Donnerstag, 03. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Wall Street fährt Dax kräftig in die Parade - dickes Minus

Dax
Dax 13.208,12

Am Vormittag wurde noch von einem neuen Dax-Allzeithoch gesprochen, am Nachmittag sah die Sache schon wieder ganz anders aus. Denn auch die Frankfurter Börse konnte sich dem Sog der Kursverluste an der Wall Street nicht entziehen. In New York setzte offenbar die lange erwartete Korrektur ein - vor allem im zuletzt sehr starken Technologiesektor.

Der Dax, der wenige Stunden zuvor noch ein Tageshoch von 13.460 Punkten markiert hatte, verlor kräftig und schloss 1,4 Prozent tiefer bei 13.058 Punkten. Kurzzeitig näherte er sich bedrohlich der 13.000er-Marke. Der MDax gab um 2,4 Prozent auf 27.223 Zähler nach. Besonders arg erwischte es den TecDax, der um 4,2 Prozent auf 3042 Stellen nachgab. Der EuroStoxx50 notierte 1,3 Prozent leichter bei 3295 Punkten.

Einsames Dax-Schlusslicht waren Delivery Hero mit minus 7,9 Prozent. Infineon gerieten in die Techkorrektur und verloren 4,8 Prozent. Auch das Index-Schwergewicht SAP blutete mit minus 3,0 Prozent.

17:05 Uhr

Dax rutscht ab und wird rot - TecDax mehr als 3 Prozent Miese

Der Dax hat die Gewinne vollständig abgegeben und lag nun 0,5 Prozent im Minus. Klar im Fokus stand die Nasdaq, die kräftig verlor. Hier hat nun offenbar die lange erwartete Korrektur eingesetzt. Diese ist über den Technologiesektor hinaus wichtig, war doch die Rally an den US-Börsen zuletzt hauptsächlich von den FAANG-Aktien getragen worden.

In Frankfurt wurde der TecDax deshalb abgestraft, er stürzte um 3,3 Prozent ab.

16:49 Uhr

Tesla-Aktie auch heute schwach - dickes Minus

Die Aktie von Tesla ist auch heute auf dem Weg nach unten. Ihr Kurs büßte nach den bereits kräftigen Verlusten der Vortage weitere 6,3 Prozent ein auf 419,09 Dollar. Am Dienstag hatte sie mit 502 Dollar noch ein Rekordhoch markiert, zuletzt befeuert vom am Montag wirksam gewordenen Aktiensplit 1:5.

Neben Gewinnmitnahmen dürfte die Ankündigung des Autobauers weiter auf dem Kurs lasten, sich Kapital zu beschaffen, indem er von Zeit zu Zeit eigene Aktien auf den Markt wirft. Daneben hat ein Großaktionär seinen Anteil an Tesla heruntergefahren.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 423,43

16:23 Uhr

Weniger Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA bleibt in der Corona-Pandemie auf hohem Niveau, ist aber unter die Marke von einer Million gefallen. In der Woche bis einschließlich 29. August stellten 881.000 Menschen einen Neuantrag, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. In der Vorwoche lag die Zahl noch bei 1,01 Millionen.

Die Neuanträge spiegeln die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der weltgrößten Volkswirtschaft wider. Vor der Pandemie hatte die Zahl selten über 100.000 pro Woche gelegen. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei für die USA historisch hohen 10,2 Prozent.

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(Foto: dpa)

16:05 Uhr

Bitcoin verliert an Boden - Droht eine Abwärtsspirale?

Der Bitcoin hat heute kräftig nachgegeben und ist unter die Marke von 11.000 US-Dollar gerutscht. Die Kryptowährung notierte mit 10.656 Dollar 6,3 Prozent schwächer.

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Nun drohe der Kurs in eine Abwärtsspirale zu geraten, sagt Timo Emden vom gleichnamigen Analysehaus. "Ein zuletzt wieder anziehender Dollar hat den Risikoappetit auf Bitcoin & Co. spürbar gedämpft."

15:58 Uhr

Wall Street-Rekordjagd vorerst beendet

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem jüngsten Höhenflug haben die US-Investoren eine Kaufpause eingelegt. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung um bis zu 1,8 Prozent, nachdem die beiden Letzteren in den vorangegangenen Tagen von Rekord zu Rekord geeilt waren. Anleger machten vor allem bei den Favoriten der vergangenen Monate, Technologiewerten wie Amazon, Apple oder Netflix Kasse. Ihre Aktien verloren 2,8 Prozent.

