Dienstag, 22. Oktober 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Conti grün, Fresenius rot - Dax zeigt sich behauptet

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(Foto: imago/Sven Simon)

Es war ein zäher Handelstag in Frankfurt: Der deutsche Aktienmarkt pendelte heute zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten. Wichtige Konjunkturdaten gab es nicht. Schlussendlich schloss der Dax mit einem Miniplus von 0,1 Prozent bei 12.755 Punkten. Der MDax gewann ebenfalls 0,1 Prozent auf 26.246 Zähler. Der TecDax verlor 0,3 Prozent auf 2829 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,1 Prozent auf 5604 Punkte leicht nach oben.

Schlusslichter im Dax waren die Papiere von Fresenius Medical Care (FMC) mit minus 5,9 Prozent und der Mutter Fresenius mit minus 2,7 Prozent. Laut Berenberg-Analyst Tom Jones dürfte es dem Dialysespezialisten FMC schwer fallen, seine Jahresziele zu erreichen. Die Anteile von Continental vollzogen nach Nachrichten zur Abspaltung des Geschäftsfeldes Antriebstechnik sowie nach vorläufigen Quartalszahlen eine Berg- und Talfahrt. Zum Handelsende legten sie an der Dax-Spitze um 4,1 Prozent zu. Dass der Autozulieferer und Reifenhersteller die Powertrain-Sparte komplett an die Börse bringen will, wurde am Markt positiv aufgenommen. Dagegen rückte eine milliardenschwere Sonderbelastung, wegen der Conti in diesem Jahr voraussichtlich in die Verlustzone schlittern wird, in den Hintergrund.

17:15 Uhr

Trockenübung bei 737 Max - Boeing-Aktie erholt

Boeing hat nach eigenen Angaben eine Trockenübung zur Vorbereitung eines Testflugs zur Zertifizierung seines Problemfliegers 737 Max und dabei vorgenommener Softwareveränderungen durchgeführt. Dabei wurden allerdings einen Tag vor der Vorlage von Drittquartalszahlen keine Angaben über die zeitliche Planung für eine Rückkehr zum Normalbetrieb für das seit vielen Monaten stillgelegte Flugzeugmuster genannt.

Die Arbeiten an der Software hielten an. Die Boeing-Aktien erholten sich im frühen Handel an der Wall Street um 2 Prozent auf 337,59 Dollar. Sie waren in den vorherigen beiden Sitzungen deutlich gefallen.

Boeing
Boeing 362,50

16:49 Uhr

Audi will Produktionskapazität in Deutschland kürzen

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(Foto: imago/imagebroker)

Bei Audi wird auf das Bremspedal getreten. Die VW-Tochter möchte die Produktionskapazität in ihren beiden deutschen Werken kürzen. Audi-Chef Bram Schot sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Wir haben klare Vorstellungen, wie wir die Beschäftigung in Ingolstadt und in Neckarsulm sichern, und stehen dazu im konstruktiven Austausch mit den Arbeitnehmervertretern. Es ist zu früh, jetzt schon darüber zu reden." Bis zum Jahr 2022 wolle er 15 Milliarden Euro einsparen.

Audi hat im laufenden Jahr 3,6 Prozent weniger Autos verkauft als 2018 und 2018 schon 3,5 Prozent weniger als 2017. Die deutschen Werke mit ihren 61.000 Beschäftigten sind nicht ausgelastet, im Stammwerk Ingolstadt wurde eine der drei Nachtschichten abgeschafft. Ein Sprecher des Betriebsrats sagte, das Unternehmen wolle die Kapazität reduzieren. Man sei in Sondierungsgesprächen.

16:31 Uhr

n-tv Zertifikate: War's das mit der Jahresendrally?

In der Vergangenheit ging es am Aktienmarkt gerade in den letzten Wochen des Jahres noch einmal kräftig nach oben. Ist eine solche Jahresendrally trotz Handelsstreit und Brexit auch in diesem Jahr zu erwarten? Friedhelm Tilgen spricht mit Daniel Saurenz von Feingold Research darüber, ob es auch 2019 zum Jahresende hin noch einmal richtig aufwärts geht oder ob Anleger besser auf Nummer sicher gehen sollten.

