Donnerstag, 14. Mai 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax wird Corona-Husten nicht los - erneut dickes Minus

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Die europäischen Aktienmärkte hatten sehr zu kämpfen, denn der Handel spielte sich heute in der roten Zone ab. Für Ernüchterung sorgten weiter die kritische Äußerungen von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell: Der wirtschaftliche Ausblick sei "höchst unsicher", so der Chef der amerikanischen Währungshüter, der erhebliche Abwärtsrisiken sieht. Dass sich die US-Wirtschaft nicht so schnell erholen wird, zeigten einmal mehr die schlechter als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten.

Zudem treibt das Coronavirus weiter sein Unwesen. Seit mehreren Tagen häufen sich die Berichte über neue Infektionsherde - vor allem in China und Südkorea. Im Handel wurde somit befürchtet, dass eine zweite Infektionswelle eine neue Abwärtsbewegung an den Börsen auslösen könnte.

So hatte auch der deutsche Aktienmarkt einen schweren Stand. Der Dax ging mit einem Minus von 2,0 Prozent auf 10.337 Punkte aus dem Handel. Zuvor hatte der Leitindex noch weiter unten notiert - sein Tagestief lag bei 10.161 Zählern. Der MDax verringerte sich um 2,3 Prozent auf 22.995 Zähler. Der TecDax fiel um 2,4 Prozent auf 2914 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 2,0 Prozent auf 2755 Punkte nach unten.

Einen miserablen Tag hatten die Autowerte: Am schlimmsten erwischte es Daimler mit minus 3,5 Prozent. Aber auch VW (minus 2,8 Prozent) und BMW (minus 3,4 Prozent) erging es nicht viel besser. Dagegen gewannen Lufthansa 2,4 Prozent und lagen damit an der Dax-Spitze. Die vom Virus arg gebeutelte Airline will im Juni ihren Flugplan wieder hochfahren. Dax-Schlusslicht waren heute Deutsche Post mit einem Abschlag von 3,7 Prozent.

16:53 Uhr

Lufthansa erwacht zum Leben - mehr Flüge bis Ende Juni

Auch die Lufthansa fährt ihren Flugplan allmählich wieder hoch. Wie der Dax-Konzern mitteilte, sollen seine Airlines bis Ende Juni 1800 wöchentliche Verbindungen zu mehr als 130 Zielen weltweit anbieten können. Die ersten Wiederaufnahmen in den Flugplan werden heute für die erste Juni-Hälfte in den Buchungssystemen umgesetzt und sind damit buchbar.

Lufthansa
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16:37 Uhr

Fortschritt bei Covid-Medikament: Immunic-Kurs schnellt hoch

Die Genehmigung einer Studie der mittleren Phase für ein Covid-Medikament kommt bei den Immunic-Aktionären gut an. Die Aktie schnellte im US-Handel um 12 Prozent in die Höhe. In Deutschland hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine klinische Studie in einem mittleren Stadium für das Medikament IMU-838 zur Behandlung von Corona-Patienten genehmigt.

Bei IMU-838 handelt sich um ein Mittel, das das Immunsystem aktiviert oder anregt. Der erste Testteilnehmer solle noch im Mai behandelt werden.

16:15 Uhr

Fast die Hälfte der Metaller bald in Kurzarbeit

Ein düsteres Bild zeichnet Gesamtmetall: In der Metall- und Elektrobranche wird als Folge der Viruskrise nach Einschätzung des Arbeitgeberverbandes jeder zweite der rund vier Millionen Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen sein. Derzeit gelte die Zwangspause für etwa 1,55 Millionen Beschäftigte, teilte Gesamtmetall nach einer Umfrage bei den Unternehmen mit.

Für weitere etwa 420.000 Arbeitnehmer sei Kurzarbeit in den nächsten fünf Wochen geplant. Neun von zehn Unternehmen müssten ihre Produktion einschränken. Sehr stark betroffen sei die Automobilindustrie. Der Verband forderte ein staatliches Programm zur Konjunkturbelebung.

15:40 Uhr

Wall Street startet nach US-Jobdaten mit Abschlägen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Verkaufswelle geht weiter: Auch die US-Börsen sind mit Abschlägen in den Handel gestartet. Der Dow Jones verlor 1,1 Prozent auf 22.985 Punkte. Der marktbreite S&P-500 sackte um 1,0 Prozent auf 2791 Zähler ab. In Anbetracht der US-Jobdaten hielt sich das Minus in Grenzen. In Frankfurt baute der Dax einen kleinen Teil seiner Verluste ab und fiel "nur" noch um 2,6 Prozent auf 10.265 Stellen.

