Donnerstag, 02. Mai 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax kann nach Jahreshoch Gewinn nicht halten

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(Foto: imago/Sven Simon)

Besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindizes aus Italien und Frankreich sowie einige gute Quartalszahlen haben die europäischen Aktienmärkte zeitweise etwas nach oben getrieben. Zum Handelsende hin ging es mit den Kursen runter, weil an der Wall Street die Indizes ins Minus rutschten. Nach einem schwächeren Start markierte der Dax mit 12.402 Punkten ein neues Jahreshoch - am Ende ging er kaum verändert mit 12.345 Punkten aus dem Handel. Der MDax verlor 0,6 Prozent auf 25.882 Zähler. Der TecDax gab um 0,9 Prozent auf 2886 Stellen nach. Der EuroStoxx50 sank um 0,7 Prozent auf 3491 Punkte - er wurde gedrückt von zahlreichen Dividendenabschlägen.

Die Musik an den Märkten machte eine wahre Flut von Quartalszahlen. Angetrieben wurde der Dax vor allem von VW und Bayer. VW gewannen nach starken Quartalszahlen 3,7 Prozent. Bayer verteuerten sich um 3,8 Prozent. Damit profitierten sie von Aussagen der US-Umweltschutzbehörde EPA zu Glyphosat. Die EPA hält an ihrer Einschätzung fest, dass der Unkrautvernichter Glyphosat bei korrekter Anwendung sicher und nicht krebserregend ist.

Das wär's für heute. Ich verabschiede mich und wünsche Ihnen einen guten Abend.

17:22 Uhr

Flixbus krallt sich Eurolines

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der größte deutsche Fernbusanbieter Flixbus hat den Konkurrenten Eurolines gekauft. Flixbus einigte sich nach eigenen Angaben mit der Transdev-Gruppe auf die Übernahme von Eurolines und der vor allem in Frankreich verbreiteten Marke Isilines. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Damit weite Flixbus sein Angebot auf "Schlüsselmärkten" aus, erklärte der Chef der Unternehmensgruppe in Frankreich, Yvan Lefranc-Morin. Eurolines ist in 25 Ländern aktiv - neben Frankreich unter anderem in den Niederlanden, Belgien, Tschechien und Spanien.

17:03 Uhr

Talanx kauft in der Türkei zu

Talanx
Talanx 41,80

Der Versicherungskonzern Talanx baut sein Geschäft in der Türkei mit einer Übernahme aus. Wie das Unternehmen mitteilte, kauft es den Sachversicherer Ergo Sigorta. Einen Kaufpreis nannte Talanx nicht. Durch den Deal wird sich das Prämienvolumen der Türkei-Tochter HDI Sigorta um 139 Millionen auf mehr als 400 Millionen Euro erhöhen.

"Mit dem Zukauf steigt HDI Sigorta von Platz 11 der Versicherer in der Türkei auf Position 7 auf. Damit kommen wir unserem strategischen Ziel, in unseren Kernmärkten jeweils unter den Top 5 der Versicherer zu sein, einen wesentlichen Schritt näher", sagte Talanx-Vorstandsmitglied Sven Fokkema.

16:47 Uhr

Ex-Thyssen-Mann Schierenbeck leitet Uniper

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Andreas Schierenbeck

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Aufsichtsrat des Energieversorgers Uniper hat Andreas Schierenbeck ab 1. Juni in den Vorstand berufen, dessen Vorsitz er zugleich übernimmt. Er tritt damit die Nachfolge von Klaus Schäfer an, dessen Ausscheiden Uniper im Februar angekündigt hatte. Schierenbeck war Chef der Thyssenkrupp-Sparte Elevator, bei der er Ende vergangenen Jahres ausgeschieden war.

Der bisherige Uniper-Chef musste gehen, nachdem er im Machtkampf mit dem finnischen Großaktionär Fortum unterlegen war. Fortum hatte im vergangenen Sommer den 47-prozentigen Uniper-Anteil der früheren Konzernmutter Eon übernommen und die Beteiligung noch etwas aufgestockt. Schäfer hatte den Einstieg aus dem hohen Norden lange als feindlichen Vorstoß bekämpft.

16:34 Uhr

Scholz sieht Coba-Anteil "als Kapitalanlage"

Commerzbank
Commerzbank 5,23

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält einen Verkauf des Bundesanteils an der Commerzbank zum gegenwärtigen Zeitpunkt für nicht sinnvoll.

  • "Mit dieser Frage habe ich mich nicht beschäftigt, weil es gar keinen Sinn macht, sich derzeit mit dieser Frage zu beschäftigen", sagte der SPD-Politiker bei einer Veranstaltung des International Bankers Forum in Berlin.

Der Bund habe viel Geld in den Anteil gesteckt, und die Steuerzahler würden hierauf achten. Bei der Konferenz wollte sich Scholz nicht zu der Frage äußern, ob er eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank begrüßt hätte. Da hätten zwei privatwirtschaftliche Vorstände miteinander diskutiert, sagte er. Der Bund behandle seinen Anteil an der Commerzbank "als Kapitalanlage".

16:19 Uhr

US-Industrie mit unerwartet großem Auftragplus im März

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(Foto: picture alliance / dpa)

Das ist Wasser auf die Mühlen von Präsident Donald Trump: Die US-Industrie hat im März überraschend viele Aufträge eingesammelt. Das Neugeschäft kletterte zum Vormonat um 1,9 Prozent und damit so stark wie seit sieben Monaten nicht mehr, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Experten hatten mit einem Plus von 1,5 Prozent gerechnet, nachdem die Aufträge im Februar um 0,3 Prozent nachgelassen hatten.

Die US-Wirtschaft hat zu Jahresbeginn überraschend deutlich an Fahrt gewonnen. Zwischen Januar und März stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 3,2 Prozent.

16:08 Uhr

Wall Street legt zu - Ausblick von Under Armour begeistert

Inmitten einer Flut von Unternehmenszahlen sind die US-Börsen mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,1 Prozent auf 26.443 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,1 Prozent auf 2925 Punkte zu, der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,2 Prozent auf 8068 Zähler.

Anleger haderten kaum noch mit der gestrigen Entscheidung der US-Notenbank Fed, den geldpolitischen Kurs auf absehbare Zeit nicht zu verändern. Zuvor hatten einige Investoren auf ein Signal für Zinssenkungen gehofft.

Zahlreiche Bilanzen hielten die Anleger auf Trab. Die Papiere des Adidas-Rivalen Under Armour schossen um mehr als acht Prozent nach oben. Der Sportartikelhersteller hat nach einem Gewinn im ersten Quartal seine Ergebnisprognose für 2019 angehoben.

15:43 Uhr

Dax quält sich durch den Tag

Der Dax ist auch am Nachmittag kaum von der Stelle gekommen. Die Anleger holten nach der Rally der vergangenen Monate weiter Luft, hieß es am Markt. Der Dax notierte 0,2 Prozent höher bei 12.364 Punkten. Der MDax verlor hingegen 0,5 Prozent auf 25.903 Punkte. Der TecDax gab um 0,6 Prozent auf 2896 Stellen nach. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx50 ging es um 0,5 Prozent auf 3496 Punkte bergab.

15:36 Uhr

n-tv Zertifikate: Wie weit kann die US-Börse noch steigen?

Höhenangst scheint nicht in Sicht: Die US-Börsen klettern und klettern. Wie nachhaltig dieser Aufwärtstrend ist und welche Chancen Anleger mit Bonuszertifikaten haben, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Christine Romar von der Citigroup.

15:14 Uhr

Dicke Luft bei UBS - Management nicht entlastet

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(Foto: 456fd34b8e81792970cb87cd43326a55.jpg)

Die UBS-Aktionäre haben dem Management der Schweizer Großbank wegen des milliardenschweren Rechtsstreits in Frankreich einen Denkzettel verpasst: Auf der Generalversammlung verweigerten sie dem Vorstand unter Bankenchef Sergio Ermotti und dem Verwaltungsrat um Ex-Bundesbank-Präsident Axel Weber die Entlastung für das vergangene Jahr. Die Zustimmung lag bei nur 41,67 Prozent und damit unter der erforderlichen Schwelle von 50 Prozent. 41,64 Prozent der Aktionäre stimmten mit "Nein", 16,69 Prozent enthielten sich.

Hintergrund ist der seit Jahren laufende Steuerstreit in Frankreich: Ende Februar hatte ein Gericht in Paris die UBS wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu einer Rekordstrafe von 4,5 Milliarden Euro verurteilt. Die UBS legte umgehend Berufung ein und erwartet einen jahrelangen Rechtsstreit. Zuvor hatte die Bank aber Vergleichsangebote für geringere Summen ausgeschlagen - und sich damit Kritik eingefangen, sie habe sich bei dem Fall verspekuliert.

15:00 Uhr

ING rechnet mit zum Euro aufwertendem US-Dollar

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,10

Nur wenig Bewegung herrscht an der Devisenfront. Der Euro ist zum US-Dollar im Mittagshandel minimal auf 1,1210 Dollar hochgegangen. Die Devisenstrategen der ING rechnen allerdings mit einer andauernden Unterstützung für den Greenback. Sie begründen das mit dem Leitzinsniveau in den USA, das unter den Industrienationen derzeit das höchste Niveau erreiche.

Überdies sei der Dollar die weltweite Reservewährung. Damit kommen die ING-Experten zu dem Schluss, dass sich der Dollar derzeit auf "das Beste aus zwei Welten" stützen könne.

14:41 Uhr

Bank: Deutsche Autoindustrie auf Jahre keine Wachstumstreiberin

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(Foto: imago/Eckhard Stengel)

Die Autoindustrie ist normalerweise das Glanzlicht der deutschen Industrie. Doch diese könnte nach Einschätzung der Privatbank Oddo BHF auf Jahre als Wachstumstreiberin ausfallen. Grund sind nach Aussage von Chefvolkswirt Bruno Cavalier Regeln, die die Hersteller dazu zwingen sollen, den CO2-Ausstoß ihrer Autos weiter deutlich zu verringern und das außerdem unter realen Bedingungen nachzuweisen.

Cavalier weist darauf hin, dass am 1. September 2019 der neue Abgastest RDE obligatorisch wird, bei dem der Abgasausstoß der Fahrzeuge unter realen Bedingungen getestet wird. Das könnte ähnliche Probleme hervorrufen wie der WLTP-Shock, schreibt Cavalier in einer Studie. Zudem hat die EU sich verpflichtet, die CO2-Emissionen von Pkw bis 2025 gegenüber dem für 2021 angepeilten Niveau um 15 Prozent zu senken und bis 2030 um 37,5 Prozent.

14:18 Uhr

Mischkonzern 3M kauft im Medizinbereich zu

Der Hersteller von Klebebändern und Post-It-Zetteln, 3M, baut sein Geschäft mit Medizinprodukten aus. Der Konzern kündigte die Übernahme der Privatfirma Acelity im Wert von 6,7 Milliarden US-Dollar an. Das Unternehmen ist vor allem für seine Spezial-Wundverbände der Marke KCI bekannt.

2018 setzte Acelity 1,5 Milliarden Dollar um. Die Übernahme soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 abgeschlossen werden.

14:00 Uhr

Aktienkurs der britischen Metro Bank stürzt ab

Metro Bank
Metro Bank 2,44

Oh, no! Ein Gewinneinbruch bei der britischen Metro Bank hat Anleger verschreckt. Die Aktie stürzte in London um bis zu 21 Prozent auf ein Rekordtief von 609 Pence ab. Im ersten Quartal schrumpfte der Gewinn des Kreditinstituts um die Hälfte. Analysten senkten ihre Kursziele und sagten anhaltenden Gegenwind voraus.

Im zweiten Quartal will die Metro Bank in schwierigem Umfeld eine umgerechnet rund 400 Millionen Euro schwere Kapitalerhöhung über die Bühne bringen. Einige Experten halten es für möglich, dass darüber hinaus weiterer Kapitalbedarf besteht. Dem allerdings widersprach Bankchef Craig Donaldson. Im Januar hatte die Metro Bank Probleme bei der Risikobewertung eines großen Kreditportfolios gemeldet, seitdem haben die Aktien mehr als 60 Prozent eingebüßt.

13:40 Uhr

Weiter billiges Geld - Bank of England bleibt locker

Die britische Notenbank hält nach der Brexit-Verschiebung an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Wie die Bank of England (BoE) in London mitteilte, beträgt ihr Leitzins weiterhin unverändert 0,75 Prozent. Auf diesem Niveau liegt der Zins seit vergangenem Sommer, als die BoE eine leichte Zinserhöhung beschlossen hatte.

Die britischen Währungshüter befinden sich in einer unkomfortablen Lage. Das solide Wirtschaftswachstum, die im Zielbereich der Notenbank liegende Inflation sowie die anziehenden Löhne und Gehälter sprechen prinzipiell für höhere Zinsen. Allerdings ist die Ungewissheit über den Fortgang des Brexits nach wie vor sehr hoch.

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13:20 Uhr

Absatzschwäche bei Porsche drückt Umsatz und Ergebnis

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(Foto: Porsche)

Die Absatzschwäche zu Jahresbeginn wirkt sich bei Porsche im ersten Quartal auch finanziell aus. Der Umsatz des Sportwagenbauers, zu der auch Finanzdienstleistungen zählen, ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um gut zwei Prozent auf 5,8 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis sank um mehr als elf Prozent auf 868 Millionen Euro. Das ergibt trotzdem noch eine operative Umsatzrendite von rund 15 Prozent - das ist genau der Wert, den sich Porsche selbst als Ziel gesetzt hat.

Modellwechsel, ein schwächelndes China-Geschäft und Probleme bei der Umstellung auf den neuen Abgas-Messstandard WLTP hatten dafür gesorgt, dass Porsche im ersten Quartal deutlich weniger Autos an die Kunden bringen konnte. Weltweit wurden 55.700 Fahrzeuge ausgeliefert, fast 7800 oder zwölf Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

13:02 Uhr

Wall Street wird wohl mit Plus starten

An der New Yorker Wall Street wird heute zum Start mit einer Erholungsbewegung erwartet, nachdem es am Vortag abwärts gegangen war. Gestern hatte Fed-Präsident Jerome Powell Hoffnungen auf mögliche Lockerung der Geldpolitik zerstreut, weil er die niedrige Inflation mit kurzfristigen Ursachen begründet hatte.

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Nun rücken wieder Konjunkturdaten in den Fokus, so die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten vor dem großen Monatsbericht am morgigen Freitag. Später folgt der Industrie-Auftragseingang. Daneben läuft die Berichtssaison weiter. Etliche Unternehmen haben bereits am gestrigen Abend über ihre Zahlen informiert. Ein enttäuschender Ausblick setzte die Aktie von Qualcomm vorbörslich unter Druck. Der Kurs fiel um 2,2 Prozent. Dagegen traute sich Zynga im Geschäftsjahr nun mehr zu - die Aktie haussierte um 14 Prozent.

12:44 Uhr

Berlin und Paris bringen Batteriezellen voran - PSA im Spiel

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(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland und Frankreich treiben ihre Pläne für eine Batteriefertigung in Europa weiter voran. Die Opel-Mutter PSA und der französische Batteriehersteller Saft hätten die Initiative für eine Produktion ergriffen, kündigten Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und sein französischer Kollege Bruno Le Maire in Paris an.

Die EU-Kommission habe erlaubt, dass die Batteriezellenfertigung in Europa mit bis zu 1,2 Milliarden Euro öffentlichen Geldern gefördert werden könnte, sagte Le Maire. Die nötigen Investitionen würden sich insgesamt auf fünf bis sechs Milliarden Euro belaufen, der Löwenanteil müsse von Unternehmen gestemmt werden.

  • "Es ist ein Projekt, das es in dieser Form (...) noch nicht gegeben hat", sagte Altmaier.
12:30 Uhr

CL-Finale winkt - Ajax-Aktie auf Rekordhoch

Ajax Amsterdam
Ajax Amsterdam 19,05

Auch an der Börse herrscht Jubel über die Champions-League-Erfolge von Ajax Amsterdam. Die Aktien des niederländischen Fußballklubs schossen an der Amsterdamer Börse um bis zu 6,6 Prozent nach oben auf ein Rekordhoch von 20,90 Euro.

Ajax hatte am Dienstag im ersten Halbfinalspiel beim englischen Spitzenklub Tottenham Hotspur 1:0 gewonnen. Damit haben die Niederländer, die bereits Real Madrid und Juventus Turin ausschalteten, gute Chancen auf den Einzug ins Finale am 1. Juni in Madrid.

12:11 Uhr

Ifo-Wirtschaftsklima für Euroraum erholt sich

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(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Es ist konjunkturell nicht alles schlecht: Die Stimmung der Experten im Euroraum hat sich im zweiten Quartal etwas erholt. Das Ifo-Wirtschaftsklima stieg von minus 11,1 auf minus 6,3 Punkte, wie das Münchner Institut mitteilte. Für die Verbesserung waren allerdings ausschließlich die weniger pessimistischen Erwartungen ausschlaggebend. Dagegen hat sich die Beurteilung der aktuellen Lage erneut verschlechtert. Die Experten erwarten ein Wachstum von 1,3 Prozent für das laufende Jahr.

Die Aussichten für das kommende halbe Jahr hellten sich in vielen Euroländern auf. Am deutlichsten nach oben bewegten sich die Erwartungen in Frankreich, Belgien und Griechenland, aber sie stiegen auch kräftig in Deutschland, Italien und Spanien. Eine weitere Verschlechterung der Konjunkturaussichten wurde unter anderem in Irland, den Niederlanden und Portugal gemeldet.

11:53 Uhr

Deutsche Industrie bleibt in der Schwächephase

Die deutsche Industrie hat auch zum Start des zweiten Quartals an Fahrt verloren. Dies geht aus einer Umfrage des Instituts IHS Markit unter rund 500 Firmen hervor. Demnach stieg der Einkaufsmanagerindex zwar leicht um 0,3 auf 44,4 Punkte. Das Barometer signalisiert aber mit weniger als 50 Zählern ein Schrumpfen und liegt damit seit Jahresbeginn unter der Wachstumsschwelle.

  • Der Index habe zwar erstmals seit neun Monaten leicht zugelegt - "dank langsameren Rückgängen bei Produktion und Neuaufträgen", sagte Markit-Experte Phil Smith.
  • "Ob der deutsche Industriesektor damit die Talsohle des Abschwungs durchschritten hat, bleibt aber abzuwarten."
11:32 Uhr

Familie von Unfallopfer klagt gegen Tesla

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Der in Mountain View verunglückte Tesla.

(Foto: dpa)

Ungemach für Tesla: Der US-Elektroautobauer ist von den Angehörigen eines Unfallopfers in Kalifornien verklagt worden. In der Ende April im Bezirk Santa Clara eingereichten Klage wirft die Verteidigung der Familie des Verunglückten dem Unternehmen vor, die Autopilot-Funktion des Elektroautos sei "fehlerhaft" gewesen. Sie habe daher den Tod des 38-jährigen Familienvaters verursacht, erklärten die Anwälte.

Der Fahrer war im März vergangenen Jahres in Mountain View in Kalifornien mit seinem Tesla X schwer verunglückt und später an seinen Verletzungen gestorben. Das Selbstfahrsystem war während der gesamten Fahrt und auch während des Unfalls eingeschaltet, wie die zuständigen örtlichen Verkehrsbehörden später in einem Bericht erklärten.

11:20 Uhr

Uhrenhändler Watches of Switzerland peilt Börsengang an

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(Foto: picture alliance / Philip Toscan)

Der britische Uhrenhändler Watches of Switzerland will wohl den Gang auf das glatte Londoner Börsenparkett wagen. Dabei sollen sowohl bestehende als auch neue Aktien der im Besitz des Finanzinvestors Apollo stehenden Gesellschaft angeboten werden, wie Watches of Switzerland mitteilte. Die Firma verkauft Uhren von Schweizer Herstellern wie Rolex, Cartier oder Omega und erwirtschaftet mit Ladengeschäften vor allem in Großbritannien einen Umsatz von 746 Millionen Pfund.

An der Börse könnte die Firma einem Insider zufolge auf einen Wert von bis zu einer Milliarde Pfund kommen. Mit der Transaktion seien Barclays und Goldman Sachs betraut worden.

11:12 Uhr

Dax macht kleinen Schritt nach oben

Der Dax hat sich nach dem 1. Mai etwas erholt gezeigt. Dafür waren unter anderem etwas besser ausgefallene Einkaufsmanagerindizes (PMIs) für April aus Frankreich und Italien verantwortlich. Der Frankfurter Leitindex stieg am späten Vormittag um 0,2 Prozent auf 12.367 Punkte. Allerdings ging es mit dem MDax um 0,3 Prozent auf 25.954 Zähler runter. Der TecDax fiel um 0,8 Prozent auf 2889 Stellen. Der EuroStoxx50 gab um 0,2 Prozent auf 3508 Punkte nach.

Weiter einsam an der Dax-Spitze waren VW mit plus 4,6 Prozent auf 162,18 Euro. Auch Bayer (plus 3,3 Prozent) und Deutsche Bank (plus 2,3 Prozent) zogen an.

10:48 Uhr

EU-Tribut an Trump: Flüssiggasimporte aus USA gestiegen

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(Foto: REUTERS)

Eigentlich kann sich US-Präsident Donald Trump nicht beschweren: Die Importe von Flüssiggas aus den Vereinigten Staaten sind nämlich in den vergangenen Monaten in Europa drastisch gestiegen. Die EU-Kommission sprach von einem Anstieg um 272 Prozent seit Juli 2018 im Vergleich zum selben Zeitraum davor. Die Summe für neun Monate lag demnach bei 10,4 Milliarden Kubikmetern.

Hintergrund ist eine Vereinbarung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit Trump vom Juli 2018. Trump hatte im Handelsstreit mit der EU gefordert, die Gemeinschaft müsse mehr Flüssiggas importieren. Gemessen am gesamten EU-Gasverbrauch von mehr als 400 Milliarden Kubikmetern pro Jahr ist der Anteil allerdings klein. Aus den USA kommen auch nur 13,4 Prozent des in die EU importierten Flüssiggases. Trump wird also weiter stänkern.

10:28 Uhr

Schwaches Ölgeschäft mindert Shell-Gewinn

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Öl- und Gaskonzern Shell hat im ersten Quartal angesichts niedrigerer Ölpreise etwas weniger verdient. Unter dem Strich blieb in den ersten drei Monaten ein Gewinn von 5,3 Milliarden US-Dollar und somit etwa zwei Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Die Schwäche im Ölgeschäft konnte teilweise durch höhere Preise für Flüssigerdgas (LNG) und Gas verglichen mit dem ersten Quartal 2018 ausgeglichen werden. Die Anpassung auf den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 16 wirkte sich mit 43 Millionen Dollar negativ auf das Ergebnis aus.

An die Aktionäre soll eine Dividende von 47 Cent gezahlt werden, was dem Betrag im Vorjahr entspricht. Shell-Chef Ben van Beurden zeigte sich optimistisch in Bezug auf die Ziele für 2020. Shell startet eine neue Tranche in seinem Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 2,75 Milliarden Dollar bis zum 29. Juli 2019.

10:09 Uhr

VW-Diesel-Abgasrechnung erreicht neue Marke

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(Foto: picture alliance/dpa)

Es ist ein teures Unterfangen: Die Kosten für den Dieselskandal haben bei Volkswagen die Marke von 30 Milliarden Euro erreicht. Im ersten Quartal verbuchte der Konzern eine weitere Milliarde Euro an Belastung für Rechtsrisiken in dem Zusammenhang mit der Manipulation von Diesel-Abgaswerten, wie aus dem Zwischenbericht der Wolfsburger hervorging. Darin seien Kosten für Rechtsanwälte, Vergleiche und für noch ausstehende Verfahren enthalten, sagte Volkswagen-Finanzvorstand Frank Witter in einer Telefonkonferenz.

Derzeit laufen in Deutschland mehr als 60.000 Einzelverfahren gegen Volkswagen oder Konzerngesellschaften, die meisten davon sind auf Schadenersatz oder Rückabwicklung gerichtet. Zudem klagen Aktionäre vor dem Oberlandesgericht Braunschweig.

09:54 Uhr

Thyssenkrupp verlieren weiter - Rekordtief rückt näher

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Thyssenkrupp 12,55

Erneut bluten muss die Aktie von Thyssenkrupp. Das Papier verbilligte sich in der ersten Handelsstunde um 2,2 Prozent, damit befand es sich im Einklang mit schwachen Kursen auch bei anderen Stahlaktien. Die Aktien nähern sich mit 12,27 Euro einem neuen Monatstief. Einen Ausverkauf befürchten Händler, falls auch das historische Tief bei 11,77 Euro aus dem März unterschritten werden sollte. Dann dürften die Stop-Loss-Marken von Fonds ausgelöst werden.

Auslöser der Kursverluste ist die vergangene Woche verlängerte Prüffrist der EU für die Stahlfusion mit Tata. Die Behörde hat sie erneut verlängert, und zwar um sieben Werktage bis zum 17. Juni.

09:27 Uhr

ING schweigt zur Commerzbank

Zurückhaltung in den Niederlanden: Die dortige Großbank ING liebäugelt mit Zukäufen. Das als Interessent für die Commerzbank gehandelte Geldhaus werde es sich anschauen, falls es zur Konsolidierung in einem seiner Märkte komme, bekräftigte ING-Chef Ralph Hamers anlässlich der Quartalszahlen.

Zu "Gerüchten" über ein Interesse an der Commerzbank wollte er sich ebenso wenig äußern wie zu einer möglichen Verlagerung der Zentrale nach Frankfurt im Falle einer Commerzbank-Übernahme. In Deutschland, dem zweitgrößten Markt der ING, wachse die Bank gut aus eigener Kraft, sagte Hamers.

09:20 Uhr

Dax tritt auf der Stelle

Dax
Dax 12.488,21

Der deutsche Aktienmarkt ist nach dem gestrigen Feiertag verhalten in den Handel gestartet. Der Dax stieg um 0,1 Prozent auf 12.352 Punkte. Der MDax verlor 0,1 Prozent auf 26.020 Zähler. Der TecDax bewegte sich mit 2911 auf dem Stand von Montag.

Volkswagen setzten sich nach überzeugenden Zahlen mit plus 2,6 Prozent an die Dax-Spitze. Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) notierten nach ihren Quartalsberichten je 1,3 Prozent höher.

Mein Name ist Wolfram Neidhard. Ich berichte für Sie über das heutige Marktgeschehen.

09:07 Uhr

Zalando rutscht trotz Wachstums tiefer in die roten Zahlen

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(Foto: www.imago-images.de)

Der Online-Modehändler Zalando ist im ersten Quartal weiter dynamisch gewachsen und hat mit seinem operativen Gewinn die Markterwartungen übertroffen. Unter dem Strich rutschte der Berliner MDax-Konzern aber tiefer in die roten Zahlen. Die Jahresprognose bestätigte der Konzern.

Das Bruttowarenvolumen stieg von Januar bis März um 23,1 Prozent auf 1,8 Milliarden, und der Umsatz kletterte um 15,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sprang dank einer verbesserten Bruttomarge auf 6,4 Millionen Euro, von 0,4 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der den Aktionären zuzurechnende Verlust nach Steuern weitete sich aber auf minus 17,6 Millionen von minus 15,1 Millionen Euro aus. Analysten hatten im Konsens unter dem Strich mit einer deutlichen Verringerung des Verlustes auf 4,8 Millionen, einem bereinigten Ebit von 4,9 Millionen und einem Umsatz von 1,375 Milliarden Euro gerechnet.

08:56 Uhr

Kaum Bewegung an Asien-Märkten - Feiertage in Japan und China

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich nach dem Zinsentscheid in den USA kaum bewegt. Es gab wenig Impulse, zumal die Börsen in Japan und China wegen Feiertagen geschlossen blieben. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte notierte 0,2 Prozent fester.

Die US-Notenbank Fed hatte gestern Abend der Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer Zinssenkung eine Absage erteilt und den Leitzins nicht angetastet. Zugleich kündigte sie an, bei geldpolitischen Entscheidungen "geduldig" agieren zu wollen. Dieses Schlüsselwort gilt als Fingerzeig, dass die Zentralbank vorerst keine weiteren Erhöhungen plant - aber eben auch keine Senkungen, wie sie Trump fordert.

08:41 Uhr

Hugo Boss verschreckt Anleger mit Gewinnrückgang

Hugo Boss
Hugo Boss 37,61

Schlechte Nachrichten für die Anleger von Hugo Boss: Umbaukosten, Aufwendungen für die Digitalisierung wie auch Währungseffekte haben dem Modekonzern im ersten Quartal zugesetzt. Doch trotz des operativen Gewinnrückgangs (Ebit) um 22 Prozent auf 55 Millionen Euro bekräftigte Vorstandschef Mark Langer allerdings die Jahresziele.

Beim Umsatz verbuchte Boss zum Jahresauftakt ein Plus von zwei Prozent auf 664 Millionen Euro. Während das Asiengeschäft und der Onlinehandel zulegten, war die Entwicklung in den USA und Kanada rückläufig. Die Anleger reagierten enttäuscht: Im frühen Handel bei Lang & Schwarz gaben die MDax-Titel um 3,7 Prozent nach.

08:11 Uhr

Ölpreise geben leicht nach

WTI Oil
WTI Oil 53,39

Die Ölpreise sind im frühen Handel leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 71,92 US-Dollar. Das waren 26 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 24 Cent auf 63,36 Dollar. Belastet wurden die Ölpreise zuletzt durch die US-Produktion, die auf immer neue Rekordstände steigt. Daten des amerikanischen Energieministeriums vom Mittwoch zeigten zudem einen starken Aufbau der Bestände an Rohöl. Die Erdölpreise gerieten daraufhin unter Druck.

07:41 Uhr

Der Eurokurs erholt sich etwas

Der Euro hat sich etwas von seinen deutlichen Verlusten vom Mittwochabend erholen können. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1205 US-Dollar und damit etwas mehr als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs feiertagsbedingt zuletzt am Dienstag auf 1,1218 Dollar festgesetzt. Am Mittwochabend hatte ein überraschend zuversichtlicher US-Notenbankchef dem amerikanischen Dollar Rückenwind verliehen. Im Gegenzug geriet der Euro unter Druck.

07:36 Uhr

Volkswagen bleibt trotz Gewinnrückgang auf Kurs

VW Vorzüge
VW Vorzüge 162,04

Volkswagen hat wegen der schwächeren Autokonjunktur zu Jahresbeginn einen Gewinnrückgang verbucht. Der Betriebsgewinn sank in den ersten drei Monaten binnen Jahresfrist um sieben Prozent auf 3,9 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Damit fiel der Rückgang nicht so hoch aus wie bei einigen Konkurrenten. Analysten hatten exakt mit einem Gewinn in dieser Höhe gerechnet. Der Umsatz stieg überraschend um drei Prozent auf 60 Milliarden Euro. Hier hatten die Experten einen deutlich geringeren Zuwachs prognostiziert. Volkswagen legte im ersten Quartal rund eine Milliarde Euro für Rechtsrisiken zur Seite.

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07:33 Uhr

Dax niedriger erwartet

Dax
Dax 12.483,25

Nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed wird der Dax heute Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex 0,1 Prozent höher bei 12.344 Punkten geschlossen. Die Federal Reserve hatte  gestern Abend der Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer Zinssenkung eine Absage erteilt und den Leitzins nicht angetastet. Zugleich kündigte sie an, bei geldpolitischen Entscheidungen "geduldig" agieren zu wollen. Dieses Schlüsselwort gilt als Fingerzeig, dass die Zentralbank vorerst keine weiteren Erhöhungen plant - aber eben auch keine Senkungen, wie sie Trump fordert. Einen genauen Blick werden Anleger auch nach Großbritannien werfen. Die Bank of England (BoE) entscheidet über die künftige Geldpolitik. Experten rechnen allerdings nicht damit, dass die Währungshüter vor einer endgültigen Brexit-Entscheidung an den Zinsen rütteln. Daneben stehen erneut zahlreiche Geschäftszahlen auf der Tagesordnung, darunter die drei Dax-Konzerne Fresenius, Fresenius Medical Care und VW. Auch Siemens Healthineers, Hugo Boss, Zalando und einige Unternehmen aus dem Ausland berichten über den Verlauf des vergangenen Quartals.

07:25 Uhr

Aktienmärkte in Ostasien mit dünnen Umsätzen

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich heute uneinheitlich. Da in China und Japan die Börsen feiertagsbedingt noch immer geschlossen sind, sind die Umsätze dünn. In Seoul legen die Kurse im Schnitt um 0,4 Prozent zu. In Hongkong geht es um 0,6 Prozent nach oben. Dagegen fällt in Sydney der S&P/ASX-200 um 0,8 Prozent. Die Börse in Singapur liegt 0,5 Prozent im Minus.