachen Eröffnung der US-Börsen arbeitet sich der Technologie-Index Nasdaq ins Plus vor. Er steigt um 0,2 Prozent und markiert mit 14.763,81 Punkten den zweiten Tag in Folge ein Rekordhoch. Im Windschatten dreht auch der breit gefasste S&P 500 ins Plus. Er steigt um 0,1 Prozent und markiert mit 4387,31 Punkten zum zwölften Mal in 13 Tagen ein Rekordhoch.

16:44 Uhr

SGL-Carbon-Aktie hebt ab

Die Aktien von SGL Carbon steigen um rund 14 Prozent. Der Kohlefaserspezialist hatte nach deutlichen Zuwächsen im ersten Halbjahr seine Jahresziele angehoben. Für 2021 rechnet SGL nun zudem mit einem leicht positiven Konzernergebnis, nachdem das Unternehmen bisher noch einen Verlust von bis zu 20 Millionen Euro bis hin zu einem stagnierenden Ergebnis für möglich hielt.

An SGL Carbon sind die Autohersteller BMW und VW sowie BMW-Großaktionärin Susanne Klatten über ihre Beteiligungsgesellschaft Skion beteiligt.

16:26 Uhr

Boeing-Probleme belasten Zulieferer

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REUTERS

Dass bei Boeings 787 Dreamliner offenbar ein neues Produktionsproblem aufgetaucht ist, was zu weiteren Verzögerungen der Auslieferung der Großraumflugzeuge führen dürfte, belastet auch die Kurse der Zulieferer, die gerade im Begriff sind, die Produktion auszuweiten.

Deren Lager liefen über mit Bauteilen, weil derzeit mehr als 100 Boeing-Maschinen auf Halde stünden und wohl nur die Hälfte davon dieses Jahr noch ausgeliefert werde, hieß es. Die Aktie von Spirit AeroSystems verliert 2,5 Prozent, für Howmet geht es um 2,1 Prozent nach unten und für Boeing um 3,3 Prozent.

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16:19 Uhr

Der Euro wird etwas billiger

Der Kurs des Euro ist etwas gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1844 (Montag: 1,1852) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8443 (0,8437) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85518 (0,85570) britische Pfund, 130,55 (130,55) japanische Yen und 1,0857 (1,0852) Schweizer Franken fest.

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16:17 Uhr

Inflation setzt Wall Street zu

Aus Furcht vor einer nahenden Zinswende der Notenbank Fed ziehen sich Anleger aus dem US-Aktienmarkt zurück. Ermutigende Firmenbilanzen bremsen den Abstieg allerdings. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fallen um jeweils etwa 0,2 Prozent, bleiben aber in Reichweite ihrer jüngsten Höchststände.

S&P 500
S&P 500 4.394,80

Die US-Inflationsrate lag im Juni bei 5,4 Prozent im Jahresvergleich. "Selbst die größten Pessimisten hatten nicht mit einem derart starken Anstieg gerechnet", sagt LBBW-Volkswirt Dirk Chlench. "Die US-Notenbank wird unter heftigen Druck geraten, ihren ultra-expansiven Kurs zu beenden."

Jamie Cox, Partner beim Vermögensberater Harris Financial, warnt aber vor überzogenen Zinserhöhungsspekulationen. "Wenn man bedenkt, dass ein Drittel des Anstiegs auf die Gebrauchtwagenpreise zurückgeht, wird das Vorübergehende dieser Entwicklung klarer." Vor diesem Hintergrund warteten Börsianer gespannt auf die Anhörung des Fed-Chefs Jerome Powell vor dem US-Kongress am Mittwoch und seine Reaktion auf die aktuellen Inflationsdaten.

15:51 Uhr

Hohe US-Inflation sorgt für Spekulationen auf Zinswende

Eine überraschend hohe US-Inflation gibt den Spekulationen auf eine vorzeitige Zinswende der US-Notenbank Fed neue Nahrung. Daher steigt der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, um 0,4 Prozent auf 92,601 Punkte. Im Gegenzug verbilligt sich der Euro auf 1,1807 Dollar. Höhere Zinsen machen einen Währungsraum für Investitionen tendenziell attraktiver.

