Dienstag, 20. August 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax taucht ab - schlechter Tag für Immobilienaktien

An den europäischen Börsen hat sich spätestens am Nachmittag eine leichtere Tendenz durchgesetzt. Ein wichtiger Grund dafür war das endgültige Ende der populistischen Regierungskoalition in Italien. Nun ist unklar, wie es in Rom weitergeht. Ansonsten gab es nur eine relativ übersichtliche Anzahl wichtiger Unternehmensnachrichten. Auch Konjunkturdaten waren rar gesät. Der Dax fiel bei insgesamt dünnen Umsätzen um 0,5 Prozent und schloss bei 11.651 Punkten. Der MDax sackte um 0,8 Prozent auf 24.987 Zähler ab. Der TecDax verlor 0,7 Prozent auf 2733 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,6 Prozent auf 3350 Punkte nach unten.

Für den Immobiliensektor war es kein guter Tag, denn laut einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts verstößt die Mietpreisbremse nicht gegen das Grundgesetz. Vonovia verbilligten sich im Dax um 3,1 Prozent. Im MDax gaben Deutsche Wohnen um 3,4 Prozent und LEG Immobilien um 3,2 Prozent nach. Besonders hart traf es Grand City Properties mit minus 6,0 Prozent.

17:07 Uhr

MTU nimmt klaren Kurs auf den Dax

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 237,30

Mit der MTU-Aktie ist es heute weiter nach oben gegangen - sie blieb damit auf Rekordkurs. Am Nachmittag siegt ihr Kurs um 0,6 Prozent auf 244,60 Euro. Händler verweisen auf den zunehmend wahrscheinlicher werdenden Aufstieg in den Dax. So müsste Thyssenkrupp etwa 22 Prozent gewinnen, um das rettende Ufer noch zu erreichen, und die fünf vor Thyssenkrupp liegenden Titel dürften sich dann nicht verändern.

MTU liegt in der Marktkapitalisierung immer deutlicher vor Deutsche Wohnen. Sollten sie in der Liquidität Platz 35 halten, und danach sieht es derzeit aus, ist ihnen der Aufstieg kaum noch zu nehmen. Sonst wäre Deutsche Wohnen der Aufsteiger.

16:37 Uhr

Devisenexperten erwarten Franken-Aufwertung

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Devisenmarktanalysten von JP Morgan haben im August zwar ihre Prognosen für einige G10-Devisen gekürzt, rechnen aber mit einer weiteren Aufwertung des als sicherer Hafen geltenden Schweizer Franken.

Zu erwarten sei nun zum Jahresende ein Eurokurs von 1,07 Franken nach zuvor 1,08 Franken, hieß es. Für das zweite Quartal 2020 sei mit 1,06 Franken nach zuvor 1,07 Franken je Euro zu rechnen. Aktuell bewegt sich der Euro 0,2 Prozent schwächer bei 1,0857 Franken.

16:08 Uhr

Italien und Wall-Street-Minus: Dax bläst zum Rückzug

Dax
Dax 12.468,01

Der deutsche Aktienmarkt hat nach der Eröffnung des Handels an der Wall Street den Rückzug angetreten. Die Frankfurter Indizes, die lange Zeit um den gestrigen Stand notiert hatten, vergrößerten am späten Nachmittag ihre Verluste. Die Meldung über das Ende der italienischen Regierung drückte die Kurse zusätzlich.

Der Dax verlor 0,7 Prozent auf 11.634 Punkte. Der MDax gab um ebenfalls 0,7 Prozent auf 25.011 Zähler nach. Der TecDax gab um 0,5 Prozent auf 2739 Stellen nach. Der EuroStoxx50 ging um 0,6 Prozent runter auf 3350 Punkte.

15:57 Uhr

Wall Street eröffnet schwächer - Elanco-Aktie verliert kräftig

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(Foto: picture alliance / dpa)

Wegen nachlassender Hoffnung auf frischen Schwung für die Konjunktur haben Anleger US-Aktien nur noch mit spitzen Fingern angefasst. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 eröffneten jeweils mit leichten Kursverlusten, nachdem sie zuvor drei Handelstage in Folge im Plus geschlossen hatten. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die Möglichkeit einer Rezession in Deutschland und die Unruhen in Hongkong schwebten als Damokles-Schwert über der Börse, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets.

