Donnerstag, 27. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Jan Gänger
17:44 Uhr

Dax schließt schwächer 

Der Frankfurter Aktienmarkt ist uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Dax verlor 0,3 Prozent auf 15.406 Punkte, während der MDax 0,7 Prozent auf 33.008 Zähler gewann. Der TecDax gab 0,7 Prozent auf 3381 Punkte ab.

17:31 Uhr

Weidmann fordert Rückkehr zu strafferer Haushaltspolitik

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann fordert eine Rückkehr zu soliden Staatsfinanzen nach Überwindung der Virus-Krise. Eine lockere Haushaltspolitik mit hohen Defiziten möge kurzfristig populär sein, sagte Weidmann anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). "Die Rückkehr zu soliden Staatsfinanzen darf jedoch nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden", so Weidmann. Die Corona-Krise solle nicht als Vorwand dienen, um die für manche unliebsamen Fiskalregeln endgültig über Bord zu werfen. "Natürlich ist es wichtig, die staatlichen Stützungsmaßnahmen jetzt nicht zu früh zurückzufahren“, ergänzte er.

16:47 Uhr

Sulzer will sich aufspalten

Der Schweizer Maschinenbauer Sulzer stößt einen milliardenschweren Geschäftsbereich ab. Die am schnellsten wachsende und profitabelste Sparte Applicator Systems (APS) soll Ende des dritten oder Anfang des vierten Quartals als unabhängige Gesellschaft an der Schweizer Börse SIX notiert und in medmix umbenannt werden.

Sulzer
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"Wir denken, dass dies eine großartige Möglichkeit ist, die beiden Geschäfte zu fokussieren und das Wachstum zu beschleunigen", sagte der Chef des Traditionskonzerns, Gregoire Poux-Guillaume, in einer Telefonkonferenz. APS weise kaum Synergien mit dem Rest von Sulzer auf.

APS produziert mit 1900 Mitarbeitern Geräte zur Applikation von Flüssigkeiten in der Dental-, Gesundheits-, Kosmetik- und Klebstoffbranche. "Medmix hat den Vorteil, in Märkten zu operieren, in denen es keinen großen Wettbewerber gibt", so Poux-Guillaume. Zu den Konkurrenten gehörten etwa die Schweizer Ypsomed oder die amerikanische Nordson.

Sulzer nannte für Medmix zwar keine Bewertung, die Vontobel-Analysten veranschlagten aber einen Betrag von rund zwei Milliarden Franken. Die gesamte Sulzer ist an der Börse gegenwärtig rund vier Milliarden Franken wert. Nach Bekanntgabe der Ausgliederung zogen die Titel um zehn Prozent an.

16:25 Uhr

Jobdaten schieben Wall Street an

Fortschritte am US-Arbeitsmarkt erfreuen die Anleger an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte klettert um 0,7 Prozent auf 34.602 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 steigt um 0,4 Prozent auf 4212 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tritt bei 13.727 Punkten auf der Stelle.

Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel mit 406.000 geringer aus als erwartet und lag so niedrig wie seit Beginn der Pandemie nicht mehr.

Vor dem langen Wochenende anlässlich des Memorial Days sei es aber unwahrscheinlich, dass an den Börsen viel passiere, sagt Robert Pavlik, Portfoliomanager beim New Yorker Vermögensverwalter Dakota Wealth. "Dazu bräuchte es schon eine riesige positive Überraschung." Die steigende Inflation und die Furcht der Anleger vor einer Eindämmung der Notenbankgelder verhinderten momentan größere Aufwärtsbewegungen.

Aktien des Chipherstellers Nvidia fallen um 0,9 Prozent. Der Konzern steigerte zwar seinen Umsatz stärker als erwartet, ließ aber offen, welchen Anteil der schwankungsanfällige Kryptowährungssektor daran hatte.

Ein positiver Ausblick des Flugzeugbauers Airbus hilft dem Rivalen Boeing auf die Sprünge. Der europäische Konzern stimmte seine Zulieferer auf eine deutlich höhere Flugzeugproduktion ein. Boeing-Papiere gewinnen 3,3 Prozent.

15:30 Uhr

Frankreichs Finanzminister: "Krise liegt hinter uns"

Die französische Wirtschaft befindet sich nach den Worten von Finanzminister Bruno Le Maire auf einem starken Erholungskurs. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um fünf Prozent wachsen, sagte Le Maire am Donnerstag. "Die Corona-Krise liegt heute hinter uns, aber wir müssen vorsichtig bleiben. Viel wird von der Impfkampagne abhängen." Deshalb werde die Wachstumsprognose nicht angehoben, sagte er dem Radiosender France Inter.

Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone hatte Mitte März den dritten nationalen Lockdown verhängt, nachdem die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus und Neuinfektionen in die Höhe geschnellt war. Mitte Mai wurden die Beschränkungen gelockert.

Inzwischen nimmt auch der Tourismus Fahrt auf. Die Nachfrage nach Sommerurlauben sei "extrem stark", sagte der Vorstandsvorsitzende des Ferienanlagen-Betreibers Club Med, Henri Giscard d'Estaing, dem Sender BFM Business. Die Buchungen in Frankreich und auch in Europa lägen über dem Vorkrisenniveau.

14:51 Uhr

Gute Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt 

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist auf den tiefsten Wert seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor über einem Jahr gesunken. In der vergangenen Woche beantragten 406.000 Amerikaner die Hilfe, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit Mitte März 2020. Experten sehen allerdings erst bei Werten zwischen 200.000 und 250.000 eine Normalisierung am Arbeitsmarkt.

Die Zahl der Anträge dürfte weiter sinken, nachdem republikanische Gouverneure in mindestens 21 Bundesstaaten angekündigt haben, dass sie sich im nächsten Monat aus den von Washington finanzierten Arbeitslosenprogrammen zurückziehen werden. Dies sollte zu einem Rückgang der Anträge in den kommenden Wochen führen, sagen Ökonomen voraus.

Die US-Notenbank unterstützt die von der Corona-Krise getroffene Wirtschaft mit monatlichen Geldspritzen von 120 Milliarden Dollar. Sie will daran so lange festhalten, bis substanzielle Fortschritte bei Arbeitslosigkeit und Preisstabilität erreicht sind.

14:26 Uhr

Klarna steht vor weiterer Mega-Finanzierungsrunde

Der schwedische Bezahldienst Klarna steht einem Medienbericht zufolge kurz davor, eine weitere Finanzierungsrunde in trockene Tücher zu bringen. Es gehe um eine Geldspritze, die vom japanischen Technologieinvestor Softbank angeführt werde, meldet der "Business Insider" unter Berufung auf mehrere Quellen. Dabei werde Klarna mit mehr als 40 Milliarden Dollar bewertet.

Erst im März hatte der Paypal-Konkurrent eine Milliarde Dollar bei Investoren eingesammelt und dabei seine Bewertung innerhalb eines halben Jahres auf 31 Milliarden Dollar verdreifacht. Ein Klarna-Sprecher wollte keine Stellung nehmen.

13:48 Uhr

Chipmangel macht Mietwagen teurer 

Die Produktionsausfälle bei den Autoherstellern wegen der Chip-Engpässe machen auch den Vermietern zu schaffen. Wie andere Neufahrzeugkunden auch bemerkten die Autovermieter Lieferschwierigkeiten, sagte Michael Brabec, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Autovermieter Deutschlands. "Hersteller und Importeure, die nicht genügend Fahrzeuge liefern können, leiden unter den Folgen der Pandemie und den Angebotsverwerfungen bei elektronischen Bauteilen."

Der Engpass wirke sich auch auf die Preise für Mietwagen aus. In Urlaubsregionen gebe es Meldungen über starke Preissteigerungen, sagte Brabec. "Die eher moderaten Preiserhöhungen in Deutschland sind Ausdruck der schwierigen letzten 14 Monate und der erlittenen erheblichen Verluste der allermeisten kleinen und großen Anbieter und der nun noch nicht wieder vollständig aufgebauten Mietwagenflotten."

In der Pandemie seien die Ausschläge der Nachfrage größer als sonst, was das Flottenmanagement der Vermieter erschwere. "Hohe Mietwagenpreise sind für die Unternehmen derzeit eher Segen als Fluch", sagte er. Sobald wieder mehr Fahrzeuge in die Flotten eingestellt würden, dürfte der Preisanstieg gedämpft werden.

Wegen der Knappheit bei wichtigen Halbleitern haben zahlreiche Autobauer weltweit ihre Produktion gedrosselt und zum Teil Mitarbeiter wochenlang in Kurzarbeit geschickt. Die Autobauer haben damit zu kämpfen, dass die Lieferanten seit Ausbruch der Corona-Krise vorrangig Computerhersteller und Anbieter von Unterhaltungselektronik mit Chips bedienen. In der Branche gehen viele davon aus, dass die Lieferung von Bauteilen erst im nächsten Jahr wieder reibungslos läuft.

13:23 Uhr

Deutsche Bank spart durch virtuelles Treffen viel Geld

Durch die Verlagerung der Hauptversammlung ins Internet spart die Deutsche Bank mehr als eine Million Euro. Das diesjährige Aktionärstreffen, das wegen der Pandemie erneut nur virtuell stattfindet, koste das Institut wie im Jahr zuvor rund drei Millionen Euro, sagte Aufsichtsratschef Paul Achleitner. 2019, als das Aktionärstreffen noch wie sonst üblich in der Frankfurter Festhalle stattgefunden hatte, hatten sich die Kosten auf rund 4,5 Millionen Euro belaufen.

12:40 Uhr

Belarussische Anleihen und Währung unter Druck

Wegen drohender zusätzlicher westlicher Sanktionen gegen Belarus im Zusammenhang mit der Affäre um ein umgeleitetes Verkehrsflugzeug ziehen sich Investoren aus Anleihen und der Währung des Landes zurück. Die Verkäufe belarussischer Bonds treiben die Rendite der bis 2026 und bis 2030 laufenden Titel auf 7,472 beziehungsweise 7,827 Prozent. Ende vergangener Woche lag sie noch rund einen Prozentpunkt tiefer.

Parallel dazu verteuert sich der Dollar auf 2,5182 belarussische Rubel. Für den Fall weiterer Sanktionen hat die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) eine Herabstufung der Bonität von Belarus signalisiert.

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11:55 Uhr

Fortschritte bei Corona-Impfstoffkandidat

Nach einem Rückschlag bei der Entwicklung ihres Covid-19-Vakzins sind die Pharmakonzerne Sanofi und GlaxoSmithKline (GSK) nun zuversichtlich, bis Ende des Jahres einen genehimgungsfähigen Impfstoff zu haben.

Sanofi und GSK teilten mit, eine Spätstudie am Menschen gestartet zu haben. Die beiden Arzneimittelhersteller, die Anfang des Monats positive Zwischenergebnisse gemeldet hatten, erklärten, dass die Phase-III-Studie mehr als 35.000 Erwachsene in den USA, Asien, Afrika und Lateinamerika umfasse. "Die Phase III, die in einer Vielzahl von Regionen durchgeführt wird, ermöglicht auch die Bewertung der Wirksamkeit des Kandidaten gegenüber einer Vielzahl von zirkulierenden Varianten", hieß es von Sanofi.

In der dritten Phase werden Daten zur Wirksamkeit eines Impfstoffs gesammelt, die für eine Zulassung entscheidend sind. Einige der Teilnehmer bekommen den Impfstoff-Kandidaten gespritzt, andere bekommen ein Placebo.

11:32 Uhr

Hamburger Hafen wächst wieder

Der Hamburger Hafen kommt nach dem Einbruch im Containerverkehr im vergangenen Jahr wieder in Fahrt. Im ersten Quartal seien 2,2 Millionen Stahlboxen über die Kaikanten der Hansestadt gehoben worden und damit 1,8 Prozent mehr als vor Jahresfrist, teilte der Verein Hafen Hamburg Marketing mit. Der März habe mit plus 9,4 Prozent beim Containerumschlag die Wende gebracht.

Vorstandsmitglied Axel Mattern führte das kräftige Wachstum darauf zurück, dass die Produktion in vielen Branchen wieder hochgefahren wurde, der Konsum angesprungen ist und die Containerlinien nach den Corona-bedingten Verzögerungen wieder regelmäßiger verkehren.

Damit kehrt Europas drittgrößter Seehafen auf Wachstumskurs zurück, liegt aber noch weit hinter früheren Umschlagsmengen. Zum Vergleich: 2019 wurden in Hamburg 9,3 Millionen Container (20 Fuß-Standardcontainer) gezählt. Im Rekordjahr 2007 waren es sogar knapp zehn Millionen Stück.

11:13 Uhr

Die Lust auf Konsum steigt 

Das Konsumklima in Deutschland erholt sich laut der jüngsten Umfrage des Nürnberger GfK-Instituts allmählich etwas. Die Neigung zu größeren Anschaffungen sei im Mai zwar wieder etwas gesunken - aber die Konjunktur- und die Einkommenserwartungen hätten zugelegt, so dass eine Erholung des Konsums in der zweiten Jahreshälfte möglich sei, so die Konsumforscher.

Der Konjunkturoptimismus der Verbraucher kehre zurück und sei mit 41,1 Punkten auf dem höchsten Wert seit drei Jahren, sagt GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

10:45 Uhr

Airbus-Aktien steigen kräftig

Kräftig bergauf geht es für die Titel von Airbus, die sich im MDax um 7 Prozent verteuern. Das Unternehmen hatte seine Zulieferer am Morgen auf eine deutlich höhere Flugzeugproduktion eingestimmt.

In der Erwartung auf zusätzliche Bestellungen von Airbus steigen Investoren auch bei Flugzeug-Zulieferern ein. Die Aktien von MTU Aero, Rolls-Royce und Meggitt steigen um jeweils knapp drei Prozent.

Airbus
Airbus 112,00

10:12 Uhr

Bayer-Aktien rauschen in die Tiefe 

Die Aktien von Bayer weiten nach einem Rückschlag im Streit über das angeblich krebserregende Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ihre Verluste aus. Die Titel rutschen in der Spitze um 5,3 Prozent auf 52,07 Euro ab und sind damit so billig wie seit zweieinhalb Monaten nicht mehr. Im Dax sind sie der mit Abstand schwächste Wert.

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09:58 Uhr

Deutsche-Bank-Hauptversammlung beginnt - diesmal ohne Proteste

Zum ersten Mal seit Jahren sind zur Hauptversammlung der Deutschen Bank Protestaktionen ausgeblieben. Beim Ordnungsamt Frankfurt sei keine Demonstration angemeldet worden, sagte ein Sprecher der Behörde. In den vergangenen Jahren hatten Globalisierungskritiker und Klimaaktivisten stets zu großen Protesten bei dem Aktionärstreffen aufgerufen. Selbst 2020, als wegen der Corona-Pandemie Menschenansammlungen verboten waren und die Hauptversammlung virtuell stattfand, hatten sich Demonstranten von Attac vor den Zwillingstürmen der Deutschen Bank versammelt.

Auch in diesem Jahr findet das Aktionärstreffen nur virtuell statt und nicht wie sonst üblich in der Frankfurter Festhalle. Großinvestoren wie die Fondsgesellschaften Deka und Union Investment haben sich grundsätzlich hinter die Strategie von Bankchef Christian Sewing gestellt. 2020 hatte das größte deutsche Geldhaus erstmals seit sieben Jahren einen Gewinn erwirtschaftet.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,96

09:30 Uhr

Hugo Boss unter Druck 

Enttäuschte Hoffnungen auf eine nahende Übernahme schicken Hugo Boss an der Börse auf Talfahrt. Die Aktien der Modefirma fallen um 2,2 Prozent auf 45,03 Euro.

Zuvor hatte Großaktionär Frasers einer Komplettübernahme der deutschen Firma eine Absage erteilt. Über einen solchen Schritt des britischen Einzelhändlers, der vom Milliardär Mike Ashley kontrolliert wird und zu dem unter anderem die Sportartikel-Kette Sports Direct gehört, war in der vergangenen Wochen immer wieder spekuliert worden. Experten hatten damals aber bereits die Wahrscheinlichkeit hierfür als gering bezeichnet. Die Eigner würden erst einmal abwarten, wie sich der neue Hugo-Boss-Chef Daniel Grieder schlage, hieß es.

Hugo Boss
Hugo Boss 45,17

09:19 Uhr

Dax fehlt der Schwung

Der Dax tut sich nach seinem jüngsten Rekordhoch weiter schwer. Der deutsche Leitindex verliert 0,2 Prozent auf 15.407 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen geht es dagegen um 0,2 Prozent auf 32.858 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verliert 0,1 Prozent auf 4026 Zähler.

09:12 Uhr

About You kommt bald an die Börse

Der Online-Modehändler About You will noch im zweiten Quartal an die Börse in Frankfurt gehen. Ziel sei es, mindestens 600 Millionen Euro aus der Platzierung neuer Aktien einzunehmen, kündigte die Otto-Tochter an. Das vor sieben Jahren in Hamburg gegründete Unternehmen könnte Insidern zufolge mit rund drei Milliarden Euro bewertet werden.

Für die Frankfurter Börse ist About You ein weiterer namhafter Zugang - nachdem dieses Jahr bereits der Linux-Anbieter Suse, der Funkmasten-Betreiber Vantage Towers und der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 an die Börse gegangen sind.

Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will About You das internationale Geschäft und die Technologie ausbauen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Ende Februar stiegen die Erlöse um 57 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro und knackten damit erstmals die Umsatzmilliarde. Für das laufende Geschäftsjahr peilt About You ein Plus zwischen 40 und 50 Prozent an. Wegen hoher Investitionen schreibt das Unternehmen aber rote Zahlen. Im Geschäftsjahr 20/21 lag der Betriebsverlust bei 36 Millionen Euro.

08:55 Uhr

UK-Autoproduktion bleibt unter Vorkrisenniveau

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(Foto: imago/IPON)

Weiter lange Gesichter im Vereinigten Königreich: Die britische Automobilproduktion ist zwar im April gegenüber dem schwachen Vorjahr gestiegen, liegt aber weiter unter dem Niveau der Zeit vor der Corona-Pandemie. Wie der Branchenverband Society of Motor Manufacturers (SMMT) mitteilte, liefen 68.306 Autos von den Bändern verglichen mit lediglich 197 im Vorjahresmonat. Im April 2019 wurden mit 70.971 Fahrzeugen noch mehr gefertigt. Im Vergleich zum Fünf-Jahresdurchschnitt 2015 bis 2019 lag die Produktion im abgelaufenen Monat um 43 Prozent niedriger.

In den ersten vier Monaten 2021 stieg die Fertigung den weiteren Angaben zufolge um 17 Prozent auf 374.864 Fahrzeuge. Allerdings liegt die Anzahl mit 15 Prozent deutlich unter dem Wert aus 2019.

08:43 Uhr

GfK-Konsumklima verbessert, aber unter Prognose

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(Foto: picture alliance/dpa)

"Mehr Licht als Schatten", zeigt das aktuelle GfK-Konsumklima. Es seien Zeichen einer konjunkturellen Aufbruchstimmung erkennbar, eine Erholung des Konsums in der zweiten Jahreshälfte sei möglich, teilte das Institut mit. Das GfK-Klima stieg auf minus 7,0 nach revidiert minus 8,6 Punkte. Ökonomen hatten allerdings mit einem Anstieg auf minus 5,0 Punkte gerechnet.

Wichtig sei vor allem der Anstieg der Einkommenserwartung, heißt es dazu im Handel. Wegen der verlängerten Lockdowns sei der Anstieg nicht ganz so stark wie erhofft ausgefallen.

08:35 Uhr

Minus in Tokio, Plus in Shanghai

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(Foto: imago images/Kyodo News)

Wegen einer möglichen Verlängerung der Pandemie-Beschränkungen in Japan sind die dortigen Anleger auf Nummer sicher gegangen und haben Kasse gemacht. Der Nikkei  fiel um 0,5 Prozent auf 28.506 Punkte.

Die Börse Shanghai hielt sich dagegen 0,2 Prozent im Plus bei 3600 Zählern. Anleger reagierten erleichtert auf zuletzt eher schwache chinesische Konjunkturdaten, sagten Börsianer. Damit sinke die Wahrscheinlichkeit, dass die chinesische Zentralbank die Zügel in der Geldpolitik bald anziehe.

08:26 Uhr

Bayer-Aktie vorbörslich schwach

Hinsichtlich der Bayer-Aktie wird bereits ein roter Handelsbeginn signalisiert. Vorbörslich gab das Papier um 2,4 Prozent nach.

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08:05 Uhr

VW-Chef verweigert Lobbyverband höheren Mitgliedsbeitrag

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Herbert Diess

(Foto: imago images/Rüdiger Wölk)

Der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) ist scheinbar knapp bei Kasse. Nach Angaben von Business Insider will der Lobbyverband deshalb die Mitgliedsbeiträge verdreifachen.

Doch das Schwergewicht Volkswagen sei strikt dagegen, so das Portal. Nach Ansicht von Vorstandschef Herbert Diess hat der VDA bislang wenig erreicht. In einer Mail an Verbandschefin Hildegard Müller nannte Diess eine Beitragserhöhung pauschal auf 21,50 Euro pro gemeldetem Mitarbeiter in Deutschland "nicht akzeptabel".

07:38 Uhr

Fed verunsichert Europas Märkte - Dax bleibt in Deckung

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Mit einem uneinheitlichen Geschäft an Europas Aktienmärkten rechnen Händler. Sie hätten sich gerade eben von den Inflationssorgen verabschiedet, da dränge das Thema Tapering (Zurückfahren der expansiven Geldpolitik - d.R.) erneut auf den Plan. So hatte auch Randal Quarles, Vizechef der US-Notenbank für die Bankenaufsicht, gesagt, er sei offen für eine Debatte über eine Verringerung der Anleihekäufe. In Frankfurt notierte der Dax vorbörslich 0,1 Prozent niedriger bei 15.438 Punkten.

Ein Indikator dafür könnten sogar die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Nachmittag sein. Der Markt dürfte deutlich unter den Schätzungen liegende Zahlen begrüßen, da sie ein Zeichen seien, dass Arbeitnehmer an die Arbeit zurückkehren.

07:29 Uhr

HSBC gibt US-Privatkundengeschäft auf

Die britische Großbank HSBC will keine Privatkunden und kleinere Unternehmen in den USA mehr bedienen. Stattdessen will das Geldhaus seinen Fokus auf die Vermögensverwaltung und das internationale Bankgeschäft insbesondere in Asien verlagern. Wie die Bank mitteilte, wird sie 90 ihrer 148 Filialen in den Vereinigten Staaten verkaufen und plant, weitere 35 bis 40 abzubauen. HSBC verkauft dazu Teile ihres US-Geschäfts an zwei Regionalbanken, die Citizens Bank und die Cathay Bank.

Die HSBC will rund zwei Dutzend Standorte behalten und in internationale Vermögenszentren umwandeln. Dies soll der Bank helfen, sich auf die "Bank- und Vermögensverwaltungsbedürfnisse von global vernetzten wohlhabenden und vermögenden Kunden" zu konzentrieren. Damit wird die Bank keine Kunden mit einem Guthaben unter 75.000 Dollar mehr betreuen.

07:12 Uhr

Debatte über Verringerung der Anleihekäufe bei der Fed

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der stellvertretende Vorsitzende der Fed für die Bankenaufsicht, Randal Quarles, zeigt sich angesichts der guten Entwicklung der US-Wirtschaft offen für eine Debatte über die Verringerung der Anleihekäufe. "Ich bin ziemlich optimistisch, was die Entwicklung der Wirtschaft angeht", sagte er.

Er erwarte, dass die Inflation vorübergehend das 2-Prozent-Ziel der Fed übersteigt, und das bei gesunder wirtschaftlicher Aktivität und sinkender Arbeitslosigkeit, sagte Quarles weiter. Dieser Ausblick eröffne die Möglichkeit, die monatlichen Käufe von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren in Höhe von 120 Milliarden Dollar zurückzufahren. Es ändere sich aber nichts an den Aussichten für das kurzfristige Zinsziel der Zentralbank von nahe Null, ergänzte Quarles.

06:58 Uhr

Bayer-Aktie muss heute viel aushalten

Mit kräftigem Druck auf die Aktie von Bayer rechnen Händler. "Mit einem so deutlichen Scheitern des Vergleichs in den USA hatte der Markt nicht gerechnet", kommentiert ein Börsianer. Ein Bundesrichter in San Francisco hatte den Vorschlag für eine Vereinbarung zwischen Bayer und Klägeranwälten zurückgewiesen. Die Probleme dort schienen tiefer zu liegen.

Der Leverkusener Dax-Konzern teilte mit, unter "diesem" Gericht sei eine Lösung nicht möglich. Mit Spannung werde daher auf die angekündigte Telefonkonferenz noch vor Börseneröffnung gewartet, die um 8.30 Uhr MESZ beginnen soll. Bayer hat Maßnahmen zur Lösung potenzieller künftiger Glyphosat-Klagen angekündigt.

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06:53 Uhr

Bezos gibt Amazon-Leitung ab

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Jeff Bezos

(Foto: dpa)

Ende einer Ära: Nach fast drei Jahrzehnten an der Spitze von Amazon will Konzerngründer Jeff Bezos am 5. Juli die Leitung des Unternehmens abgeben. Sein designierter Nachfolger Andy Jassy werde "ein außerordentlicher Leiter und genießt mein vollstes Vertrauen", sagte Bezos bei einer Aktionärsversammlung. Das Datum habe für ihn als 27. Jahrestag der Unternehmensgründung "sentimentalen" Wert.

Jassy, der momentan die Cloud-Computing-Sparte des Konzerns führt, gehört fast ebenso lange wie Bezos zu Amazon. Der scheidende Unternehmensgründer wird Verwaltungsratsvorsitzender und bleibt somit einflussreich im Konzern. Gleichzeitig will er sich anderen Projekten stärker widmen, etwa seinem Raumfahrtunternehmen Blue Origin.

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06:42 Uhr

Luxuskonzern wirft Puma-Aktien auf den Markt

Im engen Markt der Sportartikelhersteller gilt Puma als die Nummer 3 hinter dem US-Konzern Nike und dem ebenfalls in Herzogenaurach beheimateten Rivalen Adidas. Im vierten Quartal 2008 muss Puma einen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Überschuss fällt von Oktober bis Dezember mit 8,1 Mio. Euro 79 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum.

Der französische Luxuskonzern Kering trennt sich vom größten Teil seines verbliebenen Aktienpakets an Puma. Der Eigentümer von Marken wie "Gucci" und "Yves Saint Laurent" warf gestern Abend 8,9 Millionen Puma-Aktien auf den Markt, die bei institutionellen Investoren untergebracht werden sollen, wie Kering ankündigte.

Für die Papiere des fränkischen Sportartikelkonzerns zeichnete sich ein Preis von 90,30 Euro ab, wie eine der beteiligten Banken den Investoren mitteilte. Damit würde Kering 804 Millionen Euro einnehmen. Der avisierte Preis liegt 3,5 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch. Im Späthandel ging die Aktie mit 91,50 Euro aus dem Markt.

Der ehemalige Puma-Mehrheitseigentümer Kering hält noch rund 9,9 Prozent an dem Sportartikel-Konzern aus Herzogenaurach und reduziert die Beteiligung mit der Platzierung auf vier Prozent. Der Streubesitz von Puma steigt damit auf 66,7 Prozent. Knapp 29 Prozent liegen bei Artemis, der Familienholding des Milliardärs Francois-Henri Pinault, die auch Großaktionär von Kering ist.

06:26 Uhr

Weiterer Jobabbau im Luftverkehr erwartet

Lufthansa
Lufthansa 10,33

Nach einem extrem schwachen Jahresbeginn im deutschen Luftverkehr rechnet der Branchenverband BDL mit weiteren Jobverlusten. Im ersten Quartal 2021 habe die Zahl der Beschäftigten bei Flughäfen und Airlines auch wegen der umfassenden Kurzarbeitsregelungen nur vier Prozent unter dem Wert aus dem Vorjahr gelegen, teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft mit. Nach wie vor arbeiteten aber rund 70 Prozent der Beschäftigten kurz, so dass mit dem Auslaufen der Regelungen weitere Einbrüche zu erwarten seien.

Im ersten Quartal 2021 lag die Zahl der Passagiere im Luftverkehr mit Deutschland rund 90 Prozent unter dem Vergleichswert aus 2019, während der Frachtverkehr in dieser Spanne um 8 Prozent zulegte. Die Fluggesellschaften und Flughäfen setzten 79 Prozent weniger um als zwei Jahre zuvor.

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(Foto: picture alliance/dpa)

06:17 Uhr

Zinssorgen bremsten Asien-Märkte aus

Sorgen über Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed kehren sind bei den Anlegern in Asien zurückgekehrt und haben die dortigen Indizes von ihrem zweiwöchigem Hoch gestoßen. In Tokio lag der Nikkei 0,4 Prozent tiefer bei 28.515 Punkten. Der breiter gefasste Topix sank ebenfalls um 0,4 Prozent und lag bei 1913 Zählern. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,2 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der US-Dollar 0,1 Prozent auf 109,07 Yen und stagnierte bei 6,3879 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte der Greenback 0,1 Prozent niedriger bei 0,8972 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,2189 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0938 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,4108 Dollar.

06:05 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Der Dax hat gestern nach anfänglichen Gewinnen an Kraft eingebüßt, schloss trotzdem auf dem dritthöchsten Stand seiner Geschichte. In Zahlen ausgedrückt: 15.450 Punkte.

Und heute? Jenseits der Marke von 15.500 Punkten bekämen die Marktteilnehmer Höhenangst, konstatiert Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect. Hier komme der Leitindex derzeit nicht weiter. Die Luft sei vorerst raus, es deute sich bereits das Börsensommerloch an.

Die Optimisten täten zwar ihr Bestes, die Aufwärtsdynamik aufrecht zu erhalten, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. "Sie haben aber Schwierigkeiten, die Kurse auf Rekordniveau zu bringen."

Für Impulse könnte der GfK-Konsumklimaindikator Juni sorgen, der am Morgen veröffentlicht wird. In den USA stehen der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter April und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf der Agenda.

Für Gesprächsstoff dürfte vor allem die Hauptversammlung der Deutschen Bank sorgen: Verlustserie beendet, bester Jahresstart seit 2014 - mit guten Nachrichten im Gepäck präsentiert sich die Deutsche-Bank-Führung den Aktionären. Schon vor der Online-Hauptversammlung hatte Konzernchef Christian Sewing von weiterhin gut laufenden Geschäften im zweiten Quartal berichtet. Nach zwei Nullrunden dürfen die Anteilseigner für das laufende Geschäftsjahr auch wieder auf eine Dividende hoffen.

Aufsichtsratschef Paul Achleitner sieht Deutschlands größtes Geldhaus auf einem Pfad zu "nachhaltiger Profitabilität". Für den seit 2012 amtierenden Chefkontrolleur ist es die vorletzte Hauptversammlung im Amt: Mit der Hauptversammlung 2022 soll Schluss sein.

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