16:16 Uhr

Pfund schwächelt im Vorfeld der Brexit-Abstimmungen

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(Foto: picture alliance / Andy Rain/EPA)

Das Pfund Sterling neigt weiter zur Schwäche, nachdem es an den vergangenen Tagen tendenziell zugelegt hatte. Kurzzeitig notierte die britische Währung unter 1,29 US-Dollar, gegenwärtig erholt sie sich leicht.

Im Vorfeld diverser Abstimmungen rund um den Brexit im britischen Unterhaus hat Premier Boris Johnson im Parlament eine neue Drohung vorgebracht. Sollten die Parlamentarier gegen seinen Dreitages-Zeitplan zur Verabschiedung des Brexit-Gesetzes stimmen, werde er das Gesetz zurückziehen und Wahlen anstreben.

16:02 Uhr

Wall Street startet mit Gewinnen - Biogen-Kurs schießt hoch

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Aussicht auf sprudelnde Firmengewinne lockt weitere Anleger in den US-Aktienmarkt. Enttäuschende Geschäftszahlen einiger Unternehmen dämpften die Kauflaune allerdings. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung um bis zu 0,4 Prozent.

Zu den Favoriten an der Wall Street zählte Procter & Gamble (P&G) mit einem Kursplus von etwa vier Prozent. Dank eines überraschend starken Umsatz- und Gewinnanstiegs im abgelaufenen Quartal peilt der "Ariel"-Anbieter für das Gesamtjahr ein Gewinnwachstum von fünf bis zehn statt vier bis neun Prozent an.

Die Papiere von Biogen schossen sogar gut 40 Prozent in die Höhe - so stark wie noch nie. Die Biotech-Firma will ungeachtet zwischenzeitlicher Rückschläge einen Zulassungsantrag für das Alzheimer-Mittel Aducanumab stellen. Es seien aber noch viele Fragen bezüglich der Wirksamkeit ungeklärt, schrieb Analyst Michael Yee von der Investmentbank Jefferies. Sollte die US-Gesundheitsbehörde eine Zulassung verweigern, müsse mit drastischen Kursrückschlägen bei Biogen gerechnet werden.

Die Titel von McDonald's büßten dagegen 3,1 Prozent ein. Die Schnellrestaurant-Kette verfehlte erstmals seit zwei Jahren mit ihrem Quartalsergebnis die Markterwartungen. Der harte Wettbewerb auf dem Heimatmarkt fordere Tribut, schrieb Analyst Andrew Charles vom Vermögensverwalter Cowen.

15:52 Uhr

Berlin will wohl Isabel Schnabel als EZB-Direktorin

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Isabel Schnabel

(Foto: picture alliance / Arne Dedert/d)

Hier eine wichtige Personalie: Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz nämlich die Bonner Ökonomin Isabel Schnabel für den Posten der EZB-Direktorin vorgeschlagen. Der SPD-Politiker habe den Vorschlag bereits mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer abgestimmt, berichtet das Blatt. Ein entsprechender Kabinettsbeschluss solle am Mittwoch gefasst werden.

Schnabel gilt als die einflussreichste deutsche Finanz- und Wirtschaftswissenschaftlerin. Sie ist eine der Wirtschaftsweisen der Bundesregierung und hat die Geldpolitik von EZB-Chef Mario Draghi grundsätzlich unterstützt. Schnabel würde Nachfolgerin von Sabine Lautenschläger werden, die kürzlich ihren Rücktritt aus dem EZB-Direktorium erklärt hatte.

15:41 Uhr

Procter & Gamble erhöht Ausblick nach gutem ersten Quartal

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(Foto: dapd)

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (PG) ist gut in sein neues Geschäftsjahr gestartet. Das Unternehmen, zu dem Marken wie Gillette, Ariel und Pampers gehören, übertraf im ersten Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten und erhöhte den Ausblick für 2019/20. Die Aktie stieg im vorbörslichen Handel um über 4 Prozent.