Auf die Stimmung drückten gemischt ausgefallene Konjunkturdaten. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel zwar etwas geringer aus als befürchtet. Aber das US-Außenhandelsdefizit kletterte im Juli auf den höchsten Stand seit zwölf Jahren.

Für Aktienanleger lieferten diese Zahlen dennoch einen Lichtblick, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. "Sie bestätigen, dass die Wirtschaft auf Erholungskurs ist, aber noch ein langer Weg vor uns liegt." Dies bedeute, dass die US-Notenbank Fed auf absehbare Zeit an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik festhalten werde.

15:49 Uhr

Dax schwächelt am Nachmittag

Der Dax ist am Nachmittag zurückgekommen und hat einen Großteil seines Gewinns wieder abgegeben. Er legte nur noch 0,5 Prozent auf 13.313 Punkte zu.

Zum einen belasteten die Verluste an der Wall Street im frühen Geschäft. Zum anderen zog der Euro wieder an. Dieser notierte bei 1,1840 US-Dollar. Im Tagesverlauf stand er bereits unter 1,1800 Dollar.

15:45 Uhr

Wann fällt das Dax-Allzeithoch?

Ein schwächerer Euro macht es möglich: Der Dax steigt auf ein neues Hoch seit dem Corona-Crash. Rückenwind kommt vor allem aus den USA, wo die Börsen schon längst neue Rekorde verbuchen. Nimmt der Dax jetzt Kurs auf das Allzeithoch? Welche Impulse wichtig werden, warum Rücksetzer weiterhin lauern und wie Anleger Puffer in ihre Depots einbauen können, darüber spricht Bianca Thomas mit Metin Simsek von der UBS.

15:25 Uhr

General Motors und Honda vertiefen Kooperation

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(Foto: AP)

Der US-Autobauer General Motors und sein japanischer Partner Honda erweitern ihre Zusammenarbeit. Beide Unternehmen wollen unter ihren Marken in Nordamerika Autos auf der Grundlage gemeinsamer Plattformen verkaufen, wie GM mitteilte. Die Kooperation betreffe sowohl Autos mit Elektroantrieb als auch Wagen mit Verbrennungsmotor.

Beide Hersteller hatten bereits die gemeinsame Entwicklung einzelner Elektrofahrzeuge angekündigt und arbeiten auch bei Brennstoffzellenantrieben und beim autonomen Fahren zusammen.

15:05 Uhr

Trump hat ein Problem: US-Handelsdefizit weit über Prognose

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(Foto: picture alliance/dpa)

Rückschlag für Präsident Donald Trump: Das US-Handelsdefizit ist im Juli stärker als erwartet gestiegen. Es betrug nach vorläufigen Berechnungen 63,56 Milliarden Dollar nach revidiert 53,46 (vorläufig: 50,70) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 58,60 Milliarden Dollar gerechnet.

An den Finanz- und Devisenmärkten wird der Fehlbetrag in der US-Handels- und Leistungsbilanz mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Trump hat geschworen, das Defizit in der Handelsbilanz radikal zu senken.

14:39 Uhr

Interesse an Commerzbank? ING-Chef sagt etwas dazu

Commerzbank
Commerzbank 4,65

Immer wieder wurde der ING Interesse an der Commerzbank nachgesagt. Doch nun stellt die niederländische Großbank klar, dass sie kein Interesse an einer Übernahme des Frankfurter Konkurrenten habe. "Eigenes Wachstum ist jetzt die Hauptsache bei uns", sagte Deutschland-Chef Nick Jue bei einer Bankenkonferenz in Frankfurt. Die ING sei mit ihrem derzeitigen Wachstum sehr zufrieden.

Jues Vorgänger Roland Boekhout ist Firmenkunden-Vorstand bei der Commerzbank. Er hat Insidern zufolge Chancen, Nachfolger von Commerzbank-Chef Martin Zielke zu werden.

14:20 Uhr

Chartausbruch bei MTU

Mit dem Anstieg über das August-Hoch bei 161,30 Euro hellt sich nun auch die technische Situation der MTU-Aktie deutlich auf. Am Mittag steigt der Kurs um 3,1 Prozent auf 165,55 Euro. Damit könnte die jüngste Kursentwicklung als Bodenbildung interpretiert werden.

Perspektivisch rechtfertige eine erfolgreiche, untere Umkehr sogar einen Anlauf auf das Juni-Hoch bei 187,75 Euro, hieß es in der technischen Analyse von HSBC Trinkaus. Ganz in der Nähe - bei derzeit 187,05 Euro - liege auch der 200-Tage-Durchschnitt.

MTU Aero Engines
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13:53 Uhr

Musk verspricht auf Grünheider Baustelle "coole Autos"

Hoher Besuch in Grünheide: Tesla Chef Elon Musk hat die Baustelle des künftigen Tesla-Werks in dem brandenburgischen Ort besucht. In dem östlich von Berlin gelegenen Grünheide sollen ab Juli kommenden Jahres rund 500.000 Fahrzeuge vom Band rollen. Dabei soll nach den Plänen des Elektroautopioniers so schnell wie möglich das Maximum erreicht werden. Morgen soll Richtfest gefeiert werden.

Er wolle dort "coole Autos" herstellen lassen, sagte Musk. Die Fabrik werde "die bedeutendste Autofabrik der Welt sein".

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Der Boss ist sichtlich gut drauf.

(Foto: dpa)

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13:39 Uhr

Dax auf höchstem Stand seit Rosenmontag - Warum ist das so?

Befeuert von der scheinbar unaufhaltsamen Rekordjagd an den US-Börsen und einem weiter nachgebenden Euro steigt der Dax auf ein neues Hoch seit Beginn des Corona-Crashs am 24. Februar. Über die Kurstreiber berichtet Börsenreporterin Katja Dofel von der Frankfurter Börse.

13:22 Uhr

Wall Street dürfte nach Rekordserie Pause einlegen

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(Foto: REUTERS)

Nach der Rekordserie der zurückliegenden Tage dürften die US-Börsen heute wohl eine Pause einlegen. Die Futures auf die großen Aktienindizes liegen vorbörslich zwischen 0,2 und 0,9 Prozent im Minus. Zwar stützt übergeordnet die Flut des billigen Geldes die Märkte, doch bestehen gleichzeitig einige Belastungsfaktoren fort. So hat sich der Handelsstreit zwischen den USA und China nochmals verschärft. Innenpolitisch geht das Gezerre um weitere Unterstützungsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise weiter. Daneben läuft der Präsidentschaftswahlkampf auf Hochtouren.

Daneben gilt es eine Fülle von Konjunkturdaten zu verarbeiten. Vor der Startglocke werden die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft aus dem zweiten Quartal, die Handelsbilanz für Juli und die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche veröffentlicht. Nach Handelsbeginn folgen die Einkaufsmanagerindizes von Markit und ISM für den Servicessektor.

12:54 Uhr

Verdacht auf Insiderhandel bei Union Investment

Die Fondsgesellschaft Union Investment hat einen Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Insiderhandel freigestellt. Dem Angestellten werde vorgeworfen, über einige Monate hinweg auf privaten Depots außerhalb der Systeme des Unternehmens verbotene Insidergeschäfte abgewickelt zu haben, teilte Union Investment mit. Er habe sich in erheblichem Maße unrechtmäßig bereichert. Die Fondsgesellschaft habe der Staatsanwaltschaft die erforderlichen Unterlagen und Daten zur Verfügung gestellt.

Auf Basis der aktuellen Erkenntnisse seien weder Kunden noch die Sondervermögen von Union Investment geschädigt worden, erklärte die zum genossenschaftlichen Bankensektor gehörende Fondsgesellschaft.

12:33 Uhr

Corona prügelt Griechenlands BIP runter

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(Foto: imago images/ANE Edition)

Die Corona-Pandemie hat auch Griechenlands Wirtschaft im zweiten Quartal hart getroffen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte um 14 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die Athener Statistikbehörde in einer ersten Schätzung berichtete. Binnen Jahresfrist lag das BIP um 15,2 Prozent niedriger. Die Konsumausgaben fielen um 9,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, die Investitionen gaben um 2,0 Prozent nach. Die Exporte stürzten um 32,1 Prozent ab, die Importe um 16,7 Prozent.

Die Corona-Krise trifft das Land mit voller Wucht, da Griechenland Einnahmen aus dem Tourismus und Seeverkehr wegbrechen. Für 2020 wird ein BIP-Minus von bis zu 10 Prozent erwartet. Das Euro-Land sieht sich zudem wachsenden Spannungen mit der Türkei ausgesetzt.

12:19 Uhr

Ereignisreiche 25 Jahre von Ebay

Ein Vierteljahrhundert haben nicht viele Internetkonzerne auf dem Buckel, Ebay schon. Das Online-Auktionshaus startet vor 25 Jahren seine Erfolgsgeschichte. Es zählt damit zu den Urgesteinen der Internet-Ära. ntv blickt auf die Anfänge zurück.

11:52 Uhr

Hohe Inflationsrate setzt türkischer Lira zu

Die türkische Lira bleibt ein großes Sorgenkind: Nach neuen Inflationsdaten fiel sie zum US-Dollar auf ein Rekordtief. Die Verbraucherpreise in der Türkei erhöhten sich anualisiert im August um 11,77 Prozent nach einer Zunahme um 11,76 Prozent im Juli.

Der Dollar stieg aktuell auf 7,4309 Lira nach einem Tagestief von 7,3775 Lira am Vortag

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(Foto: imago images / CHROMORANGE)

11:30 Uhr

Deutschlands Automarkt leidet weiter stark

Der deutsche Automarkt ist coronabedingt im August kräftig eingebrochen - nämlich um 20 Prozent. 251.100 Pkw seien im vergangenen Monat neu zugelassen worden, teilte der Herstellerverband VDA mit. Damit ging die Zahl der Neuzulassungen im bisherigen Jahresverlauf um 29 Prozent auf knapp 1,8 Millionen Autos zurück.

Nachdem der Auftragseingang aus dem Inland im Juni und im Juli aufgrund von Nachholeffekten über den Vorjahreswerten lag, wurde im August das Vorjahresniveau um 10 Prozent unterschritten.

11:13 Uhr

Eurozonen-Einzelhandel läuft unerwartet schwach

Die Einzelhändler der Eurozone sind überraschend mit einem Umsatzminus in die zweite Jahreshälfte gestartet. Die Einnahmen fielen im Juli um 1,3 Prozent zum Vormonat, wie Eurostat mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Wachstum von 1,2 Prozent gerechnet, nachdem es im Mai und im Juni jeweils eine kräftige Erholung von den Corona-Einbrüchen von Februar und März gegeben hatte.

Die stärksten Rückgänge gab es diesmal in Belgien (-5,1 Prozent), Finnland (-2,0) und Estland (-1,5). Deutliche Zuwächse verzeichneten hingegen Portugal (+3,9) und Malta (+3,2). Der Umsatz der deutschen Einzelhändler fiel um 0,9 Prozent: Der erhoffte Schub durch die seit dem 1. Juli befristet bis Jahresende geltende Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent blieb hier somit erst einmal aus.

11:01 Uhr

Fall Nawalny lastet auf russischen Anleihen

Der Fall des nach deutschen Erkenntnissen vergifteten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny sorgt auch am Anleihemarkt für Unbehagen. Die auf US-Dollar lautenden russischen Anleihen mit einer Laufzeit bis 2043 beziehungsweise 2047 sind nach Tradeweb-Informationen unter Druck geraten und haben etwa 0,25 Prozent nachgegeben.

10:44 Uhr

Aufwärtstrend erfasst auch die Nachzügler

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 157,80

Heute ist an den europäischen Börsen auch der Tag der Nachzügler. Diese Werte würden wegen der Hoffnung auf ein Ende der Pandemie nun erfasst, sagte ein Händler. Der Markt gehe zunehmend davon aus, "dass die Pandemie im Verlauf des kommenden Jahres verschwindet".

Im Dax stiegen MTU um 4,4 Prozent, im MDax zogen Airbus um 3,9 Prozent an und ProSiebenSat.1 um 5 Prozent. In Paris erholten sich Renault um 5,5 Prozent.

10:30 Uhr

Dax marschiert in Richtung 13.500

Der Dax hat im Verlauf des Vormittags seinen Gewinn kräftig ausbauen können. Der Leitindex notierte 1,6 Prozent höher bei 13.455 Punkten. Damit erreichte er ein neues Hoch seit Beginn des Corona-Crashs am 24. Februar. Der EuroStoxx50 legte um 1,7 Prozent auf 3394 Stellen zu.

Immer neue Rekorde an den US-Börsen und der zuletzt wieder sinkende Euro sind die Treiber der jüngsten Rally. Endlich habe der Dax die Chance, gegenüber den US-Indizes aufzuholen, kommentierte Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader.

10:19 Uhr

Reise-Aktien trotzen der Kanaren-Warnung - kräftige Gewinne

Die Reise- und Flugaktien sind doch nicht unter Druck geraten. Der entsprechende Stoxx-Index stieg um 2,3 Prozent.

  • "Die Hoffnung auf Impfstoffe drückt die Reisewarnung für die Kanaren in den Hintergrund", so ein Händler.

Er verwies darauf, dass sich die USA darauf vorbereiteten, bereits ab November Impfstoffe zu verteilen. Zudem verringerten die Fluggesellschaften ihr Minus bei den Passagierzahlen bereits weiter, wie die Zahlen von Ryanair zeigten. Hier liege die Zahl nun bei knapp der Hälfte vom August 2019.

So stiegen Ryanair um 1,7 Prozent. Tui gewinnen 4,9 Prozent. Easyjet verteuerten sich um 5,1 Prozent, IAG um 5,7 Prozent und Carnival um 5,2 Prozent. Lufthansa legten um 4,2 Prozent zu.

09:56 Uhr

Insider: Musk hat Altmaier Investitionspläne vorgestellt

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Elon Musk

(Foto: REUTERS)

Hier noch ein wenig Nachwäsche: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat gestern rund eine Stunde mit Tesla-Chef Elon Musk gesprochen. Es sei dabei insbesondere um die Milliarden-Investitionen des US-Elektroauto-Pioniers in Deutschland gegangen, etwa die Fabrik in Brandenburg, deren Bau schnelle Fortschritte mache, sagte ein Insider gegenüber Reuters.

Außerdem sei es um die Vorhaben von Musk in Bereichen wie Raumfahrt und autonomes Fahren gegangen. Auch über die Tübinger Biotechfirma Curevac sei gesprochen worden.

  • "Musk und Altmaier waren sich einig, dass das Unternehmen Curevac, das an neuen Impfstoff-Konzepten arbeitet und mit Tesla kooperiert, weltweit zu den innovativsten zählt", so der Insider.
09:42 Uhr

Schaeffler-Chef schließt Kündigungen nicht aus

Schlechte Nachrichten kommen aus Herzogenaurach: Der Automobilzulieferer Schaeffler wird bei seinen sogenannten Strukturmaßnahmen möglicherweise nicht ohne Kündigungen auskommen. Die Transformation sei durch Corona nochmal beschleunigt worden, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld der "Wirtschaftswoche". Auf die Frage, ob er betriebsbedingte Kündigungen bei Schaeffler ausschließen könne, antwortet er: "Sollte man in der heutigen Krise etwas ausschließen? Nein!"

Schaeffler operiere aber als "ein langfristig denkendes Familienunternehmen. Wir schauen dabei nicht allein auf die Marge, sondern setzen Strukturmaßnahmen sozialverträglich um." Anfang Oktober kommt der Aufsichtsrat laut Arbeitnehmervertretern zu seiner jährlichen Strategiesitzung zusammen.

Schaeffler Vz
Schaeffler Vz 5,82

09:28 Uhr

SAP auf neuem Allzeithoch

Eine starke Unterstützung für den Dax kam zum Handelsbeginn vom Index-Schwergewicht SAP. Der Kurs der Walldorfer stieg auf ein neues Allzeithoch bei 143,30 Euro. Die Aktie arbeite an einem neuen Kaufsignal, äußerte ein Händler.

Sollte sie die 143er-Marke auf Schlusskursbasis überwinden, gebe es aus technischer Sicht eine gute Chance auf einen Anstieg Richtung 150 Euro. SAP notierten aktuell plus 1,2 Prozent auf 143,14 Euro.

SAP
SAP 135,52

09:11 Uhr

Dax eröffnet klar im Plus - Allzeithoch wieder in Sicht

Dax
Dax 13.208,12

Grün ist wieder die Farbe an der Frankfurter Börse, Der deutsche Aktienmarkt ist mit deutlichen Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dax stieg um 1,0 Prozent auf 13.375 Punkte, sein Allzeithoch liegt bei 13.795 Punkten. Steigt der Dax weiter bis auf knapp über 13.500 Zähler, wäre die Kurslücke, die der Dax am 24. Februar aufgerissen hatte, geschlossen und die Verluste seit dem Crash vollständig aufgeholt. Der MDax legte um 0,8 Prozent auf  28.126 Zähler zu. Der TecDax vermehrte sich um 0,6 Prozent auf 3193 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 1,3 Prozent höher bei 3381 Punkten.

29 der 30 Dax-Werte notierten im Plus. Besonders  stark gewannen MTU und Covestro mit je plus 3,5 Prozent. Einzige Verlierer im Leitindex waren Delivery Hero mit einem Abschlag von 1,6 Prozent.

08:48 Uhr

China-Daten treiben Nikkei hoch

Nikkei
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Die ungebremste Erholung der chinesischen Wirtschaft vom Corona-Schock hat an den asiatischen Börsen Kauflaune aufkommen lassen. In Tokio ging der Nikkei 0,9 Prozent fester bei 23.466 Punkten aus dem Handel. Auch an vielen anderen asiatischen Märkten ging es aufwärts. In China notierten die Börsen dagegen schwächer.

Die chinesischen Dienstleister weiteten ihre Geschäfte im August den vierten Monat in Folge aus, wie aus dem Einkaufsmanagerindex hervorging. Analysten schätzen die Aussichten für den Aktienmarkt weiter als günstig ein, auch weil die Geldflut der Notenbanken im Kampf gegen die Virus-Krise andauert.

08:34 Uhr

Siemens-Healthineers-Aktie nach Kapitalerhöhung auf Talfahrt

Deutlich nach unten ist es vorbörslich mit der Aktie von Siemens Healthineers gegangen - ihr Kurs gab um 4,2 Prozent nach und war damit Schlusslicht im MDax.

Der Medizintechnikkonzern sammelte bei seinen Aktionären im Rahmen einer Kapitalerhöhung fast drei Milliarden Euro ein. Mit dem Geld soll ein Teil der Übernahme des Krebstherapie-Spezialisten Varian finanziert werden.

08:14 Uhr

Zahl der Kurzarbeiter sinkt stark

Eine Ampel warnt Autofahrer vor kreuzenden Fußgänger auf dem Weg zur Agentur für Arbeit. Foto: Jan Woitas/ZB/dpa/Archivbild

(Foto: Jan Woitas/ZB/dpa/Archivbild)

Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist dem Ifo-Institut zufolge im August um rund 1 Million gesunken. Insgesamt waren es noch 4,6 Millionen nach 5,6 Millionen im Juli, ergaben Berechnungen und Schätzungen der Münchner Forscher auf Basis ihrer monatlichen Konjunkturumfrage unter Tausenden Unternehmen.

In der Industrie gab es demnach nur einen Rückgang von 2,1 Millionen auf 1,9 Millionen Kurzarbeiter und von 30 auf 27 Prozent der Beschäftigten. Wesentlich deutlicher nahm die Kurzarbeit bei den Dienstleistern ab. Im Gastgewerbe etwa sank die Zahl von 465.000 auf 377.000. Bei sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistern gab es einen Rückgang von 603.000 auf 457.000. Im Einzelhandel wurde ein Minus von 240.000 auf 104.000 ermittelt, im Großhandel von 257.000 auf 210.000. Im Kfz-Handel waren den Ifo-Berechnungen zufolge im August noch 100.000 Menschen in Kurzarbeit, nach 140.000 im Juli.

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07:59 Uhr

Ölpreise verdauen festeren Dollar - geringeres Minus

Nach ihrem gestrigen Kursrutsch haben sich die Ölpreise stabilisieren können. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 44,27 US-Dollar. Das waren 16 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls geringfügig auf 41,42 Dollar.

Am Mittwochnachmittag waren die Erdölpreise deutlich um rund einen Dollar gefallen. Marktteilnehmer erklärten den Preisrutsch vor allem mit dem stärkeren US-Dollar. Da Rohöl international in der US-Währung gehandelt wird, sorgt ein steigender Dollarkurs meist für geringere Nachfrage aus Ländern außerhalb des Dollarraums. Die Ölpreise geben daraufhin oft nach.

07:43 Uhr

Euro fällt wieder auf unter 1,20 Dollar

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Euro / Dollar 1,19

Der Euro gibt weiter nach. Am Morgen fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1805 US-Dollar. Sie kostete damit einen halben Cent weniger als in der Nacht zuvor. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1861 Dollar festgelegt.

Erst am Dienstag war der Euro erstmals seit gut zwei Jahren über die Marke von 1,20 Dollar gestiegen. Seither hat jedoch der Dollar infolge solider Konjunkturdaten Boden gut gemacht. Zudem hat EZB-Chefvolkswirt Philip Lane die Euro-Aufwertung mit der Bemerkung gedämpft, dass der Euro-Wechselkurs wichtig sei. Die EZB hat kein offizielles Wechselkursziel.

07:32 Uhr

Dax höher erwartet - US-Daten im Blick

Dax
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Vor Veröffentlichung weiterer wichtiger Konjunkturdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Mittwoch hatte er im Windschatten der Rekordjagd an der Wall Street gut zwei Prozent auf 13.243,43 Punkte zugelegt. Das war der höchste Schlusskurs seit mehr als sechs Monaten.

Ihr Hauptaugenmerk richten Investoren auf das Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager aus dem US-Dienstleistungssektor am Nachmittag (MESZ). Sie hoffen auf eine positive Überraschung wie beim Index für die Industrie. Nach den enttäuschenden Beschäftigtenzahlen der privaten Arbeitsagentur ADP vom Mittwoch rücken die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe wieder in den Vordergrund. Experten erwarten hier mit 950.000 nur einen leichten Rückgang im Vergleich zu Vorwoche.

06:48 Uhr

Curevac-Übernahme durch Musk ist "reine Fantasie"

Der Haupteigentümer des Impfstoffherstellers Curevac, Dietmar Hopp, hat sich positiv zu einer möglichen Zusammenarbeit des Tübinger Unternehmens mit dem Tesla-Chef Elon Musk geäußert. "Für Curevac kann ich sagen, dass man ein sehr großes Potenzial in der Zusammenarbeit mit Herrn Musk sieht und eine Zusammenarbeit, weit über Impfstoffe hinaus, ausgesprochen positiv beurteilt wird", erklärte Hopp gegenüber "Merkur.de". Spekulationen über einen möglichen Einstieg des US-Unternehmers bei Curevac erteilte der Mitgründer des Software-Riesen SAP dagegen eine entschiedene Absage. Entsprechende Überlegungen seien "reine Fantasie".

06:32 Uhr

Asiatische Aktien setzen auf Konjunkturhoffnungen

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Positive Wirtschaftsdaten aus China lassen asiatischen Anleger zugreifen. Chinas Dienstleistungssektor wuchs den vierten Monat in Folge, wie eine Caixin/PMI-Umfrage ergab. Auch der chinesische Arbeitsmarkt konnte die Folgen der Coronavirus-Pandemie abschütteln: Zum ersten Mal seit Januar stellten Unternehmen mehr Mitarbeiter ein. "Ich denke, wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem es taktisch sinnvoll ist, vorsichtiger zu sein als vor zwei oder drei Monaten, da die Anleger immer noch mit einer Reihe erheblicher Risiken konfrontiert sind", sagte Scott Berg, Portfoliomanager bei T. Rowe Price. "Die wirtschaftliche Erholung bleibt fragil und es besteht nach wie vor erhebliche Unsicherheit über den Wachstumskurs über die anfängliche Erholungsphase hinaus", fügte Berg hinzu.

Weitere Risiken für die Anleger blieben die Spannungen zwischen den USA und China sowie die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahl. Bei einem Sieg der Demokraten sei ein "großer Richtungswechsel in der Politik und ein anderes Regulierungs- und Steuerregime" wahrscheinlich, so Berg. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,4 Prozent höher bei 23.561 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,7 Prozent und lag bei 1635 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,2 Prozent.