Dienstag, 28. Januar 2020Der Börsen-Tag

mit Juliane Kipper
17:58 Uhr

Dax geht auf Erholungskurs

Dax
Dax 13.783,89

Schon wieder aufwärts geht es am deutschen Aktienmarkt. Der Dax gewinnt trotz fallender Kurse seines Index-Schwergewichts SAP 0,9 Prozent auf 13.324 Punkte. "Das ist aber zunächst einmal nur eine Zwischenerholung", so ein Händler. Gestützt wurde die Stimmung zwar auch von guten US-Konjunkturdaten, so von einem sehr starken Verbrauchervertrauen. Im Blick stehe allerdings voraussichtlich auch weiterhin der Nachrichtenfluss aus China mit der Ausbreitung des Coronavirus und den Auswirkungen auf das Wachstum, so der Händler. Sehr fest notierten die Autozulieferer.

SAP
SAP 127,40

SAP fielen um 2,1 Prozent. Zwar sagten die Analysten der UBS, die Zahlen zum vierten Quartal seien solide ausgefallen. Allerdings habe SAP 7 Prozent weniger Software-Aufträge erhalten, und auch der Umsatz im Cloud-Geschäft habe sich zuletzt enttäuschend entwickelt.

Während neben SAP auch Infineon und BMW im Minus schlossen, zogen Continental um 4 Prozent an. Im SDax legten Schaeffler um 5,1 Prozent zu, im MDax erholten sich Varta um 2,6 Prozent. Händler verwiesen auf gute Zahlen des schwedischen Unternehmens Autoliv und auf Übernahmefantasie in der Branche. Borgwarner will Delphi Technologies übernehmen, deren Aktien schossen in New York am späten Nachmittag um rund 60 Prozent in die Höhe.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 10,85

Im MDax schlossen auch Thyssenkrupp mit einem Plus von 5,3 Prozent sehr fest. Für Airbus ging es um 1,0 Prozent nach oben. Positiv wurde gewertet, dass sich der Konzern im Rahmen von laufenden Ermittlungen zu Bestechungs- und Korruptionsvorwürfen mit den französischen, britischen und US-Behörden geeinigt hat. "Damit fällt ein Grund weg, die Aktie nicht zu kaufen", hieß es von den Analysten der Citi.

In der vierten Reihe brachen Suess Microtec nach einer Gewinnwarnung um 17,2 Prozent ein. Aumann muss den 2017er-Konzernabschluss korrigieren, die Aktie fiel um 3,0 Prozent. Die Zahlen von Wacker Chemie sind schlecht ausgefallen, allerdings nicht so schlecht wie von Analysten befürchtet. So lag das 2019er Ebit bei einem Minus von 540 Millionen Euro, erwartet worden war ein Verlust von 653 Millionen. Der Kurs erholte sich um 4,9 Prozent.

17:24 Uhr

Kone will mit Übernahme-Angebot auf Nummer sicher gehen

ThyssenKrupp
ThyssenKrupp 10,95

Kone bietet einem Insider zufolge 17 Milliarden Euro für die Aufzugssparte von Thyssenkrupp. Der gemeinsam mit CVC Partners bietende finnische Aufzugshersteller wolle mit dieser Offerte die konkurrierenden Finanzinvestoren möglichst deutlich überbieten, um mögliche Bedenken von Wettbewerbshütern zu zerstreuen, berichtet Bloomberg. Thyssenkrupp wollte sich zu diesem Thema nicht äußern.

Der Wert der Thyssen-Sparte war zuvor auf 15 Milliarden Euro geschätzt worden. Als Reaktion auf die Meldungen über das Kone-Gebot bauten die Thyssen-Aktien ihren Gewinn aus und stiegen um 5,6 Prozent.

