Donnerstag, 04. Juni 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

EZB erfreut mit mehr PEPP den Dax, aber die Begleitmusik stört

Es war für die europäischen Börsen heute eine Berg- und Talfahrt, wobei die Pfeile doch öfter nach unten zeigten. Grund waren die Beschlüsse und Aussagen der EZB. Die Notenbanker haben erwartungsgemäß die Leitzinsen bestätigt und teilten zudem mit, dass sie das Pandemie-Notkaufprogramm PEPP um 600 Milliarden Euro aufstocken und die Laufzeit verlängern werden. Am Markt war mit einer Ausweitung um 500 Milliarden Euro gerechnet worden. Bislang belief sich das Volumen auf 750 Milliarden Euro.

Eine Blaskapelle gibt anlässlich des Deutschen Musikfestes ein Konzert. Foto: Daniel Karmann/Archivbild

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Allerdings war die Begleitmusik dazu nicht ganz so toll. Nach Angaben ihrer Chefin Christine Lagarde stellt sich die EZB wegen der Corona-Pandemie für das laufende Jahr auf eine deutliche Schrumpfung der Wirtschaftsleistung um 8,7 Prozent ein. Darauf soll eine nicht ganz so starke Erholung 2021 sowie 2022 mit BIP-Zuwächsen von 5,2 beziehungsweise 3,3 Prozent folgen. Dies widerspricht der zuletzt an der Börse gehegten Hoffnung auf eine sogenannte V-förmige Erholung. Für die Börsianer hieß es darauf "Kommando zurück" und Gewinne mitnehmen. Das 130-Milliarden-Euro-Konjunkturpaket der Bundesregierung sorgte in Frankfurt für keinen Jubel.

So gab der Dax nach Tagen mit kräftigen Gewinnen heute 0,5 Prozent ab und schloss bei 12.431 Punkten, sein Tageshoch lag bei 12.558 Zählern. Der MDax gewann dagegen 0,3 Prozent auf 26.760 Punkte. Mit dem TecDax ging es um 0,5 Prozent auf 3247 Stellen abwärts. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent tiefer bei 3260 Punkten.

Dass das Konjunkturpaket keine allgemeine Kaufprämie für Autos enthält, brachte die Autoaktien unter Druck. Wie schlecht es um den Automobilmarkt in Deutschland bestellt ist, zeigten die jüngsten Zulassungszahlen. So verloren Daimler heute 2,5 Prozent. Continental sackten um 4,1 Prozent und VW um 1,0 Prozent ab. Bayer verloren 4,0 Prozent. Hier drückte, dass die Leverkusener in den USA erst einmal nicht mehr den Unkrautvernichter Dicamba verkaufen dürfen.

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17:21 Uhr

Krise findet ohne Ebay statt

Ebay
Ebay 47,25

Corona-Krise? Nicht bei Ebay. Bei der Online-Handelsplattform laufen die Geschäfte in der Pandemie wesentlich besser als erwartet. Für das laufende zweite Quartal stellte das Unternehmen ein starkes Umsatzwachstum zwischen 13 und 16 Prozent im Jahresvergleich in Aussicht. Der bereinigte Gewinn je Aktie dürfte sogar um 54 bis 60 Prozent steigen, teilte Ebay mit.

Die Geschäftsentwicklung sei in der Corona-Krise deutlich stärker als bei der Vorlage des letzten Finanzberichts Ende April angenommen, es gebe Zuwächse in allen wichtigen Bereichen. Bei Anlegern kam dies gut an. Die Aktie reagierte mit einem kräftigen Plus von 6,4 Prozent.

16:59 Uhr

Jetzt noch in US-Aktien einsteigen?

Nicht nur in Deutschland gibt es zurzeit eine Börsenrally. Auch die Aktienkurse in den USA haben in den letzten Wochen eine deutliche Erholung gezeigt. Aber ist es sinnvoll, jetzt noch dort einzusteigen? Wie professionell gemanagte Fonds das Risiko auf dem US-Markt steuern, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Thilo Wolf von BNY Mellon Investment Management.

