Dienstag, 26. März 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Dax auf Erholungskurs - Wirecard plus 26 Prozent

99858309.jpg

(Foto: picture alliance / Daniel Reinha)

An den europäischen Börsen hat sich am Nachmittag eine freundliche Stimmung durchgesetzt. Diese schlug auch auf das Frankfurter Parkett durch. Gesprächsthema war natürlich einmal mehr der Brexit. Der Dax ging mit plus 0,6 Prozent auf 11.419 Punkte aus dem Handel. Der MDax stieg um 0,9 Prozent auf 24.830 Zähler, der TecDax um 3,6 Prozent auf 2721 Stellen. Der EuroStoxx50 gewann 0,6 Prozent auf 3320 Punkte.

Dax und TecDax profitierten auch von einem Kursschub bei Wirecard - die Aktie schnellte um 26,3 Prozent auf 125,00 Euro hoch. Laut Unternehmen hat eine externe Untersuchung keine wesentlichen Auswirkungen der möglichen Verfehlungen in Asien auf die Abschlüsse festgestellt.

Unter Druck standen konjunkturabhängige Aktien: Heidelbergcement zierten mit minus 2,3 Prozent das Dax-Ende. BMW verbilligten sich um 1,5 Prozent, Daimler um 0,7 Prozent, VW und Thyssenkrupp um je 0,9 Prozent.

Mir bleibt nur noch, Ihnen einen angenehmen Abend zu wünschen.

17:21 Uhr

Cyber-Attacke kostet Norsk Hydros Versicherung viel Geld

92223488.jpg

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Der Aluminium-Riese Norsk Hydro hat allein in der ersten Woche nach dem jüngsten Hackerangriff Einbußen von umgerechnet rund 31 bis 36 Millionen Euro hinnehmen müssen. Man habe aber eine solide Cyber-Versicherung unter anderem bei dem US-Konzern AIG, betonte der norwegische Konzern.

Nach dem Hackerangriff am Montag vergangener Woche standen mehrere Werke zeitweise ganz still. Die Produktion in den betroffenen Bereichen läuft auch jetzt noch nicht wieder auf voller Kraft, wie Norsk Hydro einräumt.

17:04 Uhr

Steinhoff verkauft Rest-Anteil an Mischkonzern KAP

Steinhoff
Steinhoff ,07

Zuletzt war es ruhig um Steinhoff geworden. Der südafrikanische Handelskonzern braucht bekanntlich dringend Geld für seine Sanierung und das laufende Geschäft. Er wirft deshalb seine restliche Beteiligung von 26 Prozent am Industriekonzern KAP Industrial Holdings auf den Markt.

Die 694 Millionen KAP-Aktien haben einen Börsenwert von umgerechnet 364 Millionen Euro. Steinhoff hatte bereits vor einem Jahr 17 Prozent an KAP verkauft.

16:44 Uhr

Dollarkurs steigt mit sinkender Zinssenkungsfantasie

US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,91

Der US-Dollar hat am Nachmittag leicht angezogen. Händler berichteten, dass die Erwartungen von Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed im laufenden Jahr über Nacht gesunken seien. Der breit aufgestellte WSJ-Dollarindex stieg um 0,2 Prozent, der Euro fiel auf 1,1296 Dollar nach Wechselkursen um 1,1320 am Vorabend.

Der Zinsterminmarkt preiste eine Zinssenkung bis zum Jahresende durch die Fed mit einer Wahrscheinlichkeit von 62 Prozent ein, am Vortag hatte der Wert noch bei 72 Prozent gelegen. Offenbar wurde das schwache Verbrauchervertrauen in den USA ausgeblendet.

16:15 Uhr

USA decken iranisches Geflecht von Strohfirmen auf

Nun bewegen wir uns mal auf dem Minenfeld der internationalen Politik. Das US-Finanzministerium meldete die Aufdeckung eines Netzwerkes aus Strohfirmen, das im Iran, den Arabischen Emiraten und in der Türkei tätig ist und Iran-Sanktionen der Trump-Administration umgeht. Die US-Regierung gehe in diesem Zusammenhang gegen 25 Einzelpersonen und Organisationen vor, teilte das Ministerium mit.