In den USA ist die Arbeitslosigkeit wegen der Corona-Krise erneut stark gestiegen. Binnen einer Woche meldeten sich fast 3 Millionen weitere Menschen arbeitslos. Allerdings verlief der Anstieg im Vergleich zur Vorwoche etwas langsamer. Damals hatten sich rund 3,17 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Ende März waren es binnen einer Woche sogar knapp 6,9 Millionen Arbeitslose gewesen.

15:21 Uhr

Merck rechnet "Worst-Case"-Szenarien durch - und handelt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Pharmariese Merck hat seine finanziellen Reserven angesichts der Corona-Krise um etwa 1 Milliarde auf rund 3 Milliarden Euro aufgestockt.

  • "Wir haben uns die Liquiditätssituation im ersten Quartal, als die Krise dann richtig sichtbar wurde, genau angeschaut und sind zu dem Schluss gekommen, das wir gerne vor dem Hintergrund der schwer prognostizierbaren Entwicklung die Liquiditätsreserve ein Stück weit hochfahren wollen", sagte Finanzvorstand Marcus Kuhnert in einer Telefonkonferenz.
  • Einige "Worst-Case"-Szenarien seien durchgerechnet worden, um auf alles vorbereitet zu sein.

Die Reserve des Dax-Konzerns setzt sich zum einen aus einer zurzeit nicht in Anspruch genommenen syndizierten Kreditlinie über 2 Milliarden Euro zusammen, die bis 2024 läuft. Darüber hinaus hat Merck momentan etwas mehr als 1 Milliarde Euro an "Cash zur jederzeitigen Verfügbarkeit". Die Merck-Aktie notierte 1,4 Prozent im Minus.

15:02 Uhr

Trump: US-Bilanzregeln für chinesische Firmen werden geprüft

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die USA erwägen nach Angaben von Präsident Donald Trump, ob chinesische Konzerne amerikanische Bilanzregeln befolgen müssen, wenn sie an Börsen in den Vereinigten Staaten gehandelt werden. Trump äußerte sich gegenüber Fox Business Network zudem "sehr enttäuscht" über die Volksrepublik, nachdem die Corona-Pandemie so kurz nach dem Abschluss des jüngsten Handelsabkommens ausgebrochen sei.

Zudem diskutiert China offenbar über eine Nachverhandlung des Handelsabkommens. Trump sagte Fox dazu, es werde keine Neuverhandlungen geben. Die Furcht vor einem Wiederaufflammen des Handelsstreits zwischen den beiden größten Volkswirtschaften belastete zuletzt auch die US-Börsen.

14:39 Uhr

Fast 3 Millionen weitere Arbeitslose in den USA

Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich in der abgelaufenen Woche verschärft. Fast 3 Millionen Menschen stellten einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe. Experten hatten 2,7 Millionen veranschlagt.

Nach dieser Nachricht ging es mit dem Dax weiter runter - der Leitindex verlor 3 Prozent auf 10.228 Punkte.

14:13 Uhr

Dax rauscht runter - 10.000 wieder in Sichtweite

An der Frankfurter Börse ist es mit den Kursen weiter bergab gegangen. Der Dax verlor 2,6 Prozent auf 10.269 Punkte. Der MDax sackte um 2,5 Prozent auf 22.945, der TecDax um 2,4 Prozent auf 2916 Stellen ab. Der EuroStoxx50 fiel um 2,7 Prozent auf 2734 Punkte.

Das Dax-Ende zierten die Autowerte: VW verloren 6,0 Prozent, Daimler 5,8 Prozent und BMW 4,5 Prozent. Etwas besser sah es für Continental mit minus 2,5 Prozent aus.

Dax
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13:51 Uhr

Verkauft die Deutsche Bank die Norisbank?

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Im Bankensektor tut sich wohl etwas: Die Deutsche Bank prüft einem Insider zufolge einen Verkauf ihrer Direktbanktochter Norisbank. Das größte deutsche Geldhaus sondiere das Interesse am Markt für die Online-Bank mit rund 550.000 Kunden, hieß es. Eine finale Entscheidung sei noch nicht getroffen. Auch andere Optionen wie eine Integration der Digitalbank in die bestehende Organisation seien denkbar.

