Dienstag, 04. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Zurückhaltende Anleger bremsen Dax aus

Nach der Kursrally zum Wochenstart haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt heute wieder mehr Vorsicht walten lassen. Ein auf robuste Quartalsberichte gestützter freundlicher Start erwies sich im Verlauf des Tages nicht als nachhaltig.

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Der Dax verlor 0,4 Prozent und schloss bei 12.601 Punkten. Der MDax sackte um ebenfalls 0,4 Prozent auf 26.560 Zähler, der TecDax um 1,2 Prozent auf 3020 Stellen ab. Der EuroStoxx50 lag mit 0,1 Prozent im Plus bei 3252 Punkten.

Mit Bayer und Infineon standen zwei Dax-Werte mit Quartalszahlen auf der Agenda. Bei Infineon kamen besser als erwartet ausgefallene Ergebnisse und der Ausblick auf das vierte Geschäftsquartal gut an, das Papier des Chipkonzerns rückte um 2,5 Prozent vor. Noch höhere Kursgewinne verbuchten MTU, die nach ihrem Vortagsrutsch und positiveren Analystenstimmen um 5,7 Prozent anzogen. Bayer blickt vorsichtiger auf das Gesamtjahr, die Aktie verbilligte sich um 2,4 Prozent.

Im MDax gab es auch diverse Resultate zu verarbeiten. Bei Evonik haben robuste Geschäfte mit Desinfektionsmitteln sowie mit der Pharma- und Lebensmittelbranche die Folgen der Autokrise gemildert. Das operative Ergebnis fiel besser aus als von Analysten erwartet, die Aktie rückte um zwei Prozent vor.

17:01 Uhr

Programmierer gibt Bitcoins im Millionenwert zurück

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(Foto: picture alliance / Jens Kalaene/)

Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Betreiber des illegalen Filmportals "movie2k.to" haben die Behörden Bitcoins im Wert von über 25 Millionen Euro beschlagnahmt. Die Sicherstellung sei am Montag erfolgt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mit. Der Programmierer des einst führenden deutschen Raubkopienportals habe die Bitcoins freiwillig herausgegeben.

Dem Programmierer und einem noch flüchtigen Mittäter wird vorgeworfen, als Hauptbetreiber zusammen mit weiteren Beteiligten von Herbst 2008 bis Mai 2013 über 880.000 Raubkopien von Filmen über das Portal "movie2k.to" verbreitet zu haben. Zudem sollen sie einen illegalen Streamingservice betrieben haben.

16:41 Uhr

Auftragseingang der US-Industrie stärker als erwartet

Ermutigende Nachricht von der anderen Seite des Atlantiks: Der Auftragseingang der US-Industrie hat sich im Juni um 6,2 Prozent gegenüber dem Vormonat erhöht und damit deutlicher als von Volkswirten mit 4,9 Prozent erwartet.  

Beim Bestelleingang für langlebige Wirtschaftsgüter meldete das Ministerium für Juni ein Anstieg von 7,6 Prozent nach vorläufig plus 7,3 Prozent. Der Auftragseingang ohne Berücksichtigung des Rüstungssektors stieg um 7,0 Prozent und ohne Transportbereich um 4,4 Prozent.

16:00 Uhr

Tiktok-Zoff Streit schlägt US-Anlegern aufs Gemüt

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(Foto: imago images/Xinhua)

Der amerikanisch-chinesische Streit zwischen den USA und China - diesmal um den Videodienst Tiktok - schlägt den Anlegern an der Wall Street auf die Laune. Der Dow Jones eröffnete 0,2 Prozent tiefer bei 26.605 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 3289 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq eröffnete kaum verändert bei 10.898 Zählern.

Der Vorstoß zu einem Verkauf des US-Geschäfts des vor allem bei Jugendlichen beliebten Sozialen Netzwerkes stieß in China auf scharfe Kritik. China werde keinen "Diebstahl" des Unternehmens dulden, hieß es in der staatlichen Zeitung "China Daily". Microsoft hatte sich offen für einen Kauf gezeigt, die Aktien gaben 1,1 Prozent nach.

Der US-Kongress streitet nach dem Auslaufen einer zusätzlichen landesweiten Corona-Arbeitslosenhilfe über das nächste Hilfspaket. Die Gespräche sollten heute fortgesetzt werden.