16:36 Uhr

Ex-Porsche-Betriebsratschef will gegen Mike Tyson boxen

Uwe Hück (SPD), Gemeinderat in Pforzheim und ehemaliger Betriebsratsvorsitzender von Porsche. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Uwe Hück ist jetzt Gemeinderat in Pforzheim.

(Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild)

Bei Porsche ist er bekannt wie ein bunter Hund: der langjährige Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück. Nun will der 58-Jährige im nächsten Jahr gegen die US-Box-Legende Mike Tyson antreten. Dafür will der Ex-Europameister im Thaiboxen den mittlerweile 53 Jahre alten Tyson zu einem großen Charity-Kampf im Super-Schwergewicht nach Baden-Württemberg holen. Hück, der seit einem Jahr als SPD-Kommunalpolitiker Schlagzeilen macht, will dafür mit Wladimir Klitschko trainieren.

  • "Die Linke langgezogen ist meine Chance. Mit Links gewinne ich", sagte Hück. Auch wenn er danach Kopfschmerzen habe: "Acht Runden halte ich durch."

Na, hoffentlich kommt Hück mit zwei heilen Ohren aus dem Kampf. Vielleicht lässt er sich von Evander Holyfield beraten.

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Der etwaige Gegner kann sehr bissig sein.

(Foto: imago images/Icon SMI)

16:04 Uhr

Gewinnserie an Wall Street wackelt - Airline-Aktien sehr stark

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(Foto: AP)

Knapp behauptet haben sich die US-Börsen zu Handelsbeginn gezeigt. Nachdem es an den vergangenen vier Handelstagen durchweg nach oben gegangen war, nahm die Neigung zu Gewinnmitnahmen bei den Anlegern zu. Der Dow Jones gab um 0,2 Prozent nach auf 26.216 Punkte, S&P-500 und Nasdaq kamen in ähnlicher Größenordnung leicht zurück. Die mit Spannung erwartete Entscheidung der EZB brachte für die Märkte zumindest keine größere Überraschung. Von neuen US-Konjunkturdaten - insbesondere den wöchentlichen Arbeitsmarktdaten - schienen zunächst keine stärkeren Impulse auszugehen.

Für einen positiven Impuls - insbesondere bei den Aktien der Fluggesellschaften - sorgte, dass China das Flugverbot für US-Fluglinien teilweise aufhebt. United Airlines und Delta lagen jeweils rund 5 Prozent fester im Markt.

15:43 Uhr

VW-Lkw-Beteiligung Navistar fährt weiter Verluste ein

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(Foto: REUTERS)

Vor der geplanten Übernahme durch die VW-Lkw-Tochter Traton hat der US-Truckhersteller Navistar auch im zweiten Geschäftsquartal rote Zahlen geschrieben. In den drei Monaten bis Ende April stand unter dem Strich ein Verlust von 38 Millionen Dollar. Allerdings fiel der Fehlbetrag nicht mehr ganz so hoch aus wie ein Jahr zuvor mit 48 Millionen Dollar.

Auch beim Umsatz bekam der Lkw-Bauer die Krise bereits deutlich zu spüren, der Erlös sackte im Jahresvergleich um 36 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar ab.

15:23 Uhr

Briten-Banken bekommen wegen Unterstützung Chinas Feuer

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(Foto: picture alliance/dpa)

Hochrangige britische Politiker haben die Großbanken HSBC und Standard Chartered wegen ihrer Unterstützung des umstrittenen chinesischen Sicherheitsgesetzes für Hongkong scharf kritisiert.

  • "Ich frage mich, warum HSBC und StanChart sich dafür entscheiden, die Unterdrückung von Freiheiten und die Untergrabung der Rechtsstaatlichkeit durch einen autoritären Staat zu unterstützen", twitterte Tom Tugendhat, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im britischen Unterhaus.

HSBC-Kunden erklärten, sie würden ihre Konten bei der Großbank kündigen. Beide Geldinstitute lehnten Stellungnahmen ab. Die Banken hatte sich gestern im Streit über die Einführung eines Sicherheitsgesetzes in Hongkong hinter die Pläne der Pekinger Führung gestellt.

