Dienstag, 21. Mai 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel
17:42 Uhr

Dax macht Boden gut - Adidas auf Allzeithoch

Dax
Dax 12.468,01

Mit einem guten Plus geht der Dax aus dem Handel, obwohl es am Ende nicht so hoch ausfällt, wie es sich zwischendurch abzeichnet. Der deutsche Leitindex zieht um 0,8 Prozent auf 12.144 Punkte an. Immerhin ist damit ein Teil der Vortagsverluste wieder ausgeglichen.

Für eine bessere Stimmung sorgt, dass die USA ihren Bann gegen den chinesischen Technologieriesen Huawei schon wieder lockern wollen. Trotzdem sind die Erwartungen von Marktanalysten gedämpft: Zunächst erwarten viele Charttechniker im Dax einen Handel in der jüngsten Seitwärtsspanne zwischen gut 11.800 und knapp 12.500 Punkten. "Ein Ausbruch ist erst einmal nicht in Sicht", sagt ein technischer Analyst.

Die Gewinnerliste im Dax wird von Thyssenkrupp angeführt, die um 4,8 Prozent auf 12,70 Euro anziehen. Dahinter folgen die Papiere des Zahlungsabwicklers Wirecard mit einem Aufschlag von 4,4 Prozent auf 150 Euro. "Der Bereich Zahlungsabrechnung wächst, und Wirecard läuft nun anderen Aktien wie Paypal hinterher", sagt ein Marktteilnehmer.

Adidas steigen um 2,7 Prozent und markieren mit 258,60 Euro ein neues Allzeithoch. Adidas, Nike und andere Anbieter in den USA sind zuletzt gemeinsam gegen die Zölle auf in China gefertigte Schuhe vorgegangen. "Nun gibt es Hoffnung, dass die Trump-Regierung auch hier erst einmal einlenkt", so ein Händler.

Deutsche Telekom geben um 1,1 Prozent nach. Das US-Justizministerium soll weiter Bedenken wegen der geplanten Fusion zwischen T-Mobile-US und Sprint haben. Dax-Schlusslicht sind hingegen Beiersdorf, die 1,2 Prozent abgeben.

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16:55 Uhr

Thyssenkrupp-Aktie schießt steil nach oben

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 12,68

Die Aktien des deutschen Tech-Konzerns Thyssenkrupp ziehen am Nachmittag deutlich an. Der Kurs steigt um rund vier Prozent auf bis zu 12,64 Euro. Aus den mittleren Rängen ziehen die Papiere damit an die Spitze des Dax, der seinerseits noch 0,9 Prozent zulegt.

"Sollte der Aufsichtsrat der Abspaltung der Aufzugssparte zustimmen, wird der Konglomeratsabschlag weiter ausgepreist", sagt ein Marktteilnehmer. Wegen dieser Entwicklung stünden auch die Börsengang-Pläne von VW mit seiner Lastwagensparte Traton und Siemens mit den Gaskraftwerken im Blick.

"Dem Dax wird die Entwicklung gut tun", so der Marktteilnehmer. Unter einer Sum-of-the-Parts-Betrachtung seien viele Konzerne an der Börse unterbewertet, die Summe der Teile sei also mehr wert als der Gesamtkonzern.

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Bringt Thyssenkrupp seine erfolgreiche Aufzugsparte bald an die Börse?

(Foto: picture alliance/dpa)

 

16:37 Uhr

Die Kauflaune in der Eurozone hellt sich auf

Die Kauflaune der Verbraucher in der Eurozone hat sich im Mai aufgehellt. Das Barometer für das Konsumentenvertrauen stieg um 0,8 Punkte auf minus 6,5 Zähler, wie aus Daten der EU-Kommission hervorgeht. Das Barometer liegt damit deutlich über seinem langjährigen Durchschnitt von minus 10,7 Punkten.