17:04 Uhr

Euro nur noch knapp über 1,10 Dollar

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,08

Der Euro liegt mit aktuell 1,1005 Dollar nur knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 1,10 Dollar. Analysten schließen einen Fall unter dieses Niveau nicht aus. Zur Begründung wird auf den unerwartet schwachen ifo-Geschäftsklimaindex am Vortag verwiesen.

Zudem würden Sorgen vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus für Käufe im vermeintlich sicheren US-Dollar sorgen. Außerdem bleibe eine Normalisierung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ein noch "weit entferntes" Szenario, so die ING.

16:14 Uhr

Virusangst hievt Biotech-Firma auf Rekordhoch

Der Ausbruch des Coronavirus verhilft Happiness Biotech zum größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die in den USA notieren Titel des chinesischen Anbieters von Nahrungsergänzungsmitteln zur Stärkung des Immunsystems steigen um mehr als 30 Prozent. Mit 6,10 Dollar notieren sie erstmals seit dem Debüt im Oktober über ihrem Ausgabepreis von 5,50 Dollar. Dabei wechseln in den ersten 20 Handelsminuten fast vierzigmal so viele Happiness-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

15:48 Uhr

Coronavirus bedroht Steigerung der iPhone-Produktion

Nach dem stärksten Tagesverlust seit Anfang Oktober zu Wochenbeginn startet die Wall Street heute leicht erholt. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,3 Prozent auf 28.619 Punkte. Der S&P-500 klettert um 0,5 Prozent und der Nasdaq-Composite legt um 0,8 Prozent zu.

Apple
Apple 288,00

Die US-Berichtssaison gibt weiter den Takt vor. Spannend wird es dabei vor allem nach der Schlussglocke mit den Geschäftszahlen von Apple, Ebay und Advanced Micro Devices. Diese könnten am Mittwoch für Impulse sorgen.

Die Apple-Aktie gewinnt im Vorfeld 1,5 Prozent. Der Konzern hat bei seinen Zulieferern für die erste Hälfte des Jahres nach einem Bericht von "Nikkei Asian Review" Bauteile für bis zu 80 Millionen iPhones geordert. Das wären über 10 Prozent mehr als nach der Planung des vergangenen Jahres vorgesehen. Der Dienst beruft sich auf Informanten, die mit der Apple-Planung vertraut sind. Die ab der dritten Februarwoche geplante Massenproduktion der Geräte könnte sich allerdings wegen des Virusausbruchs verzögern, berichtete "Nikkei Asian Review".

15:19 Uhr

Einfuhrzölle lassen Gewinn von Harley Davidson schrumpfen

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picture alliance/dpa

Europäische Einfuhrzölle und schrumpfende Verkaufszahlen auf dem Heimatmarkt USA brocken dem Hersteller von Kultmotorrädern Harley Davidson einen Gewinnrückgang ein. Während der Absatz im abgelaufenen Jahr um gut sechs Prozent auf 214.000 Fahrzeuge fiel, brach der Betriebsgewinn um ein Drittel auf 290 Millionen Dollar ein.

Die operative Rendite schrumpfte auf 6,3 Prozent von 8,5 Prozent im Vorjahr. Dabei schlugen auch Restrukturierungskosten zu Buche. Für das laufende Geschäftsjahr stellte Harley Davidson eine Stabilisierung in Aussicht.

14:37 Uhr

Metro ergreift ungewöhnliche Maßnahme gegen Coronavirus

Der Handelskonzern Metro hat in seinen vier Großmärkten in der abgeriegelten chinesischen Metropole Wuhan Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus ergriffen. In allen vier Märkten seien Körpertemperatur-Kontrollpunkte eingerichtet worden, berichtete der Handelsriese.

