Donnerstag, 14. Oktober 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
17:43 Uhr

Dax-Kurs feuert nach oben

Den Gewinnen zur Wochenmitte lässt der Dax im Donnerstagshandel weitere Aufschläge folgen. Im Tageshoch legt der deutsche Börsenindex mehr als 200 Zähler zu, aus dem Handel verabschiedet er sich mit einem Plus von 1,4 Prozent und einem Kurs von 15.462 Punkten nicht weit davon entfernt. Damit fährt der Index den zweiten Handelstag in Folge deutliche Gewinne ein, nach drei Verlusttagen in Serie. Eine starke Wall Street stützt zum Handelsende hin.

"Die Anleger sind sehr optimistisch", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Susanne Althoff. "Klar sind die hohen Energie- und Rohstoffpreise nicht aus der Welt, auch die Lieferengpässe nicht. Aber daran erkennt man auch: Die globale wirtschaftliche Erholung funktioniert - und die Dynamik wird sich den Wirtschaftsexperten zufolge im kommenden Jahr wieder erhöhen", erläutert Althoff. "Gleichzeitig nimmt die Berichtssaison Fahrt auf, bislang sieht es gut aus. Darauf liegt momentan der Fokus der Anleger", unterstreicht sie und verweist auf die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen der US-Großbanken.

"Die Anleger haben die Hoffnung, dass die Preissteigerungen jetzt den Hochpunkt ausbilden und die Inflation danach wieder zurückgeht", kommentiert Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Auch Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect sieht unter den Anlegern zunehmende Erwartungen einer Entspannung an den Rohstoffmärkten und eines wieder anspringenden Konjunkturwachstums in Europa.

Dax
Dax 15.757,06

Unter den Einzelwerten stehen die Aktien von Hellofresh mit einem Kursanstieg von mehr als zwei Prozent an der Dax-Spitze. Der Kochboxenanbieter baut sein Geschäft mit einem Einstieg in Italien aus und sieht angesichts von 26 Millionen Haushalten großes Potenzial in dem Land. Im Sommer war Hellofresh bereits in Norwegen an den Start gegangen. Auch die beiden Schwergewichte Siemens und SAP gewinnen jeweils etwa zwei Prozent.

Nach einer skeptischeren Einschätzung der Investmentbank Jefferies notieren die Papiere von Covestro etwa 0,5 Prozent tiefer. Analyst Chris Counihan stufte die Anteilsscheine des Kunststoffkonzerns auf "Hold" ab und senkte das Kursziel auf 65 Euro. Er liegt mit seinen operativen Ergebnisprognosen deutlich unter den Konzernzielen. Deutsche Börse büßen fast ein Prozent ein.

Covestro
Covestro 56,32
Hellofresh
Hellofresh 79,40

17:25 Uhr

China schwächelt: Weltstahlverband senkt Prognosen

Die Erholung der Stahlnachfrage wird in diesem und dem nächsten Jahr nach Einschätzung des Weltstahlverbands geringer ausfallen als bislang erwartet. Die Nachfrage werde 2021 um 4,5 Prozent steigen, teilt der Verband mit. Im April hatte er noch ein Wachstum von 5,8 Prozent in Aussicht gestellt. Für 2022 liegt die Prognose nun bei plus 2,2 anstatt 2,7 Prozent. Ursache hierfür sei vor allem die schwächere Nachfrage in China. Dort werde der Verbrauch in diesem Jahr wohl um ein Prozent sinken, nachdem bislang ein Plus von drei Prozent erwartet wurde.

China verbraucht etwa die Hälfte des weltweit hergestellten Stahls. In der Volksrepublik schwächelt der Immobilienmarkt, in die Schlagzeilen geraten ist vor allem der überschuldete Evergrande-Konzern. Zudem hat die Führung in Peking die Industrieproduktion zum Teil gedrosselt, um die Klimaschutzziele zu erfüllen. Die Nachfrage in China ist auch für hiesige Player wie Thyssenkrupp und Salzgitter von großer Bedeutung. Geht der Verbrauch dort zurück, weichen die Hersteller oft auf Exportmärkte wie Europa aus.

17:02 Uhr

KfW gibt weltweit größte Öko-Anleihe in Dollar heraus

Die deutsche Förderbank KfW hat die weltgrößte grüne Anleihe in Dollar herausgegeben. Die in Frankfurt ansässige Bank sammelte bei Anlegern drei Milliarden Dollar ein für den fünf Jahre laufenden Green Bond, wie die KfW mitteilt. Dabei handele es sich um die bislang weltweit größte Dollar-Anleihe, die für ökologische Zwecke verwendet werde. Das Papier sei mehrfach überzeichnet gewesen.

Das Interesse von Investoren an solchen grünen Anleihen ist riesig. Die Europäische Union hatte bei ihrer Emissions-Premiere diese Woche gleich mehrere Rekorde aufgestellt. Mit einem Volumen von 15 Milliarden Euro ist die erste grüne EU-Anleihe die größte Staatsanleihe ihrer Art überhaupt. Die Gebote der Anleger beliefen sich auf die Rekordsumme von 135 Milliarden Euro. Mit dem eingesammelten Geld für solche Wertpapiere wollen Regierungen und Unternehmen etwa nachhaltige Verkehrssysteme fördern und CO2-Emissionen von Autos senken.

16:30 Uhr

Domino's liefert weniger

Nach der Lockerung der Corona-Auflagen essen die Amerikaner wieder öfter im Restaurant - das macht der im Liefer- und Mitnahmegeschäft starken Pizzakette Domino's zu schaffen. Der US-Umsatz auf vergleichbarer Basis sank im dritten Quartal (per 12. September) um 1,9 Prozent, wie Domino's mitteilte. Analysten hatten ein Plus von 1,9 Prozent erwartet. Der Nettogewinn stieg im Quartal um 21,5 Prozent auf 120,4 Millionen Dollar oder 3,24 Dollar pro Aktie. Analysten hatten im Durchschnitt 3,11 Dollar je Aktie prognostiziert. Die Aktien geben in New York knapp 1,5 Prozent nach.

