Dienstag, 27. März 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel
17:47 Uhr

Dax macht einen scharfen U-Turn

Dax
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Der deutsche Aktienmarkt stoppt seinen Abwärtstrend und macht verlorenes Terrain gut. Der Leitindex Dax verbessert sich deutlich und steigt um 1,6 Prozent auf 11.971 Punkte. Zum Tageshoch wird sogar die Marke von 12.000 Punkten überschritten. Nach drei verlustreichen Handelstagen in Folge geht es damit wieder nach oben.

Auslöser für den Stimmungsumschwung sind Zoll-Verhandlungen zwischen China und den USA. "Die Märkte waren in der vergangenen Woche schon vom Schlimmsten ausgegangen", sagt Marktanalyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets. "Jetzt sehen wir eine Bewegung, in der die Pessimisten ordentlich zurückrudern müssen."

Einige Börsianer warnen aber, die Erholung könne von kurzer Dauer sein. "Die jüngste Strafzoll-Drohung des US-Präsidenten könnte nur ein Versuch gewesen sein, Stärke und Entschlossenheit zu demonstrieren, so die Hoffnung", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. "Aber Trump bleibt unberechenbar."

Im Dax gibt es am Ende fast nur Gewinner. Am deutlichsten legt das Papier der Deutschen Börse mit 3,4 Prozent zu. Dahinter folgen Infineon mit einem Plus von 3,1 Prozent. Einzige Aktie mit einem Minus ist die der Commerzbank, die 0,4 Prozent einbüßt.

17:03 Uhr

Opec will sich fest an Russland binden

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Das saudische Königshaus setzt zusammen mit anderen Opec-Staaten auf eine stabile Partnerschaft mit Putins Russland.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Das Ölkartell Opec strebt nach Angaben des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman eine langjährige Zusammenarbeit mit Russland und anderen Ölförderstaaten an. Dabei gehe es um eine Vereinbarung mit einer Laufzeit von zehn oder 20 Jahren, sagte bin Salman. "Wir sind uns beim großen Bild einig, aber nicht in den Details."

Diese langjährigen Abkommen sollten die bisherigen Kooperationen ablösen, die für ein Jahr vereinbart worden seien und jeweils verlängert werden müssten. Als Reaktion auf einen massiven Ölpreisverfall hatten sich auf saudische Initiative die Opec-Staaten sowie Russland und andere Ölproduzenten auf eine Förderbremse geeinigt.

16:14 Uhr

Neuer Ärger setzt Facebook-Aktie weiter zu

Facebook
Facebook 186,17

Nach Eröffnung der Wall Street in New York bleibt Facebook in aller Munde: Die Generalstaatsanwälte von 37 US-Bundesstaaten forderen eine Erklärung zur Rolle des Konzerns im Skandal um die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica, die mit Nutzer-Daten von Facebook den Wahlkampf von Donald Trump 2016 unterstützt haben soll. Der Aktienkurs des Unternehmens fällt um mehr als zwei Prozent, nachdem er gestern noch leicht zugelegt hatte.

Ansonsten sieht es an den US-Börsen eher positiv aus: Spekulationen um eine Beilegung des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits stützen die Kurse. Der Dow Jones steigt in den Anfangsminuten um 0,4 Prozent auf 24.300 Punkte. Auch der S&P 500 und der Nasdaq-Composite legen zu. Alle drei Indizes hatten am Montag mit je rund drei Prozent so viel wie seit August 2015 nicht mehr gewonnen.

15:36 Uhr

Medigene mit wundersamen Kursfeuerwerk

Medigene
Medigene 6,30

Im TecDax, wo sich deutsche Techologie-Firmen tummeln, steht an der Spitze mit großem Abstand die Aktie des Biotechnologie-Unternehmens Medigene. Mehr als 12 Prozent 14,64 Euro nach oben schießt der Kurs im Laufe des Handelstages. Nur: Am Markt weiß niemand so genau, warum eigentlich.

Was feststeht: Fundamentale Nachrichten zu dem Titel gibt es nach Angaben eines Händlers nicht. Die Aktie werde vielmehr stark von spekulativen Interessen in die eine oder andere Richtung getrieben. Das wird durch eine andere Tatsache deutlich: Auf Wochensicht hatte das Papier zuvor 17,5 Prozent an Wert verloren.