Die Wirtschaft der Eurozone hatte zu Jahresbeginn an Fahrt zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Januar und März um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu. Ende 2018 lag der BIP-Anstieg bei nur 0,2 Prozent.

16:05 Uhr

Huawei-Entspannung pusht US-Börsen

Dow Jones
Dow Jones 26.935,07

Mit Erleichterung reagieren US-Anleger auf die vorübergehende Lockerung des Geschäftsverbots für den chinesischen Netzwerk-Ausrüster Huawei. An der Wall Street legen die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 zur Eröffnung bis zu 0,8 Prozent zu.

Die Papiere der Google-Mutter Alphabet, die wegen der US-Einschränkungen ihre Geschäftsbeziehungen zu Huawei auf Eis gelegt hat, gewinnen 0,9 Prozent. Die Aktien von JC Penney rutschen dagegen um 7,8 Prozent ab. Die US-Kaufhauskette verdoppelte ihren Quartalsverlust auf 154 Millionen Dollar, und der Umsatz fiel stärker als erwartet auf 2,56 Milliarden Dollar.

16:00 Uhr

Experte: So stark könnte Goldpreis noch steigen

Der Goldpreis zeigt sich schon länger recht widerstandsfähig. Auch die weltweiten Krisenherde scheinen dem Edelmetall dabei zu helfen. Welche Möglichkeiten sich jetzt für Trader beim Gold bieten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Patrick Kesselhut von der Commerzbank.

 

15:46 Uhr

OECD: Türkei droht 2019 schwere Rezession

Es sieht nicht gut aus für die Türkei - jedenfalls, wenn man der OECD glauben mag. Laut der der Industriestaaten-Organisation droht dem Land zwischen Europa und Asien im laufenden Jahr 2019 ein noch tieferer Konjunktureinbruch als zunächst gedacht.

Die Wirtschaftsleistung werde wohl um 2,6 Prozent schrumpfen, sagen die OECD-Experten in ihrer am Dienstag vorgelegten Prognose voraus. Bislang hatten sie nur ein Minus von 1,8 Prozent veranschlagt. Ein Grund sei die Verunsicherung der Investoren nach den Kommunalwahlen, die auch die Wachstumsaussichten für kommendes Jahr beeinträchtigten.

Die obersten Wahlbehörde hatte im In- und Ausland Kritik ausgelöst, da sie die Bürgermeisterwahl in Istanbul nach dem Sieg der Opposition auf Antrag der Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan für null und nichtig erklärte. Investoren befürchten unsichere Verhältnisse.

15:31 Uhr

"Ohne Zetsche würde Daimler nicht mehr existieren"

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Am Mittwoch wird Dieter Zetsche seinen Posten auf der Hauptversammlung in Berlin an den bisherigen Entwicklungschef Ola Källenius abgeben.

(Foto: REUTERS)

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer stellt dem scheidenden Daimler-Chef Dieter Zetsche zum Abschied ein gutes Zeugnis aus. "Ohne Zetsche würde Daimler nicht mehr existieren, der hat sie vor der Insolvenz gerettet", sagte der Professor der Universität Duisburg-Essen. Er bezog sich auf die Krise wegen der Übernahme des US-Autobauers Chrysler, die Daimler bei Zetsches Amtsantritt vor mehr als 13 Jahren fast in die Knie gezwungen hatte. "Als Zetsche übernahm, war das ein Scherbenhaufen", sagte Dudenhöffer.

Seitdem sei viel passiert. Der scheidende Chef übergebe ein gut aufgestelltes Haus, sagte Dudenhöffer. Die kriselnde Tochter Smart liege dem Konzern durch die Abgabe nach China nicht mehr auf der Tasche. Durch die Aufteilung in drei Aktiengesellschaften sei der Konzern flexibler aufgestellt. Auch die Partnerschaft mit dem einstigen Konkurrenten BMW bei den digitalen Mobilitätslösungen sei eine "wichtige Weichenstellung".

15:12 Uhr

Sturz von May befürchtet - Pfund gibt deutlich nach

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Premierministerin Theresa May - wird sie den Brexit-Deal mit der EU doch noch durchs Parlament bekommen?

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Am Devisenmarkt ziehen sich Investoren angesichts von Spekulationen auf einen baldigen Sturz von Premierministerin Theresa May erneut aus dem Pfund Sterling zurück. Die britische Währung kostet mit 1,2683 Dollar zeitweise so wenig wie zuletzt vor vier Monaten.

Mays jüngster Vorschlag für einen Brexit-Deal sei schon vor der geplanten Parlamentsabstimmung dem Untergang geweiht, sagt Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Die oppositionelle Labour Party werde keinen Finger rühren, um May aus dieser Sackgasse zu befreien. "Wir bewegen uns entweder auf einen 'No Deal'-Brexit oder gar keinen Brexit zu."

Wie die Societe Generale anmerkt, dürfte Premierministerin May bei einer erneuten Ablehnung ihres Vorschlags dann ihren Hut nehmen. Nachfolger werde wahrscheinlich der Brexit-Hardliner Boris Johnson werden.

15:01 Uhr

Probleme bei Tochter-Fusion - Telekom im Fokus

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,31

Im Dax stehen heute unter anderem die Aktien der Deutschen Telekom im Rampenlicht. Einem Medienbericht zufolge ist das US-Justizministerium weiter gegen eine Fusion der Tochter von T-Mobile US mit dem US-Mobilfunker Sprint. Die US-Kartellbehörde hatte dagegen unter Auflagen grünes Licht gegeben. Da beide Behörden meist eng zusammenarbeiteten, sei das Risiko einer Blockade des Deals gering, sagt Analyst Wolfgang Specht vom Bankhaus Lampe.

Die Telekom-Aktie notiert 0,4 Prozent im Plus und damit schwächer als der Gesamtmarkt. T-Mobile und Sprint geben dagegen im vorbörslichen US-Geschäft einen Teil ihrer kräftigen Kursgewinne vom Montag ab. Sie verlieren 0,1 beziehungsweise 3,1 Prozent.

 

14:25 Uhr

Deutsche Milliardärsfamilie will Schulden begleichen

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Maria-Elisabeth und Georg Schaeffler.

(Foto: imago/Sven Simon)

Die Schaefflers sind steinreich - und gleichzeitig hoch verschuldet. Die deutsche Großaktionärsfamilie der Autozulieferer Schaeffler und Continental will nun einen Teil ihrer Schulden begleichen und damit die Schuldenlast um eine halbe Milliarde Euro abbauen.

Die IHO Holding von Maria-Elisabeth und Georg Schaeffler kündigte am Dienstag eine Refinanzierung ihrer Verbindlichkeiten an, bei der sie rund 500 Millionen Euro zurückzahlen will. Angesichts der jüngsten Dividendenzahlungen von Schaeffler und Conti von zusammen 600 Millionen Euro könne sich die IHO das locker leisten, erklärten die Analysten der Ratingagentur Moody's. Die Schaefflers bauen ihre Verschuldung damit auf 3,8 Milliarden Euro ab.

Sie halten 75 Prozent an der Schaeffler AG aus dem fränkischen Herzogenaurach und 46 Prozent an Continental. Die Aktienpakete sind 12,7 Milliarden Euro wert.

13:39 Uhr

USA planen Gesetz gegen Gaspipeline für Deutschland

Blick auf die Baustelle der Empfangsstation der Ostseepipeline "Nord Stream 2" bei Lubmin. Foto: Stefan Sauer

Blick auf die Baustelle der Empfangsstation der Ostseepipeline "Nord Stream 2" bei Lubmin.

(Foto: Stefan Sauer/dpa)

Den USA ist die geplante Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2, die von Russland nach Deutschland verlaufen soll, ein Dorn im Auge. Und offenbar sind sie gewillt, den Bau zu verhindern - Mittel der Wahl sind nun Sanktionen.