15:48 Uhr

Google-Mutter nimmt Milliarden mit Anleihen auf

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Der ohnehin schon im Geld schwimmende Google-Mutterkonzern Alphabet macht mit einer milliardenschweren Anleihenausgabe von rekordniedrigen Zinsen Gebrauch. Das Unternehmen gab bekannt, rund zehn Milliarden US-Dollar mit 10- bis 40-jährigen Schuldverschreibungen besorgt zu haben.

Finanzchefin Ruth Porat zeigte sich erfreut über die hohe Nachfrage von Investoren - die Anleihen seien deutlich überzeichnet gewesen. Es sei Alphabet gelungen, seine Anleihen mit 7- und 40-jährigen Laufzeiten zu Rekordniedrigzinsen von nur 0,8 beziehungsweise 2,25 Prozent loszuschlagen. Das zehnjährige Papier der Google-Mutter werfe lediglich 1,1 Prozent ab.

Dem Finanzdienst Bloomberg nach wurden Gebote im Wert von mehr als 38 Milliarden Dollar abgegeben. 5,75 Milliarden Dollar des Gesamterlöses will Alphabet für nachhaltige Zwecke wie Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung einsetzen.

15:33 Uhr

Verspricht auch dieses US-Wahljahr Kursgewinne?

Die Corona-Lage in den USA spitzt sich weiter zu und auch die Wirtschaftsdaten sehen nicht so rosig aus. Die Wall Street scheint aber nicht genau hinzuschauen, was wiederum US-Präsident Trump gefällt. Schließlich will er wiedergewählt werden. Historisch gesehen steigen die Börsen, wenn die Amerikaner ihre Stimmen abgeben. Wie die Chancen für dieses Wahljahr stehen und welche Rückschlüsse Anleger aus weiteren zyklischen Aspekten ziehen können, besprechen Bianca Thomas und Christian Köker von der HSBC.

15:14 Uhr

Siemens Healthineers: Notfallzulassung für Corona-Antikörpertest

Siemens Healthineers hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine Notfallzulassung für einen Sars-CoV-2 Antikörpertest erhalten. Dies ist der erste Antikörpertest, der die Zulassung für einem semiquantitativen Nachweis erhalten hat, wie der MDax-Konzern mitteilte.

Die Aktie von Siemens Healthineers verteuerte sich am Nachmittag um 2,1 Prozent.

14:53 Uhr

Fahrzeugabsatz in China zieht an

Der Fahrzeugabsatz auf dem chinesischen Automarkt hat sich im Juli weiter gebessert. Laut vorläufigen Daten des Herstellerverbandes CAAM stieg der Absatz von Pkw und Nutzfahrzeugen von den Herstellern an die Händler im Jahresvergleich um 14,9 Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge, wie der Verband in Peking mitteilte. Nach den ersten sieben Monaten des Jahres steht damit wegen des Einbruches in der Corona-Krise der ersten Jahresmonate ein Absatzrückgang von 12,7 Prozent auf 12,3 Millionen Fahrzeuge zu Buche.

Detaillierte Zahlen zu Pkw und Nutzfahrzeugen lagen zunächst nicht vor. Der CAAM misst zudem den Absatz der Hersteller an die Händler. China ist der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt der deutschen Autokonzerne Volkswagen inklusive der Töchter Audi und Porsche sowie Daimler und BMW.

14:24 Uhr

"Corona-Virus hat die Tourismusindustrie verwüstet"

Das Buchungsportal booking.com streicht weltweit Tausende Stellen. Bis zu 25 Prozent der insgesamt 17.500 Mitarbeiter müssten wahrscheinlich gehen, teilte das in Amsterdam ansässige Unternehmen mit.

  • "Das Corona-Virus hat die Tourismusindustrie verwüstet und wir spüren die Folgen", erklärte booking.com zur Begründung. Das Reisevolumen sei nach wie vor niedrig.

Eine genaue Zahl der zu streichenden Stellen wollte das Unternehmen zunächst nicht nennen, Einzelheiten würden sich in den kommenden Wochen und Monaten klären. Booking.com habe "viel getan, um so viele Jobs wie möglich zu retten", erklärte das Portal. Doch nun "müssen wir unsere Organisation umstrukturieren, um unseren Erwartungen an die Zukunft des Reisens zu entsprechen".