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(Foto: Medigene)

 

15:05 Uhr

Euro verliert rasant an Wert

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Steil nach unten geht es am Nachmittag mit dem Kurs des Euro im Vergleich zum Dollar. Händler verweisen auf Spekulationen um eine Lösung des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits, was den Druck auf den Dollar mindere. Die Gemeinschaftswährung rutscht auf 1,2389 Dollar ab. Zuvor hatte sie noch ein Tageshoch von 1,2476 Dollar erreicht.

Im Gegenzug erholt sich der Dollar um 0,4 Prozent. Die US-Währung hatte seit gestern vor allem unter Befürchtungen gelitten, der Handelsstreit der USA mit China könnte eskalieren.

14:42 Uhr

Chip-Aktien in Europa plötzlich wieder gefragt

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An den europäischen Börsen ist heute der große Tag der Hersteller von Computerchips: Im Dax und im Euro-Stoxx-50 stehen mit Infineon und ASML zwei Chipkonzerne ganz oben in den Gewinnerlisten. Beide legen mehr als drei Prozent zu und machen damit einen großen Teil der Verluste der vergangenen fünf Handelstage wieder wett.

Auch die in Paris und Mailand gelisteten Papiere von STMicroelectronic steigen um mehr als drei Prozent. Die Aktien des in der Schweiz gelisteten österreichischen Chipherstellers AMS gewinnen gut vier Prozent.

Sie profitieren offenbar von Spekulationen auf eine Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China. Denn nach dem Säbelrasseln verhandeln Vertreter der US-Regierung mit ihren chinesischen Kollegen über eine Lösung des Konflikts.

14:16 Uhr

Frankreichs Energieriese EDF hat Großes vor

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Zu nichts weniger als zum größte Anbieter von Stromspeichern will der französische Energiekonzern EDF - zum Großteil in Staatshand - aufsteigen. Das Unternehmen kündigte Investitionen von 8 Milliarden Euro bis zum  Jahr 2035 an. Damit sollen 10 Gigawatt an zusätzlichem Speicher in der ganzen Welt geschaffen werden - bisher sind es immerhin schon 5 Gigawatt, welche EDF zur Verfügung stehen.

Ziel sei es, so die Schwankungen in der Stromerzeugung von erneuerbaren Energien ausgleichen zu können, sagte EDF-Chef Jean-Bernard Levy. Damit positioniert sich EDF als Speerspitze des jüngsten französischen Umschwungs hin zu Ökostrom. Bisher bezieht Frankreiche 70 Prozent seiner Energie aus Kernkraftwerken.

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(Foto: picture alliance / dpa)

 

13:35 Uhr

Akzo Nobel verteilt Milliarden an Aktionäre

Akzo Nobel verkauft für mehr als zehn Milliarden Euro sein Spezialchemiegeschäft und konzentriert sich künftig auf Farben und Lacke. Beim Bieterrennen um die Sparte setzte sich die US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle durch, wie der niederländische Konzern mitteilte. Damit gelingt den Amerikanern in Europa eine der größten Übernahmen eines Finanzinvestors der vergangenen Jahre.

Für Akzo Nobel ist es die Einlösung eines im Abwehrkampf gegen die Übernahmeversuche des US-Konzerns PPG gegebenen Versprechens an die Aktionäre. Der erwartete Nettoerlös aus dem Verkauf von 7,5 Milliarden Euro soll zum größten Teil an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Die Aktie von Akzo Nobel steigt infolge des Verkaufs um 3,5 Prozent.

13:23 Uhr

Schweiz warnt vor Cyberattacken auf Banken

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(Foto: imago/Michael Weber)

Die schweizerische Finanzmarktaufsicht (Finma) warnt vor einer wachsenden Zahl von Hackerangriffen in der Finanzwelt. Allein in der Schweiz würden jeden Tag 100 Angriffe auf E-Banking Lösungen erfolgreich abgewehrt, sagte Finma-Direktor Mark Branson.

"Cyberangriffe sind inzwischen das größte operationelle Risiko für das Finanzsystem", sagte er. "Wir, und damit meine ich den private Sektor und die Behörden, sollten das Thema daher todernst nehmen." Dass Banken zunehmend Dienstleistungen an IT-Infrastruktur auslagern, verstärke die Cyberbedrohung, sagte Branson, zumal es eine Konzentration bei bestimmten Anbietern gebe.