Domino's Pizza Group
Domino's Pizza Group 4,44

16:13 Uhr

Bankenbilanzen treiben Wall-Street-Kurse nach oben

Ermutigt von sprudelnden Gewinnen in der US-Finanzbranche kaufen Aktienanleger an der Wall Street zu. Der Dow-Jones-Index gewinnt zunächst 1,1 Prozent auf 34.708 Punkte. Der S&P-500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq steigen je 0,9 Prozent auf 4401 und 14.708 Punkte.

Bank of America sowie die US-Bank Wells Fargo verbuchen dank gesunkener Risikovorsorge einen Gewinnsprung. Beide Aktien kletterten um je 2,7 Prozent. Zuwächse im Investmentbanking und die wirtschaftliche Erholung lieferten der Citigroup im dritten Quartal Rückenwind. Die Titel gewannen rund ein Prozent. "Investoren haben sich im Allgemeinen auf eine überwiegend positive Gewinnsaison gefreut", sagte David Swank, Portfoliomanager bei Hood River Capital Management. Insgesamt sehe es bislang nicht so schlecht aus.

Die Stimmung hellten auch positive Signale vom US-Arbeitsmarkt auf. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank in der vergangenen Woche um 36.000 auf 293.000. Das ist der niedrigste Wert seit Mitte März 2020, als die Corona-Krise ihren Anfang nahm.

15:56 Uhr

Evergrande schuldet Millionen für Landerwerb

Der wankende Immobilienriese China Evergrande ist auch für einen Landerwerb noch Millionen an Zahlungen schuldig geblieben. Für einen im Juni erfolgten Kauf von Land in der nordöstlichen Millionen-Metropole Changchun müsse umgerechnet eine Summe von 28 Millionen Dollar beglichen werden, teilen die städtischen Behörden mit. Evergrande hatte das Land über den lokalen Entwickler Changchun Jitao Real Estate Development für umgerechnet 93 Millionen Dollar erworben. Die Transaktion war Teil einer Reihe von koordinierten Verkäufen der 22 größten chinesischen Metropolen. Bei Evergrande war zunächst keine Stellungnahme dazu erhältlich.

Der Konzern sitzt auf einem Schuldenberg von mehr als 300 Milliarden Dollar und hat bereits mehrere Fristen für fällige Zinszahlungen an seine Anleihegläubiger verstreichen lassen. Damit schürt Evergrande die Sorge vor einem Flächenbrand im chinesischen Immobiliensektor. Auch andere Bauträger haben bereits Schwierigkeiten bei der Refinanzierung eingeräumt. So bemühten sich unlängst die kleineren Bauträger Modern Land und Sinic Holdings darum, Fristen für Zinszahlungen zu verschieben. Auch der Wettbewerber Fantasia Holdings ließ bereits eine Frist für Zinszahlungen verstreichen.

China Evergrande
China Evergrande ,42

 

15:46 Uhr

Adidas stockt Aktienrückkäufe auf

Adidas kauft in diesem Jahr eigene Aktien für eine Milliarde Euro zurück. Nachdem das erste, 550 Millionen Euro schwere Aktienrückkaufprogramm bereits seit Ende September ausgeschöpft ist, legt der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt ein zweites Programm auf: Von Montag an sollen bis zum Jahresende Aktien für weitere 450 Millionen Euro erworben werden. "Die Entscheidung, ein weiteres Aktienrückkaufprogramm aufzulegen, spiegelt sowohl unser starkes Finanzprofil als auch den erfolgreichen Beginn der Umsetzung unserer Strategie 'Own the Game' wider", erklärte Finanzvorstand Harm Ohlmeyer. Der Großteil der Aktien soll eingezogen werden. Das trieb die Adidas-Aktie um knapp zwei Prozent nach oben.

Adidas
Adidas 279,15

15:28 Uhr

Fusionsgeschäft lässt Morgan-Stanley-Gewinn klettern

Gute Geschäfte mit Fusionen und Übernahmen haben den Gewinn der US-Großbank Morgan Stanley im dritten Quartal angeschoben. Der Nettogewinn legte im Dreimonatszeitraum bis Ende September auf 3,58 Milliarden Dollar zu von 2,6 Milliarden Dollar vor Jahresfrist - ein Plus von rund 38 Prozent, wie Morgan Stanley mitteilt. Pro Aktie erzielte der Finanzkonzern einen Überschuss von 1,98 Dollar. Analysten hatten im Schnitt nur 1,68 Dollar erwartet. Die Nettoerträge legten auf 14,75 Milliarden Dollar von 11,72 Milliarden Dollar vor Jahresfrist zu.

Morgan Stanley
Morgan Stanley 103,47

15:09 Uhr

Wells Fargo steigert Gewinn deutlich

Die US-Bank Wells Fargo hat im vergangenen Quartal dank einer geringeren Risikovorsorge für faule Kredite mehr Gewinn gemacht. Das viertgrößte Geldhaus der USA steigerte den Gewinn um 60 Prozent auf 5,12 Milliarden Dollar, wie Wells Fargo mitteilt. Analysten hatten mit einem geringeren Gewinnanstieg gerechnet. "Die Maßnahmen, die wir ergreifen, schlagen sich in unseren Ergebnissen positiv nieder", sagte Vorstandschef Charlie Scharf. Außerdem profitiere die Bank von der wirtschaftlichen Erholung.

Wells Fargo löste wie im vorangegangen Quartal bereits gebildete Risikovorsorge auf, weil sich die Kreditqualität durch den Konjunkturaufschwung verbesserte. Zugute kamen dem Institut auch geringere Kosten für den Konzernumbau. Die Aufwendungen fielen um 13 Prozent auf 13,3 Milliarden Dollar. Die niedrigen Zinsen in den USA belasteten aber die Erträge. Sie gaben insgesamt um fünf Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar nach.

