Dienstag, 26. November 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Dax wartet auf großen Handelswurf - MDax mit Rekordhoch

114914114 (1).jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Alle warten auf die erlösende Nachricht, doch diese lässt noch auf sich warten: Die Unterhändler Chinas und der USA haben ihre Gespräche über eine angestrebte Teillösung im Handelsstreit fortgesetzt. An einem Gespräch in Peking nahmen Vizepremier Liu He sowie der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und auch US-Finanzminister Steven Mnuchin teil, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Nach Lage der Dinge ging es um präzisere Details.  

Beim Dax gab es heute kaum Bewegung - der Leitindex schloss 0,1 Prozent tiefer bei 13.236 Punkten. Besser sah es für den MDax aus, der mit 27.554 Zählern ein Allzeithoch erzielte - am Ende notierte er 1,0 Prozent höher bei 27.543 Punkten. Der TecDax legte um 0,5 Prozent auf 3061 Stellen zu. Der EuroStoxx50 lag kaum verändert bei 3706 Punkten.

An der Dax-Spitze lagen Beiersdorf und Vonovia mit je plus 1,5 Prozent. Das Dax-Ende zierten BASF und Deutsche Bank mit je minus 1,1 Prozent.

17:11 Uhr

Ikea-Mutter macht Gewinnsprung

51499259.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Der schwedische Möbelriese Ikea macht weiter gute Geschäfte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr von September 2018 bis August 2019 sei der Umsatz auf 39,1 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Ikea-Mutterkonzern Ingka mit. Dies war ein Plus von 5,3 Prozent binnen Jahresfrist.

Unterm Strich wuchs der Gewinn kräftig auf 1,81 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,46 Milliarden Euro). Alle drei Geschäftsbereiche - Ikea Möbelhäuser, die Investmentsparte sowie der Betrieb von Shopping-Zentren - hätten sich stark entwickelt. Den Löwenanteil der Umsätze brachten aber die weltweit 367 Möbelhäuser der Schweden.

16:59 Uhr

Enel investiert Milliarden in Ökostromausbau

Enel
Enel 6,77

Der italienische Energieriese Enel will Milliarden für den Ausbau von Ökostrom und Netzen in die Hand nehmen. Die Pläne sehen vor, bis zum Jahr 2022 knapp 29 Milliarden Euro zu investieren, um 4700 Megawatt (MW) grünen Strom neu zu installieren. Gleichzeitig solle die Kohlestromkapazität um 61 Prozent reduziert werden. Ferner sollen die Ausgaben für den Netzausbau um sieben Prozent auf zwölf Milliarden Euro steigen.

Europa größter Versorger, der mit seiner Strategie zur Reduzierung der CO2-Emissionen die Rentabilität verbessern will, rechnet für den Zeitraum 2019 bis 2022 mit einem Anstieg des Nettogewinns um 8,3 Prozent. Das Ziel für 2021 erhöhte der Vorstand auf 5,8 Milliarden Euro von zuvor rund 5,6 Milliarden Euro.

16:34 Uhr

US-Verbraucher in trüberer Stimmung

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im November überraschend eingetrübt. Das entsprechende Barometer fiel auf 125,5 Punkte von 126,1 Zählern im Oktober, wie das Forschungsinstitut Conference Board mitteilte. Experten hatten mit einem Anstieg gerechnet.

Die Verbraucher schätzten ihre Lage schlechter ein als zuletzt, ihre Erwartungen hingegen besser. Die Konsumenten sind mit ihren Ausgaben die tragende Säule der US-Konjunktur. Der private Konsum macht etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Das Weihnachtsgeschäft steuert mit dem Black Friday in dieser Woche und dem anschließenden Cyber Monday auf erste umsatzträchtige Höhepunkte zu.

16:15 Uhr

An der Wall Street ist die Luft etwas raus

526e1ba6080c31a6c4f1e2f79d1dda8c.jpg

(Foto: imago images/Levine-Roberts)

Nach der Rekordjagd der vergangenen Wochen geht den US-Börsen etwas  die Puste aus. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 kamen zur Eröffnung kaum vom Fleck. Die beiden letzteren markierten mit 8639 beziehungsweise 3135 Zählern dennoch erneut Höchststände.

