Dienstag, 17. Dezember 2019Der Börsen-Tag

mit Jan Gänger
17:38 Uhr

Dax verzeichnet Verluste

Der Frankfurter Aktienmarkt geht unentschlossen in den Feierabend. Der Dax verliert 0,8 Prozent auf 13.287 Punkte, während der MDax 0,1 Prozent auf 28.298 Zähler zulegt. Der TecDax gibt 0,8 Prozent auf 3060 Punkte ab.   

17:23 Uhr

Airline verlängert 737-Max-Flugverbot

Angesichts der hohen Ungewissheit um Boeings Krisenjet 737 Max stellen sich die großen US-Fluggesellschaften auf eine andauernde Zwangspause ein. Nun kündigte auch Southwest Airlines an, die nach zwei verheerenden Abstürzen mit Startverboten belegten Maschinen noch länger aus dem Flugplan zu streichen. Die 737 Max werde voraussichtlich bis zum 13. April nicht mehr eingesetzt. 

Vergangene Woche hatte bereits Southwests Konkurrent American Airlines bekanntgegeben, bis in den April nicht mehr mit Einsätzen des Unglücksfliegers von Boeing zu planen. Die Fluggesellschaften gehen also inzwischen davon aus, dass der Ausfall des wichtigen Modells, das seit Mitte März nicht mehr starten darf, mehr als ein Jahr andauern wird.

Auf eine rasche Wiederzulassung der 737 Max deutet derzeit wenig hin. Für die Airlines, die schon zahlreiche Flüge streichen mussten und auf viele bestellte Jets warten, wird die Lage damit noch schwieriger

16:54 Uhr

Milliardärsfamilie bringt Jacobs-Kaffee an die Börse

Die deutsche Milliardärs-Familie Reimann will ihr Kaffee-Geschäft rund um die Marken Jacobs und Douwe Egberts im nächsten Jahr an die Börse bringen. Ein Sprecher der Reimann-Holding JAB bestätigte die Pläne, wollte sich aber zu Details nicht äußern.

Nach einem Bericht der "Financial Times" soll der Börsegang bis zu drei Milliarden Euro schwer werden und wohl in Amsterdam - der Heimat der niederländischen Traditionsmarke Douwe Egberts - stattfinden. Vor dem Schritt solle der weltweit zweitgrößte Kaffee-Röster Jacobs Douwe Egberts (JDE) mit der US-Kaffeehauskette Peet's Coffee fusionieren, die bereits zum Imperium der Familie gehört, sagte der Sprecher. Die künftige JDE Peet's komme damit auf rund sieben Milliarden Euro Umsatz.

Der Löwenanteil davon entfällt auf Kaffeebohnen und Kapsel-Marken wie "Tassimo" und "Senseo" und "Pickwick"-Teebeutel.

16:36 Uhr

Trump feiert Börsenrekord

Der S&P 500 setzt zu Handelsbeginn in New York seine Aufwärtsfahrt fort und erreicht ein Rekordhoch von 3198 Punkten. Danach fällt er wieder etwas zurück und hält sich derzeit knapp im Plus.

Donald Trump ist derweil in Feierlaune. "Der Aktienmarkt hat gestern ein neues Rekordhoch erreicht", twittert er kurz nach Börsenstart. Das sei in den letzten drei Jahren [also in seiner bisherigen Amtszeit] 133 Mal passiert.

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15:45 Uhr

US-Regierung nimmt nach China-Deal die EU ins Visier

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Donald Trump

USA TODAY Sports

Nach der Teileinigung im Handelsstreit mit China richtet die US-Regierung nun ihren Blick nach Europa. Das US-Handelsdefizit könne ohne einen Abbau des Defizits mit der Europäischen Union nicht gesenkt werden, sagte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer dem Sender Fox Business News. Es gebe ein grundlegendes Handelsproblem mit Europa. Es müssten Wege gefunden werden, mehr Waren in die EU zu verkaufen. Präsident Donald Trump sei das Thema sehr wichtig.

