Donnerstag, 25. November 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax hat ein Erfolgserlebnis - Energiewerte sehr stark

Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage haben sich Anleger am deutschen Aktienmarkt zurückgemeldet. Kursrücksetzer der vergangenen Tage wurden heute zum Einstieg genutzt. Allerdings schmorten die europäischen Börsen im eigenen Saft, weil in den Vereinigten Staaten feiertagsbedingt kein Handel stattfand.

Dax
Dax 15.263,11

Die explodierenden Corona-Fallzahlen dämpften die Kauflaune der Investoren. Parallel dazu drückten Pandemie und steigende Inflation den GfK-Index, der die Kauflaune der deutschen Verbraucher widerspiegelt, auf den niedrigsten Stand seit einem halben Jahr.

Der Dax konnte sich nach fünf Tagen mit Verlusten zu einem kleinen Gewinn aufraffen, der deutsche Leitindex ging bei einem Plus von 0,3 Prozent mit 15.918 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent höher bei 4293 Zählern.

Die Klimaziele der künftigen Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP gaben  den Ökostromwerten Auftrieb. Nordex gewannen 7,5 Prozent, SMA Solar rückten um 4,5 Prozent vor.

RWE
RWE 34,16

Der Koalitionsvertrag beinhaltet nach Einschätzung der Analysten der UBS einen dringend benötigten Katalysator für den Versorgungssektor. RWE lagen mit einem Plus von 6,8 Prozent klar an der Dax-Spitze. Der Konzern dürfte angesichts der starken Aussagen der Ampelkoalition zu erneuerbaren Energien profitieren. Eon würde von dem neuen Plan zum Netzausbau und den einfacheren Planungsprozessen profitieren - die Aktie verteuerte sich um 2,5 Prozent.

Im TecDax schossen Jenoptik um 7,9 Prozent nach oben. Auf ein positives Echo stieß im Handel die Nachricht über den Verkauf der Jenoptik-Tochter Vincorion für 130 Millionen Euro.

Synbiotic gewannen 33 Prozent. Nach Einschätzung von Hauck & Aufhäuser ist das Unternehmen ein klarer Gewinner einer möglichen Cannabis-Legalisierung unter der neuen Ampelregierung in Berlin.

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17:14 Uhr

Im MDax wird es Bewegung geben

MDax
MDax 33.774,43

Die Übernahmen von Hella und Zooplus prägen die Diskussion um Veränderungen in der Dax-Familie mit Blick auf den nächsten Austauschtermin am 17. zum 20. Dezember. Sollten die Streubesitz-Anteile der beiden Unternehmen noch im November unter zehn Prozent fallen, würden sie nach Ablauf von zwei Handelstagen aus dem MDax entnommen. Dann würden sie kurzfristig durch Deutsche Wohnen und durch Encavis ersetzt. Falls das so kommt, würde die Aktie der Continental-Abspaltung Vitesco für den Wind- und Solarparkbetreiber Encavis in den SDax aufsteigen.

Sollte der Streubesitz des Autozulieferers Hella und des Haustierbedarfsanbieters Zooplus über der Schwelle von zehn Prozent bleiben, würden die beiden Aktien erst am Abend des 17. Dezember den MDax verlassen, sie würden dann in den SDax absteigen. Encavis würden dann nach dem derzeitigen Stand nicht aufsteigen, denn dann würde nicht mehr die Rangliste von Anfang November gelten, sondern die neue von Anfang Dezember. Und laut dieser wären neben Deutsche Wohnen, Shop Apotheke oder Sixt der Nachrücker, wobei Shop Apotheke aktuell leicht die Nase vorn haben dürften. So, liebe Leserinnen und Leser, ich hoffe, dass alles klar ist.

17:01 Uhr

Wie kann es genug Nahrung und Wasser für alle Menschen geben?

Wie wird sich die Welt in Zukunft ernähren und was muss passieren, damit es auch in ein paar Jahrzehnten noch genug Nahrung und Wasser für alle gibt? Und warum sind diese Fragen möglicherweise auch für Anleger interessant? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Joachim Nareike von der Fondsgesellschaft Schroders.

16:38 Uhr

EZB hält sich laut Protokollen alle Optionen offen

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(Foto: imago images/Ralph Peters)

Die EZB will sich bei ihrer anstehenden Kursbestimmung für die Zeit nach der akuten Corona-Pandemie noch nicht zu sehr festlegen. Womöglich werde auch mit den im Dezember verfügbaren Daten die Unsicherheit mit Blick auf den mittelfristigen Inflationsausblick noch nicht beseitigt sein, heißt es in den heute veröffentlichten Protokollen zur Zinssitzung vom 28. Oktober.

Die EZB will auf ihrer Sitzung Mitte Dezember den weiteren Kurs abstecken. Es wird ein Beschluss erwartet, dass das auf 1,85 Billionen Euro ausgelegte Notfall-Anleihenkaufprogramm PEPP Ende März auslaufen soll. Viele Experten gehen davon aus, dass die EZB für die Zeit danach ihr aktuell weit kleineres Kaufprogramm APP nutzen wird, um einen reibungslosen Übergang zu schaffen. Die EZB muss diese Entscheidung vor dem Hintergrund der erhöhten Inflation treffen, die manche Währungshüter für hartnäckiger als gedacht halten.

16:18 Uhr

Traton greift bei Sorgenkind MAN durch

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die VW-Nutzfahrzeugtochter Traton kommt nicht zur Ruhe. Nun muss MAN-Chef Andreas Tostmann gehen. Sein Nachfolger an der Spitze des Münchner Traditionsunternehmens solle der ehemalige Scania-Manager Alexander Vlaskamp werden, teilte das Unternehmen mit. Der Aufsichtsrat müsse der Personalie noch zustimmen. Vlaskamp war zuletzt für den Vertrieb bei Scania verantwortlich.

MAN gilt im Traton-Verbund als Sorgenkind und hinkt bei der Rendite weit hinter Scania hinterher. Das Unternehmen steckt mitten in einer Restrukturierung, bei der 3500 Stellen wegfallen sollen und zwei Werke verkauft worden sind. Von dem Renditeziel von acht Prozent ist das Traditionsunternehmen weit entfernt.

Traton
Traton 20,34

16:07 Uhr

Audi muss im Dieselskandal erstmals Schadenersatz zahlen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat im Dieselskandal erstmals Audi zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt. In vier Fällen muss die Ingolstädter Volkswagen-Tochter nun Autokäufer dafür entschädigen, dass in ihre Fahrzeuge ein manipulierter VW-Motor eingebaut war. Der BGH bestätigte damit ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts München und lehnte die von Audi beantragte Revision ab.

Der Vorsitzende Richter Rüdiger Pamp sagte in der Urteilsverkündung: "Das Oberlandesgericht München hat in nicht zu beanstandender Weise festgestellt, dass Audi die Motoren in Kenntnis und in Bewusstsein ihrer Unzulässigkeit verwendete."

15:52 Uhr

Baubranche freut sich auf die Ampelregierung

Die Aufträge in der deutschen Baubranche haben einen Rekordstand erreicht. Die Betriebe im Bauhauptgewerbe sammelten im September Bestellungen von rund 9,1 Milliarden Euro ein, wie das Statistische Bundesamt bekanntgab. Allerdings leidet die Branche unter Lieferengpässen und deshalb auch unter steigenden Preisen. Für das vierte Quartal zeichne sich aber Entspannung bei einigen Baumaterialien ab, äußerte der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB).

Auf lange Sicht gibt sich die Branche optimistisch - auch weil die künftige Ampel-Bundesregierung Abschreibungsregeln verbessern will. "Der gestern vorgestellte Koalitionsvertrag der Ampel lässt uns aufgrund vieler investiver Impulse positiv auf die kommenden Jahre blicken", erläuterte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa.

15:35 Uhr

Paketverband fordert Ausstieg des Bundes aus Deutscher Post

Deutsche Post
Deutsche Post 51,88

Der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) fordert als Konsequenz aus dem Ampel-Koalitionsvertrag einen Verkauf der Anteile der Deutschen Post durch den Bund. Damit lasse sich der Interessenkonflikt des Bundes beenden, denn der Bonner Dax-Konzern werde einerseits über die Bundesnetzagentur reguliert und andererseits streiche der Bund Dividenden der Post ein, erklärte der Verband, in dem Konkurrenten der Post wie Hermes, DPD oder UPS organisiert sind.

Der Bund hält über die staatseigene Förderbank KfW rund 20,5 Prozent der Post-Aktien. Post-Chef Frank Appel hatte vor Kurzem gesagt, er setze für den Fall eines Abschieds des Bundes aus dem Eignerkreis der Post auf einen marktschonenden Ausstieg des Großaktionärs.

15:13 Uhr

"Erdoganistifa": Lira-Krise treibt Türken auf die Straße

Präsident Recep Tayyip Erdogan erntet immer stärkeren Gegenwind für seine Wirtschafts- und Finanzpolitik. Als Reaktion auf die Lira-Krise sind in der Türkei Menschen in mehreren Städten auf die Straße gegangen. In Istanbul seien in dem Zusammenhang am Mittwochabend 68 Menschen festgenommen worden, sagte eine Anwältin der dpa. Fast alle seien wieder freigelassen worden, gegen sie werde aber ermittelt.

Die Lira war am Dienstag erneut stark eingebrochen in Vergleich zu Dollar und Euro. Auf Twitter trendete zwischendurch Hashtags wie "Erdoganistifa" (Erdogan Rücktritt) - gleichzeitig trendeten jedoch auch Hashtags von Unterstützern der Regierung. Erdogans Regierung hat laut Umfragen zuletzt deutlich an Zustimmung eingebüßt.

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Demonstranten in Istanbul.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

14:51 Uhr

Dax bei lahmem Handel leicht im Plus

Hier die neueste Wasserstandsmeldung zum Handel an der Frankfurter Börse. Der Dax notierte auch am Nachmittag im Plus, verlor aber einen kleinen Teil seiner Gewinne. Der Leitindex legte um 0,1 Prozent auf 15.892 Punkte zu. Der EuroStoxx50 stieg um 0,2 Prozent auf 4284 Stellen.

Große Impulse sind für den heutigen Tag nicht mehr zu erwarten. Die US-Börsen sind wegen Thanksgiving geschlossen. Dementsprechend gibt aus Übersee auch keine Konjunkturdaten.

14:30 Uhr

Grünes Licht aus Brüssel treibt Biontech-Kurs an

Die EU-Zulassung des Coronavirus-Impfstoffs von Biontech für Kinder zwischen fünf und elf Jahren hat der Aktie der Mainzer Biotechfirma zusätzlichen Rückenwind gegeben. Sie baute ihre Gewinne aus und stieg zeitweise um 2,3 Prozent auf 277 Euro.

Biontech
Biontech 293,50

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14:13 Uhr

Firmenchef: Klimapolitik wird Preise beim Bau treiben

Der Koalitionsvertrag für die Ampel-Regierung steht. Aus der Wirtschaft gibt es viel Lob. Beim Thema Bauen und Wohnen gibt es aber ein geteiltes Echo: Während IG-BAU-Chef Feiger etwa das geplante eigenständige Bauministerium begrüßt, ist der Chef der ALEA GmbH, Reimann, angesichts der Klimapolitik skeptisch.

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13:56 Uhr

Cannabis-Pläne der Ampel lassen Synbiotic-Aktie abgehen

Synbiotic
Synbiotic 34,80

Sehr gut heute bislang die Aktie von Synbiotic gelaufen. Das Papier verteuerte sich am frühen Nachmittag um 23,9 Prozent. Nach Einschätzung von Hauck & Aufhäuser ist das Unternehmen ein klarer Gewinner einer möglichen Cannabis-Legalisierung unter der neuen Ampel-Regierung.

Die Analysten sprechen von einem "Meilenstein". Synbiotic sei Dank der starken Position im europäischen Cannabinoid-Markt ideal positioniert für regulatorische Änderungen und decke die gesamte Wertschöpfungskette ab. Synbiotic soll in den kommenden Jahren durch Zukäufe zu einem europäischen Cannabis-Riesen heranreifen, der in einer Liga mit kanadischen Branchenunternehmen wie Aurora, Aphria oder Canopy Growth spielen soll.

13:42 Uhr

Wirtschaftsexperten loben Ampel-Pläne

Ökonomen zeigen sich überrascht von den Plänen der Ampelkoalition. DIW-Chef Fratzscher wertet vor allem den Maßnahmenkatalog beim Thema Klimaschutz "extrem positiv". Auch vom Arbeitgeberpräsidenten gibt es Lob. Einige Fragezeichen beschäftigen die Experten dennoch.

13:18 Uhr

Aktienkurs von Minenbetreiber mit zweistelligem Plus

Hochschild Mining
Hochschild Mining 1,52

Nach dem Kursabsturz folgt der Aufstieg: Die Hochschild-Aktie hat sich um mehr als 20 Prozent verteuert. Die peruanische Regierung hat klargestellt, dass sie keine Schließung der Minen Inmaculada und Pallancata anstrebe, solange diese sich an geltende Gesetze hielten und über die notwendigen Förderlizenzen verfügten.

Vor wenigen Tagen war noch eine Schließung der Minen durch die Regierung in Lima ins Spiel gebracht worden.

12:55 Uhr

Schwere Krise: Aktienkurs von Biotechfirma stürzt ab

Cytotools haben weiter unter Druck gestanden und 16,5 Prozent auf 5,78 Euro verloren. Probleme bei einer geplanten Kapitalmaßnahme des Biotechunternehmens sorgen für Unruhe.

Cytotools durchläuft derzeit eine schwere Krise und hat unlängst den kompletten Vorstand und Aufsichtsrat ausgetauscht. Das Unternehmen hält es für unwahrscheinlich, dass die auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18. November beschlossene Kapitalerhöhung (KE) mit einem Emissionspreis von acht Euro bei Investoren erfolgreich sein wird. Cytotools will nun eine weitere Hauptversammlung noch in diesem Jahr einberufen. Dort sollen den Aktionären neue Aktien im Verhältnis 2:1 zu einem Bezugspreis von 3,95 Euro pro neue Aktie zum Bezug angeboten werden.

Cytotools
Cytotools 4,77

12:33 Uhr

Neuer Smart kommt nächstes Jahr aus China

Daimler und sein Großaktionär Geely halten daran fest, den Smart-Pkw aus chinesischer Produktion im kommenden Jahr auf den Markt zu bringen. "Wir kommen sehr gut voran", sagte der für China verantwortliche Daimler-Vorstand Hubertus Troska. Im September war auf der IAA in München eine Studie des neuen Smart vorgestellt worden - aus dem winzigen Wagen wurde ein SUV.

Beide Unternehmen hatten für den Smart ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Die Smart-Fabrik im ostfranzösischen Hambach verkaufte Daimler vor rund einem Jahr an den britischen Geländewagenhersteller Ineos.

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(Foto: Smart)

12:11 Uhr

Noch auf Jahre Nullzins in Schweden

Es wird eine Zinsanhebung in Schweden geben - aber erst zum Sankt Nimmerleinstag. Die Riksbank hat ihren Leitzins wie erwartet bei null Prozent  belassen und angedeutet, dass eine erste Zinserhöhung wahrscheinlich gegen Ende 2024 erfolgen werde. Die Notenbank teilte außerdem mit, dass sie vor der prognostizierten Zinserhöhung mit der Verkleinerung ihrer Bilanz beginnen werde.

11:53 Uhr

Baidu darf Robotaxi-Angebot in Peking etablieren

Der chinesische Technologieriese Baidu darf eine Flotte von Robotaxis in Peking bereitstellen. Dem Konzern sei der Betrieb von maximal 100 fahrerlosen Taxis in einem 60 Quadratkilometer großem Gebiet im Zentrum der chinesischen Hauptstadt erlaubt worden, berichtete die Zeitung "Beijing Daily". Baidu teilte mit, es sei das erste Mal, dass das Robotaxi-Angebot Apollo Go auf offener Straße eingesetzt wird. Zum Start würden 67 Fahrzeuge mit mehr als 600 Haltestationen angeboten.

11:30 Uhr

Deutscher Immobilienmarkt bereitet Bundesbankern Sorge

Vonovia SE
Vonovia SE 50,10

Der deutsche Immobilienmarkt steht seit geraumer Zeit im Fokus, auch die Bundesbank sieht die auf breiter Front gestiegenen Preise für Häuser und Wohnungen mit Sorge. Laut Vizepräsidentin Claudia Buch liegen die Preise von Wohnimmobilien "um zehn bis 30 Prozent über dem Wert, der durch Fundamentaldaten gerechtfertigt ist". Das sei zunehmend auch außerhalb der Ballungsräume der Fall, sagte Buch bei der Vorstellung des Bundesbank-Finanzstabilitätsberichts in Frankfurt.

"Kritisch für die Finanzstabilität können steigende Immobilienpreise dann sein, wenn vermehrt Kredite mit stark gelockerten Vergabestandards vergeben und steigende Preise erwartet werden", führte die Bundesbankerin aus. Rund die Hälfte der Bankkredite für Wohnimmobilien habe eine Zinsbindungsfrist von mehr als zehn Jahren. "Ein hoher Anteil von lang laufenden Krediten und Kapitalanlagen macht das deutsche Finanzsystem verwundbar gegenüber Zinsänderungsrisiken."

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(Foto: picture alliance / dpa)

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11:05 Uhr

Dax mit kleinem Plus - Energiewerte laufen sehr gut

Nach zuletzt fünf schwachen Tagen arbeitet der Dax weiter an einer Stabilisierung. Der deutsche Leitindex legte am späten Vormittag 0,3 Prozent auf 15.924 Punkte zu. Der EuroStoxx50 stieg um 0,5 Prozent auf 4298 Stellen. Ob die Stabilisierung eine Wende bedeutet, darüber sind sich Experten aber nicht sicher. Neue Impulse aus den USA wird es nicht geben: Die dortigen Börsen bleiben wegen "Thanksgiving" geschlossen.

Mit Blick auf die Ziele der künftigen Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP waren Aktien aus dem Energiesektor gefragt. RWE schnellten mit einem Anstieg um 3,9 Prozent an die Dax-Spitze. Auch Eon waren mit plus 1,7 Prozent stark. Nordex knüpften im TecDax mit 5,4 Prozent Plus an ihr starkes Mittwochergebnis an.

RWE
RWE 34,16

Eon
Eon 10,82

10:44 Uhr

Daimler zu chinesischem Automarkt im nächsten Jahr

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(Foto: REUTERS)

Wie entwickelt sich der Automarkt in China? Daimler rechnet nach einem erneut guten Wachstum im Reich der Mitte in diesem Jahr auch 2022 mit einer starken Entwicklung. Er sei in dieser Hinsicht "äußerst optimistisch", sagte Hubertus Troska, der das China-Geschäft des Dax-Konzerns verantwortet. Es spreche derzeit alles dafür, dass China auch 2022 ein "super Markt" sein werde. Die Nachfrage vor allem nach Premiumfahrzeugen sei enorm, betonte der Manager.

Die Stuttgarter verkaufen etwa jedes dritte Auto in China. Während es in anderen Märkten dieses Jahr vor allem wegen der Chip-Krise abwärts ging, erzielte Mercedes-Benz in den ersten neun Monaten noch ein Absatzplus von vier Prozent auf gut 592.200 Fahrzeuge.

10:30 Uhr

Remy-Cointreau-Prösterchen mit guten Zahlen - Kurs schnellt hoch

Remy Cointreau
Remy Cointreau 210,00

Einen guten Schluck gibt es aus Frankreich: Der bekannte Spirituosenhersteller Remy Cointreau hat dank starker Nachfrage nach seinem Premium-Cognac in China, den USA und Europa seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Remy erwartet nun ein "sehr starkes" organisches Wachstum und nicht wie bisher ein "starkes", wie das Unternehmen mitteilte.

Im ersten Halbjahr 2021/22 stieg der operative Gewinn der Cognac-Sparte, die 90 Prozent des Gesamtgewinns ausmacht, um 101,9 Prozent auf 188,1 Millionen Euro. Insgesamt sprang der operative Gewinn um 104,5 Prozent auf 212,9 Millionen Euro. Damit wurden die Schätzungen von Analysten übertroffen. Ein optimistischer Ausblick hievte die Aktie auf ein Rekordhoch. Ihr Kurs schnellte an der Pariser Börse zeitweise um bis zu 12,3 Prozent auf 209,80 Euro hoch.

10:10 Uhr

Jenoptik verkauft Sparte - Kurs schießt nach oben

Sehr gut läuft es heute für die Aktie von Jenoptik - das im TecDax notierte Papier verteuerte sich um 8,8 Prozent und lag damit an der Indexspitze. Auf ein positives Echo stieß im Handel die Nachricht über den Verkauf der Tochter Vincorion für 130 Millionen Euro. Damit sei ein wichtiger Schritt in Richtung eines verschlankten Photonik-Konzerns gemacht, hieß es. Nach Einschätzung von Berenberg könnte dies sogar eine Neubewertung der Aktie auslösen.

Die Thüringer hatten einen Vertrag über die Veräußerung von Vincorion an eine Private-Equity-Gesellschaft unterzeichnet. Der Equity Value der Transaktion liege im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, teilte Jenoptik mit. Hinzu kommen Ansprüche und Verpflichtungen (etwa aus Pensionszusagen) in Höhe eines ebenfalls mittleren zweistelligen Millionenbetrags sowie bestimmte Earn-Out-Komponenten. Der Vollzug des Kaufvertrages steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Behörden sowie weiterer Closing-Bedingungen und soll in der zweiten Jahreshälfte 2022 erfolgen.

Jenoptik
Jenoptik 35,92

09:53 Uhr

Schmach von Lissabon setzt BVB-Aktie zu

Erst die Pleite von Lissabon, nun das Nachbeben in Frankfurt: Die Aktie des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund hat zu Handelsbeginn kräftig verloren. Der Kurs der Westfalen sackte um 4,5 Prozent ab, erholte sich dann aber wieder etwas. Die 1:3-Niederlage des BVB beim portugiesischen Meister Sporting Lissabon bedeutete das Aus in der lukrativen Champions League.

BVB
BVB 4,19

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09:41 Uhr

Oh no! Briten droht zu Weihnachten ein Alkohol-Engpass

Die britische Wein- und Spirituosenindustrie warnt vor einem Alkohol-Versorgungsengpass zu Weihnachten. Grund sei der Mangel an Lkw-Fahrern, erklärt der Branchenverband WSTA. "Unter unseren Mitgliedern wächst die Besorgnis, dass wir, wenn nicht dringende Maßnahmen ergriffen werden, noch tiefer in ein Lieferchaos geraten." Es gebe bereits große Verzögerungen bei den Lieferzeiten, was die Kosten in die Höhe treibe und die Produktpalette für britische Verbraucher einschränke. In einem Brief hätten 49 Unternehmen, darunter die britischen Niederlassungen von Moët Hennessy, Laurent-Perrier und Pernod Ricard, Verkehrsminister Grant Shapps aufgefordert, dringend Maßnahmen gegen den Mangel an Fahrern und die Lieferprobleme zu ergreifen.

Die britische Regierung wies die Bedenken jedoch zurück. Mit Unterbrechungen bei der Alkoholversorgung zu Weihnachten sei nicht zu rechnen. Die Regierung habe 32 Schritte unternommen, "um die Herausforderungen für unsere Lieferketten zu bewältigen". Aktuelle Wein-Verkaufsaktionen der beiden größten britischen Supermarktketten Tesco und Sainsbury's deuteten daraufhin, dass zumindest ausreichend Wein unmittelbar zur Verfügung zu stehen scheint.

09:29 Uhr

Schwedens Politchaos juckt Krone überhaupt nicht

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(Foto: picture alliance)

Das innenpolitische Chaos in Schweden mit dem Drama um die Wahl der Ministerpräsidentin Magdalena Andersson, der schon am Tag der Ernennung der Rücktritt folgte, lässt die Börse in Stockholm kalt. Auch die Krone zeigte sich davon unbelastet. Der Börsenindex OMX gewann 0,4 Prozent und bewegte sich damit im Einklang mit den anderen Indizes in Europa leicht nach oben. Der Kurs der Krone zog leicht an, er hatte an den beiden Vortagen zum Euro aber auch deutlicher nachgegeben.

Die Ökonomen der SEB rechnen damit, dass die Sozialdemokratin Andersson eine neue Chance zu einer Regierungsbildung bekommen wird, weil sie die stärkste Partei im Parlament hinter sich habe. Sie werde dann aber mit dem Budget der Opposition agieren müssen.

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09:22 Uhr

Opec-Reaktion auf Notfreigabe beschäftigt Ölmarkt

Die Ölpreise bewegen sich zunächst kaum von der Stelle. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 82,40 US-Dollar. Das sind 15 Cent mehr als zur Wochenmitte. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt geringfügig auf 78,41 Dollar.

Nach der Freigabe strategischer Ölreserven durch große Verbrauchsländer wie die USA dreht sich am Ölmarkt alles um die Reaktion der Förderländer. Fraglich ist, ob der Ölverbund Opec+ seinen im Sommer eingeschlagenen Kurs beibehält und seine Produktion weiterhin um 400.000 Barrel je Monat anhebt. Laut Commerzbank-Experte Carsten Fritsch könnten die Produktionserhöhungen für zweieinhalb Monate ausgesetzt werden, ohne dass es zu einer Verknappung am Ölmarkt komme.

Ein solcher Schritt würde die ohnehin angespannte Atmosphäre wohl weiter aufheizen. Am Mittwoch hatte die Internationale Energieagentur IEA Saudi-Arabien und Russland vorgehalten, mit ihrem Kurs moderater Fördererhöhungen eine künstliche Knappheit am Ölmarkt zu erzeugen. Die beiden Länder führen die 23 Länder der Opec+ faktisch an. Die Reservefreigabe der Verbrauchsländer wird auch als Reaktion auf die Weigerung der Opec+ angesehen, ihre Förderung stärker auszuweiten. Hintergrund der Debatte sind die hohen Ölpreise, die als Bedrohung für die wirtschaftlichen Erholung angesehen werden.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 66,49
Brent Rohöl
Brent Rohöl 69,50

 

09:09 Uhr

Dax lugt mal wieder hervor

Nach drei Tagen mit Verlusten hat sich der deutsche Aktienmarkt erst einmal leicht nach oben orientiert. Der Dax gewann 0,2 Prozent auf 15.915 Punkte. MDax und TecDax legten 0,1 beziehungsweise 0,8 Prozent zu. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent fester bei 4297 Stellen.

Am fundamentalen Umfeld hat sich nichts geändert: Die zunehmenden Einschränkungen wegen der grassierenden Corona-Pandemie in Teilen Europas sorgen weiter für Zurückhaltung genauso wie die Inflationsdebatte in den Reihen der US-Notenbank. Das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung unterstreicht die zunehmenden Sorgen wegen des massiven Preisdrucks.

Dax
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08:56 Uhr

Dyson zieht den Stecker bei ATA - Aktien im Sturzflug

ATA IMS
ATA IMS 1,35

Der Aktienkurs des aus Malaysia stammenden Dyson-Zulieferers ATA IMS ist um fast 30 Prozent eingebrochen, nachdem der Haushaltsgerätehersteller Dyson die Einstellung der Geschäftsbeziehung angekündigt hat. Hintergrund seien die durch eine Wirtschaftsprüfung und einen anonymen Hinweisgeber ans Licht gekommenen Erkenntnisse zu den Arbeitspraktiken von ATA, teilt Dyson mit.

ATA stellt Teile für Dysons Staubsauger und Luftfilter her, was der Firma zufolge fast 80 Prozent der Umsätze ausmacht.

08:48 Uhr

Experten: 16.000er-Marke nur schwer zu knacken

"Es ist Thanksgiving. Durch den US-Feiertag dürfte es auch auf dem deutschen Parkett heute ruhig zugehen", erwartet QC Partners. Anders als an den vergangenen Tagen sei nicht mit besonders hohen Umsätzen zu rechnen. Die heutige Ruhe dürfte dem Dax eine Chance geben, nach fünf negativen Tagen am Stück wieder mit einem Plus zu schließen. Die 16.000er Marke bleibe zwar in Sichtweite, "es bleibt aber zu befürchten, dass beim Überschreiten der 16.000 sofort wieder Gewinnmitnahmen einsetzen. In dieser Konstellation ist das Allzeithoch fast unerreichbar", so die Marktexperten.

Positiv sei, dass der Dax nach unten weiterhin gut unterstützt sei. "Wir sehen bei Kursrückgängen eine anhaltend hohe Kaufbereitschaft. Das sichert den DAX aktuell gegen große Rücksetzer ab. Auch gestern war wieder sichtbar, dass unterhalb von 15.800 Punkten eine große Zahl an Käufern in den Markt gekommen ist".

Dax
Dax 15.263,11

08:29 Uhr

Hier greifen Anleger nachbörslich zu

-Wenig Bewegung gab es im nachbörslichen Handel am Mittwoch. Im Vorfeld des Feiertages "Thanksgiving" gab es kaum Unternehmensnachrichten.

Die Titel von HP und Dell bauten ihre kräftigen Kursgewinne aus dem regulären Handel leicht aus. Der Computerhersteller HP hatte für das vierte Quartal über einen starken Anstieg der PC-Verkäufe und Umsätze berichtet. Nach einem Plus von 10,1 Prozent im regulären Handel ging es um weitere 0,4 Prozent aufwärts.

Dell gewannen 0,5 Prozent, nach einem Plus von 4,8 Prozent bis zur Schlussglocke. Der PC-Hersteller hatte bei Umsatz und Nettogewinn die Erwartungen übertroffen.

Für die Aktien von Deere ging es um 0,3 Prozent nach oben. Der Landmaschinenhersteller will weiter bei Akquisitionen aktiv bleiben, um neue Technologien zu erwerben. Dies soll sich vor allem auf die Bereiche autonome Fähigkeiten für Maschinen, digitale Lösungen, Konnektivität sowie Elektrifizierung konzentrieren, sagte Finanzvorstand Ryan Campbell während einer Analysten-Telefonkonferenz.

08:16 Uhr

Corona und Inflation lassen Kauflaune absacken

Die Forscher des Nürnberger Konsumforschungsunternehmens GfK haben wegen der Einflüsse der vierten Corona-Welle sowie der vergleichsweise hohen Inflation die Aussichten für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft gedämpft. "Das Konsumklima wird gegenwärtig von zwei Seiten in die Zange genommen", sagt GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. Die Anschaffungsneigung sei auf ein Neun-Monats-Tief gesunken - ein niedrigeres Niveau sei zuletzt im Februar 2021 festgestellt worden.

In der aktuellen GfK-Konsumstudie habe der Indikator Konjunkturerwartung zum zweiten Mal in Folge nachgegeben. Damit liege er zwar noch immer höher als vor einem Jahr, als Deutschland in einen langen Winter-Lockdown gegangen war. Aber eben auch deutlich unter dem Wert vom Sommer dieses Jahres. Für die schwächere Entwicklung machte Bürkl unter anderem die Halbleiter- und Lieferketten-Engpässe verantwortlich. Dies führe bei Produkten der Unterhaltungselektronik und bei Autos dazu, dass die Produktion gedrosselt werden muss.

Auch die Erwartung der Deutschen zur Entwicklung ihrer Einkommen sei auf das niedrigste Niveau seit April gesunken. Auch hierfür seien die Produktionseinschränkungen, die zum Teil in Kurzarbeit münden, ein Grund. Ein zweiter sei die Inflation, die zu einer verminderten Kaufkraft führe.

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08:07 Uhr

Versorger erwägt Abspaltung des Ladesäulen-Geschäfts

Italiens größter Versorger Enel erwägt eine Abspaltung seines Ladesäulen-Geschäft für E-Autos. Ein Börsengang der dann neuen Firma wäre eine gute Wahl, sagte Enel-Chef Francesco Starace. "Es gibt einen Bedarf für die Beschleunigung der elektronischen Mobilität weltweit", sagte er bei der Vorstellung der Unternehmensstrategie bis 2024. Der Konzern denke über Kapitalerhöhungen und Aktienverkäufe nach und will Partner miteinbeziehen. Bei einem Börsengang des Ladesäulen-Geschäfts würde Enel jedoch mehr als die Hälfte der Aktien für sich beanspruchen, fügte Starace hinzu.

Enel
Enel 6,60

07:51 Uhr

Südkoreanische Notenbank reagiert auf beschleunigte Inflation

Die südkoreanische Zentralbank hat ihren Leitzins zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten angehoben, um die sich beschleunigende Inflation und die steigende Verschuldung der privaten Haushalte einzudämmen. Die Bank of Korea erhöhte ihren Leitzins für sieben Tage laufende Rückkaufsvereinbarungen um 25 Basispunkte auf 1,00 Prozent. Im August hatte die Bank den Zinssatz von einem Rekordtief von 0,50 Prozent auf 0,75 Prozent angehoben.

Alle 34 vom "Wall Street Journal" im Vorfeld der Entscheidung befragten Analysten hatten eine Zinserhöhung im November vorausgesagt. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass die Bank den Zinssatz im nächsten Jahr weiter anheben wird.

Die Notenbank deutete nun an, dass sie ihre Inflationsprognose nach oben korrigieren könnte, was auf die dringende Notwendigkeit hinweist, den Preisanstieg zu bremsen. Die Verbraucherpreise erreichten im Oktober den höchsten Stand seit fast zehn Jahren und übertrafen das Jahresziel von 2,0 Prozent bereits sieben Monate in Folge.

07:42 Uhr

Dax zu Thanksgiving höher gesehen

Zum US-Feiertag Thanksgiving wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag höher starten. Da die Wall Street am Donnerstag geschlossen bleibt und am Freitag nur für einen verkürzten Handel ihre Tore öffnet, rechnen Experten mit dünnen Handelsumsätzen am deutschen Aktienmarkt. "Die heutige Ruhe dürfte dem Dax eine Chance geben, nach fünf negativen Tagen am Stück mal wieder ein Plus zu erzielen", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Am Mittwoch hatten ihn Konjunktursorgen 0,4 Prozent ins Minus auf 15.878,39 Punkte gedrückt. Zu den wenigen Konjunkturdaten, die auf dem Terminplan stehen, gehört der GfK-Index, der die Kauflaune der deutschen Verbraucher widerspiegelt. Analysten erwarten für Dezember eine Verschlechterung auf minus 0,5 Punkten von plus 0,9 Zählern im Vormonat.

07:24 Uhr

Dudenhöffer äußert sich pessimistisch zum Automarkt

Die Autohersteller können die vom Halbleiter-Mangel verursachte Absatzdelle nach Einschätzung eines Experten nur langsam überwinden. Auf dem deutschen Markt rechnet Ferdinand Dudenhöffer vom privaten Center Automotive Research (CAR) im laufenden Jahr mit einem Absatz von weniger als 2,7 Millionen Fahrzeugen, das wäre ein Rückgang von acht Prozent im Vergleich zum ohnehin schon schwachen Jahr 2020.

Erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres sei mit einem kräftigen zweistelligen Wachstum zu rechnen, wenn die Halbleiterkrise und mögliche Verwerfungen der vierten Covid-19-Welle überwunden seien. Dudenhöffer rechnet für das Gesamtjahr 2022 mit einem Wachstum um zehn Prozent auf 3,01 Millionen Einheiten.

Im weltweiten Vergleich seien der deutsche und der südkoreanische Markt besonders stark von dem Bauteil-Mangel getroffen worden, berichtet Dudenhöffer in seiner am Donnerstag veröffentlichten Analyse. Ein starkes Wachstum um 20 Prozent zeige hingegen im laufenden Jahr das wirtschaftlich aufstrebende Indien, das den deutschen Markt 2021 vom weltweiten Rang vier verdrängen werde. Die größten Automärkte haben China, die USA und Japan. Nach CAR-Einschätzung werden auch 2023 mit rund 78,8 Millionen Autos weltweit immer noch weniger verkauft als im Vorkrisenjahr 2019.

07:10 Uhr

Euro legt zu Dollar und Franken zu

Im asiatischen Devisenhandel bleibt der Dollar fast unverändert bei 115,36 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,3882 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9334 Franken. Parallel dazu klettert der Euro 0,1 Prozent auf 1,1213 Dollar und zieht 0,1 Prozent auf 1,0470 Franken an. Das Pfund Sterling gewinnt 0,2 Prozent auf 1,3346 Dollar.

Euro / Dollar
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US-Dollar / Euro
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06:58 Uhr

Zinskurs bleibt Thema an Asien-Börsen: Nikkei zieht an

Die Aktienmärkte in Asien zeigen sich uneinheitlich. Der US-Dollar setzte seinen Höhenflug fort, da die Anleger davon ausgehen, dass die Zinssätze in den USA schneller steigen werden als in anderen großen Volkswirtschaften. Im Großen und Ganzen "beobachten wir bei der Zusammensetzung regionaler Aktien den US-Dollar, der neue Höchststände erreicht, und das ist ein Gegenwind für die Aktien der Schwellenländer", sagte Fook-Hien Yap, leitender Anlagestratege der Vermögensverwaltung Standard Chartered Bank. "Der Markt geht jetzt von mehr als zwei Zinserhöhungen im nächsten Jahr aus, aber wir halten das für zu gewagt. Wir rechnen nur mit etwa einer Anhebung im nächsten Jahr", sagte Yap.

Der Nikkei zieht zunächst 0,8 Prozent auf 29.529 Punkte an. Der breiter gefasste Topix steigt 0,4 Prozent und liegt bei 2026 Punkten. Der Shanghai Composite gibt 0,1 Prozent ab. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen büßt 0,3 Prozent ein.

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06:45 Uhr

Fed vor schnellerem Weg zu Zinserhöhung?

Die US-Notenbank Fed hat auf ihrer jüngsten geldpolitischen Sitzung über einen schnelleren Weg zu einer Zinserhöhung diskutiert. Mehrere Teilnehmer brachten demnach das Argument vor, dass die Fed auf ein höheres Tempo bei der Verringerung ihrer Anleihenkäufe vorbereitet sein müsse. Dieses verschärfte Tempo könne angemessen sein, um bei Bedarf früher in der Lage zu sein, eine Zinserhöhung in die Wege zu leiten. Wie aus den Protokollen der Sitzung weiter hervorgeht, forderten mehrere Währungshüter Flexibilität als Richtschnur für die Geldpolitik in einem von Unsicherheit und erhöhter Inflation geprägten Umfeld.

Die Federal Reserve hatte sich auf der Sitzung am 2. und 3. November letztlich darauf geeinigt, ihre Wertpapier-Zukäufe zunächst ab Mitte November um monatlich 15 Milliarden Dollar zu drosseln. Das gesamte Ankaufvolumen von zuletzt 120 Milliarden Dollar monatlich könnte somit im Zuge dieses sogenannten Taperings bis Mitte nächsten Jahres abgeschmolzen sein. Dies gilt als Voraussetzung für eine Zinserhöhung. Doch behielt sich die Notenbank ausdrücklich vor, das Tempo bei Bedarf zu erhöhen oder auch zu senken.

Der scheidende Fed-Vize Richard Clarida hat signalisiert, dass ein beschleunigtes Tapering angesichts der erhöhten Inflationsgefahren auf der Zinssitzung im Dezember zur Sprache kommen könnte. Fed-Direktor Christopher Waller wurde noch konkreter und forderte eine Verdoppelung des Abbau-Tempos. Dann könnte die Fed ihre Anleihenkäufe bereits im April abgeschmolzen haben. Dies würde den Weg für eine Zinserhöhung im zweiten Quartal freimachen. Die Fed hält den Leitzins derzeit in einer Spanne von null bis 0,25 Prozent.

06:27 Uhr

Corona, Zinsen, viele Sorgen: Das wird für den Dax heute wichtig

Nach zwei Handelstagen mit Kursverlusten von knapp 180 Punkten und mehr hat der Dax sein Allzeithoch aus den Augen verloren. Zur Wochenmitte verabschiedete sich der deutsche Börsenleitindex mit einem Kurs von 15.878 Punkten aus dem Handel, deutlich entfernt vom Rekordhoch bei 16.290 Zählern. Ist die Jahresendrally damit bereits ad acta gelegt? Darüber wird auf dem Parkett diskutiert. Fakt ist: Die Corona-Krise ist zurück und drängt sich thematisch immer mehr in den Vordergrund - und damit die Sorgen vor erneuten Ein- und Beschränkungen sowie den damit einhergehenden Belastungen für die Wirtschaft.

Dass der Dax bereits gut 15 Prozent in diesem Jahr zugelegt hat, sorgt zudem für Gewinnmitnahmen: "Die Anleger sichern ihre Gewinne", kommentierte ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta. "Die Inflation mit einbezogen sind es immer noch sehr gute rund zehn Prozent."

Vor diesem Hintergrund schauen die Anleger heute zum einen mal nicht in die USA: Dort bleiben die Börsen feiertagsbedingt geschlossen. Das wiederum dürfte die Handelsaktivitäten auch hierzulande drosseln. Die am Mittwochabend veröffentlichten Fed-Protokolle dürften indes für Aufmerksamkeit sorgen. Auf der Konjunkturseite stehen bereits am Morgen der GfK-Konsumklimaindex sowie Daten zur BIP-Entwicklung im dritten Quartal auf der Agenda. Von Unternehmensseite veröffentlicht der Branchenverband Acea Zahlen u den Neuzulassungen im Nutzfahrzeugmarkt. Nach Börsenschluss gibt dann Dax-Neuling Siemens Healthineers noch seinen Geschäftsbericht heraus.

Siemens Healthineers
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