Dienstag, 22. Dezember 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:34 Uhr

Dax gibt nach Talfahrt wieder Gas

Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag auf Erholungskurs eingeschwenkt. Der nahende Start der Impfkampagne hierzulande macht Mut, zumal erwartet wird, dass die Impfung auch gegen die neue Variante des Coronavirus wirksam sein dürfte.

Dax
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Nach dem dreiprozentigen Rückschlag am Montag legte der Dax knapp 1,3 Prozent auf 13.418 Punkte zu. Der MDax gewinnt 1,2 Prozent auf 30.253 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 steigt um 1,5 Prozent. "Die restlichen Handelstage im zu Ende gehenden Chaosjahr 2020 bleiben spannend", sagte Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect. Der Dax sollte sich weiterhin über 13.000 Punkten halten, denn "sonst wird es in den kommenden Tagen doch noch sehr ungemütlich."

Nachdem in Großbritannien und inzwischen auch in den USA bereits geimpft wird, soll es in Deutschland am Sonntag losgehen. Ein klein wenig trübte die Stimmung das weitere Gezerre im Brexit-Streit. So lehnte die Europäische Union (EU) bei den Verhandlungen über ein Handelsabkommen die jüngsten Zugeständnisse von Großbritannien in Sachen Fischerei laut EU-Kreisen ab.

17:27 Uhr

Dollar zieht an, Euro fällt

Der Euro gibt am Nachmittag gegenüber dem Dollar kräftig nach. Vom Tageshoch bei knapp 1,2260 Dollar fällt er bis auf etwa 1,2170 Dollar. "Das US-Konjunkturpaket ist eingepreist", so ein Marktteilnehmer. Nun belaste die Unsicherheit um den Brexit den Euro. Kurzfristig könnte die Euro-Erholung ausgereizt sein, meint er.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,21

 

17:21 Uhr

Zertifikate zunehmend gefragt: Anleger suchen Schutz

Angesichts des hohen Niveaus beim Dax werden Anleger offenbar zunehmend vorsichtiger. Das zeigt sich zuletzt an der gestiegenen Nachfrage nach Zertifikaten mit einem eingebauten Teilschutz. Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Christian Köker von der HSBC:

 

16:58 Uhr

Dax steckt schwache US-Daten gut weg

Die schwachen US-Daten können den Dax nicht irritieren. Mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 13.403 Punkten bleibt er auf Erholungskurs. "Die Bücher sind zu, und angesichts der Pandemie ist der Rückgang im US-Verbrauchervertrauen auch nicht wirklich überraschend", so ein Marktteilnehmer. Statt eines Anstiegs zeigte das Verbrauchervertrauen einen deutlichen Rückgang.

Dax
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16:52 Uhr

US-Verbraucherstimmung sackt in den Keller

Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich zum Jahresende so stark eingetrübt wie seit August nicht mehr.

Das Barometer für die Verbraucherlaune fiel im Dezember überraschend auf 88,6 Zähler von 92,9 Punkten im November, wie das Institut Conference Board mitteilte. Experten hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet. Das Barometer tendiert weit unter seinem Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Im Februar notierte es bei gut 132 Punkten.

16:20 Uhr

US-Anleger zeigen sich sportlich - Peloton gehen ab

Das grüne Licht für das 900 Milliarden Dollar schwere US-Hilfspaket sowie ein Bericht über ein Apple-Auto stützt die US-Börsen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,5 Prozent schwächer bei 30.066 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 liegt 0,1 Prozent im Minus bei 3688 Zählern.

Apple
Apple 105,74

"Auch wenn Nachrichten rund um das Virus immer wieder mal ihren Schatten auf das Geschehen legen, wird der Markt wahrscheinlich doch seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen, weil Hilfe für die Wirtschaft kommt", sagte Peter Cardillo, Chef-Marktvolkswirt bei Spartan Capital Securities.

Um 4,3 Prozent aufwärts geht es für die Apple-Aktien. Der iPhone-Hersteller will nach Angaben von Insidern 2024 ein autonomes Fahrzeug auf den Markt bringen, das einen Durchbruch bei der Akku-Technik enthalten könnte. "Wenn Apple einen Durchbruch bei den Batterien geschafft hat, könnte das ein wichtiger Schritt nach vorne sein, weil die Batterie-Kosten zu den Knackpunkten bei der Massenproduktion von Elektroautos gehören", sagt Amit Daryanani, Analyst bei der Investmentbank-Beratungsfirma Evercore.

