Donnerstag, 03. Juni 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Jan Gänger
17:42 Uhr

Dax schließt fester

Der Dax geht mit leichten Gewinnen in den Feierabend. Der Leitindex legt 0,2 Prozent auf 15.632 Punkte zu, während der MDax mit 33.465 Zählern nahezu unverändert schließt. Der TecDax verliert 0,3 Prozent auf 3354 Punkte, der SDax 0,4 Prozent auf 16.221 Zähler.

17:16 Uhr

Händler: Auto1 dürfte aufsteigen

Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 darf sich vier Monate nach seinem Börsengang Hoffnungen auf einen Indexaufstieg machen. Händlern zufolge hat die Berliner Firma bei der Indexüberprüfung der Deutschen Börse heute gute Chancen, einen Platz im Nebenwerte-Index MDax zu ergattern.

Auto1
Auto1 37,02

Erst im Mai zog Auto1 für den Leasingkonzern Grenke in den SDax ein, der außerplanmäßig herausgenommen wurde. Jetzt wird Börsianern zufolge sehr wahrscheinlich Siltronic seinen Platz im MDax für Auto1 freimachen müssen.

In den TecDax könnte es die erst seit kurzem börsennotierte Vodafone-Funkmastentochter Vantage Towers schaffen. Weichen werde voraussichtlich der Lasertechnik-Spezialist LPKF. Im Leitindex Dax wird hingegen keine Veränderung erwartet. Die Deutsche Börse wird nach Handelsschluss über ihre Beschlüsse informieren.

16:35 Uhr

Nord Gold peilt Bewertung von 5 Milliarden  Dollar an 

Das russische Goldminenunternehmen Nord Gold will in den kommenden Wochen in London und Moskau an die Börse gehen, um so von dem neuerlichen Interesse an Rohstoffaktien und dem steigenden Goldpreis zu profitieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf eine "informierte Person". Das wäre dann einer der größten Börsengänge im Bergbaubereich der vergangenen Jahre und könnte Nord Gold einen Platz im prestigeträchtigen FTSE-100-Index sichern.

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.774,78

Der jüngste Boom bei den Rohstoffpreisen hat das Interesse der Anleger an Bergbauaktien wieder geweckt, sagen Analysten, nachdem der Sektor jahrelang ignoriert wurde. Viele Rohstoffe haben in diesem Jahr Rekordpreise erreicht, da sich die Weltwirtschaft von der Krise erholt hat und die Regierungen höhere Infrastrukturinvestitionen versprechen.

Nord Gold wolle bei dem Börsengang keine neuen Finanzmittel aufnehmen, stattdessen planten die bestehenden Aktionäre, mindestens 25 Prozent ihrer Anteile an dem Bergbauunternehmen zu verkaufen, hieß es.

Nord Gold, das neun Minen in Russland, Kasachstan und Westafrika betreibt, produzierte im vergangenen Jahr mehr als 1 Million Unzen Gold und erwirtschaftete einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von mehr als 1 Milliarde US-Dollar.

Bei einer Bewertung von bis zu 5 Milliarden Dollar würde Nord Gold weit hinter den anderen Goldminenunternehmen wie Newmont und Barrick Gold zurückbleiben, die auf eine Marktkapitalisierung von 58 Milliarden Dollar bzw. 43 Milliarden Dollar kommen.

15:56 Uhr

AMC stürzt ab - Handel wird ausgesetzt

Nach der gestrigen Rally geht es für die Aktien von AMC knapp 19 Prozent abwärts. Der Kurssturz wurde gestoppt, weil die Papiere vom Handel ausgesetzt wurden. Gestern waren die Aktien der weltgrößten Kinokette um 95 Prozent nach oben geschossen. Getrieben wurde die Rally von Kleinanlegern, die sich in einschlägigen Internet-Foren gegenseitig zu Käufen ermunterten und so den Preis nach oben treiben.

Update: Zwischenzeitlich wurde der Handel wieder aufgenommen - und nach einem weiteren Kursrutsch der Aktie erneut ausgesetzt.

15:07 Uhr

Für Tesla-Aktien geht es abwärts

Tesla fallen um 2,5 Prozent auf ein Wochentief. In China muss der E-Auto-Pionier laut Aufsichtsbehörden 734 importierte Fahrzeuge der Modellreihe 3 in die Werkstätten zurückrufen. In den USA sind ingesamt 6000 Fahrzeuge von einem Rückruf wegen möglicher Probleme mit Bremssattelschrauben betroffen.

14:32 Uhr

United Airlines will Boom-Überschallflugzeuge in Flotte aufnehmen

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imago images/Cover-Images

Die US-Fluggesellschaft United Airlines will die künftigen Überschallflugzeuge von Boom Supersonic kaufen, sollten diese die Sicherheits- und Nachhaltigkeitsziele erfüllen. Wie die beiden Gesellschaften mitteilten, erklärte sich United bereit, 15 der von Boom geplanten Overture-Flugzeuge zu erwerben. Diese sollen in der Lage sein, mit Mach 1,7 zu fliegen - also mit 1,7-facher Schallgeschwindigkeit. Die derzeitigen Verkehrsflugzeuge überschreiten die Schallgeschwindigkeit nicht.

Boeing
Boeing 237,35

Der Vertrag beinhaltet eine Option für weitere 35 Flugzeuge. Mit der Overture könnte ab 2029 der erste kommerziellen Passagierjet mit Überschallgeschwindigkeit seit der Concorde in den Linienbetrieb gehen.

Zukünftig geplante Routen beinhalten einen dreieinhalbstündigen Flug von Newark nach London, von Newark nach Frankfurt in vier Stunden und von San Francisco nach Tokio in nur sechs Stunden, so die beiden Unternehmen weiter.

14:12 Uhr

Dollar vor US-Jobdaten im Aufwind

Vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten ist der Dollar etwas gestiegen. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, legt in der Spitze um 0,3 Prozent zu. Der Euro gibt zeitweise 0,3 Prozent auf 1,2177 Dollar nach.

Anleger suchen in den US-Daten derzeit nach Hinweisen, wann die amerikanischen Notenbank Fed damit beginnen könnte, den Geldhahn zuzudrehen und die Zinsen anzuheben. Eine erste Zinserhöhung sei aber noch in weiter Ferne, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar. Dennoch wachse die Erwartungshaltung, dass sich die Fed nun irgendwann in näherer Zukunft bewegen müsse.

Die US-Notenbank will ihre lockere Geldpolitik solange fortsetzen, bis spürbare Fortschritte auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreicht sind. Am Nachmittag stehen die US-Beschäftigtenzahlen der privaten Arbeitsagentur ADP zur Veröffentlichung an, morgen folgt der offizielle US-Arbeitsmarktbericht.

13:08 Uhr

Zalando gibt Mitarbeitern eine Woche mehr Urlaub


Europas größter Online-Modehändler Zalando verordnet sich in der Corona-Krise eine gemeinsame Auszeit. Vom 2. bis 6. August werde es für alle Beschäftigten eine zusätzliche Urlaubswoche geben, kündigte Personalchefin Astrid Arndt in einem Blogpost an die mehr als 14.500 Mitarbeiter an. Die erstmalige "kollektive Pause" solle dazu dienen, die "Leistung und die Herausforderungen" der zurückliegenden Monate anzuerkennen und solle "Kraft und Energie" für die nächste Zeit geben.

Zalando
Zalando 99,26

Der Berliner Konzern ist in der Corona-Krise stark gewachsen und kommt inzwischen auf fast 42 Millionen Kunden - vor der Pandemie waren es 31 Millionen. Zalando profitiert wie die Konkurrenten AboutYou aus Hamburg sowie Asos und Boohoo aus Großbritannien davon, dass immer mehr Menschen ihre Kleidung online kaufen. Inzwischen gilt Zalando als Kandidat für den deutschen Leitindex Dax. Für den Einsatz in der Corona-Krise zahlte das Unternehmen im vergangenen Jahr jedem Mitarbeiter einen Bonus in Höhe von 500 Euro.

12:54 Uhr

Pkw-Verkäufe legen in Deutschland kräftig zu

Der Automarkt in Deutschland hat sich Mai weiter erholt. Im vergangenen Monat kamen nach Angaben des Importeursverbandes VDIK hierzulande 230.600 Pkw neu auf die Straßen, 37 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Damit fiel der Zuwachs nicht so hoch aus wie im April, als sich die Neuzulassungen binnen Jahresfrist fast verdoppelt hatten. Im April 2020 hatte die Autoproduktion und der Handel wegen der Pandemie weitgehend stillgestanden.

Der VDIK warnte davor, das Zulassungsplus aufs Jahr hochzurechnen. Die hohen Wachstumsraten dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Pkw-Markt weiterhin erkennbar schwächele, sagte Verbandschef Reinhard Zirpel. "Seit Jahresbeginn blieb das Neuzulassungsvolumen 16 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt."

In den ersten fünf Monaten stiegen die Neuregistrierungen nach Verbandsangaben um 13 Prozent auf 1,12 Millionen Fahrzeuge.


12:29 Uhr

Workspace erleidet Verluste

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REUTERS

Ein Einbruch bei den Mietpreisen und rund zehn Prozent weniger Mieter in der Corona-Krise haben dem britischen Büroflächen-Anbieter Workspace den ersten Verlust in zwölf Jahren eingebrockt. "Das vergangene Jahr war eins der herausforderndsten in der Firmengeschichte", sagte Workspace-Chef Graham Clemett.

Vor Steuern fiel im Geschäftsjahr zu Ende März ein Verlust von 235,7 Millionen Pfund (umgerechnet 273 Millionen Euro) an - nach einem Vorsteuergewinn von 72,5 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum. Die Nettomieteinnahmen seien um 33 Prozent zurückgegangen.

11:43 Uhr

Remy Cointreau so teuer wie noch nie  

Remy Cointreau klettern auf ein neues Allzeithoch. Damit könnten sie die Konsolidierung der vergangenen Wochen beenden und die Hausse fortsetzen. Der Kurs zieht um 3,9 Prozent an auf 176,50 Euro, das bisherige Rekordhoch vom 22. April lag bei 174 Euro. Die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr weisen nach oben, der Gewinn hat die Erwartungen übertroffen, und der Getränkekonzern hat ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt.

Remy Cointreau
Remy Cointreau 172,20

11:11 Uhr

Unternehmensstimmung in Eurozone steigt auf Dreijahreshoch

Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im Mai deutlich aufgehellt und den höchsten Stand seit gut drei Jahren erreicht. Der Einkaufsmanagerindex des Marktforschungsunternehmens IHS Markit stieg zum Vormonat um 3,3 Punkte auf 57,1 Zähler, wie Markit nach einer zweiten Erhebungsrunde mitteilte. Das Resultat der ersten Erhebung wurde damitum 0,2 Punkte nach oben korrigiert. Sowohl in der Industrie, vor allem aber im coronageplagten Dienstleistungssektor hellte sich die Stimmung auf. Über der Schwelle von 50 wird Wachstum signalisiert.

10:15 Uhr

Werke bei weltgrößtem Fleischkonzern laufen nach Cyberattacke wieder

Der weltgrößten Fleischkonzern JBS hat die Folgen einer massiven Cyberattacke nach mehreren Tagen weitgehend bewältigt. Alle Werke in den USA sollen heute wieder mit voller Kapazität arbeiten, teilte der brasilianische Konzern mit. Gestern lief demnach der Großteil der Fabriken wieder. Darunter seien die gesamte Schweinefleisch- und Geflügel-Produktion weltweit sowie die meisten Rindfleischfabriken in den USA und Australien.

JBS
JBS 9,25

JBS war am Wochenende Ziel einer Attacke mit Erpressungs-Software geworden, die Urheber werden in Russland vermutet. Bei solchen Angriffen werden Computer verschlüsselt, und die Angreifer verlangen Geld für die Freigabe. JBS betonte, die Backup-Server mit gesicherten Daten seien nicht betroffen gewesen und wurden zur Wiederherstellung der Systeme genutzt. Zunächst standen unter anderem Werke in den USA still, wo von JBS-Unternehmen rund ein Viertel der Rindfleisch- und ein Fünftel der Schweinefleisch-Produktion kommt.

09:52 Uhr

Nordex bekommt Großauftrag in Spanien

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picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Der Windturbinenbauer Nordex hat sich in Spanien einen Auftrag über die Lieferung von Turbinen gesichert. Insgesamt seien 16 Anlagen für den Ausbau eines Windparks in Zentralspanien bestellt worden, teilte das Hamburger Unternehmen mit. Die Lieferung und Errichtung der Turbinen starte im August 2022.

Die Aktien legen 2,2 Prozent zu.

09:30 Uhr

Dax legt den Rückwärtsgang ein

Zu Fronleichnam fällt der Dax leicht zurück. Der deutsche Leitindex verliert 0,2 Prozent auf 15.568 Punkte.

Dax
Dax 15.448,04

Dominierendes Thema bleibt die Inflation. Einige Anleger fürchten, dass ein deutliches Anziehen der US-Konjunktur nach der Corona-Krise in einer höheren Inflation und damit in einer baldigen Straffung der US-Geldpolitik münden könnte.

Nach der neuen Rhetorik einiger Fed-Mitglieder dürfte der Markt wirklich gute US-Konjunkturdaten zusehends als Hinweis nehmen, dass sich die Notenbank irgendwann in näherer Zukunft bewegen müsse - "vor allem, wenn sich zu starken Preisdaten starke Arbeitsmarktdaten gesellen", so die Commerzbank.

Ihr Hauptaugenmerk dürften Börsianer daher am Nachmittag auf die US-Beschäftigtenzahlen der privaten Arbeitsagentur ADP richten, die wegen des US-Feiertags am vergangenen Montag einen Tag später als üblich veröffentlicht werden. Analysten erwarten für Mai die Schaffung von 650.000 Jobs nach einem Zuwachs von 742.000 Stellen im Vormonat. Die Zahlen geben einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag.

09:12 Uhr

Saint-Gobain rechnet mit Rekordergebnis

Der Baustoffkonzern Saint-Gobain rechnet angesichts der weltweiten wirtschaftlichen Erholung mit einem Rekordergebnis im ersten Halbjahr. Das operative Ergebnis im laufenden Sechsmonatszeitraum dürfte neue Höchstwerte erreichen und das Rekordniveau des zweiten Halbjahres 2020 übertreffen, hieß es.

Getrieben von der konjunkturellen Erholung in Europa, allen voran in Frankreich, hätten sich die Umsätze im April und Mai gut entwickelt, so Saint-Gobain, ebenso wie die Bauindustrie in Amerika und der Region Asien-Pazifik. Allerdings könnte sich die nach wie vor angespannte Corona-Lage in Brasilien und Indien belastend auf das Geschäft auswirken.

Saint-Gobain
Saint-Gobain 55,99

08:47 Uhr

Bitcoin erholt sich von China-Grätsche und Musk-Äußerung

Bitcoin
Bitcoin 33.849,00

Wieder zunehmend an Kraft gewinnt der Bitcoin. Der Kurs der Kryptowährung hat heute weiter zugelegt und sich damit weiter von den heftigen Verlusten der vergangenen Wochen erholt. Zuletzt kostete die weltweit wichtigste und bekannteste Digitalwährung knapp 39.000 US-Dollar und damit deutlich mehr als gestern.

Der Bitcoin war wie die meisten anderen Kryptowährungen im Mai stark unter Druck geraten. So fiel der Bitcoin-Kurs Mitte Mai auf 30.000 Dollar, nachdem er einen Monat zuvor noch fast 65.000 Dollar gekostet hatte. Experten führten den Absturz auf kritische Äußerungen der chinesischen Zentralbank zu Digitalanlagen zurück. Zudem sorgte mit Multimilliardär und Tesla-Chef Elon Musk ausgerechnet einer der Befürworter von Digitalwährung für Druck auf die Kurse. Er revidierte den für den Bitcoin bisher freundlichen Kurs des Elektrobauers Tesla und monierte den hohen Stromverbrauch des Bitcoin-Netzwerks.

08:29 Uhr

Goldpreis hängt in Konsolidierung fest

Was macht eigentlich der Goldpreis? Er hängt derzeit weiter fest. Mit 1898 US-Dollar handelt die Feinunze weiterhin in der Konsolidierung um 1900 Dollar.

Am Dienstag hatte sich ein erster Ausbruchsversuch nach auf der Oberseite als Fehlsignal erwiesen. "Das bremst nun die Stimmung deutlich", so ein Marktteilnehmer.

Goldpreis
Goldpreis 1.774,83

08:13 Uhr

Kurs-Nachwäsche in den USA: Semtech hui, Splunk pfui

Quartalsergebnisse aus der zweiten Reihe haben zur Wochenmitte den nachbörslichen US-Handel bestimmt. Das Technologieunternehmen Splunk vermeldete für das erste Quartal einen größer als von Analysten erwarteten Verlust. Allerdings lag der Umsatz über den Marktschätzungen. Für die Aktie ging es nach der Schlussglocke um 3,3 Prozent abwärts.

Dagegen legte die Aktie von Semtech um 2,5 Prozent zu. Das Halbleiter-Unternehmen hat den Gewinn im ersten Geschäftsquartal mehr als verdoppelt. Auch der Umsatz lag am oberen Ende der Unternehmensprognose.

08:01 Uhr

WTI-Öl so teuer wie seit Oktober 2018 nicht mehr

Die Ölpreise haben im frühen Handel weiter zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit mehreren Jahren gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte bis zu 64 Cent auf 71,99 US-Dollar zu und damit auf den höchsten Stand seit Mai 2019. Im Corona-Crash im Frühjahr 2020 war der Brent-Preis bis auf 15,98 Dollar gesackt. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI kletterte um bis zu 57 Cent auf 69,40 Dollar. Teurer war diese Sorte zuletzt im Oktober 2018.

Die Ölpreise befinden sich seit einiger Zeit im Höhenflug, da die Nachfrage infolge der Wirtschaftserholung anzieht. Jüngster Beleg dafür waren Händlern zufolge fallende Lagerbestände in den USA. Zudem gab es Unterstützung durch die zuversichtlichere Einschätzung des Ölverbunds Opec+. Dennoch bleiben die Rohölproduzenten mit Blick auf ihre mittelfristige Ausrichtung vorsichtig.

07:35 Uhr

Euro behauptet sich und bleibt fest

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,19

Ruhe hat im frühen Handel an der Devisenfront geherrscht. Der Euro hielt sich knapp über der Marke von 1,22 US-Dollar, am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2202 Dollar und damit etwas weniger als am späten Vorabend. Die EZB  hatte den Referenzkurs gestern Nachmittag auf 1,2186 Dollar festgesetzt.

Im Tagesverlauf stehen einige Konjunkturdaten an, die den Markt bewegen könnten. Am Vormittag werden in der Eurozone Stimmungsdaten aus der Dienstleistungsbranche veröffentlicht, und am Nachmittag stehen mit den ADP-Beschäftigungsdaten aus dem Privatsektor und den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe Signale für den wichtigen US-Arbeitsmarktbericht an diesem Freitag auf der Agenda.

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(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

07:20 Uhr

Dax notiert vorbörslich weiter über 15.600

Mit einer gut behaupteten Eröffnung an den europäischen Börsen rechnen Marktteilnehmer. Wegen des Feiertags in Österreich, Teilen Deutschlands und Teilen der Schweiz wird am deutschen Markt mit einem ruhigen Geschäft gerechnet. Der Dax notiert vorbörslich mit 15.605 Punkten fast auf Vortagesniveau.

"Aus technischer Sicht sollte sich der Dax nun über dem ehemaligen Hoch von 15.568 Punkten einnisten", so ein Marktteilnehmer bereits am Mittwoch. Denn dann wäre die Grundlage für einen Anstieg Richtung 16.000er-Marke gelegt, sagt er. Erreicht werden könnte die Marke spätestens zum Verfall der Futures und Optionen am 18. Juni.

Dax
Dax 15.448,04

07:05 Uhr

Chipkrise zwingt einige Autobauer zur Kurzarbeit

Daimler
Daimler 76,81

Die Chipkrise macht Daimler derzeit schwer zu schaffen. Wie "Business Insider" unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, wird beim Dax-Unternehmen davon ausgegangen, dass auch Kurzarbeit bis Mitte nächsten Jahres immer wieder angemeldet werden müsse. Bereits Anfang Mai sind laut Daimler Hunderte Mitarbeiter in Sindelfingen und Bremen in Kurzarbeit geschickt worden.

"Gegenwärtig besteht weltweit ein Lieferengpass an bestimmten Halbleiterkomponenten. Auf derartige Schwankungen reagieren wir aufgrund der hohen Flexibilität unserer Werke kurzfristig", sagte eine Konzernsprecherin dem Portal.

Auch Audi ächzt unter dem Chipmangel. Ende Mai mussten bei der Ingolstädter VW-Tochter Tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden, weil Elektronikteile fehlten.

06:48 Uhr

Steigende Kurse an Asien-Märkten

Nikkei
Nikkei 27.963,79

Mehrheitlich aufwärts ist es heute an den asiatischen Aktienmärkten gegangen. So stieg  der Shanghai-Composite nach leichten anfänglichen Verlusten um 0,4 Prozent. Hier stehen vor allem die Beziehungen zwischen den USA und China im Fokus, nachdem es am Vortag eine Videokonferenz zwischen dem chinesischen Vizepremier Liu He und US-Finanzministerin Janet Yellen gegeben hat. Beide hatten dabei die Wichtigkeit der Wirtschaftsbeziehungen beider Länder betont. Die Kommunikation soll zudem fortgesetzt werden. Keinen Belastungsfaktor stellt hingegen der leicht unter den Erwartungen ausgefallene Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor dar.

Das deutlichste Plus in der Region wies der Kospi in Seoul auf, für den es um 1,0 Prozent aufwärts ging. Hier stützen ebenfalls Aufschläge bei den Energiewerten. Auch die Aktien aus dem Technologie- und Bausektor verzeichnen Gewinne.

In Tokio, wo der Nikkei um 0,4 Prozent nach oben kletterte, sind es erneut die Werte aus dem Transport- und Autosektor, die den Markt stützen. Die Hoffnung auf rasche Corona-Impfungen und eine kräftige wirtschaftliche Erholung treiben an, heißt es. Die Aktienkurse von Japan Airlines stiegen um 0,2 Prozent, East Japan Railway gewannen 3,0 Prozent und die Papiere von Honda Motor verbesserten sich um 2,0 Prozent.

06:32 Uhr

Dax-Familie vor Änderungen - Auto1 und Vantage Gewinner

Die Aktien von Auto1 und der Vodafone-Abspaltung Vantage Towers dürften zu den großen Gewinnern des Index-Revirements im Juni werden. Auto1 steigen voraussichtlich zum Schlusskurs am 18. Juni in den MDax der mittelgroßen deutschen Aktien auf und werden dort Siltronic verdrängen, wie die Index-Analysten der Commerzbank errechnet haben. Siltronic dürften dann in den SDax absteigen. Vantage Towers wiederum stehen vor dem Aufstieg in den TecDax. Sie sind seit der jüngsten Rangliste auf Basis der April-Schlusskurse noch weiter vorangekommen. Schwächster Titel im TecDAX waren in dieser Rangliste LPKF Laser, noch hinter dem Medizintechnik-Unternehmen Drägerwerk. Das dürfte sich auch in der ausschlaggebenden Rangliste auf Basis der Mai-Schlusskurse nicht geändert haben, so dass LPKF ihren Platz wohl für Vantage räumen müssen.

Und auch an die Tür des SDax klopfen Vantage ganz laut. Der Aufstieg in den Kleinwerteindex dürfte dem Funkturm-Unternehmen ebenfalls nicht mehr zu nehmen sein. Gute Aufstiegschancen für einen Aufstieg in den SDax haben daneben die Aktien des IT-Dienstleisters Nagarro. Und mit Grenke dürfte ein alter Bekannter in den SDax zurückkehren, nachdem sich der Kurs des Leasing-Unternehmens mit dem Testat der Wirtschaftsprüfer für den Jahresabschluss kräftig erholt hat.  Mögliche Absteiger aus dem SDax sind Corestate, Vossloh, SGL Carbon, Leoni sowie König & Bauer. Wer den Index verlassen muss und den Klassenerhalt noch schafft, das entscheidet sich wahrscheinlich erst auf der Schlussgeraden.

Im Dax stehen voraussichtlich keine Wechsel an, auch weil die Indizes im Juni nur nach den strengen außerordentlichen Kriterien überprüft werden.  

06:15 Uhr

Stimmung in Chinas Servicesektor verschlechtert

Wie bereits erwähnt ist bei den chinesischen Dienstleistern die Geschäftsaktivität im Mai zurückgegangen. Der von Caixin Media und dem Researchhaus Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicesektor verringerte sich auf 55,1 (April: 56,3) Punkte. Der Index basiert auf einer Umfrage unter rund 400 Unternehmen, wobei auch kleinere, in Privatbesitz befindliche Firmen stärker berücksichtigt sind.

Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex war im Mai auf 55,2 (Vormonat: 54,9) Punkte gestiegen. Dieser Indikator ist stärker auf in Staatsbesitz befindliche Großunternehmen ausgerichtet. Ein PMI-Stand über 50 deutet auf eine Expansion des Sektors hin, Werte darunter auf eine Schrumpfung.  

05:57 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nachdem der Dax gestern knapp oberhalb der 15.600er-Marke geschlossen hat, wird es heute auf dem Frankfurter Parkett vermutlich ruhiger zugehen. Grund ist der Fronleichnam, in wichtigen Bundesländern ist deshalb Feiertag.

Aus Japan gibt es etwas Rückenwind, der Nikkei notiert derzeit leicht im Plus. Allerdings hat sich das Wachstum des chinesischen Dienstleistungssektors im Mai verlangsamt.

In Deutschland ist die Berichtssaison vorbei. Am Vormittag gibt es die Dienstleisterindizes für wichtige europäische Staaten, darunter auch Deutschland. Mit Spannung werden die neuesten Angaben zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe erwartet, die um 14.30 Uhr MESZ bekanntgegeben werden. Zudem gibt es in den USA noch ADP-Angaben zur Beschäftigung, zur Produktivität im ersten Quartal sowie die Dienstleister-Einkaufsmanager.  

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