Vor allem mit Deutschland haben die USA ein großes Handelsdefizit.

15:31 Uhr

Varta und Teamviewer - Frischer Input für den MDax

Der MDax bekommt am nächsten Montag zwei neue Mitglieder. Mit dem Batteriehersteller Varta und dem Softwareunternehmen Teamviewer rücken zwei Unternehmen auf, deren Aktien 2019 deutlich nach oben geklettert sind. Friedhelm Tilgen spricht mit Kemal Bagci von der BNP Paribas über die Entwicklung beider Aktien und wie Trader mit Hebelinstrumenten darauf setzen können.

 

15:11 Uhr

Palladium-Korrektur "kann ziemlich brutal sein"

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REUTERS

Palladium nimmt die Marke von 2000 Dollar je Feinunze ins Visier, gibt dann aber seine Gewinne wieder ab. Das Edelmetall, das unter anderem von Autoherstellern benötigt wird, kostet mit 1965,83 Dollar 0,6 Prozent weniger als gestern.

Ole Hansen, Analyst bei der Saxo Bank begründet das unter anderem mit Engpässen im Markt. Außerdem sei der Markt wenig liquide. "Das heißt, wenn wir eine Korrektur sehen, kann sie ziemlich brutal sein und den Palladium-Preis in Richtung 1850 Dollar abstürzen lassen, auch wenn es dafür derzeit keine Anzeichen gibt."

14:35 Uhr

VW-Beteiligung verschreckt mit trübem Ausblick

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REUTERS

Der amerikanische Nutzfahrzeughersteller Navistar hat nach einem Umsatz- und Gewinneinbruch im vierten Geschäftsquartal einen enttäuschenden Ausblick für das neue Geschäftsjahr 2019/20 gegeben. Der Umsatz dürfte noch stärker sinken als ohnehin am Markt schon befürchtet. Investoren reagieren nervös, im vorbörslichen US-Handel verliert die Aktie 4,2 Prozent an Wert.

Für das neue Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen, an dem die Volkswagen AG beteiligt ist, mit einem Umsatz zwischen 9,25 Milliarden und 9,75 Milliarden Dollar. Analysten hatten bisher im Schnitt 10,01 Milliarden Dollar prognostiziert.

14:00 Uhr

Neue Beschattungs-Vorwürfe bei Credit Suisse

Die Schweizer Großbank Credit Suisse leitet eine Untersuchung zur Klärung einer möglichen Überwachung des früheren Personalchefs Peter Goerke ein. "CS wird die in den Medien dargestellten neuen Erkenntnisse mit internen und externen Abklärungen überprüfen", sagt ein Sprecher der Bank Zuvor hatte die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) berichtet, dass Goerke im Februar drei Tage lang verdeckt überwacht worden sei. Die Umstände deuteten darauf hin, dass Credit Suisse über einen Mittelsmann den Auftrag zu dieser Beschattung gegeben habe, so die Zeitung.

Credit Suisse
Credit Suisse 12,70

Damit geraten Konzernchef Tidjane Thiam und Präsident Urs Rohner erneut in den Fokus, nachdem sie die Überwachung eines anderen CS-Managers im Herbst als isoliertes Ereignis bezeichnet hatten.

Kurz nach der angeblichen Überwachung gab die Bank bekannt, dass Goerke aus der Geschäftsleitung ausscheide und Berater der Bank werde.

Der Fall erinnert an ein anderes Ereignis, das nicht nur dem Ruf der Credit Suisse, sondern dem gesamten Schweizer Finanzplatz Schaden zufügte. Im September war der Chef des Internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts, Iqbal Khan, beschattet worden. Dem voraus ging ein Streit zwischen Thiam und seinem möglichen Nachfolger Khan auf einer privaten Party.