15:02 Uhr

Nach dem Dax-Anstieg kommen nun Gewinnmitnahmen

Sehr schnell ist Schluss mit der Herrlichkeit: Nachdem die Anleger das ausgeweitete Anleihe-Kaufprogramm der EZB zunächst mit Wohlwollen aufgenommen haben, ist es mit den Indizes wieder nach unten gegangen. Der Dax, der nach der EZB-Ankündigung in den Plusbereich geschnellt war, verlor am Nachmittag 0,9 Prozent auf 12.377 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor 0,7 Prozent auf 3247 Stellen.

Gewinnmitnahmen haben einen dauerhaften Kursanstieg verhindert. Zudem wies EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf eine beispiellose Kontraktion der Wirtschaftsleistung hin. Im Basisszenario werde daher ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr von 8,8 Prozent erwartet, sagte die Französin. Die Wachstumsrisiken seien abwärts gerichtet.

"Die EZB liefert, wie an Finanzmärkten gewünscht", sagte Alexander Krüger, Chefvolkswirt vom Bankhaus Lampe. Für die Anleger war es das dann auch.

14:40 Uhr

US-Jobmarkt beruhigt sich etwas - Lage bleibt angespannt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 30. Mai abgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 249.000 auf 1,877 Millionen, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 1,8 Millionen vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde der Wert nach oben revidiert, auf 2,126 Millionen von ursprünglich 2,123 Millionen.

Der gleitende Vierwochendurchschnitt erhöhte sich gegenüber der Vorwoche um 324.750 auf 2,284 Millionen. In der Woche zum 23. Mai erhielten 21,487 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung. Dies war eine Zunahme gegenüber der Vorwoche um 649.000.

14:19 Uhr

Bayer droht neues Ungemach - Aktie im Sinkflug

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Wieder einmal sind dunkle Wolken am Bayer-Horizont. Der Aktienkurs der Leverkusener notierte am frühen Nachmittag 2,2 Prozent tiefer. Nach Aussage eines Frankfurter Händlers belastet, dass Bayer in den USA nun erst einmal nicht mehr den Unkrautvernichter Dicamba verkaufen darf. Nach Glyphosat drohe dem Konzern in den Vereinigten Staaten ein neues Problem.

Ein US-Berufungsgericht hat die Zulassung von Dicamba zurückgezogen. Bayer prüft einem Sprecher zufolge die nächsten juristischen Schritte.

14:02 Uhr

EZB erfreut Börsianer - Dax dreht ins Plus

Der Beschluss des EZB-Rats, weitere 600 Milliarden Euro in Anleihen zu schießen, sorgt für Jubel an den Börsen. In Frankfurt drehte der Dax ins Plus und legte 0,2 Prozent auf 12.509 Punkte zu, zuvor hatte der Leitindex ein Tageshoch von 12.558 Stellen markiert. Der EuroStoxx50 stieg um 0,3 Prozent auf 3280 Stellen. An den Märkten war eine Aufstockung um 500 Milliarden Euro erwartet worden.

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13:51 Uhr

EZB feuert aus allen Rohren - Notkaufprogramm ausgeweitet

Kanonen werden beim Kanonenböllern anlässlich des Bürger-Schützenfest 2017 abgefeuert. Foto: Caroline Seidel/Archiv

(Foto: Caroline Seidel/dpa)

Die EZB steckt in der Corona-Krise weitere 600 Milliarden Euro in Anleihen. Der EZB-Rat beschloss die Ausweitung des Notkaufprogramms für Staats- und Unternehmenspapiere auf 1,35 Billionen Euro. Das Programm soll nun bis mindestens Ende Juni 2021 laufen.

Den für alle Kreditgeschäfte im Euroraum maßgeblichen Leitzins beließen die Notenbanker um Christine Lagarde bei 0 Prozent.

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13:40 Uhr

Neigung zu Gewinnmitnahmen an der Wall Street

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(Foto: picture alliance/dpa)

Im Vorfeld noch vor dem Start an den US-Börsen anstehender wichtiger Ereignisse wie dem Ergebnis der EZB-Sitzung und den wöchentlichen US-Arbeitsmarktzahlen, zeichnet sich ein von Vorsicht geprägter Handelsstart in den USA ab. Die Futures auf die US-Aktienindizes liegen bis zu etwa 0,5 Prozent im Minus.