Wells Fargo
Wells Fargo 43,88

14:50 Uhr

Gaskrise: Weitere Energieversorger geben auf

Wegen der stark gestiegenen Gaspreise haben erneut zwei Energieversorger in Großbritannien ihr Aus angekündigt. Die etwa 250 000 Kunden der Unternehmen Pure Planet und Colorado Energy werden nun von der Aufsichtsbehörde Ofgem zu anderen Energieanbietern überführt. Die Pure-Planet-Gründer machten neben den hohen Gaspreisen vor allem die Preisdeckelung der britischen Regierung für Privathaushalte für das Scheitern ihres Unternehmens verantwortlich. "Energieversorger müssen für die Differenz zwischen den Rekordkosten für Gas im Großhandel und dem, was sie Kunden berechnen dürfen, aufkommen", hieß es in einer Mitteilung.


In Großbritannien mussten seit Anfang September bereits neun Energieversorger wegen der hohen Gaspreise Insolvenz anmelden. Das Land ist von dem Anstieg des Gaspreises am Weltmarkt besonders stark betroffen, weil es kaum Gas auf Vorrat hält.

14:37 Uhr

Bank of America verzeichnet Gewinnschub

Die Bank of America hat für das dritte Quartal dank erneut gesunkener Risikovorsorge und Zuwächsen im Verbraucher-Geschäft einen Gewinnsprung ausgewiesen. Der Nettogewinn kletterte auf 7,26 Milliarden Dollar von 4,44 Milliarden Dollar vor Jahresfrist - ein Plus von mehr als 63 Prozent, wie das Geldhaus mitteilt. Pro Aktie wurde ein Überschuss von 85 Cent erzielt. Analysten hatten hingegen im Schnitt lediglich mit 71 Cent je Anteilsschein gerechnet. Die Erträge des Finanzkonzerns legten um 12 Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar zu.

Die Bank profitierte wie schon im zweiten Quartal davon, dass sie angesichts der sich festigenden Konjunkturerholung eine Risikovorsorge für faule Kredite in Milliardenhöhe auflösen konnte. Diesmal waren es rund 1,1 Milliarden Dollar. Die Bank hatte 2020 auf dem Höhepunkt der Corona-Krise viele Milliarden zur Seite gelegt, um sich für eine Welle von Kreditausfällen zu wappnen.

Bank of America
Bank of America 47,96

14:22 Uhr

Energiekrise könnte globale Wirtschaftserholung bedrohen

Eine globale Energiekrise könnte die Inflation anheizen und nach Ansicht der Internationalen Energieagentur (IEA) die weltweite Erholung von der Corona-Pandemie verlangsamen. "Rekordpreise für Kohle und Gas sowie wiederkehrende Ausfälle veranlassen den Stromsektor und energieintensive Industrien, sich dem Öl zuzuwenden, um Lichter brennen zu lassen und den Betrieb am Laufen zu halten", teilt die Agentur mit. Infolge dessen werde sich die weltweite Ölnachfrage im nächsten Jahr voraussichtlich auf das Niveau vor der Pandemie erholen.

Die IEA geht davon aus, dass die globale Energiekrise die Ölnachfrage um eine halbe Million Barrel pro Tag (bpd) ankurbeln werde. Die steigenden Energiepreise erhöhten auch den Inflationsdruck, der zusammen mit Stromausfällen zu einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung führen könnte. Die Agentur schätzt, dass die großen Ölförderländer der Opec+ mit der Rohöl-Förderung im vierten Quartal etwa 700.000 Barrel pro Tag unter der erwarteten Nachfrage bleiben werden.

13:53 Uhr

US-Benzinvorräte gesunken: Ölpreise steigen erneut

Ein überraschend großer Rückgang der Benzin-Lagervorräte in den USA schiebt den Ölpreis erneut an. Die Nordseesorte Brent verteuert sich rund ein Prozent auf 84,07 Dollar, nachdem sie am Mittwoch leicht nachgegeben hat. US-Leichtöl WTI steigt ebenfalls um ein Prozent auf 81,27 Dollar je Fass und macht damit den Rückgang vom Vortag mehr als wett. "Ein unerwartet starker Rückgang der US-amerikanischen Benzin- und Destillatvorräte führte zu neuen Käufen", sagt Kazuhiko Saito, Chefanalyst bei Fujitomi Securities.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 86,41
Rohöl WTI
Rohöl WTI 84,37

 

13:37 Uhr

Türkische Lira: Einmischung der Politik belastet

Die türkische Zentralbank verliere zusehends ihre Unabhängigkeit, stellt die Commerzbank fest, nachdem der türkische Präsident Erdogan über Nacht per Dekret drei Mitglieder des Notenbankrats entlassen hat. Analystin Antje Praefke rechnet daher mit einer weiteren Abwertung der Lira. Diese hat in Reaktion auf die Personalentscheidung in der Nacht ein Rekordtief von 9,18875 je Dollar erreicht. Aktuell werden für einen Dollar 9,1553 Lira gezahlt. Der Euro notiert bei 10,6178 Lira.

Nur eines der entlassenen Ratsmitglieder habe angeblich gegen die Zinssenkung im September votiert, aber es sei davon auszugehen, dass die beiden anderen Mitglieder den Kurs der Zentralbank skeptisch sahen, so die Analystin.

Mit der Zinssenkung Ende September um 100 Bp auf 18 Prozent, obwohl die Inflation im August auf über 19 Prozent gestiegen war, habe Notenbankchef Sahap Kavcioglu letztlich eingeräumt, dass er nicht bereit sei, eine Geldpolitik zu führen, die die Erreichung des Inflationsziels und einen positiven Realzins zum Ziel habe, sondern dass er Erdogans übergeordnete Strategie (Bekämpfung der Inflation durch niedrigere Zinsen) anerkenne und unterstütze.