Bei den Unternehmen rückte Elanco ins Rampenlicht. Der Spezialist für Tier-Arzneien kauft die entsprechende Sparte des deutschen Pharma- und Agrarchemiekonzerns Bayer für 7,6 Milliarden Dollar. Elanco-Aktien fielen daraufhin fast sechs Prozent.

15:35 Uhr

n-tv Zertifikate: Gold - zu teuer, aber unverzichtbar?

Globalen Krisen treiben den Goldpreis nach oben. Jetzt rückt auch noch der Brexit zurück in den Fokus. Die Aussichten für das Edelmetall sind glänzend, falls sich keine Entspannung bei den Krisen abzeichnet.  Ob sich der Einstieg in Gold noch lohnen kann und welche Risiken lauern, darüber spricht Bianca Thomas mit Dirk Heß von der Citigroup.

15:18 Uhr

BVerfG-Urteil zieht Immobilienaktien runter

Für Aufsehen und für fallende Kurse hat an der Frankfurter Börse das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Mietendeckel gesorgt. Die 2015 eingeführte Mietpreisbremse sei verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, urteilten die Richter in Karlsruhe. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dadurch gerieten die Papiere von Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG Immobilien und Grand City Properties unter Druck. Sie büßten zwischen 2,3 und 4,3 Prozent ein und waren damit die größten Kursverlierer im Dax beziehungsweise MDax. Im SDax verloren Anteile von Adler Real Estate 2,5 Prozent.

14:52 Uhr

JP Morgan geht mit Prognose für den Euro runter

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,10

Schwere Zeiten für den Euro? Die Devisenanalysten von JP Morgan haben jedenfalls ihre Jahresendprognose für die Gemeinschaftswährung von bislang 1,13 auf 1,10 US-Dollar gesenkt. Im zweiten Quartal 2020 würden nunmehr statt 1,15 nur noch 1,13 Dollar erwartet, hieß es weiter. JP Morgan begründete dies mit der Erwartung einer nochmals gelockerten Geldpolitik der EZB - in dem betrachteten Zeitraum sei jede Zinserhöhung vom Tisch.

Der Euro wird aktuell wenig verändert mit 1,1077 Dollar gehandelt.

14:34 Uhr

Dax ohne Schwung - Notenbanken im Blick

Nach der jüngsten Rally sind die Anleger in Europa wieder vorsichtiger geworden. Sie warteten auf weitere Schützenhilfe der Notenbanken, sagte Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG. Dax und EuroStoxx50 kamen kaum vom Fleck und traten am frühen Nachmittag bei 11.701 und 3367 Punkten auf der Stelle. Viele Investoren hielten sich vor dem alljährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole/Wyoming Ende der Woche zurück, sagte Analyst Connor Campbell vom Brokerhaus Spreadex. Experten gehen davon aus, dass US-Notenbankchef Jerome Powell bei seiner Rede am Freitag für September eine weitere Zinssenkung andeuten wird.

Am Anleihemarkt heizten die Spekulationen auf eine baldige Wiederaufnahme der Wertpapierkäufe durch die EZB die Nachfrage an. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen deutschen Anleihen auf bis zu minus 0,696 Prozent von minus 0,646 Prozent. Italienische Bonds flogen dagegen aus den Depots. Dadurch stieg die Rendite der zehnjährigen Titel auf 1,489 von 1,431 Prozent.

14:24 Uhr

US-Konzernchefs wollen nicht nur Aktionäre im Blick haben

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Apple-Chef Tim Cook

(Foto: AP)

Führende US-Unternehmen wollen ihren geschäftlichen Erfolg nicht mehr nur am Ertrag ihrer Aktionäre gemessen sehen. Die Lobbygruppe Business Roundtable erweiterte entsprechend ihre Beschreibung des geschäftlichen Zwecks eines Unternehmens. Nun heißt es, alle Seiten sollten profitieren: Kunden, Beschäftigte, Zulieferer, Gemeinden an ihren Standorten sowie die Anteilseigner.

Unter den gut 180 Konzernlenkern, die eine Erklärung dazu unterzeichneten, sind Tim Cook von Apple, Jeff Bezos von Amazon sowie die Chefs großer Banken, der Autobauer Ford und General Motors und von Konsumgüter-Schwergewichten wie Coca-Cola. Zugleich fehlen unter der Erklärung die Unterschriften einiger prominenter Firmenchefs aus dem Interessenverband: Larry Culp vom Mischkonzern General Electric und Stephen Schwarzman vom Finanzinvestor Blackstone.

14:01 Uhr

Problem mit Wirkstoff: Synlogic-Kurs stürzt vorbörslich ab

Synlogic
Synlogic 2,24

Die Aktie des US-Biotechnologieunternehmens Synlogic ist im vorbörslichen Handel um 9,3 Prozent gefallen und nähert sich damit einer rekordniedrigen Notierung. Zuvor hatte Synlogic die Entwicklung des Wirkstoffes SYNB1020 zur Behandlung des Stoffwechselleidens Hyperammonämie nach enttäuschend verlaufenen Testergebnissen abgebrochen.

Daten einer Phase1b/2a-Studie hätten zwar eine gute Verträglichkeit von SYNB1020 bei Patienten mit Zirrhose ergeben, aber ohne den Beweis zu erbringen, die Ammoniakspiegel im Blut verglichen mit der Placebogabe zu senken oder auch andere erhoffte Wirkungen zu erzielen. Es werde nun weiter geforscht an Mitteln wie SYNB1618 zur Behandlung von Phenylketonurie, an SYNB1891 zur Behandlung von Neoplasien und an einigen neuen Programmen in frühen Entwicklungsstadien, sagte Vorstandschefin Aoife Brennan.

13:41 Uhr

Home Depot macht mehr Gewinn als erwartet

Home Depot
Home Depot 205,00

Die US-Baumarktkette Home Depot hat im zweiten Quartal den Umsatz leicht gesteigert und die Gewinnerwartungen übertroffen. Aufgrund der niedrigeren Holzpreise und der potenziellen Auswirkungen durch Zölle wird Home Depot mit dem Blick auf sein Umsatzwachstum im laufenden Jahr aber vorsichtiger.

Im abgelaufenen zweiten Quartal, das am 4. August endete, verdiente Home Depot unter dem Strich 3,5 Milliarden Dollar, das waren rund 0,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie betrug 3,17 Dollar. Analysten hatten im Factset-Konsens mit 3,09 Dollar gerechnet. Der Umsatz legte um 1,2 Prozent auf 30,8 Milliarden Dollar zu, hier lag der Konsens bei 31 Milliarden. Flächenbereinigt erzielte Home Depot ein Wachstum von 3,0 Prozent.

13:16 Uhr

Melden Sie sich zum Online-Börsenspiel an?

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Ein Hinweis in eigener Sache: Am 2. September startet das kostenlose Online-Börsenspiel Trader 2019 der Commerzbank. n-tv ist Medienpartner.

Neben Erfahrung an der Börse gibt es viel zu gewinnen: Der Hauptpreis ist ein Jaguar I-Pace. Darüber hinaus werden acht Wochensieger mit jeweils 2222 Euro belohnt - und unter allen Teilnehmern werden neun iPhones X verlost. Eines dieser Smartphones bekommt einer der Teilnehmer, die sich hier bis zum 1. September anmelden.

13:09 Uhr

Whatsapp plant Bezahldienst auf zweitem Markt

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(Foto: imago/Joko)

Der Facebook-Nachrichtendienst Whatsapp ist Insidern zufolge in Gesprächen, um in Indonesien einen mobilen Bezahldienst anzubieten. Der Inselstaat könnte das zweite Land werden, in dem WhatsApp einen solchen Dienst einführt. In Indien, dem größten Markt für den Messengerdienst nach Nutzern, verzögert sich allerdings die Zulassung.

Auch in Indonesien will Whatsapp von dem wachsenden Online-Handel profitieren, der sich bis 2025 auf 100 Milliarden US-Dollar verdreifachen soll. Allerdings ist es ein Land mit relativ strengen Vorschriften für digitale Zahlungsdienste. Es könnte für Whatsapp dennoch zu einem Modell für andere Schwellenländer werden, so die Insider.

12:51 Uhr

US-Börsianer blicken auf Jackson Hole

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(Foto: REUTERS)

Nach dem deutlichen Plus zu Wochenbeginn wird die Wall Street heute zum Start wenig verändert erwartet. Mangels neuer Impulse dürften sich die Blicke auf das am Donnerstag beginnende Notenbanker-Treffen in Jackson Hole richten. Am Freitag wird dort US-Notenbankchef Jerome Powell sprechen. Der Markt erhofft sich Hinweise über die weitere Zinspolitik der Fed. Derweil hat US-Präsident Donald Trump am Vortag erneut eine Zinssenkung gefordert, und zwar um 100 Basispunkte, und zugleich Powell einen "horrenden Mangel an Weitsicht" vorgeworfen.

Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell kaum verändert. Es stehen erneut keine wichtigen US-Daten zur Veröffentlichung an. Nachbörslich werden lediglich die wöchentlichen US-Öllagerdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht.

12:44 Uhr

Chinas Yuan tendiert weiter abwärts

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(Foto: imago images / Christian Ohde)

Mit dem Kurs des chinesischen Yuan ist es tendenziell weiter nach unten gegangen. Der frei handelbare Offshore-Yuan zeigt sich zwar in etwa auf dem Niveau vom Vortag mit 7,0740 je Dollar, der Onshore-Yuan (außerhalb Festlandchinas) sinkt aber weiter auf 7,0640 von 7,0508. In der Nacht hatte die chinesische Notenbank den Yuan erneut schwächer gefixt, der Mittelkurs stieg wie bereits an den beiden Tagen zuvor um 0,1 Prozent auf nun 7,0454 je Dollar.

Die Verschnaufpause in der Causa Huawei könne die Währung nicht stützen, bemerkt Devisenanalyst Hao Zhou von der Commerzbank dazu. Die USA hatten geplante Sanktionen gegen den Konzern um weitere drei Monate ausgesetzt und dies damit begründet, dass einige Unternehmen in ländlichen Gegenden weiterhin von dem chinesischen Telekommunikationsausrüster "abhängig" seien. Vor dem Hintergrund der Handelsspannungen hielten die chinesischen Währungshüter eine Währungsabwertung scheinbar für eine schlagkräftigere Waffe, vermutet Zhou.

12:24 Uhr

DUH zu E-Mobilität: Deutsche Autobauer hinken hinterher

Ernüchterndes zur Elektromobilität in Deutschland: Nach einer Erhebung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) drohe deutschen Autobauern in dieser Hinsicht global den Anschluss zu verlieren. Unter den weltweit 20 meistverkauften Elektro-Pkw habe sich im Jahr 2018 kein einziges deutsches Modell befunden, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch in Berlin.

Zudem habe sich in den vergangenen Monaten das Angebot an reinen Elektroautos verringert. Derzeit könnten nur drei Modelle konfiguriert und geliefert werden - der i3 von BMW sowie zwei schwere und teure Elektro-SUVs, der Mercedes EQC und der Audi E-Tron. Besonders fatal sei, dass die deutsche Automobilindustrie ausgerechnet in der volumenstarken Mittelklasse keine Angebote habe. Hier definierten Kia, Hyundai und Tesla den Standard.

11:17 Uhr

Covestro-Aktie an der Dax-Spitze - technische Erholung

Covestro
Covestro 44,80

Die Aktie von Covestro hat am späten Vormittag mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 39,49 Euro die Gewinnerliste im Dax angeführt. Sie setzte damit ihre jüngste Erholung fort. Technisch liegt um 40 Euro eine Widerstandszone.

Fundamental ist die Aktie nach Einschätzung von Baader Helvea weiter ein "Sell". Angesichts der geringen Abschätzbarkeit der Neuauftragseingänge sei es noch zu früh, die Aktie zu kaufen, hieß es weiter.

11:44 Uhr

Bayer verkauft Sparte Animal Health an Elanco

Bayer
Bayer 67,04

Bayer verkauft Sparte Tiergesundheit (Animal Health) für 7,6 Milliarden US-Dollar an das US-Unternehmen Elanco Animal Health. Das gab der Leverkusener Dax-Konzern heute bekannt.