Ein Gesetz, das Strafen gegen an dem Projekt beteiligte Unternehmen vorsehe, werde "in nicht zu ferner Zukunft" vorliegen, sagte Energieminister Rick Perry während eines Besuchs in Kiew. Der Kongress werde ein Gesetz verabschieden, und Präsident Donald Trump werde es unterzeichnen.

Die US-Regierung hat wiederholt Kritik an Nord Stream 2 geübt. Ihrer Auffassung nach macht sich Europa zu sehr abhängig von russischen Energielieferungen. Russland warf den USA unfairen Wettbewerb vor, sollten sie Sanktionen verhängen. Für Moskau wäre das inakzeptabel, erklärte das russische Präsidialamt.

13:18 Uhr

Wall Street vor positivem Start - Tech-Werte am Zug

Auch an der Wall Street dürfte es heute zu Beginn aufwärts gehen. Vor allem die Technologie-Werte werden mit einer kräftigen Erholung erwartet. Denn gestern lief es nicht so gut für den Sektor - Grund war die Entwicklung um den chinesischen Telekom-Ausrüster Huawei. Weil es laut neuesten Aussagen des US-Handelsministerium jedoch nun eine 90-Tage-Frist geben soll, atmen Anleger wieder auf.

Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell mit einem Plus von 0,6 Prozent. Bei den Einzelwerten geht es vorbörslich für die Apple-Aktie um 1,2 Prozent nach oben, die damit etwa die Hälfte der Vortagesverluste wieder aufholt. Die Gefahr, dass China Vergeltungsmaßnahmen ergreifen und Apple sanktionieren könnte, ist aber weiterhin bei den Investoren präsent.

12:44 Uhr

US-Großbank macht düstere Prognose für Tesla-Aktie

Tesla
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Fast 380 Dollar war die Aktie des US-Elektroautobauers Tesla im Dezember noch wert. Mittlerweile ist sie auf dem Weg, dass es nur noch halb so viel sind. Und es könnte möglicherweise noch schlimmer kommen: Analysten der US-Großbank Morgan Stanley veröffentlichen eine düstere Prognose. Demnach könnte die Tesla-Aktie im schlimmsten Fall auf nur noch 10 Dollar fallen, wie "Bloomberg" berichtet.

Der Grund: Der Markt für Elektroautos könnte gesättigt sein, fürchten die Experten. "Nachfrage ist der Kern des Problems", schreibt Analyst Adam Jonas. Tesla sei im Verhältnis zur mittelfristigen Nachfrage zu stark gewachsen.

Allerdings geht Morgan Stanley von einem Kurssturz der Tesla-Aktie nur in dem Fall aus, dass der Autobauer seine Prognosen für das China-Geschäft deutlich verfehle. Geht alles gut, gehen die Analysten von einem Aktienkurs bei 230 Dollar aus - im vorbörslichen Handel rutscht das Papier knapp unter die 200-Dollar-Marke.

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Tesla-Chef Elon Musk soll zuletzt gewarnt haben, dass die Barmittel des Unternehmens nur noch für zehn Monate ausreichen.

(Foto: imago images / Xinhua)

 

12:26 Uhr

Monsanto nahm auch Kritiker in Deutschland ins Visier

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Der US-Saatgutkonzern Monsanto hat Kritiker-Listen in mindestens sieben Ländern erstellen lassen. Wie Konzernmutter Bayer mitteilte, ließ die PR-Agentur Fleishman Hillard in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen, Spanien und in Großbritannien Listen erstellen. Wie viele Politiker, Wissenschaftler und Journalisten auf den Listen standen, konnte Bayer noch nicht sagen.

Anfang Mai war in Frankreich bekannt geworden, dass Fleishman Hillard im Auftrag Monsantos geheime Listen mit Kritikern führte. Laut einem Bericht des Senders France 2 wollte Monsanto die Kritiker "erziehen", besonders hartnäckige Gegner sogar "überwachen".