Anleger trennen sich in auch von US-Staatsanleihen. Dies trieb die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen Bonds auf 1,381 Prozent.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,17

15:32 Uhr

Gerresheimer produziert mehr Impfstoff-Fläschchen

Bei der Auslieferung von Fläschchen für Corona-Impfstoffe schraubt der Verpackungshersteller Gerresheimer seine Ziele nach oben. Bis Ende 2022 werden es vermutlich etwa 1,2 Milliarden sein und damit 20 Prozent mehr als zuletzt angenommen, sagte Firmenchef Dietmar Siemssen. Mit Schott aus Mainz und Stevanato aus Italien gehört Gerresheimer zu den drei größten Herstellern solcher Fläschchen.

Vor der Coronakrise hatte Gerresheimer Produktionskapazitäten von drei Milliarden Fläschchen pro Jahr, bis Ende dieses Jahres soll die maximale Fertigung per annum auf vier Milliarden hochgeschraubt sein. Die kleinen Flaschen werden nicht nur für Corona-Vakzine, sondern auch für Krebsmedikamente und andere Präparate genutzt.

15:05 Uhr

US-Preise steigen so stark wie seit 13 Jahren nicht mehr

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REUTERS

Die US-Verbraucherpreise sind im Juni weiter stark gestiegen und hielten die jährliche Inflationsrate mit einem Plus von 5,4 Prozent auf dem höchsten Niveau seit 13 Jahren. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, stiegen die Verbraucherpreise um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das ist die höchste Steigerung seit Juni 2008.

14:33 Uhr

Opel bekommt einen neuen Chef

Beim Autohersteller Opel wird der Chef ausgetauscht. Neuer Vorstandsvorsitzender der Stellantis-Tochter wird zum 1. September Uwe Hochgeschurtz, wie das Unternehmen mitteilte. Der bisherige Chef der Renault-Region Deutschland, Österreich und Schweiz folgt auf Michael Lohscheller, der das Unternehmen seit 2017 geführt hatte. Lohscheller habe sich entschieden, eine Aufgabe außerhalb des Stellantis-Konzerns anzunehmen, hieß es.

14:11 Uhr

Gewinn von Goldman Sachs schießt nach oben

Bei der US-Investmentbank Goldman Sachs sprudeln die Gewinne. Der Netto-Gewinn schoss im zweiten Quartal auf rund 5,35 Milliarden Dollar in die Höhe, wie das Geldhaus mitteilte. Weltweit boomt es an den Börsen, die Aktienmärkte jagen von einem Hoch zum nächsten, es gibt so viele Börsengänge und Übernahmen wie lange nicht mehr. Wall-Street-Größen nehmen bei solchen Transaktionen satte Gebühren ein.

Goldman Sachs
Goldman Sachs 328,00

13:57 Uhr

BASF steigt bei indischem Hydrokultur-Start-up ein

BASF
BASF 63,87

BASF investiert in das indische Start-up-Unternehmen Urbankisaan, das sich auf den Anbau von Gemüse und Kräutern in Hydrokultur spezialisiert hat. Urbankisaan betreibt in der Nähe der südindischen Großstädte Hyderabad und Bengaluru in die Höhe gebaute Gewächshäuser, die frische Lebensmittel in Nährlösungen zu einem Zehntel der Kosten üblicher Methoden anbauen können. Die Wagniskapitaleinheit von BASF beteiligt sich mit einem nicht genannten Betrag an dem Unternehmen, wie der Dax-Konzern mitteilte.

Die BASF-Aktie notierte am frühen Nachmittag 0,2 Prozent höher.

13:36 Uhr

Ziele vorgestellt - VW mit aller Kraft zur E-Mobilität

Der Volkswagen-Konzern will bis zum Jahr 2030 die Hälfte seines gesamten Modellangebots auf Batterieautos umgestellt haben. Dieses Ziel gab Vorstandschef Herbert Diess bei der Vorstellung der neuen Unternehmensstrategie aus. Die größte europäische Autogruppe plant zudem, im laufenden Jahrzehnt den realen CO2-Fußabdruck pro Wagen über den gesamten Lebensabschnitt eines Fahrzeugs um 30 Prozent gegenüber dem Niveau von 2018 zu senken.

Bis 2040 wollen die Wolfsburger dann einen Anteil von "fast 100 Prozent aller neuen Fahrzeuge in den wichtigen Märkten" schaffen, die bilanziell klimaneutral unterwegs sind. Die VW-Aktie legte am frühen Nachmittag den Rückwärtsgang ein und verbilligte sich um 0,6 Prozent.