Khan trat Mitte des Jahres bei CS zurück und begann im Oktober beim Erzrivalen UBS. Credit Suisse wollte offenbar verhindern, dass Khan Mitarbeiter oder Kunden zu seinem neuen Arbeitgeber mitnimmt und ließ ihn beschatten. Doch nach einem filmreifen öffentlichen Streit zwischen Khan und einem der Detektive in der Zürcher Innenstadt flog der Fall auf.

13:41 Uhr

Telekom macht mehr E-Sport

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Zuschauer verfolgen in Paris auf riesigen Monitoren den Spielverlauf bei der E-Sport WM League of Legends.

picture alliance/dpa

Die Deutsche Telekom baut ihr Engagement im E-Sport aus und beteiligt sich mit 25 Prozent an dem E-Sport-Spezialisten SK Gaming. Neben der Telekom halten auch der Autobauer Daimler und der Fußballclub 1. FC Köln jeweils ein Viertel an SK Gaming. Die restlichen 25 Prozent besitzt Unternehmensgründer Alexander Müller.

Im E-Sport treten einzelne Spieler oder Mannschaften online live vor Publikum an. Die 1997 gegründete Firma SK Gaming schickt mehrere Teams in Wettbewerbe wie "League of Legends" oder im Fußball-Simulationsspiel "Fifa".

13:29 Uhr

Irrtum wird für Nachrichtenagentur richtig teuer

Wegen Verbreitung von Falschnachrichten hat die französische Finanzaufsicht die Nachrichtenagentur Bloomberg zu einer Strafe von fünf Millionen Euro verurteilt. Die Finanznachrichten-Agentur habe im Jahr 2016 in einem Bericht über den französischen Bauriesen Vinci Informationen verbreitet, die sie "als falsch hätte erkennen müssen", teilt die Finanzaufsicht mit. Die Mitteilung hatte einen Kurssturz der Vinci-Aktien ausgelöst. Bloomberg kündigte Einspruch gegen die Geldbuße an.

Vinci
Vinci 100,25

Bloomberg und andere Medien hatten nach Angaben der Pariser Finanzaufsicht AMF den Inhalt einer gefälschten Pressemitteilung ungeprüft übernommen. Darin hieß es, Vinci habe wegen "sehr schwerer" Unregelmäßigkeiten in Milliardenhöhe eine Rechnungsprüfung veranlasst. Zudem sei der Finanzvorstand entlassen worden. In der Folge stürzten die Kurse des französischen Baukonzerns im November 2016 um knapp ein Fünftel ab.

Nach Ansicht der Finanzaufsicht hielt sich Bloomberg nicht an journalistische Grundsätze, "da keine Überprüfung der Informationen vor der Veröffentlichung erfolgte". Dabei habe der Inhalt der angeblichen Konzern-Mitteilung auf einen "brutalen und sofortigen Kurssturz an der Börse schließen lassen", Vorsicht sei also geboten gewesen. 

Die gefälschte Pressemitteilung war in ihrer Aufmachung kaum zu unterscheiden von offiziellen Papieren des Bauriesen. Allerdings wurde sie auf einer gefälschten Vinci-Webseite mit falscher URL veröffentlicht, zudem war die Handynummer des Konzernsprechers falsch.

Die US-Agentur bezeichnete sich selbst als eines "Opfer einer raffinierten Falschmeldung". Anstatt die Urheber des Betrugs aufzuspüren, bestrafe die AMF nun Medienunternehmen.

13:02 Uhr

Dax gibt nach

Erst einmal Gewinne sichern – das ist derzeit die Devise viele Anleger. Der Dax war bereits am Morgen mit leichten Verlusten gestartet, derzeit beträgt das Minus 0,7 Prozent auf 13302 Punkte. Trotz der aktuellen Verschnaufpause hoffen Börsianer weiterhin auf die Jahresendrally und auf die Bestmarke bei 13.596 Punkten aus dem Januar 2018.

Dax
Dax 13.323,69

Der MDax verliert 0,2 Prozent auf 28 192 Zähler. Auch europaweit läuft der Handel verhalten. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 geht es um 0,6 Prozent abwärts.

Triebfeder für die jüngsten Kursgewinne an den internationalen Handelsplätzen ist vor allem die Teileinigung zwischen USA und China im Handelskonflikt.

Auf Unternehmensseite kommen Nachrichten vor allem aus den hinteren Börsenreihen. Mit einem erneuten Dividendenausfall enttäuscht der Elektronikhändler Ceconomy - die Anteile der im SDax notierten Mutter der Ketten Media Markt und Saturn gehören mit einem Minus von mehr als dreieinhalb Prozent zu den schwächsten Werten. 

Corestate zählen indes mit gut drei Prozent Kursplus zu den Favoriten im Index. Bei den Anlegern kommt gut an, dass sich Gründer Ralph Winter in einer Privatplatzierung von einem Großteil seiner Aktien an dem Immobilienunternehmen trennt.

12:48 Uhr

Brexit-Angst drückt Immobilienaktien

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Boris Johnson.

REUTERS

Wieder aufkommende Furcht vor einem ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens Ende 2020 lasten auf den Aktien der britischen Baufirmen. Der entsprechende Index gibt zeitweise 2,4 Prozent nach und steuert auf den stärksten Kursrückgang seit etwa zwei Monaten zu.

Die Papiere von großen Firmen wie Berkeley, Barratt, Taylor Wimpey oder Persimmon verlieren mehr als vier Prozent, Intu Properties sogar 7,7 Prozent. Die Baubranche ist besonders stark von der Binnenwirtschaft abhängig.

Der britische Premierminister Boris Johnson pocht auf den Abschluss eines Freihandelsabkommens mit der EU bis spätestens 2020 und will eine Verlängerung gesetzlich ausschließen lassen. Damit steige die Gefahr eines harten Brexit zum Ende kommenden Jahres, sagte Michael Hewson, Chef-Marktanalyst beim Brokerhaus.

12:26 Uhr

Boeing leidet

Boeing gerät immer tiefer in den Strudel des Skandals um das Unglücksmodell 737 Max. Weil die US-Luftfahrtbehörde FAA eine Wiederzulassung des Fliegers für dieses Jahr ausschließt, stoppt Boeing die Fertigung der 737 Max ab Januar vorübergehend komplett. Boeing-Aktien verlieren vor Börsenstart in New York 1,3 Prozent an Wert.

Boeing
Boeing 286,00

Die Zulieferer Safran und Senior brechen in der Spitze um vier beziehungsweise um rund neun Prozent ein, während Airbus-Aktien leicht zulegen. Die Analysten der Credit Suisse erklärten, es sei schwer, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Entscheidung von Boeing einzuschätzen, ohne mehr über die Dauer des Produktionsstopps und die Lieferbedingungen zu wissen

11:47 Uhr

Johnson treibt das Pfund in den Keller

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REUTERS

Der Verzicht auf eine längere Brexit-Übergangsfrist setzt dem Pfund zu. Die britische Währung sackt um 1,2 Prozent ab auf 1,3173 Dollar ab und büßt damit den größten Teil der Kursgewinne nach der Wahl vom Donnerstag wieder ein.

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,30

Premierminister Boris Johnson will Medienberichten zufolge eine Verlängerung der Übergangsphase nach dem Brexit gesetzlich blockieren. Demnach müsste dann nach dem EU-Austritt Großbritanniens zum 31. Januar binnen elf Monaten ein Handelsabkommen mit der Staatengemeinschaft ausgehandelt werden. Der EU-Unterhändler Michel Barnier sagte, elf Monate würden nicht ausreichen, um ein umfassendes Abkommen auszuhandeln.

Der Markt habe zuletzt das Brexit-Risiko zurückgedrängt und sich auf einen geordneten EU-Austritts des Königreichs gefreut, so Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. Nun sei Ernüchterung eingekehrt. "Dass das noch nicht das Ende der Geschichte ist, war aber zuvor schon klar." Johnson habe bereits in seinem Wahlprogramm betont, den EU-Austritt bis zum Jahresende 2020 abzuschließen. "Damit ist das Risiko eines harten Brexit nur aufgeschoben, nicht aufgehoben."

