Dienstag, 28. Mai 2019Der Börsen-Tag

17:44 Uhr

Starke Autotitel halten Dax über 12.000

Die europäischen Indizes haben einen Großteil ihrer Verluste am Nachmittag wieder aufgeholt. Für den Sprung in den grünen Bereich reichte es allerdings nicht.

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Dank starker Autoaktien ging der Dax aber immerhin nur 0,3 Prozent leichter mit 12.026 Punkten in den Feierabend. Der Euro-Stoxx-50 verlor mit 0,4 Prozent etwas mehr. Hier belasteten vor allem fallende italienischen Bankaktien den Markt.

Der Stoxx-Auto-Index gehörte zu den größten Gewinnern. Die mögliche Fusion zwischen Renault und Fiat, die Ankurbelung der Autoverkäufe in China mit den starken Branchen-Aktien in Shanghai und die etwas besseren deutschen Konjunktursignale hätten die Stimmung gestützt, sagte ein Händler. In China werden die Regionen mehr Auto-Zulassungen ermöglichen. 

Unter den Einzeltiteln gewannen im Dax VW und Conti 0,5 bzw. 1,1 Prozent, BMW und Daimler gaben ihre Tagesgewinne dagegen beide ab. Größter Dax-Verlierer waren Deutsche Bank mit minus 2,2 Prozent.

 

17:12 Uhr

Rufe nach Jens Weidmann als EZB-Chef werden lauter

Der Wirtschaftsrat der CDU plädiert dafür, dass Bundesbank-Chef Jens Weidmann Nachfolger von Mario Draghi an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) wird.

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Jens Weidmann: Der Präsident der Deutschen Bundesbank sieht die Geldpolitik im Euro-Raum trotz der Konjunkturrisiken nicht unter Zugzwang.

(Foto: REUTERS)

"Wir machen keinen Hehl daraus, dass für uns Jens Weidmann an der Spitze der EZB der Richtige wäre", betont Wirtschaftsrat-Präsident Werner Bahlsen in Berlin.

Die EZB müsse zu einer den Standort fördernden Politik zurückkehren, fügte der Präsident des Unternehmervereins mit ungefähr 12.000 Mitgliedern hinzu.

Laut einer Umfrage vertrauen die Mitgliedsfirmen der Bundebank (77 Prozent) sehr viel stärker als der EZB (39 Prozent).

Auch Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz Gruppe spricht sich im ntv-Interview für den Deutschen Weidmann an der EZB-Spitze aus. n-tv.de stellt hier die wichtigsten Kandidaten vor.

 

16:33 Uhr

Anleger haben Riesenhunger auf Beyond Meat

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Ethan Brown, Gründer von Beyond Meat

© Beyond Meat

Beyond Meat
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Der Bösen-Hype um den veganen Meat-Burger hält an: Aktien von Beyond Meat legen zum Auftakt in New York um gut 7,0 Prozent zu.

  • Der erst seit kurzem börsennotierte Hersteller von pflanzlichem Fleischersatz wird voraussichtlich ab Anfang 2019 zusammen mit der Zandbergen World's Finest Meat in einer neuen Fabrik für den europäischen Markt produzieren.
  • Außerdem haben mehrere Analysten die Beobachtung der Aktie aufgenommen: Jefferies und Goldman Sachs starteten Beyond Meat mit "Hold" bzw "Neutral", JP Morgan mit der Empfehlung "Overweight".
  • Der Veggie-Burger wird ab Mittwoch auch beim Discounter Lidl zu haben sein.
  • Beyond Meat ist nach eigener Darstellung überzeugt, dass weniger Fleisch dabei helfen wird, Bedenken rund um "menschliche Gesundheit, Klimawandel, Ressourcenerhalt und Tierwohl" zu begegnen. Ziel war es, die Fleisch-Alternative hinsichtlich Geschmack, Aussehen, Geruch und Konsistenz nahe an das Original zu bringen. Bei der Produktion werden Erbsen, Bohnen und Soja eingesetzt. Rote Bete bringt den "blutigen" Effekt.

 

16:20 Uhr

Immobiliensektor profitiert von US-Hauspreisdaten

Nach dem langen Feiertagswochenende starten die US-Börsen etwas fester. Kurz nach der Startglocke gewinnt der Dow-Jones-Index notiert zuletzt 0,3 Prozent höher bei 25.699 Punkten. Der S&P-500 steigt ebenfalls um 0,3 Prozent. Gesucht sind Technologiewerte.

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Der Immobiliensektor profitiert mit einem Plus von 0,4 Prozent von den erneut gesunkenen Anleihezinsen. Ein positiver Impuls kommt auch vom vorbörslich veröffentlichten Case-Shiller-Hauspreisindex. Er ist im März etwas stärker als erwartet gestiegen. Die gesunkenen Zinsen drücken derweil etwas auf die Kurse der Finanzwerte.

In Europa belasten derweil Sorgen vor einer neuen Schuldenkrise die Kurse. Nachdem die rechtsgerichtete Lega aus den Europawahlen am Wochenende gestärkt hervorgegangen ist, geht deren Chef Salvini auf Konfrontationskurs mit Brüssel. Er kündigte an, Italien werde die vereinbarten Umsatzsteuererhöhungen nicht in die Tat umsetzen. Damit droht schon Anfang Juni ein neues Defizitverfahren der EU gegen das überschuldete Land.

15:41 Uhr

US-Sanktionen gegen Iran pushen die Ölpreise

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Die US-Sanktionen gegen Iran zeigen - in Verbindung mit den Förderkürzungen der Opec - am Ölmarkt Wirkung. Einen Monat nachdem die USA ihre Strafmaßnahmen gegen Teheran verschärft haben, haben sich nach Angaben von iranischen Händlern und Regierungsvertretern fast alle bisherigen Abnehmer von dem Land abgewandt.

Auch Abnehmer, die bislang dank einer Ausnahmegenehmigung weiter iranisches Öl beziehen konnten, kaufen nicht mehr im Iran ein. Der Preis für ein Barrel US-Rohöl der Sorte WTI steigt um 0,9 Prozent auf 59,16 Dollar. Brentöl ermäßigt sich um 0,1 Prozent auf 70,04 Dollar.

14:48 Uhr

"Euro wird früher oder später auf Blockchain laufen"

Seit seinem tiefen Absturz im vergangenen Jahr berappelt sich der Bitcoin zunehmend wieder. Inzwischen notiert die Kryptowährung wieder knapp unter der Marke von 9000 Dollar und steht damit so hoch wie seit einem Jahr nicht mehr. Auch Facebook will nun eine eigene Digitalwährung starten. Angeblich soll es 2020 bereits so weit sein.

Philipp Sandner vom Frankfurt School Blockchain Center überrascht nun mit einer erstaunlichen Prognose: "Auch der Euro wird früher oder später auf einem Blockchain-System laufen, auch Aktien werden auf einer Blockchain laufen und deswegen kann man sich nicht früh genug mit der Technik beschäftigen", sagt Sandner zu n-tv. Deutschland sei sehr gut aufgestellt im Bereich Blockchain.

13:57 Uhr

Renault-Fiat-Fusion könnte ein Jahrzehnt dauern

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(Foto: picture alliance/dpa)

Eine weitere interessante Wortmeldung zum Thema Autohochzeit: Die Analysten von Evercore sehen einen möglichen Zusammenschluss von Fiat Chrysler und Renault zwar als riskant an, glauben aber, dass sie von Anlegern begrüßt werden dürfte. Renault und Fiat Chrysler zählten zu den am geringsten bewerteten Autoherstellern in der Welt.

Ein zusammengeschlossenes Unternehmen dürfte die Situation für die Anleger kaum verschlechtern. Allerdings brauchen sie einen langen Atem: Es könnte ein Jahrzehnt dauern, bis der Erfolg oder das Scheitern der möglichen Transaktion beurteilt werden könnte. An der Börse wird die Renault-Aktie inzwischen mit einem Aufschlag von 1,8 Prozent gehandelt.

13:01 Uhr

Turbulentes Aktionärstreffen bei Rheinmetall

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(Foto: picture alliance/dpa)

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Greenpeace mischt die Rheinmetall-Hauptversammlung auf: "Rheinmetall-Bomben töten im Jemen", heißt es auf einem Transparent, das die Umweltorganisation am Tagungshotel entrollt hat. Mehrere Verbände werfen Rheinmetall vor, dass eine italienische Konzerntochter Waffen auf die arabische Halbinsel liefert. Demonstranten fordern: "Rheinmetall entwaffnen". Für rein deutsche Produkte gilt ein Exportstopp für Saudi-Arabien, das seit Jahren Krieg im Jemen führt. Kritiker sehen Auslandstöchter als "Schlupflöcher".

Rheinmetall kritisiert, dass die Hauptversammlung gestört wird. "Wir respektieren die Meinung Andersdenkender, bitten aber um Fairness in der Auseinandersetzung und verwahren uns gegen falsche Behauptungen." Welche Äußerungen gemeint sind, sagt das Unternehmen nicht.

Der Düsseldorfer Konzern stellt neben Autoteilen Panzer, Munition und Flugabwehrsysteme her. 2018 stieg der Umsatz auf über drei Milliarden Euro, für dieses Jahr ist ein Plus von neun Prozent angepeilt. Für die Aktionäre steigt die Dividende. Die Rheinmetall-Aktie gewinnt 0,4 Prozent.

12:32 Uhr

Renault fährt nach Fusionsplänen Achterbahn

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Die Autobranche treiben immer noch die Pläne um einen möglichen Zusammenschluss zwischen Renault und FiatChrysler um. Vor allem am Kurs des französischen Autobauers lässt sich die Ungewissheit der Anleger ablesen: Am Vormittag rutschte die Aktie an der Pariser Börse um 1,4 Prozent ab, obwohl der kolportierte Zusammenschluss mit Fiat gestern noch zu einem deutlichen Kurssprung geführt hatte. "Das unterstreicht nochmal, dass ein Großteil der Rally gestern nur auf Short-Eindeckungen zurückging", sagt ein Händler.

Inzwischen notiert das Papier wieder rund 1,1 Prozent im Plus. Auch die Kommentare von Analystenseite sind durchwachsen. Sie heben die Probleme bei der Umsetzung einer Fusion hervor. So unterstreicht zum Beispiel die Deutsche Bank, dass die Vorteile aus dem Zusammenschluss für Renault unklar seien. Die Daimler-Aktie profitiert und liegt rund 0,6 Prozent im Plus. BMW gewinnt 0,6 Prozent. Und Volkswagen steigt rund 1,0 Prozent.

11:39 Uhr

Börse feiert ThyssenKrupps Abschied vom Stahl

ThyssenKrupp
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Mit einem Plus von rund 2,6 Prozent setzen sich die Aktien von ThyssenKrupp an diesem mauen Handelstag an die Dax-Spitze. Ein Händler führt dies auf die Pläne des Unternehmens zurück, den Stahlchef Andreas Goss ablösen zu wollen: "Das unterstreicht das klare Committment weg vom Stahl."

Goss fällt der geplatzten Allianz mit Tata Steel zum Opfer. "In diesem Zusammenhang werden gegenwärtig mit Herrn Goss Gespräche zur Auflösung seines Vertrags geführt", bestätigte ein Konzernsprecher. Gegebenenfalls müssten noch die zuständigen Gremien im Konzern zustimmen.

10:59 Uhr

Anleger flüchten aus Italien-Anleihen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Aus Furcht vor einer neuen Machtprobe zwischen der EU und der Regierung in Rom ziehen sich Anleger aus italienischen Anleihen zurück. Die Rendite der zehnjährigen Bonds schnellt zeitweise auf ein Zwei-Wochen-Hoch von 2,731 Prozent. Gleiches gilt für den Renditeaufschlag zu vergleichbaren Bundestiteln.

Eigentlich schien der Streit beigelegt: Erst Ende des Jahres hatten Brüssel und Rom ihren Streit um Italiens Ausgabenpläne beendet. Neue Haushaltszahlen - und die Pläne von Vizeregierungschef Matteo Salvini - fachen den Konflikt nun wieder neu an. Salvini kündigte nach dem Erfolg seiner rechtspopulistischen Lega bei der Europawahl an, mit "aller Kraft" gegen die EU-Haushaltsregeln zu kämpfen.

Die EU-Kommission will nun offenbar ein Defizitverfahren eröffnen. Der heraufziehende Streit werde zwar wohl erst im Herbst akut, wenn der italienische Haushalt für 2020 verhandelt werde, sagte Anlagestratege Daniel Lenz von der DZ Bank. "Die Nervosität steigt aber bereits jetzt."

10:07 Uhr

Windeln.de will groß in China machen

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Eigentlich haben die Anleger von windeln.de keinen Grund in Kauflaune zu geraten: Im ersten Quartal ging der Umsatz deutlich zurück. Das Startup schreibt immer noch operativ Verlust, wenn auch weniger als zuletzt. Trotzdem legt die Aktie rund 7,3 Prozent zu.

Die Macher haben das China-Geschäft als Rettung auserkoren. Windeln.de ist faktisch vom chinesischen Markt abhängig: Er steuerte im ersten Quartal 59 Prozent des Umsatzes bei. In der Volksrepublik liegt zwar großes Wachstumspotential. Die Frage sei nur, ob man für den dortigen Onlinehandel eine Firma aus Deutschland brauche. "Da ist nichts dabei, was die chinesischen Plattformen nicht selber machen können", sagt ein Händler.

09:24 Uhr

Dax startet mit gemischten Gefühlen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Jede Menge Unsicherheit erwartet die Börsianer an diesem Handelstag. Zwischen den USA und China herrscht im Handelskrieg weiter Funkstille. Positive Nachrichten von Unternehmen sind rar. Die Märkte rätseln weiter, wie die Brexit-Krise in Großbritannien ausgehen wird. Und die Stimmung der deutschen Verbraucher trübt sich zunehmend ein.

Entsprechend verhalten starten die deutschen Aktienmärkte in den Tag: Zur Eröffnung legte der Dax 0,3 Prozent zu, notiert inzwischen aber wieder rund 0,3 Prozent im Minus. Der MDax tritt auf der Stelle. Und der TecDax bewegt sich ebenfalls seitwärts.

08:10 Uhr

Deutschlands Konsumenten beginnen zu zögern

Die Stimmung unter den deutschen Verbrauchern trübt sich leicht ein. Der Konsumklimaindex für Juni sinkt um 0,1 Zähler auf 10,1 Punkte und erreicht damit den tiefsten Stand seit gut zwei Jahren, wie die GfK-Marktforscher, mitteilten.

  • Das Stimmungsbarometer der Nürnberger Konsumforscher basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 2000 Verbrauchern. Den Angaben der GfK zufolge schätzen die Konsumenten ihre künftige Finanzlage etwas besser ein. Zugleich sitzt ihnen das Geld für größere Einkäufe nicht mehr ganz so locker wie bisher.
  • "Die Konsumlaune der Verbraucher ist aber nach wie vor ungebrochen", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. "Dies ist angesichts der generellen gesamtwirtschaftlichen Verunsicherung eine überaus positive Nachricht."
  • Allerdings gehe es mit der Konjunkturerwartung weiter bergab: "Gerade für die Exportnation Deutschland sind anhaltende Handelskonflikte eine Bedrohung. Dies gilt in ähnlicher Weise für eine konjunkturelle Schwächephase auf den Exportmärkten."
07:41 Uhr

Aufwind an der Börse: Dax drückt weiter nach oben

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Am deutschen Aktienmarkt richten sich Börsianer auf einen freundlichen Auftakt ein. Der Leitindex Dax wird zur Eröffnung klar im Plus erwartet.

  • Die vorbörslichen Indikationen sehen den Dax zum Xetra-Start bei 12.103,00 Punkten, was einem deutlichen Aufschlag von 0,3 Prozent entspricht.
  • Damit dürfte sich der Aufwärtstrend nach der Europawahl fortsetzen: Am Vorabend hatte das Frankfurter Kursbarometer bereits 0,5 Prozent fester bei 12.071,18 Punkten geschlossen.
  • Gesprächsthemen dürften am Morgen unter anderem die Geschäftszahlen des Berliner Online-Möbelhändlers Home24 liefern. Daneben stehen Hauptversammlungen unter anderem bei Evonik, Fraport und Rheinmetall an.

Auf der Konjunkturagenda des Tages sind für 8.00 Uhr Daten zum GfK-Konsumklima in Deutschland angekündigt. Gegen 11.00 Uhr folgen Hinweise zum derzeitigen Geschäftsklima in der Eurozone. Am Nachmittag beginnt die feiertagsbedingt verkürzte Börsenwoche für US-Anleger mit frischen Daten aus dem Häusermarkt. Gegen 16.00 Uhr könnte der Index zum US-Verbrauchervertrauen für Bewegung sorgen.

Wie erleichtert die Reaktionen der Anleger am Morgen nach der Europawahl zu Wochenbeginn ausfielen, können Sie im Börsen-Tag vom Vortag nachlesen.

06:31 Uhr

Euro verliert nach der Wahl an Kraft

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Der Euro nach der Europawahl: In welche Richtung bewegt sich der gemeinsame Wirtschaftsraum?

(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Im Devisenhandel beginnt der zweite Handelstag der Woche mit einem anhaltenden Abwärtstrend beim Euro. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung gibt in ihrem Verhältnis zu US-Währung leicht nach.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1183 Dollar und damit 0,1 Prozent unter Vorabendniveau.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1198 (Freitag: 1,1187) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8930 (0,8933) Euro.
  • Frische Bewegungen dürften am Nachmittag aufkommen, wenn in den USA die feiertagsbedingt verkürzte Handelswoche beginnt. An der Wall Street und den US-Anleihenmärkten fand zuvor am "Memorial Day" kein Handel statt.
Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Die Ergebnisse der Europawahl schlugen im Devisenhandel zunächst keine größeren Wellen. Aus der Sicht vieler Marktteilnehmer blieben die Wahlentscheidungen im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen: Die großen Parteiblöcke der Volksparteien verloren Stimmen, während nationalistische und populistische Parteien hinzugewannen. Zu einem mitunter prognostizierten kräftigen Rechtsruck kam es dabei jedoch nicht. Stattdessen legten Grüne und Liberale deutlich zu.

Der Wahlausgang in den einzelnen Mitgliedsländern könnten jedoch für Verunsicherung sorgen, fasste Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank, die Lage zusammen. Er verweist auf die angekündigten Neuwahlen in Griechenland. In Italien könnte sich der Chef der rechten Lega, Matteo Salvini, nach Einschätzung von Gitzel in seinem Kurs bestätigt fühlen und erneut auf Konfrontationskurs mit der EU gehen. In Deutschland scheine dagegen Streit in der großen Koalition vorprogrammiert.

05:55 Uhr

#Europwahl2019: So haben die Europäer gewählt

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