Kern der Überlegungen sei, dass die Frankfurter künftig eine "Zwei-Marken-Strategie" mit den Markennamen Deutsche Bank und Postbank fahre. Die Deutsche Bank wollte dazu keinen Kommentar abgeben. Die Deutsche Bank hatte die Norisbank mit ihren 98 Filialen 2006 für 420 Millionen Euro von der DZ Bank übernommen. Alle Geschäftsstellen wurden ein paar Jahre später geschlossen, die Norisbank ist seither eine reine Online-Bank.

13:32 Uhr

Fraport-Aktie schmiert ab

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Unter Druck sind heute auch Fraport geraten. Der Kurs fiel am frühen Nachmittag um 6,3 Prozent. Sollte diese technische Unterstützung nicht halten, drohen aus technischer Sicht deutliche Anschlussverluste.

Im April ging das Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen um fast 97 Prozent zurück.

13:11 Uhr

Powell-Aussage und Jobdaten: Wohin zieht es die Wall Street?

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(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Noch keine klare Tendenz zeichnet sich heute für die Eröffnung der Wall Street ab. Die Anleger warten gespannt auf die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten, die einen zeitnahen Einblick in die aktuelle Entwicklung der Wirtschaft zeigen dürften. Die Lage am Arbeitsmarkt ist wichtig für die Verbraucherstimmung der Amerikaner, denn die US-Ökonomie lebt vor allem vom Inlandskonsum.

Hauptthema ist spätestens seit den pessimistischen Ausführungen von US-Notenbankchef Jerome Powell die voraussichtlich zähe Erholung der Wirtschaft. Die politischen Maßnahmen verhinderten eine Depression, aber sie dürften kaum eine tiefe Rezession verhindern können, sagte ein Analyst in New York. An den Märkten wurde dagegen in den vergangenen Wochen immer wieder auch das optimistischere Szenario einer V-förmigen, also schnellen und starken Erholung gespielt.

12:52 Uhr

Politiker fordert Kaufprämie auch für teurere Autos

Unions-Fraktionsvize Georg Nüßlein macht sich für eine ausgeweitete Kaufprämie auch für teurere Autos und moderne Diesel stark. Er sei gegen die bisherige Beschränkung von Prämien für Hybrid-Fahrzeuge mit einem Netto-Listenpreis von unter 40.000 Euro, sagte der CSU-Politiker. Die Besteuerung für Dienstwagen könnte zudem vom Listenpreis auf die tatsächlichen, rabattierten Preise gesenkt werden. Auch moderne Diesel-Autos mit der sogenannten Norm 6d-Temp sollten in die Förderung fallen. Er sprach sich für einen Kaufanreiz von um die 3000 Euro aus.

Nüßlein attackierte in der Diskussion die Autoindustrie scharf und lehnte Forderungen etwa nach staatlichen Garantien für Autokredite ab. Die Branche solle vor Ansprüchen an den Staat sich Gedanken über ihren Umgang mit Kundschaft, Zulieferern und Vertragshändlern machen.

12:24 Uhr

Gewinn der Dax-Konzerne bricht ein - Leitindex fällt noch tiefer

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Krise ist für Deutschlands Börsenschwergewichte ein kräftiger Schlag ins Kontor: Sie hinterließ deutliche Spuren in den Bilanzen. Der operative Gewinn (Ebit) der Dax-Konzerne schrumpfte im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf zusammengerechnet rund 20,3 Milliarden Euro. Das zeigt eine Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY.

Der Umsatz der Dax-Konzerne - ohne Banken - stieg zwar leicht um 1,6 Prozent auf insgesamt 339,5 Milliarden Euro. Dies sei allerdings vor allem auf die Übernahme von Innogy durch den Energiekonzern Eon zurückzuführen. Elf Dax-Unternehmen schafften immerhin ein Gewinnplus, darunter der Pharmakonzern Merck, der Energieriese RWE und der Pharma- und Agrarchemie-Riese Bayer.

Derweil ist der Dax noch weiter abgerutscht: Er notierte kurz nach Mittag 1,8 Prozent tiefer bei 10.350 Punkten. Der EuroStoxx50 sackte um 2,0 Prozent auf 2754 Stellen ab.

12:06 Uhr

Kleinwaffen gehen gut - deutscher Export steigt kräftig

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(Foto: dpa)

Das Waffengeschäft läuft: Der Export von Kleinwaffen aus Deutschland hat im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Die Bundesregierung erteilte Ausfuhrgenehmigungen für Kleinwaffen und Kleinwaffenteile im Wert von 69,49 Millionen Euro, wie aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sevim Dagdelen hervorgeht. Das war demnach der höchste Wert seit 2013.

Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr ist enorm: 2018 waren Ausfuhrgenehmigungen mit einem Volumen von lediglich 38,9 Millionen Euro erteilt worden. Damit ergibt sich für 2019 ein Plus von knapp 80 Prozent. 2013 hatte der Wert bei 82,6 Millionen Euro gelegen, in den Folgejahren dann jeweils unter 50 Millionen Euro.

11:43 Uhr

Autoaktien leiden - Kurse gehen kräftig runter

Der heutige Tag ist auch ein schlechter für die Autoaktien. Diese befanden ich unter den Schlusslichtern an den europäischen Börsen.

In Frankfurt verloren VW 3,4 Prozent und Daimler 3,6 Prozent, BMW gaben um 2,6 Prozent nach. Der europäische Branchenindex fiel am Vormittag um 2,6 Prozent. Trotz kräftiger Zuwächse in China im April dämpfte BMW Hoffnungen auf eine rasche Erholung der Automärkte im Rest der Welt.

11:30 Uhr

Ölnachfrage fällt doch nicht so stark - Preise gehen hoch

In der Corona-Krise fällt der weltweite Ölverbrauch nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) weniger stark als zunächst erwartet. Ausgangsbeschränkungen für Menschen werden vielerorts gelockert, Unternehmen arbeiten wieder, wie die IEA in Paris mitteilte. Die Agentur hatte im April einen beispiellosen Rückgang der Nachfrage nach Rohöl prognostiziert. Nach damaliger Einschätzung der IEA-Experten sollte die Nachfrage nach Rohöl im laufenden Jahr durchschnittlich um 9,3 Millionen Barrel pro Tag einbrechen. Nun geht die IEA davon aus, dass die Nachfrage um durchschnittlich 8,6 Millionen Barrel pro Tag schrumpfen wird.

Wie wirkte sich diese Nachricht auf die Ölpreise aus? Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 2,7 Prozent. Öl der US-Leichtölsorte WTI war um 2,8 Prozent teurer.

11:10 Uhr

Coronavirus setzt BMW zu - massiver Absatzeinbruch

Auch BMW durchlebt eine schwierige Zeit: Beim Münchner Autobauer hat sich die Talfahrt bei den weltweiten Verkäufen im April noch beschleunigt. Der Absatzrückgang betrug vergangenen Monat 41 Prozent, wie Vorstandschef Oliver Zipse während der Hauptversammlung mitteilte. Am stärksten sei der Einbruch in Europa gewesen.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Im ersten Quartal hatte BMW wie andere Autohersteller wegen Werksschließungen, geschlossener Autohäuser und der Kaufzurückhaltung vor allem in China ein Minus von 21 Prozent verzeichnet.

10:42 Uhr

Videokonferenz-Anbieter mit fulminantem Börsenstart

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(Foto: REUTERS)

Mit einem Kursplus von 54 Prozent sind die Aktien des norwegischen Videokonferenz-Anbieters Pexip am Finanzmarkt aufgenommen worden. Die Papiere kosteten 97 norwegische Kronen, nach einem Ausgabepreis von 63 Kronen. Insgesamt wird das Unternehmen, das unter anderem mit Zoom konkurriert, damit mit 9,6 Milliarden Kronen (umgerechnet 870 Millionen Euro) am Markt bewertet.

Pexip hielt seine Investorenpräsentationen vor dem Börsengang über die eigenen Angebote ab und war damit das erste Unternehmen, das auf physische Treffen vollständig verzichtete. Die Emission war zwölffach überzeichnet. Anbieter von Videokonferenz-Programmen profitieren von der Coronavirus-Pandemie, in der deutlich mehr Menschen als sonst von zu Hause aus arbeiten.

10:32 Uhr

Viel Wind macht RWE froh

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(Foto: imago/Hans-Günther Oed)

Das windreiche Frühjahr hat dem Energiekonzern RWE einen guten Start in das Geschäftsjahr 2020 beschert. Doch auch bei der Stromerzeugung aus Kohle und Kernkraft lief es für die Essener besser als im ersten Quartal des vergangenen Jahres, wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Hier profitierte RWE von höheren Großhandelspreisen.