Für die Mitarbeiter seien Schutzartikel bereitgestellt worden. Außerdem sei die Häufigkeit der Reinigung und Desinfektion in allen Bereichen der Märkte erhöht worden. Bisher habe es unter den Mitarbeitern noch keine Infektionen gegeben, sagte eine Metro-Sprecherin. In einem Reisehinweis empfahl das Unternehmen allen Mitarbeitern, die sich momentan in Asien aufhalten, an öffentlichen Orten einen Mundschutz zu tragen, keine Märkte oder Bauernhöfe zu besuchen, den direkten Kontakt mit Tieren und ihrer Umgebung zu vermeiden und sicherzustellen, dass Lebensmittel gründlich gekocht werden.

14:02 Uhr

Nachahmerprodukte belasten Pfizer

Pfizer
Pfizer 33,90

Der US-Pharmariese Pfizer leidet nach dem Verlust des Patents für sein Schmerzmittels Lyrica im vergangenen Jahr unter zunehmenden Wettbewerbsdruck durch günstigere Nachahmermedikamente. Im vierten Quartal fiel der Umsatz von Pfizer um neun Prozent auf 12,69 Milliarden Dollar. Während die Erlöse dennoch im Rahmen der Erwartungen ausfielen, hatten sich Analysten beim Ergebnis mehr erhofft. Die Aktie fällt im vobörslichen Handel um knapp 1 Prozent.

Der Nettoverlust sank derweil um 14 Prozent auf 337 Millionen Dollar. Bereinigt um Sonderposten erzielte Pfizer einen Gewinn von 3,1 Milliarden Dollar nach 3,75 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

13:46 Uhr

Coronavirus macht Rubel zu schaffen

US-Dollar / Rubel
US-Dollar / Rubel 63,48

Die Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus belastet erneut die russische Währung. Im Gegenzug steigt der Dollar um bis zu 0,3 Prozent auf ein Sieben-Wochen-Hoch von 63,14 Rubel. Die Furcht vor einer nachlassenden Rohstoff-Nachfrage aus China setzt auch dem wichtigen russischen Exportgut Erdöl zu.

13:43 Uhr

Dax hält Aufwärtstrend

Der Dax kann den mittelfristigen Aufwärtstrend bei 13.150 Punkten am Mittag verteidigen. Nach einem kurzen Rücksetzer Richtung 13.160 dreht er wieder ins Plus. Bei einem Bruch des Aufwärtstrends käme die 13.000er Marke ins Spiel, dort etwa verläuft auch der mittelfristige Aufwärtstrend im Dax-Future.

12:39 Uhr

Philips gibt Haushaltssparte auf

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Philips
Philips 44,56

Philips will sich auf das Geschäft rund um die Medizintechnik konzentrieren und stellt deshalb seine Haushaltsgeräte-Sparte zum Verkauf. Diese passe nicht mehr zur Strategie des Konzerns, erklärte Vorstandschef Frans van Houten. Binnen zwölf bis 18 Monaten solle das Geschäft mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund 2,3 Milliarden Euro ausgegliedert und in neue Hände gegeben werden.

Philips wolle dagegen im Gesundheitsbereich wachsen und dort investieren. Der einst mit Elektronik und Lichttechnik breit aufgestellte niederländische Konzern konkurriert in seinem neuen Kerngeschäft unter anderem mit Siemens-Healthineers. Philips wolle eine "gute Heimat" für die Haushaltswaren-Sparte finden, sagte van Houten. Für Mitarbeiter, Partner und Kunden solle es einen reibungslosen Übergang geben. Die Sparte stellt unter anderem kabellose Akku-Staubsauger, Heißluftfritteusen, Kaffeeautomaten, Dampfbügeleisen und Luftreiniger her.

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11:55 Uhr

Lufthansa fliegt aus "German Top Ten"-Liste

Lufthansa
Lufthansa 15,30

Die Sorgen vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus und einem damit einhergehenden Rückgang der Reiseaktivitäten belasten die Lufthansa-Anteile weiter. Mit 13,45 Euro kosteten sie zeitweise so wenig wie im August des vergangenen Jahres. Zuletzt waren sie unter den größten Verlierern im Dax.