13:19 Uhr

Nun beginnt der Zahlenreigen - JP Morgan mit Gewinnsprung

JP Morgan Chase
JP Morgan Chase 133,22

Auflösungen bei der Risikovorsorge und ein starkes Privat- und Firmenkundengeschäft haben JP Morgan einen deutlichen Gewinnsprung im Vergleich zu dem vom Ausbruch der Pandemie geprägten Vorjahreszeitraum beschert. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden übertroffen. Allerdings gingen die Erträge zurück, unter anderem weil die Einnahmen im Handelsgeschäft deutlich sanken.

Der Nettogewinn der Bank kletterte im Zeitraum von April bis Juni auf 11,9 Milliarden US-Dollar von 4,7 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Ins Ergebnis flossen 2,3 Milliarden US-Dollar an Auflösungen von Kreditrückstellungen ein. Die Bank hatte im Vorjahr im Zuge der Pandemie eine massive Risikovorsorge für ausfallgefährdete Kredite gebildet. Je Aktie verdiente JP Morgan 3,78 Dollar. Analysten hatten mit 3,20 Dollar gerechnet.

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(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

13:08 Uhr

Erfolgreiches Quartal - Pepsico ist durstig nach mehr

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(Foto: Reuters)

Pepsico hat im zweiten Geschäftsquartal dank eines guten Getränkeabsatzes in Nordamerika deutlich mehr verdient. Die Jahresprognose hob der Nahrungsmittel- und Getränkekonzern an. Der dem Konzern zurechenbare Nettogewinn stieg auf 2,3 Milliarden US-Dollar, nach 1,65 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Je Aktie verdiente die Pepsico 1,70 Dollar nach 1,18 Dollar. Der bereinigte Gewinn je Anteil lag bei 1,72 Dollar und übertraf damit den von Factset ermittelten Analystenkonsens von 1,53 Dollar deutlich.

Der Nettoumsatz stieg in dem am 12. Juni beendeten Quartal auf 19,22 Milliarden von 15,95 Milliarden Dollar, wie der Konzern weiter mitteilte. Analysten hatten mit 17,96 Milliarden Dollar gerechnet. Das organische Umsatzwachstum lag bei fast 13 Prozent. Im Gesamtjahr erwartet der Coca-Cola-Konkurrent nun organisches Umsatzwachstum von sechs Prozent.

12:56 Uhr

Lagarde erwartet wegen neuer Strategie flexiblere EZB

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(Foto: imago images/Future Image)

Die Europäische Zentralbank (EZB) erhält nach Aussage ihrer Präsidentin Christine Lagarde durch ihre neue Strategie mehr Flexibilität. In einem Interview mit der "Financial Times" verneinte sie jedoch die Frage, ob die EZB nun noch lockerer werde.

  • "Ich denke, die neue Strategie gibt uns die Möglichkeit, um die Marke von zwei Prozent Inflation herum flexibel zu sein, weil wir anerkennen, dass zwei Prozent keine Obergrenze sind und weil wir anerkennen, dass es Schwankungen um zwei Prozent herum geben wird", sagte Lagarde.

Ihr zufolge erhält die EZB außerdem mehr Flexibilität dadurch, dass sie den Effekt der effektiven Zinsuntergrenze und die Einschränkungen, die sie ihr auferlegt, anerkennt. Das ermögliche eine besonders "kraftvolle oder hartnäckige Reaktion", die vorübergehend zu einer moderaten Abweichung über das Ziel hinaus führen könne. "In diesem Sinne ist es also flexibler", sagte Lagarde. Das bedeute auch, dass die EZB ihre Geldpolitik nicht verfrüht straffen werde.

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12:14 Uhr

Diesel-Klagen noch 2019 oder 2020 möglich? Fall vor BGH

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(Foto: picture alliance / Julian Stratenschulte/dpa)

Die Frage, ob Diesel-Käufer noch 2019 oder sogar 2020 gegen Volkswagen klagen konnten, beschäftigt seit heute den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Der Abgasskandal war im September 2015 aufgeflogen. Grundsätzlich wären mögliche Schadenersatz-Ansprüche also nach dreijähriger Frist zum Jahresende 2018 verjährt. Dafür muss allerdings außer Frage stehen, dass den Klägern 2015 schon klar war, dass auch ihr Diesel betroffen ist - und in den allermeisten Fällen ist das vor Gericht umstritten.