Die Stromproduktion ging insgesamt jedoch um 9 Prozent auf 37,5 Milliarden Kilowattstunden zurück, was an geringeren Mengen aus den Kohlekraftwerken lag. Dazu machte sich der sinkende Stromverbrauch im März im Zuge der Corona-Pandemie bemerkbar. Durch die Übernahme der erneuerbaren Energien seines bisherigen Konkurrenten Eon hat sich das Geschäftsmodell von RWE fundamental geändert. Die Vorjahreszahlen hat RWE deshalb an seine neue Struktur angepasst. Bei diesem Vergleich stieg das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) den Angaben zufolge auf 1,3 Milliarden Euro. Das bedeute ein Plus von rund 19 Prozent.

Die RWE-Aktie behauptete sich in negativem Umfeld - sie verlor nur 0,3 Prozent.

10:19 Uhr

Trüberer Ausblick lastet auf Patrizia-Aktie

Das Logo und der Schriftzug der Immobiliengesellschaft Patrizia ist an der Fassade der Hauptverwaltung zu sehen. Foto: Ulf Vogler/dpa/Archiv

(Foto: Ulf Vogler/dpa/Archiv)

Nach einem pessimistischeren Blick auf das Gesamtjahr steht die Patrizia-Aktie unter Druck. Das Papier fiel um 5,7 Prozent auf ein Drei-Wochen-Tief von 19 Euro.

Die Senkung ans untere Ende der Prognosespanne sei vor allem auf geringere Einnahmen aus Transaktionsgebühren zurückzuführen, urteilten die Analysten vom Bankhaus Lampe.

09:55 Uhr

Viele Industriebetriebe suchen neue Lieferanten

Als Lehre aus der Corona-Krise will mehr als jedes zweite Industrieunternehmen die Zahl seiner Lieferanten vergrößern, um die Risiken breiter zu streuen. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Staufen AG unter 730 Unternehmen hervor. Demnach planen 40 Prozent zudem eine stärkere Steuerung ihrer Partner in der Lieferkette. Ziel sei es, mehr Stabilität zu erreichen und Lieferausfälle künftig zu vermeiden.

Die Umfrageteilnehmer kamen den Angaben zufolge aus Deutschland, USA, China, Brasilien, Mexiko, Schweiz, Italien, Polen sowie Mittel- und Osteuropa.

09:27 Uhr

Aktienkurs erholt - Vergangenheit belastet Deutsche Bank

Nach dem anfänglichen Einbruch hat sich die Aktie der Deutschen Bank wieder etwas erholt - sie verlor nur noch 0,9 Prozent. Die Bankenaufsicht der US-Notenbank Fed hat offenbar abermals beim Geldinstitut Mängel im Kampf gegen Geldwäsche gerügt. Dies sagte ein Insider. Der neuste Rüffel erfolgt zu einer Zeit, in der die Deutsche Bank versucht, Investoren und Aufsichtsbehörden davon zu überzeugen, dass sie im Zuge der im Vorjahr eingeleiteten Revision Ordnung in ihre internen Angelegenheiten bringen kann.

Die US-Behörden untersuchen derzeit eine mutmaßliche Verwicklungen des Dax-Konzerns in den Geldwäscheskandal bei der Danske Bank. Die Deutsche Bank war jahrelang als Korrespondenzbank für das dänische Geldhaus tätig. Über deren Filiale in Estland wurden von 2007 bis 2015 verdächtige Zahlungen im Volumen von 200 Milliarden Euro abgewickelt. Es war der weltweit größte Geldwäsche-Skandal überhaupt. Vor fünf Jahren beendete die Deutsche Bank ihre Beziehungen zur Danske Bank.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 8,12

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09:09 Uhr

Dax bleibt im Tiefflugmodus - knapp über 10.400

Dax
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Rot dominiert den Frankfurter Handel: Der deutsche Aktienmarkt ist mit deutlichen Abschlägen in den Tag gestartet. Der Dax gab in den ersten Minuten um 1,3 Prozent auf 10.411 Punkte nach. Der MDax sackte um 1,4 Prozent auf 23.215 Zähler, der TecDax um 1,7 Prozent auf 2936 Stellen nach. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,1 Prozent auf 2780 Punkte nach unten.

Deutsche Telekom gewannen nach Zahlen 0,9 Prozent. Merck verloren nach Bücheröffnung 1,3 Prozent. Das Dax-Ende zierten Deutsche Bank mit minus 4,0 Prozent.

08:43 Uhr

Überraschung! Frankreichs Arbeitslosenquote sinkt

Diese Nachricht kommt doch unerwartet: Die französische Arbeitslosenquote ist nämlich im ersten Quartal wegen der Ausgangssperren auf den tiefsten Stand seit elf Jahren gesunken. Wie die Statistikbehörde Insee mitteilte, sank die Quote von 8,1 auf 7,8 Prozent. Ökonomen hatten dagegen einen Anstieg auf 8,6 Prozent erwartet.