Die Summe besteht zu 5,3 Milliarden Dollar aus einer Barkomponente, die transaktionstypischen Kaufpreisanpassungen unterliegt. Hinzu kommen 2,3 Milliarden US-Dollar in Aktien von Elanco, basierend auf dem unbeeinflussten volumengewichteten 30-Tages-Durchschnittskurs zum 6. August 2019. Der Wert der Aktienkomponente ist bis zu einer Abweichung von 7,5 Prozent vertraglich abgesichert.

11:30 Uhr

Bundesregierung: Produktfälschungen aus China nehmen zu

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Produktplagiate aus China sind seit Jahren ein großes Ärgernis und immer wieder Gegenstand politischer Gespräche mit der Führung in Peking. Doch diese sind bislang nicht von Erfolg gekrönt. Im Gegenteil: Die Zahl gefälschter Produkte - vor allem aus der Volksrepublik - nimmt nach Darstellung der Bundesregierung zu. Deutschland sei in besonderem Maße davon betroffen, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Thomas Bareiß, dem NDR und der "Zeit". Der Schaden durch Fälschungen beläuft sich den Angaben zufolge in Deutschland auf rund 50 Milliarden Euro pro Jahr. Bis zu 80.000 Arbeitsplätze fielen durch Produktpiraterie weg.

Die Bundesregierung sei über die Verletzungen von geistigem Eigentum mit der chinesischen Regierung in einem engen Dialog, sagte der CDU-Politiker.

  • "Bei dem Thema darf es keine Kompromisse geben, und man muss um sein Recht auch kämpfen." China sei aber auch ein Partner, "der für uns ein wichtiger Kunde ist und in wirtschaftlichen Fragen immer bedeutender wird".
  • Das Land sei aufgrund seiner Marktmacht kein einfacher Partner, man spiele "nicht immer auf Augenhöhe".
11:08 Uhr

Dax dümpelt vor sich hin

Dax
Dax 12.468,01

Nach zwei Tagen mit kräftig erholten Kursen, konnten die europäischen Börsen diese Gewinne zunächst verteidigen. Etwas zurück bleibt der italienische Aktienmarkt. Hier macht sich zunehmend Nervosität breit, denn nicht nur dort warten die Akteure gespannt auf Italiens Regierungschef Giuseppe Conte, der sich um 15.00 Uhr vor dem Senat zur politischen Krise im Land äußert.

In Frankfurt verharrte der Dax kurz vor Mittag mit 11.710 auf Vortagesniveau. Der MDax verlor 0,2 Prozent auf 25.130 Zähler. Der TecDax war mit 2751 Stellen nahezu unverändert. Gleiches gilt für den EuroStoxx50 mit 3369 Punkten.

11:00 Uhr

Harter Brexit wahrscheinlicher - Pfund unter Druck

Das Pfund Sterling hat es weiter schwer: Die britische Währung ist am Vormittag auf breiter Front zurückgefallen. Während Premierminister Boris Johnson in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk für neue Brexit-Verhandlungen wirbt, wird ein sogenannter harter Brexit bei Marktexperten zunehmend zum Basisszenario.

Nach Angaben aus dem Handel schätzt Barclays die Wahrscheinlichkeit eines Ausscheidens Großbritanniens aus der EU ohne Folgeabkommen nun mit mehr als 50 Prozent ein. Und von der Commerzbank heißt es: "Wir würden ihm derzeit eine subjektive Wahrscheinlichkeit von etwas mehr als 50 Prozent einräumen."

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10:37 Uhr

USA bleiben Deutschlands Exportkunde Nummer eins

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die USA sind im ersten Halbjahr der wichtigste deutsche Exportkunde geblieben, während China seine Stellung als größter Warenlieferant hielt. Die deutschen Ausfuhren in die weltgrößte Volkswirtschaft wuchsen in den ersten sechs Monaten um 4,3 Prozent auf 58,3 Milliarden Euro, wie aus vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Auf Platz zwei folgt Frankreich mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 55 Milliarden Euro, gefolgt von China mit einem Zuwachs von 4,1 Prozent auf 47,2 Milliarden Euro. Damit zeichnet sich ab, dass die USA das vierte Jahr in Folge der wichtigste Abnehmer von Waren "Made in Germany" bleiben.

