Donnerstag, 04. April 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Juliane Kipper
17:57 Uhr

Überraschender Auftragseinbruch drückt Dax nicht

Dax
Dax 12.486,56

Der Dax schafft erstmals seit Oktober vergangenen Jahres kurzzeitig wieder den Sprung über die Marke von 12.000 Punkten. Im Tageshoch liegt der Index bei 12.029 Punkten. Letztlich geht der deutsche Leitindex mit einem Plus von 0,28 Prozent auf 11.988 Zählern aus dem Tag.

Wirecard
Wirecard 140,00

Zum Start sah es zunächst nicht nach steigenden Kursen aus, denn der deutsche Auftragseingang für Februar fiel deutlich schwächer als erwartet aus. Doch vor allem neuerliche Gewinne bei den konjunkturabhängigen Autowerten schieben den Dax an. Sie schließen durchweg mit Aufschlägen. Daimler legen um 1,3 Prozent zu, VW um 1,0 Prozent und BMW ebenfalls um 1,0 Prozent. Tagesgewinner im Dax sind die schwankungsanfälligen Wirecard mit einem Plus von 1,9 Prozent.

Dagegen fallen Thyssenkrupp mit Gewinnmitnahmen um 1,3 Prozent zurück, und Deutsche Bank verlieren 0,8 Prozent. Commerzbank gewinnen dagegen 2,8 Prozent. Die "Financial Times" berichtete, Unicredit könnte ein Gebot für die Commerzbank abgeben, falls die Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank scheitern sollten. Die Commerzbank will angeblich am Dienstag entscheiden, ob die Gespräche mit der Deutschen Bank intensiviert oder abgebrochen werden.

17:05 Uhr

Beyoncé tut sich mit Sportartikelhersteller zusammen

Adidas
Adidas 280,90

Der Sportartikelhersteller Adidas arbeitet künftig mit der Sängerin Beyoncé zusammen. Beyoncé wird als kreative Partnerin der Marke agieren, neue Schuhe und Bekleidung entwickeln und ihre Marke Ivy Park zusammen mit Adidas neu auflegen, teilte der Herzogenauracher Sportartikelhersteller mit. Eine Adidas-Sprecherin wollte die Laufzeit des Vertrags sowie eventuelles finanzielles Commitment seitens Adidas nicht kommentieren.

Im hart umkämpften Markt der Sportschuhe und Sportbekleidung liefern sich alle großen Sportmarken derzeit einen harten Wettbewerb, Exklusivverträge mit bekannten Top-Sportlern, Sportmannschaften, Künstlern, Models sowie sogenannten "Influencern" im Internet und den Social Media abzuschließen. Damit wollen sie Präsenz und Strahlkraft der Marken sowohl online als auch offline stärken.

16:39 Uhr

Tui-Chef kauft eigene Aktien

Tui
Tui 11,46

Seit Jahresbeginn verlieren die Papiere des weltgrößten Reisekonzerns Tui  über ein Drittel an Wert. Erst kürzlich war bekanntgeworden, dass die Flugverbote für den Boeing-Mittelstreckenjet 737 Max die schon gekappten Tui-Gewinnpläne durchkreuzen. Heute liegt die Aktie leicht im Plus. Chef Fritz Joussen hat jetzt nach der zweiten Gewinnwarnung des Touristikkonzerns in diesem Jahr für rund 1,44 Millionen Euro weitere Tui-Aktien gekauft. Das teilt das Unternehmen in Hannover mit. Demnach erwarb Joussen die Anteile am 2. April zum Stückpreis von 8,40 Euro.

16:04 Uhr

Tesla bekommt einen ordentlichen Dämpfer

Dow Jones
Dow Jones 26.825,78

Ganz im Bann der Handelsgespräche zwischen den USA und China zeigt sich die Wall Street zu Handelsbeginn leicht im Plus. Denn diese befinden sich möglicherweise auf der Zielgeraden. Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach der Eröffnung 0,4 Prozent auf 26.310 Punkte und steigt damit erneut auf ein Jahreshoch.

Tesla
Tesla 233,65

Die Tesla-Aktie steht kräftig unter Abgabedruck und büßt 9,5 Prozent ein. Der E-Autobauer hat im ersten Quartal einen unerwartet deutlichen Liefereinbruch bei Neuwagen verzeichnet. Wegen Problemen, seinen Hoffnungsträger Model 3 zum ersten Mal an Kunden in Europa und China auszuhändigen, rutschte der Absatz um 31 Prozent zum Vorquartal ab. Tesla brachte insgesamt 63.000 Autos zu den Kunden, Analysten hatten mit 73.500 Fahrzeugen gerechnet.

Die Titel von Recro Pharma schießen 21,8 Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte eine Restrukturierung und im Zuge derer Entlassungen in einem seiner Geschäftsbereiche angekündigt und zudem den Umsatzausblick angehoben. Außerdem sucht Recro Pharma nach einem strategischen Partner für die Vermarktung der intravenösen Gabe seines Antirheumatikums Meloxicam. 

15:37 Uhr

Anleger haben Commerzbank im Blick

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,85

Unter den Einzelwerten am deutschen Markt geben im Dax die Aktien der Deutschen Bank um 1,6 Prozent nach, während die Papiere der Commerzbank im MDax um 2,1 Prozent steigen. Die "Financial Times" berichtet über ein Interesse der italienischen Unicredit an der zweitgrößten deutschen Bank, falls die Fusionsgespräche der Commerzbank mit der Deutschen Bank scheitern. Die italienische Bank wollte den Bericht nicht kommentieren.

Im Dezember hatte Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier noch erklärt, dass das Finanzinstitut in den nächsten drei bis vier Jahren keine Übernahmen plane. Doch wie die "FT" nun berichtete, könnte Unicredit die Mehrheit an der angeschlagenen Commerzbank übernehmen und sie dann mit ihrer deutschen Tochter HypoVereinsbank zusammenlegen.

15:13 Uhr

Auftragseinbruch zum Trotz: Dax steigt auf Sechsmonatshoch

Der überraschende Auftragseinbruch für die deutsche Industrie drückt dem Dax kurzzeitig etwas auf die Stimmung. Am Nachmittag steigt das deutsche Börsenbarometer jedoch trotzdem mit plus 0,27 Prozent auf ein neues Sechsmonatshoch bei 11.986 Zählern. Anleger hoffen unverändert auf zeitnahe Lösungen im Handelsstreit zwischen den USA und China und beim Brexit.

Erwartungsvoll wird zum einen auch auf ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Vizeministerpräsidenten Liu He geschaut. Zum anderen wird darauf gesetzt, dass in London Regierung und Opposition einen Kompromiss finden werden, um einen ungeordneten EU-Austritt am 12. April abzuwenden.

14:52 Uhr

Ausweg aus Sackgasse: Experten sehen hohes Risiko für Chaos-Brexit

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,26

Skeptisch beurteilen Börsianer den jüngsten Vorstoß der britischen Premierministerin Theresa May, gemeinsam mit der Opposition einen Ausweg aus der Brexit-Sackgasse zu finden. "Jeremy Corbyn und seine Labour Party haben kaum Grund, May aus dem Schlamassel, den sie sich selbst eingebrockt hat, herauszuholen", schrieben die Analysten der Rabobank.

Darüber hinaus sei mit dem Unterhaus-Votum für einen Antrag bei der EU auf einen erneuten Aufschub des Austritts Großbritanniens ein chaotischer Brexit keinesfalls vom Tisch, warnt Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. "Dass es jetzt eng wird, liegt nur daran, dass ohne Zeitdruck keine Einigung möglich ist. Verschieben ist eher kontraproduktiv." Das Pfund Sterling bröckelt auf 1,3143 Dollar ab.

14:18 Uhr

Immobilienwerte geben nach

Vonovia SE
Vonovia SE 46,56

Vonovia geben gegen den Trend nach. "Die zinsreagiblen Titel werden in zyklischere Aktien getauscht", sagt ein Händler. Sollte der Kurs unter 45 Euro fallen, erzeuge er auch aus technischer Sicht ein Verkaufssignal. Dann wäre eine kurzfristige Top-Formation auf Trading-Basis ausgebildet. Vonovia fallen um 1,1 Prozent auf 45,81 Euro. Auch andere Immobilienwerte wie LEG Immobilien, Grand City und Aroundtown geben nach.

Das haben unsere TV-Kollegen für Sie vorbereitet:

 

13:43 Uhr

5G-Auktion: Mobilfunker bieten mehr als drei Milliarden Euro

Nach einer Hängepartie nimmt die Auktion von 5G-Mobilfunkfrequenzen wieder Fahrt auf: Die Höchstgebote der vier Telekommunikationsfirmen überstiegen die Schwelle von drei Milliarden Euro, wie aus der Webseite der Bundesnetzagentur hervorgeht.

Dabei eingerechnet sind Zahlungsverpflichtungen, die sich wegen zurückgenommener Höchstgebote ergeben. Die Versteigerung hatte am 19. März am Mainzer Technik-Standort der Bonner Behörde begonnen, neben der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica macht auch der Neueinsteiger Drillisch mit, der bisher kein eigenes Netz hat.

In den vergangenen zwei Tagen hatte es weniger Höchstgebote gegeben - zwischenzeitlich sah es so aus, als sei die Veranstaltung bald zu Ende. Am Mittwoch mischten die Firmen jedoch wieder munter mit.

13:08 Uhr

Anleger fliegen auf Auto-Aktien

Anschlusskäufe treiben die Auto-Aktien weiter nach oben. BMW notieren zuletzt gut 1,0 Prozent höher, Daimler 0,6 und VW 0,8 Prozent. Während der Euro-Stoxx-50 und der Dax nahezu auf der Stelle treten, zieht der Dax-Auto-Index um 0,6 Prozent an auf 1393 Punkte.

DaxSector Automobil
DaxSector Automobil 1.318,74

 

12:37 Uhr

"Too big to fail": Schweiz fürchtet Platzen der Immobilienblase

Die Warnungen vor Risiken auf dem Schweizer Immobilienmarkt werden lauter: Auch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht sieht Gefahren am Immobilien- und Hypothekarmarkt und hält marktweite Maßnahmen im Bereich der Renditeliegenschaften für notwendig.

  • "Der Hypothekarmarkt ist enorm wichtig für die Stabilität des Finanzplatzes. Er ist ’too big to fail’", sagte Finma-Direktor Mark Branson.
  • Überhitzungstendenzen bestünden derzeit im Bereich der Renditeliegenschaften. Finma werde einschreiten, wenn einzelne Institute zu hohe Risiken eingehen, so Branson.
  • Seit Monaten warnt bereits die SNB vor Ungleichgewichten am Immobilienmarkt, und diese Woche ließ der IWF diesbezüglich die Alarmglocken schrillen.
12:06 Uhr

Frankreich will Gehälter für scheidende Manager "in Stein meißeln"

Weg von Einzelaktien, hin zu den Managergehältern in Unternehmen. Hier verfolgt Frankreichs Regierung nun einen neuen Plan, weil alles andere offenbar nicht funktioniert hat:

Airbus
Airbus 118,40

Sie will den goldenen Handschlag für scheidende Top-Manager stark begrenzen: Die Unternehmenslenker sollen "höchstens 30 Prozent ihres Gehalts bekommen", kündigte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire im Sender BFM an. Anlass für das geplante Gesetz ist Airbus-Chef Tom Enders: Er soll zum Abschied knapp 37 Millionen Euro bekommen.

"Diese Summen sind exzessiv und gehören in die Vergangenheit", sagte Le Maire. Die sozialistische Vorgängerregierung hatte die Abschlagszahlungen für scheidende Firmenchefs bereits auf 45 Prozent des Gehalts gedeckelt - diese Vorgabe ist aber nicht bindend für die Unternehmen. "Offenbar sind Empfehlungen zur guten Unternehmensführung nicht genug", sagte der Wirtschaftsminister. Die von ihm geplante Deckelung auf 30 Prozent werde "in Stein gemeißelt" sein, kündigte er an.

11:59 Uhr

Minus 12 Prozent: Maersk-Anleger senken Daumen

Der Börsengang der Öl- und Gasbohrsparte hat Anleger von A.P. Moeller-Maersk nicht überzeugt.

Moeller-Maersk
Moeller-Maersk 1.045,00

Die Aktien der weltgrößten Containerschiff-Reederei brachen an der Kopenhagener Börse um bis zu 12 Prozent auf 7812 dänische Kronen ein. Die Titel der abgespaltenen Sparte mit dem Namen The Drilling Company of 1972 A/S kamen in ihren ersten Handelsstunden nicht über 585 Kronen hinaus.

Analysten hatten mit Kursen von rund 600 Kronen gerechnet, da das Bohrgeschäft mit einem höheren Wert in den Büchern von Maersk gestanden hatte.

Die Sparte wurde durch den Gang an die Börse mit rund 24 Milliarden Kronen (umgerechnet 3,2 Milliarden Euro) bewertet. Moeller-Maersk verabschiedete sich damit endgültig von seinem Öl- und Gasgeschäft.

11:28 Uhr

Pariser Minister sichert Ghosn konsularischen Schutz zu

Nachdem Ex-Renault-Chef Carlos Ghosn in Japan erneut in Untersuchungshaft sitzt, sichert ihm der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire konsularischen Schutz Frankreichs zu.

Allerdings sei der frühere Renault-Chef der Gerichtsbarkeit unterworfen wie alle anderen auch, sagte Le Maire den Sendern RMC und BFMTV. Der 65-Jährige war vor nicht einmal einem Monat auf Kaution freigelassen worden. Es werden ihm nun Missbrauch von Geldern des Konzerns Nissan vorgeworfen.

Für Junichiro Hironaka, Anwalt von Ex-Renault-Chef Carlos Ghosn, kam die erneute Festnahme seines Mandanten völlig überraschend. Sein Reim darauf:  Ghosn werde so daran gehindert, sich auf seiner geplanten Pressekonferenz zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen zu äußern. Hironaka kritisierte zudem, dass die Behörden bei der Festnahme auch die Papiere und das Mobiltelefon der Ehefrau beschlagnahmt hätten. "Seine Frau ist keine Verdächtige ... das ist unverzeihlich."

11:07 Uhr

Tesla-Aktien schon elf Mal um mindestens zehn Prozent gefallen

Bei Tesla darf munter mitgeraten werden. Wie groß wird der Kursverlust heute sein?

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 258,04

Acht Stunden nach der Bekanntgabe des stockenden Auslieferungen notiert der Kurs vorbörslich 5,4 Prozent schwächer.

Aber aus Teslas Börsengeschichte wissen wir, da geht noch mehr!

Seit dem Börsengang Mitte 2010 sind die Aktien elf Mal um mindestens 10 Prozent gefallen, am stärksten am 13. Januar 2012 mit einem Rückgang um 18 Prozent. Umgekehrt gab es 23 Mal einen prozentualen Anstieg im zweistelligen Bereich, einschließlich des Kurssprungs am ersten Tag der Börsennotiz.  Mit einem Anstieg um 41 Prozent war das der bei weitem beste Tag für die Aktie.

11:01 Uhr

Tesla-Absatz kommt unter die Räder

Bleiben wir bei Negativmeldungen. Tesla kommt wieder mal nicht aus den Schlagzeilen.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 258,04

Wie bereits in der Nacht bekanntgegeben wurde, haben logistische Hürden beim Export des neuen Tesla-Modells nach Europa und China sowie eine schwindende Nachfrage nach den älteren Modellen dem US-Elektroautobauer einen herben Absatzrückgang eingebrockt.

