Dienstag, 18. Juni 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax gewinnt am "Draghi-Tag" fast 250 Punkte

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die europäischen Aktienmärkte sind am heutigen Nachmittag regelrecht aufwärts gestürmt. Bereits zuvor hatte EZB-Präsident Mario Draghi mit taubenhaften Tönen wahre Wunder bewirkt. Nach Startverlusten drehten die Märkte ins Plus und liefen in der Folge weiter hoch, getrieben von der Hoffnung auf lang anhaltende Niedrigzinsen.

Der Dax gewann 2,0 Prozent und schloss bei 12.332 Punkten - damit stieg er um fast 250 Punkte. Der MDax kletterte um 1,2 Prozent auf 25.606 Zähler. Der TecDax legte um 1,8 Prozent auf 2844 Stellen zu. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 2,2 Prozent auf 3457 Punkte nach oben.

Draghi deutete bei einem EZB-Forum in Portugal eine stramme Lockerungspolitik an. Der Italiener betonte die Bereitschaft, falls notwendig die Geldpolitik entschlossen zu lockern. Zum einen deuten laut Draghi die Indikatoren auf Schwäche in den nächsten Quartalen hin, zum anderen sagte er, die Geldpolitik dürfe vor zu niedriger Inflation nicht kapitulieren.

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Im Dax befand sich die übergroße Mehrheit der Werte im positiven Bereich. Lediglich Henkel, Vonovia, Infineon und Lufthansa schnitten schlechter ab als gestern. Schlusslicht war die Lufthansa-Aktie, die nach einer Gewinnwarnung 2,3 Prozent verlor.

Ein ereignisreicher Wirtschaftstag geht zu Ende. Ich wünsche Ihnen noch einen entspannten Abend.

17:05 Uhr

Trumps Ankündigung befeuert Ölpreise

WTI Oil
WTI Oil 55,36

Die Ölpreise haben am Nachmittag Fahrt aufgenommen, vor allem die US-Sorte WTI. Teilnehmer begründeten dies mit einem Tweet von US-Präsident Donald Trump, der von einem "sehr guten Telefongespräch mit Chinas Präsident Xi" berichtete. Die beiden Präsidenten wollen sich kommende Woche auf dem G20-Gipfel in Japan treffen, während sich der Handelskonflikt zwischen beiden Ländern auf dem Höhepunkt befindet.

Trumps Aussagen befeuerten die Hoffnungen, dass auf dem Treffen etwas vereinbart werden könnte. Der feste Ölpreis trieb auch die US-Ölproduzenten: Oasis kletterten um 6,9 Prozent, Whiting um 6,5 Prozent und Continental um 5,4 Prozent. WTI stieg um 2,3 Prozent auf 53,17 US-Dollar je Fass, Brent gewann 1,4 Prozent auf 61,76 Dollar.

16:37 Uhr

n-tv Zertifikate: US-Wirtschaft - Achtung, Warnsignal!

Der Dow Jones hat in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. Anleger, die auf den Zug aufspringen wollen und von den Entwicklungen auf dem US-Markt profitieren wollen, sollten jedoch auch andere Indizes im Blick haben. Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Jörg Scherer von der HSBC.

16:12 Uhr

Draghi, Trump, Xi - Kursfeuerwerk in Frankfurt

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Die Draghi-Rally in Frankfurt hat sich am Nachmittag weiter beschleunigt. Nach Handelsbeginn an der New Yorker Wall Street ging es mit dem Dax weiter nach oben - er stieg um 2,1 Prozent auf 12.345 Punkte. Der EuroStoxx50 zog um 1,8 Prozent auf 3444 Stellen.

Gut kam bei den Aktionären auch an, dass sich US-Präsident Donald Trump auf dem G20-Gipfel Ende Juni mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping treffen will. Im Mittelpunkt dürfte der Handelsstreit beider Länder stehen. Trump kündigte das Treffen nach einem von ihm als "sehr gut" bezeichneten Telefonat mit Xi an. Zuvor sollen sich Delegationen beider Länder zu vorbereitenden Gesprächen treffen.

