Dienstag, 25. Februar 2020Der Börsen-Tag

mit Juliane Kipper
Juliane Kipper
17:51 Uhr

Virussorgen drücken Dax auf den tiefsten Stand seit Oktober

Dax
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Die wachsende Furcht vor den Folgen des grassierenden Coronavirus für die Weltwirtschaft drückt den Dax auf das tiefste Niveau seit Oktober letzten Jahres. Der deutsche Leitindex schließt nach einem nervösen Handel 1,9 Prozent tiefer bei 12.790 Punkten, nachdem das Börsenbarometer am Nachmittag in den Sog fallender Kurse an der Wall Street geraten war.

Mastercard
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"Die Anleger machen sich weiter Sorgen, dass aus der Coronavirus-Epidemie noch eine ausgewachsene Pandemie wird", schrieb Marktanalyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda. Der Anstieg der Infektionen in Südkorea, dem Iran und Italien sorge für Nervosität. Zudem ist das neuartige Coronavirus nun auch auf der Urlaubsinsel Teneriffa sowie auf dem spanischen Festland und in der Schweiz angekommen.

Investoren trennten sich erneut von Luftfahrtwerten, die besonders stark unter verhängten Reise-Beschränkungen leiden. Die Aktien von Lufthansa, Air France-KLM und der British Airways-Mutter IAG sowie der beiden führenden Billig-Flieger Ryanair und EasyJet büßten bis zu 3,9 Prozent ein. Die Titel der Kreuzfahrt-Reederei Carnival, zu der die wegen eines Coronavirus-Ausbruchs an Bord in Japan festsitzende "Diamond Princess" gehört, fielen zeitweise auf ein Fünfeinhalb-Jahres-Tief von 2619 Pence.

Parallel dazu warnte Mastercard vor einer Beeinträchtigung des Geschäfts durch die Epidemie und senkte die Ziele für das laufende Quartal. Außerdem kündigte der langjährige Chef Ajay Banga seinen Rückzug an. Er übergibt im kommenden Jahr den Kreditkarten-Anbieter in die Hände des Deutschen Michael Miebach. Mastercard-Aktien verloren 4,1 Prozent.

17:20 Uhr

Hoffnung auf US-Erholung verfliegt

"Rette sich wer kann". Mit diesen deutlichen Worten beschreibt ein Händler die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Die Hoffnung auf eine Erholung an den US-Märkten am Nachmittag habe sich nicht erfüllt. Der Dax verliert 1,8 Prozent auf 12.804.

16:52 Uhr

Macy's macht seine Prognose ohne Coronafolgen

Macy's
Macy's 4,73

Aktien des Einzelhändlers Macy's lassen sich an der Wall Street von über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen zunächst anschieben, fallen aber wieder leicht unter den Vortagsstand zurück. Das Unternehmen hat zwar die eigene Prognose für das Geschäftsjahr 2020 bestätigt, aber auch betont, darin keine möglichen Auswirkungen des Coronavirus einbezogen zu haben.

Zwar werde eine kleine Belastung für den Umsatz durch weniger Touristen aus Asien gesehen, auch die Warenlieferungen aus China könnten sich etwas verlangsamen. Doch insgesamt sei dies kein Anlass zur Sorge, so CEO Jeff Gennette. Macy's erwartet 2020 einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 2,45 und 2,65 Dollar bei einem Umsatz zwischen 23,6 und 23,9 Milliarden Dollar.

Der Titel war nach einem fast 6-prozentigen Kursanstieg im vorbörslichen Handel im frühen Geschäft zunächst mit 2,2 Prozent im Plus, liegt inzwischen aber rund 1,3 Prozent niedriger.

16:20 Uhr

Deutscher wird neuer Chef bei Mastercard

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Kurz vor der Bekanntgabe des Chefwechsels hatte Mastercard vor den Auswirkungen des Coronavirus auf das eigene Geschäft gewarnt.

picture alliance/dpa

Beim Kreditkarten-Anbieter Mastercard rückt ein Deutscher an die Konzernspitze. Der im Allgäu aufgewachsene Michael Miebach wird zum 1. Januar 2021 die Nachfolge von Konzernchef Ajay Banga antreten, der seit zehn Jahren den Visa-Konkurrenten führt, wie Mastercard mitteilte. Banga wird Anfang 2021 den Vorsitz des Verwaltungsrats von Richard Haythornthwaite übernehmen, der in Rente geht.

