Donnerstag, 13. Februar 2020Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Zwischen Virus und Unternehmenszahlen: Dax baut Minus ab

bbfdd89308b94be64c7fa3b875a23f32.jpg

(Foto: dpa)

Es wurde dann doch nicht so schlimm: Nachdem es am deutschen Aktienmarkt zunächst kräftig nach unten gegangen war, konnten die Verluste am Nachmittag abgebaut werden. Diese Tatsache ist ein Beleg dafür, dass weiterhin in die Rücksetzer am Aktienmarkt gekauft wird. Zunächst belasteten die deutlich gestiegenen Infektionsfälle mit dem Coronavirus den Frankfurter Handel. Dann fand aber die im Großen und Ganzen überzeugende Berichtssaison Anklang.

Der Dax ging kaum verändert mit 13.745 Punkten aus dem Handel. Zwischenzeitlich hatte der Leitindex deutlich mehr als 1 Prozent verloren. Der MDax verlor 0,2 Prozent auf 29.173 Zähler. Dagegen stieg der TecDax um 0,3 Prozent auf 3280 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,2 Prozent auf 3846 Punkte nach unten.

Im Fokus stand die Linde-Aktie nach guten Zahlen - sie war mit plus 3,2 Prozent an der Minimierung des Dax-Verlusts maßgeblich beteiligt. Händler verwiesen auf den guten Ausblick des Industriegase-Konzerns. Nicht gut an kamen die Zahlen von Heidelbergcement - mit minus 2,2 Prozent zierte das Papier gemeinsam mit Siemens das Dax-Ende. Ganz stark präsentierten sich im MDax Commerzbank - plus 8,9 Prozent auf 6,43 Euro standen bei Ertönen der Schlussglocke zu Buche. Die eingeleiteten Sparmaßnahmen scheinen die Anleger zu überzeugen. Stark präsentierten sich erneut die Deutsche-Bank-Aktie: Nach einem Plus von 2,0 Prozent ist sie nach längerer Zeit wieder mehr als 10 Euro wert.

17:20 Uhr

Bundesrichter: Kündigung von Air-Berlin-Piloten unwirksam

Die Kündigung von Piloten der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin ist nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts wegen eines Formfehlers unwirksam. Die bei Massenentlassungen vorgeschriebene Anzeige bei der Agentur für Arbeit sei fehlerhaft gewesen und zudem bei der falschen Arbeitsagentur abgegeben worden, urteilten die höchsten deutschen Arbeitsrichter in Erfurt. Geklagt hatte ein Pilot mit Einsatzort Düsseldorf. Die Vorinstanzen in Nordrhein-Westfalen hatten seine Kündigungsschutzklage abgewiesen.

Zum Zeitpunkt der Insolvenz im August 2017 soll Air Berlin etwa 8600 Mitarbeiter beschäftigt haben, darunter rund 3500 Flugbegleiter. Etwa 1200 Piloten sollen ebenfalls betroffen gewesen sein - viele wechselten jedoch zu anderen Fluggesellschaften. Bei dem Verfahren vor dem Bundesarbeitsgericht sei nicht darüber entschieden worden, ob es einen Betriebs- oder Teilübergang auf andere Fluggesellschaften gegeben habe.

17:10 Uhr

Bertelsmann-Chef Rabe soll Adidas-Chefkontrolleur werden

118869002.jpg

Thomas Rabe

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Aufsichtsrat von Adidas will sein Mitglied Thomas Rabe nach der Hauptversammlung zu seinem Vorsitzenden wählen. Der 54-Jährige soll auf Igor Landau folgen, dessen Amtszeit am 14. Mai endet. Rabe ist Vorstandschef des Medienkonzerns Bertelsmann, zu dem auch die RTL Group mit ntv gehört. Er ist seit 9. Mai 2019 im Adidas-Aufsichtsrat und seitdem stellvertretender Vorsitzender des Kontrollgremiums.

Der 75 Jahre alte Landau ist seit 2009 Vorsitzender des Aufsichtsrats des Herzogenauracher Sportartikelherstellers. Laut Mitteilung erhöhte sich während seiner Amtszeit der Wert des Dax-Unternehmens von knapp 5 Milliarden Euro auf aktuell knapp 57 Milliarden Euro.

16:58 Uhr

737-Max-Problem belastet Norwegian stark

imago85481539h.jpg

(Foto: imago/ZUMA Press)

Schlechtes Jahr für Norwegian: Probleme mit dem Boeing-Unglücksjet 737 Max 8 haben der Billigfluglinie das Ergebnis für 2019 vermiest. Die Norweger beendeten das abgelaufene Jahr mit einem Verlust von rund 1,6 Milliarden norwegischen Kronen (160 Millionen Euro). Im Vorjahr hatte das Minus knapp 1,45 Milliarden Kronen betragen. Den Umsatz konnte Norwegian dagegen im Gesamtjahr trotz eines Rückgangs im Abschlussquartal um acht Prozent auf 43,5 Milliarden Kronen steigern. Im Zuge eines Sparprogramms konnten zudem Kosten in Höhe von 2,3 Milliarden Kronen gespart werden.

Norwegian gehört zu den Airlines, die nach zwei tödlichen Flugunglücken von 737-Max-8-Maschinen anderer Fluglinien ihre Flieger dieses Typs am Boden lassen. 18 Max-8-Maschinen gehören zur Flotte von Norwegian, das entspricht etwa jedem neunten Flugzeug des Unternehmens.

16:47 Uhr

US-Inflation zieht kräftig an

Die Verbraucherpreise in den USA sind zu Jahresbeginn so stark gestiegen wie seit Oktober 2018 nicht mehr. Sie legten im Januar um 2,5 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 2,4 Prozent gerechnet, nachdem die Teuerung im Dezember noch bei 2,3 Prozent gelegen hatte.

  • "Die Währungshüter werden durch die Preisentwicklung nicht unter Druck gesetzt, die Geldpolitik zu verändern, obwohl die Gesamtinflation und die Kern-Teuerungsrate oberhalb von zwei Prozent liegen", sagte Helaba-Ökonom Ulrich Wortberg.

Die Fed hatte ihren Leitzins 2019 drei Mal gesenkt. Zuletzt beließ sie ihn in der aktuellen Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent und signalisierte, den Kurs bei weiter rund laufender Konjunktur konstant zu halten.

16:24 Uhr

Große Rückrufaktion bei Mercedes wegen Brandgefahr

124668309.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Und nun wieder eine Nachricht von Daimler: Der Stuttgarter Autobauer ruft nach eigenen Angaben weltweit fast 300.000 Autos von Mercedes-Benz wegen Brandgefahr zurück. Betroffen sind laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bestimmte E-Klasse- sowie CLS-Modelle, allesamt Diesel aus den Baujahren 2015 bis 2019. Nach KBA-Angaben sind von den weltweit rund 298.000 betroffenen Fahrzeugen gut 105.000 in Deutschland unterwegs.

Im Falle eines Feuchtigkeitseintritts könnten durch elektrochemische Vorgänge leitfähige Verbindungen zwischen einzelnen Leitungen in der Stromschiene im Motorraum entstehen, erklärte ein Konzernsprecher. Vorsorglich werde daher in der Werkstatt die Stromschiene modifiziert und eine separate elektrische Leitung verlegt, was etwa eine Stunde in Anspruch nehme.

16:15 Uhr

Nasdaq 100 - der Index für die US-Highflyer

Egal, ob Amazon, Apple, Google, Facebook, Netflix oder auch Tesla - all diese Highflyer-Aktien der letzten Jahre sind im Nasdaq 100 vertreten. Wie können Anleger auf den Heimatindex der US-Hightech-Giganten setzen? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

16:02 Uhr

An der Wall Street dominieren die Minuszeichen

4311d67d5cb844f6655aa5cd0ac184d1.jpg

(Foto: imago images/UPI Photo)

Coronavirus-Furcht auch an der Wall Street: Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen um jeweils ein knappes halbes Prozent, nachdem sie in den vergangenen Tagen von Rekord zu Rekord geeilt waren. Auf die Stimmung drückte auch der enttäuschende Ausblick des Cisco-Konzerns, dessen Aktien um knapp sechs Prozent auf 47 Dollar fielen.

Unter Verkaufsdruck gerieten auch die Titel von Tesla. Sie büßten vier Prozent ein, nachdem der Elektroauto-Bauer eine milliardenschwere Kapitalerhöhung angekündigt hatte. Außerdem muss das Unternehmen wegen technischen Problemen 15.000 Fahrzeuge des Typs Model X zurückrufen.

15:55 Uhr

Starke Linde-Aktie minimiert Dax-Verlust

Linde plc
Linde plc 210,70

Mit Nehmerqualitäten hat sich der deutsche Aktienmarkt am Nachmittag präsentiert. Im Tagesverlauf hat er einen großen Teil seiner Verluste wieder abgebaut. Der Dax notierte 0,2 Prozent tiefer bei 13.728 Punkten. Der MDax verlor 0,6 Prozent auf 29.044 Zähler. Der TecDax sank um 0,4 Prozent auf 3258 Stellen. Mit EuroStoxx50 ging es um 0,6 Prozent auf 3833 Punkte nach unten.

Nachdem die Sorge um die Ausbreitung des Coronavirus am Vormittag noch eine Verkaufswelle auslöst hat, wurden nun im Handel die guten Geschäftszahlen des Dax-Schwergewichts Linde wie auch die Schwäche des Euro als Unterstützungsfaktoren genannt. Die Linde-Aktie setzte sich mit plus 4,4 Prozent an die Dax-Spitze.

15:22 Uhr

Pepsico wächst stärker zum Jahresende

Gute Stimmung bei Pepsico: Der US-Limonaden- und Snackhersteller hat zum Jahresende 2019 richtig Fahrt aufgenommen. Der Umsatz stieg im Schlussquartal um 5,7 Prozent auf 20,6 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Umsatzplus von fast vier Prozent auf 67,16 Milliarden Dollar. Aus eigener Kraft - also Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen herausgerechnet - lag das Plus bei 4,5 Prozent.

Unter dem Strich sank der auf die Aktionäre entfallende Gewinn 2019 zwar um rund 42 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar. Allerdings hatte das Unternehmen im Vorjahr stark von Steuereffekten profitiert. Zudem steckte Pepsi-Chef Ramon Laguarta 2019 viel Geld in Werbung und Marketing. Der US-Konzern litt zudem unter dem starken Dollar, der die Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung schmälert.

14:53 Uhr

Bombardier mit tiefroten Zahlen - Ausstieg aus A220-Programm

Der kriselnde kanadische Flugzeug- und Zughersteller Bombardier hat das vergangene Geschäftsjahr mit Verlust abgeschlossen. Im vierten Quartal lag das Betriebsergebnis mit 1,7 Milliarden US-Dollar im Minus, wie der Konzern in Montreal mitteilte. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn von 342 Millionen Dollar gegeben.

Grund für den starken Rückgang sind unter anderem hohe Kosten im europäischen Eisenbahngeschäft. Bombardier steckt in argen Finanznöten und hatte vor der Bilanzvorlage bereits bekanntgegeben, aus seinem letzten großen Flugzeugprogramm auszusteigen. Airbus und die kanadische Provinz Québec übernehmen Bombardiers verbliebenen Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen für den Kurz- und Mittelstreckenjet A220.

14:35 Uhr

Finanzminister-Wechsel in London stärkt das Pfund

7a29d03c02748a87f20ffd824c92642a.jpg

Sajid Javid muss gehen.

(Foto: REUTERS)

Der Wechsel an der Spitze des britischen Finanzministeriums treibt das Pfund Sterling in die Höhe. Es legte um 0,5 Prozent zu auf 1,3026 US-Dollar. Zum Euro gewann das Pfund 0,6 Prozent und notiert mit 1,1990 Euro auf einem Achteinhalb-Wochen-Hoch.

Insidern zufolge trat Finanzminister Sajid Javid zurück, weil Premierminister Boris Johnson seine Berater austauschen wollte. Johnson ernannte Rishi Sunak zu Javids Nachfolger.

14:03 Uhr

Tesla plant Kapitalerhöhung

65029b8d47d97442a6218446f38cfae6.jpg

(Foto: REUTERS)

Mit einer Kapitalerhöhung überrascht Tesla. Der US-Elektroautobauer will laut einer Adhoc-Mitteilung Aktien im Volumen von 2 Milliarden Dollar begeben. Konzernchef Elon Musk will Aktien für bis zu 10 Millionen Dollar kaufen. Board-Mitglied Larry Ellison ist mit 1 Million Dollar dabei.

Den Erlös bezifferte Tesla auf etwa 2,3 Milliarden Dollar, bei Einbeziehung der Option für die Zeichner. Die Mittel will Tesla für die Stärkung der Bilanz sowie für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden.

13:44 Uhr

Linde schafft 2019 Gewinnsteigerung

Der Gasekonzern Linde hat im vergangenen Jahr einen höheren Gewinn erzielt. Das um Fusionskosten bereinigte Betriebsergebnis im fortgeführten Geschäft stieg um 10 Prozent auf 5,27 Milliarden US-Dollar (4,85 Milliarden Euro), wie das Dax-Schwergewicht mitteilte. Der Umsatz legte nur leicht auf 28,2 Milliarden Dollar zu.