Kopf des Geflechts sei die iranische Ansar Bank. Über deren nachgelagerte Strohfirmen sei mehr als eine Milliarde Dollar an die iranischen Revolutionsgarden und an das Verteidigungsministerium der Islamischen Republik geflossen.

15:53 Uhr

US-Vorgehen tut Huawei noch nicht weh

117984365.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Gelassenheit im Reich der Mitte: Das massive Vorgehen der USA gegen Huawei hat einem Top-Manager zufolge bislang wenig Auswirkungen auf den Umsatz des chinesischen Technologiekonzerns. Der Umsatz sei in den ersten zwei Monaten 2019 um 36 Prozent gestiegen, sagte Huawai-Vizechef Eric Xu.

Huawei erwarte zudem nicht, dass viele Staaten dem Beispiel der US-Regierung folgen und Huawei-Technologie bei der Modernisierung ihrer Mobilfunknetze ächten würden.

Lesen Sie hier einen Artikel meines Kollegen Klaus Wedekind über Huaweis neues Flaggschiff P30 Pro.

15:33 Uhr

n-tv Zertifikate: Was macht eigentlich ein Daytrader?

Der Brexit und die Konjunktursorgen lassen den Dax stark schwanken. Daytrader bevorzugen diese schnellen und kurzfristigen Bewegungen, um von geringster Volatilität zu profitieren. Welches Risiko Daytrader eingehen und welche Chancen sie andererseits nutzen können, darüber spricht Bianca Thomas mit Metin Simsek von der UBS.

15:27 Uhr

US-Verbraucherstimmung überraschend schlechter

Weiteres Wasser auf eine etwaige Fed-Zinssenkungsmühle? Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im März wider Erwarten eingetrübt. Wie das Forschungsinstitut Conference Board berichtete, fiel der Index des Verbrauchervertrauens auf 124,1. Ökonomen hatten einen Anstieg auf 133,0 erwartet. Der Vormonatsstand von 131,4 wurde bestätigt. Der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage sackte auf 160,6 (Vormonat: 172,8) ab, jener für die Erwartungen fiel auf 99,8 (103,8).

15:01 Uhr

Gute Laune an der Wall Street

S&P 500
S&P 500 2.987,50

Die US-Börsianer haben ihre Rezessionsängste hinten angestellt und sich wieder mit Aktien eingedeckt. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung jeweils etwa ein Prozent. Allerdings rechnen immer mehr Börsianer mit einer Zinssenkung der US-Notenbank Fed in den kommenden Monaten, um die schwächelnde Konjunktur anzukurbeln.

Zu den Favoriten an der New Yorker Börse gehörten Apple mit einem Kursplus von 1,9 Prozent. Der Konzern hatte gestern den Einstieg in den von Netflix dominierten Videostreaming-Markt angekündigt, um vom iPhone unabhängiger zu werden. Boeing setzten ihre Erholung vom Vortag fort und stiegen um weitere 1,1 Prozent. Der Flugzeugbauer stellt ein Software-Update für den nach zwei Abstürzen in die Kritik geratenen Typ 737 Max zur Verfügung.

14:48 Uhr

Dax beginnt späte Klettertour

Nach den jüngsten Kursverlusten haben sich wieder einige Anleger in die Aktienmärkte zurückgewagt. Nach positivem Handelsbeginn in den USA nahm der Dax Fahrt auf und stieg um 0,8 Prozent auf 11.435 Punkte. Der MDax gewann 1,0 Prozent auf 24.853 Zähler, der TecDax sogar 3,2 Prozent auf 2711 Stellen. Der EuroStoxx50 ging um 0,5 Prozent auf 3319 Punkte hoch.

Den größten Gewinn machten Wirecard mit zeitweise 30 Prozent. Zudem rückte Merck ins Rampenlicht. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern will den Konkurrenten Versum feindlich übernehmen und bietet 48 Dollar je Aktie. Das Merck-Papier verteuerte sich am Nachmittag um 0,9 Prozent.

14:34 Uhr

Wirecard-Kurs geht durch die Decke

Wirecard
Wirecard 148,65

Am Nachmittag schoss die Wirecard-Aktie regelrecht nach oben. Der im Dax notierte Zahlungsabwickler korrigierte nach dem Vorwurf von Unregelmäßigkeiten in Singapur einzelne Positionen seiner Jahresbilanz für 2017. Die Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei habe aber keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernabschlüsse festgestellt, teilte Wirecard mit. Unter anderem sei 2017 ein Umsatz von 2,5 Millionen Euro fälschlicherweise verbucht worden, was im Abschluss für 2018 korrigiert werde.

Für eine strafrechtliche Verantwortung in der deutschen Konzernzentrale gebe es keine Hinweise. Allerdings könnten sich Angestellte in Singapur möglicherweise dort strafbar gemacht haben. Der Wirecard-Kurs legte nach Veröffentlichung des Berichts um mehr als 30 Prozent zu - zuletzt verteuerte sie sich um 25,3 Prozent auf 124,30 Euro.

14:19 Uhr

Unternehmen werden vorsichtiger bei Neueinstellungen

Das sind nach Jahren neue Töne: Nach Angaben des Ifo-Instituts werden die deutschen Unternehmen angesichts der mauen Konjunktur bei der Einstellung neuer Mitarbeiter zurückhaltender. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer fiel im März um 1,3 auf 101,6 Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit zwei Jahren.

  • "Der Beschäftigungsaufbau in der deutschen Wirtschaft wird sich weiter verlangsamen", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe voraus.

Im Verarbeitenden Gewerbe sank das Barometer erstmals seit Juli 2016 wieder in den negativen Bereich.

14:06 Uhr

Aktivistische Investoren beflügeln Bed Bath & Beyond

Bed Bath Beyond
Bed Bath Beyond 8,86

Die Aktien der US-Einrichtungskette Bed Bath & Beyond sind im vorbörslichen Handel um fast 22 Prozent nach oben gesprungen. Auslöser des Kurssprungs ist ein Bericht des "Wall Street Journal", wonach drei aktivistische Investoren die Kontrolle über das Unternehmen erlangen wollen, indem sie den Austausch des kompletten Board anstreben.

Die drei Fonds, die gemeinsam fünf Prozent der umlaufenden Aktien kontrollieren, argumentieren, dass Bed Bath & Beyond zu schwerfällig auf den Trend zum Online-Einkauf reagiert habe. Sie fordern auch, dass das Unternehmen sein Sortiment besser pflege.

13:46 Uhr

MTU auf dem Weg zum Dax-Kandidaten

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 239,10

Die Aktie von MTU ist auf neue Rekordkurse gestiegen. Mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 200,40 Euro verteuerte sich der Kurs erstmals überhaupt über die Marke von 200 Euro.

Damit bahnt sich das Ende der Konsolidierung an und ein neues Kaufsignal. Zugleich steigen die Chancen, dass MTU irgendwann zum Dax-Kandidaten wird.

13:25 Uhr

Streiks bei Coca-Cola in Ostdeutschland

imago82198432h.jpg

(Foto: imago/localpic)

Es brodelt bei Coca-Cola: Gewerkschafter haben die Mitarbeiter in Ostdeutschland für morgen zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Beschäftigte an den Vertriebs- oder Produktionsstandorten Berlin, Genshagen (Brandenburg), Ziesendorf (Mecklenburg-Vorpommern), Halle und Weimar sollen ab 05.00 Uhr die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilte.

Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für Tausende Coca-Cola-Beschäftigte in Deutschland. Die vierte Tarifrunde ist für den 11. und 12. April geplant. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Entgelte um 180 Euro im Monat bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von einem Jahr.

13:10 Uhr

Bertelsmann-Chef hat keine Angst vor Apple

90548409.jpg

Thomas Rabe

(Foto: picture alliance / Jens Kalaene/)

Gelassenheit in Gütersloh: Das neue Streaming-Angebot von Apple treibt Bertelsmann-Chef Thomas Rabe keine Sorgenfalten auf die Stirn. An der Strategie von Bertelsmann, bei Video-On-Demand vor allem auf lokale Inhalte zu setzen, ändere sich dadurch nichts, sagte Rabe zu Journalisten. Im Übrigen sei die Ankündigung des US-Technologiekonzerns vom Vortag "keine Überraschung", Gerüchte habe es schon länger gegeben.

  • "Klar ist, Netflix, Amazon Prime und seit gestern möglicherweise auch Apple sind Wettbewerber, wenn es um Reichweiten geht", fügte Rabe hinzu.

Bertelsmann setze aber anders als die Streaming-Plattformen aus den USA vor allem auf lokale Inhalte. Es gebe eine starke Nachfrage nach einer lokalen Plattform. Das sei die Stärke von Bertelsmann und der Tochter RTL, zu der auch n-tv gehört.

Hier noch eine Nachricht darüber, wie Michelle Obama den Bertelsmann-Umsatz nach oben treibt.

12:55 Uhr

Merck gibt feindliche Offerte für Versum ab

Merck macht Ernst beim geplanten Kauf des US-Elektronikmaterialien-Herstellers Versum Materials. Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern gab ein Angebot von 48 Dollar je Versum-Aktie ab und das, obwohl sich der Vorstand der Amerikaner gegen eine Übernahme durch Merck sträubt.

  • "Wir sind fest entschlossen, die Übernahme von Versum abzuschließen. Das nun vorliegende Übernahmeangebot ist ein eindeutiger Schritt in diese Richtung", teilte der Dax-Konzern mit.

In einem weiteren offenen Brief an die Versum-Aktionäre forderte Merck diese auf, gegen den vom Versum-Management geplanten Zusammenschluss mit dem US-Rivalen Entegris zu stimmen.

12:39 Uhr

Spotify kauft dritte Podcast-Firma in zwei Monaten

109863984.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Musik-Streamingdienst Spotify treibt seine Expansion im Markt für Podcasts voran. Das schwedische Unternehmen teilte mit, es kaufe den auf Krimi-Hörspiele spezialisierten Anbieter Parcast. Der Kaufpreis wurde nicht genannt, früheren Angaben zufolge hat Spotify für das laufende Jahr bis zu 500 Millionen US-Dollar für Übernahmen beiseitegelegt.

Im Februar hatte Spotify bereits den Kauf des Podcast-Produzenten Gimlet Media und des Podcast-Dienstleisters Anchor bekannt gegeben.

12:26 Uhr

Schlechtere Stimmung bei deutschen Exporteuren

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren ist wegen der schwächelnden Weltwirtschaft so schlecht wie seit sechseinhalb Jahren nicht mehr. Das Ifo-Barometer für die Exporterwartungen der Industrie sackte im März von 7,2 auf 1,4 Punkte ab, wie das Münchner Wirtschaftsinstitut mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit Oktober 2012.

  • "Die abkühlende Weltkonjunktur macht der deutschen Exportindustrie zu schaffen", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest zu der Umfrage unter 2300 Unternehmen.

Besonders in der Autoindustrie sind laut Ifo die Aussichten trüb. In Frankfurt verzeichneten die Autowerte Verluste. BMW verloren 0,6, VW 0,3 und Daimler 0,1 Prozent.

12:26 Uhr

US-Händler zeigen sich optimistisch

Der Handel an der New Yorker Wall Street könnte heute wieder etwas Fahrt nach oben aufnehmen. Anleger tun sich aktuell schwer, die konjunkturelle Lage global, aber auch in den USA einzuordnen. Händler verweisen auf zuletzt uneinheitlich und zum Teil auch in verschiedene Richtungen zeigende Wirtschaftsdaten - so zum Beispiel in Deutschland.

Im frühen Verlauf der Sitzung könnte das Verbrauchervertrauen in den USA einen Fingerzeig liefern, was vom für das US-BIP so immens wichtigen Konsum kurzfristig zu erwarten ist. Volkswirte rechnen mit einer steigenden Konsumneigung. Der Aktienterminmarkt teilt diese optimistische Einschätzung, denn er suggeriert eine festere Handelseröffnung am Kassamarkt.

Allen Widrigkeiten zum Trotz bleiben Investoren in Sachen Brexit und Handelskonflikt positiv gestimmt. Weder mag man an einen harten Brexit, noch an ein Scheitern der Handelsgespräche zwischen China und den USA glauben.

12:07 Uhr

Samsung sendet überraschend Gewinnwarnung

fc1d83ccc7d54beb45b1925e776fbb79.jpg

(Foto: REUTERS)

Beunruhigende Nachricht aus Südkorea: Der Technologieriese Samsung hat seine Investoren angesichts fallender Preise für Speicherchips auf enttäuschende Quartalszahlen vorbereitet. Wegen der schwierigen Geschäftsbedingungen werde der Gewinn im ersten Quartal 2019 voraussichtlich unter den Erwartungen des Marktes liegen, hieß es in einer Börsenmitteilung des Konzerns.