Im abgelaufenen ersten Quartal verdiente Procter & Gamble unter dem Strich 3,6 Milliarden US-Dollar nach 3,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,37 Dollar. Analysten hatten im Factset-Konsens mit 1,24 Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar.

15:30 Uhr

Lockheed Martin geht mit Jahresprognose hoch

Lockheed Martin
Lockheed Martin 352,00

Der Rüstungskonzern Lockheed Martin hat im dritten Quartal einen Nettogewinn von 1,6 Milliarden US-Dollar erzielt, ein Rückgang von den 1,9 Milliarden vor Jahresfrist. Der Umsatz habe um 6 Prozent auf 15,17 Milliarden Dollar zugelegt, teilte der Konzern mit. Der Gewinn je Aktie lag mit 5,66 Dollar deutlich über der Erwartung der Analysten von 5,02 Dollar.

Im laufenden Jahr traut sich Lockheed Martin nun einen Gewinn je Aktie von 21,55 Dollar zu, nachdem das Unternehmen bislang nur 20,85 bis 21,15 Dollar in Aussicht gestellt hatte. Die Quartalsdividende hob Lockheed auf 2,40 von 2,20 Dollar an. Der laufende Aktienrückkauf soll um 1 Milliarde Dollar aufgestockt werden, 3,3 Milliarden Dollar sind noch in der Pipeline.

14:57 Uhr

Biogen-Aktie geht vorbörslich durch die Decke

Spekulationen auf eine baldige Zulassung eines Alzheimer-Medikaments haben dem US-Konzern Biogen den größten Kurssprung seiner Firmengeschichte beschert. Die Aktie stieg im vorbörslichen US-Geschäft um etwa 39 Prozent.

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Biogen Idec 263,00

14:33 Uhr

Brexit sorgt für Auftragsflaute in britischer Industrie

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Aufträge für die britische Industrie fließen so spärlich wie seit neuneinhalb Jahren nicht mehr. Das vom Industrieverband CBI ermittelte Barometer sank im Oktober überraschend auf minus 37 Punkte von minus 28 Zähler im Vormonat. Die Aufträge dürften in den kommenden drei Monaten sogar so stark zurückgehen wie seit Anfang 2009 nicht mehr, wie eine Umfrage unter Industriebetrieben ergab.

  • "Eine Kombination aus Brexit-Unsicherheit und schwächerem globalen Wachstum schlägt deutlich auf die Stimmung und die Exportaussichten", sagte CBI-Chefökonom Rain Newton-Smith.

Die Beschäftigungsaussichten würden so schlecht eingeschätzt wie seit der globalen Finanzkrise vor rund einem Jahrzehnt nicht mehr.

14:15 Uhr

Harley-Davidson verbucht Gewinneinbruch

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Harley-Davidson 37,81

Probleme für Harley-Davidson: Europäische Einfuhrzölle und ein Nachfragerückgang in den USA haben dem Hersteller von Kultmotorrädern im dritten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt.

Das Nettoergebnis sank um 24 Prozent auf 86,6 Millionen Dollar. Der Umsatz mit Motorrädern und damit verbundenen Produkten ging um 4,9 Prozent auf 1,07 Milliarden Dollar zurück.

13:53 Uhr

Milliardenabschreibung reißt Continental in die roten Zahlen

Schlechte Nachrichten aus Hannover: Der Autozulieferer Continental schreibt insgesamt 2,5 Mrd Euro ab und rutscht damit in diesem Jahr in die roten Zahlen. Der größte Teil der Wertberichtigungen entfällt auf das Geschäft mit der Innenausstattung von Autos, wie der Dax-Konzern in Hannover mitteilte.

Continental gehe davon aus, dass sich die Fahrzeugproduktion in den nächsten fünf Jahren weltweit "nicht wesentlich verbessern" werde. Deshalb müsse der Konzern die Werte abschreiben, mit der die - größtenteils vor mehr als zehn Jahren zugekauften - Firmen in der Bilanz stehen. Im abgelaufenen dritten Quartal habe der Konzern damit vor Steuern und Zinsen (Ebit) einen Verlust erwirtschaftet, für das Gesamtjahr sei unter dem Strich mit roten Zahlen zu rechnen. Die Anleger reagierten positiv auf die klaren Angaben: Der Kurs der Conti-Aktie stieg um 3,1 Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Continental 124,44

13:41 Uhr

Bremsenhersteller Haldex schließt Werk in Heidelberg

Dem Umbau des Produktionsnetzwerks von Haldex in Europa fällt das Werk in Heidelberg zum Opfer. Wie der schwedische Bremsenhersteller mitteilte, wird das dortige Werk wegen Verlagerung der Produktion nach Ungarn geschlossen. Die Maßnahme betreffe 100 Mitarbeiter, von denen 17 bei Haldex bleiben werden.

Der erwartete wirtschaftliche Abschwung und das Kostenniveau in Deutschland hätten zu der Entscheidung geführt. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern seien aufgenommen worden und sollen noch 2019 abgeschlossen werden. Die Kosten für die Maßnahme seien bisher nicht zu prognostizieren.

13:21 Uhr

"Dramatische Situation" bei Windenergie-Ausbau

Windräder drehen sich auf einer Anhöhe. Foto: Frank Rumpenhorst/Archivbild

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Der Energieverband BDEW hat angesichts der Ausbaukrise bei der Windenergie an Land von einer "dramatischen Situation" gesprochen. Das Ziel von 65 Prozent regenerativ erzeugtem Strom bis 2030 lasse sich so nicht erreichen, sagte BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer. Nach BDEW-Berechnungen müssten jährlich zwischen 2,9 und 4,3 Gigawatt aus Windenergie an Land-Anlagen zugebaut werden. "Davon sind wir meilenweit entfernt."

Die Ausbaukrise bei der Windenergie an Land hat sich verschärft. Nach einer Analyse der Fachagentur Windenergie an Land gingen von Januar bis Ende September 2019 nur 148 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 507 Megawatt ans Netz. Dieser Wert sei in den vergangenen fünf Jahren jeweils schon im ersten Quartal erreicht worden, so Kapferer.

13:01 Uhr

Staatsschulden im Euroraum sinken

Fiskalischer Lichtblick: Die Staatsschulden in der Eurozone sind im zweiten Quartal 2019 leicht gesunken. Der öffentliche Schuldenberg sank gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 86,4 von 86,5 Prozent im Vorquartal, wie die Statistikbehörde Eurostat meldete. In absoluten Zahlen stieg der Schuldenberg allerdings auf 10,124 von 10,072 Billionen Euro. In der EU-28 sank die Staatsschuldenquote auf 80,5 von 81,1 Prozent und der Schuldenstand auf 12,992 von 12,994 Billionen Euro.

Die höchsten Verschuldungsquoten im Verhältnis zum BIP wurden in Griechenland (180,2 Prozent), Italien (138,0 Prozent), Portugal (121,2 Prozent), Zypern (107,2 Prozent) und Belgien (104,7 Prozent) verzeichnet und die niedrigsten Quoten in Estland (9,3 Prozent), Luxemburg (20,3 Prozent) und Bulgarien (20,4 Prozent). Deutschland rangierte mit seinem Schuldenstand im Mittelfeld (61,2) Prozent.

12:40 Uhr

In welche Richtung geht's heute an der Wall Street?

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Mit einem wenig veränderten Stand dürfte die Wall Street heute in den Handel gehen. Der Appetit auf riskantere Anlagen wie Aktien ist begrenzt, weil die Unsicherheit um den Brexit lähmend wirkt. Am Berichtstag wird erneut das britische Unterhaus tagen und es könnte möglicherweise zu einer Abstimmung kommen. Daneben nimmt in den USA die Berichtssaison weiter Fahrt auf. Bislang haben die Unternehmensergebnisse zwar positiv überrascht, allerdings hatten die Analysten ihre Erwartungen nach unten geschraubt.

Heute berichten Procter & Gamble, United Technologies, United Parcel Service und McDonald's - alle vorbörslich. Im weiteren Wochenverlauf folgen dann unter anderem Microsoft, Amazon und Twitter.

In der Frage der US-chinesischen Handelsgespräche gibt es einstweilen keine Neuigkeiten, so dass der Markt weiter verhalten zuversichtlich gestimmt ist, bezogen auf einen sogenannten Phase-eins-Deal, der lediglich einen Teil der Streitthemen ausräumen soll.

12:26 Uhr

VW äußert sich zu geplantem Türkei-Werk

Volkswagen sucht derzeit trotz des auf Eis liegenden Vorhabens eines neuen Produktionswerkes in der Türkei nicht nach einem Ersatzstandort.

  • "Wir sind derzeit nicht dabei, alternative Standortplanungen zu machen", sagte Markenproduktionschef Andreas Tostmann in Wolfsburg. Die Entscheidung liege weiter auf Eis.
  • "Wir sind in einer sorgfältigen Beobachtungsphase", sagte der Manager, der keinen detaillierten Zeitrahmen für eine Entscheidung nennen wollte.

Nach dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien hatte der Dax-Konzern den endgültigen Zuschlag für den Bau des seit längerem geplanten Mehrmarkenwerkes für Südosteuropa aufgeschoben. Inzwischen hatte das EU-Land Bulgarien, das auch in der engeren Auswahl für den Standort war, sich mit einem mutmaßlich aufgebesserten Angebot für die Standortbedingungen wieder ins Spiel zu bringen versucht.

12:17 Uhr

Santander verkauft Aktiva in Puerto Rico

Die spanische Großbank Santander verkauft ihre Aktivitäten für Privat- und Geschäftskunden in Puerto Rico an die FirstBank Puerto Rico für rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Die Transaktion soll 5 bis 6 Basispunkte zur Kernkapitalquote beitragen und keinen wesentlichen Einfluss auf den Nettogewinn haben, teilte das Geldhaus mit.

Das Geschäft, das 27 Bankfilialen und Aktiva in Höhe von 6,2 Milliarden Dollar umfasst, soll bis Mitte 2020 abgeschlossen sein.

11:54 Uhr

Euro wird bei Zustimmung für Brexit-Abkommen zurückfallen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Es ist bereits alles eingepreist: "Mit Sicherheit" wird der Euro nach Überzeugung von Societe Generale zurückfallen auf 0,85 Pfund und damit auf das Niveau vom Mai diesen Jahres, falls das britische Unterhaus den Austrittsplan von Premierminister Boris Johnson prinzipiell billigen wird. SocGen-Devisenanalyst Kit Juckes begründet seine Haltung mit dem zunehmend wegfallenden Risiko eines ungeregelten Brexit zum 31. Oktober.

Am Donnerstag soll das Unterhaus nach dreitägiger Debatte über das mit Brüssel geschlossene Abkommen abstimmen. Der Euro tendierte zum Pfund am Mittag 0,1 Prozent fester bei 0,8613 Pfund.

11:39 Uhr

Geringe Gewinne in Frankfurt - Software-Aktie stark

Dax
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Keine großen Ausschläge am deutschen Aktienmarkt: Kurz vor Mittag notierte der Dax 0,2 Prozent höher bei 12.772 Punkten. Auch MDax und TecDax verzeichneten geringe Gewinne. Der EuroStoxx50 gewann 0,1 Prozent auf 3605 Stellen.

Der Tech-Sektor war europaweit am gefragtesten unter den 19 Branchen. Im Dax war die Aktie von SAP mit plus 1,5 Prozent an der Index-Spitze. Infineon legten um 1,0 Prozent zu. Zur positiven Stimmung trug auch der überraschend starke Quartalsbericht der Software AG bei. Das dritte Quartal war deutlich besser als erwartet ausgefallen, was die Papiere mit plus 10,7 Prozent an die MDax-Spitze katapultierte.

11:21 Uhr

VW kümmert sich um E-Mobilität in Afrika

Volkswagen will die E-Mobilität in Afrika mit einem Pilotprojekt voranbringen. In Ruandas Hauptstadt Kigali sollen demnächst 50 E-Golf fahren, kündigte der Geschäftsführer von VW South Africa, Thomas Schäfer, an. Die Infrastruktur werde von Siemens aufgebaut.

Die Elektro-Golfs sollen zunächst nicht an Privatpersonen verkauft werden, sondern vom Volkswagen-eigenen Mobilitätsdienst genutzt werden. Schäfer - auch Vorsitzender des Afrikanischen Automobilhersteller-Verbandes (AAAM)- kündigte zugleich für die nächsten Monate die Aufnahme neuer Produktionsstätten in Ghana und Kenia an.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 180,62

11:00 Uhr

Prosus will Just Eat schlucken - Aktienkurs schießt hoch

Just Eat
Just Eat 8,51

Die Aktie von Just Eat ist am Vormittag buchstäblich durch die Decke gegangen - um plus 20 Prozent auf 715 Pence. "Damit hat keiner gerechnet", so ein Marktteilnehmer zur Übernahmeofferte für das Unternehmen.

Schon schnell nach dem Gang an die Börse machte Prosus auf sich aufmerksam. Die Naspers-Tochter bot 710 Pence je Aktie von Just Eat und bewertete damit das Unternehmen mit knapp 5 Milliarden Pfund. Für die Aktie des Wettbewerbers Takeaway.com ging es in der Folge um 7 Prozent nach oben. Allerdings wies Just Eat die Prosus-Offerte zurück.

10:42 Uhr

Chinas Notenbank pumpt mehr Geld in den Markt

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(Foto: picture alliance / dpa)

Chinas Notenbank hat den Geschäftsbanken des Landes ungewöhnlich viel Liquidität zur Verfügung gestellt. In einem sogenannten Repo-Geschäft mit einer Laufzeit von sieben Tagen habe die Zentralbank 250 Milliarden Yuan (etwa 31,67 Milliarden Euro) in den Markt gepumpt, wie es in einer Mitteilung hieß. Das Geschäft, in dem Banken Wertpapiere als Sicherheiten hinterlegen, hat das höchste Volumen seit Mai.

Die Maßnahme erfolgte in einer Zeit, in der in China die Zahlung von Unternehmenssteuern ansteht. Die Frist zur Zahlung endet am 24. Oktober und hat in der Regel einen höheren Bedarf an Liquidität zur Folge.

10:19 Uhr

Pfund trotzt Unsicherheiten im Brexit-Drama

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,28

Der Kurs des Euro hat sich nur wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1153 US-Dollar gehandelt und damit nahezu auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1173 (Freitag: 1,1144) Dollar festgesetzt. Damit konnte der Euro die seit Mitte Oktober angefallenen Kursgewinne in etwa halten.

Auch das britische Pfund hielt sich am Morgen stabil, nachdem es in den vergangenen etwa zwei Wochen rund sechs Prozent an Wert gewonnen hatte. Die jüngste politische Entwicklung in Großbritannien konnte die Kurse vorerst nicht belasten. Der britische Premierminister Boris Johnson steht unter Zeitdruck. Er muss das Gesetz zur Ratifizierung des Brexit-Vertrags im Eiltempo durch das Parlament peitschen. Das Unterhaus berät im Verlauf des Tages in zweiter Lesung über das Gesetz. Nötig ist ein Verfahren mit drei Lesungen in beiden Parlamentskammern in London. Johnson will Großbritannien weiterhin Ende des Monats aus der EU führen.

09:56 Uhr

Europas Flugaufsicht folgt bei 737 Max nicht länger der FAA

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die europäischen Luftsicherheitsbehörden haben sich nach Informationen von Insidern endgültig von der Idee verabschiedet, das Flugverbot für das Verkehrsflugzeug 737 Max von Boeing zeitgleich mit den USA aufzuheben. Das ist ein erheblicher Rückschlag für die US-Aufsicht FAA, die die verbreitete Maschine gerne in einer koordinierten Aktion wieder zugelassen hätte.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Die abschließende Entscheidung, so sagten mehrere Insider, wurde in der vergangenen Woche von Patrick Ky, dem Leiter der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (Easa), bei einem Treffen an Earl Lawrence und Ali Bahrami, den beiden leitenden Beamten der Federal Aviation Administration (FAA), übermittelt. Sie leiten das Team zur Bewältigung der Max-Krise.

*Datenschutz

09:42 Uhr

Software AG schafft positive Überraschung

Software AG
Software AG 30,53

Die Software AG hat im dritten Quartal dank einer starken Entwicklung im Datenbankgeschäft den Gewinn überraschend gesteigert. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte Deutschlands zweitgrößter Softwarekonzern. In den drei Monaten steigerte das Darmstädter Unternehmen den Umsatz laut Mitteilung um 7 Prozent auf 224,2 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) legte um 7 Prozent auf 68,4 Millionen Euro zu. Die Ebita-Marge blieb mit 30,5 Prozent stabil. Analysten hatten einen leichten Umsatzrückgang auf 208 Millionen Euro erwartet, das Ebita wurde nur bei 55 Millionen Euro gesehen.

09:22 Uhr

Elektro-Flugtaxi Lilium testet bei 300 km/h

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Flugtaxi von Lilium (Archivbild)

(Foto: dpa)

Der Elektro-Flugtaxi-Hersteller Lilium hat den Bau einer zweiten Fabrik in Weßling bei München angekündigt. Dort sollen ab 2025 mehrere hunderte vollelektrische, senkrecht startende Jets im Jahr produziert werden. Das fünfsitzige Flugzeug habe seine erste Testphase mit Geschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde erfolgreich absolviert und beginne jetzt Tests bis zur Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h, teilte das Unternehmen mit.

Als Leiter des Flugprogramms habe Lilium den früheren Airbus-Manager Yves Yemsi gewonnen, der zuvor am A350 mitgearbeitet habe. Lilium-Chef Daniel Wiegand sprach von "geplant schnellen Fortschritten bei der Erprobung". Das Unternehmen sei auf Kurs, 2025 Passagierbetrieb an mehreren Standorten weltweit zu gewährleisten.

09:08 Uhr

Dax startet mit leichtem Plus

Mit leichten Zugewinnen ist der deutsche Aktienmarkt in den Handel gestartet. Der Dax stieg um 0,2 Prozent auf 12.775 Punkte. Der MDax legte um ebenfalls 0,2 Prozent auf 26.285 Zähler zu. Mit dem TecDax ging es um 0,3 Prozent auf 2844 Stellen nach oben.

09:03 Uhr

Deutsches Flugtaxi absolviert bemannten Testflug in Singapur

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(Foto: dpa)

In Singapur hat der deutsche Hersteller Volocopter erfolgreich einen bemannten Testflug mit einem Flugtaxi absolviert. Das weiße Gerät aus Karbonfaser drehte über dem Hafen Marina Bay der Millionen-Metropole eine etwa einminütige Runde und landete dann wieder sicher. An Bord war ein Pilot, allerdings noch kein Passagier.

Ziel des Unternehmens aus dem badischen Bruchsal ist es, 2021 in Singapur mit kommerziellen Flügen zu starten. Damit wäre der Stadtstaat das erste Land weltweit, das den regulären Betrieb von Flugtaxis erlaubt. Der sogenannte Volocopter 2X sieht aus wie eine Mischung aus kleinem Hubschrauber und großer Drohne. Er fliegt mit 18 Rotoren. Angetrieben wird er elektrisch mit einer Batterie. Der Vorstandschef von Volocopter, Florian Reuter, kündigte an, innerhalb von zwei bis fünf Jahren den regulären Betrieb in Singapur starten zu wollen.

08:50 Uhr

Osram-Interessent mit starken Zahlen

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(Foto: REUTERS)

Der an einer Übernahme von Osram interessierte österreichische Sensorspezialist AMS hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient. Der Gewinn hat sich mit 158 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppelt. Der Umsatz kletterte auf 645 Millionen Dollar (578 Mio Euro), ein Zuwachs von 41 Prozent. Das Unternehmen zeigte sich zuversichtlich, dass das Übernahmeangebot "erfolgreich sein wird".

AMS hatte Ende vergangener Woche ein zweites Übernahmeangebot für Osram abgegeben. Es beträgt erneut 41 Euro je Aktie, die Mindestannahmeschwelle wurde aber auf 55 Prozent gesenkt. An dieser war das erste Angebot Anfang Oktober gescheitert.

08:30 Uhr

Steigende Reserven drohen Ölpreise zu schmälern

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 57,20

Die Ölpreise haben leicht nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 58,81 US-Dollar. Das waren 15 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um elf Cent auf 53,20 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Der Fokus richte sich bereits auf die Entwicklung der Ölreserven in den USA. So werden Daten zur Entwicklung der Lagerbestände an Rohöl des Interessenverbandes American Petroleum Institute (API) erwartet. Am Mittwoch folgen dann die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung. Am Markt wird damit gerechnet, dass die amerikanischen Ölreserven in der vergangenen Woche die sechste Woche in Folge gestiegen sind. Steigende Ölvorräte in den USA können ein Hinweis auf eine geringe Nachfrage oder ein zu hohes Angebot sein und belasten in der Regel die Ölpreise.

07:53 Uhr

Dax-Anleger setzen auf positive Berichtssaison in USA

Dax
Dax 13.230,07

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Montag war er 0,9 Prozent fester bei knapp 12.748 Zählern aus dem Handel gegangen. Zunehmend für Gesprächsstoff dürften die Firmenergebnisse sorgen. Unter anderem gibt die Software AG Einblick in ihre Bücher, in den USA stehen die Zahlen von Texas Instruments an. Analysten hoffen auf Hinweise darauf, wie stark der Handelskonflikt die Geschäfte der Unternehmen beeinflusst. Die Anleger setzten darauf, dass die Berichtssaison vor allem in den USA nicht so schlecht ausfallen wird, wie es in den Sommermonaten den Anschein hatte, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets.

Auch das Brexit-Drama dürfte weiter Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die britische Regierung will am Donnerstag abschließend über die notwendigen Gesetze für einen Austritt aus der EU abstimmen lassen. Die zweite Lesung der sogenannten Withdrawal Agreement Bill solle am heutigen Dienstag beginnen, sagte der Unterhaus-Vorsitzende Jacob Rees-Mogg. Zuvor war die Regierung von Premierminister Boris Johnson mit dem Versuch gescheitert, das neue Brexit-Abkommen mit der EU durch das Parlament zu bringen.

07:26 Uhr

Investmentbanking, Geopolitik und niedrige Zinsen belasten UBS

UBS
UBS 12,04

Die UBS hat im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht. Unter dem Strich stand im Sommer ein Gewinn von 1,05 Milliarden US-Dollar - 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie die größte Schweizer Bank mitteilte. Grund dafür war die anhaltende Zurückhaltung reicher Privatkunden sowie die negativen Zinsen, die die Erträge im Kerngeschäft Vermögensverwaltung schmälerten.

Auch die Investmentbank schnitt schlechter ab. UBS-Chef Sergio Ermotti hatte bereits angekündigt, diesen Bereich weiter umbauen zu wollen. Die Kosten dafür werden das Ergebnis im vierten Quartal mit rund 100 Millionen Dollar belasten. Für den Rest des Jahres gab sich die UBS zurückhaltend. Nach wie vor trübten geopolitische Spannungen und Handelskonflikte die Anlegerstimmung. Die niedrigen Zinsen lasteten auf den Erträgen.

06:45 Uhr

Annäherung im Handelskonflikt nützt Asiens Märkten nichts

Die asiatischen Aktienmärkte reagieren trotz der Aussichten auf ein Abkommen zwischen China und den USA im Handelskonflikt nur zögerlich. US-Präsident Donald Trump hatte sich am Montag optimistisch über ein China-Abkommen geäußert. Der Berater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, sagte, die für Dezember geplanten Zölle auf chinesische Waren könnten zurückgezogen werden, wenn die geplanten Gespräche gut laufen.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Handel in Tokio blieb wegen eines Feiertags geschlossen. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 108,65 Yen und stagnierte bei 7,0767 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9868 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1150 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,1003 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2976 Dollar.