Peloton
Peloton 124,80

Mit einem Plus von 14,4 Prozent werden derweil die Aktien des Heimtrainerherstellers Peloton gehandelt; sie markieren zudem mit 165 Dollar ein Rekordhoch. Das Unternehmen übernimmt den Rivalen Precor für 420 Millionen Dollar. Peloton profitiert von der Corona-Pandemie, weil sich Menschen angesichts der geschlossenen Fitnessstudios eigene Geräte in die Wohnungen stellen.

16:06 Uhr

Verband: "Untragbare Zustände" für Lkw-Fahrer in Großbritannien

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) hat die "untragbaren Zustände" für die gestrandeten Lkw-Fahrer im Verkehr mit Großbritannien beklagt. Derzeit säßen tausende Fahrer, darunter auch viele Deutsche, in Großbritannien unter "weitgehend desolaten Umständen" fest - entweder auf der Autobahn oder auf Parkplätzen, erklärte der Verband am Dienstag.

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Oft fehle es am Zugang zu sanitären Einrichtungen und Versorgungsmöglichkeiten. Außerdem sei vollkommen unsicher, wie es weitergehe. Pläne, Corona-Tests als Bedingung für die Weiterreise einzuführen, trügen nicht zur Beruhigung bei, da die Fahrer derzeit keinen Zugang zu Testmöglichkeiten hätten. Der BGL wandte sich nach eigenen Angaben an das Bundesverkehrsministerium und weitere Institutionen auf Bundes- und EU-Ebene, um auf eine Lösung zu dringen.

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15:42 Uhr

Bericht über Apple-Auto treibt Aktien von Sensorenhersteller

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Ein Velodyne Lidar-Sensor an einem autonomen Fahrzeug.

REUTERS

Der Bericht über ein Apple-Auto treibt die Aktien von Velodyne Lidar. Die Papiere legen im vorbörslichen US-Handel gut 13 Prozent zu.

Apple will einem Bericht zufolge bei seinem selbstfahrenden Auto mit Zulieferern zusammenarbeiten. Lidar stellt Sensoren her, die ein dreidimensionales Bild von der Straße erzeugen.

Velodyne Lidar
Velodyne Lidar 18,50

Daimler, Volkswagen & Co droht möglicherweise bald neue Konkurrenz: Apple peilt Insidern zufolge für 2024 die Einführung eines autonomen Fahrzeugs an, das mit einem Durchbruch bei der Akku-Technik aufwarten könnte. Die 2014 begonnene Entwicklung des Autos im Rahmen von "Project Titan" sei entsprechend weit fortgeschritten, heißt es. Ein zentrales Element seien neu entwickelte Akkus, die bei deutlich niedrigeren Kosten mehr Reichweite liefern könnten.

15:12 Uhr

Easyjet will neue Flugzeuge erst später haben

Esayjet hat sich mit Airbus auf eine Verschiebung bei der Auslieferung von Flugzeugen geeinigt. Wie die Airline mitteilte, werden 22 Airbus-Flugzeuge erst 2027 beziehungsweise 2028 geliefert statt wie ursprünglich vereinbart 2022/2024. Gleichzeitig erhöhe sich aufgrund der Vereinbarung mit Airbus aus dem Jahr 2013 der künftige Gesamtpreis für die Flugzeuge, die zurückgestellt werden. Easyjet leidet wie die gesamte Airline-Branche stark unter den Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie.

Easyjet
Easyjet 845,20

14:52 Uhr

Wer ist neuer Weltmarktführer: Airbus oder Boeing?

Der europäische Flugzeugbauer Airbus wird 2020 das zweite Jahr in Folge als Weltmarktführer vor dem Rivalen Boeing beenden. Brancheninsidern zufolge wird Airbus in diesem Jahr 550 bis 560 Flugzeuge ausliefern. Der Absatz läge damit aber um 35 Prozent unter dem Vorjahr, als der Konzern mit 863 Maschinen eine Bestmarke erzielte. Ein Airbus-Sprecher lehnte es ab, sich zu Einzelheiten zu äußern, sagte jedoch, Airbus arbeite weiterhin normal.

"Wir liefern weiterhin mit Volldampf, und dies wird auch in den Ferien so bleiben", sagte er. Airbus hatte die Produktion zu Beginn der Corona-Krise um etwa ein Drittel gedrosselt, plant die Schlagzahl bei der A320-Baureihe im Sommer 2021 aber wieder zu erhöhen.

14:14 Uhr

Airbus schwimmen Milliarden-Aufträge davon

Der Flugzeugbauer Airbus ringt um milliardenschwere Bestellungen seiner strauchelnden Großkundin AirAsia-X aus Malaysia. Die Gespräche über die Zukunft der Aufträge liefen noch, sagte ein Airbus-Sprecher. AirAsia-X ist der Langstrecken-Ableger der malaysischen Billigfluggesellschaft AirAsia. Das Unternehmen kämpft wegen des Geschäftseinbruchs in der Corona-Krise ums Überleben.

Airbus
Airbus 92,13

Die Airline hatte vergangene Woche eine Kapitalerhöhung angekündigt und verhandelt mit ihren Geldgebern über eine Umstrukturierung der Schulden. AirAsia-X betreibt eine reine Airbus-Flotte. Erst im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen seine Bestellungen für den Großraumjet A330neo um 12 Exemplare auf 78 Maschinen aufgestockt. Zudem hat das Unternehmen den neuen kleinen Langstreckenjet A321XLR geordert.

13:48 Uhr

Dax auf Erholungskurs: Angriff aufs Allzeithoch?

Nach dem Kursrutsch vom Vortag können sich die europäischen Börsen schon wieder kräftig erholen. Der Dax gewinnt am Mittag 1,0 Prozent auf 13.398 Punkte, der Euro-Stoxx-50 zieht ebenfalls um 1,0 Prozent an. Das Geschäft ist dünn: "Viele Marktteilnehmer haben ihre Bücher für dieses Jahr nun geschlossen", so ein Händler. Deshalb könnten bereits kleine Verkaufs- und Kaufaufträge für vergleichsweise deutliche Kursausschläge sorgen, und das nach beiden Seiten.

Dax
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"Alles in einem ist fraglich, ob es vor Jahresende noch zu einem Angriff auf das Allzeithoch kommen wird", sagt David Iussow, Analyst von IG Markets. Er vermutet eine breit angelegte Konsolidierung, meint aber auch, Kurse unterhalb von 13.100 Punkten würden auf die Fortsetzung der Korrektur hindeuten.

Etwas gelegt haben sich die Sorgen um die mutierten Varianten des Coronavirus. So geht Biontech davon aus, dass ihr Produkt wahrscheinlich auch gegen Mutationen wirkt. Ein Unsicherheitsfaktor bleiben die Brexit-Verhandlungen. Am Devisenmarkt zeigt sich das Pfund im frühen Geschäft wenig verändert. Bei einem harten Brexit sieht die Commerzbank das Pfund bis auf Parität zum Euro fallen. Der FTSE in London notiert nahezu unverändert.

13:30 Uhr

Rom kämpft gegen Bargeld: Italiener beißen an

Seit ein paar Wochen belohnt die Regierung in Rom ihre Bürger, wenn sie sich für bargeldloses Zahlen entscheiden. Und die Aktion wirkt!

Laut Reuters haben sich mehr als 5,3 Millionen oder zehn Prozent der erwachsenen Italiener für ein neues Regierungsprogramm angemeldet, das eine Rückerstattung von 10 Prozent der Kaufsumme bei Kartenzahlung in Geschäften gewährt. Die Regierung versucht damit die Steuerhinterziehung im Land einzudämmen und gleichzeitig Einzelhändlern zu helfen, die von Coronavirus-Beschränkungen betroffen sind.

Digitale Zahlungen hinterlassen im Gegensatz zu Banknoten und Münzen Spuren und sind daher schwerer vor dem Finanzbeamten zu verbergen. Offiziell startet der "Cashback" -Plan der Regierung zwar erst nächsten Monat. Diesen Monat läuft aber schon ein Pilotprogramm. Der Andrang bei der Registrierung war Anfang des Monats so groß, dass die Systeme völlig überlastet waren.

12:53 Uhr

Hometrainer-Anbieter expandiert: Peloton-Aktie sprintet los

Die Übernahme des Rivalen Precor treibt die Aktien des Heimtrainerherstellers Peloton. Die Papiere legen im vorbörslichen US-Handel sieben Prozent zu.

Peloton
Peloton 124,80

Peloton profitiert von der Pandemie, weil sich Menschen angesichts der geschlossenen Fitnessstudios eigene Geräte in die Wohnungen stellen. Der Kaufpreis für Precor liegt bei 420 Millionen Dollar; es ist damit der bisher größte Deal für Peloton.

12:05 Uhr

Toyota stoppt Produktion in Frankreich und Großbritannien

Der japanische Autohersteller Toyota hat seine Werksferien in Frankreich und Großbritannien wegen der Sperre für den Warenverkehr am Ärmelkanal vorzeitig begonnen. Das bestätigt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Toyota
Toyota 61,00

Die Produktion werde bis zu zwei Tage früher eingestellt als geplant, heißt es in einer Mitteilung. Grund seien erwartete Engpässe bei der Zulieferung. Die Werksferien sollen bis zum 4. Januar dauern. Mit Blick auf die mögliche Aufhebung der Sperre für den Warenverkehr heißt es in Pariser Regierungskreisen, man arbeite an einer Lösung, die im Laufe des Tages präsentiert werden dürfte.

11:32 Uhr

Kräftige Corona-Korrektur: Institute kassieren Eurozonen-Ausblick

Führende Forschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für das Eurogebiet kräftig gekappt. Für das letzte Vierteljahr 2020 erwarten sie nun ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 2,7 Prozent. Ende September hatten sie noch mit plus 2,2 Prozent gerechnet.

Dax
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Die Prognose wurde wegen der vielen Corona-Infektionen und der Schließung von Teilen der Wirtschaft korrigiert, wie Ifo-Institut, Kof aus Zürich und Istat aus Rom mitteilten. Für das erste Quartal 2021 erwarten die Institute nur noch ein Wachstum von 0,7 Prozent, statt 1,5 Prozent, wie noch im September gedacht. Im zweiten Vierteljahr 2021 sehen sie 3,0 Prozent Wachstum.

10:11 Uhr

Britische Wirtschaft wächst schneller als gedacht

Die britische Wirtschaft hat sich im Sommer von ihrem Corona-bedingten Rekordabsturz stärker erholt als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Juli bis September um 16 Prozent zum Vorquartal und damit so schnell wie noch nie.

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Die Verbraucher gaben wieder mehr Geld aus, ebenso wuchs der Staatskonsum, während die Unternehmen mehr investierten. Im Frühjahr hatte es wegen der Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung einen Rekordeinbruch von 18,8 Prozent gegeben. Trotz der Aufholjagd liege die Wirtschaftsleistung noch um 8,6 Prozent unter dem Vorkrisenniveau Ende 2019, betonten die Statistiker.

Für das gesamte Jahr 2020 rechnen Experten mit einem noch nie dagewesenen Konjunktureinbruch von etwa elf Prozent. Der Rückgang fiele damit in etwa doppelt so stark aus wie in Deutschland. Die im November verhängten neuen Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie treffen in erster Linie den Dienstleistungssektor, der in Großbritannien besonders groß ist und etwa 80 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmacht.

Wie es im kommenden Jahr weitergeht, hängt auch vom Ausgang der Brexit-Verhandlungen mit der Europäischen Union ab. Über die künftigen Beziehungen zueinander samt Freihandelsabkommen wird seit Monaten gerungen - bislang ohne Ergebnis. Sollte der Vertrag nicht bis Jahresende stehen, würde Großbritannien ohne Abkommen aus der EU ausscheiden - weshalb die Wirtschaft ab Anfang 2021 Chaos und steigende Zölle befürchtet.

09:44 Uhr

Apple von Bericht über Apple-Auto beflügelt

Die Apple-Aktie hat nachbörslich die bereits während des regulären Handels zu beobachtende Erholungsbewegung fortgesetzt. Auf Nasdaq.com ging es um weitere 1,9 Prozent voran auf 130,62 Dollar. Für Kursfantasie sorgte ein Bericht, wonach Apple ein selbstfahrendes Auto entwickelt, das 2024 marktreif sein dürfte. Apple lehnte einen Kommentar dazu ab.

Die Agentur Reuters berichtete unter Berufung auf informierte Personen, dass Apple bei dem Fahrzeug einen Durchbruch bei der Akku-Technik anstrebt. Die 2014 begonnene Entwicklung sei entsprechend weit fortgeschritten. Die neuen Akkus sollen deutlich niedrigere Kosten bei einer größeren Reichweite haben.

Apple
Apple 127,83

09:16 Uhr

Dax startet Erholungsversuch

Nach dem stärksten Kursrutsch seit zwei Monaten wagen sich Anleger zögerlich an die Frankfurter Börse zurück. Der Dax legt 0,5 Prozent zu auf 13.314 Punkte. Die Virusmutation aus Großbritannien habe viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt, sagt Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners. Der relativ großen Zahl von Verkäufern stünden im Moment nur wenige Käufer gegenüber. "Den Schnäppchenjägern sind die Kurse noch zu hoch und strategische Käufer kommen so kurz vor Weihnachten und dem Jahresende kaum in den Markt."

Bei den Einzelwerten sticht vor allem Hornbach heraus: Die Baumarktkette profitiert davon, dass viele Menschen in Zeiten der Kontaktbeschränkungen ihre Häuser und Wohnungen auf Vordermann gebracht haben. Die Aktien legen 3,4 Prozent zu und sind damit Spitzenreiter im SDax.

Dax
Dax 13.815,06

08:55 Uhr

Öl wird billiger

Die Ölpreise bleiben unter Druck. Ein Fass (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostet 49,90 US-Dollar. Das sind 1,01 Dollar weniger als gestern Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 1,03 Dollar auf 46,94 Dollar. Damit entfernen sich die Ölpreise weiter von ihren am Freitag erzielten Höchstständen seit März.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 56,28

Immer noch dominieren am Markt die Sorgen vor der möglicherweise besonders ansteckenden, neuen Variante des Coronavirus, die sich derzeit rasch im Südosten Englands ausbreitet. Börsianer befürchten, dass die Lockdowns damit noch länger andauern und der weltweite Reiseverkehr noch weiter eingeschränkt werden könnte. Beide Entwicklungen könnten die Nachfrage nach Rohöl als globales Schmiermittel der Wirtschaft dämpfen.

08:31 Uhr

Heimwerker lassen bei Hornbach die Kassen klingeln

Hornbach
Hornbach 33,80

Die Baumarktgruppe Hornbach hat auch im dritten Quartal von einer hohen Nachfrage profitiert. Der Umsatz legte von September bis Ende November im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Fünftel auf 1,37 Milliarden Euro zu, wie die im Nebenwerteindex SDax notierte Hornbach Holding in Bornheim mitteilte. Selbst die Marktschließungen für den Publikumsverkehr in Österreich und Tschechien im Oktober und November hätten kaum Spuren hinterlassen.

Hornbach profitiert davon, dass sich die Menschen wegen der Corona-Pandemie stärker in die eigenen vier Wände zurückziehen und mehr Geld für Heimwerkerprojekte in Haus und Garten ausgeben. Auch im Tagesgeschäft lief es deutlich besser. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um rund 60 Prozent auf 66,9 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 40,9 Millionen Euro nach 23,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Trotz der Verkaufsbeschränkungen etwa in Deutschland bestätigte das Unternehmen die Anfang November angehobene Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2020/21.

08:08 Uhr

Dax dürfte sich nach Verlusten des Vortags berappeln

Dax
Dax 13.815,06

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Montag hatte er nach dem Bekanntwerden einer stärker ansteckenden Coronavirus-Mutation in Großbritannien den stärksten Tagesverlust seit zwei Monaten verzeichnet und war 2,8 Prozent schwächer bei 13.246,30 Punkten aus dem Handel gegangen. Ihren Blick richten Anleger auf den GfK-Index: Zum Schutz vor dem Virus wurden das öffentliche Leben und der Einzelhandel in Deutschland weitgehend lahmgelegt. Experten gehen davon aus, dass sich das Konsumklima für Januar eingetrübt hat. Der Konjunktureinbruch infolge der Pandemie lastet schon jetzt schwer auf den Steuereinnahmen von Bund und Ländern.

07:55 Uhr

Eurokurs stabilisiert sich - Verunsicherung aber noch spürbar

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,21

Der Euro bewegt sich am Morgen wenig und stabilisiert sich über 1,22 US-Dollar. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,2220 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag noch etwas tiefer bei 1,2173 (Freitag: 1,2259) Dollar festgesetzt. Im späten Handel am Montag hatten sowohl der Euro als auch das britische Pfund ihre Verluste zum Dollar nahezu wettgemacht. Grund dafür waren sich verdichtende Spekulationen über einen nahen Durchbruch bei der Frage nach dem künftigen Zugang für Fischkutter aus der Europäischen Union zu britischen Gewässern. Ein Handelspakt in letzter Sekunde scheint damit nicht mehr ausgeschlossen.

Im frühen Handel am Montag hatte die Nachricht über eine rasante Ausbreitung einer mutierten Variante des Coronavirus in Großbritannien sowohl den Euro als auch das Pfund zunächst stark unter Druck gesetzt. Derweil ist die Verunsicherung der Anleger auch am heutigen Morgen spürbar: Der Dollar als globale Reservewährung legte gegenüber einigen wichtigen Währungen zu.

07:42 Uhr

USA untersuchen mögliche Verstöße von VW gegen Patente

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Es geht um Modelle wie den Lamborghini Urus.

(Foto: imago images / Revierfoto)

VW Vorzüge
VW Vorzüge 152,80

Die Internationale Handelskommission der Vereinigten Staaten (USITC) leitet eigenen Angaben zufolge gegen den deutschen Fahrzeughersteller Volkswagen eine Untersuchung wegen möglicher Patentverstöße ein. Im November hatte Jaguar Land Rover beim USITC Beschwerde eingereicht, um den Import einiger VW-, Porsche -, Lamborghini- und Audi-Modelle mit "bestimmten Fahrzeugsteuerungssystemen" in die Vereinigten Staaten zu verhindern, die angeblich gegen Patente des Luxuswagenkonzerns verstoßen. Zu den Modellen gehören der Lamborghini Urus, der Porsche Cayenne, die Audis Q8, Q7, Q5, A6 Allroad Quattro und E-Tron-Fahrzeuge sowie der VW Tiguan.

07:13 Uhr

James-Bond-Produktionsfirma MGM stellt sich zum Verkauf

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James Bond ist seit vielen Jahren im Dienste Seiner Majestät.

(Foto: imago images/Everett Collection)

Die Filmproduktionsgesellschaft MGM Holdings, die unter anderem für ihre James-Bond-Produktionen bekannt ist, stellt sich zum Verkauf. Informierten Personen zufolge habe MGM die Investmentbanken Morgan Stanley und Liontree damit beauftragt. Die Banken hätten bereits einen formalen Verkaufsprozess angestoßen. MGM kommt den Informanten zufolge derzeit auf eine Bewertung von rund 5,5 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen setzt darauf, dass die Filmproduktionen vor allem für Unternehmen interessant sein könnten, die im Streaminggeschäft wachsen wollen.

MGM hat in den vergangenen Jahren immer wieder einen Verkauf des Geschäfts in Erwägung gezogen. Möglichen Bietern war allerdings der in Aussicht gestellte Preis der Produktionsfirma zu hoch. MGM hofft aber, dass nun neben den traditionellen Branchenplayern aus Hollywood auch internationale Medienunternehmen oder Private-Equity-Investoren Interesse haben werden, so die mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Der größte Aktionär von Metro-Goldwyn-Mayer (MGM), der New Yorker Hedgefonds Anchorage Capital Group, ist in den letzten Jahren durch eine schwache Entwicklung und abtrünnige Kunden unter Druck geraten.

06:27 Uhr

Nachrichten aus Großbritannien zwingen Asiens Anleger in die Knie

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Nikkei 28.541,91

Die Abriegelung Großbritanniens aus Furcht vor einer Coronavirus-Mutation zwingt die asiatischen Anleger in die Knie. "Eine Verschärfung der europäischen Covid-19-Beschränkungen als Reaktion auf die neuen Variante, die sich schneller ausbreiten soll, sollte und hat natürlich negative Auswirkung auf die Kurse wegen der kurzfristigen Auswirkungen auf das globale Wachstum hervorgerufen", sagte Stephen Innes, Aktienstratege bei Axi. Die Einigung zwischen den Republikanern und Demokraten auf ein neues Corona-Hilfspaket rückte in dem Zusammenhang in den Hintergrund. Weltweit stellten die Länder Flugverbindungen von und nach Großbritannien aus Sorge um eine Ausbreitung des neuen, möglicherweise ansteckenderen Virus-Stammes ein, Grenzen wurden geschlossen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,5 Prozent tiefer bei 26.582 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,1 Prozent und lag bei 1769 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,5 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 103,39 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,5498 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,8861 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2228 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0841 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,5 Prozent auf 1,3401 Dollar.