Dienstag, 09. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

"Es gibt neue Rekorde": Dax schließt mit Allzeithoch

Nach dem rasanten Wochenstart mit Aufschlägen von mehr als drei Prozent und einem neuen Allzeithoch beim Dax bleibt im Dienstagshandel ein deutlicher Rücksetzer aus - im Gegenteil: Der deutsche Börsenleitindex startet zwar etwas leichter in den Handel, dreht aber bereits am Vormittag wieder ins Plus und markiert im Anschluss gleich mehrere frische Rekordstände. Das Tageshoch liegt am Ende bei 14.477 Punkten, aus dem Handel verabschiedet sich der Dax 0,3 Prozent fester mit 14.438 Zählern.

Dax
Dax 15.320,52

"Es gibt neue Rekorde: Der Dax bleibt weiter auf Kurs", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. Sie macht "Gewinne auf breiter Front" aus. Auch ein schwächerer Euro helfe, beflügele etwa deutsche Exportwerte, erläutert sie.

Bei den Einzelwerten zeigt sich die "breite Front" deutlich: So zeigen sich etwa die zuletzt deutlich unter die Räder gekommenen Delivery Hero stark, legen mehr als fünf Prozent zu. Auch Infineon gewinnen überdurchschnittliche mehr als vier Prozent. Auf der Verliererliste stehen dagegen Deutsche Bank mit einem Minus von mehr als drei Prozent. Die Titel hatten in den vergangenen Handelstagen zu den größten Gewinnern gehört. Conti büßen sogar mehr als acht Prozent ein, hier verstimmten Zahlen und Ausblick die Anleger.

Delivery Hero
Delivery Hero 128,15
Continental
Continental 115,28

 

17:26 Uhr

Investoren stellen Ökostromkonzern ins Schaufenster

Der japanische Ökostromkonzern JRE steht Insidern zufolge zum Verkauf und dürfte damit auf Interesse bei europäischen Versorgern wie RWE stoßen, die nach Asien drängen. Offiziell gestartet sei der Verkaufsprozess aber noch nicht, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person Reuters. Zu den Eigentümern gehören Goldman Sachs und der Staatsfonds von Singapur GIC. Goldman Sachs lehnte eine Stellungnahme ab. Von JRE und GIC war am Dienstag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Japan Renewable Energy Corporation (JRE) könnte für europäische Versorger interessant sein, die ihr Geschäft mit Erneuerbaren Energien in Japan auf- oder ausbauen wollen. Hierzu gehören der größte deutsche Stromproduzent RWE und der Ölriese Shell. Shell will angesichts der endlichen Öl- und Gasvorkommen und immer schärferer Klimaschutzregeln mit der Energie aus Wind und Sonne ein neues Geschäftsfeld vorantreiben will. Shell wollte sich zum Thema JRE nicht äußern. JRE wurde 2012 gegründet. Das Unternehmen entwickelt Ökostromprojekte und verfügt über Wind-, Solar- und Biomasseanlagen mit einer Kapazität von 419 Megawatt.

17:11 Uhr

Immobilienpreise steigen auch 2020 deutlich

Trotz der Corona-Krise boomt der Immobilienmarkt in Deutschland weiter und sorgte auch 2020 für steigende Preise. In Großstädten und deren Umland kletterten die Preise kräftig nach oben, wie aus einer Studie der Postbank hervorgeht. Aber auch in mehr als 94 Prozent aller deutschen Landkreise und kreisfreien Städte verteuerten sich Wohnimmobilien. Im Schnitt über alle Regionen lag das Plus bei Eigentumswohnungen im Bestand inflationsbereinigt bei 9,6 Prozent – und war damit noch höher als 2019. Niedrige Zinsen, große Nachfrage und knappes Angebot bestimmten demnach auch 2020 den Immobilienmarkt.

"Corona und die Erfahrung des Lockdowns haben bei vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum noch verstärkt", sagt Eva Grunwald, die das Immobiliengeschäft der Postbank leitet. Viele Interessenten, die sich im vorigen Jahr auf dem Wohnungsmarkt umgesehen hätten, habe die Virus-Pandemie erst zum Handeln veranlasst. "Die Nachfrage reißt nicht ab." Deutschlands teuerstes Pflaster ist nach wie vor München, wie aus dem "Postbank Wohnatlas 2021" hervorgeht. Der Quadratmeter-Preis für Eigentumswohnungen stieg in der bayerischen Landeshauptstadt um 6,1 Prozent und lag 2020 bei durchschnittlich 8613 Euro. Zweitteuerste Großstadt ist Frankfurt am Main, (6050 Euro) vor Hamburg (5569 Euro) und Berlin (4973 Euro).

Neun der zehn teuersten Landkreise befinden sich zwar in Bayern. Bundesweiter Spitzenreiter ist aber in Schleswig-Holstein der Landkreis Nordfriesland, zu dem die beliebten Inseln Sylt, Föhr und Amrum, aber auch Ferienorte wie St. Peter Ording gehören. Hier kostete der Quadratmeter 6796 Euro.

16:43 Uhr

Von 0 auf 58 Milliarden Dollar: Coupang-Börsengang setzt Zeichen

Der südkoreanische Online-Versandhändler Coupang wird bei seinem Börsengang in New York mit mehr als 58 Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen aus Seoul, zu dessen Eigentümern der Vision Fund des japanischen Technologie-Investors Softbank gehört, erhöhte die Preisspanne auf 32 bis 34 Dollar von bisher 27 bis 30 Dollar je Aktie. Mit einem Erlös von bis zu 4,08 Milliarden Dollar wäre es der größte Börsengang in den USA in diesem Jahr. Coupang verspricht Lieferungen binnen 24 Stunden.

16:28 Uhr

Britisches Rüstungsprojekt: Airbus unterschreibt Absichtserklärung

Airbus arbeitet gemeinsam mit dem französischen Rüstungskonzern Thales und dem japanischen IT-Unternehmen Fujitsu an einem Integrationsprojekt innerhalb der Kommunikations- und Informationssysteme des britischen Verteidigungsministeriums. Wie der Konzern mitteilt, hat er eine Absichtserklärung mit der britischen Thales-Tochter und Fujitsu unterschrieben. Airbus-Aktien geben gut ein Prozent ab.

Airbus
Airbus 98,84

16:17 Uhr

Erholung bei Tech-Aktien treibt Wall Street an

Schnäppchenjäger haben nach dem jüngsten Ausverkauf bei US-Technologie-Aktien zugelangt. Der Index der Technologiebörse Nasdaq klettert drei Prozent auf 12.990 Punkte. Der Dow-Jones-Index steigt 0,5 Prozent auf 31.969 Zähler, der S&P-500-Index gewinnt 1,4 Prozent auf 3876 Punkte.

Mit einem billionenschweren Konjunkturpaket auf der Zielgeraden und zuletzt wieder sinkenden Zinsen an den Anleihemärkten trauten sich Investoren aus der Deckung. Die meisten Tech-Aktien, darunter Apple, Microsoft, Tesla und Amazon, legten kräftig zu. Am Montag hatte der Nasdaq-Index 2,4 Prozent verloren, da sich Anleger um steigende Anleiherenditen sorgten. Diese bedeuten höhere Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen, was seit Wochen vor allem dem Tech-Sektor zusetzt.

Anleger greifen erneut beim US-Videospiele-Händler Gamestop zu. Bereits den fünften Tag in Folge legten die Aktien zu und notieren mit 217 Dollar rund zwölf Prozent im Plus. Neben digitalen Umbauplänen der Firma beflügeln auch Spekulationen, dass US-Kleinanleger mit ihren Konjunkturschecks den Aktienboom weiter befeuern könnten.

S&P 500
S&P 500 4.130,75
Nasdaq 100
Nasdaq 100 13.790,11

 

15:53 Uhr

Steht Johnson & Johnson "unter Stress" wegen Impfstoff-Lieferungen an EU?

Ein weiterer Covid-19-Impfstoffhersteller steht womöglich vor Lieferproblemen. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat gegenüber der EU erklärt, dass er mit Problemen kämpft, die die geplante Auslieferung von 55 Millionen Impfstoffdosen im zweiten Quartal erschweren könnte, wie Reuters von einem EU-Vertreter erfuhr. In der vergangenen Woche habe J&J mitgeteilt, dass das Unternehmen wegen Problemen bei der Versorgung mit Impfstoff-Inhaltsstoffen und Ausrüstung "unter Stress" steht, das vereinbarte Lieferziel bis Ende Juni zu erfüllen. Dem Insider zufolge hat der Konzern erklärt, es sei nicht ausgeschlossen, das Ziel zu erreichen, J&J sei aber vorsichtig.

Johnson & Johnson
Johnson & Johnson 137,50

J&J wollte sich dazu nicht äußern und erklärte, der Konzern erwarte, im zweiten Quartal mit der Lieferung der zugesagten Impfdosen an die Europäische Union beginnen zu können. Ein Sprecher der EU-Kommission wollte sich nicht dazu äußern. Die Staatengemeinschaft hat sich bei dem Unternehmen für dieses Jahr insgesamt 200 Millionen Dosen gesichert. Es wird erwartet, dass die Europäische Arzneimittelagentur EMA am 11. März grünes Licht für den Einsatz des Vakzins gibt.

In der EU sind bislang Covid-19-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca zugelassen. Auch hier gab es Lieferverzögerungen. Der Herstellungsprozess ist komplex, die Einrichtungen dafür begrenzt und bei Bestandteilen gibt es Versorgungsengpässe. 

14:56 Uhr

Daimler und VW verlieren: Trendwende oder nur Gegenbewegung?

Trotz der aktuellen Rücksetzer dürften Autotitel weiter gefragt bleiben. Am Montagabend haben Daimler vor VW und Deutsche Bank in der Liste der Relativen Stärke nach Levy (RSL) die Dax-Werte angeführt, wie eine Aufstellung von IG Markets zeigt. Die RSL betrachtet die Entwicklung der vergangenen 130 Handelstage. Schlusslicht waren FMC hinter Beiersdorf und Deutsche Wohnen. Daimler geben aktuell etwa 1,7 Prozent ab, VW rund 2 Prozent.

Daimler
Daimler 73,59
VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05

 

14:35 Uhr

Symrise lockt Aktionäre

Nachanfänglichen Verlusten dreht der Aktienkurs von Symrise leicht ins Plus. Der Duft- und Aromenhersteller, notierend im MDax, hat im Corona-Jahr 2020 seinen Gewinn deutlich gesteigert und zahlt eine höhere Dividende. Das operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um knapp sechs Prozent auf 742 Millionen Euro, wie Symrise mitteilt. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um elf Millionen auf 307 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen eine zwei Cent höhere Dividende von 97 Cent je Aktie erhalten, das ist die elfte Dividendenerhöhung in Folge.

"Trotz der Nachfrageverschiebungen infolge der weltweiten Corona-Pandemie waren wir voll auf Kurs, bis wir auf den letzten Meilen durch einen kriminellen Cyber-Angriff ausgebremst wurden. Auch wenn wir unsere Wachstumsziele daher nicht ganz erreicht haben, so konnten wir dennoch unsere Profitabilität auf hohem Niveau halten und das Ergebnis weiter steigern", sagt Vorstandschef Heinz Jürgen Bertram. Symrise setzte 2020 3,52 Milliarden Euro um, ein Plus von gut drei Prozent.

Symrise
Symrise 110,90

14:14 Uhr

Fünfter Tag in Folge: Gamestop-Kurs legt erneut zu

Anleger setzen erneut auf den US-Videospiele-Händler Gamestop. Bereits den fünften Tag in Folge legt der Kurs zu und notiert vor Start der US-Börsen mit 220 Dollar rund 13 Prozent im Plus. Am Montag hatte das Unternehmen mitgeteilt, den aktivistischen Investor Ryan Cohen mit dem Umbau zum E-Commerce-Geschäft beauftragt zu haben. Die in Frankfurt gehandelten Titel zogen am Dienstag rund 20 Prozent an und waren nach Siemens der am stärksten gehandelte Titel auf der Plattform von Lang & Schwarz.

Neben den digitalen Umbauplänen sorgen auch Spekulationen für Kauflaune, dass US-Kleinanleger mit ihren Konjunkturschecks den Aktienboom weiter befeuern könnten. Das 1,9 Billionen schwere Konjunkturpaket von US-Präsident Joe Biden beinhaltet unter anderem Direktzahlungen von 1400 Dollar an US-Bürger.

Anfang des Jahres waren die Gamestop-Aktien zum Spielball von Spekulanten geworden: Bei der Online-Plattform Reddit hatten sich Börsianern zufolge Kleinanleger zu konzertierten Käufen von Gamestop-Aktien verabredet, um Hedgefonds zur Auflösung ihrer Wetten auf einen Kursverfall zu zwingen. Seit dem Höhenflug zum Jahresanfang sind Gamestop-Aktien wilden Kursschwankungen unterworfen. 

GameStop Corporation
GameStop Corporation 128,50

 

13:47 Uhr

US-Techwerte erholen sich: Anleger greifen bei Tesla zu

Nach dem Ausverkauf am Vortag sind in den USA wieder Technologiewerte gefragt. Der Future auf den Technologie-Index Nasdaq steigt mehr als zwei Prozent. Elektroautobauer Tesla beendet eine fünftägige Verluststrecke und legt vorbörslich mehr als fünf Prozent zu. Die Anteilsscheine von Apple, Amazon und Facebook ziehen vor US-Börsenstart jeweils mehr als zwei Prozent an.

Tesla
Tesla 600,70
Apple
Apple 110,12

 

13:11 Uhr

Bank-Aktien führen Verliererliste an

Mit Abgaben von etwa einem Prozent führen Banken die Verliererliste in Europa an. Der Sektor leidet unter den nachgebenden Renditen an den Anleihenmärkten. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries liegt mit aktuell 1,54 Prozent deutlicher unter den Vortagesständen und den Jahreshochs von über 1,60 Prozent. Auch in Europa geht es mit den Renditen nach unten. Deutsche Bank geben mehr als drei Prozent nach, Commerzbank knapp drei Prozent.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,79
Commerzbank
Commerzbank 4,84

 

12:56 Uhr

Wall Street zum Start mit Gewinnen erwartet

Die US-Börsen werden am Dienstag mit Aufschlägen zum Start erwartet. Der Termin-Kontrakt auf den Dow-Jones-Index legt vorbörslich um 0,5 Prozent zu, der auf den technologielastigen Nasdaq gewinnt 2,0 Prozent. Zu Wochenbeginn hatten sich die Indizes uneinheitlich gezeigt, während der Dow ein neues Rekordhoch markiert hatte, verbuchte der Nasdaq deutliche Verluste.

Stützend dürfte wirken, dass der US-Kongress vor der Verabschiedung des 1,9 Billionen Dollar schweren Corona-Hilfspakets für die angeschlagene US-Wirtschaft steht. Das US-Repräsentantenhaus stimmt am Dienstag über das Stützungspaket ab. Der Senat hatte das Paket bereits am Samstag angenommen. Die Zustimmung im Repräsentantenhaus, wo die Demokraten eine klare Mehrheit haben, gilt als sicher.

Die Anleiherenditen kommen indessen zurück und liegen nun deutlich unter dem Jahreshoch von über 1,60 Prozent. Aktuell notiert die US-Zehnjahresrendite bei aktuell 1,53 Prozent. Am Vortag hatten gestiegene Marktzinsen erneut Technologiewerte unter Druck gesetzt, da der Sektor von einem hohen Fremdkapitalanteil gekennzeichnet ist. Die Stabilisierung an den Anleihemärkten dürfte Technologiewerte dabei helfen, einen Teil der Verluste wieder wettzumachen, heißt es von Marktteilnehmern. Inflationssorgen im Zuge einer Erholung der US-Wirtschaft hatten die US-Anleiherenditen zuletzt immer weiter steigen lassen.

"Wir sind der Meinung, dass ein großer Teil des Anstiegs der Anleiherenditen vorbei ist", so Hani Redha, Portfoliomanager bei Pinebridge Investments. "Bei diesem Renditeniveau erwarten wir, dass weitere Käufer hinzukommen werden. Das stabilisiert tendenziell das Renditeniveau." Konjunkturseitig stehen im Handelsverlauf keine relevanten Veröffentlichungen auf der Agenda.

12:11 Uhr

Institutionelle Investoren treiben Bitcoin über 54.000 Dollar

Anleger decken sich erneut mit Bitcoin ein. Die wichtigste Cyber-Devise gewinnt bis zu fünf Prozent auf 54.488 Dollar. "Das institutionelle Interesse bleibt auf einem beachtlichen Level und ist nach wie vor der Knackpunkt", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Privatanleger würden das Geschehen dagegen derzeit lieber von der Seitenlinie aus betrachten.

Bitcoin
Bitcoin 52.313,75

 

11:53 Uhr

Umweltauflagen in China drücken Eisenerz-Preis

Umweltauflagen in Chinas führender stahlproduzierender Stadt Tangshan lasten auf dem Preis für Eisenerz. Der chinesische Terminkontrakt fällt um das Tageslimit von zehn Prozent auf 1031,50 Yuan (158 Dollar) je Tonne. Die Behörden erließen mehrere Notfallmaßnahmen, um die starke Umweltverschmutzung nach den Feiertagen des Mondneujahrs anzugehen, teilte der chinesische Datenanbieter SMM mit.

11:16 Uhr

"Der Dax kann's weiterhin"

Der Dax, der mit leichten Verlusten in den Handel gestartet ist, kann diese am Vormittag bereits wieder wettmachen. Der deutsche Börsenleitindex dreht ins Plus und markiert ein neues Allzeithoch. Nachdem er am Montag bei 14.403 Punkten einen Rekordstand erreicht hatte, liegt er nun am Mittag zunächst bei 14.432 Zählern. Zum Montagsschluss ist das ein Aufschlag von 0,3 Prozent.

"Der Dax kann's weiterhin. Aber wir sehen am Markt einen großen Dreh: raus aus Technologie und rein in Old Economy", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Die Anleger setzen auf eine schnelle Erholung und Nachholeffekte."

11:04 Uhr

Fuchs Petrolub verunsichert Anleger mit Ausblick: Kurs gibt deutlich nach

Anleger zeigen sich enttäuscht über den Ausblick des Schmierstoffherstellers Fuchs Petrolub. Die Aktien geben rund drei Prozent nach. Der Ausblick für das Ergebnis im laufenden Jahr sei niedriger ausgefallen als erwartet, sagt ein Händler. Der Fuchs-Vorstand erwartet daher, beim Umsatz 2021 das Vorkrisenniveau zu erreichen und damit knapp 2,6 Milliarden Euro nach 2,4 Milliarden Euro 2020. Das operative Ergebnis (Ebit) dürfte bei 313 Millionen Euro auf dem Niveau von 2020 stagnieren. Die Aktionäre sollen für 2020 mit 0,99 Euro je Anteilsschein das 19. Mal in Folge eine höhere Dividende erhalten.

Fuchs Petrolub
Fuchs Petrolub 43,72

10:15 Uhr

Paket-Boom: Deutsche Post will Profitabilität pushen

Die Deutsche Post will nach dem Rekordjahr 2020 weiter wachsen. Der Bonner Konzern wolle 2021 den operativen Ertrag (Ebit) auf mehr als 5,6 Milliarden Euro steigern, teilt der Konzern mit. 2023 soll der operative Ertrag dann auf mehr als sechs Milliarden Euro zulegen. Im Zeitraum von 2021 bis 2023 will der Konzern zudem mehr investieren als bislang angekündigt. Die Investitionen sollen kumuliert 9,5 bis 10,5 Milliarden Euro betragen. Zuvor war die Post von rund 9,5 Milliarden Euro ausgegangen. Der kumulierte Free Cashflow soll in einer Spanne zwischen 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro liegen - bislang hatte die Post mehr als sechs Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Der Paket-Boom in der Corona-Krise hatte die Post zu Rekord-Ergebnissen getragen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) war im abgelaufenen Jahr auf 4,8 (2019: 4,1) Milliarden Euro gestiegen. Der Umsatz des Logistikkonzerns kletterte im Gesamtjahr um fünf Prozent auf 66,8 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 1,35 von 1,15 Euro je Aktie erhalten. Die Papiere, die am Montag schon knapp sechs Prozent zugelegt haben, verteuern sich weiter, wenn auch nur leicht: 0,3 Prozent.

Deutsche Post
Deutsche Post 48,58

09:26 Uhr

Enttäuschender Ausblick: Anleger strafen Continental ab

Mit einem deutlichen Kursminus reagieren die Anleger auf den Geschäftsausweis von Continental. Die Aktien sacken rund vier Prozent ab und sind damit größter Verlierer im Dax. "Es war ein rabenschwarzes Jahr 2020 für Conti", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Die Zahlen liegen unter den Erwartungen, der Ausblick ist herausfordernd und das 2017er Rekordniveau wird den Angaben zufolge wohl erst 2025 wieder erreicht", erläutert er.

Der Autozulieferer traut sich nach einem vom Umbau stark belasteten Geschäftsjahr für 2021 einen Anstieg von Umsatz und Betriebsgewinn zu. Bei einem Konzernumsatz in einer Spanne von 40,5 bis 42,5 Milliarden Euro werde mit einer bereinigten operativen Rendite zwischen fünf und sechs Prozent gerechnet, teilte der Dax-Konzern mit. Am Plan, die Antriebssparte Vitesco in der zweiten Jahreshälfte abzuspalten, halte der Konzern fest.

Angesichts eines Verlusts im vergangenen Jahr hatte Continental die Aktionäre bereits Ende Februar darauf vorbereitet, dass die Dividende für 2020 ausfallen wird.

Continental
Continental 115,28

 

09:08 Uhr

Dax stabilisiert Rekordniveau

Mit einem fulminanten Start in die neue Handelswoche hat der Dax aufgewartet: Ein neues Allzeithoch von 14.403 Zählern sowie ein Aufschlag zum Handelsende von 3,3 Prozent weist der deutsche Börsenleitindex am Montag auf. Am Dienstag kann er dieses hohe Niveau halten, verliert zum Auftakt lediglich 0,3 Prozent und notiert bei 14.345 Punkten. "Der Dax verdaut die Gewinne", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. Er verweist zudem darauf, dass Anleger derzeit umschichten: "Man sieht einen großen Wechsel: von den Hightech-Werten weg und hin zur sogenannten Old Economy."

08:58 Uhr

Nikkei ist bei Asien-Indizes Tagessieger

Erneut starke Kursverluste am chinesischen Aktienmarkt haben am Dienstag das Geschehen in Ostasien dominiert. Insgesamt war die Tendenz uneinheitlich, wobei sich nach einem volatilen Verlauf die Stimmung im Späthandel wieder etwas eingetrübt hatte. Tendenziell verkauft wurden Technologieaktien. Diese hatten erneut bereits an der Wall Street stark unter Druck gestanden zugunsten von eher zyklischen Aktien angesichts der Spekulation auf eine Konjunkturerholung und vor dem Hintergrund weiter steigender US-Renditen.

In Schanghai war es für den Index nach dem 2,3-Prozent-Minus vom Vortag zunächst erneut steil um 1,7 Prozent abwärts gegangen, ehe laut Marktteilnehmern staatlich gestützte Fonds mit Käufen auf den Plan traten und den Index fast wieder ins Plus hievten. Im Schlussgeschäft fielen die Kurse dann aber wieder fast auf das Tagestief zurück. Der Chinext in Shenzhen, der vor allem Start-up-Unternehmen aus dem Technologiesektor abbildet, knickte erneut ein, diesmal um 3,5 Prozent. Parallel zum Schanghai-Composite bewegte sich der HSI in Hongkong, allerdings auf einem im Vergleich zum Vortag höheren Niveau.

Neben Schanghai gab nur der Kospi in Seoul 0,7 Prozent nach - bereits den vierten Tag in Folge. Dort bremsten laut Marktbeobachtern ebenfalls steigende Renditen die Kauflaune, die koreanische Zehnjahresrendite erreichte mit 2,04 Prozent das höchste Niveau im laufenden Jahr.

Auch in Tokio stiegen die Renditen. Der Nikkei-Index konnte sich trotzdem den Tagesschwankungen der Nachbarbörsen etwas entziehen und gewann 1,0 Prozent auf 29.028 Punkte, obwohl neue Konjunkturdaten wie das revidierte BIP im vierten Quartal 2020 oder die Ausgaben der privaten Haushalte im Januar eher enttäuschten. Rückenwind für japanische Aktien kam aber von der Währungsseite, denn der Dollar setzte seine Aufwertung im Tagesvergleich dynamisch fort. Der Yen ist mittlerweile so billig wie zuletzt im Juni 2020, was günstig für japanische Exportunternehmen ist.

In Sydney schloss der Index zwar ein halbes Prozent höher, wie am Vortag hatte es dort im Frühhandel aber noch deutlich besser ausgesehen. Dort wie auch an anderen Plätzen der Region habe die Schwäche der Technologieaktien bremsend gewirkt, hieß es. Aktien von Unternehmen aus dem Finanzsektor waren dagegen gesucht, weil ihnen das höhere Zinsniveau zugute kommt.

Nikkei
Nikkei 29.188,17
Kospi
Kospi 3.171,66

 

08:42 Uhr

Ölpreise halten hohes Niveau

Die Ölpreise präsentieren sich zunächst kaum verändert. Nach starken Kursbewegungen in den vergangenen Handelstagen hat sich die Lage am Ölmarkt vorerst etwas beruhigt. Am Morgen wird Rohöl aus der Nordsee der Sorte Brent bei 68,37 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt und damit 13 Cent höher als am Montag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) verharrt auf 65,05 Dollar.

Zum Wochenauftakt waren die Ölpreise zunächst stark gestiegen und der Preis für US-Öl hatte zeitweise den höchsten Stand seit 2018 erreicht. Im Verlauf setzte dann aber eine deutliche Gegenbewegung ein und die Notierungen konnten sich erst am Dienstagmorgen wieder stabilisieren. Die Gegenbewegung am Ölmarkt erklärten Marktbeobachter mit einem festeren Dollar, der Rohöl in Ländern außerhalb des Dollar-Raums verteuerte und somit die Nachfrage bremste.

Außerdem wurde auf eine allgemein freundliche Stimmung an den internationalen Finanzmärkten und wachsende Konjunkturhoffnungen verwiesen. Diese hätten die Ölpreise zuletzt gestützt, hieß es. Darüber hinaus haben die Anleger am Ölmarkt die jüngste Entwicklung in der amerikanischen Ölindustrie im Blick. Nach einem starken Kälteeinbruch in Teilen der USA waren die Ölförderung und Verarbeitung beeinträchtigt. Mittlerweile haben Raffinerien in den USA wieder den Betrieb aufgenommen.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 65,25
Rohöl WTI
Rohöl WTI 61,67

 

07:52 Uhr

Die Dax-Party geht wohl weiter 

Nach der Rekordjagd gestern wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher in den Handel starten. Gestern hatte unter anderem das Corona-Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden den deutschen Leitindex in bislang unbekannte Höhen getrieben.

Der Index hatte sogar die Marke von 14.400 Punkten geknackt, bevor er mit einem Plus von 3,3 Prozent mit 14.380 Zählern aus dem Handel ging. "Die US-Wirtschaft brummt, und sie könnte durch das neue Konjunkturpaket noch einmal befeuert werden“, sagt Jochen Stanzl, Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets.

Was gestern an den US-Börsen passierte, lesen Sie hier. Spoiler: Für Tesla lief es gar nicht gut.

Dax
Dax 15.320,52

06:51 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Die 14.000er Marke hat der Dax zum Wochenstart zurückerobert - und dazu noch ein neues Allzeithoch markiert. Damit sticht die Hoffnung auf eine schnelle Konjunkturerholung die Inflations- und Zinssorgen aus. Allerdings bleibt abzuwarten, wie nachhaltig der neue Dax-Rekord sein wird, da das Thema der steigenden Anleihezinsen nicht vom Tisch ist. Auch Gewinnmitnahmen könnten eine Rolle spielen.

Bei den Einzelwerten dürfte Continental in den Fokus rücken: Der Autozulieferer legt seine 2020er Geschäftszahlen vor. Im Fokus der Anleger stehen zudem die Zahlen der Deutschen Post. Der Bonner Konzern will nach einem Rekordjahr wegen des Paket-Booms in der Corona-Krise weiter wachsen. Zudem will die Post eigene Aktien zurückkaufen und die höchste Dividende der Unternehmensgeschichte ausschütten. Einblick in die Bücher gewährt auch der Aromenhersteller Symrise. Auf der Konjunkturseite erwarten Anleger zudem die deutschen Außenhandelsdaten für Januar.

Außerdem wird das US-Repräsentantenhaus heute ein billionenschweres Corona-Hilfspaket absegnen. US-Präsident Joe Biden könnte das Gesetz dann im Laufe der Woche unterzeichnen.

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