13:20 Uhr

Geldvermögen der Deutschen steigt

Die Deutschen besitzen immer mehr Geld. Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist im zweiten Quartal 2021 um 159 Milliarden Euro auf 7,33 Billionen Euro gestiegen, wie die Bundesbank mitteilt. Ein Hauptgrund dafür seien Bewertungsgewinne bei Aktien und Investmentfonds. Zu Beginn des vergangenen Jahres lag das Geldvermögen bei 6,4 Billionen Euro.

Risikoarme und liquide Anlageprodukte stünden bei den Bürgern nach wie vor hoch im Kurs, das Engagement an der Börse nehme aber kontinuierlich zu, erklärte die Bundesbank. Im Berichtsquartal hätten die privaten Haushalte für 24 Milliarden Euro Fondsanteile und für sieben Milliarden Euro Aktien erworben. Ansprüche gegenüber Versicherungen seien um rund 20 Milliarden Euro erhöht worden, etwas weniger als in den Vorquartalen. Vom gesamten Geldvermögen von 7,33 Billionen Euro entfielen im zweiten Quartal 2,1 Billionen Euro auf Bargeld und Vermögen auf Giro- und Tagesgeldkonten.

13:02 Uhr

Dax-Profis wechseln ins Lager der Neutralen

Die Dax-Anleger haben die jüngste Kursschwäche kaum zum Einstieg genutzt. Wie der jüngsten Dax-Sentimenterhebung der Deutschen Börse zu entnehmen ist, ist der Bullenanteil der institutionellen Anleger um 3 Punkte auf 38 Prozent gestiegen. Bei den Privatanlegern fiel der Anteil um 1 Punkt auf 46 Prozent. Das Bärenlager der Profianleger verringerte sich deutlich um 11 Punkte auf 36 Prozent - diese wechselten zu den Neutralen (+8 Punkte auf 26 Prozent). Bei den Privatanlegern verringerte sich der Bärenanteil um 1 Punkt auf 34 Prozent, damit sind 20 Prozent der Privaten neutral gestimmt - ein Plus von 2 Punkten.

Sentiment-Analyst Joachim Goldberg hätten "Käufe in der Schwäche" wenig überrascht, aber den Anlegern scheine der Mumm gefehlt zu haben, sich in hiesige Bluechips zu engagieren. Hinter der passiven Haltung sieht Goldberg aber keine echte Skepsis, sondern die Not, mit den Positionen im Minus zu sein und dies nicht realisieren zu wollen. Allerdings dürften die Anleger an der Seitenlinie ab 15.400/15.450 wieder short gehen. Nach unten sei es zweifelhaft, ob die Stütze bei 14.817 Punkten noch mal halten könnte.

Dax
Dax 15.757,06

Unter den US-Anlegern hat sich die Stimmung derweil stark verbessert. Wie der jüngsten Erhebung der American Association of Individual Investors (AAII) zu entnehmen ist, ist der Bullenanteil auf 37,9 Prozent gestiegen nach 25,5 Prozent in der Vorwoche. Der Anteil der Bären reduzierte sich auf 31,8 Prozent nach 36,8 Prozent. Damit sind 30,3 Prozent der US-Anleger neutral gestimmt nach zuvor 37,7 Prozent.

12:49 Uhr

Wall Street vor freundlicher Eröffnung

Freundlich tendieren die Indizes auf die Terminkontrakte an der Wall Street und deuten eine Eröffnung im Plus an. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die Welle neuer Unternehmenszahlen, die am Donnerstag ansteht. So werden vorbörslich Bank of America, Morgan Stanley, Wells Fargo und Citigroup berichten, hinzu kommen Zahlen von den größeren Unternehmen Unitedhealth Group und Walgreens Boots Alliance.

Anleger werden darauf achten, ob sich die unerwartet hohe Inflation auf die Erträge ausgewirkt hat und ob die Aussichten der Unternehmen durch steigende Energiepreise, Unterbrechungen der Lieferkette und erwartete Zinserhöhungen in den nächsten zwei Jahren getrübt sind. "Können die Unternehmen diesen Risiken trotzen, oder wurde die gesamte Rally nur durch die ultralockere Geldpolitik angeheizt", fragt Carsten Brzeski, Global Head of Macro Research der ING Groep. Die Anleger wollten "einen Einblick erhalten, wie solide die Erträge und Unternehmen in die Tapering-Phase und die Ära etwas höherer Zinssätze gehen."

12:34 Uhr

Knaus Tabbert investiert Millionen

Der Wohnwagenhersteller Knaus Tabbert investiert am Hauptsitz rund 50 Millionen Euro in den Bau einer neuer Produktionshalle. Mit dem größten Neubauprojekt in der Unternehmensgeschichte wird die Produktionskapazität des Standorts "signifikant erweitert", wie Knaus Tabbert mitteilt. Ab dem vierten Quartal 2022 soll die neue Produktionshalle im ostbayerischen Jandelsbrunn Seitenwände, Dächer, Böden, Bug- und Heckteile herstellen.

Die Halle ist ein wichtiger Teil des 220 Millionen Euro schweren Investitionsprogramms, mit dem das Unternehmen seine mittelfristigen Wachstumsziele erreichen will. Knaus Tabbert plant, den Umsatz von derzeit rund 800 Millionen Euro (2020) bis zum Jahr 2025 auf rund 2 Milliarden Euro zu steigern.

Knaus Tabbert
Knaus Tabbert 63,90

12:20 Uhr

Bitcoin-Schürfer wandern in die USA ab

Beim lukrativen Berechnen der Kryptowährung Bitcoin haben die USA erstmals China als weltweiten Marktführer abgelöst. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Centre for Alternative Finance der Universität Cambridge hervor. Über ein Drittel der Leistung für das sogenannte Bitcoin-Mining kommt inzwischen aus den USA, während China in der Statistik auf einen nicht mehr messbaren Anteil zurückgefallen ist. Deutschland steht mit einem Marktanteil von knapp 4,5 Prozent weltweit auf Platz 7.

