Donnerstag, 20. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Wachsende Konjunkturskepsis drückt den Dax runter

Es war heute ein Handelstag mit viel Skepsis auf dem Frankfurter Börsenparkett. Steigende Corona-Infektionszahlen und warnende Worte der US-Notenbank Fed mit Blick auf die angespannte Lage bei der weltgrößten Volkswirtschaft verunsicherten die Anleger. Am Nachmittag kamen dann noch schlechter als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt.

Dax
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So entfernte sich der Dax von der 13.000er-Marke und schloss 1,1 Prozent tiefer bei 12.830 Punkten. Der MDax sackte um 0,7 Prozent auf 27.208 Zähler, der TecDax um 0,9 Prozent auf 3083 Stellen ab. Der EuroStoxx50 notierte 1,3 Prozent tiefer bei 3276 Punkten.

Bei den Einzelwerten standen Delivery Hero und Wirecard im Blick, nachdem die Deutsche Börse gestern Abend mitgeteilt hatte, dass der insolvente Zahlungsabwickler am kommenden Montag Dax und TecDax verlassen muss. Dafür steigt - wie bereits erwartet - der Online-Essenslieferdienst Delivery Hero in den Leitindex auf und der Laserspezialist LPKF Laser & Electronics zieht in den Technologiewerte-Index ein.

Im MDax ging es für Delivery Hero um knapp 1,7 Prozent abwärts. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Wirecard verloren an ihrem vorletzten Tag im Dax 4,6 Prozent. Die Anteilsscheine von Aixtron, die für Delivery in den MDax aufsteigen, gaben ebenfalls nach und verloren 1,6 Prozent. Hornbach Baumarkt verbilligten sich um 0,7 Prozent. Sie werden von Montag an Aixtron im SDax ersetzen.

17:14 Uhr

Garantiezins für Lebensversicherungen bleibt wohl vorerst

Die deutschen Lebensversicherer müssen den Garantiezins auf ihre Policen Insidern zufolge zum Jahreswechsel vorerst nicht senken. Die geplante Senkung des Höchstrechnungszinses von 0,9 Prozent zum 1. Januar 2021 sei den Turbulenzen in der Coronakrise zum Opfer gefallen, hieß es. Nun wäre es für eine Änderung der Verordnung zu spät, auch weil die Lebensversicherer nach Angaben der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) mindestens ein halbes Jahr brauchen, um die Tarife entsprechend anzupassen.

Die Finanzaufsicht Bafin will trotzdem darauf dringen, dass die Versicherer keine Produkte mit einer garantierten Verzinsung von 0,9 Prozent auf den Sparanteil mehr entwickeln. Viele könnten sie sich wegen der Niedrigzinsen am Kapitalmarkt schlicht nicht mehr leisten.

Lebensversicherung

Lebensversicherung

(Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa)

16:51 Uhr

Aktienkurs von Medikamentenentwickler geht steil hoch

Der Aktienkurs von Oragenics ist an der Wall Street steil nach oben gegangen. Das Papier legte um rund 25 Prozent auf 1,09 Dollar zu.

Der Medikamentenentwickler hat im Rennen um einen Corona-Impfstoff eine Vereinbarung mit dem Pharmaunternehmen Avid Bioservices geschlossen. Dabei gehe es um die Bereitstellung von analytischer Methoden- und Prozessentwicklung und Herstellung von Arzneimittelsubstanzen für die Entwicklung des Impfstoffkandidaten Terra CoV-2.

16:35 Uhr

Delivery Hero will Amazon kräftig ärgern

Delivery Hero
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Ab morgen Abend neu im Dax und schon viel vor: Delivery Hero will ultraschnelle Lieferungen in 15 Minuten zum neuen Standard machen. Nach Angaben von "Business Insider" sollen die Delivery-Kuriere neben Essenslieferungen künftig auch Supermarkteinkäufe, Blumen und Medikamente innerhalb von Minuten zu den Kunden bringen.

Damit würde der Berliner Konzern eine neue Ära im Onlinehandel starten und damit einen Frontalangriff auf Platzhirsch Amazon starten. Dem Portal zufolge arbeiten auch die Amerikaner an einem ähnlichen Konzept. Die Frage ist nur, ob sich damit viel Geld verdienen lässt.

Was macht die Delivery-Hero-Aktie? Ihr Kurs fiel am späten Nachmittag um 1,9 Prozent.

16:09 Uhr

Wall Street schwächer - Curevac-Kurs schießt hoch

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Die Furcht vor einer schleppenden Wirtschaftserholung hat die Anleger an der Wall Street wieder äußerst vorsichtig gemacht. Neben einer verhaltenen Prognose der US-Notenbanker trübte auch ein Schwächesignal vom Arbeitsmarkt die Stimmung. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,6 Prozent auf 27.540 Punkte ab. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,3 Prozent auf 3364 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 11.151 Punkten auf der Stelle.

Aktien des Chipherstellers Nvidia fielen um rund 1 Prozent, obwohl der Konzern im dritten Quartal insgesamt mehr umsetzte als erwartet. Investoren zeigten sich enttäuscht über die Resultate in der Rechenzentrum-Sparte.

Die Verhandlungen mit der EU über die Lieferung von 225 Millionen Coronaimpfstoff-Dosen lockten hingegen Anleger in Aktien des deutschen Biotechunternehmens Curevac. Die Papiere legten mehr als 11 Prozent zu.

15:50 Uhr

Auch mit dem Philly-Fed ist kein Staat zu machen

Der Weg der USA raus aus dem Corona-Schlamassel ist noch weit. Eine weitere schlechte Nachricht ist Beleg dafür. Die Lage der Industrie in der Region Philadelphia hat sich im August stärker eingetrübt als erwartet. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia, der sogenannte Philly-Fed, sank auf plus 17,2 Punkte von plus 24,1 im Juli. Ökonomen hatten nur einen Rückgang auf plus 20,0 Punkte erwartet.

Besonders schwach entwickelte sich der Subindex für die Beschäftigung, er fiel auf plus 9,0 Punkte von plus 20,1 im Vormonat. Der Subindex für die Neuaufträge sank auf 19,0 Punkte von 23,0 im Vormonat.

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Blick auf Philadelphia.

(Foto: imago/Loop Images)

15:35 Uhr

So setzen Anleger auf den Megatrend der Zukunft

Die Corona-Pandemie beschleunigt in vielen Bereichen den nötigen Wandel, zum Beispiel den der Digitalisierung. Damit ist auch die Mobilität der Zukunft unmittelbar verknüpft. Welche Konzepte gelten weiterhin, welche treiben die Mobilisierung neu voran - und warum ist der Megatrend für Anleger so interessant? Darüber spricht Bianca Thomas mit Thilo Wolf von BNY Mellon Investment Management.

14:42 Uhr

Hiobsbotschaft vom US-Jobmarkt - mehr Erstanträge als erwartet

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(Foto: dpa)

Negative Überraschung aus Übersee: Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 15. August wider Erwarten zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 135.000 auf 1,106 Millionen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 923.000 vorhergesagt.

Für die Vorwoche wurde der Wert nach oben revidiert, auf 971.000 von ursprünglich 963.000. Der gleitende Vierwochendurchschnitt verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 79.000 auf 1,176 Millionen.

In der Woche zum 8. August erhielten 14,844 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung. Dies war eine Abnahme gegenüber der Vorwoche um 636.000.

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14:34 Uhr

Heiß begehrter Corona-Impfstoff: EU sondiert mit Curevac

Ein Mann pipettiert in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens CureVac eine Flüssigkeit. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild)

Die Europäische Union will sich den potenziellen Corona-Impfstoff des Biotech-Unternehmens Curevac sichern. Die Brüsseler Kommission schloss Sondierungsgespräche mit den Tübingern ab. Dabei geht es um den Kauf von zunächst 225 Millionen Impfstoff-Einheiten. Laut Curevac sieht der geplante Vertrag zudem eine Option auf den Kauf von weiteren 180 Millionen Dosen vor.

Der Vertrag würde es allen 27 EU-Mitgliedstaaten erlauben, den Impfstoff zu kaufen sowie diesen an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu spenden oder in andere europäische Länder zu geben. Die Kommission führt zudem intensive Gespräche mit anderen Impfstoffherstellern.

14:11 Uhr

Türkei-Notenbank macht nichts - Lira sackt weiter ab

Die türkische Notenbank hält still, die Lira geht weiter den Bach runter. Die türkische Währung wertete weiter ab, nachdem die Zentralbank hat den Leitzins unverändert bei 8,25 Prozent belassen hatte.

Der US-Dollar stieg nach dem Zinsentscheid bis auf 7,3559 Lira. Aktuell notiert er bei 7,3459, vor Bekanntgabe des Entscheids waren es 7,2978 Lira. Ihr bisheriges Rekordtief zum Dollar erreichte die türkische Währung am 10. August, als für den Dollar bis zu 7,4276 Lira gezahlt wurden.

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(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

13:58 Uhr

36 Geldwäsche-Verdachtsmeldungen gegen Wirecard-Führung

Neues vom Skandalkonzern: Der Anti-Geldwäsche-Einheit des Zolls liegen Dutzende Verdachtsmeldungen gegen Spitzenvertreter von Wirecard vor. Seit Februar 2019 gingen bei der Financial Intelligence Unit (FIU) 36 Geldwäscheanzeigen gegen Vorstände und Aufsichtsräte des Konzerns ein. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Danyal Bayaz hervor, über die das "Handelsblatt" berichtete. Teilweise gab die FIU die Anzeigen demnach erst nach mehr als einem Monat an die Strafverfolgungsbehörden weiter. 16 Anzeigen waren Anfang August noch in Bearbeitung.

Die Wirecard-Aktie, die morgen aus Dax und TecDax fliegt, notierte 1,0 Prozent tiefer bei 1,33 Euro.

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13:42 Uhr

Konjunktursorgen dürften Wall Street bremsen

Am Donnerstag dürfte es an der Wall Street zunächst nach unten gehen. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten eine etwas leichtere Eröffnung an. Den Anlegern dürften noch die gestrigen konjunkturskeptischen Aussagen der US-Notenbank Fed in den Ohren klingen. Im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung hatten die Notenbanker betont, dass die US-Wirtschaft vor allem mehr staatliche Unterstützung benötige, um die Corona-Krise zu bewältigen. Verhandlungen zwischen den Demokraten und den Republikanern über weitere Hilfsmaßnahmen kommen aber seit Wochen nicht voran.

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(Foto: REUTERS)

Linderung könnten diese Ängste durch neue Konjunkturdaten erfahren. Vor der Startglocke werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche veröffentlicht. Volkswirte schätzen, dass die Zahl der Anträge auf 923.000 von 963.000 zurückgegangen ist. Auf dem Höhepunkt der Krise Ende März beantragten weit über 6 Millionen Amerikaner erstmals Arbeitslosenhilfe. Zeitgleich mit den Erstanträgen wird der Philadelphia-Fed-Index für August veröffentlicht. Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn folgt der Index der Frühindikatoren aus dem Juli.

Unter den Einzelwerten dürften Intel mit einem Aktienrückkauf im Fokus stehen. Der Chipkonzern nutzt den Einbruch seines Aktienkurses, um bis Ende des Jahres Aktien für bis zu 10 Milliarden Dollar zurückzukaufen. Im vorbörslichen Handel stieg der Intel-Kurs um 4 Prozent.

13:21 Uhr

"Zinsfeind" hat türkische Notenbanker fest im Griff

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Recep Tayyip Erdogan will keine Zinsanhebung.

(Foto: picture alliance / Pool Presdent)

Trotz der Talfahrt der Lira hat die türkische Zentralbank ihren Leitzins nicht angehoben. Dieser werde bei 8,25 Prozent belassen, teilte sie mit. Zuvor hatte die Notenbank den Zinssatz in einem fast ein Jahr lang währenden Lockerungszyklus von 24 Prozent auf den aktuellen Satz heruntergeschraubt. Mit dem billigeren Geld sollte die Konjunktur angekurbelt werden. Die Erholung nach dem Pandemie-bedingten Einbruch gewinne an Kraft, erklärte die Zentralbank.

Den Notenbankern steht Präsident Recep Tayyip Erdogan im Wege. Dieser hatte sich wiederholt als "Zinsfeind" bezeichnet. Nach Einschätzung der Commerzbank-Ökonomin Esther Reichelt wäre es an der Zeit gewesen, die Zinsschraube anzuziehen.

  • "Nur mit einer offiziellen und signifikanten Leitzinserhöhung kann die Notenbank dem Markt beweisen, dass sie sich nicht scheut, die Zinsen auch entgegen Präsident Erdogans explizitem Wunsch zu erhöhen, wenn es ökonomisch gerechtfertigt ist, um die Lira zu stabilisieren und die Finanzierung des Leistungsbilanzdefizits zu gewährleisten."
12:38 Uhr

Notenbanken fahren Dollar-Kreditgeschäfte zurück

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(Foto: imago images / blickwinkel)

Nach zeitweiligen Engpässen im Zuge der Corona-Krise verläuft international die Versorgung der Banken mit günstigen Dollar-Krediten offenbar wieder in ruhigeren Bahnen. Die EZB, die Bank von England, Japans Notenbank, sowie die Schweizerische Nationalbank vereinbarten deshalb gemeinsam, die Weltleitwährung mit einer Laufzeit von sieben Tagen nur noch einmal die Woche anzubieten statt wie bisher dreimal, wie die EZB mitteilte. Dies solle ab dem 1. September gelten.

Die Zentralbanken hatten in der Krise die Dollar-Kreditgeschäfte mit einwöchiger Laufzeit zeitweise sogar täglich aufgelegt. Damit wollten sie dafür sorgen, dass Geldhäuser und Unternehmen weiterhin zu günstigen Konditionen die US-Währung erhalten. Auch sollte dadurch Spannungen an den globalen Finanzierungsmärkten entgegengesteuert werden.

12:16 Uhr

Energiepreise drücken deutsche Inflation

Die deutschen Produzenten haben ihre Preise im Juli gegenüber dem Vormonat nur leicht erhöht. Im Jahresvergleich gingen die Erzeugerpreise sogar deutlich zurück. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Preise gegenüber Juni um 0,2 Prozent, Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,1 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Rückgang um 1,7 Prozent. Die Prognose hatte auf ein Minus von 1,8 Prozent gelautet.

Hauptverantwortlich für den Rückgang auf Jahressicht waren die Energiepreise: Diese waren im Durchschnitt 5,8 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Besonders starke Preisrückgänge waren für Erdgas in der Verteilung (14,1 Prozent) und Mineralölerzeugnisse (16,7 Prozent) zu verzeichnen. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 0,5 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

11:55 Uhr

Jetzt geht's los: VW startet Produktion des E-SUV in Zwickau

Neue Ära des Automobilbaus in Westsachsen: Volkswagen hat im Zwickauer Werk mit der Serienproduktion seines ersten vollelektrischen SUV begonnen. Ende September soll der Stadtgeländewagen mit dem Namen ID.4 der Öffentlichkeit vorgestellt werden, wie der Dax-Konzern mitteilte.

Nach dem ID.3 sei es bereits das zweite Modell auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB), sagte Markenchef Ralf Brandstätter. Die Plattform MEB soll die einheitliche Technik für verschiedene E-Modelle liefern. Der ID.4 soll künftig in Europa, in China und später auch in den USA mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern gebaut und verkauft werden. Das Zwickauer Werk spielt nach Angaben von Volkswagen eine "Schlüsselrolle" beim Wechsel des Autobauers zur E-Mobilität.

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Der ID.4

(Foto: VW)

11:36 Uhr

Handelszoff: China reagiert mild auf Trump-Äußerung

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(Foto: imago images/Future Image)

China und die USA wollen nach Aussage Pekings bald über die Fortschritte ihres Handelsabkommens sprechen. Beide Seiten hätten vereinbart, "in naher Zukunft" ein Telefonat zu führen, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking. Erst am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, geplante Gespräche mit China zur Überprüfung der erzielten Fortschritte seit dem Abschluss eines Teilhandelsabkommen im Januar bis auf Weiteres abgesagt zu haben.

Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten hatte sich zuletzt in einen Technologiestreit gewandelt. Die USA waren scharf gegen den chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei und die bekannte Social-Media-App Tiktok vorgegangen.

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11:29 Uhr

Corona zieht CTS Eventim in die roten Zahlen

Corona ist regelrecht Gift für CTS Eventim: Der Umsatz des Ticketvermarkters ist wegen des Wegfalls von Großveranstaltungen regelrecht eingebrochen. Im zweiten Quartal fiel er um 96,6 Prozent auf 13,9 Millionen Euro. Das normalisierte operative Ergebnis (Ebitda) rutschte auf minus 16,2 Millionen Euro von 54,7 Millionen im Vorjahr. Die Senkung von Kosten und Investitionen hätte für Entlastung gesorgt, teilte CTS mit.

Eine Prognose für das Gesamtjahr sei wegen der Unsicherheiten durch die Coronavirus-Pandemie allerdings nicht möglich. "Dass es inzwischen wieder Veranstaltungen mit mehreren hundert Besuchern gibt, ist ein hoffnungsvolles Zeichen", sagte Unternehmenschef Klaus-Peter Schulenberg.

11:12 Uhr

Nordeuropas Börsen bei Gewinnen weit vorn - nur Oslo schwach

Ein Blick auf Nordeuropa lohnt sich auch mal: Die dortigen Börsen liegen nämlich in der Jahres-Performance weit vorn - und das trotz der Ablehnung des Plans von US-Präsident Donald Trump, der Grönland für Puerto Rico eintauschen will. In Dollar gerechnet hat die Börse in Kopenhagen seit Jahresbeginn gut 21 Prozent gewonnen, wie eine Statistik von Wellenreiter-Invest zeigt. In Stockholm sind es 8,1 Prozent und in Helsinki 6,2 Prozent Zuwachs.

Global stellen diese Länder in diesem Jahr die beste, die drittstärkste und die viertstärkste Börse. Dazwischen geschoben hat sich lediglich Taiwan mit 9,1 Prozent Plus. Und relativ weit geschlagen ist die Öl-lastige Osloer Börse mit einem Minus von 12,4 Prozent.

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Blick auf Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen.

(Foto: imago images / Westend61)

10:38 Uhr

Dax erlebt einen Vormittag zum Vergessen

Der Dax hat den Konjunkturpessimismus der US-Notenbank Fed noch immer nicht verdaut und am Vormittag seine Verluste ausgebaut. Der Leitindex sackte um 1,7 Prozent auf 12.757 Punkte ab. Der EuroStoxx50 verringerte sich um 1,8 Prozent auf 3259 Stellen.

Außer Vonovia, Deutsche Wohnen und Wirecard lagen alle Dax-Werte im Minus. Schwach präsentierten sich die Autowerte: VW verloren 2,1 und Daimler 2,4 Prozent. BMW und Continental standen nur unwesentlich besser da.

Gleiches galt für die Finanzwerte: Deutsche Bank verbilligten sich um 2,6 Prozent und Commerzbank um 3 Prozent.

Im MDax wurden K+S mit minus 4,4 Prozent und Thyssenkrupp mit minus 4,1 Prozent abgestraft.

10:12 Uhr

TAG Immobilien liefert gute Zahlen - Aktienkurs steigt kräftig

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Einen guten Tag in einem insgesamt schwierigen Umfeld hat die Aktie von TAG Immobilien erwischt: Sie legte am Vormittag um 4,2 Prozent zu.

Steigende Mieten in Ballungszentren haben das Hamburger MDax-Unternehmen weiter angetrieben. Im ersten Halbjahr erhöhte sich die für Immobilienunternehmen wichtige operative Kenngröße FFO1 (Funds from Operations) im Jahresvergleich um rund 8 Prozent auf 86,5 Millionen Euro. Dieses Jahr soll die Kenngröße laut der aktuellen Prognose wie bereits bekannt auf 168 bis 170 Millionen Euro zulegen. Allerdings sei eine Anhebung der Prognose im weiteren Jahresverlauf möglich.

Die Corona-Pandemie trifft deutsche Wohnungskonzerne im Vergleich zu anderen Branchen kaum, auch wenn viele von ihnen während der Krise auf Kündigungen infolge von Zahlungsschwierigkeiten sowie auf Mieterhöhungen verzichten.

09:53 Uhr

Geplante Kapitalerhöhung setzt Schaeffler-Aktie kräftig zu

Die Meldung über eine geplante Kapitalerhöhung hat der Schaeffler-Aktie kräftig zugesetzt. Das im SDax notierte Papier rauschte um 6,4 Prozent nach unten.

Der Autozulieferer will bis zu 200 Millionen neue Vorzugsaktien begeben. Das Kapital von Schaeffler ist derzeit in 500 Millionen Stammaktien und 166 Millionen stimmrechtslose Vorzugsaktien eingeteilt.

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09:35 Uhr

Corona macht Fahrradhändler glücklich

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das Fahrrad hat in Deutschland - vor allen in den Großstädten - derzeit Hochkonjunktur. So gehören die entsprechenden Händler zu den größten Gewinnern der Corona-Pandemie. Schlecht läuft es hingegen beim Verkauf von Kleidung und Autos. Das ergab eine Umfrage des Ifo Instituts.

Nahezu alle Fahrradhändler sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Der Wert liegt bei 95 von 100 möglichen Punkten. "Die Fahrradhändler erleben einen regelrechten Boom", sagt Klaus Wohlrabe, der Leiter der Ifo-Befragungen.

09:19 Uhr

Airbnb plant IPO

Der Apartment-Vermittler Airbnb ist auf dem Weg an die Börse. Das Unternehmen aus San Francisco reichte einen vertraulichen Antrag für eine Aktienplatzierung ein. Wie viele Aktien und zu welchem Preis dabei angeboten werden sollen, werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, teilte Airbnb mit.

Airbnb hatte schon seit einiger Zeit einen Börsengang für dieses Jahr in Aussicht gestellt, wegen der Corona-Krise war jedoch unklar, ob es dazu kommen werde. Start-ups in den USA haben die Möglichkeit, ihren Antrag für einen Börsengang vertraulich bei der Börsenaufsicht SEC einzureichen - und die Informationen erst später öffentlich zu machen.

09:12 Uhr

Dax startet mit starkem Verlust - Fed verunsichert Anleger

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Rote Zahlen in Frankfurt: Der deutsche Aktienmarkt ist mit deutlichen Verlusten in den Handel gestartet. Der Dax verlor 1,2 Prozent auf 12.819 Punkte. Der MDax gab um 1,0 Prozent auf 27.126 Zähler, der TecDax um 0,8 Prozent auf 3086 Stellen nach. Der EuroStoxx50 notierte 1,3 Prozent tiefer bei 3274 Punkten.

Die Märkte reagierten verschnupft auf die US-Notenbank, sagt Heino Ruland von Ruland Research. Die Fed sehe in der Bewältigung der Krise nun die Fiskalpolitik und damit die Regierung in der Pflicht. "Von dieser ist aber erst einmal nichts zu erwarten", so Ruland mit Blick auf den Streit im Kongress. So stocken die Verhandlungen über eine Fortsetzung der Corona-Hilfen weiterhin, während der Präsidentschaftswahlkampf in die heiße Phase eintritt.

08:58 Uhr

US-Dollar bleibt gegenüber Euro auf Erholungskurs

Der US-Dollar hat seine gestrige kräftige Erholung verteidigt, nachdem er an den fünf Tagen zuvor jeweils nachgegeben hatte. Der Euro notierte am Morgen bei 1,1842 Dollar nach 1,1840 Dollar gestern Abend und seinem Mittwoch-Hoch von gut 1,1950 Dollar.

Etwa die Hälfte seiner Gewinne habe der Dollar nach Bekanntwerden des Protokolls der jüngsten US-Notenbanksitzung eingefahren, hieß es bei den Experten der Deutschen Bank. Aus dem Protokoll lasse sich keine besondere Dringlichkeit der Währungshüter zu weiteren Maßnahmen in der Corona-Pandemie ableiten.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,19

08:38 Uhr

Schaeffler plant Kapitalerhöhung

Schaeffler Vz
Schaeffler Vz 5,81

Schaeffler braucht Geld: Der Auto- und Industriezulieferer bereitet deshalb eine Kapitalerhöhung vor. Eine außerordentliche Hauptversammlung solle genehmigtes Kapital für eine mögliche Bezugsrechtskapitalerhöhung um bis zu 200 Millionen Vorzugsaktien schaffen, teilte das Herzogenauracher Unternehmen mit.

Man wolle mit diesem Schritt die Transformation vorantreiben, potenzielle Wachstumschancen nutzen und den Streubesitz erhöhen. Die Hauptversammlung, auf der die Eignerfamilie Schaeffler das alleinige Stimmrecht hat, soll am 15. September online stattfinden.

08:25 Uhr

Vorschusslorbeer für Delivery Hero - Kurs steigt vorbörslich

Das schwarze Schaf geht endlich, ein Essenslieferant kommt: Der Dax bekommt mit Delivery Hero ein neues Mitglied, Wirecard verschwindet dafür aus der Liste. Die Anleger sind freudiger Erwartung und langen bei Delivery Hero schon mal zu. Um rund 3 Prozent ist es für die Aktie im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz hochgegangen.

Wird die Vorfreude den ganzen Tag über anhalten? "Schaun mer mal", sagte einmal ein bayerischer Fußball-Philosoph.

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(Foto: picture alliance / dpa)

 

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08:09 Uhr

Dax vor verhaltener Premiere von Delivery Hero

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Gestern hatte der deutsche Leitindex 0,7 Prozent höher bei 12.977 Punkten geschlossen. Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners verwies auf die jüngsten Fed-Protokolle. Die US-Notenbank erwarte eine langsamere wirtschaftliche Erholung. "Damit passt die Prognose der Fed nicht zu den steil nach oben gelaufenen Aktienindizes."

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Im Dax ist einer der größten Bilanzskandale der Bundesrepublik bald Geschichte, Wirecard fliegt aus der ersten Börsenliga. Nachfolger wird Delivery Hero, wie die Deutsche Börse gestern Abend mitteilte. Dessen Platz im Nebenwerteindex MDax nimmt der Anlagenbauer Aixtron ein. In den Kleinwerte-Index SDax steigt die Hornbach-Baumarkt-AG auf. Die Mutter der Baumarktkette, die Hornbach Holding, gehört bereits dem SDax an. Auch aus dem Technologieindex TecDax scheidet Wirecard aus und wird dort durch den Laser-Maschinenbauer LPKF Laser ersetzt. Die Änderungen werden am Montag wirksam.

Quartalszahlen kommen von TAG Immobilien und CTS Eventim. Aus den USA stehen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie Frühindikatoren an.

07:27 Uhr

Asien-Märkte nach Fed-Einschätzung geknickt

Die asiatischen Märkte zeigen sich von der vorsichtigen Einschätzung der US-Notenbank zur Wirtschaft beeindruckt und reagieren mit Kursverlusten. Die Marktstimmung war zunächst optimistisch, bis die politischen Entscheidungsträger der Fed Unsicherheiten über die Erholung in den USA äußerten.

Nikkei
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Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1 Prozent tiefer bei 22.882 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,8 Prozent und lag bei 1601 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,3 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 106,01 Yen und stagnierte bei 6,9218 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9143 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1846 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0834 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3106 Dollar.