12:32 Uhr

In diesen Städten sollen Immobilienpreise explodieren

Mal wieder gibt es eine Studie zu den Immobilienpreisen in Deutschland, und mal wieder ist der Tenor: Häuser und Wohnungen werden immer teurer. Eine im Auftrag der Postbank veröffentlichte Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) hat in einer Prognose ermittelt, wo bis 2030 die Preise deutlich anziehen dürften.

Hier die Top 5 der deutschen Kreise und Städte mit dem höchsten erwarteten realen Preisanstieg pro Jahr:

  1. Heilbronn: 2,99 Prozent (2532 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2017)
  2. Landkreis Erding: 2,24 Prozent (3996 Euro)
  3. Landkreis Cloppenburg: 1,82 Prozent (1667 Euro)
  4. Landkreis Landsberg am Lech: 1,81 Prozent (3301 Euro)
  5. Landkreis München: 1,81 Prozent (5240 Euro)
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Blick auf die Innenstadt von Heilbronn.

(Foto: imago stock&people)

 

11:49 Uhr

Heineken zieht vermeintlich rassistischen Werbe-Clip zurück

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Erneut tappt ein Unternehmen mit seiner Werbung in die Rassismus-Falle. Diesmal erwischt es den Bierbrauer Heineken: In einem Werbespot ist ein Barkeeper zu sehen, der eine Flasche Bier zu einer Frau mit heller Hautfarbe rüberschiebt - vorbei an einer Reihe dunkelhäutiger Menschen. Der Slogan dazu: "Sometimes lighter is better", was übersetzt so viel wie "Manchmal ist leichter besser", aber auch "Manchmal ist heller besser" heißen kann.

Echauffiert über den vermeintlichen Rasssismus hatte sich als einer der Ersten der Musiker Chance The Rapper, der auf Twitter schrieb: "Ich denke, Unternehmen machen absichtlich rassistische Werbung um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen." Und eigentlich wolle er dies nicht unterstützen, müsse aber dennoch sagen, dass die Heineken-Werbung "schrecklich rassistisch" sei.

Heineken hat auf die Kritik mittlerweile reagiert und den Werbe-Clip aus dem Fernsehen und dem Internet verbannt, wie CNN berichtet. Ein Sprecher betonte jedoch, dass das Wort "light" im Sinne von kalorienärmer gemeint gewesen sei.

*Datenschutz

 

11:18 Uhr

Ängste trüben Stimmung in Europas Wirtschaft

Bereits zum dritten Mal in Folge sinkt die Stimmung in der Eurozone. Die Angst vor einem Handelskrieg greift offenbar zunehmend um sich:

  • Der Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung fiel spürbar auf 112,6 Punkte.
  • Experten hatten mit ein Absinken auf lediglich 113,4 Zähler gerechnet.
  • Im Vormonat stand der Index noch bei 114,2 Stellen.

Besonders ausgeprägt war der Rückgang der Stimmung in Italien, wo sie auf 109,8 Punkte von 111,6 Punkten sank. Für Deutschland gab der Index auf 112,0 Punkte von 114,4 im Vormonat nach.

10:47 Uhr

Deutschland glänzt bei Börsengängen - China schwächelt

Nach jahrelanger Flaute nimmt Deutschland bei Börsengängen wieder Fahrt auf. Mit Siemens Healthineers und der Deutsche-Bank-Tochter DWS fanden im ersten Quartal zwei der drei weltweit größten Neuemissionen in Deutschland statt, wie aus einer veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung EY hervorgeht. Die insgesamt sechs Börsengänge in Deutschland brachten 6,5 Milliarden Euro ein - das stärkste erste Quartal seit dem Jahr 2000.

Während die Zeichen in USA und Europa auf Wachstum stehen, brach der chinesische IPO-Markt ein. Im Vorjahreszeitraum hatte er noch das Geschehen dominiert, doch wegen gestiegener regulatorischer Anforderungen und schleppender Freigabe-Prozesse sank die Zahl der Börsengänge an den chinesischen Festlandbörsen um 74 Prozent auf 35.

10:02 Uhr

Entscheidung von Coca-Cola lässt Südzucker-Aktie stürzen

Südzucker
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Gegen den auf ganzer Breite steigenden Markt brechen Südzucker im SDax um fast 8 Prozent ein. Grund ist abermals das steigende Gesundheitsbewusstsein bei Konsumenten und damit auch den Nahrungsmittelherstellern.