Die Analysten der Investmentbank Kepler Cheuvreux reduzierten derweil ihre Gewinnerwartungen an die Airline, da der Ausbruch des Virus in China das Asiengeschäft mindestens im ersten Quartal belasten dürfte. Das Bankhaus Metzler strich die Titel zudem von der "German Top Ten"-Liste. Die Analysten schätzen das Gewinnsteigerungsprofil bei MTU als ziemliches Alleinstellungsmerkmal im europäischen Aktienuniversum ein.

11:25 Uhr

Just Eat trägt für Fast-Food-Kette Essen aus

Der britische Lieferservice Just Eat liefert künftig Burger von McDonald's in Großbritannien und Irland aus. Das vor der Übernahme durch die niederländische Takeaway stehende Unternehmen werde zum zweiten Essenslieferant der Fast-Food-Kette nach Uber Eats.

Im vergangenen Jahr steigerte Just Eat in seinem größten Markt Großbritannien die Zahl der Bestellungen um acht Prozent. Das war aber weniger als die Hälfte des 17-prozentigen Wachstums aus dem Vorjahr. Der gesamte Umsatz lag 2019 vorläufigen Zahlen zufolge bei rund einer Milliarde Pfund, der Kerngewinn bei etwa 200 Millionen Pfund (236 Millionen Euro). Das liegt am oberen Ende der anvisierten Spanne von 185 bis 205 Millionen Pfund.

10:45 Uhr

Einigung mit Behörden gibt Airbus Auftrieb

Airbus
Airbus 131,50

Für Airbus geht es an der Pariser Börse gleich um 2,1 Prozent nach oben. Positiv wird gewertet, dass sich Airbus im Rahmen von laufenden Ermittlungen zu Bestechungs- und Korruptionsvorwürfen mit den französischen, britischen und US-Behörden geeinigt hat.

"Damit fällt ein Grund weg, die Aktie nicht zu kaufen", heißt es von den Analysten der Citi. Die Frage, was der Deal gekostet habe, bleibe allerdings unbeantwortet. Der europäische Flugzeughersteller sagte, die Vereinbarungen müssten jetzt noch von Gerichten in den genannten Ländern sowie von dem zuständigen Regulierer in den USA gebilligt werden. Analysten zufolge hat Airbus genügend Cash auf der Bilanz, um den Preis zu zahlen. Die Analysten der Citi werfen einen Betrag von 4 Milliarden Euro in den Raum, äquivalent mit 5 Euro je Aktie.

10:35 Uhr

Steuerpflicht trotz Verlust?!

Normalerweise gilt das Prinzip: Das, was man verdient, muss man auch versteuern. Und wer nichts verdient, muss eben auch nichts versteuern - zumindest galt das bislang! Jetzt aber hat sich die Gesetzeslage verändert, mit kuriosen Ergebnissen. Was steckt dahinter? Friedhelm Tilgen fragt nach bei Anlegerschützer Marc Tüngler vom DSW und Lars Brandau vom Deutschen Derivate Verband.

 

10:08 Uhr

Luxussektor trotzt Coronavirus

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LVMH
LVMH 414,30

Anleger nutzen die gefallenen Kurse zum Wiedereinstieg bei Luxus-Werten. Die Aktien von Burberry, LVMH, Gucci-Eigner Kering sowie Moncler legen zwischen 0,4 und 0,6 Prozent zu. Zum Wochenauftakt hatten die Werte zu den größten Verlierern gehört.

Citi-Research hat die Risiken für die Gewinne im Luxusgütersektor im Zuge der wachsenden Befürchtungen über eine Ausbreitung des Coronavirus unter die Lupe genommen. Der Luxusgütersektor sei heute deutlich stärker abhängig von Asien und dem chinesischen Verbrauch als es bei der SARS-Epidemie Ende 2002 der Fall gewesen sei. Die jüngsten Daten für den Luxusgüterbereich zum chinesischen Neujahrsfest seien nach einer Reihe von schwachen Branchendaten sowohl in China und Hongkong im vierten Quartal 2019 negativ ausgefallen. Auf Sicht von zwei Jahren (2020/21) erwarten die Analysten einen Anstieg bei Umsatz, EBIT und Gewinn je Aktie von durchschnittlich 7, 10 bzw. 12 Prozent pro Jahr und sehen derzeit keine starke Beeinträchtigung durch den grassierenden Virus.