Samsung verwies auch auf eine schwächere Nachfrage nach Displays. Das Unternehmen ist Marktführer bei Smartphones, Speicherchips und Fernsehern. Dass Samsung eine Gewinnwarnung vor dem üblichen Ergebnisausblick für das Quartal gibt, ist ungewöhnlich. Das Unternehmen nannte keine Gründe dafür. Der Ausblick für die Monate Januar bis März wird Anfang April erwartet.

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:59 Uhr

Brexit-Chaos bremst Dax aus

Dax
Dax 12.468,01

Die Furcht der Anleger vor einem Brexit-Chaos und einer globalen Konjunkturkrise hängt weiter wie ein Damoklesschwert über den Börsen. Der Dax hielt sich dennoch wacker und zog am Mittag in den positiven Bereich und legte minimal um 0,1 Prozent auf 11.360 Punkte zu. Der MDax stieg um 0,5 Prozent auf 24.776 Zähler, der TecDax um 0,8 Prozent auf 2649 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent fester bei 3314 Punkten.

Schlusslicht im Dax waren erneut Bayer - die Titel fielen um bis zu 1,8 Prozent. Damit bauten sie sogar noch Verluste ab. Ein Händler führte das auf die unsicheren Aussichten bezüglich der US-Prozesse um den Unkrautvernichter Glyphosat zurück. Bayer drohen hohe Kosten, hunderte Verfahren sind anhängig.

Unter Druck gerieten Aktien von deutschen Medienkonzernen, nachdem Apple einen neuen Streaming-Dienst sowie Spiele- und Nachrichten-Angebote vorgestellt hat. ProSiebenSat.1 verloren 1,1 Prozent, RTL und Axel Springer büßten je rund ein Prozent ein.

11:29 Uhr

Neue Boeing-Software lässt Piloten leichter eingreifen

imago90102167h.jpg

(Foto: imago images / Xinhua)

Boeing arbeitet die Abstürze von zwei Jets des Typs 737 Max auf. Der US-Flugzeugbauer räumt bei der nachgebesserten Software der Unglücksmaschine Insidern zufolge den Piloten wieder mehr Handlungsspielraum ein. Das Software-Update verhindere den wiederholten automatischen Eingriff des kritisierten Flugkontrollsystems MCAS. Zudem würde das System ganz abgeschaltet, wenn zwei Sensoren stark abweichende Daten lieferten.

Experten vermuten eine Fehlfunktion des Flugkontrollsystems als Ursache für die beiden Abstürze des noch neuen Boeing-Modells. Insgesamt starben fast 350 Menschen, als im März in Äthiopien und im Oktober in Indonesien eine 737 Max jeweils kurz nach dem Start abstürzten.

*Datenschutz

11:16 Uhr

Frankreich senkt Defizit, aber es wird wieder anders

42473520.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Und noch etwas Erfreuliches aus der Grande Nation: Das französische Defizit ist auf ein Zwölf-Jahres-Tief gesunken. Mit 2,5 Prozent lag die Neuverschuldung im vergangenen Jahr deutlich unter der EU-Höchstmarke von drei Prozent. Die Gesamtverschuldung des Staates verharrt dagegen mit 98,4 Prozent weiter deutlich über der von der EU erlaubten Grenze von 60 Prozent.

In diesem Jahr rechnet die Regierung in Paris mit einem Defizit von 3,2 Prozent und einem vorübergehenden Verstoß gegen die EU-Vorgaben. Grund sind milliardenschwere Zusagen an die "Gelbwesten" vom Dezember.

10:57 Uhr

Glyphosat-Sog zieht Bayer-Aktie runter

Bayer
Bayer 67,08

Die Aktien von Bayer stehen weiter auf den Verkaufszetteln der Börsianer und führen mit einem Minus von 2,1 Prozent klar die Verliererliste im Dax an. Für die Aktie gibt es derzeit nur ein Thema, und dies ist das laufende Verfahren um den Unkrautvernichter Glyphosat. Unlängst hat eine zweite Jury in den USA festgestellt, dass das Herbizid der Tochter Monsanto mitverantwortlich für eine Krebserkrankung des Klägers gewesen sei.