Im ersten Quartal rollten 63.000 Fahrzeuge zu den Kunden. Das waren 31 Prozent weniger als im vierten Quartal. Mit 50.900 blieb die Zahl der an die Kunden gebrachten Model 3 deutlich hinter der Markterwartung zurück, die schon wegen der Einfuhrprobleme in den Häfen Zeebrugge in Belgien und Shanghai gedämpft war. Tesla zufolge hingen dort Ende März noch 10.600 verkaufte Fahrzeuge fest. Hier mehr

10:55 Uhr

Bayer erstattet Anzeige wegen Cyberkriminalität - Spur nach China

Der Chemie-Riese Bayer ist Opfer eines Cyber-Angriffs geworden. Wie der Konzern der dpa bestätigte, habe es bereits seit Anfang 2018 Anzeichen dafür gegeben, dass das Firmennetzwerk mit Schadsoftware der Winnti genannten Hackergruppe angegriffen wurde.

Winnti soll im Auftrag des chinesischen Staates agieren. Die Hackergruppe soll 2016 auch hinter einer Attacke gegen ThyssenKrupp gesteckt haben. Die Experten des eigenen Abwehrzentrums hätten die betroffenen Systeme identifiziert und bereinigt, teilte der Konzern in seiner Stellungnahme mit.

Es gebe keine Anzeichen dafür, dass Daten abgeflossen seien. Derzeit ermittle die Staatsanwaltschaft Köln.

Mehr zum Thema hier in der Themenbox:

10:34 Uhr

Mehr als 1000 Opel-Entwickler interessieren sich für Abfindung

Der Teilverkauf des Opel-Entwicklungszentrums an den französischen Ingenieurdienstleister Segula steht nach Informationen der "Wirtschaftswoche" vor dem Abschluss.

Laut Magazin hat Segula dem Autobauer zwei Dutzend Gebäude mit 70.000 Quadratmetern Fläche auf dem Rüsselsheimer Konzerngelände abgekauft. Mehr als 1000 Opel-Mitarbeiter sollen demnach bereits interne Gespräche über ein gerade angelaufenes Abfindungsprogramm gesucht haben.

Der französische Konzern mit Sitz in Nanterre bei Paris will in Rüsselsheim bis zu 2000 Opel-Beschäftigte übernehmen. "Hunderte Bewerbungen" interessierter Opelaner will Segula inzwischen bekommen haben, der Konzern will nun auch "gezielt anwerben". Die Entwicklungsabteilung hat insgesamt noch rund 6400 Beschäftigte. Die Beschäftigten können wählen, ob sie zu Segula wechseln, oder die Firma komplett verlassen.

Mehr Informationen zu Opel finden Sie in der Themenbox!

10:23 Uhr

Institute erwarten EZB-Zinserhöhung für Ende 2020

Vor dem Hintergrund einer wieder anziehenden Inflationsdynamik erwarten die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen voraussichtlich um 25 Basispunkte gegen Ende des Jahres 2020 anheben wird.

"Bereits im dritten Quartal 2020 dürfte die EZB das Zinsband wieder symmetrisch gestalten", erklärten die Institute in ihrer Gemeinschaftsprognose, die sie in Berlin vorstellten.  Sie erwarten, dass die EZB den Einlagesatz um 0,15 Prozentpunkte auf minus 0,25 Prozent erhöht.

Am Frankfurter Aktienmarkt bremsten unterdessen unerwartet schlechte Nachrichten aus der deutschen Industrie: Dort war der Auftragseingang im Februar um 4,2 Prozent zurückgegangen, das ist der stärkste Dämpfer seit Anfang 2017. Erwartet wurde hingegen ein leichter Anstieg.

10:16 Uhr

Ungemütliche Zeiten voraus: Industrieumsatz "fast im freien Fall"

Auch andere Wasserstandsmeldungen von der Konjunkturfront sind heute unerbaulich. Ökonomen zeigen sich zum Beispiel von der Abwärtsdynamik bei der deutschen Konjunktur ziemlich überrascht.

Der deutsche Industrieumsatz sank im Februar zum Vormonat um 4,2 Prozent.

Die liechtensteinische VP Bank sieht nach dem abermaligen, unerwarteten und starken Rückgang der Auftragseingänge ungemütliche Zeiten für das verarbeitende Gewerbe Deutschlands anbrechen. "Füllen sich die Auftragsbücher in den kommenden Monaten nicht wieder deutlicher, könnte dies auch Konsequenzen für die Beschäftigungssituation haben", schreibt Chefvolkswirt Thomas Gitzel in einem Kommentar.

"Die Daten sind eine herbe Enttäuschung", sagte auch Andreas Scheuerle von der DekaBank. "Wieder einmal ist es die Weltwirtschaft, die die deutsche Industrie in die Knie zwingt."

Jens-Oliver Niklasch von der LBBW bezeichnete die Daten ebenfalls als herben Rückschlag: "Die Industriekonjunktur ist wohl schon fast im freien Fall." Er führt einen Gutteil davon auch auf die hohe Unsicherheit in Sachen Brexit zurück.

10:04 Uhr

Institute senken Wachstumsprognose um mehr als die Hälfte

Die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wachstum im laufenden Jahr deutlich von 1,9 auf 0,8 Prozent abgesenkt.

DAX
DAX 12.486,56

"Der langjährige Aufschwung der deutschen Wirtschaft ist zu Ende", heißt es im Frühjahrsgutachten der Experten. Grund dafür sei unter anderem, dass die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich wegen politischer Risiken weiter eingetrübt hätten.

Die Gefahr einer "ausgeprägten Rezession" wird jedoch für gering gehalten. Der Aufbau der Beschäftigung werde voraussichtlich an Fahrt verlieren.

09:37 Uhr

Rocket Internet weiß nicht wohin mit seinen Milliarden

Die Kasse von Rocket Internet ist dank zweier Börsengänge im vergangenen Jahr weiterhin gut gefüllt. Die Cash-Reserven beliefen sich Ende Februar immer noch auf zwei Milliarden Euro. Das ist kein Unterschied zu den Angaben vom vergangenen Jahr. Offenbar sucht der Startup-Investor vergeblich nach dem "nächsten großen Ding", in das er im großen Stil investieren will.

Rocket Internet
Rocket Internet 24,48

Unterm Strich machte Rocket, dessen Startups wie HelloFresh oder Home24 inzwischen überwiegend selbst börsennotiert sind, im vergangenen Jahr einen Gewinn von 196 Millionen Euro. 2017 war ein Verlust von sechs Millionen Euro angefallen.

  • Rocket Internet gründet und investiert in Internet- und Technologieunternehmen.
  • Vier seiner großen Beteiligungen sind mittlerweile börsennotiert.
  • Im vergangenen Jahr gingen die Online-Möbelhändler Westwing und Home24 an die Börse. Dazu kommen Hellofresh und Delivery Hero.
09:21 Uhr

Banken im Fokus: Interesse an Deutsche-Bank-Tochter DWS steigt

Der deutsche Aktienmarkt legt heute Morgen nach dem Anlauf auf ein frisches Sechs-Monats-Hoch wie erwartet eine Verschnaufpause ein.

  • Weder von den US-Vorlagen noch aus Asien kommen stärkere Impulse. Zudem gelten die Börsen nach dem steilen Anstieg der vergangenen Tage als überkauft.
  • Etwas gedrückt wird die Stimmung von schwachen deutschen Auftragseingängen.
  • Im Blick stehen die Aktien der Banken. Die "Financial Times" schreibt, der Unicredit könnte ein Gebot für die Commerzbank abgeben, falls die Gespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank scheitern sollten. Hier mehr
  • Die Commerzbank will angeblich am Dienstag entscheiden, ob die Gespräche mit der Deutschen Bank intensiviert oder abgebrochen werden.
  • Die Commerzbank-Titel notieren im im MDax 2,7 Prozent höher.
  • Daneben wagen sich mögliche Interessenten für das Deutsche-Bank-Paket an der DWS aus der Deckung. Nach Allianz und Amundi gehört einem Bloomberg-Bericht zufolge nun auch die Schweizer UBS zu den potenziellen Interessenten.

 

Braucht die Deutsche Bank eine Commerzbank? Hier ein Beitrag unserer TV-Kollegen:

 

Guten Morgen zum Börsen-Tag, mein Name ist Diana Dittmer und ich sortiere für Sie heute den Nachrichtenfluss. Die Pipeline ist voll, los geht's!  

08:54 Uhr

Zeitung: Unicredit bereitet Angebot für Commerzbank vor

Unicredit
Unicredit 10,89

Die italienische Großbank Unicredit ist einem Zeitungsbericht zufolge an der Commerzbank interessiert. Das Mailänder Institut bereite eine Übernahmeofferte für die Commerzbank vor, berichtet die Financial Times unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen.

  • Es sei unwahrscheinlich, dass die Unicredit mit einer Offerte in die laufenden Verhandlungen zwischen Commerzbank und Deutscher Bank hereinplatzen werde, so die Zeitung.
  • Der Plan der Unicredit sehe vor, sich einen beträchtlichen Anteil an der Commerzbank zu sichern und sie dann mit der deutschen Tochter Hypovereinsbank zu fusionieren.
  • UniCredit soll schon seit mehreren Jahren an der Commerzbank interessiert sein.
08:46 Uhr

Dax: Analysten rechnen mit Verschnaufpause

Dax
Dax 12.486,56

Der deutsche Aktienmarkt dürfte nach dem Anlauf auf ein frisches Sechs-Monats-Hoch eine Verschnaufpause einlegen. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten.

Beflügelt von der Hoffnung auf Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China hatte er am Mittwoch 1,7 Prozent höher bei 11.954 Punkten geschlossen.

Im Blick behalten Anleger das Ringen um den EU-Ausstieg Großbritanniens. Nach dem ersten Spitzentreffen zur Lösung der Brexit-Krise warf Oppositionschef Jeremy Corbyn Premierministerin Theresa May mangelndes Entgegenkommen vor.

Auf der Konjunkturagenda stehen zudem die Industrieaufträge in Deutschland und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA.

07:57 Uhr

US-Reserven bremsen Ölpreise

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 58,88

Die Ölpreise haben den kräftigen Anstieg der vergangenen Handelstage vorerst nicht fortgesetzt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 69,28 US-Dollar. Das waren drei Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls geringfügig um acht Cent auf 62,38 Dollar.

Ein starker Zuwachs der Ölreserven in den USA belastete die Ölpreise. Am Vortag hatte die US-Regierung gemeldet, dass die amerikanischen Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 7,2 Millionen Barrel gestiegen waren. Am Markt war dagegen ein Rückgang erwartet worden. Außerdem erhöhte sich die Fördermenge der USA auf einen neuen Rekordwert von 12,2 Millionen Barrel pro Tag. Das zeigt, dass das Angebot in den USA hoch bleibt.

07:37 Uhr

Eurokurs tritt auf der Stelle

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Euro hat sich nur wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1241 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1243 Dollar festgesetzt.

Die Anleger warten gespannt auf Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen China und den USA. Laut einem Medienbericht haben sich beide Seiten bis auf wenige noch strittige Punkte angenähert und an den Finanzmärkten war am Vortag bereits auf eine Lösung im Handelsstreit der beiden größten Volkswirtschaften der Welt spekuliert worden.

06:41 Uhr

Wall Street stützt Asiens Börsen

Nikkei
Nikkei 21.798,87

Im Schlepptau der US-Börsen haben auch die Aktienmärkte in Asien leicht zugelegt. Immer noch für Unterstützung sorgte die anhaltende Hoffnung auf ein baldiges Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China.

  • Der 225 Werte umfassende Tokioter Nikkei-Index notierte 0,3 Prozent fester bei 21.787 Zählern.
  • Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,2 Prozent auf 1625 Punkte.
  • Außerhalb Japans legten die Kurse ebenfalls zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 0,9 Prozent.