In dem verhandelten Fall aus Sachsen-Anhalt hatte der Autokäufer 2019 geklagt. Vorher hatte er sich zeitweise zur Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentralen gegen VW angemeldet, um die Verjährung seiner Ansprüche zu verhindern. Vor dem BGH geht es auch um die Frage, ob das ein zulässiger Kniff oder Rechtsmissbrauch war. Das Urteil wird erst in nächster Zeit verkündet, der Termin stand zunächst nicht fest. Nach Auskunft von VW sind rund 20.000 Klagen erst 2019 oder später erhoben worden.

11:56 Uhr

Aktien britischer Banken gesucht

Wie vom Handel erhofft, setzt sich bei britischen Bankenwerten die positive Stimmung durch. Hier treibt die Entscheidung des Financial Policy Committee der Bank of England, dass es die Entscheidung der britischen Regulierungsbehörde unterstützt, die Beschränkungen der Dividendenzahlungen der Banken zu beenden.

Diese waren im März 2020 mit der sich verschärfenden Coronakrise eingeführt worden. Die Banken könnten nun zum Jahresende wieder Dividenden gemäß ihrer Finanzkraft ausschütten. Barclays, HSBC und NatWest stiegen bis zu 1,1 Prozent, Lloyds um 1,9 Prozent.  

11:36 Uhr

Experten erwarten weniger EZB-Anleihenkäufe im Herbst

Die EZB wird nach Einschätzung von Volkswirten in einer Reuters-Umfrage voraussichtlich ihre Krisen-Anleihenkäufe im Herbst herunterfahren und dann Ende März wie geplant stoppen. Der Erhebung zufolge gehen 36 von 51 Volkswirten und damit 71 Prozent davon aus, dass die Euro-Wächter nach ihrer September-Sitzung die Anleihenkäufe ihres "PEPP" getauften Notfallprogramms langsam abschmelzen werden. 39 von 55 Ökonomen oder ebenfalls 71 Prozent erwarten, dass die EZB ihre PEPP-Käufe dann im ersten Quartal 2022 einstellen wird.

Das auf 1,85 Billionen Euro angelegte PEPP-Programm ist aktuell eine der wichtigsten Waffen der Währungshüter im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Den bisherigen Planungen zufolge soll es noch bis mindestens Ende März 2022 laufen. Laut der Umfrage gehen die Volkswirte davon aus, dass der gesamte Kaufrahmen des Programms ausgeschöpft wird.

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(Foto: picture alliance / greatif)

11:11 Uhr

Nokia-Aktie nach Ankündigung obenauf

Gegen den kaum veränderten Gesamtmarkt ist der Kurs von Nokia um 6,5 Prozent nach oben geschossen. Damit hat sich die Aktie am Vormittag an die Spitze des Stoxx-600-Index gesetzt.

Wie die Finnen mitteilten, rechnen sie mit einer Erhöhung ihrer bisherigen Jahresprognose, ohne dies jedoch genauer zu spezifizieren. Dies werde erst im Rahmen der Halbjahreszahlen am 29. Juli geschehen. "Cleverer Schachzug", sagt ein Händler: "Da kann man gleich zweimal hintereinander positive Stimmung verbreiten".

10:53 Uhr

Keine Dividendenbeschränkung mehr für britische Großbanken

Die größten britischen Banken dürfen für 2020 wieder unbeschränkt Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten. Die Bank of England (BoE) hob die wegen der Corona-Krise verhängten Beschränkungen für große Geldhäuser des Landes mit sofortiger Wirkung auf. Die Zwischenergebnisse aus dem Banken-Stresstest hätten gezeigt, dass die Institute weiter gut kapitalisiert seien und schweren wirtschaftlichen Verwerfungen standhalten könnten.

Die britische Notenbank als Aufsichtsbehörde hatte die Beschränkungen bereits im Dezember gelockert. Die jetzige Entscheidung betrifft Barclays, HSBC, Lloyds, NatWest und Standard Chartered sowie die britische Tochter der spanischen Banco Santander.

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(Foto: dpa)

10:30 Uhr

Volkswagen legt Masterplan für Zukunft vor

Volkswagen wartet am Nachmittag Details seiner neuen Konzernstrategie auf. Sie trägt die Handschrift von Vorstandschef Herbert Diess. Erwartet wird, dass das Konzept mit dem Titel "New Auto" unter anderem weitere Akzente bei den Schlüsselthemen Digitalisierung und Dienstleistungen setzt.

 

10:01 Uhr

Corestate-Chef kauft Hunderttausende Aktien außerbörslich

Corestate
Corestate 11,76

Der Vorstandschef des Immobilienmanagers Corestate Capital Holding, René Parmantier, hat am vergangenen Freitag außerbörslich 750.000 Aktien seines Unternehmens zum Stückpreis von zwölf Euro gekauft und damit rund zehn Prozent über dem Schlusskurs des Vortags. Das teilte das Unternehmen jetzt in Frankfurt mit.

Der gesamte Vorstand halte damit mehr als 3,3 Millionen Aktien, entsprechend einem Anteil von rund 9,7 Prozent am Gesamtkapital.

09:38 Uhr

Deutsche Inflation schwächt sich leicht ab

Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration)

Nach fünf Monaten mit beschleunigtem Preisauftrieb ist die Inflationsrate in Deutschland im Juni leicht gefallen. Waren und Dienstleistungen kosteten im vergangenen Monat durchschnittlich 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt eine frühere Schätzung bestätigte. Im Mai war die Teuerungsrate noch mit 2,5 Prozent auf den höchsten Stand seit September 2011 geklettert.

Energie verteuerte sich im Juni binnen Jahresfrist um 9,4 Prozent und damit nicht mehr ganz so stark wie im Mai mit damals 10,0 Prozent. Dass die Energiepreise gegenüber den Vorjahresmonaten überdurchschnittlich anzogen, liegt unter anderem an vorübergehenden Effekten wie der zu Jahresbeginn eingeführten CO2-Abgabe. Zudem waren Mineralölprodukte zu Beginn der Corona-Krise im vorigen Jahr besonders günstig.

09:25 Uhr

Nikkei schließt mit Plus

Angefeuert durch neue Rekordstände an der Wall Street haben asiatische Anleger bei Aktien zugegriffen. Vor dem Start der Bilanzsaison ist die Stimmung an den Börsen optimistisch. In Tokio kletterte der Nikkei um 0,5 Prozent und schloss bei 28.718 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,7 Prozent.

Investoren legten sich vor allem konjunkturabhängige Werte in die Depots. Die Sektorenindizes von Schifffahrtsunternehmen, Brokern und Versicherungen gehörten zu den größten Gewinnern. Aktien von Tama Home legten um 17,5 Prozent zu, nachdem der Hausbauer aufgrund der stärkeren Nachfrage nach der Pandemie Gewinne verbuchte.

09:12 Uhr

Dax startet mit kleinem Verlust

Nach dem gestrigen Dax-Rekordhoch ist der deutsche Aktienmarkt heute mit Abschlägen in den Handel gestartet. Der Dax verlor 0,2 Prozent auf 15.756 Punkte. Der MDax sackte um 0,5 Prozent auf 34.765 Zähler ab. Der TecDax gab um 0,9 Prozent auf 3602 Stenne nach. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,1 Prozent auf 4088 Punkte runter.

In Frankfurt wird heute mit Spannung der Start der Berichtssaison in den USA erwartet. Die Großbanken JP Morgan und Goldman Sachs öffnen ihre Bücher.

Dax
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08:59 Uhr

Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen zieht an

Fraport
Fraport 59,02

Der Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen hat zu Beginn der Hauptreisezeit im Juni nach schwierigen Monaten merklich zugelegt. Mit knapp 1,8 Millionen Fluggästen überschritt das Fluggastaufkommen nach dem Mai zum zweiten Mal in diesem Jahr die Millionenmarke, wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilte. Das waren fast dreimal so viel wie ein Jahr zuvor und mehr als die 1,25 Millionen Passagiere im Mai, aber 73 Prozent weniger als vor der Corona-Pandemie im Juni 2019. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost dagegen wuchs im Vergleich zu Juni 2020 um 31,5 Prozent auf 186 622 Tonnen.

Für das laufende Jahr hat Fraport-Chef Stefan Schulte für Frankfurt zuletzt "unter 20 bis 25 Millionen" Fluggäste vorausgesagt. Nach seiner Einschätzung wird die Nachfrage "irgendwann im Sommer" anziehen. 2020 war das Aufkommen auf weniger als 19 Millionen Passagiere eingebrochen.

08:37 Uhr

Curevac-Manager machen mit Aktienverkäufen Millionengewinn

Curevac
Curevac 46,66

Vier Top-Manager von Curevac haben Ende Juni gleichzeitig fast alle ihre Aktien verkauft. Das berichtet Business Insider. Dem Wirtschaftsportal zufolge erlösten sie insgesamt 32 Millionen Euro für ihre Papiere. Die Aktienverkäufe seien nur einige Tage nach den ersten schlechten Studienergebnissen der US-Börsenaufsicht gemeldet worden.

Der Tübinger Impfhersteller hatte im Juni enttäuschende Zwischenergebnisse zur schlechten Wirksamkeit seines Corona-Serums gemeldet.

08:29 Uhr

Ölpreise klettern etwas

Die Ölpreise haben im frühen Handel leicht zulegen können. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 75,30 US-Dollar. Das waren 14 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI erhöhte sich um 18 Cent auf 74,28 Dollar.

Leichte Unterstützung erhielten die Ölpreise zuletzt durch den leicht schwächeren Dollar.

08:13 Uhr

Euro präsentiert sich stabil

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Euro / Dollar 1,17

Der Euro hat im frühen Handel weiter deutlich über der Marke von 1,18 US-Dollar notiert. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1865 Dollar und damit etwa so viel wie am späten Vorabend. Die EZB hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1852 Dollar festgesetzt.

Heute blicken Analysten und Anleger vor allem auf Inflationsdaten. In Deutschland und Frankreich stehen Details zu bereits veröffentlichten Zahlen an. In beiden Ländern ist die Inflation erhöht. Sie liegt aber nur leicht über dem Zielwert der EZB für den gesamten Euroraum. In den USA stellt sich die Lage anders dar: Dort stieg die Teuerung im Mai mit fünf Prozent auf einen 13-jährigen Höchststand und klar über das Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank.

07:40 Uhr

Dax macht eine Pause - Blick auf US-Bilanzsaison gerichtet

Nach dem gestrigen Sprung auf ein Rekordhoch von 15.807 Punkten wird der Dax wohl kaum verändert starten. Am Montag hatte der Leitindex 0,7 im Plus bei 15.791 Punkten geschlossen.

Im Fokus der Anleger wird der Auftakt der US-Bilanzsaison stehen. Wie üblich läuten die Banken den Zahlenreigen ein, den Anfang machen JP Morgan und Goldman Sachs. Daneben stehen Daten zur Teuerungsrate in den USA auf dem Terminplan.

Dax
Dax 15.506,74

07:29 Uhr

Dreamliner als Albtraum - Boeing hat neues Problem

Boeing
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Beim 787 Dreamliner von Boeing ist offenbar ein neues Produktionsproblem aufgetaucht. Dies werde die Auslieferung der beliebten Großraumflugzeuge wahrscheinlich weiter verzögern, sagten Insider. Der US-Konzern gehe davon aus, dass die Behebung des neu entdeckten Defekts mindestens drei Wochen in Anspruch nehmen wird, hieß es weiter. Das bedeute, dass die Kunden möglicherweise für einen Großteil der traditionell geschäftigen Sommerreisezeit keine neuen Dreamliner erhalten werden.

Boeing hatte die Auslieferung von Dreamlinern an Fluggesellschaften Ende Mai gestoppt, nachdem die US-Aufsichtsbehörden für Flugsicherheit die vom Flugzeughersteller vorgeschlagene Methode zur Überprüfung der Jets auf zuvor bekannt gewordene Produktionsfehler abgelehnt hatten.

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07:17 Uhr

Kaufboom beflügelt britischen Einzelhandel

In Großbritannien sind die Einzelhandelsumsätze im zweiten Quartal 2021 auf ein Rekordniveau gestiegen. Mit der Lockerung der Corona-Beschränkungen hätten die Verbraucher ihren Nachholbedarf gestillt, heißt es im neuesten Bericht von KPMG und dem British Retail Consortium.

Danach stiegen die britischen Einzelhandelsumsätze zwischen dem 30. Mai und dem 3. Juli um 13,1 Prozent oder 17,0 Prozent auf flächenbereinigter Basis verglichen mit dem gleichen Zeitraum vor zwei Jahren. Für das zweite Quartal insgesamt erreichte das Wachstum einen Rekordwert von 10,4 Prozent im Vergleich zu 2019.

06:32 Uhr

Grillhersteller strebt aufs Börsenparkett

Der traditionsreiche US-Grillhersteller Weber bereitet nach starken Geschäftszuwächsen in der Corona-Krise einen Börsengang an der New York Stock Exchange vor. Die Firma teilte mit, bereits einen entsprechenden Antrag bei der US-Börsenaufsicht eingereicht zu haben.

Weber profitierte mit seinen mitunter Tausende Dollar oder Euro teuren Kohle-, Gas- und Elektrogrills in der Pandemie stark von einer erhöhten Nachfrage.  In den sechs Monaten bis Ende März steigerte das 1952 gegründete und einst durch seinen Kugelgrill "Weber Kettle" bekannt gewordene Unternehmen den Umsatz im Jahresvergleich um über 60 Prozent auf 963 Millionen Dollar. Der Gewinn stieg sogar um mehr als das Dreifache auf 73,8 Millionen Dollar.

Wie viel Geld Weber beim Börsengang erlösen will, ist noch unklar. Im Wertpapierprospekt ist bislang ein Platzhalterbetrag von 100 Millionen Dollar eingetragen.

06:11 Uhr

Chinas Außenhandel wächst kräftig - Exporte ziehen stark an

Na, das nennt man doch einen Boom: Chinas Außenhandel ist im Juni erneut deutlich gewachsen. Laut Pekinger Zollbehörde legten die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft im Vorjahresvergleich um 32,2 Prozent auf einen Wert von rund 281 Milliarden US-Dollar zu. Die Importe stiegen demnach sogar um 36,7 Prozent auf rund 230 Milliarden Dollar. Beide Zuwachsraten lagen über den Erwartungen von Analysten.

China hat die Corona-Pandemie schon lange überwunden, weshalb der Handel wieder boomt. Die Wirtschaft wuchs in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 18,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Die Wachstumszahlen für das zweite Quartal werden am Donnerstag erwartet.

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(Foto: imago images/VCG)

 

06:04 Uhr

Asien-Märkte im Sog der Wall Street

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Nikkei 29.639,40

Nach den Rekordständen der Wall Street klettern auch die asiatischen Börsen heute höher. Die Investoren blicken optimistisch auf die Gewinnsaison für das zweite Quartal und eine Reihe von Wirtschaftsdaten einschließlich wichtiger US-Inflationszahlen, die im Laufe des Tages erwartet werden.

In Tokio lag der Nikkei 0,8 Prozent höher bei 28.792 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,8 Prozent und lag bei 1968 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,2 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der US-Dollar fast unverändert bei 110,37 Yen und gab 0,2 Prozent auf 6,4638 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9143 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1874 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0857 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,3904 Dollar.

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05:49 Uhr

Was heute wichtig wird für den Dax

In einem ruhigen, fast sommerloch-mäßigen Handel hat der Dax gestern ein neues Allzeithoch erklommen. Dafür war vor allem die anhaltende Rekordjagd an den US-Börsen verantwortlich. Dort ist schon die Erwartung auf glänzende Gewinne im Rahmen der aktuellen Berichtssaison eingepreist. Zu Recht?

Dax
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Darüber werden heute und in den kommenden Tagen unter anderem die US-Großbanken, das Herz der globalen Finanzindustrie, Aufschluss geben. Heute legen zunächst Goldman Sachs und JP Morgan ihre Geschäftszahlen vor.

Mit Spannung schauen die Börsianer auch auf die US-Verbraucherpreise. Die hatten zuletzt immer wieder für böse Überraschungen gesorgt.

In Deutschland stellt unter dessen VW - jüngst wieder einer der Anlegerlieblinge im Dax - seine neue Konzernstrategie vor.

China, das zuletzt für Sorgen an der Konjunkturfront gesorgt hatte, legt Zahlen für die Entwicklung des Außenhandels im Juni vor.

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