Die Bitcoin-Schürfer in China absolvierten vor einem Jahr noch rund Dreiviertel aller Bitcoin-Transaktionen, die viel Energie verschlingen. Vor einem Monat erließ die chinesische Regierung angesichts der Energieengpässe ein landesweites Verbot für das Krypto-Mining. Bei diesem "Schürfen" bieten Nutzer die Kapazitäten ihrer Computer für die Prüfung und Verschlüsselung von Transaktionen zur Verfügung und werden dafür in der jeweiligen Kryptowährung entlohnt. Bereits im Frühjahr war Peking mit Razzien gegen Krypto-Miner vorgegangen. Daraufhin begannen die Schürfer massenhaft aus China zu fliehen und machten sich auf den Weg zu den billigsten Energiequellen der Welt.

Bitcoin
Bitcoin 60.084,75

12:07 Uhr

Katek zurück über 30 Euro

Die Nachrichtenlage rund um Katek lässt aufmerken, für die Aktie geht es um 4,3 Prozent auf 30,25 Euro nach oben. Zunächst gab es in der Vorwoche einen Insider-Kauf von Vorstand Rainer Koppitz. Gestern meldete das Unternehmen, im Rahmen einer Kapitalerhöhung 10 Prozent der Anteile an iOX Mobility GmbH erworben zu haben. Das Investment sei Teil der Strategie, im Bereich Elektromobilität analog zu der Entwicklung an Land nun auch auf dem Wasser zu wachsen. Heute stellte nach Aussage aus dem Handel dann "Der Aktionär" die Aktie als "Hot Stock" heraus.

11:51 Uhr

Chip-Riese profitiert von starker Nachfrage

Der taiwanische Chiphersteller TSMC hat dank starker Nachfrage nach Chips für Smartphones und Laptops seinen Quartalsgewinn gesteigert. Der Gewinn des Zulieferers für Apple für die Monate Juli bis September sei um 13,8 Prozent auf 156,3 Milliarden Neue Taiwan-Dollar (etwa 4,79 Milliarden Euro) geklettert nach 137,3 Milliarden im Vorjahreszeitraum, teilte TSMC mit.

Taiwan Semiconductor Manufacturing
Taiwan Semiconductor Manufacturing 99,20


11:29 Uhr

Hot & Salsa: Delivery Hero kauft zu

Der Lieferdienst Delivery Hero expandiert mit einer Übernahme in Mittelamerika. Delivery Hero will laut einer Mitteilung das Geschäft mit Essenslieferungen und Quick Commerce des Dienstleisters Hugo kaufen. Ausgenommen sind die anderen Leistungen der App wie digitale Zahlungen, Transportdienstleistungen oder Tickets für Sportveranstaltungen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.


Hugo ist in Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, der Dominikanischen Republik und Jamaika aktiv. Bis auf letzteres ist Delivery Hero bereits in allen anderen Märkten mit seiner Marke Pedidosya in Mittelamerika vertreten. Der Konzern ist ungeachtet der hohen Verluste auf aggressivem Expansionskurs. Delivery Hero-Papiere ziehen 0,5 Prozent an.

Delivery Hero
Delivery Hero 114,25

11:16 Uhr

EZB warnt vor Immobilienblase

EZB-Chefbankenaufseher Andrea Enria warnt vor einer Blase am Immobilienmarkt. "Wir sehen in einigen Ländern eine Zunahme von Schwachstellen bei Wohnimmobilien", sagte Enria vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments. Im Großen und Ganzen sei die Zahl der notleidenden Kredite noch überschaubar, die Qualität der dahinter stehenden Vermögenswerte scheine sich aber zu verschlechtern. Die Prognosen der Banken für faule Kredite seien möglicherweise zu optimistisch, und er riet zu Vorsicht bei der Auflösung von Risikovorsorge.

Enria hatte bereits am Mittwoch gesagt, bei manchen Krediten sei eine Verschlechterung der Qualität zu sehen. Er zeichnete aber insgesamt ein positives Bild zur Lage der Banken-Branche. Die Institute hätten die Pandemie bislang gut gemeistert.

11:01 Uhr

Südzucker-Ausblick lockt Anleger

Für die Aktie von Südzucker geht es knapp zwei Prozent nach oben. Nachdem die Tochter Cropenergies am Vortag beim Gewinn enttäuschte, hebt die Mutter den Ausblick 2021/22 beim Umsatz auf 7,1 Milliarden bis 7,3 Milliarden Euro nach bisher 7,0 Milliarden bis 7,2 Milliarden leicht an.

Südzucker
Südzucker 13,50

10:50 Uhr

Gewinnmitnahmen im Dollar gehen weiter

Die Gewinnmitnahmen im Dollar setzen sich auch am Donnerstag fort. Für den Dollar-Index geht es aktuell um 0,2 Prozent nach unten. Eingesetzt hatten diese nach Bekanntgabe der Verbraucherpreise aus den USA am Vortag. Demnach hat sich die Inflation im September zwar beschleunigt, aber nicht sehr stark, so die Unicredit. "Der Euro zeigt sich wieder widerstandsfähig und klettert wieder über 1,16 Dollar, muss aber über 1,1650 Dollar ausbrechen, um den Verkaufsdruck in überzeugenderer Weise zu verringern", so die Devisen-Analysten. Aktuell notiert der Euro bei 1,1609 Dollar. Die am Mittwoch veröffentlichten Daten hatten gezeigt, dass die jährliche Inflationsrate in den USA von 5,3 Prozent im August auf 5,4 Prozent im September gestiegen ist, was jedoch den Werten von Juni und Juli entsprach. Die Kerninflation verharrte bei 4,0 Prozent.

SÜDZUCKER - Düsseldorf: Florierende Geschäfte in allen Unternehmensbereichen haben Europas größten Zuckerkonzern für das Bilanzjahr 2021/22 zuversichtlicher gestimmt. Der Vorstand hob seine Umsatzprognose auf 7,1 bis 7,3 Milliarden Euro an von zuvor 7,0 bis 7,2 Milliarden. Das operative Konzernergebnis soll derweil unverändert 300 bis 400 (Vorjahr: 236) Millionen Euro erreichen.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,16
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,86

 

10:32 Uhr

Warum explodieren die Energiepreise?