Gespannt wartet man in New York insbesondere auf die Entscheidung der EZB, ob das Pandemiekaufprogramm (PEPP) nach Volumen und Laufzeit aufgestockt wird. Die Schätzungen von Analysten dafür konzentrieren sich auf 500 Milliarden Euro nach den bereits beschlossenen 750 Milliarden. Mit Blick auf die Arbeitsmarktdaten heißt es, diese dürften, auch wenn sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weiter verlangsamen sollte, erneut in Erinnerung rufen, dass man es mit einer sich länger hinziehenden Krise zu tun habe, aus der es schwer werde, wieder herauszukommen.

Für einen positiven Impuls könnte insbesondere bei den Aktien der Fluggesellschaften sorgen, dass China das Flugverbot für US-Fluglinien teilweise aufhebt.

13:20 Uhr

"Realitätsfremd": Autohandel über Konjunkturpaket not amused

Nicht überall kommt das riesige Konjunkturpaket der Bundesregierung gut an. Der Autohandel sieht es sehr kritisch. Die Senkung der Mehrwertsteuer und damit des Autopreises um ein paar hundert Euro sei kein wesentlicher Kaufanreiz - aber die zeitliche Befristung "schafft uns ein Bürokratiemonster", sagte Thomas Peckruhn, Sprecher der Markenhändler und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

Denn bis Juli nehme kein Kunde mehr sein Auto ab, und wenn ein im zweiten Halbjahr bestelltes Auto erst im Januar geliefert werde, schaffe das Ärger und Verdruss. Für den Autohandel sei das "welt- und realitätsfremd". Die Aufstockung der Prämie für Elektro- und Hybridautos helfe dem Handel auch nicht, seine Lagerbestände abzubauen. Im Handel stünden vor allem Benziner und Diesel, die auch den Großteil der Autoproduktion ausmachten.

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12:56 Uhr

Warum das Konjunkturpaket die Autowerte belastet

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung steht. Es fällt mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro etwas größer aus als erwartet. Wie die Zweige der deutschen Wirtschaft und die Börse auf die Details reagieren, erörtert n-tv Börsenkorrespondentin Katja Dofel.

12:40 Uhr

Griechenland bislang relativ krisenfest, aber ...

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(Foto: picture alliance / dpa)

Wer hätte gedacht, dass Griechenland in der Pandemiephase einen Lichtblick darstellt? Die Wirtschaft des langjährigen Sorgenkinds der Eurozone kommt nämlich vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Krise. Das Bruttoinlandsprodukt sank zwischen Januar und März zwar um 1,6 Prozent zum Vorquartal, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Im gesamten Euroraum war die Wirtschaft zum Jahresanfang allerdings um 3,8 Prozent eingebrochen.

Die EU-Kommission sagte allerdings der griechischen Wirtschaft mit ihrem starken Tourismussektor jüngst für dieses Jahr einen Einbruch um 9,7 Prozent und damit die tiefste Rezession aller EU-Länder voraus.

12:18 Uhr

Dax bunkert sich vor EZB-Entscheid ein

Was tut sich eigentlich an der Frankfurter Börse? Seit Handelsbeginn eigentlich nicht viel. Die Anleger haben vor der am frühen Nachmittag anstehenden EZB-Entscheidung zu Zinsen und Anleihekäufen eine Verschnaufpause eingelegt. Einige Investoren nahmen nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Tage Gewinne mit.

Der Dax verlor am Mittag 0,8 Prozent auf 12.388 Punkte. Der EuoStoxx50 notierte ebenfalls 0,8 Prozent tiefer bei 3245 Stellen. Seit Wochenauftakt haben die Kurse aber immer noch 7 Prozent zugelegt.

12:03 Uhr

Aston Martin schwingt den Rotstift und baut Stellen ab

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der britische Sportwagenhersteller Aston Martin will bei seiner Belegschaft den Rotstift ansetzen. Um das Geld in der Corona-Krise zusammenzuhalten, sollen bis zu 500 Stellen gestrichen werden, wie die Luxusautoschmiede ankündigte. Die Produktionszahlen von Aston Martin liegen derzeit deutlich unter Plan. Laut Factset beschäftigt das Unternehmen 2450 Mitarbeiter.

Insgesamt erhofft sich der Hersteller des legendären James-Bond-Autos von seinen auf den Weg gebrachten Restrukturierungsmaßnahmen jährlich zusätzliche operative Einsparungen von 10 Millionen Pfund. Bei den direkten Produktionskosten sollen rund 8 Millionen Pfund gespart und die Investitionen um etwa 10 Millionen Pfund gekürzt werden.

11:29 Uhr

VDA: Autobauer geben Mehrwertsteuersenkung an Kunden weiter

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(Foto: imago/CHROMORANGE)

Na, das wird die Verbraucher freuen: Die deutschen Autobauer wollen den Preisvorteil aus der bevorstehenden Mehrwertsteuersenkung voll an ihre Kunden weitergeben. Die im Verband der Automobilindustrie organisierten Hersteller schafften die Voraussetzungen dafür, dass die Absenkung der Mehrwertsteuer in vollem Umfang den Kunden zu Gute kommen könne, teilte der Branchenverband VDA mit.

  • "Die befristete Absenkung der Mehrwertsteuer ist eine wichtige Maßnahme, um die Nachfrage in Deutschland wieder in Schwung zu bringen", hieß es weiter.

Um den Absatz moderner Fahrzeuge zu beschleunigen, prüften die Unternehmen, wie die Wirkung der abgesenkten Mehrwertsteuer weiter verstärkt werden könne. Vom 1. Juli an bis zum 31. Dezember 2020 soll der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent und für den ermäßigten Satz von 7 Prozent auf 5 Prozent gesenkt werden, wie aus dem Konjunkturpaket hervorgeht.

11:14 Uhr

Deutscher Pkw-Markt bricht im Mai um fast die Hälfte ein

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(Foto: Smart)

Die Orgie wirtschaftlicher Einbrüche geht weiter: Auch der deutsche Automarkt hat im Mai einen kräftigen Schlag erlitten. Wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilte, sackten die Pkw-Neuzulassungen um 49,5 Prozent auf 168.148 Fahrzeuge ab. Im Zeitraum von Januar bis Mai lag der Rückgang bei 35 Prozent auf 990.350 Autos.

Die deutschen Marken lagen im Berichtsmonat allesamt tief im Minus. Am stärksten traf es Smart mit einem Einbruch von über 90 Prozent, und BMW mit einem Rückgang von 62,1 Prozent. Volkswagen verbuchte ein Minus von 51,5 Prozent.

10:52 Uhr

Deutsche Maschinenbauer bekommen volle Krisen-Breitseite

Sehr schwierige Zeiten machen die deutschen Maschinenbauer durch. Die Corona-Krise hat die Branche im April mit voller Wucht getroffen. Die Bestellungen brachen gegenüber dem Vorjahresmonat bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 31 Prozent ein, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. Das sei der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise 2008/2009, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Die Inlandsorders gingen um 25 Prozent zurück. Die Auslandsbestellungen brachen um 34 Prozent ein.

Die Krise trifft inzwischen nahezu alle Unternehmen der exportorientierten Branche mit rund 1,3 Millionen Beschäftigten. Etwa 98 Prozent der Betriebe leiden unter den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, wie aus der jüngsten Umfrage des Verbandes hervorgeht. Für dieses Jahr erwarten den Angaben zufolge etwa 6 von 10 Unternehmen einen Umsatzrückgang von 10 bis 30 Prozent.

10:38 Uhr

Zwei Großbanken unterstützen Chinas Hongkong-Pläne

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das wird die Pekinger Machthaber freuen: Bei Anlegern kommt die Unterstützung der britischen Banken HSBC und Standard Chartered für die umstrittenen Pläne Chinas für ein neues Sicherheitsgesetz in Hongkong gut an. Die Kurse der in Hongkong notierten Aktien der Geldhäuser stiegen zwischen 1,5 und 3,5 Prozent.

Beide Banken hatten sich gestern hinter die Pläne für das Gesetz gestellt, das international auf scharfe Kritik stößt. Das ist ein ungewöhnlicher Schritt für die Banken, die sich üblicherweise aus der Politik heraushalten. HSBC hat ihren Sitz zwar in London, macht aber den Großteil ihres Geschäfts in Asien.