16:01 Uhr

Zinssenkungsfantasie gibt Wall Street Auftrieb

In der Hoffnung auf eine Lockerung der Geldpolitik durch die Fed steigen Anleger in den US-Aktienmarkt ein. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 legten zur Eröffnung bis zu 1,6 Prozent zu.

Mit einem Kursplus von 2,7 Prozent gehörte Facebook zu den Favoriten an der Wall Street. Das Online-Netzwerk profitierte Börsianern zufolge zusätzlich von den Plänen zur Einführung einer eigenen Digitalwährung für weltweiten Zahlungsverkehr. Gefragt waren auch die Titel von Boeing, die sich um 1,1 Prozent verteuerten. Der Flugzeugbauer erhielt auf der Pariser Flugshow Aufträge zur Lieferung von Maschinen des Typs 787 mit einem Listenpreis von insgesamt knapp acht Milliarden Dollar.

15:37 Uhr

Bericht: Deutsche Bank will Finanzchef austauschen

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James von Moltke (rechts) und Christian Sewing.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei der Deutschen Bank steht angeblich eine wichtige Personalentscheidung an. Einem Medienbericht zufolge plant das Geldhaus einen größeren Umbau seines Top-Managements. Vorstandschef Christian Sewing erwäge die Ablösung von Finanzchef James von Moltke, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einen Insider.

Das "Manager Magazin" schrieb darüber hinaus, Sewing werde möglicherweise Garth Ritchie als Leiter des Investmentbankings ablösen, um den geplanten Umbau der Sparte zur Chefsache zu machen. Derzeit diskutiere er dies mit Vertrauten. Ob Sewing das Ressort dann auch am Ende wirklich übernehme, hänge vom Zuschnitt der Einheit nach dem geplanten Umbau ab. Die Deutsche Bank gab zu den Berichten keinen Kommentar ab.

15:28 Uhr

Hartes Ringen um Handelsriesen HBC

Der aktivistische Investor Land & Buildings hat die Offerte für den nordamerikanischen Handelriesen HBC als unzureichend zurückgewiesen. Sie und sicher auch andere Aktionäre würden das Angebot der Investoren-Gruppe um den Firmen-Patriarchen Richard Baker und den Finanzinvestor Rhone Capital ablehnen.

Die Investorengruppe, die nach eigenen Angaben 57 Prozent der HBC-Anteile hält, will den Handelskonzern von der Börse nehmen und bietet den übrigen Aktionären 9,45 kanadische Dollar pro Aktie, mithin insgesamt rund 1,74 Milliarden kanadische Dollar.

15:08 Uhr

Pfund sackt vor Tory-Abstimmung ab

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,25

Vor weiteren Verlusten des britischen Pfund und einem Abrutschen unter die Marke von 1,25 US-Dollar warnen die Devisenexperten von MUFG wegen der bevorstehenden Abstimmung über den Vorsitz der Konservativen Partei. Mit 1,2512 Dollar hatte die Devise in der vergangenen Nacht bereits den niedrigsten Stand seit Ende Januar markiert.

MUFG bezeichnete einen Wahlsieg des früheren Londoner Bürgermeisters und Brexit-Hardliners Boris Johnson als wahrscheinlich. Damit stehe die politische Unsicherheit in Großbritannien um den Brexit vor einer weiteren Eskalation, urteilen die Analysten. Das Währungspaar könne als Reaktion auf den Dezember-Endstand von 1,2487 Dollar und anschließend auf den Intraday-Tiefstand vom Januar bei 1,2441 Dollar fallen.

14:51 Uhr

Siemens verkauft E-Flugzeugmotoren an Rolls-Royce

Siemens will eines seiner bekanntesten Zukunftsprojekte verkaufen: Die Entwicklung elektrischer Flugzeugmotoren soll zum Jahresende mit sämtlichen 180 Mitarbeitern vom britischen Triebwerkhersteller Rolls-Royce übernommen werden, wie der Münchner Dax-Konzern am Dienstag mitteilte.