11:14 Uhr

Samsung-Manager muss hinter Gitter

Ein Gericht in Südkorea hat den Verwaltungsratschef von Samsung Electronics, Lee Sang Hoon, zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Dem Manager und rund 25 weiteren Angeklagten wurde vorgeworfen, Gewerkschaftsarbeit bei Subunternehmen des weltgrößten Handyherstellers sabotiert zu haben.

Samsung habe 2013 die Arbeit der Arbeitnehmervertreter bei Samsung Electronics Service behindert und unter anderem Gewerkschaftsmitglieder bespitzelt, so das Gericht.

Bereits vergangene Woche wurde der Vize-Präsident von Samsung, Kang Kyung Hoon, zu einer 16-monatigen Gefängnisstrafe aus ähnlichen Gründen verurteilt. Der Top-Manager soll bei einer anderen Tochterfirma von Samsung gewerkschaftsfeindlich tätig gewesen sein.

11:03 Uhr

Cum-Ex-Anwalt muss vor Gericht

In Deutschland steht ein weiterer aufsehenerregender Prozess wegen Cum-Ex-Steuertricks mit Dividendenpapieren bevor. Nach zweijähriger Prüfung eröffnete das Landgericht Wiesbaden das Hauptverfahren gegen insgesamt sechs Angeklagte. Die Termine für die Hauptverhandlung sind bisher noch nicht bestimmt.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hatte im September 2017 Anklage gegen den Rechtsanwalt Hanno Berger und fünf ehemalige Händler der HypoVereinsbank wegen schwerer Steuerhinterziehung erhoben, die dem Fiskus nach früheren Angaben einen Schaden von mehr als 100 Millionen Euro zugefügt haben sollen. Seitdem prüfte das Landgericht Wiesbaden, ob es die Anklage zulässt. Berger, der als einer der Schlüsselfiguren im Cum-Ex-Skandal gilt, hat die Vorwürfe wiederholt bestritten.

Bei den Cum-Ex-Geschäften ließen sich Anleger die einmal gezahlte Kapitalertragsteuer auf Aktiendividenden mit Hilfe ihrer Bank mehrfach erstatten. Dazu verschoben sie um den Dividendenstichtag herum untereinander Aktien mit (lateinisch: "Cum") und ohne ("Ex") Dividendenanspruch.

Ein  Interview mit Hanno Berger lesen Sie hier.

10:22 Uhr

Palladium mit Rekordpreis

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imago images/ITAR-TASS

Der Höhenflug von Palladium scheint kein Ende zu nehmen. Der Preis für das Edelmetall, das mittlerweile deutlich mehr kostet als Gold, steigt erstmals über die Marke von 2000 US-Dollar. Im Hoch wurden je Feinunze (etwa 31 Gramm) 2000,35 Dollar erreicht. Damit ist der Palladiumpreis im laufenden Jahr um rund 57 Prozent gestiegen.

Palladium
Palladium 2.298,30

Analysten nennen sowohl wirtschaftliche als auch spekulative Gründe für den rasanten Preisanstieg. Zu ersteren gehören Angebotsengpässe, unter anderem aufgrund von Produktionsausfällen in Südafrika. Dort macht vor allem die Stromversorgung Probleme, weshalb immer wieder Minen still stehen und es zu Förderausfällen kommt. Hinzu kommt, dass die Nachfrage nach Palladium in der Autoindustrie hoch bleibt.

Allerdings verweisen Marktbeobachter auch auf spekulative Übertreibungen. "Der Preisanstieg scheint übertrieben, ein Ende ist aber nicht abzusehen", heißt es etwa von den Volkswirten der Dekabank.

Das Edelmetall wird unter anderem für die Produktion von Benzinkatalysatoren verwendet.