Bayer hatte Monsanto vergangenes Jahr für eine Rekordsumme von 63 Milliarden Dollar (56 Milliarden Euro) gekauft.

12:16 Uhr

Dax zieht kräftig an - plus ein Prozent

Der Dax macht einen Teil seiner kräftigen Vortagesverluste wieder wett und rückt zuletzt um mehr als ein Prozent auf 12.168 Punkte vor. Der MDax gewinnt 0,5 Prozent auf 25.615 Zähler. Am Markt geht man davon aus, dass Anleger sich nach den Kursverlusten zu Wochenbeginn auf Schnäppchensuche begeben.

Experten warnen aber, die Stimmung könnte erneut kippen. "Allen voran steht und fällt aktuell an den Märkten alles mit der Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und China", sagt Helaba-Analyst Christian Schmidt. Die Auswirkungen des Konflikts träfen auch vermehrt europäische Unternehmen.  

11:43 Uhr

Wegen Brexit-Chaos - Britischer Stahlgigant kurz vor Kollaps

Stoxx 600 Rohstoffe
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Die Hängepartie des Brexits und die wirtschaftlichen Unsicherheiten belasten den britischen Stahlproduzenten British Steel. Einem Insider zufolge braucht der Konzern kurzfristig eine Finanzspritze des Staates.

Dem zweitgrößten Stahlproduzenten in Großbritannien drohe der Zusammenbruch, es sei denn, die Regierung bewillige noch heute einen Notkredit in Höhe von 30 Millionen Pfund (34,1 Millionen Euro), sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Sollte das Geld nicht bis heute Nachmittag zugesagt werden, könnte das 5000 Beschäftigte zählende Unternehmen bereits am Mittwoch unter Zwangsverwaltung gestellt werden.

British Steel-Eigner, die Investmentfirma Greybull Capital, habe die Regierung zunächst um ein Darlehen in Höhe von 75 Millionen Pfund gebeten, den Betrag aber nun auf 30 Millionen Pfund reduziert, erklärte der Insider weiter. Neben den 5000 Beschäftigten von British Steel stehen mehr als 20.000 Arbeitsplätze in der Zulieferung auf dem Spiel.

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Die Investmentfirma Greybull Capital hatte den seinerzeit defizitären Stahlkonzern British Steel 2016 von Tata Steel übernommen.

(Foto: REUTERS)

 

11:25 Uhr

Amazon gewinnt Namensstreit mit Amazonas-Staaten

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Wer "Amazon" hört, denkt als erstes an Paketlieferwagen. Doch den Namen lieh sich der weltgrößte Online-Versandhändler vom Fluss Amazonas, welcher aber in der weltweiten Aufmerksamkeit mittlerweile hinter den US-Konzern gerutscht ist.

Die Anrainerstaaten des Flusses wollten verhindern, dass das Unternehmen auch die Hoheit über die Internetendung ".amazon" erhält. Doch daraus wurde nichts: Nach jahrelangem Streit zwischen südamerikanischen Ländern und dem Onlineriesen hat sich die Internet-Adressverwaltung Icann nun auf Seite von Amazon geschlagen - das Unternehmen dürfe die Internetendung ".amazon" nutzen, entschied Icann.

Die Internet-Adressverwaltung verwies auf die Zusicherung des Online-Händlers, die Endung ".amazon" nicht zu verwenden, wenn es einen klaren Zusammenhang mit dem Amazonas gebe. Die Staaten im Einzugsgebiet des Amazonas können demnach zudem mehrere vom Wort Amazon abgeleitete Endungen "zu nicht-kommerziellen Zwecken" nutzen.

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"Wegen seiner untrennbaren semantischen Beziehung zum Amazonas-Regenwald" sollte die Domain ".amazon" kein Monopol eines Unternehmens sein, argumentierte das brasilianische Außenministerium.