Auch die Konkurrenten wie Airbnb und TripAdvisor haben bereits jeweils rund ein Viertel der Stellen gestrichen.

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(Foto: picture alliance / dpa)

14:09 Uhr

Cerberus akzeptiert zähneknirschend neuen Coba-Kontrollchef

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Hans-Jörg Vetter

(Foto: imago images/Wilhelm Mierendorf)

Der Finanzinvestor Cerberus gibt sich einem Insider zufolge nach dem erbitterten Streit um die Besetzung des Commerzbank-Aufsichtsrats vorerst geschlagen. Der nach dem Bund zweitgrößte Commerzbank-Aktionär erkenne die Realität an und wolle mit dem neuen Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter zusammenarbeiten, hieß es aus dem Cerberus-Umfeld. Gemeinsames Ziel müsse es sein, gute Ergebnisse für die Commerzbank zu erzielen.

Cerberus hatte mit aller Macht versucht, die Wahl des Ex-LBBW-Chefs zum Aufsichtsratschef der Commerzbank zu verhindern. Dennoch wählte das Kontrollgremium am Montag den 67-Jährigen zu seinem neuen Vorsitzenden.

13:43 Uhr

Aufseher ermitteln wegen Wirecard-Testaten gegen EY

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(Foto: dpa)

Die beim Bundeswirtschaftsministerium angesiedelte Wirtschaftsprüfer-Aufsicht ermittelt im Wirecard-Skandal gegen EY. Die Apas untersuche "ab 2015 die Jahres- und Konzernabschlussprüfungen der Ernst & Young GmbH WPG bei der Wirecard AG auf die Einhaltung der gesetzlichen und berufsrechtlichen Vorgaben", teilte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mit, bei dem die Apas angesiedelt ist.

Demnach habe die Apas bereits im Oktober 2019 ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet. Grundlage sei damals die Berichterstattung der "Financial Times" über Wirecard gewesen, so das Bafa. Dieses sei dann im Mai 2020 nach Erscheinen des Berichts der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG "in förmliche Berufsaufsichtsverfahren überführt" worden.

13:24 Uhr

BMW vor Bücheröffnung - viel Rotes wird wohl drin sein

In Deutschland ist die Berichtssaison in vollem Gange. Morgen wird der Autobauer BMW seine Quartalszahlen vorlegen. Nach roten Zahlen bei Audi und Daimler werden auch die Münchner infolge der zugesperrten Werke und geringeren Nachfrage nicht um einen Verlust herumkommen. Vor allem auch deswegen, da sich die Autoverkäufe bei der Konkurrenz in den vergangenen Monaten teilweise besser entwickelt haben. Dennoch setzen Analysten bei BMW angesichts guter Absätze renditestarker Modelle auf einen nicht ganz so drastischen Gewinnrückgang.

Auch der BMW-Ausblick könnte etwas zuversichtlicher ausfallen als der der Konkurrenz in Ingolstadt oder Stuttgart. Zwar hat BMW mit der Kernmarke im zweiten Quartal bei den Verkäufen (-23 Prozent) schlechter abgeschnitten als Daimler (-20 Prozent), beim Elektroabsatz liegen die Münchner gleichauf mit Tesla (-5 Prozent). BMW profitiert aber von guten Verkäufen etwa des X5 oder des 5ers, die eine höhere Rendite abwerfen als kleinere Modelle. Daher dürfte das Ebit gestützt werden, heißt es von Analysten der Bank of America.

Das BMW-Logo auf dem Firmensitz des Automobilherstellers BMW ist zu sehen. Foto: Tobias Hase/dpa/Archivbild

(Foto: Tobias Hase/dpa/Archivbild)

13:11 Uhr

Vorzeichen an der Wall Street leicht rot

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(Foto: REUTERS)

An der Wall Street zeigen die Pfeile leicht nach unten. Der Aktienterminmarkt suggeriert einen Handelsbeginn am US-Kassamarkt knapp im Minus. Auch die zuletzt besser als der breite Markt gelaufenen Technologiewerte könnten heute zur Schwäche neigen. Nach einem Allzeithoch der Nasdaq am Vortag wären Gewinnmitnahmen sicher keine Überraschung, heißt es im Handel.

Denn die politischen Risiken bleiben hoch, auch wenn sich Republikaner und Demokraten weiter bei der Suche nach einem Kompromiss für eine Verlängerung der Coronahilfen annähern. Noch ist nichts in trockenen Tüchern.

Die leicht zurückgehenden Fallzahlen bei den Neuinfektionen in den USA mit dem Coronavirus sorgen zwar für ein Aufatmen, angesichts weiterhin extrem hoher Werte sorgen sie nicht unbedingt für Käufe risikoreicher Vermögenswerte wie Aktien.

12:52 Uhr

Volvo gibt wieder Gummi

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(Foto: imago images/ZUMA Press)

Volvo hat die coronabedingte Durststrecke im Juli hinter sich gelassen und erstmals wieder steigende Verkäufe verzeichnet. Im vergangenen Monat seien 62.291 Fahrzeuge an die Kunden übergeben worden, teilten die Schweden, die zur chinesischen Zhejiang Geely Holding Group gehören, mit. Das sei ein Anstieg um 14,2 Prozent gegenüber Juli 2019.

Zu dem Absatzwachstum trugen sowohl Europa als auch die USA und China bei. So legten die Autoverkäufe in Europa um 12,5 Prozent zu, in den USA um 10,3 Prozent und in China um 14 Prozent. Getragen wurde das Absatzwachstum nicht zuletzt von der hohen SUV-Nachfrage. Insgesamt machten SUVs 72,8 Prozent der gesamten Volvo-Verkäufe im Juli aus nach 63,4 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

12:36 Uhr

Rorstedt bleibt noch lange auf der Adidas-Brücke

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Kasper Rorstedt

(Foto: AP)

Kontinuität bei Adidas: Vorstandschef Kasper Rorsted wird beim Sportartikelriesen aus Herzogenaurach noch mindestens sechs Jahre an der Spitze stehen. Der Dax-Konzern hat den Vertrag mit dem Dänen mit Wirkung ab 1. August 2021 um fünf Jahre bis zum 31. Juli 2026 verlängert.

Rorsted ist seit August 2016 Mitglied des Vorstands und seit Oktober 2016 Vorstandsvorsitzender der Adidas AG.

12:13 Uhr

Mister Minit verschlankt sich in der Insolvenz

Der Reparatur- und Service-Dienstleister Mister Minit will im laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung rund 30 seiner 148 Filialen in Deutschland schließen. Diese Maßnahme sei für den Erhalt des Unternehmens unumgänglich, sagte der für die Eigenverwaltung in das Unternehmen berufene Sanierungsexperte Christoph Enkler. Denn der Geschäftsbetrieb in seiner derzeitigen Struktur sei nicht kostendeckend aufrechtzuerhalten.

Die Minit Service GmbH hatte Ende April beim Amtsgericht Düsseldorf einen Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wurde am 1. August eröffnet. Mister Minit litt nicht nur unter der Corona-Krise. Auch schon vor der Pandemie hatte sich der Markt für Schuh-Reparaturen schlecht entwickelt.

11:55 Uhr

Pfeiffer Vacuum hat zu pumpen - Aktienkurs fällt

Pfeiffer Vacuum
Pfeiffer Vacuum 175,00

Schwach hat sich bislang die Aktie von Pfeiffer Vacuum präsentiert, ihr Kurs fiel um 2,1 Prozent. Der im TecDax notierte Vakuumpumpenhersteller erwartet nach Umsatz- und Gewinneinbußen im ersten Halbjahr keine Verbesserungen im weiteren Verlauf. Bedeutende Halbleiterkunden hielten zwar unverändert an ihrer Expansion fest, doch in anderen belieferten Märkten seien die Aktivitäten zurückgegangen.

In den ersten sechs Monaten sank der Umsatz um 3 Prozent auf rund 302 Millionen Euro, das Betriebsergebnis (Ebit) brach um 40,5 Prozent auf 19,5 Millionen ein.

11:33 Uhr

Cum-Ex-Razzia beim Bankenverband

Der Bankenverband hat Berichte über eine Durchsuchung in seinen Büros bestätigt.

  • "Es ist zutreffend, dass die Staatsanwaltschaft Köln im Zusammenhang mit Cum-Ex-Verfahren in unseren Büros in Berlin und Frankfurt ermittelt", sagte ein Sprecher des Bundesverbands deutscher Banken (BdB).

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte über eine Razzia in Gebäuden des BdB in Berlin und Frankfurt berichtet.

Die Ermittlungen richteten sich jedoch nicht gegen Verantwortliche oder Mitarbeiter des Verbands, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Köln, die die Ermittlungen führt. Die Durchsuchung solle zur Auffindung von Beweismitteln dienen, die für die Fortführung der Ermittlungen und die weitere Aufhellung des Sachverhalts von Bedeutung sein könnten.

11:19 Uhr

Gestern Haue, heute Streicheleinheiten: MTU-Aktie sehr stark

Die Aktie des Münchner Triebwerksherstellers MTU Aero Engines hat sich mit einem Kursplus von 5,8 Prozent an die Dax-Spitze gesetzt.

Die Analysten von HSBC setzten ihre Empfehlung auf "Buy" von zuvor "Hold". Am Vortag war die Aktie wegen eines Gewinneinbruchs in die Knie gegangen.

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 156,30

11:00 Uhr

Metro sieht wieder Licht - Aktienkurs erholt sich

Metro AG
Metro AG 8,75

Es ist in diesen Tagen aber nicht alles schlecht: So spürt Metro nach heftigen Umsatzeinbrüchen wieder unter den Füßen und traut sich wieder eine Prognose zu. Der Konzern werde im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 (per Ende September) annähernd das Niveau des Vorjahres erreichen, hieß es.

Der MDax-Konzern erwartet nun für das Geschäftsjahr einen Rückgang des Umsatzes zwischen 3,5 und fünf Prozent, der bereinigte operative Ertrag (Ebitda) werde zwischen 200 und 250 Millionen Euro schrumpfen. Die Umsätze hätten sich in den vergangenen Wochen "sehr positiv entwickelt", sagte Vorstandschef Olaf Koch.

Die zuletzt arg gebeutelte Metro-Aktie legte um 4,3 Prozent zu und notierte bei 8,30 Euro. Vor einem Jahr war sie noch 15,30 Euro wert.

10:14 Uhr

Dax gibt Gewinne ab und rutscht ins Minus

Der deutsche Aktienmarkt ist nur eine Stunde nach Handelsbeginn ins Minus gerutscht. Der Dax verlor 0,5 Prozent auf 12.587 Punkte. Der EuroStoxx50 verringerte sich um 0,1 Prozent auf 3247 Stellen. Auch MDax und TecDax drehten in den roten Bereich.

Warum ist das so? Die politischen Risiken bleiben in der Krisenzeit hoch. In den USA streiten sich Republikaner und Demokraten nach wie vor um ein neues Hilfspaket zur Fortsetzung der US-Arbeitslosenhilfe. Die hohen Absicherungsquoten sprechen dafür, dass die Anleger von einem weiter volatilen Geschäft ausgehen.

10:03 Uhr

Hugo Boss steht ohne Kleider da - dicker Verlust

Das Logo von Hugo Boss spiegelt sich in mehreren Glasscheiben. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild)

Die Corona-Krise hat auch die Modebranche mit voller Breitseite erwischt. So ist Hugo Boss im zweiten Quartal wegen Geschäftsschließungen und Produktionsstillstands tief in die Verlustzone gerutscht und hat knapp 60 Prozent seines Umsatzes eingebüßt. Der Ebit-Verlust betrug 250 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 80 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz sank auf 275 Millionen Euro von 675 Millionen. Nach Steuern ergab sich ein Verlust von 186 Millionen Euro, im Vorjahr stand hier noch ein Gewinn von 52 Millionen. Lichtblick war der Onlinehandel, dessen Umsatz um 74 Prozent zulegte.

Der MDax-Konzern traut sich angesichts der Unsicherheit der weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie immer noch keine Prognose für das Gesamtjahr zu.

09:41 Uhr

Easyjet-Kurs im Steilflug nach oben

Easyjet
Easyjet 577,80

Sehr stark hat sich im frühen Handel die Aktie von Easyjet präsentiert. Ihr Kurs schoss an der Londoner Börse um mehr als 8 Prozent nach oben. Für die kräftige Erleichterungsrally sorgte der Ausblick auf das vierte Quartal. Die Billigfluglinie rechnet damit, dass der Verlust im vierten Quartal geringer als der im dritten ausfallen wird.

Die Anzahl der Passagiere lege stärker als befürchtet zu, gleichzeitig gingen die cash-wirksamen Belastungen zurück, hieß es. Easyjet-Boss Johan Lundgren wies darauf hin, dass der Ladefaktor im Juli bei rund 84 Prozent lag. "Das garantiert die Profitabilität", so ein Händler.

09:28 Uhr

BP macht riesigen Verlust und geht an Dividende ran

Der Ölkonzern BP verringert nach einem Rekordverlust zum ersten Mal seit zehn Jahren die Quartalsdividende. BP zahlt seinen Aktionären jetzt für das zweite Quartal nur noch 5,25 US-Cent pro Aktie, im Vorquartal waren das noch 10,5 Cent.

Unterm Strich hat der Konzern im zweiten Quartal einen Verlust von 6,68 Milliarden Dollar eingefahren, nach einem Gewinn von 2,8 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Analysten hatten allerdings ein noch schlechteres Ergebnis erwartet.

BP
BP 250,25

09:13 Uhr

Dax bleibt robust - Infineon hui, Bayer pfui

Über der Frankfurter Börse scheint weiter die Sonne. Der Dax ist mit einem deutlichen Plus in den Handel gestartet, er legte um 0,6 Prozent auf 12.732 Punkte zu. MDax und TecDax stiegen um je 0,7 Prozent auf 26.853 beziehungsweise 3079 Zähler. Der EuroStoxx50 notierte 0,6 Prozent höher bei 3270 Stellen.

Bayer gaben nach einem Milliardenverlust um 2,3 Prozent nach. Besser als erwartet ausgefallene Quartalsdaten schoben Infineon um 3,8 Prozent nach oben.

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09:02 Uhr

Pandemie erwischt auch Schaeffler mit voller Wucht

Land unter auch bei Schaeffler: Der Autozulieferer hat im ersten Halbjahr angesichts der Corona-Pandemie tiefrote Zahlen geschrieben. Der Nettoverlust lag im ersten Halbjahr bei 353 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte Schaeffler einen Gewinn von 273 Millionen Euro erwirtschaftet. Zum Verlust trugen auch Abschreibungen von 349 Millionen Euro auf das Kerngeschäft mit Autoindustrie bei.

Der Umsatz ging von Januar bis Juni währungsbereinigt um 22 Prozent auf 5,57 Milliarden Euro zurück, im zweiten Quartal brach er um 34,5 Prozent ein. Vorstandschef Klaus Rosenfeld verwies auf eine Belebung der Nachfrage im Juni. Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr gibt Schaeffler aber weiterhin nicht.

08:58 Uhr

Fraport tiefrot und vor langer Durststrecke

Fraport
Fraport 37,02

Der Einbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand ein Verlust von rund 182 Millionen Euro nach 127 Millionen Euro Gewinn ein Jahr zuvor, wie das MDax-Unternehmen mitteilte.

Vorstandschef Stefan Schulte rechnet für das laufende Jahr am Heimatstandort und an den Auslandsflughäfen mit Verkehrsrückgängen im hohen zweistelligen Prozentbereich. Auch im Gesamtjahr dürfte unter dem Strich ein deutlicher Verlust stehen. Fraport will deshalb wie angekündigt 3000 bis 4000 Jobs in Frankfurt abbauen.

08:47 Uhr

Infineon hält sich in der Krise wacker

Der Chiphersteller Infineon hat trotz der Auswirkungen der Corona-Krise und der anhaltenden Schwäche der Automärkte im dritten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als erwartet. Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 2,17 Milliarden Euro zulegte, sackte das operative Ergebnis (Segmentergebnis) allerdings um fast ein Drittel auf 220 Millionen Euro ab.