10:15 Uhr

Lufthansa-Aktie setzt Talfahrt fort

Lufthansa
Lufthansa 14,07

Die Aktie der Lufthansa ist auch heute unter Druck geblieben. Sie gehörte am Vormittag mit minus 1,1 Prozent zu den größten Verlierern im Dax. Überkapazitäten und ein schwieriger Heimatmarkt drücken den Kurs. Die Citigroup, die die Aktie am Vortag auf "Neutral" gesenkt hat, geht von anhaltendem Druck auf das Papier aus. Damit sich die Stimmung verbessere, müsse sich die Airline zunächst klar zu den Themen Cashflow und Übernahmen positionieren. Der Cashflow war im ersten Halbjahr um mehr als 70 Prozent eingebrochen.

Ryanair und Easyjet lagen ebenfalls etwas deutlicher im Minus, IAG verloren 0,4 Prozent.

09:54 Uhr

Apple steckte Milliarden in Streaming-Inhalte

Apple
Apple 217,73

Apple hat laut Medienberichten bereits sechs Milliarden US-Dollar in Inhalte für seinen Videostreaming-Dienst gesteckt und peilt zum Start im Herbst eine Preismarke von knapp zehn Dollar pro Monat an. Damit wäre das Angebot mit dem Namen Apple TV+ vergleichsweise teuer gemessen am zunächst relativ schmalen Exklusiv-Angebot im Vergleich zu ähnlich teuren Rivalen wie Netflix. Der Unterhaltungsriese Disney+ setzte den Preis dagegen mit rund sieben Dollar deutlich niedriger an.

Disney+ soll in den USA und einigen anderen Ländern im November an den Start gehen, bis dahin wolle auch Apple seinen Streaming-Service verfügbar machen, berichtete Bloomberg.

09:29 Uhr

China-Zinssatz fällt nach Reform nicht so stark wie erwartet

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(Foto: picture alliance / dpa)

Auch nach dem Start der Zinsreform in China bleiben die Kredite für Unternehmen unerwünscht teuer. Der neu gestaltete Zinssatz mit Namen LPR für einjährige Laufzeiten wurde heute mit 4,25 Prozent festgelegt. "Die erste Festsetzung ist höher als erwartet", sagte Li Wei, Volkswirt bei der Standard Chartered Bank. Wahrscheinlich würden sich erst in den kommenden Monaten Erleichterungen zeigen.

Die chinesische Notenbank hatte am Wochenende eine Zinsreform vorgestellt, mit der die Finanzierungskosten für die Wirtschaft sinken sollen. Die Neuerung soll dafür sorgen, dass die Ermittlung des Zinssatzes durch die Geschäftsbanken besser gesteuert wird und sich stärker an Marktbedürfnissen ausrichtet.

09:17 Uhr

Plus in Japan, Minus in China

Hoffnungen auf neuen Schwung für die Weltkonjunktur haben dem japanischen Aktienmarkt Auftrieb gegeben. Der Nikkei-Index stieg um 0,6 Prozent auf 20.677 Punkte. Die Börse Shanghai bröckelte dagegen auf 2877 Zähler ab. Hier machte sich Börsianern zufolge Ernüchterung breit, da der reformierte chinesische Referenz-Kreditzins nur geringfügig unter dem bisherigen liegt.

In Japan setzten Anleger auf Konjunkturhilfen, sagte Masayuki Kichikawa, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters Sumitomo Mitsui.

  • "Die Zentralbanken haben keine andere Wahl, als die Geldpolitik zu lockern. China ist darauf vorbereitet, viel für seine Wirtschaft zu tun. Ich hoffe zudem, dass wir mehr über höhere Staatsausgaben in Deutschland hören werden."
09:08 Uhr

Dax startet mit einem Mini-Plus

Der deutsche Aktienmarkt ist etwas fester in den heutigen Handel gestartet. Der Dax gewann 0,1 Prozent auf 11.724 Punkte. MDax und TecDax stiegen um je 0,2 Prozent auf 25.231 beziehungsweise 2757 Zähler.

08:55 Uhr

Türkische Lira bleibt schwach

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die türkische Lira hat sich im frühen Handel nicht von ihrem Rücksetzer am Vortag erholen können. Da war sie in Reaktion auf eine geldpolitische Neuerung der türkischen Notenbank von rund 5,6000 je US-Dollar auf bis zu 5,6720 abgerutscht. Zuletzt lag der Kurs bei 5,6630 Dollar.