Der 52-jährige hat seinen Studienabschluss an der Universität Passau gemacht. Nach Stationen bei den Banken Citibank und Barclays wechselte er 2010 zu Mastercard. Dort ist er seit 2016 als Chief Product Officer der oberste Produktverantwortliche des Kreditkarten-Anbieters. In seinen zehn Jahren bei Mastercard habe Miebach bewiesen, dass er Produkte entwickeln und Geschäfte weltweit führen könne, sagte Banga.

15:57 Uhr

Wie stark verunsichert das Coronavirus die Märkte?

Das Coronavirus ist jetzt offenbar doch an den Märkten angekommen. Zumindest mussten die Börsen zu Beginn der Woche deshalb herbe Verluste einstecken. Ist die Rally jetzt erst mal vorbei? Bianca Thomas spricht mit Kemal Bagci von der BNP Paribas über die Lage an den Märkten und die Möglichkeit, das eigene Depot mit Optionsscheinen abzusichern.

 

15:57 Uhr

Wall Street nach Kursabsturz leicht erholt

Kurz nach der Startglocke steigt der Dow-Jones-Index um 0,4 Prozent auf 28.082 Punkte. Der S&P-500 legt um ebenfalls 0,4 Prozent zu und der Nasdaq-Composite um 0,6 Prozent. Ermutigende Firmenbilanzen locken Börsianern zufolge einige Anleger in die US-Aktienmärkte zurück.

15:11 Uhr

Keine Partystimmung bei Tupperware

Die Liste der Konjunkturdaten ist heute kurz. Dafür dürften einige Unternehmensbilanzen die Anleger etwas vom Thema Coronavirus ablenken. Vorbörslich haben unter anderem Home Depot, Tupperware und Macy's Zahlen vorgelegt.

Tupperware
Tupperware 1,53

Der Quartalsausweis der Baumarktkette Home Depot hat positiv überrascht, was der Aktie im vorbörslichen Handel zu einem Plus von 2,6 Prozent verhilft. Auch die Zahlen des Warenhauskonzerns Macy's waren besser als erwartet. Allerdings hat Macy's den Ausblick auf 2020 nur bekräftigt. Die Aktie zeigt sich volatil und dreht nach anfänglichen Gewinnen leicht ins Minus.

Um fast 17 Prozent steil nach unten geht es dagegen mit der Tupperware-Aktie. Der Anbieter von Haushaltswaren hat nach eigenen Angaben 2019 einen Gewinneinbruch verzeichnet und dürfte schlimmstenfalls gerade noch ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht haben. Daneben meldete Tupperware Unregelmäßigkeiten in der Bilanzierung, die nun untersucht würden. Überdies muss das Unternehmen voraussichtlich die Lockerung von Kreditauflagen beantragen, um einen rasanten Anstieg seiner Schuldenlast zu verhindern.

15:04 Uhr

US-Börse nach Kursabsturz leicht erholt erwartet

Das Coronavirus dürfte die US-Börsen auch am Dienstag fest im Griff haben. Nach den heftigen Verlusten zu Wochenbeginn zeichnet sich nur eine kleine Gegenbewegung ab. Die Zahl der mit dem Virus Infizierten ist erneut gestiegen. In China hat die Epidemie nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation zwar ihren Höhepunkt überschritten, allerdings hat sich die Krise in anderen Ländern verschärft.

James Athey, Senior Investment Manager bei Aberdeen Standard Investments, spricht von einem Schock für die globale Wirtschaft. Die sentimentgetriebene Rally an den Aktienmärkten, die vor Kurzem noch Rekordstände markierten, bekomme Risse. Athey erwartet, dass Anleger vorerst lieber zu US-Anleihen greifen, um sich gegen eine Konjunkturschwäche abzusichern, aber auch weil am Markt Zinssenkungen erwartet würden.

14:25 Uhr

Luxussegment rechnet mit bis zu 40 Milliarden Euro Einbußen

Für die Aktie des französischen Luxusgüterunternehmens SMCP geht es um 8,3 Prozent nach unten. Das Unternehmen hat mitgeteilt, dass der Ausbruch des Coronavirus eine signifikante Auswirkung auf Umsatz und Rentabilität in China habe. Aber auch andere Regionen litten im geringeren Ausmaß aufgrund einer niedrigeren Zahl chinesischer Touristen. Einen bedeutenden Teil der Geschäfte auf dem chinesischen Festland und in Macao hatte SMCP vorübergehend geschlossen. China ist einer der wichtigsten Märkte von SMCP.

Die Verantwortlichen in den Vorständen der Luxusgüterunternehmen erwarten Umsatzbelastungen zwischen 30 und 40 Milliarden Euro im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus. Diese Summe entspreche 9 bis 11 Prozent der erwarteten globalen Erlöse im Jahr 2020, urteilen die Analysten von Bernstein und berufen sich auf eine Umfrage unter 28 Vorständen aus der Branche. Die Vorstände erwarteten darüber hinaus eine Belastung der Betriebsgewinne auf Ebitda-Basis in der Größenordnung von rund 13 Prozent.

14:01 Uhr

Coronavirus belastet Aktien von Airlines

Fluggesellschaften, die am Morgen am stärksten an Börsenwert verloren hatten, bleiben weiter unter Druck. Lufthansa-Aktien liegen 1,7 Prozent im Minus, EasyJet-Papiere geben mehr als zwei Prozent nach, Aktien von Ryanair 1,6 Prozent. Anleger befürchten Reisebeschränkungen und einen Rückgang der Geschäftstätigkeit wegen der Ausbreitung des Coronavirus.

Auch für Banken geht es erneut bergab. Die Branche zieht es rund 1,5 Prozent nach unten. Der Index für Autowerte gibt 1,4 Prozent nach. Die größten Kursverluste mit einem Minus von zeitweise bis zu 8,7 Prozent verbucht in Frankfurt der Autozulieferer Leoni.

13:27 Uhr

Amazon eröffnet ersten größeren Supermarkt ohne Kassen

Der Online-Händler Amazon bringt seine Technik zum Einkaufen ohne Kassen erstmals in einen größeren Supermarkt. Das neue Lebensmittel-Geschäft in Seattle hat eine Fläche von gut 960 Quadratmetern - und ist damit etwa fünf Mal so groß wie die bisherigen Läden unter der Marke Amazon Go. Die Größe der Ladenfläche sei inzwischen kein Problem mehr, betonte der zuständige Amazon-Manager Dilip Kumar im "Wall Street Journal". "Es gibt keine Obergrenze."

In den Amazon-Go-Läden nehmen die Kunden einfach Artikel aus dem Regal und verlassen das Geschäft. Kameras und andere Sensoren wie Waagen in den Regalböden registrieren, wer welche Waren mitgenommen hat. Der Preis wird nachträglich per App abgebucht. In der jahrelangen Entwicklung der Technologie war es laut Medienberichten eine Herausforderung für Amazon, mit größeren Kundenzahlen zu arbeiten. Die ersten Geschäfte waren auch eher klein und mit einem überschaubaren Warensortiment.

12:41 Uhr

Beim Start der neuen E-Autos darf bei VW nichts schiefgehen

Inmitten von Coronakrise, Handelskonflikten und Konjunkturflaute – Volkswagen wird bei der Präsentation seiner Jahresbilanz am Freitag wohl wieder mit einem Rekordgewinn glänzen. Die Freude darüber dürfte sich aber in Grenzen halten. Denn ob sich die Erfolgsserie im Generalumbau zum Anbieter umweltschonender Antriebe fortsetzen lässt, ist völlig offen.

"Die Zeiten sind so unsicher wie lange nicht", sagt Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Dank des SUV-Booms sprudeln derzeit die Einnahmen. Nur so kann sich Volkswagen die hohen Investitionen in die Entwicklung neuer Technologien, in die Vernetzung und Digitalisierung überhaupt leisten. Wenn die Wolfsburger die Kundschaft aber nicht davon überzeugen können, sich Stromautos anzuschaffen, drohen saftige CO2-Strafen - und die Gewinne wären futsch.

Um Volkswagen in den unsicheren Zeiten auf Kurs zu halten, darf beim Start der neuen Elektroautos nichts schiefgehen. Davon hängt nicht zuletzt ab, ob der Konzern die Klimaziele erfüllen kann. Deshalb arbeiten die Ingenieure mit Hochdruck daran, die Softwareprobleme in den Griff zu bekommen, die hinter den Kulissen bereits für Unruhe sorgten. Denn der für Sommer geplante Marktstart des neuen ID.3 ist besonders prestigeträchtig. Niemand in Wolfsburg mag sich vorstellen, dass der US-Elektroautobauer Tesla ihnen den Rang abläuft.

11:55 Uhr

Dax bricht schon wieder zusammen

Der Stabilisierungsversuch des Dax nach dem Rutsch zum Wochenstart ist nicht von langer Dauer gewesen. Der Leitindex rutscht 0,9 Prozent ins Minus und deutlich unter die 13.000er-Marke auf 12.911 Punkte. Unter Druck stehen vor allem Konjunkturzykliker wie Heidelbergcement und Continental mit erneuten Verlusten von bis zu 3 Prozent.  Die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie bleibt allgegenwärtig. Börsianer hatten die Kursgewinne am Morgen bereits als reine Gegenbewegung nach dem Ausverkauf vom Vortag identifiziert. Nachrichten aus Italien verhießen kaum Gutes. Denn dort breitet sich das Virus Sars-CoV-2 offenbar weiter aus.

11:43 Uhr

Tesco verabschiedet sich von globalen Ambitionen

Die britische Supermarktkette Tesco besiegelt ihren Rückzug aus China und veräußert ihren Anteil von 20 Prozent an dem dortigen Gemeinschaftsunternehmen für 275 Millionen Pfund (328 Millionen Euro) an ihren staatlichen Partner China Resources.

Tesco vereinfache seine Strukturen und konzentriere sich auf die Kernaktivitäten, erklärte der Konzern. Tesco verabschiedet sich damit immer mehr von seinen globalen Ambitionen. Nach dem Rückzug aus den USA sowie Japan und Südkorea hatte der Konzern im Dezember auch eine Überprüfung seiner Aktivitäten in Thailand und Malaysia angekündigt.

Steigt er auch aus diesen Märkten aus, wäre Tesco außerhalb Großbritanniens nur noch in Irland und Mitteleuropa (Tschechien, Ungarn, Polen und Slowakei) tätig. Der Ausstieg aus Asien könnte eine der letzten Handlungen des Konzernchefs Dave Lewis sein, der das Unternehmen seit 2014 leitet und im Oktober durch Ken Murphy abgelöst wird.

11:13 Uhr

Coba will Kunden vor Negativzinsen verschonen

Die Commerzbank will die Mehrheit ihrer Kunden weiterhin vor Negativzinsen verschonen. "Wir versuchen den Sparer weitestgehend von den Belastungen freizuhalten. Das funktioniert im Moment auch noch", sagte Konzernchef Martin Zielke der "Bild"-Zeitung anlässlich des 150. Jubiläums der Bank an diesem Mittwoch.

Banken müssen derzeit 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Auch wenn es inzwischen höhere Freibeträge gibt, ist das eine Milliardenbelastung für die Branche. Etliche Institute geben die Kosten dafür schon länger an Firmenkunden weiter - auch die Commerzbank.

Im November hatte die Commerzbank zudem angekündigt, sie suche auch mit Privatkunden, die deutlich mehr als eine Million Euro auf ihrem Bankkonto haben, das Gespräch über alternative Anlagemöglichkeiten. "Negative Zinsen sind für uns eine permanente Belastung, die wir selber nicht tragen können", erklärte Zielke in dem Interview. "Deswegen können wir nicht alle Kunden von diesen Belastungen freistellen. Die breite Masse der Sparer betrifft es jedoch nicht."

10:37 Uhr

Autozulieferer erfüllt seine düstere Prognose

Nach einem gut behaupteten Start geht es an den europäischen Aktienmärkten bereits wieder nach unten. Dabei ist zu beobachten, dass Erholungen von Investoren schnell wieder für Verkäufe genutzt werden. Weiterhin gibt die Nachrichtenlage rund um die Verbreitung des Corona-Virus die Richtung an den Aktienmärkten vor. In Italien hat sich die Krise weiter verschärft. Die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie bleibt allgegenwärtig.

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Besonders auffällig waren am deutschen Markt aber die Anteile von Corestate Capital und Leoni nach aktuellen Geschäftszahlen. Während die Papiere des Immobilienverwalters Corestate nach vielversprechendem Jahresauftakt mit prozentual zweistelligem Plus auf das höchste Niveau seit Sommer 2018 sprangen, rutschten die Anteile des Autozulieferers um 8 Prozent auf ein Vierwochentief. Der angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialist war 2019 wegen der Krise der Autobranche, dem Konzernumbau und Problemen bei einem Großauftrag noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht als ohnehin befürchtet.

09:49 Uhr

Boeing erhält erst jetzt ersten Auftrag des Jahres

Boeing
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Der kriselnde US-Flugzeugbauer Boeing hat den gesamten Januar diesen Jahres keinen einzigen Auftrag an Land ziehen können, das erste Mal seit Jahrzehnten. Der Konzern ringt immer noch mit dem Flugverbot für Maschinen des Typs 737 Max, die bis zu 230 Fluggäste fassen können. Kurz bevor auch der Februar auch ohne Auftrag verstreicht, gelingt es Boeing jetzt eine Bestellung an Land zu ziehen: Die japanische Fluglinie ANA Holdings teilte mit, sie werde 15 weitere Flugzeuge des Typs Dreamliner zu einem Listenpreis von insgesamt fünf Milliarden Dollar bestellen. Das Langstrecken-Flugzeug fasst je nach Version 250 bis 340 Passagiere. ANA bestellte elf Maschinen des langen Modells 787-10 sowie vier kürzere 787-9 und vereinbarte eine Option für den Kauf von weiteren fünf 787-9-Flugzeugen. Die erste Maschine soll ab April 2022 ausgeliefert werden.

09:33 Uhr

Xing-Mutter lässt Aktionäre an Erfolg teilhaben

Xing
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Das Karrierenetzwerk Xing ist im vergangenen Jahr dank des gut laufenden Firmenkundengeschäfts weiter gewachsen und will daran jetzt auch die Aktionäre teilhaben lassen. Der Vorstand um den Noch-Konzernchef Thomas Vollmoeller schlägt deshalb eine um 21 Prozent erhöhte Dividende von 2,59 Euro je Aktie vor, was einem Plus von 21 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht, teilte New Work, Betreiberin des Netzwerks Xing und Burda-Tochter, mit.

2019 legte der Umsatz des SDax-Unternehmens laut vorläufigen Zahlen gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 269,5 Millionen Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 14 Prozent auf 85,6 Millionen Euro. New Work hatte sich bei beiden Kennziffern für das vergangene Jahr eine zweistellige Steigerung vorgenommen. Analysten hatten in etwa mit ähnlichen Zahlen gerechnet.

09:14 Uhr

Dax erholt sich leicht von Kursrutsch

Dax
Dax 9.935,84

Schnäppchenjäger verhelfen dem Dax nach dem Ausverkauf vom Montag zu Gewinnen. Der Frankfurter Leitindex notiert in den ersten Handelsminuten 0,7 Prozent fester bei 13.129 Punkten. "Die ersten nutzen die billigeren Kurse jetzt wieder zum Einstieg", sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners. Es seien aber weniger als bei den jüngsten Kursverlusten.

Am Montag hatte der Dax aus Furcht vor der Ausbreitung des Coronavirus vier Prozent verloren – das war der größte Kurssturz seit dem Brexit-Referendum 2016.

Zu den Gewinnern gehörten die Aktien der Lufthansa, die 2,2 Prozent zulegen. Reiseeinschränkungen wegen der Lungenkrankheit hatten am Vortag die europäischen Airlines schwer getroffen.

08:58 Uhr

Ölpreise legen wieder leicht zu

Die Ölpreise haben sich nach einem schweren Kurseinbruch zum Wochenauftakt vorerst stabilisiert. Am Morgen konnten die Preise für europäisches als auch amerikanisches Rohöl leicht zulegen, nachdem sie am Vortag nach einer Zuspitzung der Coronavirus-Krise noch jeweils etwa fünf Prozent gefallen waren.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 26,09

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 56,62 US-Dollar. Das waren 31 Cent mehr als am Montag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg ebenfalls geringfügig um 27 Cent auf 51,70 Dollar.

08:35 Uhr

Expedia will weltweit 3000 Jobs streichen

Der Online-Reisevermittler Expedia will weltweit 3000 Stellen abbauen. Dies habe das US-Unternehmen in einer E-Mail an seine Mitarbeiter angekündigt, berichten US-Medien. Die Firmenspitze begründete den Schritt demnach mit einem "enttäuschenden" Geschäftsjahr 2019 und einem "ungesunden und undisziplinierten" Wachstumspfad in der Vergangenheit.

Expedia hatte im Dezember weltweit 25.400 Mitarbeiter. Mit den angekündigten Streichungen würden demnach rund zwölf Prozent der Jobs wegfallen.

07:58 Uhr

Trotz Coronavirus-Turbulenzen: Euro bleibt stabil

Der Kurs des Euro hat sich vergleichsweise wenig bewegt. Am Morgen konnte die Gemeinschaftswährung die Gewinne vom Vortag halten und wurde bei 1,0850 US-Dollar gehandelt. Das ist nahezu das gleiche Kursniveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag etwas tiefer auf 1,0818 Dollar festgesetzt.

Nach schweren Kursturbulenzen zum Wochenauftakt wegen der jüngsten Zuspitzung der Coronavirus-Krise hat sich die Lage an den internationalen Finanzmärkten vorerst etwas beruhigt. Traditionell sichere Anlagehäfen am Devisenmarkt wie der japanische Yen und der Schweizer Franken wurden zuletzt nicht mehr stärker nachgefragt.

  • Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 110,81 Yen und gab 0,2 Prozent auf 7,0133 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9788 Franken.
  • Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2937 Dollar.
Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

 

07:32 Uhr

Notfallpläne von Credit Suisse und UBS abgesegnet

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) hat grünes Licht für die Notfallpläne der heimischen Großbanken gegeben. Bei der Credit Suisse beurteilte die Behörde die Pläne als umsetzbar, wie die Finma mitteilte. Bei der UBS seien die gesetzlichen Vorgaben grundsätzlich ebenfalls erfüllt. Allerdings bestehe der Vorbehalt, dass bestimmte Eventualverbindlichkeiten noch zu hoch seien.

Die von den ebenfalls systemrelevanten Instituten PostFinance, Raiffeisen und Zürcher Kantonalbank eingereichten Notfallpläne erfüllten die gesetzlichen Anforderungen dagegen noch nicht.

07:08 Uhr

Angst vor Corona-Pandemie lähmt asiatische Anleger

Das Coronavirus dämpft weiterhin die Kauflaune asiatischer Börsianer. Der japanische Nikkei-Index und der Yen wurden besonders hart getroffen, da Störungen der Lieferkette und der schrumpfende Tourismus aufgrund der Epidemie die Sorgen erhöhen, dass die Wirtschaft des Landes in eine Rezession rutschen könnte.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 3,2 Prozent tiefer bei 22.631 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 3,4 Prozent und lag bei 1617 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai lag zwei Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,6 Prozent.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 2,5 Prozent.
Nikkei
Nikkei 18.917,01