09:28 Uhr

Dax erholt sich leicht von Virus-Furcht

Dax
Dax 13.783,89

Nach den kräftigen Verlusten zum Wochenauftakt wagen sich Dax-Anleger wieder aus der Deckung. Der deutsche Leitindex legt zur Eröffnung um 0,5 Prozent auf 13.272 Punkte zu. Die Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der in China ausgebrochenen Lungenkrankheit hatte den Dax am Montag um 2,7 Prozent nach unten gedrückt.

"Vermeintlich günstige Preisniveaus könnten die Schnäppchenjäger locken", sagte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. "Vor dem Hintergrund des sich weiter ausbreitenden Coronavirus können die Anleger die Thematik nicht so schnell vom Tisch nehmen."

08:53 Uhr

Ölpreise stoppen Talfahrt - vorerst

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 57,06

Die Ölpreise haben die Talfahrt der vergangenen Handelstage vorerst nicht weiter fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 59,27 US-Dollar. Das waren fünf Cent weniger als am Montag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um zwei Cent auf 53,16 Dollar.

Nach wie vor bleibt die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus mit möglichen negativen Folgen für die Wirtschaft in China und einer damit verbundenen schwächeren Nachfrage nach Rohöl das beherrschende Thema. Am Ölmarkt wird daher ein weiteres Abrutschen der Preise nicht ausgeschlossen. Die aktuelle vorläufige Stabilisierung der Ölpreise erfolgte, nachdem diese am Montag zeitweise auf den tiefsten Stand seit Oktober gefallen waren. Seit Beginn des Jahres ist der US-Ölpreis etwa 13 Prozent und der für deutsche Verbraucher wichtige Brent-Preis etwa 10 Prozent eingebrochen. Der starke Preisrutsch auf dem Weltmarkt hat zuletzt auch zu einem Rückgang der Kosten für Benzin und Heizöl geführt.

08:10 Uhr

SAP stockt die Prognose auf

Europas größter Softwarehersteller SAP verbucht im Gesamtjahr 2019 weniger Gewinn, konnte zuletzt aber eigenen Angaben zufolge im Tagesgeschäft besser ab.

  • Weil SAP viel Geld für einen Stellenabbau ausgab, ging der Gewinn im vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 3,39 Milliarden Euro zurück, wie der Dax-Konzern in Walldorf mitteilte.
  • Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis kletterte um 15 Prozent auf 8,21 Milliarden Euro und fiel damit wie von Analysten erwartet aus. Die operative Marge stieg von 29 Prozent ein Jahr zuvor auf 29,7 Prozent, auch weil die Geschäfte mit Software zur Miete aus dem Internet (Cloud) deutlich mehr Gewinn abwarfen.
  • Zukäufe und das starke Wachstum mit Cloudprogrammen sorgten beim Umsatz für ein Plus von 12 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro.

Finanzchef Luka Mucic sprach davon, die eigene Jahresprognose zum fünften Mal in Folge erreicht zu haben. Für das gerade begonnene Jahr nimmt sich SAP ein etwas stärkeres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis vor als zuletzt in Aussicht gestellt.

SAP
SAP 127,40

07:44 Uhr

Gegenbewegung an der Börse: Dax schüttelt die Virus-Ängste ab

Daumen hoch an der Börse: Am deutschen Aktienmarkt können sich Anleger auf einen freundlichen Auftakt einstellen. Nach den Virus-Sorgen des Vortages wird der Frankfurter Leitindex deutlich im Plus erwartet.