Nach Ansicht eines Händlers ist das Risiko, die Aktie zu halten, weiter sehr hoch und, vielleicht noch wichtiger, es dürfte auch auf Monate hinaus voraussichtlich keine juristische Klarheit geben. Die Bayer-Papiere haben von den Hochs im vergangenen Jahr fast die Hälfte an Wert verloren.

10:49 Uhr

Bertelsmann schafft Milliardengewinn

111097841.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Gestützt durch einen ungewöhnlichen Verkaufserfolg auf dem Buchmarkt hat der Medien- und Dienstleistungskonzern Bertelsmann 2018 den höchsten Umsatz seit 2007 verbucht. Das Unternehmen aus Gütersloh verzeichnete im vergangenen Jahr eine Steigerung um 2,8 Prozent auf 17,7 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Thomas Rabe mitteilte.

Der Konzerngewinn überschritt zwar erneut die Milliardenschwelle, lag aber wegen Sondereinflüssen mit 1,1 Milliarden Euro leicht unter dem Wert von 2017. So musste Bertelsmann viel Geld in die Hand nehmen für den Zusammenschluss seiner Callcenter-Sparte mit der marokkanischen Saham Group. Zu Bertelsmann gehört auch die RTL Group mit n-tv.

10:40 Uhr

Siemens liefert Regionalzüge an Odeg

Großauftrag für Siemens: Der Technologiekonzern liefert 23 Regionalzüge an die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (Odeg). Sie sollen unter anderem zwischen der Stadt Brandenburg und Frankfurt an der Oder fahren. Der Auftragswert beträgt mehr als 300 Millionen Euro. Die Auslieferung der im Siemens-Werk Krefeld gebauten Züge soll im Sommer 2022 beginnen.

10:25 Uhr

Uber langt vor IPO kräftig zu

imago83834118h.jpg

(Foto: imago/Aton Chile)

Der Mitfahrdienst Uber baut vor dem mit Spannung erwarteten Börsengang sein Standbein im Nahen Osten mit einem milliardenschweren Zukauf aus. Für 3,1 Milliarden US-Dollar werde der Rivale Careem übernommen, teilte der US-Konzern nach langwierigen Verhandlungen mit. Es würden 1,4 Milliarden Dollar in bar sowie 1,7 Milliarden Dollar in Form von Wandelanleihen gezahlt.

Nach einer Reihe von Verkäufen im Ausland stärkt Uber damit wieder seine Position in der stark umkämpften Region. Die Marke Careem soll erhalten bleiben. Zu den Investoren des mit etwa zwei Milliarden Dollar bewerteten und in 98 Städten aktiven Mitfahrdienstes gehört neben dem chinesischen Konkurrenten Didi Chuxing und dem saudi-arabischen Investor Kingdom Holding auch Daimler.

*Datenschutz

10:15 Uhr

Dax tritt den Rückzug an

Dax
Dax 12.468,01

Nachdem der Dax vorbörslich noch mit einer moderaten Erholung indiziert wurde, ist er inzwischen sogar ins Minus abgedriftet. Der Frankfurter Leitindex gab um 0,3 Prozent auf 11.314 Punkte nach. Der EuroStoxx50 fiel um 0,2 Prozent auf 3295 Zähler. Im Handel werden zwei Belastungsfaktoren genannt. Zum einen die anhaltenden Wachstumssorgen, zum anderen die anhaltenden Brexit-Risiken.

Im MDax gaben Deutsche Wohnen nach Zahlen 0,5 Prozent ab. Airbus erhielt einen Megaauftrag aus China - die Aktie verteuerte sich um 2,0 Prozent.

10:06 Uhr

Generationswechsel bei Lego-Gründer-Familie

108607897.jpg

(Foto: dpa)

Der Enkel von Lego-Erfinder Ole Kirk Kristiansen verlässt den Verwaltungsrat des dänischen Spielzeugkonzerns. Der Schritt von Kjeld Kirk Kristiansen werde auf der nächsten Jahreshauptversammlung der Lego-Gruppe im April vollzogen, teilte deren Hauptaktionärsgesellschaft Kirkbi in Billund mit. Es handele sich um einen Generationswechsel innerhalb der Familie.