Die Temperaturen sinken, die Heizungen laufen, und das wird in diesem Jahr richtig teuer. Die Energiepreise in Europa sind stark gestiegen, und das macht sich im Portemonnaie bemerkbar.

Welche Rolle Corona dabei spielt, was das mit Russland zu tun hat und wann es wieder billiger wird, darüber sprechen die ntv-Moderatoren Raimund Brichta und Etienne Bell in dieser Folge von "Brichta und Bell - Wirtschaft einfach und schnell".

Brichta und Bell - Wirtschaft einfach und schnell

Die n-tv-Moderatoren Etienne Bell und Raimund Brichta reden einmal die Woche über Wirtschaft. Sie beleuchten Hintergründe und erklären, was wichtig für uns ist. Einfach informativ. Immer donnerstags auf ntv.de und bei Audio Now. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Oder Themenvorschläge? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an brichtaundbell@n-tv.de.

10:16 Uhr

Japan plant milliardenschweres Konjunkturpaket

Die neue japanische Regierung will ungeachtet der hohen Staatsverschuldung ein milliardenschweres Konjunkturpaket im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie schnüren. Es soll mindestens 32 Billionen Yen - rund 250 Milliarden Euro - groß sein, wie ein ranghoher Regierungsmitarbeiter im Umfeld von Ministerpräsident Fumio Kishida sagt. Das sei notwendig, um die Produktionslücke zu schließen und das Inflationsziel der Zentralbank von zwei Prozent zu erreichen, sagte Kozo Yamamoto, der als Architekt der "Abenomics" genannten Konjunkturpolitik des ehemaligen Regierungschefs Shinzo Abe gilt. "Das Paket kann durch die Ausgabe von japanischen Staatsanleihen finanziert werden." Die Regierung sollte in großem Umfang Bonds mit langer Laufzeit ausgeben, die von der Zentralbank aggressiv aufgekauft werden könnten, sagte Yamamoto, der jetzt Kishidas Mitarbeiter für Wirtschaftspolitik ist.

10:08 Uhr

Corona und Lieferengpässe bremsen Wirtschaft

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr heruntergeschraubt. Die Institute rechnen mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 2,4 Prozent, wie sie am Donnerstag mitteilten. Im Frühjahr hatten die Wirtschaftsinstitute noch erwartet, dass nach dem coronabedingten Einbruch der Wirtschaft 2020 das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 3,7 Prozent zulegt.


Die wirtschaftliche Lage in Deutschland sei nach wie vor von der Corona-Pandemie gekennzeichnet, hieß es. Eine vollständige Normalisierung "kontaktintensiver Aktivitäten" sei kurzfristig nicht zu erwarten. Es sei davon auszugehen, dass im Winter die Aktivität im Dienstleistungsbereich auch bei geringem Infektionsgeschehen unter dem sonst üblichen Niveau bleiben werde. Außerdem behinderten Lieferengpässe die Industrie. Im Verlauf des Jahres 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder die Normalauslastung erreichen.

09:37 Uhr

Guter Riecher: Analysten schieben Dax-Wert an

Anleger decken sich beim Duft- und Aromenkonzern Symrise ein. Die Aktien legen etwa 0,8 Prozent zu. Die Analysten von Jefferies setzten das Rating auf "Buy". Symrise hebe sich von Konkurrenten aufgrund des höheren Volumenwachstums, des vorteilhaften Rohstoffzugangs und der M&A-Optionen ab.

Symrise
Symrise 118,35

09:05 Uhr

Dax nimmt die nächste Marke

Der Dax, der zur Wochenmitte seine dreitägige Verlustserie ad acta gelegt hat, kann zum Start in den Donnerstagshandel weiter zulegen: Der deutsche Börsenleitindex notiert 0,6 Prozent fester bei einem Stand von 15.338 Punkten. Aus dem Mittwochshandel hatte der Leitindex sich mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent und 15.249 Zählern verabschiedet. Positive Vorgaben stützen zunächst die Kurse am deutschen Aktienmarkt.

Nachdem die US-Inflationsrate im September nun bereits zum fünften Mal in Folge über der Marke von fünf Prozent lag, erwarten immer mehr Marktakteure, dass der Anstieg der Verbraucherpreise möglicherweise etwas länger auf einem hohen Niveau verharrt. Für Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, könnten sich innerhalb der US-Notenbank mehr Mitglieder dieser Sichtweise anschließen und die Währungshüter zu einer Beschleunigung der Zinswende verleiten. Die Märkte preisten mittlerweile knapp zwei Zinserhöhungen für das Jahr 2022 ein.

"Es geht aufwärts beim Dax. Aber: Lieferketten-Engpässe, Fachkräftemangel, steigende Energie- und Rohstoffpreise bleiben weiter die beherrschenden Themen am Markt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Anleger schauen heute vor allem am Mittag und Nachmittag in Richtung USA: Dort stehen etwa die Erzeugerpreise auf der Agenda sowie mehrere Quartalsausweise von Großbanken."

08:58 Uhr

Tomtom verbucht höheren Verlust als erwartet

Die reduzierte Autoproduktion infolge der Engpässe bei Halbleitern macht dem Hersteller von Navigationsgeräten und digitalen Landkarten zu schaffen. Die niederländische Firma Tomtom verbuchte im dritten Quartal einen operativen Verlust (Ebitda) von 5,3 Millionen Euro nach einem Gewinn von 3,9 Millionen vor Jahresfrist. Analysten hatten lediglich mit einem Minus von einer Million Euro gerechnet. Der Umsatz sank im Berichtszeitraum um 14 Prozent auf 127,5 Millionen Euro. Finanzvorstand Taco Titulaer erwartet daher im Gesamtjahr, den Umsatz am unteren Ende der Bandbreite von 500 bis 530 Millionen Euro zu erreichen.