(Foto: imago/Westend61)

11:01 Uhr

Bitcoin bald 100.000 Dollar wert? Warnung vor Euphorie

Die DZ Bank warnt vor der wieder um sich greifenden Euphorie für Bitcoin, nachdem sich der Wert der virtuellen Währung zuletzt fast verdoppelt hat. Im Markt seien bereits wieder Bitcoin-Prognosen zwischen 50.000 und 100.000 Dollar zu vernehmen. "Dies ändert jedoch nichts daran, dass sich ohne einen intrinsischen Wert, wie es bei Bitcoin der Fall ist, keine fundierten Prognosen über die weitere Kursentwicklung abgeben lassen", halten die Analysten dagegen.

Wie unberechenbar der Bitcoin-Kurs sei, habe sich abermals Ende vergangener Woche gezeigt, als der Wert der Kryptowährung binnen weniger Minuten ohne ersichtlichen Grund um über 15 Prozent eingebrochen sei.

Am Morgen fällt der Bitcoin-Kurs um 1,5 Prozent auf 7938 Dollar. Im Tief lag er im laufenden Jahr schon bei 3333 Dollar, im Hoch am 16. Mai bei 8394 Dollar.

10:25 Uhr

Ölreichstes Land der Welt produziert wie ein Zwerg

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In Südamerika ist Venezuela nur noch der viertgrößte Ölproduzent - hinter Brasilien, Mexiko und Kolumbien.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Venezuela sitzt auf den größten Ölreserven der Welt - es kann auf mehr schwarzes Gold zurückgreifen als unter den Wüsten Saudi-Arabiens schlummert. Aber das von Krisen geplagte Land kommt derzeit nicht an den Schatz in seiner Erde: Die Produktion fällt in diesem Jahr weiter zurück - mittlerweile fördert Venezuela weniger Öl als das Nachbarland Kolumbien, berichtet "Bloomberg".

Das Erstaunliche: Kolumbien verfügt nicht mal über ein Prozent der Öl-Reserven von Venezuela. Die tägliche Produktion Kolumbiens lag im März bei rund 890.000 Barrel - Venezuela konnte nur 740.000 Barrel ans Tageslicht befördern. Deutschland pumpte zuletzt übrigens weniger als 50.000 Barrel am Tag aus heimischem Boden.

In anderen Zahlen: Venezuela verfügt über Reserven mit einem Volumen von gewaltigen 302,3 Milliarden Barrel - das Gute daran: Würde das Land im jetzigen Tempo weiterfördern, würden die Vorräte noch mehr als 1000 Jahre reichen.

Zum Vergleich: Saudi Arabien kommt auf 266,5 Milliarden Barrel an Reserven, Kanada auf rund 170 Milliarden Barrel. Kolumbien hingegen nennt gerade mal 1,96 Milliarden Barrel sein eigen - in etwa so viel wie der afrikanische Staat Gabun.

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09:51 Uhr

USA gegen Huawei - dieser Konzern ist lachender Dritter

Samsung
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Wenn zwei sich streiten …

Der massive Gegenwind aus den USA für den chinesischen Technologieriesen Huawei beflügelt die Aktie des südkoreanischen Smartphone-Herstellers Samsung. Der Kurs der Samsung-Electronics-Papiere stieg an der Börse in Seoul um mehr als vier Prozent.

Analysten erwarten, dass Samsung seine Position als weltgrößter Smartphonehersteller vor dem chinesischen Konkurrenten wegen der aktuellen Probleme für Huawei nun weiter festigen könnte. Nach Angaben der International Data Corporation hatte Samsung im ersten Quartal einen Anteil von 23,1 Prozent an den weltweiten Smartphoneverkäufen, Huawei kam demnach auf 19,0 Prozent.

09:21 Uhr

Dax zeigt sich unberechenbar

Dax
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Mal runter, mal hoch: Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich in dieser Woche glitschig wie ein Aal. Leitindex Dax legt am Morgen nach den Verlusten am Vortag wieder zu und steigt um 0,5 Prozent auf 12.098 Punkte.