Vollständig verlässt der 71-Jährige das Lego-Imperium aber nicht: Er bleibt Vorsitzender des Verwaltungsrats von Kirkbi und stellvertretender Vorsitzender der Lego-Stiftung. Kristiansens Sohn Thomas hatte von ihm schon 2016 die Rolle des stellvertretenden Vorsitzenden im Verwaltungsrat übernommen.

09:55 Uhr

Mehr Konkurrenz durch Apple - ProSiebenSat.1 unter Druck

Prosiebensat1
Prosiebensat1 13,47

Der Schwenk von Apple hin zu einem Unterhaltungskonzern macht Anleger der deutschen TV-Medienkonzerne nervös. Die Aktie von ProSiebenSat.1 verlor im frühen Frankfurter Handel 1,6 Prozent auf 13,18 Euro und war einer der schwächsten Werte im MDax. Auch RTL und Axel Springer gaben mehr als ein Prozent nach.

Apple hatte gestern angekündigt, künftig Serien und Filme selbst produzieren zu wollen, um sich vom iPhone unabhängiger zu machen. Hinzu kommt ein erweitertes Spiele- und Nachrichtenangebot. Die in Frankfurt notierten Apple-Aktien stiegen um 0,3 Prozent.

09:40 Uhr

Chinesen ordern Hunderte Airbus-Maschinen

Airbus
Airbus 119,80

Die Auftragsbücher von Airbus um eine wichtige Position reicher. Die China Aviation Supplies Holding hat bei dem europäischen Flugzeughersteller 300 Maschinen bestellt. Laut Airbus orderten die Chinesen 290 Flugzeuge des Typs A320. Zehn Mal wurde die A350 XWB geordert. Angaben zum Auftragsvolumen machte der Konzern nicht.

Mehr dazu lesen Sie hier.

China dürfte Schätzungen von Airbus zufolge in den nächsten zwanzig Jahren etwa 7900 neue Passagier- und Frachtflugzeuge benötigen. Das seien mehr als 19 Prozent des gesamten weltweiten Bedarfs während dieses Zeitraums.

09:26 Uhr

Frankreichs Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs

Eine gute Nachricht für die Eurozone: Die französische Wirtschaft hat nämlich ihr moderates Wachstumstempo zum Jahresende 2018 halten können. Nach Angaben des Statistikamts Insee wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent. Damit wurde eine vorherige Schätzung bestätigt.

Getragen wurde das Wachstum durch höhere Staatsausgaben und zusätzliche Investitionen der Unternehmen. Dagegen stagnierte der private Konsum. Dies dürfte auch eine Folge der sogenannten Gelbwesten-Proteste gewesen sein, unter denen der Einzelhandel besonders zu leiden hatte.

09:13 Uhr

Pfund von jüngster Brexit-Entwicklung leicht gestützt

Pfund Sterling2.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

In den Tagen des Wirrwarrs um den Brexit ist der Blick auf das Pfund Sterling erlaubt. Die britische Währung wurde am Morgen von der jüngsten Entwicklung im Londoner Unterhaus leicht gestützt. Bereits gestern Abend zog der Kurs etwas an, gab diese Gewinne im asiatisch dominierten Geschäft aber zunächst wieder ab. Inzwischen stieg der Kurs aber erneut leicht und lag bei 1,3214 US-Dollar.

Das britische Unterhaus hat sich größeren Einfluss auf den Brexit-Prozess verschafft und will nun morgen Probeabstimmungen über verschiedene Brexit-Szenarien durchführen. Sie sind aber für die Regierung nicht bindend.

09:07 Uhr

Dax bleibt in den Startlöchern

Wenig Bewegung auf dem deutschen Aktienmarkt: Der Dax ist kaum verändert mit 11.351 Punkten in den Handel gestartet. Der MDax legte 0,4 Prozent auf 24.708 Zähler zu. Der TecDax stieg um 0,5 Prozent auf 2640 Stellen.

Ich heiße Wolfram Neidhard und wünsche Ihnen einen guten Tag. Schauen wir mal, was der heutige Marktgeschehen so bringt.