TomTom
TomTom 7,35

08:41 Uhr

Anleger greifen bei Nordex zu

Der Windkraftanlagenhersteller Nordex hat im dritten Quartal Auftragseingänge mit einer deutlich höheren Nennleistung erhalten als im Vorjahreszeitraum. Wie die im TecDax und MDax notierte Nordex mitteilte, summierten sich die Ordereingänge im abgelaufenen Quartal auf 1,829 Gigawatt nach 1,229 Gigawatt im dritten Quartal 2020. Die größten Einzelmärkte waren Deutschland, Frankreich, die Ukraine, Irland und Polen.

Nordex
Nordex 16,16

Für die Aktie von Nordex geht es im Spezialistenhandel vor Börsenstart bereits um 2 Prozent nach oben. Der Wert reagiere fast reflexartig auf einzelne Aufträge oder Daten zum Auftragseingang, heißt es im Handel. Zuletzt hatten die Aktien von der Nachricht profitiert, dass Frankreich Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro in Onshore- und Offshore-Wind- und Solarenergie plant.

08:33 Uhr

Ölpreise marschieren wieder in Richtung Mehrjahreshochs

Die Ölpreise steigen im frühen Handel. Die zu Wochenbeginn markierten mehrjährigen Höchststände kommen damit wieder in Reichweite. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 83,89 US-Dollar. Das waren 71 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 66 Cent auf 81,10 Dollar.

Am Montag war der Brent-Preis mit mehr als 84 Dollar auf ein Dreijahreshoch gestiegen. WTI hatte mit gut 82 Dollar einen siebenjährigen Höchststand erreicht. Die Marktteilnehmer dürften deshalb heue vor allem Lagerdaten aus den USA im Blick haben. Die wöchentlichen Zahlen geben Auskunft über die Versorgungslage in der weltgrößten Volkswirtschaft. Sie werden wegen eines Feiertags zu Wochenbeginn einen Tag später als gewöhnlich veröffentlicht.

08:24 Uhr

Chipkrise wird für vor allem für Zulieferer existenzbedrohend

Die Chipkrise in der Autoindustrie zieht die ganze Zuliefererindustrie schwer in Mitleidenschaft. Bis zu elf Millionen Fahrzeuge, die sonst vom Band laufen würden, werden nicht hergestellt, zitiert das "Handelsblatt" die Strategieberatung Boston Consulting Group. Umsatz von fast 180 Milliarden Euro falle damit aus. Die Branche, schreibt die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie, stehe unter einem nie dagewesenen Druck. Gefährdet sind vor allem mittelständische Autozulieferer mit weniger als einer Milliarde Euro Umsatz. Zwei kleinere Betriebe, die Bolta-Werke sowie Heinze aus Westfalen, sind bereits insolvent.

08:13 Uhr

Chipmangel: Daimler lagert Pick-ups auf Messegelände zwischen

Die Dauer-Lieferkrise bei Mikrochips lässt Daimler zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen: Am Messegelände in Hannover stehen mittlerweile viele Pick-ups von Mercedes-Benz "auf Halde", weil Teile fehlen. Die Fahrzeuge können nicht vollständig mit den nötigen Halbleiter-Bauteilen bestückt werden.

Daimler
Daimler 83,21

Das Unternehmen lagere sie deshalb auf den großen Stellplätzen rund um das Messegelände zwischen, wie eine Sprecherin erklärte. Es handele sich vor allem um die Pritschenwagen-Version des Sprinters von Mercedes-Benz Vans. Die Nutzung des ergänzenden Parkraums bei Hannover sei "ein völlig normaler Vorgang in der Automobilproduktion".

Anbieter wie Volkswagen, BMW oder die Lkw-Sparte von Daimler müssen wegen der Knappheit an Elektronik-Bauteilen teilweise ähnlich verfahren.

08:05 Uhr

Dax zur Eröffnung höher erwartet

Die europäischen Aktienmärkte werden zur Eröffnung etwas höher erwartet. IG stellt den Dax bei 15.300 Punkten nach einem Schluss am Vortag bei 15.249 Punkten.

Dax
Dax 15.757,06

Damit würde sich die jüngst gesehene Seitwärtsbewegung an den europäischen Aktienmärkten zunächst fortsetzen. Das Umfeld hat sich über Nacht wenig verändert. Die Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Fed-Sitzung hat auch wenig Neues geliefert. Die US-Notenbanker haben bei ihrer Ratssitzung im September Pläne zur Reduzierung des Anleihekaufprogramms in diesem Jahr geprüft, und die Anleihekäufe könnten womöglich bis Mitte nächsten Jahres ganz eingestellt werden. (siehe Eintrag um 07:16 Uhr)

07:46 Uhr

Diess gibt den Piëch: China-Chef intern angezählt

VW-Chef Herbert Diess sorgt wieder für Schlagzeilen. Gestern stellte er das vermeintliche Heiligtum im Konzern, das Stammwerk Wolfsburg, infrage. Heute heißt es, Diess habe seinen China-Chef Stephan Wöllenstein intern angezählt. Diess sei mit den Verkaufszahlen der ID-Reihe im Reich der Mitte unzufrieden, schreibt das Portal Business Insider unter Berufung auf Unternehmenskreise. Intern zweifelt man angeblich daran, dass die Marke von 100.000 verkauften E-VWs in China noch erreicht werden kann.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 206,10

Der milliardenschwere VW-Patriarch Ferdinand Piëch sei bis zu seinem Tod vor zwei Jahren "ein verlässlicher Schlagzeilen-Garant" gewesen, schreibt der Business Insider. Der aktuelle Chef scheine nun immer mehr in seine Fußstapfen zu treten. "Diess legt sich mit allen in Wolfsburg an und tritt dabei erstaunlich angstfrei auf. "

Am Vortag musste der Konzern beschwichtigen:

07:25 Uhr

Kampf gegen Lieferengpässe - Hafen in Los Angeles arbeitet jetzt rund um die Uhr

US-Präsident Joe Biden will Weihnachten retten. Um das für Einzelhändler wichtige Vorweihnachtsgeschäft in diesem Jahr sicherzustellen, arbeitet die US-Regierung mit Hochdruck an Lösungen der globalen Versorgungsengpässe. Biden rief deshalb am Mittwoch die Chefs von Supermarktketten wie Walmart und Paketdiensten wie Fedex und UPS zusammen, um die sich verschärfende Situation zu beraten.