09:19 Uhr

Dax atmet tief durch

Nach seiner jüngsten Rekordjagd legt der Dax eine Verschnaufpause ein. Der deutsche Leitindex gibt um 0,3 Prozent auf 13.356 Punkte nach, nachdem er gestern bei 13.425 Zählern sein bisher höchstes Niveau in diesem Jahr erreicht hatte.

Dax
Dax 13.323,69

Nach der Annäherung der USA und China im Zollstreit und dem Wahlsieg von Boris Johnson in Großbritannien bleibe die Stimmung an den Börsen aber weiterhin positiv, sagen Marktbeobachter. Börsianer schielen deshalb bereits auf die Bestmarke im Dax bei 13.596 Punkten aus dem Januar 2018.

Der MDax, der gestern eine weitere Bestmarke erobert hatte, rückt um 0,1 Prozent auf 28. 288 Zähler vor.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 geht es um 0,3 Prozent auf 3758 Punkte abwärts. Gestern war er auf den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2015 geklettert.

08:31 Uhr

Ölpreise verharren auf Vortagsniveau

Ölpreis
Ölpreis 59,74

Die Ölpreise haben sich zunächst kaum verändert. Händler sprachen von fehlenden Impulsen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 65,35 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) lag ebenfalls kaum verändert bei 60,19 Dollar.

Profitiert haben die Ölpreise in den vergangenen Tagen von der Einigung zwischen den USA und China auf ein erstes Abkommen zur Beilegung ihres Handelsstreits. Obwohl die Skepsis groß ist, dass sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt umfänglich einigen können, hat die Teileinigung die Zuversicht am Rohölmarkt erhöht. Angetrieben wurden die Preise zuletzt auch von einer zusätzlichen Förderkürzung durch das Ölkartell Opec

08:08 Uhr

Dax kaum verändert erwartet

Dax
Dax 13.323,69

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Am Montag war er 0,9 Prozent fester bei 13.407,66 Punkten aus dem Handel gegangen. Börsianer erwarten nach der Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China eine Fortsetzung der Weihnachtsrally. Die USA erwarten einen Exportschub von der Vereinbarung. Aufschluss über die Stärke der US-Wirtschaft erhoffen sich Anleger aus den Daten zur US-Industrieproduktion, die am Nachmittag vorgelegt werden.

Bei den Einzelwerten im Fokus steht Ceconomy: Die kriselnde Elektronikhandelsholding streicht erneut die Dividende. Aus den USA stehen die Ergebnisse des Logistikunternehmens Fedex und des Softwarerriesen Oracle an.

Schlusskurse europäischer Indizes   

Dax                                  13.407,66
Dax-Future                      13.398,50
EuroStoxx50                       3.772,74
EuroStoxx50-Future           3.770,00    

07:51 Uhr

Euro bewegt sich kaum

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Euro hat sich im frühen Handel kaum von der Stelle bewegt. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1145 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Montagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1146 Dollar festgesetzt. Am heutigen Dienstag stehen nur wenige Konjunkturdaten an, die für größere Bewegung am Devisenmarkt sorgen könnten. In den USA werden unter anderem Produktionszahlen aus der Industrie veröffentlicht. Im Euroraum könnten Daten vom Außenhandel das Interesse wecken. Zudem äußern sich einige hochrangige Notenbanker.

06:57 Uhr

Handelsdeal beflügelt Asiens Börsen

Der Handelsdeal zwischen den USA und China und die Rekordstände der Wall Street haben am die Börsen in Asien beflügelt. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um bis zu 0,6 Prozent und lag damit auf dem höchsten Stand seit Juli 2018. In Japan lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent im Plus bei 24.030 Punkten, so hoch wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Die Börse in Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen kletterten jeweils um ein Prozent. Anleger setzen darauf, dass der Teilvertrag, der in der ersten Januar-Woche unterschrieben werden soll, die Unruhe über die Streitigkeiten aus dem Markt nimmt.