Das Hauptaugenmerk der Börsianer liegt aber weiter auf dem Zollstreit zwischen den USA und China. Die chinesische Regierung erzielte nach eigenen Angaben mit den USA einen Konsens über relevante Probleme. Die Gespräche über die verbleibenden Fragen im Zusammenhang mit dem geplanten Handelsabkommen würden fortgesetzt.

Bei den Unternehmen gehörte Best Buy mit einem Kursplus von 5,8 Prozent zu den Favoriten. Der Elektronik-Händler legte ein Quartalsergebnis über Markterwartungen vor und stellte für den Jahresschluss einen überraschend hohen Gewinn in Aussicht.

16:03 Uhr

Helaba sieht Dax im kommenden Jahr über 14.000

Das Jahr neigt sich so langsam dem Ende zu. Es ist also wieder die Zeit für die Analysten für Vorhersagen: Bei der Helaba setzt man - mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit - für das kommende Jahr auf eine moderate Erholung der Weltwirtschaft. Weder die USA noch China hätten einen Anreiz, den Handelskonflikt so eskalieren zu lassen, dass die Weltkonjunktur gegen die Wand fahre, hieß es. Mit der Entspannung im Handelsstreit und einer geordneten Brexit-Lösung dürften sich die Perspektiven weltweit wieder aufhellen.

Bei Aktien und Renten sei das Ertragspotenzial 2020 überschaubar. Für das Jahresende erwarten die Helaba-Volkswirte die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen bei minus 0,2 Prozent. Bei Aktien dürfte es zeitweilig zu Übertreibungen kommen, weil der Mangel an Anlagealternativen anhalte. Ein Ausflug des Dax über die Marke von 14.000 Punkten dürfte sich aber als nicht nachhaltig erweisen. Gegen Jahresende werde der Index um 13.500 Punkte notieren.

Dax
Dax 13.166,58

15:50 Uhr

n-tv Zertifikate: Zieht der Ölpreis wieder an?

Geht es voran bei den Verhandlungen im Handelsstreit zwischen den USA und China? Die Hoffnung darauf lässt den Ölpreis seit einiger Zeit langsam aber konstant ansteigen. Wie sich der Ölmarkt wahrscheinlich weiterentwickelt und wie Anleger mithilfe von sogenannten ETCs auf den Ölpreis setzen können, darüber spricht Bianca Thomas mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

15:27 Uhr

Rekordstrafe für Citigroup in Großbritannien

Citigroup
Citigroup 68,58

Das ist ein Schlag ins Kontor: Die Bank of England (BoE) hat der US-Großbank Citigroup eine Rekordstrafe aufgebrummt. Das Geldinstitut habe der Behörde zwischen 2014 und 2018 unzureichendes Datenmaterial zur Verfügung gestellt, weshalb die Liquiditäts- und Kapitallage der systemrelevanten Bank nicht klar beurteilt werden konnte, teilte die BoE-Bankenaufsichtssparte mit. Citigroup müsse deshalb eine Strafe von 43,9 Millionen Pfund (umgerechnet 51 Millionen Euro) bezahlen.

Banken müssen den Aufsichtsbehörden regelmäßig Daten zur Verfügung stellen, damit diese unter anderem das Risiko des Instituts für das gesamte Finanzsystem beurteilen können. Die Citigroup erklärte, sie arbeite an der Verbesserung ihrer IT-Systeme, um künftig bessere Daten liefern zu können.

15:12 Uhr

Keine Lösung in Sicht: Alitalia weiter in der Schwebe

93036998.jpg

(Foto: picture alliance / -/ANSA/EPA/dp)

Für die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia ist nach den Worten von Ministerpräsident Giuseppe Conte keine schnelle Lösung in Sicht. Man habe "keine Marktlösung zur Hand", sagte er. Am Donnerstag voriger Woche war eine schon sieben Mal verlängerte Frist zur Rekapitalisierung der seit Mai 2017 insolventen Airline abgelaufen.

Alitalia macht mit knapp 11.000 Beschäftigten derzeit rund 350 Millionen Euro Verlust im Jahr. In den vergangenen zehn Jahren hat der italienische Staat schon mehr als 8,5 Milliarden Euro in die Gesellschaft hineingesteckt. Die Lufthansa, die als Interessent immer wieder ins Gespräch gebracht wurde, hat erklärt, nur in eine restrukturierte Alitalia investieren zu wollen.

14:51 Uhr

Dax bleibt in Abwartehaltung

In Erwartung greifbarer Ergebnisse der Handelsgespräche zwischen den USA und China halten sich Anleger mit Engagements an den Aktienmärkten zurück. Dax und EuroStoxx50 bröckelten auf 13.233 beziehungsweise 3704 Punkte ab. Der Euro stagnierte bei knapp über 1,10 US-Dollar.

14:36 Uhr

Milliardeninvestition - Hyundai geht nach Indonesien

Hyundai will künftig auch in Indonesien Fahrzeuge montieren. Für 1,55 Milliarden US-Dollar soll in dem Land ein Werk entstehen, wie der Konzern anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserkärung für die Grundsteinlegung im kommenden Monat mitteilte. Die Südkoreaner erhoffen sich von dem Werk zudem eine Verbesserung der Reichweite auf dem schnell wachsenden Markt für Fahrzeuge in dem gemessen an der Bevölkerungszahl viertgrößten Land.

Laut Hyundai ist Indonesien der größte Automarkt in Südostasien. 2018 seien mehr als 1,1 Millionen Fahrzeuge verkauft worden. Aktuell werde der Markt von japanischen Hersteller dominiert, darunter Toyota und Honda.

13:58 Uhr

Wird Ex-BA-Chef Weise Schlichter bei der Lufthansa?

64648483.jpg

Frank-Jürgen Weise

(Foto: picture alliance / dpa)

Vertreter der Lufthansa und der Gewerkschaft Ufo suchen nach einem Ausweg, um eine weitere Eskalation in der laufenden Tarifauseinandersetzung zu vermeiden. Nach Lufthansa-Angaben wollen beide Seiten einen gemeinsamen Weg in eine umfangreiche Schlichtung bei Lufthansa und gleichzeitiger Friedenspflicht bei ihren Konzerntöchtern zu erarbeiten. Dies könnte nach Ansicht von Lufthansa beispielsweise durch ein moderiertes Verfahren bei den Tochter Airlines Germanwings, Eurowings, Lufthansa CityLine und SunExpress gelingen. Beide Seiten haben für die Gespräche in den nächsten zwei Tagen Stillschweigen vereinbart.

Als Schlichter soll der ehemalige Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, bereitstehen.

13:37 Uhr

Audi schwingt den Rotstift - Tausende Stellen sollen weg

Nun ist die Katze aus dem Sack: Audi baut unter dem Strich 7500 Stellen ab. Das Unternehmen wird bis 2025 insgesamt 9500 Stellen an deutschen Standorten streichen, wie der Konzern mitteilte. Dagegen würden in anderen Bereichen würden dafür 2000 Jobs geschaffen.

Das sei das Ergebnis einer Grundsatzvereinbarung zwischen dem Unternehmen und dem Betriebsrat.  Der Stellenabbau solle sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen, hieß es. Die Beschäftigungsgarantie für die verbleibenden Audi-Mitarbeiter in den Werken Ingolstadt und Neckarsulm wird von 2025 bis 2029 verlängert.

13:32 Uhr

Warum Frauen weniger Rente bekommen als Männer

Noch immer sind es vor allem Frauen, die weniger arbeiten und sich stattdessen um die Kinder kümmern. Zudem werden sie insgesamt schlechter bezahlt als Männer - auch ihre Rente fällt meist deutlich niedriger aus. Doch es gibt Wege und Mittel, um sich vor Altersarmut zu schützen.

13:19 Uhr

Condor behält Höhe bei - Gewinn stimmt

2a3e009f3fc1be1fd0a3e1aafff23ce0.jpg

(Foto: imago images/Reichwein)

Erfolgsmeldung von Condor: Die Airline hat trotz eines schwierigen zweiten Halbjahres im Geschäftsjahr 2018/19 (per 30. September) operativ deutlich mehr verdient - auch der Umsatz legte zu. Condor-Chef Ralf Teckentrup nannte sein Unternehmen "gesund" und "profitabel". Das bereinigte Geschäftsergebnis (Ebit) kletterte 2018/19 um 32,4 Prozent auf 57 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs trotz einer langen Sonnenperiode im Sommer 2019 bei einem Sitzladefaktor von rund 90 Prozent um 6 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

Die Fluggesellschaft mit knapp 5000 Beschäftigten kann seit der Insolvenz der britischen Muttergesellschaft Thomas Cook dank eines Kredits von Bund und Land Hessen über 380 Millionen Euro den Geschäftsbetrieb fortsetzen. Die Airline braucht nun einen neuen Eigentümer.