Der Rückgang der Arbeitslosenquote resultierte aus einem starken Rückgang der Zahl der Menschen ohne Job, die sich während der Zeit der Abriegelung als verfügbar erklärten oder aktiv nach Arbeit suchten, erklärten die Statistiker.

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(Foto: picture alliance/dpa)

08:39 Uhr

Nikkei schließt mit klarem Minus - fallende Kurse in China

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Die Furcht vor einer zweiten Welle in der Coronavirus-Pandemie hat heute die asiatischen Aktienmärkte belastet. Auch die Warnungen von US-Notenbank-Chef Jerome Powell vor einer schweren Rezession verschreckten die Investoren. In Tokio ging der Nikkei 1,7 Prozent schwächer bei 19.915 Punkten aus dem Handel. In China gaben die Kurse ebenfalls nach. Sowohl China als auch Südkorea haben derzeit mit Neuerkrankungen zu kämpfen und mussten wieder verschärfte Regelungen einführen.

Powell warnte davor, dass die wirtschaftlichen Folgen drastisch ausfallen könnten. Die Rezession könnte so schwer ausfallen wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Er forderte vermehrte Anstrengungen der Politik und zusätzliche Konjunkturprogramme.

08:06 Uhr

Wirecard baut Gewinn aus - Corona-Krise belastet Reisegeschäft

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Trotz Belastungen durch die Corona-Krise hat der Zahlungsabwickler Wirecard im ersten Quartal deutlich zugelegt. Der Umsatz kletterte nach vorläufigen Zahlen um knapp 25 Prozent auf 700,2 Millionen Euro, wie der unter Manipulationsverdacht stehende Dax-Konzern mitteilt. Der Betriebsgewinn (Ebitda) stieg um 26 Prozent auf 199,2 Millionen Euro.

Finanzchef Alexander von Knoop sagte, Wirecard habe die Folgen der Corona-Krise im Geschäft mit Flug- und Reisekonzernen zu spüren bekommen. Die negativen Effekte seien aber durch Zuwächse im Geschäft mit Konsum- und Digitalgütern ausgeglichen worden. Von Knoop bestätigte die Prognose, im Gesamtjahr ein Ebitda von 1,0 Milliarden Euro bis 1,12 Milliarden Euro zu erzielen.

07:29 Uhr

Telekom trotz Corona-Krise: Mehr Gewinn, mehr Umsatz

Deutsche Telekom
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Die Deutsche Telekom AG ist im ersten Quartal nahezu ungeschoren durch die Corona-Krise gekommen. Der Gewinn legte im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr unter dem Strich um fast zwei Prozent auf 916 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen mitteilt. Den Umsatz steigerte der Konzern um 2,3 Prozent auf 19,9 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs um gut 10 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro.

Konzernchef Tim Höttges sieht derzeit nur einen begrenzten Einfluss durch die Virus-Pandemie auf die Geschäftszahlen und bestätigte die Jahresziele, die die Telekom vor drei Monaten herausgegebenen hatte.

 

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07:03 Uhr

Bayer meldet Erfolg mit Krebs-Medikament

Bayer
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Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat positive Studienergebnisse zu seinem Medikament Darolutamid zur Behandlung von Patienten mit Prostatakrebs erzielt. Darolutamid bewirke eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens und eine Verlängerung der Zeit bis zum Beginn der krebsbedingten Sterblichkeit, teilte Bayer mit. Zudem schränke es die Nebenwirkungen ein, die mit der Behandlung von Patienten mit dieser Art von Krebs verbunden seien.

06:39 Uhr

Furcht vor US-Rezession lastet auf Asiens Börsen

Die asiatischen Aktienmärkte reagieren am Morgen empfindlich auf die Warnungen von US-Notenbankchef Jerome Powell vor einer langwierigen Rezession. Powell gab am Mittwoch seine nüchterne Bilanz der US-Wirtschaft bekannt, die von hohen Arbeitsplatzverlusten geprägt ist.

Die Börse in Tokio notiert im Minus. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,6 Prozent tiefer bei 20.138 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,8 Prozent und liegt bei 1463 Punkten. Die Börse in Shanghai verliert 0,5 Prozent, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans steigt hingegen um 0,2 Prozent.

06:30 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht