Donnerstag, 02. Juli 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Tag der guten Laune: Dax macht ordentlichen Sprung

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(Foto: imago images / Westend61)

An den europäischen Aktienmärkten schien heute überwiegend die Sonne. Viel besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktzahlen schoben sie am Nachmittag noch weiter an. Bereits zuvor war es zu Kursanstiegen gekommen. Die Daten aus Amerika reihen sich ein in eine Serie zuletzt über den Erwartungen liegender Zahlen, die die Hoffnung aufkommen lassen, dass die wirtschaftliche Erholung schneller verlaufen könnte als noch vor kurzem erwartet. Dem stehen nach wie vor sehr niedrige Inflationserwartungen entgegen, die es den Notenbanken erlauben, die Geldpolitik auch weiterhin sehr locker zu gestalten.

In Frankfurt machte der Dax einen kräftigen Satz nach oben und schloss 2,8 Prozent höher bei 12.609 Punkten, sein Tageshoch lag bei 12.658 Zählern. Der MDax gewann 2,1 Prozent auf 26.627 Punkte, der TecDax um 1,3 Prozent auf 3000 Stellen. Der EuroStoxx50 vermehrte sich um 2,8 Prozent auf 3320 Punkte.

Gut liefen heute die Auto- und Bankaktien. So schnellten Continental und Daimler um 4,0 beziehungsweise 4,2 Prozent hoch. VW verteuerten sich um 2,9 Prozent, BMW um 3,1 Prozent. Deutsche Bank gingen um 2,5 Prozent hoch, Commerzbank um 4,3 Prozent.

Dagegen brachen die Papiere des schwarzen Dax-Schafes Wirecard erneut kräftig ein: um 35,4 Prozent auf 3,10 Euro. Die bislang stützenden Eindeckungskäufe der ehemaligen Short-Seller scheinen ausgelaufen zu sein. Aktionärsschützer fordern immer lauter, den Wert sofort aus dem Leitindex zu entfernen.

17:18 Uhr

US-Industrieaufträge erholen sich von Rekordeinbruch

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(Foto: picture alliance/dpa)

Hier noch etwas Positives von der weltgrößten Volkswirtschaft: Die Aufträge an US-Industrieunternehmen haben sich im Mai spürbar von ihrem Rekordeinbruch in der Corona-Krise erholt. Wie das Handelsministerium in Washington mitteilte, erhielten die Unternehmen 8,0 Prozent mehr Aufträge als im Vormonat. Analysten hatten im Schnitt jedoch einen etwas stärkeren Zuwachs erwartet.

Der Anstieg folgt auf einen historischen Absturz im April um 13,5 Prozent. Ohne die meist schwankungsanfälligen und großvolumigen Transportgüter erhöhten sich die Auftragseingänge im Mai um lediglich 2,6 Prozent.

16:49 Uhr

Börse extrem - auch im positiven Sinne?

Das turbulente erste Halbjahr hat kräftig an den Nerven der Anleger gezerrt - erst der Corona-Crash, dann die rasante Aufwärtsbewegung. Vorsichtige Anleger investieren jetzt mit einem Sicherheitspuffer. Wie sie mit Aktienanleihen den Schwankungen am Markt begegnen können, bespricht Bianca Thomas mit Christian Köker von der HSBC.

16:11 Uhr

Hilfsaktion für Wirecard Bank - wohl mit Deutscher Bank

Die Deutsche Bank will der Wirecard Bank womöglich unter die Arme greifen. Das Geldhaus prüfe in Abstimmung mit der Finanzaufsicht Bafin, dem vorläufigen Insolvenzverwalter der Wirecard AG sowie dem Vorstand der Wirecard Bank eine mögliche finanzielle Hilfe, erklärte das Geldhaus.

  • "Wir können uns grundsätzlich vorstellen, im Rahmen der Fortführung der Geschäftsaktivitäten diese Unterstützung zu gewähren, sofern es erforderlich werden sollte."