12:55 Uhr

Wall Street nach Rekordjagd auf Konsolidierungskurs

87505886.jpg

(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Wie geht es weiter in New York? Die Hoffnung auf ein baldiges "Phase-Eins-Abkommen" zwischen den USA und China im Handelskonflikt treibt die Wall Street kaum noch. Erst gestern hatte die Euphorie die Indizes auf Allzeithochs oder in unmittelbare Nähe solcher getrieben. Heute deutet der Aktienterminmarkt eine weitgehend unveränderte Handelseröffnung am Kassamarkt an. Händler sprechen von einer Konsolidierung nach der Rekordjagd.

Für Zurückhaltung könnten die Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell sorgen. Für ihn spiegeln die Zinssenkungen in diesem Jahr eine etwas pessimistischere Sicht auf die Wirtschaftsentwicklung wider. Teilweise habe man die Zinsen gelockert, weil das Wirtschaftswachstum langsamer gewesen sei, als man es zum Zeitpunkt der Zinserhöhungen im vergangenen Jahr gedacht habe, sagte Powell. Er signalisierte nun erstmals auf die Bremse zu treten.

12:36 Uhr

Audi-Zukunftspakt steht unmittelbar vor Abschluss

d9de432768893f7fd5b5c6ca6458935c.jpg

(Foto: imago/imagebroker)

Die Verhandlungen über den Audi-Zukunftspakt gehen in die Schlussrunde. Eine Einigung stehe unmittelbar bevor, der Prozess sei aber noch nicht komplett abgeschlossen, hieß es aus Kreisen der Volkswagen-Tochter. Der "Donaukurier" hatte berichtet, dass es eine Einigung bei strittigen Themen gebe.

Audi und der Betriebsrat sind seit längerem in Verhandlungen über einen Zukunftspakt für das unter Druck stehende Unternehmen. Zuletzt war dabei auch über die Kürzung von Kapazitäten in den Werken Ingolstadt und Neckarsulm gesprochen worden.

12:11 Uhr

Tiefere Sorgenfalten bei deutsche Exporteuren

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich im November verschlechtert. Die Ifo-Exporterwartungen der Industrie fielen von minus 1,2 auf minus 1,7 Punkte.

  • "Die weltweite Konjunktur ist schwach. Somit sind Impulse für die deutsche Exportwirtschaft eher rar", erklärte das Institut.

Einen deutlichen Dämpfer musste die chemische Industrie verkraften. Die Unternehmen gehen von weniger Aufträgen aus dem Ausland aus. Auch die Auto- und die Metallindustrie kämpfen mit einem schwachen Exportgeschäft.

11:50 Uhr

Scout24 will weiter wachsen - Was wird aus AutoScout24?

Scout24
Scout24 55,90

Scout24 sieht sich auf dem Weg zu weiterem Wachstum in den kommenden Jahren. Dabei soll sich das "dynamische und hochprofitable Wachstum" in den beiden Geschäftsfeldern ImmoScout24 und AutoScout24 fortsetzen. Für das Portal AutoScout24 prüft das Unternehmen den Angaben zufolge einen Verkauf oder eine Abtrennung.

Der Konzernumsatz soll bis 2020 um 8 bis 11 Prozent steigen, wie die Scout24 AG anlässlich des Kapitalmarkttages mitteilte. 2021 soll sich das Umsatzwachstum auf einen niedrigen bis mittleren Zehnerprozentsatz und 2022 auf einen mittleren Zehnerprozentsatz beschleunigen.

11:23 Uhr

Haribo buddelt Klassiker aus - kein Gottschalk-Comeback

41db56f5d0b46e6beacf211a021d9625.jpg

(Foto: dpa)

Haribo setzt wieder auf Bewährtes: Nach einem herben Umsatzeinbruch im vergangenen Jahr will sich der Fruchtgummihersteller im Kampf um die Kunden wieder stärker auf seine Klassiker wie Goldbären oder Color-Rado stützen.

  • "Wir haben unsere Top-Produkte wie den Goldbären aus den Augen verloren", sagte Andreas Patz, Sprecher der Geschäftsführung Deutschland, dem "Handelsblatt".

Seine Vorgänger hätten zu sehr auf Nischenprodukte wie zuckerreduzierte Fruchtgummis gesetzt. Kein Comeback soll es aber für den früheren Markenbotschafter Thomas Gottschalk geben. Der Marktführer im Fruchtgummimarkt hatte im vergangenen Jahr laut "Handelsblatt" in Deutschland einen Umsatzrückgang von fast zehn Prozent hinnehmen müssen, während Konkurrenten wie Katjes oder Storck zweistellige Zuwächse erzielten.

10:56 Uhr

Dax tut sich schwer - defensive Titel vorn

Neue Presseberichte über eine Annäherung in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China lassen die Börsianer heute relativ kalt. Einem Händler zufolge halten diese allerdings die Investoren bei der Stange und verhindern größere Gewinnmitnahmen. Dementsprechend ist das Dax-Minus nur gering - am Vormittag waren es 0,3 Prozent auf 13.210 Punkte. Der EuroStoxx50 gab ebenfalls um 0,3 Prozent auf 3698 Stellen nach.

Im Dax dominierten wieder defensive Aktien. So waren die Hauptgewinner Vonovia mit plus 0,8 Prozent und Beiersdorf mit plus 0,5 Prozent.

10:38 Uhr

Real-Märkte an Edeka: Kartellamt schaut genau hin

imago90637412h.jpg

(Foto: imago images / Emmanuele Contini)

Die Prüfung des Verkaufs von Supermärkten der Metro-Tochter Real an den Konkurrenten Edeka zieht sich bis ins kommende Jahr. Das Bundeskartellamt will die Transaktion genau unter die Lupe nehmen und leitet dazu eine vertiefte Prüfung ein. Die Untersuchung laufe deshalb bis voraussichtlich 28. Februar 2020, sagte ein Sprecher der Behörde. Edeka will 87 Real-Standorte übernehmen.

Der Real-Mutterkonzern Metro will die Supermarktkette an ein Konsortium um den Immobilien-Investor Redos verkaufen. Das Kartellamt hatte diese Pläne bereits genehmigt. Redos will Insidern zufolge mehr als 50 der über 270 Real-Märkte weiter betreiben, die Marke Real soll erhalten bleiben.

10:14 Uhr

Autozulieferer Faurecia plant Rekordgewinn

Der französische Autozulieferer Faurecia sieht sich nach der Übernahme des japanischen Navi-Herstellers Clarion auf Wachstumskurs. Der Vorstand kündigte an, im Jahr 2022 bei Umsatz und Gewinn Rekordwerte erzielen zu wollen.

Das zu 46 Prozent zum Peugeot-Hersteller PSA gehörende Unternehmen peilt zwischen 2019 und 2022 ein jährliches durchschnittliches Umsatzwachstum von über fünf Prozent und einen Umsatz von über 20,5 Milliarden Euro im Jahr 2022 an. Die operative Umsatzrendite soll bis 2022 um einen Prozentpunkt auf acht Prozent steigen.

09:56 Uhr

Pfund fällt - Konservative in Umfrage schwächer

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,31

Was macht eigentlich das Pfund Sterling? Die britische Währung gibt etwas nach, weil der Vorsprung der Konservativen von Premierminister Boris Johnson in einer Wahlumfrage etwas geringer wird. Die Befragung von ICM ergab einen Rückgang für die Tories um einen Punkt auf 41 Prozent, während die oppositionelle Labour Party um zwei Punkte auf 34 Prozent zulegte.

Am Vormittag fiel das Pfund auf 1,2870 US-Dollar von 1,2900 am späten Montag.