Der neue Konzern Linde plc ist nach dem Zusammenschluss mit Praxair Weltmarktführer für Industriegase. Den Löwenanteil seiner Umsätze und Gewinne erwirtschaftet Linde in den USA. In Deutschland beschäftigt Linde noch rund 7000 Mitarbeiter, weltweit 80.000. Linde ist an der New Yorker Börse und in Frankfurt notiert und nach SAP zweitgrößter Wert im Deutschen Aktienindex Dax.

Linde plc
Linde plc 210,70

13:26 Uhr

Windhorst äußert sich zum Thema Börsengang von Hertha BSC

Der sich in einer sportlichen Krise befindende Fußball-Bundesligist Hertha BSC plant aktuell keinen Gang an die Börse. Das bestätigte Finanzinvestor Lars Windhorst auf einer Pressekonferenz. Zunächst müsse das Thema ohnehin in den Vereinsgremien von Hertha BSC besprochen werden, sagte Windhorst und machte deutlich: "Für unser weiteres Engagement ist kein Börsengang notwendig." Borussia Dortmund ist seit dem Jahr 2000 der einzige an der Börse notierte Fußball-Bundesligist.

Über seine Beteiligungsgesellschaft Tennor hatte Windhorst im Juni 2019 zunächst 37,5 Prozent an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA erworben und dafür 125 Millionen Euro gezahlt. Für weitere 99 Millionen Euro erhöhte er diesen Anteil am 8. November auf den im deutschen Profifußball maximalen Anteil von 49,9 Prozent.

13:10 Uhr

Minus an der Wall Street erwartet

01aadc4ee1b4d8fe2e300f12a006dc93.jpg

(Foto: REUTERS)

Es wird kein einfacher Tag an der Wall Street, denn der dortige Aktienterminmarkt deutet einen leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt an. Bereits am Vortag hatten kritische Stimmen die Hausse mit Allzeithochs als übertrieben charakterisiert. Vielerorts wurde bezweifelt, dass der Höhepunkt der Virusepidemie in China bereits überschritten sei. Nun meldete China eine starke Zunahme der Fallzahlen bei Neuerkrankungen in der Provinz Hubei. Die Deutsche Bank beziffert die mögliche Wachstumsbremse mit bis zu 2 Prozentpunkten des China-BIP im ersten Quartal.

Da dürfte auch die US-Wirtschaft nicht ganz ungeschoren davonkommen. Wegbrechende Exporte nach China und ein Einbruch des Tourismus könnten das US-BIP-Wachstum im ersten Quartal um 0,5 Prozentpunkt drücken, sagen die Volkswirte von Goldman Sachs.

12:47 Uhr

Nissan mit Gewinneinbruch - Kursverlust bei Renault

RTX6RUWA.jpg

(Foto: REUTERS)

Schwere Zeiten für Nissan: Der japanische Renault-Partner hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres in Folge schwacher Verkäufe einen Gewinneinbruch verzeichnet. Wie der vom Skandal um den angeklagten und in den Libanon geflohenen Ex-Chef Carlos Ghosn erschütterte Konzern bekanntgab, schrumpfte der Nettogewinn in den ersten neun Monaten des bis zum 31. März laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 87,6 Prozent auf nur noch 39,27 Milliarden Yen (327,5 Millionen Euro).

Zugleich kappte der Konzern seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr und geht jetzt von einem Reingewinn von 65 Milliarden Yen aus. Zuvor hatte Nissan noch von einem Erlös von 110 Milliarden Yen erwartet. Die gekappte Nissan-Gewinnprognose Nissan lastete auf die Renault-Aktie. Sie gab in Paris um 3,6 Prozent nach.

12:23 Uhr

Centrica-Aktie rauscht in den Keller

CENTRICA
CENTRICA ,89

Ein Gewinnrückgang im abgelaufenen Jahr liegt den Aktionären von Centrica schwer im Magen. Die Aktie des britischen Versorgers brach um mehr als 17 Prozent ein und notierte auf dem niedrigsten Stand seit vier Monaten.

Der Betriebsgewinn sank im abgelaufenen Jahr um ein Drittel auf 901 Millionen Pfund (etwa 1,1 Milliarden Euro). Centrica setzten dabei staatliche Energiepreis-Obergrenzen für Privatkunden und ein niedrigerer Erdgaspreis zu. Letzteres dürfte die Geschäfte auch im laufenden Jahr belasten, erklärte das Unternehmen weiter.

11:58 Uhr

Rund 30 Real-Märkte machen wohl nach Verkauf dicht

imago73816961h.jpg

(Foto: imago/Schöning)

Rund 30 der noch bestehenden 276 Real-Märkte sollen nach dem bevorstehenden Verkauf der Supermarktkette an den Finanzinvestor SCP geschlossen werden. Das sagte der Chef des Real-Mutterkonzerns Metro, Olaf Koch, in Düsseldorf. Der Manager berichtete, die Verkaufsverhandlungen seien "sozusagen abgeschlossen". Es sei geplant, dass die Gremien beider Unternehmen zeitnah ihre Zustimmung zum ausgehandelten Vertrag geben.

Metro will sich künftig ganz auf sein Großhandelsgeschäft konzentrieren und suchte deshalb schon seit geraumer Zeit nach einem Käufer für seine schwächelnde Supermarkt-Sparte. Nach dem Verkauf soll die Supermarktkette mit aktuell rund 34.000 Beschäftigen zerschlagen werden. Zwar wollen die Käufer einen Kern von 50 Real-Märkten für mindestens 24 Monate weiter betreiben. Der größte Teil der Filialen soll jedoch an andere Händler wie Edeka oder Kaufland verkauft werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:43 Uhr

Verhandelt die Telekom die Sprint-Übernahme neu?

Es gibt nun in den USA grünes Licht für die Übernahme des Wettbewerbers Sprint durch die Telekom-Tochter T-Mobile US. Nun will die Deutsche Telekom einem Medienbericht zufolge den Preis für die Sprint-Übernahme neu verhandeln. Die Geschäftsentwicklung und der Aktienkurs von Sprint hätten sich in den vergangenen zwei Jahren, seit die Übernahme festgezurrt wurde, verschlechtert, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf zwei Insider. Sprint-Mehrheitseigentümer Softbank sei jedoch gegen eine Neuverhandlung, hieß es weiter.

Die Transaktion steht eigentlich kurz vor ihrem Abschluss. Sollten die "FT"-Informationen stimmen, könnten die Neuverhandlungen über den Preis die Transaktion noch weiter verzögern oder den Deal sogar scheitern lassen, schreibt das Blatt. T-Mobile US habe das Recht, die Übernahme abzublasen, weil die Frist zum Abschluss des Zukaufs Ende 2019 offiziell abgelaufen sei, heißt es weiter.

11:33 Uhr

Rotstift bleibt auf Coba-Tisch - Renault-Aktie unter Druck

Die derzeitigen Sparmaßnahmen scheinen nicht zu reichen, denn die Commerzbank plant zusätzliche Einschnitte. Das sagte Finanzchefin Bettina Orlopp in Frankfurt. Einen aktuellen Stand dazu werde der Vorstand spätestens zur Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal mitteilen. Die Zwischenbilanz will der MDax-Konzern nach derzeitiger Planung am 5. August vorlegen.

Ende September hatte die Commerzbank unter anderem angekündigt, bis 2023 weitere 2300 Stellen abzubauen. Ende vergangenen Jahres hatte die Bank auf Vollzeitbasis knapp 40.400 Mitarbeiter, im laufenden Jahr soll die Zahl auf knapp 39.000 Vollzeitstellen sinken. Zudem schließt das Institut jede fünfte seiner etwa 1000 Filialen.

11:16 Uhr

Virussorgen drücken Dax kräftig runter

imago60972570h.jpg

(Foto: imago/Hannelore Förster)

Der deutsche Aktienmarkt hat am späten Vormittag seine Verluste wieder ausgebaut. Börsianer sprachen in Frankfurt von neuen Sorgen um die globale Wirtschaft wegen des in China grassierenden Coronavirus. Der Dax fiel um 1,2 Prozent auf 13.584 Punkte. Der EuroStoxx50 sank um 1,4 Prozent auf 3799 Stellen.

Derweil lief die Berichtssaison in Deutschland kräftig an. Unter den Einzelwerten im Dax büßten die Anteile von Heidelbergcement 2,5 Prozent ein und lagen damit am Indexende. Der Umsatz habe die Erwartungen etwas verfehlt, hieß es auf dem Parkett. Zahlen werden im Tagesverlauf zudem vom Industriegase-Hersteller Linde erwartet, der sich 2018 mit Praxair zum weltgrößten Gasekonzern.

Commerzbank waren Favorit im MDax mit einem Aufschlag von 4,3 Prozent. Das Finanzinstitut schnitt 2019 im Tagesgeschäft besser ab als erwartet. Alles in allem seien die Zahlen leicht positiv zu werten, sagte ein Händler.

10:55 Uhr

Chinas Automarkt bricht im Januar ein

59802295.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Coronavirus-Epidemie hat dem ohnehin schwächelnden Automarkt in China zusätzlich zugesetzt. Im Januar lieferten die Hersteller an die Autohändler mit 1,61 Millionen Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr gut ein Fünftel weniger aus.

Am schärfsten war der Rückgang im Januar beim Absatz von Elektroautos. Diese werden vor allem in den vom Virus besonders betroffenen Großstädten des Landes verkauft. Für Mercedes-Benz, Audi, BMW, Volkswagen und Porsche ist die Volksrepublik der wichtigste Einzelmarkt. Bisher schlugen sich die deutschen Hersteller gut durch die Branchenflaute. Vor allem die Premiumanbieter Daimler und BMW konnten sich der Schwäche weitgehend entziehen, weil bei ihren Käufern Sorgen um die weitere wirtschaftliche Entwicklung keine so große Rolle spielten wie bei den Kunden der Massenhersteller.

10:36 Uhr

Franken steigt zum Euro auf höchsten Stand seit 2015

Schweizer Franken.jpg

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Die zunehmende Risikoscheu der Investoren hat dem Schweizer Franken Rückenwind verliehen. Anleger flüchteten angesichts des in China weiter grassierenden Coronavirus in als sicher geltende Anlagen. Der Franken kletterte im Zuge dessen zur Hauptexportwährung Euro auf den höchsten Stand seit rund 44 Monaten. Die europäische Gemeinschaftswährung war für 1,0622 Franken zu haben, weniger kostete ein Euro zuletzt im August 2015.

Der Euro steht indes Analysten zufolge aufgrund von schwachen Konjunkturzahlen zum US-Dollar zunehmend unter Druck. Er verbilligte sich am Vormittag um 0,1 Prozent auf 1,0880 Dollar.

10:19 Uhr

Clariant streicht Hunderte Stellen

Clariant reagiert auf den Gewinneinbruch im vergangenen Jahr. Der Schweizer Spezialchemiehersteller stellt sich nun mit einem Stellenabbau auf trübe Zeiten ein. Die Kosten sollen um rund 50 Millionen Franken (47 Millionen Euro) reduziert und im Zuge dessen 500 bis 600 Stellen gestrichen werden.

2019 verbuchte der in Muttenz bei Basel ansässige Konzern wegen Rückstellungen für ein Verfahren der EU-Kommission einen Gewinneinbruch. Das Nettoergebnis sank auf 38 Millionen Franken von 356 Millionen im Jahr davor. Der Umsatz verfehlte mit 4,39 Milliarden Franken den Vorjahreswert nur knapp. An der Börse legte die Aktie zum Handelsstart mehr als 5 Prozent zu.

09:53 Uhr

Commerzbank setzt auf Frühverrentung

fa1f65055bdf2d440945c662208361c3.jpg

(Foto: dpa)

Die Commerzbank setzt bei ihrem Stellenabbau auf Frühverrentung. Das Programm gelte für Beschäftigte ab einem Alter von 56 Jahren, die die Bank nach zwei bis drei Jahren verlassen würden, sagte Finanzchefin Bettina Orlopp. Das Geldinstitut gehe davon aus, dass mehr als 1000 Mitarbeiter daran teilnehmen würden. Die Kosten für die deshalb fälligen Abfindungen habe das MDax-Unternehmen 2019 verbucht.

Die Commerzbank baut seit Jahren Stellen ab und will im Zuge ihres erneuten Konzernumbaus weitere 4300 Jobs streichen. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Vollzeitkräfte auf unter 40.400 gesunken, sagte Orlopp.

09:28 Uhr

Goldpreis in Euro auf Rekordstand

Der Goldpreis zieht an und markiert in Euro neue Rekordstände. Die Unze wird am Morgen mit fast 1450 Euro bezahlt. Damit setzt sich der Aufwärtstrend in Euro fort. In US-Dollar gilt die Marke von 1600 Dollar als Widerstand, hier liegt der Preis rund um 10 Dollar her gegenüber dem Vorabend bei 1575 Dollar.

Am Markt wird erwartet, dass die Liquiditätsschwemme im Fall einer weiteren Ausbreitung der Coronaepidemie noch zunimmt.

09:10 Uhr

Dax unterbricht Steigflug

Nach den beiden Rekordhoch-Tagen backt der deutsche Aktienmarkt heute kleinere Brötchen. Der Dax startete mit einem Abschlag von 0,4 Prozent auf 13.695 Punkte in den Handel. Der MDax gab um 0,5 Prozent auf 29.097 Zähler nach. Der TecDax verlor 0,1 Prozent auf 3267 Stellen.

Im MDax steht heute die Commerzbank-Aktie nach Zahlen im Fokus. Sie verteuert sich in den ersten Handelsminuten um 0,9 Prozent auf 5,96 Euro.

Dax
Dax 13.783,89

08:59 Uhr

Neue Coronavirus-Infektionen verunsichern Asiens Märkte

Nikkei
Nikkei 23.237,44

Der sprunghafte Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in China und die steigende Zahl der Toten hat die asiatischen Börsen aus dem Tritt gebracht. Investoren brachten ihr Geld in Sicherheit und griffen zu Gold oder der japanischen Währung Yen. Aktien waren dagegen nicht gefragt.

Der Tokioter Nikkei-Index ging 0,1 Prozent schwächer bei 23.828 Punkten aus dem Handel. In China gaben die Kurse ebenfalls nach.

08:47 Uhr

Schnapsbrenner Pernod-Ricard kippt Prognose

65765258.jpg

Weltbekannte Spirituosenmarken: Pernod-Ricard rechnet mit virusbedingten Einbußen im Verkauf.

picture alliance / dpa

Der französische Spirituosenhersteller Pernod-Ricard hat zwar in seinem ersten Geschäftshalbjahr mehr verdient, kann aber die Jahresprognose wegen der Coronavirus-Epidemie nicht mehr halten.

  • Im Halbjahr stieg der Nettogewinn von 1,02 Milliarden im Vorjahreszeitraum auf aktuell 1,03 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Paris mitteilte.
  • Der Umsatz kletterte um 5 Prozent auf 5,47 Milliarden Euro.
  • Aufgrund der Virus-Epidemie in China passten die Franzosen ihre Gewinnerwartungen an.

Pernod-Ricard erwartet im laufenden Geschäftsjahr nur noch ein organisches Gewinnwachstum von 2 bis 4 Prozent auf vergleichbarer Basis. Die bisherige Prognose von 5 bis 7 Prozent Ergebnisanstieg ist damit Makulatur.

Pernod Ricard
Pernod Ricard 166,05

08:19 Uhr

Nestlé wächst langsamer

Der Lebensmittelkonzern Nestlé verliert Schwung. Das Schweizer Branchenschwergewicht mit seinen zahlreichen bekannten Marken konnte im Schlussquartal 2019 aus eigener Kraft nur noch um drei Prozent zulegen. In den Quartalen davor waren die Zuwächse durchweg höher gewesen.

  • Im Gesamtjahr 2019 schaffte Nestlé ein Plus aus eigener Kraft von 3,5 Prozent, wie der Konzern mitteilte. Damit ist Nestlé auf Jahressicht dennoch so schnell gewachsen wie seit 2015 nicht mehr.
  • Die 3,5 Prozent setzten sich zusammen aus einem Mengenwachstum von 2,9 Prozent und Preissteigerungen von 0,6 Prozent.
  • Der gesamte Konzernumsatz stieg um 1,2 Prozent auf 92,6 Milliarden Franken (umgerechnet rund 87 Milliarden Euro).
  • Unter dem Strich stand für das abgelaufene Jahr ein Gewinn von 12,6 Milliarden Franken, ein Plus von über 24 Prozent.

Der deutliche Anstieg beim Nettogewinn geht vor allem auf den Verkauf der Hautpflegesparte zurück. Die Aktionäre sollen eine um 25 Rappen erhöhte Dividende von 2,70 Franken erhalten. Im deutschen Markt verkauft Nestlé unter anderem Produkte der Marken Nesquik, Vittel, Nespresso, Buitoni, Maggi, Thomy oder auch Kitkat.

Nestle
Nestle 102,20

07:53 Uhr

Metro verbucht Netto-Verlust

Frische Zahlen aus der laufenden Berichtssaison: Abschreibungen auf die kurz vor dem Verkauf stehende Supermarktkette Real haben den Handelskonzern Metro im ersten Quartal des Geschäftsjahres ins Minus gedrückt.

  • Unter dem Strich stand ein Verlust von 34 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen am Morgen mitteilte.
  • Die Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Real bezifferte Metro auf 237 Millionen Euro.
  • Im fortgeführten Geschäft - also ohne Real und ohne das ebenfalls vor einem Verkauf stehende chinesische Geschäft - sank der Gewinn in den drei Monaten per Ende Dezember um knapp 30 Prozent auf 121 Millionen Euro.

Die Metro hatte sich vor wenigen Tagen grundsätzlich mit einem Konsortium um den Immobilieninvestor X-Bricks über den Verkauf der angeschlagenen Supermarktkette geeinigt. An der Jahresprognose hält die neue Metro fest. Der alte Metro-Geschäftsbereich Konsumelektronik firmiert seit 2017 unter dem Namen Ceconomy.

Neue Metro (ST)
Neue Metro (ST) 12,30

 

07:30 Uhr

Commerzbank mit Gewinneinbruch

imago93805000h.jpg

(Foto: imago images/rheinmainfoto)

Die Kosten für Filialschließungen und den Abbau von Stellen schlagen bei der Commerzbank zu Buche. Der Nettogewinn des Geldinstituts sank im vergangenen Jahr auf 644 Millionen Euro, das waren 218 Millionen Euro weniger als 2018, wie die Commerzbank mitteilte. Sie will etwa 200 ihrer rund 1000 Filialen schließen und 4300 Stellen abbauen.

Die Erträge der Bank stiegen im vergangenen Jahr leicht auf 8,64 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen in Höhe von 1,26 Milliarden Euro sei besser ausgefallen "als zwischenzeitlich erwartet", hob Konzernchef Martin Zielke hervor.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:26 Uhr

Knapp 30 Zähler unter Allzeithoch: Dax wechselt die Richtung

Am deutschen Aktienmarkt steht Anlegern ein leicht unterkühlter Auftakt bevor. Nach der Rekordjagd der vergangenen Tagen zeichnet sich zumindest zur Eröffnung eine Atempause ab.

  • In den vorbörslich berechneten Indikationen wird der Dax zum Start am Donnerstag bei 13.729,00 Punkten gesehen, was einem Auftaktminus von 0,1 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer starke 0,9 Prozent im Plus bei 13.749,78 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Damit bewegt sich der Dax weiter auf Rekordniveau. Das aktuelle Allzeithoch aus dem Verlauf stammt vom Vortag: Kurz nach 15.00 Uhr erreichte der deutsche Leitindex zur Wochenmitte seinen neuesten Höchststand bei 13.758,70 Zählern.

Kräftige Impulse kommen am Morgen aus dem Sektor der europäischen Luftfahrtindustrie. Der Boeing-Wettbewerber Airbus ist im zurückliegenden Bilanzjahr ins Minus gerutscht. Grund waren nicht etwa schlechte Geschäfte. Eine millliardenschwere Strafzahlung im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen drückte das Ergebnis in den negativen Bereich.

Voll im Vordergrund stehen am Morgen abgesehen von Unternehmensergebnissen vor allem die neuen Epidemiezahlen aus China. Dort sind die Angaben zur Anzahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle über Nacht sprunghaft gestiegen. Der Anstieg geht allerdings zunächst nur auf eine erweiterte Definition der Krankheitsfälle zurück. Ob daraus eine Ausweitung der Epidemielage abgeleitet werden kann, ist noch unklar.

Dax
Dax 13.783,89

 

07:20 Uhr

Sprunghafter Anstieg der Todesfälle: Covid-19 lähmt asiatische Börsen

Die asiatischen Aktienmärkte sind nach den jüngsten Zahlen zum Coronavirus aus China ins Wanken geraten. Die chinesische Provinz Hubei, in der das Virus vermutlich ihren Ursprung hat, meldete mit 242 überraschend viele neue Todesfälle. Die neuen Entwicklungen scheinen die Hoffnungen der Anleger zu zerschlagen, dass sich die Ausbreitung des Virus verlangsamen könnte: Die Börse in Tokio hat sich zunächst schwächer gezeigt.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 23.835 Punkten.
  • Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 1714 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,5 Prozent.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um ein Prozent.
Nikkei
Nikkei 23.237,44