10:06 Uhr

Spannung vor EZB-Beschluss - Wird PEPP aufgepeppt?

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Christine Lagarde erwartet eine Rekordrezession.

(Foto: dpa)

Die Augen sind heute auf die EZB gerichtet: Die für die Eurozone zuständige Notenbank berät zur Stunde über die Zinsen und ein mögliches Nachjustieren ihres Notprogramms gegen die von der Corona-Pandemie ausgelöste Rezession. Das bislang auf 750 Milliarden Euro ausgelegte Programm mit dem Kürzel PEPP könnte um 500 Milliarden Euro aufgestockt werden, wie viele Ökonomen voraussagen. Der Bedarf zur Ausweitung ergibt sich aus Sicht der Fachleute daraus, dass den Währungshütern ansonsten im Sommer die Munition ausgehen könnte, falls sie die Käufe im bisherigen Tempo fortsetzen.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde befürchtet eine Rekordrezession in der Euro-Zone. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte in diesem Jahr zwischen 8 und 12 Prozent schrumpfen, sagte sie kürzlich.

09:51 Uhr

Adidas-Aktie profitiert von China-Entwicklung

Trotz überwiegend fallender Kurse ist in Frankfurt aber nicht alles schlecht. So zog der Adidas-Kurs im frühen Geschäft weiter an – die Aktie gewann 1,0 Prozent.

Ein Händler verwies in diesem Zusammenhang auf das wachsende China-Geschäft. Im Mai sei der Umsatz der Herzogenauracher in der Volksrepublik wieder gestiegen, damit komme die Wende früher als erwartet. Bisher sei das Dax-Unternehmen erst für das Quartalsende von einer Stabilisierung auf Vorjahresniveau ausgegangen, nun deute sie sich für das gesamte Quartal an.

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09:33 Uhr

Deutsche Ratingagentur bekommt einen auf den Deckel

Die deutsche Ratingagentur Scope ist wegen Mängeln bei ihrem Bewertungsprozessen für Anleihen von der europäischen Finanzmarktaufsicht ESMA mit einer Strafzahlung von 640.000 Euro belegt worden. Scope habe ihre 2015 selbst aufgestellte Verfahren zur Bewertung von gedeckten Schuldverschreibungen (covered bonds) nicht systematisch angewandt und habe die ESMA zudem nicht über eine weitreichende Änderung des Verfahrens im Jahr 2016 informiert, erklärte die Behörde.

Bei 559 von 622 nach dem Ratingverfahren 2015 (2015 Covered Bonds Methodology) ausgestellten Bonitätsnoten habe die Analyse nicht so stattgefunden, wie dies nach den eigenen Kriterien vorgeschrieben war.

09:11 Uhr

Dax verliert mal wieder - Autowerte kräftig im Minus

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Die Rally an der Frankfurter Börse hat einen Abbruch erfahren. Vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) hielten sich die Anleger lieber zurück. Nach zuletzt kräftigen Zugewinnen ist der Dax mit einem Abschlag von 0,7 Prozent auf 12.402 Punkte in den Handel gestartet. Der MDax verlor 0,6 Prozent auf 26.527 Zähler, der TecDax 0,4 Prozent auf 3249 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,5 Prozent auf 3253 Punkte nach unten.

Wie erwartet schwächelten die Autowerte wegen der im Konjunkturpaket ausbleibenden Ankaufprämie für Verbrenner. Daimler notierten mit minus 4,4 Prozent am Dax-Ende. Auch VW (minus 2,4 Prozent) und Continental (minus 4,0 Prozent) befanden sich im roten Bereich. Etwas besser schnitten BMW mit minus 2,1 Prozent ab. Kräftige Verluste verzeichneten auch Lufthansa mit minus 4,0 Prozent.

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08:54 Uhr

Ölpreis-Pfeile zeigen nach unten - Förderstreit im Fokus

Leicht unter Druck sind im frühen Handel die Ölpreise geraten. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete 39,29 US-Dollar. Das waren 50 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI fiel um 73 Cent auf 36,56 Dollar.