Damit lag der im Dax notierte Halbleiterspezialist bei beiden Werten klar über den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten. Unter dem Strich stand aber ein Fehlbetrag von 128 Millionen Euro zu Buche, nach einem Gewinn von 224 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

08:41 Uhr

Kleiner Knick nach unten bei den Ölpreisen

Es war nur ein kurzes Aufbäumen: Die Ölpreise sind im frühen Handel wieder gefallen und haben damit einen Teil der deutlichen Gewinne vom Wochenauftakt wieder abgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 43,81 US-Dollar. Das waren 34 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel um 29 Cent auf 40,72 Dollar.

Laut Marktbeobachtern ist wieder die Sorge vor einem zu hohen Angebot stärker in den Fokus gerückt. Bereits in den vergangenen Tagen hatte eine leichte Erhöhung der Fördermenge durch Ölstaaten, die in der Opec+ organisiert sind, die Ölpreise mehrfach belastet. Die Opec+ hatte beschlossen, die Fördermenge ab August etwas zu erhöhen.

08:22 Uhr

Glyphosat-Vergleich schickt Bayer tief in die Miesen

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(Foto: REUTERS)

Tiefrote Zahlen bei Bayer: Rückstellungen für den Glyphosat-Vergleich in den USA haben dem Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern einen Milliardenverlust eingebrockt. Im zweiten Quartal fiel ein Nettoverlust von gut 9,5 Milliarden Euro an, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 404 Millionen zu Buche gestanden hatte. Analysten hatten laut Vara Research im Schnitt mit einem Verlust von rund 7,9 Milliarden Euro gerechnet.

Bayer setzte in der Corona-Krise 10,05 Milliarden Euro um, ein Rückgang von währungsbereinigt 2,5 Prozent. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen (Ebitda) stieg dank Zuwächsen im Agrargeschäft um 5,6 Prozent auf 2,8 Milliarden.

Bayer hatte Ende Juni bekanntgegeben, sich im Rechtsstreit wegen des angeblich krebserregenden Unkrautvernichters Roundup mit einem Großteil der Kläger geeinigt zu haben. Für den Vergleich und mögliche künftige Fälle werden insgesamt bis zu 10,9 Milliarden US-Dollar fällig.

08:19 Uhr

Höherer Dax-Einstieg erwartet - Bayer-Zahlen im Blick

Am Dienstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Montag war er beflügelt von positiven Konjunkturdaten 2,7 Prozent fester bei 12.646,98 Punkten aus dem Handel gegangen. Die positiven Einkaufsmanagerdaten hätten die Hoffnung auf eine Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität zurückgebracht, sagte Jochen Stanzl, Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets. "Jetzt gibt es für die Investoren wieder ein Motiv, die im Umlauf befindliche Liquidität im Aktienmarkt anzulegen."

Impulse erhoffen sich Anleger von den Geschäftszahlen der Firmen: Mit Bayer und Infineon legen zwei wichtige Dax-Konzerne ihre Zahlen zum Frühjahrsquartal vor. Bei Bayer dürfte dabei vor allem Augenmerk auf den zuletzt abgeschlossenen Glyphosat-Vergleich in den USA liegen. Weiter präsentieren Fraport, Teamviewer und Hugo Boss ihre Quartalszahlen. Evonik teilte mit, besser durch das erste Halbjahr gekommen zu sein als zunächst erwartet. Auf der Konjunkturseite werden die Daten zum US-Auftragseingang der Industrie veröffentlicht. Experten erwarten ein Plus verglichen mit dem Vormonat von fünf Prozent im Juni nach einem Anstieg um acht Prozent im Mai.

07:37 Uhr

Pandemie und Tiktok-Streit lasten auf Asia-Börsen

Die Lage in den Märkten in Asien ist an diesem Dienstag etwas durchwachsen: Starke US-Produktionsdaten und Gewinne bei Technologietiteln ließen die Sorgen über wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise verblassen. Ein Branchenindikator zeigte, dass die Produktionstätigkeit in den USA im Juli mit dem schnellsten Tempo seit mehr als einem Jahr expandierte. Einige Anleger blieben jedoch vorsichtig: Der Anstieg der Coronavirus-Fälle und der Streit um Tiktok und die Geschäftstätigkeit chinesischer Technologieunternehmen in den USA lasteten auf den Börsen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,4 Prozent höher bei 22.506 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,6 Prozent und lag bei 1547 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,2 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 106,10 Yen und stagnierte bei 6,9811 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9172 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1765 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0798 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3081 Dollar.