Unter anderem will nun auch Coca-Cola in Großbritannien den Zuckeranteil in der Marke Sprite halbieren. Zudem belasten Analystenkommentare wie die Abstufung auf "Sell" durch Berenberg nach der Gewinnwarnung am Vortag.

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(Foto: picture alliance / dpa)

 

09:47 Uhr

Kunden meiden H&M - Aktie rutscht immer tiefer

H&M
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Der einst zu strahlende Billig-Modehändler H&M rutscht immer tiefer in die Krise. Immer mehr Kunden lassen die Kollektionen in den Regalen liegen und bescheren dem schwedischen Konzern damit einen Gewinneinbruch.

Im ersten Quartal sank das Vorsteuerergebnis um mehr als 60 Prozent auf umgerechnet rund 124 Millionen Euro, wie der weltweit zweitgrößten Modehändler hinter der spanischen Zara-Mutter Inditex mitteilte. Wie andere Rivalen kämpft der Konzern mit der Konkurrenz von Online-Händlern.

Die Aktie fällt an der Börse in Stockholm am Morgen um rund 4 Prozent. In den vergangenen 12 Monaten ist der Wert des Papiers bereits um fast die Hälfte zurückgegangen.

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(Foto: imago/Bo van Wyk)

 

09:24 Uhr

Blitzstart - Dax klettert wieder über 12.000 Punkte

Dax
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Einen tiefen Seufzer der Erleichterung vernimmt man von den Parketts deutscher Börsen: Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage wagen sich Anleger wieder in die Offensive. Der Dax legte zum Handelsstart um fast 2 Prozent und steigt kurzzeitig sogar wieder über 12.000 Punkte. Bei den Einzelwerten gibt es durch die Bank nur Gewinner.

Vor allem die Hoffnungen auf ein friedliches Ende im Handelsstreit zwischen den USA und China sorgten für gute Stimmung an den Börsen. "Die Verhandlungen zwischen Washington und Peking zum Thema Außenhandel werden als Fortschritt angesehen", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. "Sie geben den Märkten die Hoffnung zurück, dass ein Handelskrieg am Ende doch noch vermieden werden kann."

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:42 Uhr

Nikkei schließt mit dickem Plus

Pluszeichen dominierten den Börsenhandel in Fernost. Die Anleger waren guter Hoffnung, dass der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China glimpflich ausgeht. Diese tatsache lockte viele Anleger zurück an die Aktienmärkte. "Die jüngste Eskalation kann einfach nur eine Verhandlungstaktik gewesen sein, und es wird bald einen Kompromiss geben", schrieben Analysten von JP Morgan in einem Marktkommentar.

In Tokio legte der Nikkei kräftig zu und schloss um 2,7 Prozent höher bei 21.317 Punkten. Auch die Börsen in China, Südkorea und Australien verzeichneten Kursgewinne.

Zu den größten Gewinnern gehörten in Japan Technologie-Aktien wie Tokyo Electron oder Advantest Corp mit je rund 2,5 Prozent. In Taiwan schossen die Titel des Handybauers von HTC um mehr als sechs Prozent nach oben. Der Konzern erzielte zwar im vergangenen Quartal einen Verlust, zeigte sich für den weiteren Verlauf des Jahres aber zuversichtlich wegen einer kürzlich abgeschlossenen Partnerschaft mit dem Google-Konzern Alphabet.

Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin erholte sich wieder und notierte mit rund 7900 Dollar kaum verändert. Der Preis war in der Nacht gefallen, nachdem auch der Kurznachrichtendienst Twitter angekündigt hatte, Werbung für Cyberdevisen zu verbieten.

08:13 Uhr

Euro zeigt sich robust

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Euro hat die kräftigen Kursgewinne vom Vortag gehalten. Im frühen Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,2451 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,2411 (Freitag: 1,2346) Dollar festgesetzt.

Der Euro hatte zuletzt von einer Dollar-Schwäche profitiert, die Experten auf den zugespitzten Konflikt um Importzölle zwischen den USA und China zurückführten. Außerdem weitet sich die Schlammschlacht zwischen dem Weißen Haus und dem US-Pornostar Stormy Daniels aus. Neben intimen Details geht es dabei auch um angebliche Bedrohungen sowie die Zahlung eines Schweigegelds, was einen Verstoß gegen die Wahlkampfregeln bedeuten könnte.