Die Ölpreise leiden unter dem Streit zwischen wichtigen Förderländern. In dem Verbund Opec+ geht es derzeit darum, ob und wie lange die bestehenden Förderbeschränkungen verlängert werden sollen. Laut Bloomberg wollen Russland und Saudi-Arabien die derzeit geltenden Beschränkungen um einen Monat verlängern. Es sei hier eine vorläufige Einigung gefunden worden. Beide Länder fordern jedoch laut dem Bericht andere Länder auf, ihre Förderung stärker zu reduzieren, da sie sich zuletzt nicht an die beschlossen Quoten gehalten hätten. Im Fokus der Kritik steht offenbar vor allem der Irak.

Die Rohölbestände in den USA waren laut gestrigen Daten in der vergangenen Woche überraschend gefallen. Die Ölpreise profitierten davon aber nicht.

08:40 Uhr

Aufwind für den Euro flaut etwas ab

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

Nach den zuletzt deutlichen Kursgewinnen fällt der Euro etwas. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Morgen mit 1,1219 US-Dollar gehandelt. In der Nacht hatte sie noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1194 (Dienstag: 1,1174) Dollar festgesetzt. Nach den zuletzt deutlichen Kursgewinnen handelt es sich offenbar um eine leichte Gegenbewegung. Die zuletzt positive Stimmung an den Finanzmärkten hatte den Euro gestützt.

"Was den Euro am ehesten ausbremsen könnte, ist die Tatsache, dass bereits sehr viele positive Wirtschaftsnachrichten eingepreist scheinen - vielleicht sogar schon zu viele", sagte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. So hatten sich angesichts der Lockerungsmaßnahmen der Corona-Beschränkungen einige wirtschaftliche Frühindikatoren erholt. "Die Frage aller Fragen bleibt jedoch, ob die Krise einen bleibenden Schaden hinterlässt, und wenn ja, wie groß dieser ist." Die Märkte warten jetzt auf die geldpolitischen Entscheidungen der EZB, die am Nachmittag anstehen. Die Anleger spekulieren auf eine Ausweitung des in der Krise aufgelegten Anleihekaufprogramms PEPP. Bisher hat es ein Volumen von 750 Milliarden Euro. Eine Ausweitung und zeitliche Verlängerung gilt zwar als wahrscheinlich, aber nicht als sicher.

08:25 Uhr

Keine Kaufprämien für Verbrenner: Autowerte schwächer

VW Vorzüge
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Die Aktien der Autobauer Daimler, BMW und Volkswagen geben im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz bis zu 3,1 Prozent nach, auch die Papiere von Zulieferern wie Hella, Continental oder Dürr gehören zu den Verlierern. Die Große Koalition hat sich gegen die von der Industrie geforderte Kaufprämie von Diesel und Benziner entschieden.

Die Spitzen von Union und SPD beschlossen am Mittwoch allerdings deutlich höhere Prämien für Elektroautos bis Ende 2021 "im bestehenden System" - dabei werden auch Plug-ins über einen "Umweltbonus" beim Kauf gefördert.

08:04 Uhr

Börsianer erwarten neue EZB-Milliarden

Vor dem EZB-Entscheid zur Geldpolitik wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Am Mittwoch hatte er dank anhaltender Hoffnungen auf eine kraftvolle Erholung der Konjunktur von den Coronavirus-Folgen erneut zugelegt, diesmal fast vier Prozent auf 12.487 Punkte. Eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) gilt bei Börsianern zwar als ausgeschlossen. Sie rechnen aber fest damit, dass EZB-Chefin Christine Lagarde eine Aufstockung des bislang 750 Milliarden Euro schweren Wertpapier-Ankaufsprogramms um 500 Milliarden Euro verkünden wird. Damit will die Zentralbank die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abfedern.

Parallel berät die Opec+, zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören, über ihre Rohöl-Förderpolitik. Investoren gehen zwar davon aus, dass die im Juni auslaufende Vereinbarung über die Drosselung der Produktion verlängert wird. Unsicher waren sie sich allerdings über den Zeitrahmen.