"Nach dem Rutsch gestern fährt die Achterbahn heute wieder bergauf", sagt Investmentstratege Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer. Positiv sei, dass die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten gehalten habe. Allerdings bleibe der Handelsstreit zwischen den USA und China weiterhin im Fokus der Investoren. "So lange hier keine Neuigkeiten verkündet werden beziehungsweise Tendenzen durchsickern, bleibt die Lage fragil und festgefahren."

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:53 Uhr

Huawei hält Börsianer in Asien in Atem

Die Furcht vor einer weiteren Eskalation des US-Handelsstreits mit China hat Anlegern in Japan die Laune verdorben. "Die Sorge ist groß, dass die jüngsten Maßnahmen gegen Huawei zu einer Verhärtung der Fronten zwischen China und den USA führen", sagte Marktanalyst Nobuhiko Kuramochi vom Brokerhaus Mizuho Securities.

Der Leitindex der Börse in Tokio schloss 0,2 Prozent im Minus bei 21.255 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,3 Prozent.

Aktien des japanischen Technologieriesen Softbank, der am US-Mobilfunkkonzern Sprint beteiligt ist, rückten um 3,6 Prozent vor. Sprint und die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, T-Mobile US, sind auf dem Weg zu ihrer Milliardenfusion einen großen Schritt vorwärts gekommen.

08:33 Uhr

Ölpreise steigen leicht

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 72,22 US-Dollar. Das waren 25 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 26 Cent auf 63,36 Dollar. Am Montag hatten die Ölpreise zunächst kräftig zugelegt, waren dann aber wieder etwas gesunken.

Gestützt werden die Ölpreise derzeit durch die Aussicht auf eine anhaltend knappe Produktion. Das Erdölkartell Opec und mit ihm verbündete Förderländer könnten bald eine entsprechende Entscheidung treffen.

07:50 Uhr

Dax kommt nach Absacker wieder etwas zurück

Der Wochenstart war für den Dax sehr unerfreulich, um 1,6 Prozent rauschte der Index nach unten. Heute gibt es zumindest ein wenig Linderung. Die Anleger dürften auf der Suche nach Schnäppchen wieder zugreifen. In der Indikation von n-tv wird der Dax zum Start 0,4 Prozent im Plus gesehen.

Im Blickpunkt dürfte nach wie vor der Konflikt rund um den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei stehen. Bei der Commerzbank und Thyssenkrupp kommen im Tagesverlauf die Aufsichtsräte zusammen, um über die künftige Strategie des jeweiligen Konzerns zu beratschlagen. Außerdem haben die Mobilfunkanbieter 1&1 Drillisch und Telefonica Deutschland zur Hauptversammlung eingeladen.

07:32 Uhr

Shanghai zieht Ostasien in leichtes Plus

Shanghai Composite
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An den meisten Börsenplätzen in Ostasien setzt sich eine leicht positive Tendenz durch, angeführt vom Markt in Shanghai, wo es deutlicher nach oben geht. Nach der jüngsten Verschärfung im Handelstreit zwischen Amerika und China stehen die Zeichen nun wieder auf leichte Entspannung - dafür sorgt der 90-Tage-Aufschub für den geplanten Huawei-Boykott. Der Shanghai-Composite klettert um 1,5 Prozent auf 2.914 Punkte, der HSI in Hongkong legt 0,2 Prozent zu.

Dagegen gibt der Markt in Japan minimal ab; der Nikkei-225 fällt um 0,2 Prozent auf 21.270 Punkte. Aktien aus dem Elektroniksektor geben nach den Verlusten des Vortags wegen der US-Aktion gegen Huawei nochmals nach. Im übrigen zeigen sich einige Märkte erholt, die unlängst nachgegeben hatten, so Korea, Indonesien oder die Philippinen.