07:53 Uhr

Ölpreise steigen leicht

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 59,68

Die Ölpreise haben im frühen Handel etwas zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 70,33 US-Dollar. Das waren 21 Cent mehr als am Vorabend. In der Nacht auf Montag hatte der Brent-Preis zwischenzeitlich den höchsten Stand seit Ende Januar bei 71,05 Dollar erreicht. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg zuletzt um 33 Cent auf 65,88 Dollar.

Seit einigen Tagen gibt die Sorge vor einer neuen Zuspitzung der politischen Lage im ölreichen Nahen Osten den Preisen Auftrieb. Am Markt wird ein schärferes Vorgehen der USA gegen das große Förderland und Opec-Mitglied Iran nicht ausgeschlossen, weil der als gemäßigt geltende Sicherheitsberater H.R. McMaster durch den Hardliner John Bolton ersetzen wurde.

Die Gefahr eines Handelskriegs zwischen den USA und China und die Folgen für die Weltwirtschaft sowie eine weiter steigende US-Ölproduktion konnten dagegen in den vergangenen Tagen nicht auf die Preise drücken.

07:41 Uhr

Dax präsentiert sich vorbörslich stark

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(Foto: REUTERS)

Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage wittern die Schnäppchenjäger an der Börse wieder Morgenluft. Der Dax wird nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern deutlich höher in den Handel starten. Vorbörslich notiert der Frankfurter Leitindex 1,6 Prozent höher bei 11.972 Punkten. Am Montag hatte er 0,8 Prozent auf 11.787 Punkte verloren.

Die Furcht vor einem weltweiten Handelskrieg rückte etwas in den Hintergrund, nachdem China und die USA wieder Gespräche aufgenommen hatten. Die Ankündigung der USA, Zölle auf chinesische Produkte zu erheben, und entsprechende Gegenmaßnahmen aus China hatten die Börsen in den vergangenen Tagen weltweit auf Talfahrt geschickt.

Die Börsianer dürften auch einen Blick auf die Deutsche Bank werfen. Das krisengeplagte Institut sucht laut "Times" einen Ersatz für Konzernchef John Cryan. Wegen der anhaltend schlechten Geschäfte bei Deutschlands größtem Geldhaus gebe es eine Auseinandersetzung zwischen dem 57-jährigen Briten und Aufsichtsratschef Paul Achleitner.

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Konjunktur- und Unternehmensdaten sind in der Karwoche ansonsten rar. Das Verbrauchervertrauen in den USA für März könnte aber Hinweise auf die Zinspolitik in der weltgrößten Volkswirtschaft liefern.

06:45 Uhr

Nikkei gewinnt kräftig dazu

Nikkei
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Die japanische Börse ist wegen Hoffnungen auf Gespräche im Handelsstreit zwischen USA und China auf Erholungskurs gegangen. Der Leitindex Nikkei kletterte im Zuge der Kursgewinne an der Wall Street um 2,3 Prozent auf 21.244 Punkte. Der breitere Topix-Index legte ebenfalls fast zwei Prozent auf 1703 Punkte zu. Die nachlassenden Sorgen über einen drohenden globalen Handelskrieg hatten schon die US-Börsen beflügelt - der Dow Jones markierte mit einem Plus von 2,8 Prozent den höchsten Tagesgewinn seit August 2015. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sowohl die USA als auch China betonten nach den jüngsten Auseinandersetzungen, im Gespräch bleiben zu wollen. Die Ankündigung von US-Zöllen auf chinesische Produkte und entsprechenden Gegenmaßnahmen aus China hatten die Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt.

Nun gehörten vor allem Technologie-Aktien wie Tokyo Electron oder Advantest Corp an der Börse in Tokio zu den Gewinnern. Verluste verbuchte die Kryptowährung Bitcoin, nachdem auch der Kurznachrichtendienst Twitter ankündigte, Werbung für Cyberwährungen zu verbieten. Der Preis für einen Bitcoin sank um drei Prozent auf 7899 US-Dollar.

Der US-Dollar notierte zur japanischen Währung bei 105,63 Yen. Der Euro lag fast unverändert auf 1,244 Dollar. Ein Schweizer Franken wurde mit im Vergleich zum Dollar mit 0,9457 und zum Euro mit 1,1769 bewertet.