09:35 Uhr

FiatChrysler will schnelle Fusion mit PSA

RTS2TIC0.jpg

(Foto: REUTERS)

FiatChrysler und Peugeot wollen ihren geplanten Zusammenschluss zum weltweit viertgrößten Autobauer noch in diesem Jahr besiegeln. Beide Konzerne kündigten in einem internen Mitarbeiterschreiben an, in den kommenden Wochen einen verbindlichen Fusionsvertrag unterschreiben zu wollen. Wie aus den Unterlagen hervorgeht, sind neun Arbeitsgruppen eingerichtet worden, um die Konzernhochzeit über die Bühne zu bringen. FiatChrysler-Chairman John Elkann hatte vergangene Woche in Aussicht gestellt, dass bis Jahresende ein verbindliches Memorandum unterzeichnet werden könnte. Eine von Rivale General Motors (GM) eingereichte Klage bereite ihm keine Sorge.

GM war vor einer Woche gegen den US-italienischen Konzern wegen angeblicher Bestechung von Gewerkschaften vor Gericht gezogen. FiatChrysler erklärte, es dränge sich der Verdacht auf, die Klage solle die Fusion mit den Franzosen torpedieren.

09:15 Uhr

Rocket Internet macht weniger Gewinn

Das Logo von Rocket Internet SE ist zu sehen. Foto: Jens Kalaene/Archivbild

(Foto: Jens Kalaene/zb/dpa)

Der Start-up-Investor Rocket Internet hat wegen schwächerer Aktienkurse seiner Beteiligungen weniger verdient. Während das Konzernergebnis nach dem ersten Halbjahr noch bei 548 Millionen Euro Gewinn lag, schrumpfte es nach den ersten neun Monaten auf 285 Millionen Euro zusammen.

Das sei vor allem auf den Rückgang der Börsenbewertungen von Jumia und Global Fashion Group zurückzuführen, hieß es zur Erklärung. Im Vorjahreszeitraum hatte Rocket Internet von Januar bis September einen etwas höheren Gewinn von 296 Millionen Euro ausgewiesen.

09:06 Uhr

Dax eröffnet etwas leichter

Wenig Bewegung zum Handelsstart in Frankfurt: Der Dax notierte 0,1 Prozent niedriger bei 13.238 Punkten. Der MDax gewann 0,1 Prozent auf 27.309 Zähler. Der TecDax stieg um 0,3 Prozent auf 3054 Stellen.

08:51 Uhr

Blackrock will bei Deutsche Wohnen aufstocken

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 35,52

Die Aktie der Deutsche Wohnen wird heute fester erwartet, nachdem Blackrock angekündigt hat, seinen Anteil von mehr als 10 Prozent weiter aufstocken zu wollen. Der Investmentgigant will damit noch mehr Einfluss auf die Mieten des Berliner Immobilienkonzerns nehmen. Allein in der Hauptstadt gehören ihm weit mehr als 100.000 Wohnungen.

Die Aktie war jüngst unter Druck geraten wegen der Berliner Mietdeckeldebatte und nach über 40 Euro im Frühjahr auf unter 30 Euro im Sommer gefallen. Gestern schloss sie bei 35 Euro.

08:37 Uhr

Handelsgespräche sorgen für Kursplus in Asien

Nikkei
Nikkei 23.354,40

Ein Telefonat zwischen den Chefunterhändlern Chinas und der USA hat bei den Börsenanlegern in Asien Zuversicht aufkommen lassen. In Tokio schloss der Nikkei 0,4 Prozent höher bei 23.373 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zeitweise den höchsten Stand seit fast 14 Monaten erreicht hatte. Der chinesische CSI300 legte 0,2 Prozent zu.

Nach Angaben des Handelsministeriums in Peking sprachen der chinesische Vize-Ministerpräsident Liu He, der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und US-Finanzminister Steven Mnuchin über "Kernfragen" im Handelskonflikt. Beide Seiten seien sich einig, dass die strittigen Fragen geklärt werden müssten.

08:21 Uhr

Europas Nutzfahrzeugmarkt bricht ein

Düsteres Konjunktursignal aus dem Markt für Handwerkerautos, Transporter und Lkw: Die Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen in der EU, der Schweiz, Norwegen und Island sind im Oktober erneut deutlich zurückgegangen.

  • Der Herstellerverband Acea bezifferte das Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 7,3 Prozent. Zuletzt wurden damit europaweit nur noch knapp 213.000 Nutzfahrzeuge abgesetzt. Mit Blick auf die ersten zehn Monate ging es dagegen noch um 3,4 Prozent auf gut 2,2 Millionen Einheiten aufwärts.
  • Ein Rückgang bei den Neuzulassungen lässt sich als Hinweis auf eine Konjunkturabschwächung lesen: Wenn Handwerker, Unternehmer und Betriebe mit einer schwächeren Auftragslage rechnen, geht in der Regel auch die Neigung zu teuren Neuanschaffungen zurück.
  • Immerhin: Im Vergleich zum Vormonat zeigte sich eine leichte Abschwächung des Abwärtstrends. Im September waren die Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen in der EU noch um 10 Prozent gefallen.

Außer Italien und Spanien verzeichneten alle großen EU-Länder rückläufige Neuzulassungen im Oktober. In Deutschland schrumpfte der Markt mit 11,4 Prozent überdurchschnittlich stark.

08:07 Uhr

GfK: Kauflaune stützt Deutschland

14626744.jpg

Vorweihnachtlicher Rummel: Eine robuste Konsumfreude gewährt Einzelhändlern Aussichten auf umsatzstarke Wochen.

picture-alliance/ dpa

Daumen hoch für den deutschen Einzelhandel: Die Verbraucher in Deutschland gehen nach Einschätzung der Nürnberger Marktforscher von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) positiv gestimmt in die Vorweihnachtszeit.

  • Der GfK-Konsumklimaindex sagt für Dezember einen leichten Anstieg um 0,1 Zähler auf 9,7 Punkte voraus. Im Vormonat war der Wert um 0,2 Zähler auf 9,6 Punkte zurückgegangen.
  • Zwar sei das Konsumklima damit etwas schwächer als im gleichen Vorjahreszeitraum, doch vor allem die konjunkturelle Entwicklung schätzten die Bundesbürger deutlich positiver ein als noch vor einem Monat, hieß es.
  • Die Verbraucher hätten "durch ihre ausgesprochen gute Konsumlaune maßgeblich dazu beigetragen, dass im dritten Quartal eine Rezession in Deutschland verhindert werden konnte", erklärte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.
07:44 Uhr

Anhaltender Aufwind? Dax schiebt sich nach oben

Am deutschen Aktienmarkt deuten die Trendpfeile weiter nach oben. Zur Eröffnung am zweiten Handelstag der Woche können sich Anleger auf leichte Kursgewinne einstellen.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax zum Auftakt bei 13.263,50 Punkten gesehen, was einem schmalen Plus von 0,1 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Kursbarometer mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent auf 13.246,45 Zähler aus dem Handel gegangen.
  • Dominierendes Thema am Morgen dürften die unklaren Aussichten im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit bleiben. Frische Daten gibt es am Morgen zum deutschen Konsumklima, zu den Neuzulassungen im europäischen Nutzfahrzeugmarkt und von einzelnen bekannteren Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe.

Geschäftsergebnisse stellen am Morgen unter anderem KWS Saat, Instone, Rocket Internet und der Online-Möbelhändler Home24 vor.

Dax
Dax 13.166,58

 

06:37 Uhr

Texas und Nevada ziehen Klage gegen T-Mobile-Fusion zurück

Für die US-Telefonanbieter T-Mobile und Sprint sind zwei weitere Hürden aus dem Weg geräumt: Sowohl Texas als auch Nevada geben ihren Widerstand gegen die milliardenschwere Fusion der Telekom-Tochter mit dem Rivalen auf.

T-Mobile US
T-Mobile US 69,70

  • Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton gab eine Einigung bekannt, die den Unternehmen unter anderem fünf Jahre lang Preiserhöhungen verbieten und umfassende Zusagen beim Netzausbau enthalten soll.
  • Das Büro des Justizministers von Nevada erklärte, dem US-Bundesstaat sei ein früher Aufbau der nächsten Generation des Mobilfunks und die Schaffung mehrerer Hundert Arbeitsplätze zugesagt worden.
  • Rund ein Dutzend Bundesstaaten hatten ursprünglich Bedenken gegen die Fusion der dritt- und viertgrößten US-Mobilfunkanbieter geklagt.
  • T-Mobile und Sprint wollen schon seit Langem die Kräfte bündeln, um den Platzhirschen AT&T und Verizon im US-Markt mehr Konkurrenz zu machen.