09:00 Uhr

Kehrtwende an Japans Börsen - Nikkei schließt fester

Nikkei
Nikkei 22.079,09

Nach dem jüngsten Kursrutsch haben sich Börsianer in Japan wieder mit Aktien eingedeckt. Der Leitindex Nikkei schloss den Handel 2,2 Prozent höher bei 21.428 Punkten, der breiter gefasste Topix-Index rückte um 2,6 Prozent vor. Der vorläufig gestoppte Abwärtstrend an der Wall Street habe die Stimmung bei japanischen Anlegern zwar verbessert, sagte ein Händler. Die Furcht vor einer weltweiten Abkühlung der Konjunktur bestehe aber weiterhin.

In China hielten sich Investoren daher zurück. Der Bluechip-Index CSI300 verlor 1,4 Prozent.

08:53 Uhr

Ölpreise nach Verlusttagen wieder im Aufwind

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,45

Die Ölpreise haben sich etwas von ihren Verlusten an den vergangenen Handelstagen erholt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 67,36 US-Dollar. Das waren 15 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls leicht um 38 Cent auf 59,20 Dollar.

Händler erklärten die leichten Preisaufschläge mit der insgesamt etwas ruhigeren Marktlage. In den Tagen zuvor waren die Rohölpreise deutlich unter Druck geraten. Ausschlaggebend waren Ängste vor einer erheblichen Abkühlung der Weltwirtschaft, ausgelöst durch schwache Industriedaten aus Deutschland und Frankreich. Die Daten hatten bestehende Sorgen um die globale Konjunktur verstärkt.

08:46 Uhr

Deutsche Wohnen steigert Gewinn durch höhere Mieten

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 31,99

Steigende Mieten vor allem in Berlin haben dem Immobilienkonzern Deutsche Wohnen zu deutlich mehr Gewinn verholfen. 2018 legte der operative Gewinn im Jahresvergleich um elf Prozent auf knapp 480 Millionen Euro zu, wie das MDax-Unternehmen mitteilte. Vom guten Ergebnis sollen die Aktionäre profitieren: Das Management will die Dividende auf 87 Cent je Aktie erhöhen, nach 80 Cent im Vorjahr.

Im laufenden Jahr will der Konkurrent von Vonovia, LEG Immobilien und TAG Immobilien beim operativen Gewinn noch einmal zulegen. Das Unternehmen peilt bei dieser Kenngröße 535 Millionen Euro an. Unter dem Strich blieben 2018 knapp 1,9 Milliarden Euro als Gewinn hängen. Das war ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von fast sechs Prozent.

08:34 Uhr

Deutschlands Verbraucher werden knauseriger

106061583.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich den zweiten Monat in Folge eingetrübt. Das Konsumklima-Barometer für April fiel um 0,3 auf 10,4 Punkte, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zu ihrer monatlichen Umfrage unter 2000 Verbrauchern mitteilte. Einen schlechteren Wert gab es zuletzt vor knapp zwei Jahren.

Die Konsumenten schätzen zwar die Aussichten für die deutsche Konjunktur wieder optimistischer ein. Sie senkten aber ihre Einkommenserwartungen und ihre Bereitschaft zu größeren Ausgaben.

07:32 Uhr

Anleger in Tokio greifen nach Kursrutsch zu

Nikkei
Nikkei 22.079,09

Nach dem jüngsten Kursrutsch haben sich Anleger an der japanischen Börse mit Aktien eingedeckt. Der Leitindex Nikkei tendierte am frühen Dienstagnachmittag in Tokio zwei Prozent im Plus bei 21.396 Punkten. Der breiter gefasste Topix legte 2,5 Prozent auf 1616 Zähler zu. Am Montag hatten Rezessionsängste die Börse noch auf Talfahrt geschickt. Besonders gefragt waren die Papiere von Nintendo. Sie verteuerten sich um fünf Prozent. Das "Wall Street Journal" berichtete, der Konzern plane zwei neue Versionen seiner Spielekonsole Switch womöglich im Sommer auf den Markt zu bringen. Der Euro notierte im fernöstlichen Devisenhandel etwas höher bei 1,1315 Dollar. Zur japanischen Währung lag die US-Devise bei 110,10 Yen.