07:37 Uhr

Ex-Chef von US-Autogewerkschaft gibt Veruntreuung von einer Million Dollar zu

Fiat Chrysler USD
Fiat Chrysler USD 9,90

Ein früherer Chef der mächtigen US-Automobilgewerkschaft UAW hat sich der Veruntreuung von Geldern und des Steuerbetrugs schuldig bekannt. Der 63-jährige Gary Jones bekannte sich schuldig, Gelder seiner Gewerkschaft in Höhe von mehr als einer Million Dollar unterschlagen zu haben. Auch gestand er ein, die von ihm veruntreuten Gelder in seinen Steuererklärungen verheimlicht zu haben. Jones droht eine fünfjährige Haftstrafe. Sein Schuldbekenntnis ist jedoch Teil eines Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft. Von der Vereinbarung erhofft er sich eine mildere Strafe.

Jones war im November nach nur anderthalb Jahren an der Spitze der Gewerkschaft United Auto Workers zurückgetreten, nachdem Ermittler seine Wohnung und seine früheren Büroräume im Bundesstaat Missouri durchsucht hatten. Die von ihm eingestandenen Delikte hatte er in seiner Zeit als Leiter der Westregion der UAW begangen. Die Gewerkschaft wird von einem Skandal um illegale Finanzpraktiken erschüttert, in den neben Jones noch andere UAW-Funktionäre verwickelt sind. In dem Skandal geht es unter anderem auch um Zahlungen von Fiat-Chrysler-Managern an Gewerkschaftsvertreter.

07:14 Uhr

Lufthansa muss Dax-Platz vermutlich für Deutsche Wohnen räumen

Lufthansa
Lufthansa 9,03

Trotz der laufenden starken Erholung sogenannter Gefallener Engel am Aktienmarkt: Bei der heutigen Überprüfung der Indizes werden wohl weder die Aktien der Deutschen Lufthansa noch die der Deutschen Pfandbriefbank den Klassenerhalt schaffen. Für die Aktien der Lufthansa werden voraussichtlich die Papiere von Deutschen Wohnen in den Dax aufrücken, den Platz der Pfandbriefbank im MDax dürften die Titel des Außen- und Online-Werbeunternehmens Ströer einnehmen. Das deutet sich im Vorfeld der am Abend anstehenden Entscheidung der Deutschen Börse über die Veränderungen in den Indizes an. Deutsche Wohnen wie auch Ströer würden demnach von den sogenannten Fast-Exit-Regeln der Börse profitieren. Der Dax wird zum anstehenden Termin nämlich nur aufgrund besonders strenger Kriterien verändert. Diese werden erfüllt, nachdem die Lufthansa-Aktie im Frühjahr wegen der Corona-Krise exorbitant schwach im Markt lag.

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06:56 Uhr

Spannungen zwischen USA und China vermiesen Asiens Anlegern die Laune

Nikkei
Nikkei 22.145,96

Neue Konjunkturpakete der Regierungen sträken das Vertrauen der asiatischen Anleger in eine wirtschaftliche Erholung von der globalen Coronavirus-Pandemie nur leicht. "Die Liquiditätsversorgung durch die Zentralbanken - und die Erwartungen, dass noch mehr kommen kann - tragen dazu bei, die jüngste Entwicklung der Risikomärkte zu unterstützen", erklärten die Senior-Ökonomin Liz Kendall von ANZ Research und Stratege David Croy. Die Regierung in Deutschland verabschiedete am späten Mittwochabend ein 130 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket für die Jahre 2020 und 2021, um das Land aus der schwersten Rezession der Nachkriegszeit holen.

Dennoch lasten die jüngsten Spannungen zwischen China und den USA weiterhin auf den Märkten. Die Regierung in Washington will chinesischen Fluggesellschaften Passagierflüge in die Vereinigten Staaten bis auf weiteres verbieten, wie das US-Verkehrsministerium am Mittwoch mitteilte. Die USA werfen China vor, eine Wiederaufnahme des Flugverkehrs von amerikanischen Airlines in die Volksrepublik zu verhindern. China reagierte einem Medienbericht zufolge mit einer begrenzten Öffnung ihrer Flughäfen für den internationalen Flugverkehr: Fluggesellschaften könnten zunächst einmal pro Woche eine frei wählbare Stadt anfliegen.

Die Börse in Tokio zeigt sich derweil zunächst uneinheitlich. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent höher bei 22.631 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,2 Prozent und lag bei 1596 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 2 Prozent.

06:30 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht