Dienstag, 16. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:42 Uhr

MDax und TecDax stechen Dax aus

Mit leichten Gewinnen startet der Dax am Montag in die neue Handelswoche. Bis zum Allzeithoch fehlen nur etwa 50 Punkte. Ein Sprung darüber erscheint am Dienstag also möglich, auch weil die Wall Street nach einem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende ihren Handel aufnimmt. Die Vorgaben aus Asien sind zudem positiv. Am Ende schafft es der deutsche Börsenleitindex aber nur bis auf 14.131 Zähler im Tageshoch. Am Ende verabschiedet er sich 0,3 Prozent schwächer mit 14.065 Punkten aus dem Handel.

"Der Dax verdaut heute seine jüngsten Gewinne und hält sich - trotz leichter Abschläge - über der 14.000-Punkte-Marke", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta. "MDax und TecDax sind dagegen weiter auf Rekordkurs. Der weltweite Boom in der Chipindustrie sorgt bei Infineon für weiter steigende Kurse. Und im TecDax profitieren die Aktien des Laserspezialisten  LPKF von Spekulationen über eine mögliche Zusammenarbeit mit Samsung", erläutert er.

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten zeigen sich dann auch Infineon, Deutsche Börse und Deutsche Bank an der Spitze der Dax-Gewinner. Die Aufschläge liegen jeweils über der Ein-Prozent-Marke. Nach unten geht es dagegen für die Titel von Adidas, die Reebok nun endgültig loswerden wollen, und den Versorgern Eon und RWE. Wie auf der Gewinnerseite halten sich die Abschläge aber in Grenzen.

TecDax
TecDax 3.368,22
MDax
MDax 31.640,86

 

16:57 Uhr

Bitcoin-Rekord beflügelt auch Branchenaktien

Zu den größten Gewinnern am US-Aktienmarkt zählen Werte aus dem Kryptowährungssektor und Unternehmen, die sich mit der Bitcoin & Co zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen. Sie profitierten vom Sprung der ältesten und wichtigsten Cyber-Devise Bitcoin über die psychologisch wichtige Marke von 50.000 Punkten. So steigen die Papiere von Riot, Marathon, Overstock und Silvergate um bis zu 15 Prozent.

16:37 Uhr

Hapag-Lloyd prognostiziert starkes erstes Quartal: Anleger greifen zur Aktie

Die Reederei Hapag-Lloyd rechnet dank florierender Containertransporte mit starken Zuwächsen im ersten Quartal. Nach vorläufigen Zahlen würden zum Jahresauftakt sowohl das EBITDA als auch das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) jeweils sehr deutlich über den Werten des Vorjahres liegen. Derzeit werde das EBITDA bei mindestens 1,5 Milliarden Euro erwartet nach 469 Millionen Euro im Vorjahr, teilt das Unternehmen mit. Für das EBIT erwartet der Vorstand mindestens 1,25 Milliarden Euro nach zuvor 160 Millionen. Für das laufende Geschäftsjahr 2021 erwarte der Konzern, dass die beiden Kennziffern jeweils deutlich steigen. Die Aktien der Reederei legen überdurchschnittlich zu und gewinnen mehr als sieben Prozent.

Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd 121,20

16:00 Uhr

Auslaufmodell: Adidas stellt US-Marke Reebok zum Verkauf

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller Adidas will sich von seiner US-Marke Reebok trennen. "Nach sorgfältiger Abwägung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Reebok und Adidas ihr Wachstumspotenzial unabhängig voneinander deutlich besser ausschöpfen können", sagt Vorstandschef Kasper Rorsted. Man habe deshalb einen Verkaufsprozess eingeleitet. Die Entscheidung für einen Verkauf hatte sich abgezeichnet, seit Rorsted an einer neuen Strategie für die nächsten fünf Jahre arbeitete. Reebok war mit einem Sparprogramm und einer Neuausrichtung auf die Fitness-Welle in den vergangenen Jahren zwar in die Gewinnzone zurückgekehrt, hatte aber nie die Wachstumsraten der Kernmarke Adidas erreicht.

Adidas hatte Reebok 2006 für mehr als drei Milliarden Euro gekauft, in der Hoffnung, damit dem größeren Konkurrenten Nike besser Paroli zu bieten. Finanzkreisen zufolge hat der Konzern die Investmentbank JP Morgan damit beauftragt, den Verkauf zu organisieren. Reebok könne rund eine Milliarde Euro einbringen. Der Aktienkurs gibt knapp ein Prozent nach.

Adidas
Adidas 291,60

15:49 Uhr

Dow & Co markieren neue Allzeithochs

Die Rekordjagd an der Wall Street geht nach dem verlängerten Wochenende weiter. Dow-Jones-Index, S&P-500 und Nasdaq-Composite haben kurz nach der Eröffnung neue Allzeithochs markiert. Es stützen weiterhin die Aussichten auf zusätzliche fiskalische Stimulierungsmaßnahmen und die anhaltende Unterstützung durch die Zentralbanken, um eine breite wirtschaftliche Erholung zu ermöglichen. Die Demokraten im Repräsentantenhaus wollen noch in dieser Woche eine legislative Vorlage von US-Präsident Joe Bidens Stimuluspaket in Höhe von 1,9 Billionen Dollar anfertigen.

Unterstützung kommt auch von guten US-Daten. So ist die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York im Februar stärker gestiegen als erwartet. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,3 Prozent auf 31.560 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite steigen ebenfalls um jeweils 0,3 Prozent.

Dow Jones
Dow Jones 31.402,01
S&P 500
S&P 500 3.824,25

 

15:12 Uhr

Tiktok bekommt Ärger mit Verbraucherschützern

Gegen den zum chinesischen Technologiekonzern Bytedance gehörenden Kurzvideodienst Tiktok sind verschiedene Beschwerden von europäischen Verbraucherschützern eingegangen. Es gehe um Verstöße gegen Verbraucherrechte, unangemessene Inhalte und mangelhaften Schutz von Kindern vor versteckter Werbung, teilt die europäische Vereinigung Beuc mit. Zusätzlich zur Beuc-Beschwerde melden Verbraucherschützer in 15 Ländern ähnliche Vorkommnisse bei ihren Behörden und forderten diese auf, aktiv zu werden. Ein Tiktok-Sprecher erklärte, gern an einem Treffen teilnehmen zu wollen, um sich die Argumente anzuhören. In den USA musste die vor allem bei Jugendlichen beliebte Video-App bereits eine Millionenstrafe wegen mangelnden Schutzes von Kindern zahlen, und in Italien wurden nach einem Todesfall die Altersangaben von Nutzern überprüft.

14:41 Uhr

Erdbeben: Toyota unterbricht Produktion

Der japanische Autobauer Toyota hat wegen eines Erdbebens im Nordosten des Landes 14 Produktionslinien in neun Fabriken vorübergehend eingestellt. Für drei bis vier Tage werde die Fertigung unter anderem von Lexus-Modellen unterbrochen. Das Erdbeben habe zwar keine wesentlichen Auswirkungen auf Toyotas Fabriken, aber es gebe einige Verzögerungen bei Zulieferern, sagte ein Sprecher.

Toyota
Toyota 61,60

14:02 Uhr

Bitcoin knackt erstmals Marke von 50.000 Dollar

Der Bitcoin-Höhenflug hat die Digitalwährung erstmals in ihrer Geschichte über die Marke von 50.000 Dollar getrieben. Auf der Handelsplattform Bitstamp steigt der Kurs zuletzt um knapp fünf Prozent auf 50.331 Dollar.

Der Bitcoin befindet sich seit Wochen und Monaten im Höhenflug, der sich zuletzt noch einmal beschleunigte. Allein seit Weihnachten hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, seit dem Spätsommer sogar verfünffacht. Beflügelt wurde der Kurs zuletzt vor allem durch den Elektroautohersteller Tesla. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Milliardenbetrag in Bitcoin investiert und beabsichtigt, die Digitalwährung künftig als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Das weckt die Hoffnung, dass auch andere Unternehmen folgen könnten, was die Akzeptanz von Bitcoin steigern würde.

 

13:45 Uhr

834-Millionen-Strafe für zwei Pharmariesen

Ein Gericht in Hawaii hat die beiden Pharmakonzerne Bristol-Myers und Sanofi wegen mangelnder Aufklärung über Risiken ihres Blutverdünners Plavix zu einer Geldstrafe von insgesamt 834 Millionen Dollar verdonnert. Richter Dean Ochiai in Honolulu kam zu dem Schluss, dass die Unternehmen von 1998 bis 2010 unlautere und irreführende Geschäftspraktiken betrieben, indem sie das Etikett des Arzneimittels nicht änderten, um Ärzte und Patienten zu warnen, obwohl sie einige der Risiken kannten. Studien ergaben, dass das Medikament bei etwa 14 Prozent der chinesischen Patienten nicht richtig wirkt, verglichen mit vier Prozent bei schwarzen und zwei Prozent bei weißen Patienten.

Bristol-Myers Squibb
Bristol-Myers Squibb 50,97
Sanofi
Sanofi 75,76

 

13:24 Uhr

Michelin trotzt Einbruch mit Zuversicht

Der französische Reifenhersteller Michelin hat im vergangenen Jahr einen Einbruch beim Gewinn und Umsatz verzeichnet, sieht 2021 jedoch mit Zuversicht entgegen. Der Nettogewinn sei auf 625 Millionen Euro von 1,7 Milliarden 2019 gesunken, teilte Michelin mit. Der Umsatz fiel um 15 Prozent auf 20 Milliarden Euro. Zwar bleibe der Ausblick für 2021 wegen der Coronavirus-Pandemie unsicher. Man rechne jedoch mit einem Wachstum der relevanten Märkte um bis zu zehn Prozent. Michelin kündigte eine Dividendenerhöhung an.

Michelin
Michelin 118,20

12:57 Uhr

Mehr als 230 Prozent: Aktien von Cannabis-Firma heben ab

Nach der Premiere der ersten Cannabis-Aktie an der Londoner Börse schweben Anleger auf Wolke sieben. Die Titel der israelischen Firma Kanabo steigen an ihrem ersten Handelstag um mehr als 230 Prozent auf 22 Pence. Das Unternehmen war zuvor von einem börsennotierten Übernahmevehikel geschluckt worden. London könnte sich zur europäischen Hauptbörse für Cannabis-Werte entwickeln, prognostiziert Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Bislang sind diese Unternehmen meist in New York oder Toronto gelistet.

12:39 Uhr

Trotzt Wall Street der Kältewelle?

Die jüngste Rekordjagd an der Wall Street dürfte nach dem verlängerten Wochenende am Dienstag weitergehen. Weiter stützen die Aussichten auf zusätzliche fiskalische Stimulierungsmaßnahmen und die anhaltende Unterstützung durch die Zentralbanken, um eine breite wirtschaftliche Erholung zu ermöglichen. Die Demokraten im Repräsentantenhaus wollen noch in dieser Woche eine legislative Vorlage von US-Präsident Joe Bidens Stimuluspaket in Höhe von 1,9 Billionen Dollar anfertigen.

Auch die Einführung weiterer Impfstoffe, der Rückgang der Covid-19-Infektionszahlen in vielen Ländern und die fortschreitenden Impfungen stärken das Vertrauen in eine baldige Überwindung der Coronavirus-Pandemie.

Der S&P-Future gewinnt aktuell 0,4 Prozent. Auf Schlusskursbasis am Freitag hatten alle drei Leitindizes neue Allzeithochs markiert. Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist relativ übersichtlich. Es wird lediglich der Empire State Manufacturing Index für Februar veröffentlicht. Hier wird mit einem Anstieg gerechnet.

S&P 500
S&P 500 3.824,25

Besonders die Energiewerte dürften mit der Kältewelle in den USA im Blickpunkt stehen. "Diese arktischen Temperaturen erhöhen die Nachfrage nach Öl und Heizung. Das ist eindeutig etwas, das man beobachten muss", sagt Carsten Brzeski, globaler Leiter des Makro-Research der ING Groep.

Auch die US-Berichtssaison bleibt weiter im Fokus. "Die bislang vorgelegten Ergebnisse haben überwiegend deutlich über den Erwartungen gelegen", sagt Charles Hepworth, Investment- Director bei GAM Investments. Starke Unternehmenszahlen und der Beginn der Impf-Kampagnen haben die Investoren dazu veranlasst, optimistischer zu werden, was die am stärksten von der Pandemie betroffenen Sektoren betrifft, ergänzt der Teilnehmer.

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11:52 Uhr

Kupfer ist so teuer wie zuletzt vor neun Jahren

In der Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage decken sich Anleger mit Kupfer ein. Das wichtige Industriemetall gewinnt 0,5 Prozent und ist mit 8437 Dollar je Tonne so teuer wie zuletzt vor neun Jahren.

11:33 Uhr

Finanzexperten werden zuversichtlicher, Dax reagiert

An der Börse wird in erster Linie die Zukunft gehandelt: Dass der Dax auf die frischen ZEW-Konjunkturdaten positiv reagiert, überrascht da nicht. Der Leitindex dreht aus dem Minus leicht ins Plus und notiert um 14.120 Zähler - rund 50 Punkte vom Allzeithoch entfernt.

Das Barometer ihrer Erwartungen der Finanzexperten für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten steigt im Februar überraschend um 9,4 Punkte auf 71,2 Zähler, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) g zu seiner monatlichen Umfrage unter Analysten und Anlegern mitteilt. Ökonomen hatten hingegen mit einem Rückgang auf 59,6 Zähler gerechnet. Die konjunkturellen Lage wurde diesmal geringfügig schlechter bewertet.

Die Finanzmarktexperten schauen optimistisch in die Zukunft, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Ergebnisse der Umfrage. "Sie sind zuversichtlich, dass die deutsche Wirtschaft auf Sicht von sechs Monaten wieder auf Wachstumskurs sein wird", sagt er. "Vor allem bei Konsum und Handel wird ein deutlicher Aufholprozess erwartet." Damit einhergehe auch eine höhere Inflationserwartung.

10:51 Uhr

Bergbauriese Glencore ist im Aufwind

Starke Quartalsergebnisse und die Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen ermuntern Anleger zum Einstieg bei Glencore. Die Aktien des Bergbaukonzerns steigen in London um gut vier Prozent auf ein Zweijahreshoch von 293,9 Pence. Das operative Ergebnis habe die Markterwartungen übertroffen, lobte Analyst Ben Davis von der Investmentbank Liberum. Die Dividende von 0,12 Dollar je Aktie hätte angesichts der guten Geschäftsaussichten aber etwas höher ausfallen können.

Glencore
Glencore 3,46

10:33 Uhr

Bafin erhöht Druck auf Lebensversicherer

Die Finanzaufsicht Bafin fordert von Lebensversicherern besser nachvollziehbare Pläne, wie sie bis 2032 auf die geforderten Kapitalpolster kommen wollen. Rund ein Viertel der 83 deutschen Lebensversicherer erfüllen die Kapitalanforderungen nach dem EU-Aufsichtsregime "Solvency II" nur dank der Übergangsregelungen, heißt es im "Bafin-Journal". Sie müssen der Aufsichtsbehörde aber jährlich darlegen, wie sie bis 2032 - wenn die Regelungen auslaufen - die Kapitalanforderungen schaffen wollen. "Aber an der Nachvollziehbarkeit hapert es nach Ansicht der Bafin immer wieder", heißt es in dem Bericht. Die Prognosen zur Entwicklung der Eigenmittel seien oft zu vage, zu pauschal oder unplausibel. "Das muss aus Sicht der Bafin besser werden."

Das Solvency-Regelwerk der EU aus dem Jahr 2016 fordert, dass Versicherer ihre künftigen Verpflichtungen zu mindestens 100 Prozent mit Eigenmitteln abdecken können. Das schaffen nur etwa drei Viertel der Lebensversicherern, da sie ihren Kunden jahrzehntelang hohe Zinsen versprochen haben. Sie können zwar Übergangsregelungen in Anspruch nehmen, müssen sich den 100 Prozent aber bis 2032 schrittweise nähern.

10:10 Uhr

Bitcoin fehlen 28 Dollar

Der Bitcoin rückt der psychologisch wichtigen Marke von 50.000 Dollar immer näher. Die Cyber-Devise steigt rund vier Prozent auf ein Rekordhoch von 49.972,75 Dollar. "Viele Anleger haben an der 50.000-Dollar-Marke offensichtlich ein persönliches Limit gesetzt", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Für den Sprung über diese Barriere brauche es womöglich erneut positive Entwicklungen.

Bitcoin
Bitcoin 47.384,50

09:08 Uhr

"Bei 14.169 liegt die Dax-Latte"

Am deutschen Aktienmarkt winkt dem Dax im Dienstagshandel ein neues Allzeithoch. Zum Start hält sich der deutsche Börsenleitindex zwar noch zurück, nachdem er vorbörslich schon einmal in Richtung 14.169 Punkten geschielt hat. In den Handel zieht der Dax mit einem Aufschlag von 0,1 Prozent auf 14.130 Zähler. "Dicke positive Vorzeichen aus Asien stützen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Weitere, vielleicht die entscheidenden Impulse könnte der ZEW-Index um 11.00 Uhr liefern - oder aber dann eine positiv in den Handel gehende Wall Street", erläutert er. "Bei 14.169 liegt die Dax-Latte."

08:19 Uhr

Ölpreis-Höhenflug dauert an

Die Ölpreise bleiben im Höhenrausch. Allerdings können sie nicht mehr so stark zulegen wie an den beiden vorangegangenen Handelstagen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 63,50 US-Dollar. Das sind 20 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt 72 Cent auf 60,19 Dollar.

Zum Wochenauftakt hatten sowohl der Preis für US-Öl als auch für Rohöl aus der Nordsee jeweils den höchsten Stand seit Anfang 2020 erreicht. Unter anderem wurden die Ölpreise durch eine Kursschwäche des US-Dollars gestützt, die das in Dollar gehandelte Öl in Regionen außerhalb des Dollarraums günstiger macht und die Nachfrage verstärkt.

Außerdem sorgt eine frostige Witterung in Teilen der USA für Förderausfälle und Engpässe beim Transport und der Verarbeitung von Rohöl. Experten schätzen den aktuellen Förderausfall in den USA derzeit auf mehr als eine Million Barrel pro Tag.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67
Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,05

 

08:07 Uhr

Arbeitslosigkeit in Frankreich sinkt trotz Krise

Trotz der zweiten Corona-Welle ist die Zahl der Arbeitslosen in Frankreich am Jahresende 2020 geschrumpft. Sie nahm von Oktober bis Dezember um 340.000 auf 2,4 Millionen ab, wie das Statistikamt Insee in Paris mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank von 9,1 auf 8,0 Prozent und lag damit nur noch um 0,1 Punkte über dem Niveau des vierten Quartals 2019, dem letzten Quartal vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Zwar stieg die Beschäftigung am Jahresende, doch nahm zugleich die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden wegen der Corona-Beschränkungen für viele Branchen wie das Gastgewerbe ab. Außerdem konnten sich viele Franzosen im Lockdown nicht aktiv auf Jobsuche begeben, weil viele Unternehmen geschlossen blieben. Normalerweise wären sie als arbeitslos gezählt worden.

07:45 Uhr

Dax höher erwartet: Anleger sehen Licht

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Ohne Impulse von der feiertagsbedingt geschlossenen Wall Street hatte er am Montag 0,4 Prozent höher bei 14.109 Punkten geschlossen. "Auch wenn die Coronavirus-Pandemie sich noch lange nicht aus den Augen und damit aus dem Sinn von Börsianern befindet, wächst die Hoffnung, dass das Licht am Ende des Tunnels sukzessive heller wird und damit näher rückt", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Die Rekordjagd von Dow Jones, Dax & Co. ist Experten zufolge noch nicht beendet. Nach einer Flut von Firmenbilanzen können Investoren aber einen Tag lang durchatmen.

07:22 Uhr

Pfund setzt Höhenflug fort

Die Händler am Devisenmarkt warten am Dienstag zunächst auf frische Impulse. Der Euro bewegt sich unter dem Strich bislang kaum. Die Gemeinschaftswährung wird zu 1,2137 Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Montagaabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,2129 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprechen von einem impulsarmen Handel. Am Montag blieben die Finanzmärkten in den USA wegen eines Feiertags geschlossen und fielen somit als Orientierungspunkt für Investoren aus. Erst im weiteren Handelsverlauf könnten Konjunkturdaten für neue Impulse sorgen. Auf dem Programm stehen unter anderem eine weitere Schätzung zur Wirtschaftsleistung der Eurozone im vierten Quartal 2020 und ein Stimmungsindikator für die deutsche Wirtschaft.

Erneut zählt das britische Pfund zu den Gewinnern am Devisenmarkt, das zu allen wichtigen Währungen zulegt. Im Handel mit dem US-Dollar erreicht das Pfund am frühen Morgen bei 1,3952 Dollar den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Marktbeobachter verweisen auf jüngste Aussagen des britischen Premierministers Boris Johnson. Der hatte deutlich gemacht, dass der aktuelle Lockdown in Großbritannien im Kampf gegen die Corona-Pandemie der letzte sein soll.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22
Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,40

 

07:19 Uhr

Asiatische Börsen weiter in Hochstimmung

Der Optimismus der Anleger über die globale wirtschaftliche Erholung und in Erwartung niedriger Zinsen treibt die asiatischen Börsen weiter an. "Es gibt ein klares Gefühl dafür, dass die Zinsen noch einige Zeit niedrig bleiben und der Appetit der Investoren auf Aktien stark bleibt, sodass wir wahrscheinlich sehen werden, dass sich die Märkte noch einige Zeit halten", sagte John Milroy, Berater bei Ord Minnett.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,7 Prozent höher bei 30.604 Punkten und kletterte auf ein 30-Jahres-Hoch.
  • Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1 Prozent und lag bei 1973 Punkten.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent.
  • In Hongkong stieg der Hang Seng Index um 1,79 Prozent und erreichte ein 32-Monats-Hoch an seinem ersten Handelstag nach dem Mond-Neujahr-Fest.
  • Die Märkte auf dem chinesischen Festland sind wegen der Feiertage bis Donnerstag geschlossen.
Nikkei
Nikkei 29.411,38