Die Abteilung "eAircraft" hatte in den vergangenen Jahren mit ihren Triebwerken mehrere medien- und publikumswirksame Rekorde aufgestellt. Ein bekanntes Projekt war die Entwicklung eines elektrischen Flugtaxis gemeinsam mit Airbus. Diese Kooperation läuft ebenfalls Ende des Jahres aus. Grund des Verkaufs ist, dass Siemens sich auf seine Kerngeschäfte konzentrieren will.

14:30 Uhr

Dax geht durch Draghi ab

Dax
Dax 12.227,85

Die Hoffnung auf konjunkturelle Unterstützung durch die Europäische Zentralbank (EZB) hat den deutschen Aktienmarkt kräftig angeschoben. Der Dax vergrößerte am Nachmittag seine Gewinne und stieg um 1,7 Prozent auf 12.288 Punkte. Vor den Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi hatte der Leitindex zeitweise die 12.000-Punkte-Marke unterschritten. Auch der MDax nahm Fahrt auf und kletterte um 0,7 Prozent auf 25.489 Zähler. Der EuroStoxx50 gewann 1,6 Prozent auf 3437 Stellen.

An der Dax-Spitze notierten RWE mit plus 5,6 Prozent. Am Ende rangierten Infineon mit minus 4,1 Prozent.

14:26 Uhr

Autonom fahrende Lkw: Volvo geht mit Nvidia zusammen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der schwedische Lkw-Bauer Volvo verbündet sich mit dem US-Chipproduzenten Nvidia, um selbständig fahrende Lastwagen auf die Straße zu bringen. Die langfristig angelegte Partnerschaft ziele auf den Einsatz künstlicher Intelligenz zur Entwicklung eines flexiblen, autonomen Fahrsystems, teilten die beiden Firmen mit. Dieses System solle sicheres autonomes Fahren auf öffentlichen Straßen und Autobahnen ermöglichen. Die Arbeit daran beginne sofort mit Mitarbeitern beider Konzerne sowohl im schwedischen Göteborg als auch in Santa Clara in Kalifornien.

Nvidia steuere zu der Partnerschaft seine Software für die Sensorverarbeitung, Wahrnehmung, Kartenlokalisierung und Wegplanung bei. Die US-Firma hat bereits Technologie-Partnerschaften mit den Autobauern Volkswagen, Mercedes-Benz und Toyota angekündigt.

14:04 Uhr

Trump arbeitet sich nun an der EZB ab

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(Foto: imago images / UPI Photo)

Ein Grollen kommt von jenseits des "großen Teiches": US-Präsident Donald Trump hat die EZB scharf für ihre Geldpolitik kritisiert. "Mario Draghi hat gerade angekündigt, dass weitere Stimuli kommen könnten, was den Euro gegenüber dem Dollar sofort fallen ließ", twitterte Trump. Dies mache es "ihnen" - vermutlich den Euroländern - zu Unrecht leichter, gegen die USA im Wettbewerb anzutreten.

  • "Damit kommen sie seit Jahren durch, zusammen mit China und anderen", ergänzte er.

Trump ist seit längerem als Kritiker der amerikanischen Notenbank Fed bekannt. Dagegen hat er sich gegenüber Zentralbanken anderer Länder bisher eher zurückgehalten.

13:45 Uhr

Rendite zehnjähriger Österreich-Bonds erstmals unter Null

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(Foto: picture alliance/dpa)

Mario Draghi macht's möglich: Die Aussicht auf eine Wiederaufnahme der EZB-Anleihekäufe ermuntert Anleger zum Einstieg in den europäischen Bondmarkt und hat die Rendite zehnjähriger Titel aus Österreich erstmals überhaupt in den negativen Bereich gedrückt. Die Papiere notierten bei minus 0,020 Prozent. Das bedeutet, dass Investoren dafür bezahlen, dem Land Geld leihen zu dürfen. Zu solchen Geschäften sind Anleger nur in Krisenzeiten bereit.

Anleihen aus Deutschland sind für Anleger schon seit längerem ein Verlust-Geschäft und rentierten heute zeitweise bei minus 0,305 Prozent. Die Renditen vergleichbarer Bonds aus Frankreich (plus 0,018 Prozent) oder Griechenland (plus 2,575 Prozent) fielen ebenfalls auf Rekordtiefs.

13:33 Uhr

Wall Street hofft auf ein Fed-Signal

Facebook
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An der Wall Street werden heute zum Handelsstart wohl die Pluszeichen dominieren. Getrieben werden die Aktienmärkte derzeit vor allem von der Hoffnung auf eine Senkung der Zinsen der US-Notenbank Fed als Reaktion auf Signale einer sich abschwächenden Konjunktur. Auch von EZB-Präsident Mario Draghi kamen bereits Signale in Richtung anhaltend lockerer Geldpolitik mit möglichen weiteren Schritten. Hauptrisikofaktor von geopolitischer Seite bleibt der Konflikt zwischen den USA und Iran. Von dort ist jederzeit mit Störfeuern für die Märkte zu rechnen.

Die Facebook-Aktie stieg vorbörslich um weitere 2,3 Prozent nach bereits deutlichen Gewinnen am Vortag. Der Konzern hat nun auch offiziell die Pläne zum Start einer eigenen Kryptowährung namens Libra mitgeteilt. Als Partner nannte Facebook klingende Namen wie Mastercard, PayPal sowie Uber und Spotify.

13:23 Uhr

Wirecard-Spitze bekommt Feuer von Aktionären

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Markus Braun

(Foto: REUTERS)

Nach wiederholten Attacken von Börsenspekulanten auf den Zahlungsdienstleister Wirecard machen beunruhigte Aktionäre und Investoren ihrem Ärger Luft: Bei der Hauptversammlung des Dax-Unternehmens forderten mehrere Aktionärsvertreter unter Beifall der rund 1500 Zuhörer mehr Erklärungen und eine bessere Kommunikation von Vorstandschef Markus Braun und seinen Kollegen.

  • "Mein Vorwurf ist die fehlende Transparenz", sagte Daniela Bergdolt von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.
  • "Sie müssen informieren, Sie müssen eine unabhängige Prüfung einleiten und die Ergebnisse veröffentlichen."
12:55 Uhr

Weniger Firmenpleiten in Deutschland

2012 ein seltener gewordenes Bild: Die Zahl der Firmenpleiten ist weiter zurückgegangen.

2012 ein seltener gewordenes Bild: Die Zahl der Firmenpleiten ist weiter zurückgegangen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Trotz der nachlassenden Wirtschaftsentwicklung ist die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland im ersten Halbjahr nochmals gesunken. Bei den Unternehmen seien die Insolvenzen um 0,4 Prozent auf 9900 Fälle geschrumpft, teilte die Auskunftsdatei Creditreform mit. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen seien für die meisten Unternehmen und Verbraucher noch günstig gewesen. Der private Konsum und die Baukonjunktur hätten die Konjunktur gestützt.

Verstärkt habe sich hingegen der Gegenwind für Industrie und den Außenhandel. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen habe um 2,6 Prozent auf 33.400 abgenommen. Insgesamt sei die Zahl aller registrierten Insolvenzfälle um 3,1 Prozent auf 54.300 geschrumpft.

12:35 Uhr

Saudi Arabian Airlines stockt Auftrag bei Airbus kräftig auf

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(Foto: dpa)

Airbus kann sich über einen weiteren Großauftrag auf der Flugzeugmesse Paris Air Show freuen. Wie der Flugzeugbauer mitteilte, hat Saudi Arabian Airlines seine bestehende Order für Maschinen der Reihe A320neo kräftig von 35 auf bis zu 100 Exemplare aufgestockt.

Insgesamt sind nun 65 Flugzeuge fest bestellt, über 35 besteht eine Option.

12:25 Uhr

RWI geht mit Wachstumsprognose runter

Das Essener RWI-Institut hat seine Konjunkturprognosen für die deutsche Wirtschaft gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 0,8 und im kommenden um 1,4 Prozent wachsen, teilte das Institut mit. Im März war es noch von 1,0 und 1,6 Prozent ausgegangen.

  • "Es mehren sich die Anzeichen, dass das Wachstum der deutschen Wirtschaft an Fahrt verliert", sagte RWI-Konjunkturchef Roland Döhrn.
12:03 Uhr

Deutsche Wohnen hält ihre Wohnungen für bezahlbar

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 33,20

Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn hat auf der Hauptversammlung des Konzerns den Vorwurf überhöhter Mieten zurückgewiesen.

  • "Der Wohnraum, den wir anbieten, hat wenig mit Luxus zu tun. Das ist mittlere Qualität, die bezahlbar ist", sagte der Manager vor etwa 150 Aktionären in Frankfurt.
  • "Dass es Haushalte gibt, die sich Marktmieten nicht leisten können, dafür habe ich Verständnis." Aber das dürfe nicht zu Subventionen mit der Gießkanne führen, die Mieter unabhängig von ihrem Einkommen zugutekommen würden.

Der rot-rot-grüne Senat in Berlin will noch heute Eckpunkte für einen Mietendeckel beschließen, demnach sollen die Mieten in der Hauptstadt für fünf Jahre nicht erhöht werden dürfen.

Wie steht es um die Deutsche-Wohnen-Aktie? Sie legt um 1,6 Prozent auf 37,52 Euro zu.

11:35 Uhr

Draghi lässt Dax kräftig steigen

Dax
Dax 12.227,85

Die Bereitschaft von EZB-Chef Draghi zu einer weiter lockeren Geldpolitik ist in Frankfurt sehr gut angekommen. Der Dax drehte klar ins Plus und gewann kurz vor Mittag 0,8 Prozent auf 12.181 Punkte. Der EuroStoxx50 legte um 1,0 Prozent auf 3415 Stellen zu. Daran änderte auch der deutlich schlechter als erwartet ausgefallene ZEW-Index für Juni nichts.

Auftrieb erhielten auch die europäischen Staatsanleihen. Der Kurs der deutschen Bundesanleihe legte 0,5 Prozent zu, die Rendite fiel auf ein Rekordtief von minus 0,296 Prozent. Zehnjährige italienische Bonds rentierten mit 2,168 Prozent, das ist so wenig wie seit Mai 2018 nicht mehr. Draghi habe die Markterwartungen mit Blick auf weitere geldpolitische Lockerungen erneut angeheizt, sagte Elmar Völker, Analyst bei LBBW Research.

11:22 Uhr

ZEW-Index für Juni bricht ein

Die Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren für Deutschland haben sich im Juni wesentlich deutlicher verschlechtert als erwartet. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen fiel auf minus 21,1 Punkte von minus 2,1 im Vormonat. Volkswirte hatten hingegen lediglich einen Rückgang auf minus 8,5 vorausgesagt. Der Indexstand vom Juni liegt deutlich unter dem langfristigen Mittelwert von 22,0 Punkten.

Der Index der Lagebeurteilung ermäßigte sich von 8,2 auf 7,8 Punkte. Erwartet worden war hier ein deutlicherer Rückgang auf 6,0 Zähler. Der Konjunkturausblick für Deutschland sei damit wieder ähnlich negativ wie im letzten Quartal 2018, konstatierte das Mannheimer Institut.

11:14 Uhr

Bundesregierung will sich bei Bankenfusionen raushalten

Ist das die Lehre aus einer nicht stattgefundenen Bankenfusion? Das Bundesfinanzministerium will sich ausdrücklich nicht in die Neuordnung des Bankensektors in Deutschland einmischen.

  • "Wir sind überzeugt, dass die Banken ihre Hausaufgaben machen werden und die richtigen strategischen Entscheidungen treffen werden", sagte Finanzstaatssekretär Jörg Kukies bei einer Konferenz in Frankfurt.
  • "Die Bundesregierung will den Rahmen setzen, aber keine Vorschriften machen für einzelne strategische Entscheidungen im Bankensektor."

Im Zusammenhang mit den Ende April abgebrochenen Gesprächen zwischen Deutscher Bank und Commerzbank über einen möglichen Zusammenschluss galt die Politik als treibende Kraft. Denn Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Kukies, der zuvor Goldman-Sachs-Deutschlandchef war, warben seit Sommer 2018 immer wieder für starke deutsche Banken.

10:50 Uhr

Draghi bekräftigt Bereitschaft zu neuen Zinssenkungen

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(Foto: dpa)

EZB-Präsident Mario Draghi hat die Bereitschaft der Notenbank betont, falls notwendig ihre Geldpolitik entschlossen zu lockern.

  • Beim geldpolitischen Forum im portugiesischen Sintra sagte Draghi: "Wir können auf Veränderungen des Anpassungspfads der Inflation reagieren, indem wir die Richtung und die Konditionalität unserer Forward Guidance anpassen, und das gilt für alle Instrumente. Weitere Zinssenkungen und Maßnahmen zur Milderung negativer Nebenwirkungen gehören zu unseren Instrumenten."

Für das Anleihekaufprogramm (QE) gibt es laut Draghi außerdem "beträchtlichen Spielraum".

10:22 Uhr

Saudi-Arabien drängt auf Beschränkung der Ölförderung

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(Foto: picture alliance / dpa)

Saudi-Arabien wird sich dafür einsetzen, dass die Opec die Ölförderung in der zweiten Jahreshälfte reduziert, da die schwächere globale Nachfrage ein größeres Gewicht habe als die Kriegsgefahr und die Sorge um Versorgungsengpässe im Nahen Osten. Seine eigene Produktionskürzung habe das Königreich in diesem Monat bereits verstärkt, um bei den Opec-Verbündeten für Unterstützung zu werben, hieß es aus Opec-Kreisen.

Saudi-Arabien werde eine Verlängerung der Opec-Beschränkungen in der zweiten Jahreshälfte unterstützen, sagte der Energieminister Khalid al-Falih nach Medienberichten.

*Datenschutz

10:09 Uhr

Ifo: Deutsche Wirtschaft geht ohne Schwung ins Jahr 2020

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung rechnet für dieses Jahr unverändert mit einem Wirtschaftswachstum in Deutschland von 0,6 Prozent. Für das kommende Jahr nahmen die Münchner Ökonomen ihre Prognose um 0,1 Prozentpunkte auf 1,7 Prozent herunter. Rechne man die überdurchschnittlich vielen Arbeitstage 2020 heraus, liege das Wirtschaftswachstum dann nur noch bei 1,3 Prozent, erklärten sie.

  • "Damit geht die deutsche Wirtschaft ohne Schwung in das kommende Jahr", sagte Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
09:47 Uhr

Volkswagen will mehr Software selbst entwickeln

Volkswagen will in einer neuen "Car.Software"-Einheit die Verantwortung für Fahrzeug-Software bis 2025 bündeln. Der Eigenanteil bei Software im Auto und für fahrzeugnahe Serviceleistungen solle von heute unter 10 Prozent auf mindestens 60 Prozent bis 2025 steigen, teilte der Autobauer mit. Künftig soll es konzernweit eine einheitliche Software-Plattform mit allen Basisfunktionalitäten für alle Fahrzeuge des Konzerns geben. Bis 2025 sollen alle neuen Modelle des Konzerns auf dieser Software-Plattform laufen.

Das erste Fahrzeug, das auf dieser Software-Plattform basiert, ist der ID.3, der noch in diesem Jahr auf der IAA Weltpremiere feiern wird. Damit werde das Plattform-Denken von der Hardware auf die Softwareentwicklung übertragen.

09:31 Uhr

Siltronic-Kurs schmiert nach Gewinnwarnung ab

Siltronic
Siltronic 64,50

Schlechte Nachrichten von Siltronic: Der Waferhersteller hat mit einer neuerlichen Gewinnwarnung seine Investoren verschreckt. Auch die im April gesenkten Jahresziele hält das Unternehmen nicht mehr für erreichbar. An der Börse geht es zur Handelseröffnung um knapp 10 Prozent nach unten.

 Die geopolitischen Unsicherheiten und der negative Einfluss der Exportbeschränkungen der US-Regierung gegenüber chinesischen Technologieunternehmen führe zu einer anhaltenden Nachfrageschwäche in der Halbleiterbranche, warnte das Münchener Unternehmen.

09:18 Uhr

Mehr Pkw-Zulassungen in Deutschland - Rückgang in UK

Auf dem europäischen Automarkt ist die Nachfrage im vergangenen Monat zum ersten Mal seit acht Monaten nicht gesunken. Im Mai stiegen die Neuzulassungen in der Europäischen Union im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozent auf gut 1,4 Millionen, wie der Branchenverband Acea mitteilte. In Deutschland erhöhte sich die Zahl um 9,1 Prozent auf knapp 333.000 Autos. Bergab ging es in Großbritannien, wo knapp 184.000 Autos und damit 4,6 Prozent weniger verkauft wurden.

Unter den deutschen Autokonzernen legte die BMW-Gruppe mit einem Plus von 8,8 Prozent auf 88.507 Pkw am stärksten zu. Daimler verzeichnete ein Plus von 0,4 Prozent, VW musste dagegen über alle Marken ein Minus von 2,1 Prozent auf gut 345.000 Fahrzeuge hinnehmen.

09:09 Uhr

Dax eröffnet im Minus - Infineon unter Druck

Dax
Dax 12.227,85

Der deutsche Aktienmarkt ist etwas leichter in den heutigen Handel gestartet. Der Dax gab um 0,2 Prozent auf 12.067 Punkte nach. Der MDax fiel ebenfalls um 0,2 Prozent auf 25.269 Zähler. Der TecDax sackte um 0,3 Prozent auf 2786 Stellen ab. Insgesamt sind keine großen Sprünge vor der heute Abend (MESZ) beginnenden Sitzung der US-Notenbank Fed zu erwarten.

Im Dax gerieten Infineon unter Druck - die Aktie gab um 5,8 Prozent nach. der Kapitalerhöhung vorbörslich unter Druck. Der Kurs gibt um 2 bis 3 Prozent nach. Marktteilnehmer müssten mit einer weiteren Kapitalerhöhung rechnen, meinte ein Händler. Die Kosten der Übernahme von Cypress beliefen sich auf 9 Milliarden Euro.

  • "Für den geplanten Finanzierungsanteil von 30 Prozent über Eigenkapital fehlen noch etwa 1,15 Milliarden Euro", so der Händler. Sie könnten allerdings auch über Wandelanleihen eingenommen werden.

Mein Name ist Wolfram Neidhard. Ich berichte über das heutige Marktgeschehen.

08:52 Uhr

Nordex-Aktie nach Großauftrag im Aufwind

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(Foto: dpa)

Gut sieht es heute für die Nordex-Aktie aus. Der Windturbinenbauer hat von der nordamerikanischen Tochter des französischen Energiekonzerns Engie einen Auftrag für den Bau von 100 Windturbinen erhalten. Die Windräder mit einer Gesamtkapazität von 300 Megawatt würden nahe der Stadt Mart im US-Bundesstaat Texas gebaut, teilte Nordex mit.

Das Auftragsvolumen nannte Nordex nicht. Vorbörslich stieg die Nordex-Aktie um fast drei Prozent.

08:49 Uhr

Nikkei schließt vor Fed-Sitzung im Minus

Nikkei
Nikkei 21.453,95

Die Anleger in Asien haben sich vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed mit Käufen zurückgehalten. Der Tokioter Nikkei-Index schloss 0,7 Prozent im Minus bei knapp 20.973 Zählern. Die Börse Shanghai notierte 0,1 Prozent tiefer. Die Fed kommt am Abend zusammen, um zwei Tage lang über den künftigen Zinssatz in den USA zu beraten. Börsianer rechnen dabei nicht mit einer Zinssenkung, hoffen aber auf Signale, dass in den kommenden Monaten die Geldpolitik gelockert wird.

In Japan gaben die Aktien von Versicherern nach, deren Geschäfte unter niedrigeren Zinsen leiden dürften. So schlossen die Aktien der Japan Post Insurance 1,2 Prozent im Minus, die Titel von T&D Holdings verloren 1,1 Prozent.

08:18 Uhr

Warum die Ölpreise trotz Iran-Krise sinken

Die Preise für Öl lassen im frühen Handel leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 60,87 US-Dollar. Das sind sieben Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um elf Cent auf 51,82 Dollar.

Am Rohölmarkt stehen Nachfragesorgen wieder klar im Vordergrund. Befürchtet wird, dass die von den USA ausgehenden Handelsstreitigkeiten die bereits angeschlagene Weltwirtschaft zusätzlich schwächen und die Ölnachfrage belasten könnten. Angebotsrisiken, vor allem die Krise wegen eines mutmaßlichen Angriffs auf zwei Tanker im Golf von Oman vergangene Woche, treten derzeit in den Hintergrund.

 

08:06 Uhr

Euro vorerst stärker - doch zwei Hürden warten noch

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

Der Euro befindet sich im leichten Aufwind. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,1235 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend.

Anleger am Devisenmarkt vor allem zwei Ereignisse im Blick haben:

  1. Das Mannheimer ZEW-Institut veröffentlicht seinen monatlichen Konjunkturindikator. Angesichts hoher politischer Risiken wie den zahlreichen Handelsstreitigkeiten wird mit einer moderaten Eintrübung gerechnet.
  2. Große Aufmerksamkeit dürfte einem Auftritt von EZB-Präsident Mario Draghi im portugiesischen Sintra zukommen. Dort findet eine Notenbankkonferenz der EZB statt. Draghi hatte die Konferenz in der Vergangenheit mehrmals für wegweisende Ankündigungen genutzt.
07:56 Uhr

Entscheidung in Berlin könnte Börse bewegen

Dax
Dax 12.227,85

Für den Dax dürfte es zu Beginn ein eher mauer Handelstag werden. Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge geht der deutsche Leitindex etwas niedriger in den Handelstag. Gestern bereits hatte er 0,1 Prozent schwächer bei 12.085 Punkten geschlossen.

Börsianer dürften einen Tag vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed ihr Pulver trocken halten. Sie hoffen auf Signale zum weiteren Kurs der Hüter des Dollar. Zuletzt hatten Spekulationen auf eine Zinssenkung die Kurse gestützt.

Im Fokus stehen dürften zudem die Aktien von Immobilienfirmen: Der Berliner Senat entscheidet über einen Mietendeckel in der Hauptstadt. Das könnte Fragen bei der Hauptversammlung der Deutschen Wohnen aufwerfen.

07:26 Uhr

Medienbericht könnte Airbus Rekordhoch bescheren

Airbus
Airbus 132,08

 

Mit Spannung blicken Anleger heute auf den Kurs der Aktie des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Die im deutschen MDax gelisteten Papiere haben im laufenden Jahr bereits stark zugelegt und ihren Wert um fast 50 Prozent erhöht. Heute könnte es noch weiter nach oben gehen - auf neue Allzeithochs.

Auslöser für die Zuversicht ist ein Bericht, nach dem American Airlines mit Airbus über den Kauf von 50 Airbus A321XLR verhandeln soll. Allerdings gibt es laut "Bloomberg" keine Garantie, dass der Deal auch zustande kommt. Weder von Airbus noch von American Airlines gab es bisher einen Kommentar dazu. Airbus hat aber zudem zuletzt von einer generell sehr starken Nachfrage gesprochen.

 

06:49 Uhr

Asiens Anleger wie erstarrt vor wegweisendem Termin

Nikkei
Nikkei 21.453,95

Einen Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank wagen sich die Anleger in Fernost kaum aus der Deckung. An der Tokioter Börse gibt der japanische Leitindex Nikkei bisher 0,2 Prozent auf 21.077 Punkte nach. In China notiert die Börse Shanghai 0,3 Prozent tiefer, der Markt in Hongkong legt leicht 0,2 Prozent zu.

Mit einer Zinssenkung der Federal Reserve werde zwar zumeist noch nicht gerechnet, sagen Händler. Die Anleger warteten aber mit Spannung darauf, wie nahe die Fed an einem solchen Schritt nach unten ist - vor allem angesichts des US-Handelstreits mit China, der Konjunkturabkühlung in den Vereinigten Staaten und dem Druck von Präsident Donald Trump, die Zinsen zu senken. "Die Fed-Sitzung ist die wichtigste Veranstaltung in dieser Woche, daher herrscht an den Märkten eine gewisse Vorsicht vor", sagte Analyst Masahiro Ichikawa vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui DS Asset Management.