Die Wirecard Bank ist bislang im Gegensatz zum Mutterkonzern nicht insolvent. Die Bafin hat einen Sonderbeauftragten dorthin abgestellt, der dafür sorgen soll, dass keine Gelder an die Wirecard AG abfließen und dass die Geschäfte weiterhin laufen.

16:02 Uhr

Impfstoff-Hoffnung und US-Jobdaten beflügeln Wall Street

Die Hoffnung auf die rasche Marktreife eines Impfstoffs gegen das Coronavirus und ermutigende US-Jobdaten haben den Handel an der Wall Street angetrieben. Dow Jones, S&P-500 und Nasdaq stiegen zur Eröffnung um jeweils mehr als ein Prozent. Dabei markierte Letzterer mit 10.300 Punkten ein Rekordhoch. Im Juni wurden außerhalb der US-Landwirtschaft 4,8 Millionen Stellen geschaffen. Experten hatten im Schnitt mit 3 Millionen neuen Jobs gerechnet. Dadurch fiel die Arbeitslosenquote überraschend stark auf 11,1 Prozent.

Gestern hatten der Pharmariese Pfizer und sein deutscher Entwicklungspartner BioNTech nach ermutigenden Versuchsergebnissen die nächste Testphase eines Coronaimpfstoff-Kandidaten eingeläutet. Die Aktien von Pfizer und BioNTech stiegen um gut 2 beziehungsweise 6 Prozent.

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(Foto: AP)

15:44 Uhr

BMW forciert Bau von E-Antrieben in Dingolfing

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Der Autobauer BMW beschleunigt das Hochfahren der E-Mobilität. Konzernchef Oliver Zipse sagte bei der Eröffnung der neuen Batterie- und E-Motorenfabrik im niederbayerischen Dingolfing: "Schon 2022 werden wir allein in Dingolfing E-Antriebe für über eine halbe Million elektrifizierte Fahrzeuge pro Jahr fertigen können." Die Zahl der Mitarbeiter sei seit Januar von 600 auf 1000 gestiegen und werde mittelfristig auf 2000 erhöht. Nächstes Jahr soll jeder vierte in Europa verkaufte BMW ein Hybrid- oder E-Auto sein, 2022 jeder dritte.

Gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder startete Zipse die Produktion der fünften Generation von E-Antrieben von BMW. Sie hat stärkere Batterien, kommt ohne Seltene Erden aus und fasst Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe in einem Gehäuse zusammen. Erstmals eingesetzt wird sie im vollelektrischen BMW-SUV iX3, der ab September in China vom Band läuft.

15:09 Uhr

US-Jobdaten lassen Dax hochleben

Deutlich besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktzahlen haben dem deutschen Aktienmarkt weiteren Auftrieb gegeben. Der Dax stieg kurz vor Eröffnung des Handels an der Wall Street um 2,5 Prozent auf 12.566 Punkte. Der MDax legte um 2,0 Prozent auf 26.610 und der TecDax um 0,7 Prozent auf 2982 Stellen zu. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 2,6 Prozent auf 3312 Punkte nach oben.

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14:43 Uhr

Ermutigende Daten vom US-Arbeitsmarkt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen in den USA ist die Arbeitslosenquote im Juni den zweiten Monat in Folge deutlich gesunken. Sie fiel von 13,3 Prozent im Mai auf 11,1 Prozent im Juni. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sei um 4,8 Millionen gestiegen, hieß es. Analysten hatten mit einem etwas geringeren Rückgang der Arbeitslosigkeit gerechnet. Im April hatte die Arbeitslosenquote noch bei 14,7 Prozent gelegen. Die Arbeitslosenquote für Juni beruhte allerdings auf Daten, die nur bis zur Mitte des Monats erhoben worden waren. Mögliche Auswirkungen der jüngsten dramatischen Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie spiegelten sich in den Daten daher noch nicht wider.

Dagegen lag die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der abgelaufenen Woche mit 1,427 Millionen Betroffenen etwas über der Prognose von 1,3 Millionen.

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14:20 Uhr

Tesla will in Grünheide ab Juli 2021 volle Pulle gehen

Baumaschinen fahren über das Gelände der künftigen Tesla-Fabrik. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Baumaschinen fahren über das Gelände der künftigen Tesla-Fabrik.

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild)

Tesla klotzt ran: Der US-Elektroautobauer plant für seine erste Fabrik in Europa zunächst mit Bauarbeiten bis in den März 2021 hinein. Das geht aus einem aktualisierten Antrag für die umweltrechtliche Genehmigung hervor. Die Produktion im brandenburgischen Grünheide, die im Juli 2021 starten soll, ist demnach in einem Betrieb mit drei Schichten an 24 Stunden pro Tag geplant.

Aus der Prognose für den Umfang des Lärms beim Betrieb geht hervor, dass Tesla pro Schicht von 2100 Beschäftigten ausgeht. In der Fabrik ist eine maximale Produktion von 500.000 Fahrzeugen pro Jahr geplant. Dabei soll die Zahl so schnell wie möglich auf das Maximum hochgefahren werden.

13:55 Uhr

Volvo nimmt wieder Fahrt auf

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(Foto: imago images/ZUMA Press)

Bei Volvo hellen sich die Mienen wieder auf: Der schwedische Autobauer meldete wieder mehr Verkäufe nach dem krisenbedingten Absatzeinbruch. Wie der Göteborger Konzern mitteilte, wurden im Juni insgesamt 61.483 Fahrzeuge an die Kunden übergeben. Das sind zwar 2,1 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres, im Mai hatte der weltweite Absatzrückgang dagegen noch gut ein Viertel betragen.

In Europa waren die Verkäufe mit 28.277 Fahrzeugen zwar noch um 6,5 Prozent rückläufig, nach Angaben von Volvo mehren sich dort aber die Zeichen der Entspannung im Vergleich zum Vormonat, als fast die Hälfte weniger Autos verkauft wurde. In den USA legte die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr bereits wieder zu. Dort verkaufte der Pkw-Hersteller, der zur chinesischen Geely-Group gehört, im Juni mit 10.385 Fahrzeugen 4,5 Prozent mehr. In China kletterte der Absatz um 14,1 Prozent auf 15.105 Autos.

13:10 Uhr

Wall Street im Plus erwartet - Warten auf US-Jobdaten

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(Foto: REUTERS)

Die US-Börsen dürften vor dem verlängerten Wochenende mit Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Morgen findet aufgrund der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag in den USA kein Handel statt. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 legte vorbörslich um 0,6 Prozent zu.

Grund für die positive Grundstimmung dürfte die Erwartung guter US-Arbeitsmarktdaten sein. Der US-Arbeitsmarktbericht wird noch vor Handelsbeginn veröffentlicht. Ökonomen erwarten hier für Juni einen Stellenzuwachs von 2,9 Millionen, und die Arbeitslosenquote soll von 13,3 auf 12,4 Prozent sinken. Mit dem schrittweisen Wiederhochfahren der US-Wirtschaft dürfte sich die Erholung am Arbeitsmarkt wohl fortgesetzt haben, heißt es.

Veröffentlicht werden auch Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, hier wird ein Rückgang erwartet. Zudem steht die Veröffentlichung der Handelsbilanz und der Auftragseingänge in der Industrie, jeweils für Mai, auf der Agenda.

12:46 Uhr

Fünf Wirecard-Töchter nun auch insolvent

Wirecard
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Wirecard hat nun auch für fünf Tochterfirmen Insolvenz angemeldet. Dabei handelt es sich um die Wirecard Acceptance Technologies GmbH, die Wirecard Sales International Holding GmbH, die Wirecard Service Technologies GmbH, die Wirecard Issuing Technologies GmbH und die Wirecard Global Sales GmbH, wie das Amtsgericht München mitteilte.

Die Insolvenzverwaltung übernimmt wie für die Muttergesellschaft Michael Jaffé. Am frühen Nachmittag notierte die Wirecard-Aktie 31 Prozent tiefer bei 3,31 Euro.

12:30 Uhr

Julius Bär wirbt von Deutscher Bank Private-Banking-Team ab

Die Schweizer Privatbank Julius Bär baut ihr Geschäft in Süddeutschland aus und hat dazu von der Deutschen Bank ein ganzes Beraterteam abgeworben. Der Private-Banking-Experte Lars-Peter Schäfer wechsle mit vier Kollegen zur Stuttgarter Niederlassung, wie das Geldinstitut mitteilte.

Das Team sei bisher für die Betreuung besonders vermögender Kunden bei der Deutschen Bank in Baden-Württemberg verantwortlich gewesen.

12:09 Uhr

Deutsche Börse bunkert immer mehr Gold

In diesen unsicheren Zeiten hat die Nachfrage nach Gold als Anlage bei der Deutschen Börse deutlich zugelegt. In den Tresoren des Dax-Unternehmens lagerten per 30. Juni 221,7 Tonnen des Edelmetalls. Zu Jahresbeginn waren es noch 18,5 Tonnen weniger.

Neues Gold kommt immer dann hinzu, wenn Anleger die sogenannte Xetra-Gold-Anleihe erwerben. Für jeden Anteilsschein wird ein Gramm des Edelmetalls hinterlegt. Nach dem Anstieg des Goldpreises in den vergangenen Monaten kletterte der Wert der Goldbestände auf 11,3 Milliarden Euro - ebenfalls ein Höchststand. Angesichts der hohen Unsicherheit an den Märkten rechnet die Deutsche Börse weiterhin mit "regem Interesse an Gold".

11:48 Uhr

Chinesischer Automarkt bleibt auf Erholungskurs

Es geht aufwärts in China: Der Automarkt im Reich der Mitte hat seine Erholung vom Corona-Einbruch fortgesetzt. Der Absatz stieg im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat auf Basis vorläufiger Daten um rund 11 Prozent auf 2,28 Millionen Fahrzeuge, wie der Herstellerverband CAAM in Peking mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat lag das Plus demnach bei 4 Prozent.

Nach dem Einbruch der Verkaufszahlen Anfang des Jahres steht für die Monate Januar bis Juni insgesamt allerdings ein Absatzminus von 17 Prozent auf 10,2 Millionen Fahrzeuge zu Buche.

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(Foto: picture alliance / dpa)

11:29 Uhr

Edeka besitzt Netto nun vollständig - Tengelmann ist raus

Edeka hat künftig allein das Sagen bei seinem Discounter Netto. Der Handelsriese übernimmt zum 1. Januar 2021 die verbliebene 10-prozentige Beteiligung der Tengelmann-Gruppe an der Filialkette. Tengelmann war seit 2009 an Netto beteiligt. Damals hatte das Familienunternehmen aus Mülheim an der Ruhr seine eigene Discount-Kette Plus mit mehr als 2300 Filialen an Edeka verkauft.

Teil des Kaufpreises war die Beteiligung an der Edeka-Discount-Tochter, die durch die Plus-Übernahme etwas näher an die großen Rivalen Aldi und Lidl heranrückte. Zum Kaufpreis machten Edeka und Tengelmann keine Angaben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegt er im mittleren dreistelligen Millionen-Bereich. Mit dem Verkauf der Netto-Beteiligung kappt Tengelmann (ehemals Kaiser's und Plus) seine letzte verbliebene Verbindung zum stationären Lebensmittel-Einzelhandel.

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(Foto: imago images / Future Image)

11:02 Uhr

Goldman Sachs zur Entwicklung der Ölnachfrage

Es dauert also etwas: Die Analysten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass sich die weltweite Ölnachfrage bis 2022 wieder auf das Niveau vor der Corona-Krise erholen wird. Dazu beitragen dürften den Experten zufolge eine Verlagerung auf private Transportmittel und höhere Infrastrukturausgaben der Regierungen.

Der US-Großbank zufolge wird die Nachfrage in diesem Jahr um 8 Prozent sinken, 2021 dann um 6 Prozent zulegen und sich bis 2022 vollständig auf das Niveau vor der Pandemie erholen. Goldman erwartet, dass Benzin unter den Ölprodukten die schnellste Nachfrageerholung verzeichnen wird. Anders sehe es dagegen beim Kerosin für die Flugzeuge aus.

10:44 Uhr

Dax über 12.500 - Autowerte stark - Grenke rockt im MDax

Grenke
Grenke 67,45

Gute Stimmung in Frankfurt: Der Dax hat seinen Gewinn am Vormittag weiter ausbauen können und notierte 2,1 Prozent höher bei 12.521 Punkten. Der EuroStoxx50 legte um 1,9 Prozent auf 3291 Stellen zu. Spannend wird sein, ob die Frankfurter Indizes ihre Gewinne nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten halten können.

Stark präsentierten sich im Dax die Autowerte: VW gewannen 3,2 Prozent, BMW 3,8 Prozent und Daimler 3,6 Prozent. An der Indexspitze lagen Continental mit plus 4,6 Prozent. Nichts Neues gab es von Wirecard: minus 28,3 Prozent auf 3,44 Euro.

Im MDax setzten sich Grenke mit einem Kursgewinn von 6,3 Prozent an die Spitze. Der Finanzdienstleister sieht nach starken Einbrüchen des Neugeschäfts im April und Mai erste Anzeichen einer Besserung. Stark waren nach der Bekanntgabe des radikalen Sparprogramms auch Airbus mit plus 4,9 Prozent.

10:32 Uhr

Corona-Krise trifft Sportartikelhersteller ins Mark

Gefühlt nutzt jeder Zweite in Deutschland die Corona-Krise, um die guten Vorsätze für das neue Jahr endlich umzusetzen und mehr Sport zu treiben. Profitieren können von der neu gewonnen Motivation doch nur einige Sportartikelhersteller. Andere  verzeichnen starke Umsatzrückgänge.

10:12 Uhr

Bayer besorgt sich Milliarden am Anleihenmarkt

Obwohl Kalifornien Warnhinweise für den Unkrautvernichter Roundup gefordert haben, muss der Bayer-Konzern laut Richterbeschluss dem nicht nachkommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Pharma- und Agrarchemieriese Bayer hat sich nur wenige Tage nach der Einigung im milliardenschweren Glyphosat-Streit in den Vereinigten Staaten Geld am Anleihenmarkt besorgt. Es wurden Anleihen im Gesamtwert von 6 Milliarden Euro und Laufzeiten von vier bis zwölf Jahren platziert. Die Verzinsung liegt bei 0,375 bis 1,375 Prozent pro Jahr.

Erst in der vergangenen Woche hatte Bayer sich im Streit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter in den USA mit einem Großteil der Kläger geeinigt. Für das teure Erbe des 2018 übernommenen US-Saatgutkonzerns Monsanto wollen die Leverkusener 10,1 bis 10,9 Milliarden US-Dollar in die Hand nehmen.

An der Frankfurter Börse legte die Bayer-Aktie um 1,2 Prozent zu.

09:52 Uhr

Primarks Verkauf nur in Filialen rächt sich in Corona-Krise

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(Foto: picture alliance / dpa)

Dem britischen Nahrungsmittelproduzenten und Einzelhändler AB Foods hat der Lockdown während der Corona-Krise erheblich zu schaffen gemacht. Der Quartalsumsatz sank deutlich. Bei der zum Konzern gehörenden Textil-Discounter-Kette Primark brach der Einzelhandelsumsatz rasant ein. Die Billigmarke verkauft Kleidung nur in den Filialen, einen Onlineshop hat die Marke nicht.

Der Konzernumsatz für den Zeitraum der vergangenen 40 Wochen bis zum 20. Juni 2020 knickte währungsbereinigt um 13 Prozent auf 10,24 Milliarden Pfund ein.

09:33 Uhr

Ifo sieht Autobranche im Aufwind - starker Nachfrageanstieg

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(Foto: imago images/Geisser)

Nach dem Einbruch im Zusammenhang mit der Corona-Krise setzt die deutsche Autobranche einer Umfrage zufolge in den kommenden Monaten auf eine langsame Belebung. Die Geschäftserwartungen seinen erstmals nach sieben Monaten deutlich ins Positive gedreht, erklärte das Münchner Ifo-Institut unter Berufung auf seine aktuelle Konjunkturumfrage. Allerdings beurteile die Branche die aktuelle Geschäftslage "immer noch sehr pessimistisch". Hier sei der Index weiter tief im negativen Bereich.

Die Nachfrage hingegen habe kräftig angezogen und das entsprechende Teilbarometer auf plus 52,2 Zähler von minus 80,6 Punkten im Mai zugelegt. Das ist laut Ifo "die größte gemessene Verbesserung zum Vormonat seit 1991".

09:10 Uhr

Dax kommt gut aus den Startlöchern - Wirecard-Aktie tiefrot

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Starker Start der Frankfurter Börse in den Handel: Der Dax legte 1,0 Prozent auf 12.383 Punkte zu. Der MDax gewann 0,9 Prozent auf 26.304 Zähler. Dagegen tat sich der TecDax mit 0,1 Prozent auf 2965 Stellen etwas schwerer, das hatte natürlich wieder mit Wirecard zu tun. Der EuroStoxx50 notierte 0,8 Prozent höher bei 3254 Punkten.

Der Fokus der Anleger richtet sich am Nachmittag auf die Zahlen zum US-Arbeitsmarkt. Im Juni dürfte sich die im Vormonat begonnene Erholung fortgesetzt haben. Experten rechnen im Schnitt mit der Schaffung von 3 Millionen Jobs außerhalb der US-Landwirtschaft.

Mit der zum Spekulationsobjekt verkommenen Wirecard-Aktie ist es in den ersten Minuten wieder kräftig bergab gegangen - sie verlor 28,6 Prozent auf 3,42 Euro. An der Dax-Spitze lagen die Papiere der Versorger RWE und Eon mit Aufschlägen von je 1,9 Prozent.

08:53 Uhr

Corona lässt McDonald's in den USA kräftig leiden

Der Burgerriese McDonald's hat die Wiedereröffnung seiner Restaurants in den USA angesichts der fortschreitenden Verbreitung des Coronavirus in verschiedenen Bundesstaaten unterbrochen.
Der Konzern erklärte, erst in drei Wochen werde man neben Drive-In-Betrieb, Lieferservice und Essensabholung auch weitere Restaurants wieder öffnen.

Immer mehr Bundesstaaten, Städte und Kreise schränken die Pläne zur Wiedereröffnung von Bars und Restaurants angesichts des Anstiegs der Virusfälle ein. Am Mittwoch ordnete Kalifornien an, dass in 19 Countys mindestens drei Wochen lang keine Restaurants und Freizeiteinrichtungen ihre Räumlichkeiten mehr öffnen dürfen, da die Fallzahlen in den bevölkerungsreichsten Gebieten rapide angezogen haben. Die größte US-Stadt New York verschob den Start für den Betrieb von Restaurants, der eigentlich am 6. Juli vorgesehen war.

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(Foto: picture alliance / Jan Woitas/dp)

08:44 Uhr

Ruhe an der Ölfront - nur geringe Bewegungen

Wenig Bewegung hat im frühen Handel an den Ölmärkten geherrscht. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete 42,06 US-Dollar. Das waren drei Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Leichtölsorte WTI fiel um einen Cent auf 39,81 Dollar. Damit konnten die Ölpreise die Gewinne seit Beginn der Woche vorerst halten.

Gestützt wurden die Notierungen durch einen kräftigen Rückgang der Ölreserven in den USA. Am Vortag hatte die US-Regierung ein Schrumpfen der Lagerbestände in der vergangenen Woche um 7,2 Millionen Barrel gemeldet, nachdem die Reserven zuvor ein Rekordhoch erreicht hatten.

08:31 Uhr

Pluszeichen in Asien vor den US-Jobdaten

Gestützt auf eine festere Wall Street haben die asiatischen Börsen heute zulegen können. Fortschritte bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs hatten die Kurse in New York nach oben getrieben. Vor den am Nachmittag erwarteten US-Beschäftigtenzahlen wollten sich allerdings viele Investoren nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen.

In Tokio kletterte der Nikkei um 0,1 Prozent auf 22.149 Punkte. Der breiter gefasste Topix gewann 0,3 Prozent. In China legte der Shanghaier Index 1,5 Prozent zu. Investoren hofften auf weitere Konjunkturhilfen der Regierung in Peking.

08:19 Uhr

Tesla-Papier eilt von einem Allzeithoch zum nächsten

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Tesla Motors (USD) 1.452,71

Die Aktie von Tesla stürmt an der Wall Street von einem Rekordhoch zum nächsten. Im nachbörslichen US-Aktienhandel kletterte der Titel des Elektroautobauers um weitere 1,6 Prozent auf 1137 US-Dollar, nachdem der Wert bereits im regulären Geschäft auf ein Allzeithoch geklettert war. Im Handel war von der Erwartung guter Zweitquartalszahlen die Rede.

Mit einer Marktkapitalisierung von 207 Milliarden Dollar zog das US-Unternehmen am japanischen Wettbewerber Toyota vorbei, der es auf eine Bewertung von 203 Milliarden Dollar schafft. Seit Jahresbeginn haben Tesla um 171 Prozent zugelegt.

07:37 Uhr

Dax startet wohl höher

In Erwartung wichtiger US-Konjunkturdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Mittwoch hatte er 0,4 Prozent im Minus bei 12.260,57 Punkten geschlossen. Börsianer warten gespannt auf die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag (MESZ).

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Von ihnen erhoffen sie sich Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der weltgrößten Volkswirtschaft. Die Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP hatten enttäuscht. Statt der erhofften drei Millionen Jobs wurden im Juni nur knapp 2,4 Millionen Stellen neu geschaffen.

07:25 Uhr

Impfstoff-Hoffnung beflügelt Asiens Börsen

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Die Börse in Tokio ist heute den positiven Vorgaben der Wall Street gefolgt. Fortschritte bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs hatten den US-Anlegern Mut gemacht. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann 0,65 Prozent auf 22.266 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte 0,8 Prozent auf 1550 Punkte.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 107,51 Yen und stagnierte bei 7,0684 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9462 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1255 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0652 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2482 Dollar.

06:57 Uhr

Novartis legt Bestechungsverfahren bei und zahlt 678 Millionen Dollar

Novartis
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Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat sich in einem Bestechungsverfahren in den USA außergerichtlich geeinigt. Das Unternehmen zahlt 678 Millionen Dollar, wie das US-Justizministerium bekanntgab. Novartis wurde beschuldigt, Zehntausende informelle Treffen mit Ärzten organisiert zu haben, bei denen es um teure Essen und hohe Rednerhonorare ging.

Die Mediziner sollen als Gegenleistung verstärkt Novartis-Medikamente unter anderem gegen Bluthochdruck und Diabetes verschrieben haben, deren Kosten dann staatliche Krankenversicherungen getragen hätten. Novartis übernahm die Verantwortung für zahlreiche Anschuldigungen und verpflichtete sich seine Veranstaltungen zurückzufahren.