Der Hafen in Los Angeles, wo zahlreiche Containerschiffe auf Abwicklung warten, soll künftig 24 Stunden sieben Tage die Woche betrieben werden. "Wir arbeiten rund um die Uhr daran, mehr Waren schneller zu bewegen und unsere Lieferketten zu stärken", sagte Biden. Die Ausweitung von Arbeitszeiten und das Hochfahren der Kapazitäten an Häfen sei ein erster Schritt. Andere private Marktteilnehmer müssten nun nachziehen. Die Regierung in Großbritannien hält Sorgen vor Versorgungsengpässen in der Weihnachtszeit für unbegründet.

Hier mehr zum Thema:

07:16 Uhr

US-Notenbank signalisiert straffere Geldpolitik

Für alle, die es verpasst haben: Die US-Notenbank wird voraussichtlich ab Mitte November ihre umfangreichen Konjunkturhilfen nach und nach zurückfahren. Ab dann könnte das sogenannte Tapering beginnen - also der Ausstieg aus dem billionenschweren Anleihekaufprogramm, das die Federal Reserve (Fed) zur Stabilisierung der Wirtschaft aufgelegt hatte. Das ging aus den am Vorabend veröffentlichten Protokollen der letzten Zinssitzung im September hervor. Die Währungshüter waren sich aber uneins über den richtigen Zeitpunkt für eine Erhöhung der Leitzinsen, die bei null bis 0,25 Prozent liegen.

Bei der September-Sitzung seien die Teilnehmer zu der Einschätzung gekommen, dass die wirtschaftliche Erholung im Großen und Ganzen auf dem richtigen Weg sei und der Abschluss eines Tapering-Prozesses bis Ende Mitte 2022 angemessen sei, hieß es in dem Protokoll. Diskutiert worden sei darüber, die Anleihekäufe jeden Monat um insgesamt 15 Milliarden Dollar zu reduzieren. Sollte die Fed die Entscheidung bei ihrem nächsten Treffen Anfang November fällen, könne das Tapering entweder Mitte November oder Mitte Dezember beginnen.

07:09 Uhr

Chinas Erzeugerpreise steigen so stark wie seit über 20 Jahren nicht

Die Produzentenpreise in China sind im September so stark gestiegen wie seit 1996 nicht mehr. Der Erzeugerpreisindex (PPI) kletterte vergangenen Monat um 10,7 Prozent. Im Vormonat lag der Zuwachs bei 9,5 Prozent. Ökonomen hatten laut Wall Street Journal für September nur mit einem Anstieg um 10,4 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat kletterte der PPI um 1,2 Prozent. Das Statistikamt erklärte, der Anstieg der Erzeugerpreise sei vor allem auf die steigenden Preise für Kohle und Produkte in energieintensiven Branchen zurückzuführen.

Bislang hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise noch nicht auf die Verbraucherinflation ausgewirkt. Der chinesische Verbraucherpreisindex hat sich im vergangenen Monat dank eines Rückgangs der Lebensmittelpreise abgeschwächt.

07:02 Uhr

Inflationsangst verunsichert Anleger in Asien

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich heute zunächst uneinheitlich. Die jüngsten Protokolle der Fed-Sitzung schürten die zunehmende Sorge der Anleger über den baldigen Beginn der Drosselung der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank infolge der Inflation. Das Inflationsgespenst zeigte sich auch in China: Die Erzeugerpreise am schnellsten seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1996, wie offizielle Daten zeigten.

Nikkei
Nikkei 29.106,01

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1 Prozent höher bei 28.426 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,3 Prozent und lag bei 1980 Punkten.

Die Börse in Schanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzen verlor 0,4 Prozent.

Und so hat die Wall Street am Vorabend geschlossen:

06:30 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Das Hoffen auf eine Jahresendrally geht weiter ... Nach den Kursverlusten der vergangenen Wochen haben sich die Aussichten für die Börsen wieder aufgehellt. Der Fokus richtet sich auf die soliden wirtschaftlichen Aussichten und starke Unternehmensgewinne. Die UBS geht von einer überzeugenden Berichtssaison in Europa aus, die steigenden Zinsen und der höheren Inflation einen positiven Impuls entgegensetzen könnte.

Dax
Dax 15.757,06

Hierzulande wartete am Mittwoch bereits SAP mit starken Zahlen auf. Mit dem erfreulichen Rückenwind schloss der Dax am Vortag 0,7 Prozent höher bei 15.253 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,8 Prozent rauf auf 4088.

Investoren richten ihre Blicke aber vor allem auf die USA, wo die Großbanken den Bilanzreigen zum dritten Quartal eröffnet haben. Den Startschuss gab am Mittwoch JP Morgan: florierende Geschäfte mit Fusionen und Übernahmen verhalfen der größten US-Bank im dritten Quartal zu deutlichen Gewinnen. Auch der Fondsriese Blackrock wartete mit Geschäftszahlen zum dritten Quartal auf, und auch hier wurden die Prognosen übertroffen.

Heute ziehen Bank of America, Citigroup und Goldman Sachs nach. Ob sie ebenfalls mit Überraschungen aufwarten können, wird spannend. Die Anleger werden zudem bereits in Richtung Freitag schauen. Bei den Konjunkturdaten richtet sich die Aufmerksamkeit der Börsianer unter anderem auf die US-Einzelhandelsumsätze am Freitag. Experten erwarten für September einen Rückgang um 0,2 Prozent zum Vormonat. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.