Die türkische Zentralbank hatte Änderungen an ihrem Mindestreservesystem angekündigt, wie Devisenanalyst Tatha Ghose von der Commerzbank erläutert. Banken mit einem Kreditwachstum zwischen 10 und 20 Prozent hätten demnach günstigere Reserveanforderungen als bisher. Darüber sollen sie eine höhere Verzinsung ihrer Reserven erhalten. Bei Banken mit einem Kreditwachstum außerhalb des Korridors änderten sich die Mindestreservesätze dagegen nicht, während die Verzinsung der Reserven sinke. Der Schritt sei eindeutig ein Akt expansiver Geldpolitik, sagte der Analyst.

08:26 Uhr

Keine neue Eskalation im Handelsstreit: Ölpreise stabil

Die Ölpreise bewegen sich kaum von der Stelle. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 59,81 US-Dollar. Das waren sieben Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls geringfügig um fünf Cent auf 56,26 Dollar. Gestützt werden die Ölpreise durch die etwas bessere Stimmung an den Finanzmärkten. Riskantere Anlagen wie Erdöl profitieren davon.

Grund für die bessere Stimmung ist, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China zumindest nicht mehr weiter eskaliert ist. In den vergangenen Wochen hatte der Disput zu teils deutlichen Preisrückgängen am Ölmarkt geführt, weil negative Auswirkungen auf die globale Konjunktur und die Rohölnachfrage befürchtet wurden.

08:01 Uhr

Positive Stimmung hilft Euro etwas auf die Sprünge

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Euro ist im frühen Handel leicht gestiegen. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1085 US-Dollar und damit etwas mehr als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1103 Dollar festgesetzt.

Am heutigen Dienstag stehen kaum Konjunkturdaten auf dem Programm, die die Märkte nennenswert bewegen könnten. Notenbanker aus der ersten Reihe halten sich mit öffentlichen Auftritten ebenfalls zurück. Damit dürfte die allgemeine Marktstimmung die Richtung an den Devisenmärkten vorgeben. Zuletzt hat sich die Stimmung an den Börsen etwas aufgehellt, nachdem sie zuvor stark durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China belastet wurde.

07:32 Uhr

Deutsche Anleger fiebern Notenbank-Sitzungsprotokollen entgegen

Dax
Dax 12.468,01

In Erwartung weiterer Signale zur Geldpolitik von der Europäischen Zentralbank (EZB) und Fed wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Investoren fiebern unter anderem der Veröffentlichung der jüngsten Sitzungsprotokolle der US-Notenbank Fed (Mittwoch) und EZB (Donnerstag) entgegen.

Von ihnen versprechen sie sich Rückschlüsse darauf, wie aggressiv die beiden Zentralbanken auf die drohende Abkühlung der Weltwirtschaft reagieren wollen. Weitere Hinweise erhoffen sie sich vom Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming Ende der Woche, wo Fed-Chef Jerome Powell am Freitag eine Rede halten soll.

06:51 Uhr

Überzeugender Apple-Chef hilft Asiens Märkten

Nikkei
Nikkei 22.079,09

Die Tokioter Börse legt leicht zu. Der Nikkei der 225 führenden Werte stieg bis zum späten Vormittag um 0,4 Prozent auf 20.642 Punkte. Der breiter gefasste Topix gewann 0,5 Prozent auf 1501 Zähler. Händler erklärten die Kursaufschläge mit Spekulationen auf staatliche Maßnahmen von Industriestaaten gegen eine schwächelnde Konjunktur. Damit hätten auch Rezessionsängste nachgelassen.

Zu den Gewinnern zählten die Aktien von Apple-Zulieferern. So verteuerten sich die Anteilsscheine von Taiyo Yuden und TDK um 1,1 Prozent beziehungsweise ein Prozent, Foster Electric rückten um 1,3 Prozent vor. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass Apple-Chef Tim Cook ihm überzeugend dargelegt hätte, dass die Zoll-Streitigkeiten mit China den US-Konzern beschädigen könnten.

Der Euro legte im fernöstlichen Handel zum Dollar leicht zu. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1085 Dollar. Zum Yen legte die US-Währung minimal auf 106,57 Yen zu. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9809 Franken je Dollar und bei etwa 1,0877 Franken je Euro.