  • In den vorbörslich berechneten Indikationen wird der Dax zur Eröffnung bei 13.281,00 Punkten gesehen, was einem Aufschlag von 0,6 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das wichtigste deutsche Kursbarometer unter dem Eindruck der laufenden Coronavirus-Epidemie noch um volle 2,7 Prozent auf 13.204,77 Zähler gefallen.
  • Mit dem Beginn der Berichtsaison rücken im Börsenhandel die eingehenden Unternehmensergebnisse in den Vordergrund. Frische Zahlen gibt es am Morgen unter anderem von Siemens-Wettbewerber Philips und SAP.
Dax
Dax 13.783,89

07:03 Uhr

Minuszeichen in Asien: China-Börsen geben weiter nach

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Epidemie-Abwehr im Jahr 2020: Automatisierter Temperatur-Scan am Flughafen in Indonesien.

dpa

An den Aktienmärkten in Fernost setzt sich die Talfahrt fort: Mit Blick auf die steigenden Zahl der Virus-Infektionen wechseln viele Investoren in defensivere Positionen.

  • Der Nikkei-Index in Tokio sinkt im Verlauf um weitere  0,9 Prozent auf 23.134 Punkte zurück. Der breiter gefasste Topix-Index gibt 0,8 Prozent nach auf 1689 Punkte.
  • Die Börse in Shanghai notiert nach ausgeprägten Vortagesverlusten erneut 2,8 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 3,1 Prozent.
  • Der sehr viel breiter gestreute MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gibt um 0,8 Prozent nach.
Nikkei
Nikkei 23.237,44

Noch vollkommen unklar ist, wie groß die konjunkturellen Konsequenzen der Coronavirus-Epidemie ausfallen werden. Aktuellen Zahlen zufolge gibt es mehr als 4500 bestätigte Infektionen und 106 Todesopfer. "Die Wildcard ist nicht die Todesrate, sondern wie ansteckend das Wuhan-Virus ist", schrieben Citi-Ökonomen in einer Mitteilung.

"Die wirtschaftlichen Auswirkungen hängen davon ab, wie erfolgreich dieser Ausbruch eingedämmt wird." Allerdings werde es noch ein paar Monate dauern, bis offizielle Wirtschaftsdaten veröffentlicht werden und das Ausmaß belastbar eingeschätzt werden kann.

Analysten gehen bislang davon aus, dass die Reise- und Tourismusbranche zusammen mit Einzelhandels- und Spirituosenverkäufer vorerst die am stärksten betroffenen Sektoren bleiben dürften. Kursgewinne könnte es dagegen bei Aktien aus dem Gesundheitswesen und bei Online-Shops geben, heißt es.

06:40 Uhr

Virus-Effekt im Devisenhandel: Euro gibt mit Konjunktursorgen nach

An den Devisenmärkten steht das Dienstagsgeschäft ganz im Zeichen der aufkommenden Unruhe. Die Sorge vor einer Ausweitung der chinesischen Coronavirus-Epidemie mit schwer absehbaren Folgen für die Konjunktur in China hält den Euro - wie bereits zu Wochenbeginn - nah am unteren Rand der Handelsspanne aus den vergangenen Tagen.

  • Am frühen Morgen notiert der Kurs des Euro bei 1,1022 Dollar. Auf Wochensicht liegt die europäische Gemeinschaftswährung damit knapp 0,7 Prozent im Minus.
  • Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zuletzt am Montagnachmittag mit 1,1025 (Freitag: 1,1035) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,9070 (0,9062) Euro.
  • Zu Wochenbeginn hatten Konjunktursignale aus Deutschland ein unerwartet schwaches Bild der Lage gezeichnet: Wie aus der Veröffentlichung des Ifo-Index für Januar hervorging, hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zu Jahresbeginn überraschend eingetrübt.
Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,08

 

06:15 Uhr

So steht es um das deutsche Geschäftsklima

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