Donnerstag, 30. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Zu viele Hindernisse bringen den Dax ins Stolpern

imago74586875h.jpg

(Foto: imago/Ikon Images)

Es waren einfach zu viele schlechte Nachrichten: Die europäischen Aktienmärkte tauchten nach anfänglichen kleinen Gewinnen am Nachmittag vollständig ab. Dabei gab es bereits am Vormittag schwache Wirtschaftsdaten aus Europa. So schrumpfte die Wirtschaft des Euroraums im ersten Quartal 2020 unter der Einwirkung der Corona-Pandemie um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Aus Deutschland kamen schwächer als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten. "Dies ist erst der Auftakt für die schwerste Rezession in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg", sagte NordLB-Volkswirt Christian Lips.

Mit den ersten Aussagen von der EZB kam dann massiver Verkaufsdruck an die Aktienmärkte. Als eine Enttäuschung wurde bei einigen Marktteilnehmern aufgenommen, dass die EZB das Volumen der sogenannten PEPP-Käufe (Pandemie-Notfallankaufprogramm) zum aktuellen Zeitpunkt nicht aufstocke. Aber auch enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA lieferten einen Grund, vor dem langen Wochenende Aktien zu verkaufen. Rund 30 Millionen Amerikaner haben in den vergangenen sechs Wochen wegen der Corona-Krise ihren Job verloren.

So gab es heute für den Dax wahrlich keinen Blumentopf zu gewinnen, er ging mit einem Minus von 2,2 Prozent auf 10.862 Punkte ins verlängerte Wochenende. Der MDax verlor 1,5 Prozent auf 23.044 Zähler. Der TecDax verringerte sich um 0,9 Prozent auf 2855 Stellen. Für den EuroStoxx50 ging es um 2,6 Prozent auf 2918 Punkte nach unten.

Im Dax verbilligten sich die meisten Aktien. Besonders hart traf es Munich Re mit minus 9,0 Prozent. BASF verloren nach Zahlen 5,2 Prozent. Schlecht liefen auch die Banken-Papiere: Deutsche Bank sackten um 5,3 und Commerzbank um 7,5 Prozent ab.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen 1. Mai und ein erholsames Wochenende. Den nächsten Börsen-Tag gibt es dann am kommenden Montag.

17:14 Uhr

Lauert die Bullenfalle oder gibt es eine echte Erholung?

Der Dax hat sich zuletzt deutlich erholt. Wie groß ist die Gefahr, dass es doch noch einen Rückschlag geben wird? Friedhelm Tilgen spricht mit Metin Simsek von der UBS über mögliche Strategien für Anleger und Trader.

16:46 Uhr

Insolvenzgerüchte lassen Chesapeake-Kurs einbrechen

f074c1dc15b02c2c7a303c9538f873b2.jpg

(Foto: REUTERS)

Schlechter Tag für die Aktie von Chesapeake Energy: Ihr Kurs brach im frühen US-Börsenhandel um 37,2 Prozent auf 16,87 US-Dollar ein. Einem Agenturbericht zufolge bereitet sich das auf die Förderung von Öl und Gas spezialisierte Unternehmen auf eine mögliche Insolvenz vor. Der Bericht gibt als Quelle Insider an. Denen zufolge verhandelt das Unternehmen mit Gläubigern über einen Kredit im Umfang von einer Milliarde Dollar mit dem Ziel, auch bei einer Insolvenz die Förderung aufrechtzuerhalten.

Chesapeake gilt als hoch verschuldet und leidet insbesondere unter dem Preisverfall für fossile Energieträger im Zuge des Nachfrageeinbruchs durch die Coronavirus-Pandemie. Über die vergangenen drei Monate war der Kurs um 75 Prozent gefallen. Die Ölpreise sind parallel um 67 Prozent abgestürzt.

16:29 Uhr

Coronavirus bremst McDonald's aus

120296118.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

McDonald's hat aufgrund der Corona-Krise einen Rückgang des Quartalsgewinns um 16,7 Prozent verzeichnet. Der Nettogewinn sank auf 1,11 (1,33) Milliarden US-Dollar.

Der weltgrößte Fast-Food-Konzern gab an, dass heute rund 75 Prozent seiner etwa 39.000 Restaurants weltweit in Betrieb waren. Der Umsatz sank um 6,2 Prozent auf 4,71 Milliarden Dollar und lag damit aber leicht über den Schätzungen der Analysten.

16:14 Uhr

Langfristige Aktienanlage sind auch jetzt sinnvoll

An den Aktienmärkten geht es weiterhin turbulent zu. Sollte man da jetzt überhaupt über eine Investition nachdenken oder lieber abwarten, bis es wieder ruhiger wird? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Thilo Wolf von BNY Mellon.

15:55 Uhr

Deutsche Wirtschaft schrumpft langsamer als die der Eurozone

Die deutsche Wirtschaft ist Ökonomen zufolge im ersten Quartal noch vergleichsweise glimpflich aus der Corona-Krise davongekommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte von Januar bis März zwar mit 2,4 Prozent zum Vorquartal so stark geschrumpft sein wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) auf der Grundlage von Daten der europäischen Statistikbehörde errechnete.

Aber die Wirtschaft der Eurozone insgesamt stürzte mit 3,8 Prozent wesentlich stärker ab. Offiziell veröffentlicht werden die deutschen Daten am 15. Mai.

15:36 Uhr

Schwacher Start an der Wall Street - Dax vergrößert Verlust

130718171.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die rote Farbe dominiert auch an der Wall Street: Die US-Börsen sind mit Verlusten in den heutigen Handel eingestiegen. Der Dow Jones verlor 1,2 Prozent auf 24.329 Punkte. Der marktbreite S&P-500 gab um 0,9 Prozent auf 2912 Stellen nach.

In Frankfurt hat der Dax seine Verluste weiter ausgebaut, er sackte um 1,5 Prozent auf 10.939 Zähler ab. Der EuroStoxx50 ging um ebenfalls 1,5 Prozent auf 2951 Punkte runter.

15:08 Uhr

Lufthansa-Piloten sind zum Gehaltsverzicht bereit

126379172.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Piloten der Lufthansa bieten ihrem Arbeitgeber einen kräftigen Gehaltsverzicht als Beitrag zur Sanierung des hart von der Coronavirus-Krise betroffenen Unternehmens an. Bis Mitte 2022 seien die Piloten zu Einbußen um bis zu 45 Prozent ihres Gehalts bereit, erklärte ihr Verband Vereinigung Cockpit (VC). Auch das Kurzarbeitergeld könne zusätzlich abgesenkt werden.

Die Zugeständnisse würden den Dax-Konzern um insgesamt gut 350 Millionen Euro entlasten. Der Konzernvorstand müsse im Gegenzug alles tun, um die Krise gemeinsam mit den Beschäftigten zu überwinden. Das Personal im oberen Vergütungsbereich wolle damit seine besondere Verantwortung übernehmen, "auch wenn dies schmerzhafte Einschnitte bedeutet", erklärte VC-Chef Markus Wahl.

Die Lufthansa-Aktie notierte am Nachmittag 4,6 Prozent tiefer.

14:51 Uhr

American Airlines schreibt tiefrote Zahlen

128234636.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die US-Fluggesellschaft American Airlines hat wegen der Corona-Krise ihren ersten Quartalsverlust seit der Rückkehr aus der Insolvenz im Jahr 2013 erlitten. In den drei Monaten bis Ende März fiel unterm Strich ein Minus von 2,2 Milliarden Dollar an, wie das Unternehmen im texanischen Fort Worth mitteilte. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn von 185 Millionen Dollar gegeben. Der Umsatz brach im Jahresvergleich um knapp 20 Prozent auf 8,5 Milliarden Dollar ein.

Die Corona-Pandemie hat den Flugverkehr nahezu zum Erliegen und die Luftfahrtindustrie in eine schwere Finanznot gebracht. Die US-Regierung hat bereits ein großes Rettungspaket für die heimischen Fluggesellschaften aufgelegt, aus dem American Airlines 5,8 Milliarden Dollar erhielt. Das Unternehmen verliert derzeit rund 70 Millionen Dollar pro Tag und hat weiteren Mittelbedarf.

14:39 Uhr

Rund 30 Millionen US-Arbeitslose in sechs Wochen

Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA im März haben sich mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis einschließlich 25. April belief sich auf rund 3,8 Millionen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. In den fünf Wochen zuvor hatten bereits 26,4 Millionen Menschen ihren Job verloren.

*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:12 Uhr

An der Wall Street schaut man auf die EZB und die US-Jobdaten

imago98627298h.jpg

(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Nachdem Hoffnungen auf ein mögliches Medikament gegen Covid-19 den US-Börsen gestern zu deutlichen Gewinnen verholfen haben, wird die Wall Street mit nur leichten Aufschlägen zu Handelsbeginn erwartet. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 legt vorbörslich um 0,3 Prozent zu. Die Anleger halten sich vor den Ergebnissen der Sitzung der Europäischen Zentralbank und der Bekanntgabe neuer Daten zum US-Arbeitsmarkt zurück, heißt es von Marktteilnehmern.

Die tiefen Spuren, die die Pandemie in der US-Wirtschaft und global hinterlassen hat, bereiten weiterhin große Sorge. Positiv wirken die Aussagen von Fed-Präsident Jerome Powell vom Mittwoch nach, dass die US-Notenbank zu weiteren aggressiven Schritten bereit ist, um eine Erholung der US-Wirtschaft zu unterstützen. Die Blicke der Anleger richten sich nun auch auf die Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde vor Handelsbeginn in den USA.

Konjunkturseitig stehen vor allem die wöchentlichen Zahlen der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Fokus, denn die Stilllegung der US-Wirtschaft hat in den vergangenen Wochen zu einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA geführt. Veröffentlich werden die Daten noch vor Ertönen der Startglocke.

14:07 Uhr

EZB schickt Dax wieder unter 11.000

7fb8fec4d860a39e6779ffce17ae2465.jpg

(Foto: dpa)

Die EZB lässt die Leitzinsen in der Währungsunion in der Corona-Krise unverändert. Das teilte ein Banksprecher mit. Allerdings sei die EZB bereit, ihr Anleihekaufprogramm zu verstärken, versicherte er. Der Leitzins bleibt damit auf seinem Rekordtief von 0,0 Prozent, der Einlagezins für Banken bei minus 0,5 Prozent. Bei kurzfristigen Kapitalspritzen und sogenannten Übernachtkrediten werden ebenfalls wie bisher 0,25 Prozent Zinsen fällig.

Die EZB hatte bereits im März weitreichende Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft im Euroraum beschlossen. Unter anderem stockt sie ihre Wertpapierkäufe um 750 Milliarden Euro auf.

Die Aktionäre überzeugte die EZB mit ihrer Politik der ruhigen Hand überhaupt nicht. Der Dax rutschte ab und notierte 1,1 Prozent tiefer bei 10.988 Punkten. Der EuroStoxx50 sank um 1,0 Prozent auf 2967 Zähler.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:24 Uhr

Porsche-Marge ist nur noch einstellig

Der Sportwagenhersteller Porsche hat bei sinkenden Verkäufen wegen anhaltend hoher Kosten im ersten Quartal einen Gewinneinbruch verzeichnet. Das operative Ergebnis sank zum Vorjahr um 34 Prozent auf 600 Millionen Euro. Die Umsatzrendite sackte auf 9,5 Prozent ab - üblicherweise erzielt Porsche deutlich zweistellige Renditen von rund 15 Prozent. Damit gehört das Unternehmen zu den profitabelsten Herstellern weltweit. Die Zahl der Auslieferungen sank um 5 Prozent.

Die Corona-Krise sei für Porsche eine große Herausforderung, sagte Vorstandschef Oliver Blume. Man halte "an unseren Zukunftsinvestitionen in die Elektrifizierung und Digitalisierung unserer Fahrzeuge konsequent fest".

13:02 Uhr

Italien befindet sich in der Rezession

Italiens Wirtschaft ist im ersten Quartal in eine Rezession geraten, da das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der strikten Abriegelung das zweite Quartal in Folge schrumpfte. Das BIP fiel in den ersten drei Monaten des Jahres um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die Statistikbehörde Istat in einer ersten Schätzung meldete. Im vierten Quartal 2019 war das BIP um 0,3 Prozent gesunken.

Ökonomen hatten ein Minus von 5,0 Prozent im ersten Quartal prognostiziert. Im Zuge der Finanzkrise war die Leitung der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone um 2,8 Prozent gefallen.

12:52 Uhr

MTU will keine Staatshilfe - Aktienkurs steigt kräftig

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 136,20

Der Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines will die Coronakrise ohne Staatskredite überstehen. Ein KfW-Darlehen sei für den Dax-Konzern "momentan kein Thema", sagte Finanzvorstand Kameritsch in einer Telefonkonferenz. MTU sei in den finalen Zügen der Verhandlungen mit fünf Banken über die Aufstockung der bestehenden 600-Mio-Euro-Kreditlinie um 100 Mio Euro und plane ein ebenfalls 100 Mio Euro schweres Schuldscheindarlehen, um den Einbruch des Geschäfts zu überbrücken.

  • "Wir fühlen uns mit diesen Instrumenten gut gewappnet, um da durchzukommen." Die Ausrüstungsinvestitionen - vor allem in die Erweiterung der Produktion - seien für 2020 um die Hälfte gekürzt worden, sagte Kameritsch.

Die MTU-Aktie verteuerte sich um 2,4 Prozent.

12:32 Uhr

Zoom muss seine Nutzerzahlen korrigieren

imago99126476h.jpg

(Foto: imago images/Fotoarena)

Der Videokonferenz-Anbieter Zoom hat frühere Angaben korrigiert, wonach er täglich von 300 Millionen Menschen genutzt wird. In einem aktualisierten Blogeintrag ist nur noch von 300 Millionen Teilnehmern in Videokonferenzen die Rede. Das stellt klar, dass ein Nutzer mehrfach gezählt wird, wenn er an einem Tag an mehreren Videokonferenzen teilnimmt.

Zoom wurde mit seinem ursprünglich für Unternehmen gedachten Videokonferenz-Service zum überraschenden Aufsteiger in der Corona-Zeit, nachdem die Firma Einschränkungen für Privatkunden aufhob. Google und Facebook ziehen inzwischen mit nachgebesserten Videochat-Angeboten nach.

12:14 Uhr

Corona-Krise brockt Förderbank KfW Verlust ein

3da3444e240f3ad7373f25824673cbf5.jpg

(Foto: dpa)

Die staatliche Förderbank KfW hat wegen der Corona-Krise im ersten Quartal einen Verlust von 592 Millionen Euro geschrieben. Man habe vorausschauend ihre Bewertungen sehr umfassend korrigiert, erklärte Vorstandschef Günther Bräunig. Trotz des Verlusts bleibe die Bank mit einer harten Kernkapitalquote von 24 Prozent gut aufgestellt. Bereits im ersten Quartal hat die KfW ihr Fördervolumen auf 19,8 (Vorjahresquartal: 16,9) Milliarden Euro deutlich aufgestockt - dabei liefen die Corona-Hilfsprogramme erst Ende März an.

Bis Mittwochabend seien Corona-Hilfen im Gesamtvolumen von 33,1 Milliarden Euro eingegangen, erklärte die KfW. Um die Kreditvergabe an den Mittelstand anzukurbeln, reagierte die Politik Mitte April mit einem weiteren Hilfsprogramm, bei dem der Staat bei Darlehen bis zu 800.000 Euro das komplette Risiko übernimmt. Im ersten Quartal hat die KfW 27,7 Milliarden Euro an den Finanzmärkten aufgenommen, um ihr Fördergeschäft zu refinanzieren.

11:58 Uhr

Gewinn der Kernmarke VW halbiert

Der Absatzeinbruch durch die Corona-Pandemie hat den Gewinn der Volkswagen-Kernmarke im ersten Quartal halbiert. Damit schrumpfte das Betriebsergebnis weniger stark als im Mutterkonzern insgesamt. Dort war der operative Gewinn um 81 Prozent abgesackt, auch wegen eines massiven Gewinneinbruchs der Schwestermarke Audi.

Die Marke VW lieferte von Januar bis März mit 1,1 Millionen Fahrzeugen ein Viertel weniger aus als im Vorjahrszeitraum. Der Umsatz sank um 11,9 Prozent auf 19 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis ging um 47,7 Prozent auf 481 Millionen Euro zurück.

2c723b256c7457ebd0f70862ac28bd14.jpg

(Foto: dpa)

11:44 Uhr

Bericht: Thyssenkrupp erhält Staatshilfe

Der Industriekonzern Thyssenkrupp erhält einem Zeitungsbericht zufolge Staatshilfe. Bei der Staatsbank KfW habe sich das MDax-Unternehmen einen Kredit von rund einer Milliarde Euro gesichert, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf sogenannte informierte Kreise.

Von Thyssenkrupp gab zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Die Aktie von Thyssenkrupp notierte 0,5 Prozent fester.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:35 Uhr

Banken-Sektor schwach - Zahlen und S&P belasten

44547608.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Einen schwierigen Tag erleben heute die Banken. Der Sektor-Index war am Vormittag mit 1,2 Prozent einer der schwächsten in Europa.

  • "Die Zahlen sind nicht so toll wie gestern", sagt ein Händler mit Verweis auf unter anderem Standard Chartered und Barclays.

Heute habe aber nun Societe Generale (minus 4,1 Prozent) auch ein schwaches Investmentbanking gezeigt, BBVA (minus 2,7 Prozent) Milliarden abgeschrieben und auch Lloyds (minus 3,4 Prozent) mit den Zahlen enttäuscht. Dazu habe nun auch die Ratingagentur S&P noch den Ausblick diverser italienischer Banken gesenkt, nachdem Fitch bereits das Länder-Rating nach unten genommen hatte. Unicredit gaben um 2,0 Prozent und Intesa um 1,5 Prozent nach.

In Frankfurt gewannen Deutsche Bank 0,6 Prozent. Commerzbank gaben dagegen 0,4 Prozent ab.

10:53 Uhr

Saturn-Mutter erhält Genehmigung für Staatskredit

Ceconomy hat eine Kreditlinie in Höhe von 1,7 Milliarden Euro vom Staat genehmigt bekommen. Wie die Mutter von Media-Markt und Saturn mitteilte, handelt es sich um einen revolvierenden Konsortialkredit unter Beteiligung der staatseigenen KfW mit einer Laufzeit von bis Dezember 2021 und einer einjährigen Verlängerungsoption.

Während der Laufzeit des Kredits darf der Düsseldorfer SDax-Konzern keine Dividende ausschütten. Damit müssen die Aktionäre, die seit der Gründung des Unternehmens Mitte 2017 noch nie eine Dividendenzahlung erhalten haben, weiter auf eine erstmalige Ausschüttung warten.

Ceconomy
Ceconomy 4,08

10:43 Uhr

Deutscher Einzelhandel mit größtem Umsatzminus seit 2007

Wegen der Pandemie waren im März große Teile des deutschen Einzelhandels geschlossen, was zu starken Umsatzeinbußen geführt hat. Gleichzeitig sorgte die starke Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs zu erhöhten Umsätzen in anderen Bereichen, etwa in Supermärkten und Apotheken.

Wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, fielen die gesamten Umsätze nach Abzug der Inflation um 5,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das ist der stärkste Umsatzrückgang gegenüber einem Vormonat seit dem Januar 2007. Ökonomen hatten allerdings einen noch stärkeren Rückgang um 15,0 Prozent prognostiziert.

10:21 Uhr

Ölpreise steigen kräftig - Anleger setzen auf Nachfragebelebung

Eine gute Nachricht gibt es dagegen von der Ölfront: Entspannungssignale bei den US-Lagerbeständen haben nämlich die Preise für das sogenannte schwarze Gold angetrieben. Der Preis für ein Fass West Texas Intermediate (WTI) stieg um mehr als 13 Prozent auf 17,15 US-Dollar. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 8 Prozent auf 24,33 Dollar.

Die US-Rohöllagerbestände waren nach Daten der Energiebehörde EIA in der vergangenen Woche um 9 Millionen Barrel auf 527,6 Millionen Barrel geklettert. Analysten hatten mit einem höheren Anstieg um 10,6 Millionen Barrel gerechnet.

10:11 Uhr

Arbeitsmarktzahlen belasten Dax - leichtes Minus

Die schlechter als erwartet ausgefallenen deutschen Arbeitsmarktzahlen für April haben sich negativ auf das Geschehen an der Frankfurter Börse ausgewirkt. Der Dax gab seine Gewinne ab und notierte 0,1 Prozent tiefer bei 11.103 Punkten. Kurz darauf erholte sich der Leitindex wieder etwas.

Auch MDax und TecDax sackten ab, hielten sich aber weiter im Plus. Der EuroStoxx50 verlor 0,1 Prozent auf 2994 Stellen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:00 Uhr

Corona-Krise schlägt auf deutschen Arbeitsmarkt durch

46692197.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Der deutsche Arbeitsmarkt ist im April aufgrund der Corona-Krise erheblich unter Druck geraten und hat sich in saisonbereinigter Rechnung noch deutlich schlechter entwickelt als erwartet. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) bekanntgab, stieg die Arbeitslosenzahl bereinigt um saisonale Einflüsse gegenüber März um 373.000. Damit sind nun 2,644 Millionen Menschen ohne Beschäftigung. Volkswirte hatten lediglich eine Zunahme um 95.000 Personen erwartet.

Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote erhöhte sich im April deutlich auf 5,8 Prozent von 5,0 Prozent. Die Experten hatten hier nur einen Anstieg auf 5,2 Prozent vorhergesehen. Gegenüber dem Vorjahr waren 415.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. "Die Corona-Pandemie dürfte in Deutschland zur schwersten Rezession der Nachkriegszeit führen", erklärte der BA-Vorstandsvorsitzende Detlef Scheele.

*Datenschutz

 

09:42 Uhr

Shell kürzt erstmals seit 1940 Dividende - Aktie unter Druck

Royal Dutch Shell
Royal Dutch Shell 11,13

Der Ölkonzern Shell kürzt seine Dividende zum ersten Mal in 80 Jahren. Wegen des Nachfrageinbruchs werde die Quartalsdividende auf 16 Cent je Aktie von 47 Cent im Vorquartal reduziert, teilte das britisch-niederländische Unternehmen mit, das auch sein Aktienrückkaufprogramm aussetzt.

Die in London notierte Aktie gab bis zu 4,7 Prozent nach. Der bereinigte Gewinn auf vergleichbarer Basis fiel im ersten Quartal um 46 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Die Aktivitäten im Raffineriegeschäft hat Shell nach eigenen Angaben um bis zu 40 Prozent zurückgefahren.

09:25 Uhr

Spaniens Wirtschaft geht am Stock

131662921.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die spanische Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise in die Knie gegangen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach von Januar bis März um 5,2 Prozent zum Vorquartal ein, wie das Statistikamt in Madrid mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit dem Start dieser Statistik 1995. Ökonomen hatten mit einem Minus von 4,4 Prozent gerechnet.

Spanien gehört zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen Ländern weltweit, weshalb die Regierung strenge Schutzmaßnahmen angeordnet hat. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone in diesem Jahr um acht Prozent einbrechen wird.

09:10 Uhr

Dax setzt Klettertour fort - wichtige Jobdaten stehen an

Dax
Dax 12.469,20

Der deutsche Aktienmarkt versucht sich auch heute an einem Aufstieg. Der Dax legte in den ersten Handelsminuten um 0,7 Prozent auf 11.181 Punkte zu. Der MDax stieg um 0,6 Prozent auf 23.558 Zähler, der TecDax um 1,1 Prozent auf 2913 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent höher bei 3012 Punkten.

Die Aktien der Luftfahrtausrüster legten zu. "Das ist ein sehr gutes Zeichen dafür, dass die Krise der Industrie nun eingepreist sein könnte", sagt ein Händler. Der Lackmustest seien die schlechten Zahlen von Safran und die besseren von MTU gewesen. Safran leide neben dem Coronaproblem noch unter der Abhängigkeit von der Boeing 737 Max. Trotzdem sprangen die Aktien 5,6 Prozent nach oben und damit stärker als MTU mit 2,9 Prozent. Auch Airbus legten 2,7 Prozent zu.

Heute stehen noch wichtige Konjunkturdaten an. So gibt es am Vormittag die deutschen Arbeitsmarktdaten für April. Am Nachmittag werden in den USA die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe bekanntgegeben. 

08:54 Uhr

RTL Group mit Umsatzrückgang - Streaming boomt

imago87319385h.jpg

(Foto: imago/Horst Galuschka)

Rückläufige Werbeeinnahmen haben der RTL Group - zu dieser gehört auch ntv - im ersten Quartal einen Umsatzrückgang beschert. Wie die Bertelsmann-Tochter mitteilte, sank der Umsatz im ersten Quartal trotz höherer Zuschauermarktanteile um 3,4 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. Die Streaming-Geschäfte des Konzerns boomen unterdessen wegen des Lockdowns. Die RTL Group geht davon aus, dass die Netto-TV-Werbemärkte im Berichtszeitraum in allen Kernmärkten des Unternehmens rückläufig waren. Demnach ging der Markt in Deutschland um 4,0 bis 4,5 Prozent zurück, in den Niederlanden um 7,0 Prozent und in Frankreich sogar um 12,0 Prozent.

RTL verbuchte im Sendergeschäft einen Umsatzrückgang von knapp 5 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro. Der Umsatz in der Inhalteproduktion sank um 1,3 Prozent auf 378 Millionen Euro. Die Digitalgeschäfte wuchsen um 3 Prozent auf 103 Millionen Euro. Bei ihren Streamingdiensten TV Now und Videoland verzeichnete die RTL Group einen Anstieg der zahlenden Abonnenten um 34 Prozent zum Vorjahr auf 1,53 Millionen.

Die Finanzprognose für das laufende Jahr hat RTL bereits Anfang April zurückgezogen und traut sich nach wie vor keine neue zu.

08:49 Uhr

Wirecard-Chef Braun bekommt Rückendeckung vom Aufsichtsrat

RTX6T3XX.jpg

Markus Braun

(Foto: REUTERS)

Wirecard-Aufsichtsratschef Thomas Eichelmann will nach den kritisierten Ergebnissen der Bilanz-Sonderprüfung am umstrittenen Vorstandschef Markus Braun festhalten.

  • "Eine Personaldebatte wäre im Moment in keinster Weise zum Wohl des Unternehmens. Eine Ablösung von Herrn Dr. Braun sehe ich heute nicht", sagte der seit Januar amtierende Chefkontrolleur dem "Handelsblatt".

Eine seit Oktober gelaufene Sonderprüfung der Wirtschaftsprüfer von KPMG hatte Zweifel an der lückenlosen Bilanzierung des Dax-Konzerns am Dienstag nicht ausräumen können. Braun ist mit rund 7 Prozent Anteil einer der größten Aktionäre des Unternehmens.

Die übrigen Top-Manager des Unternehmens sitzen offenbar aber weniger fest im Sattel als Braun. Für diese gelte, "dass alle Vorstandsverträge zum Jahresende zur Verlängerung anstehen", sagte Eichelmann. In der Nacht hatte Wirecard bekanntgegeben, mit der Deutsche-Börse-Managerin Hauke Stars einen Ersatz für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied Susana Quintana-Plaza gefunden zu haben.

08:29 Uhr

Corona-Pandemie macht BASF zu schaffen

Ein Logo des Chemiekonzerns BASF ist auf einer Industrieanlage angebracht. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Ein Logo des Chemiekonzerns BASF ist auf einer Industrieanlage angebracht. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

(Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild)

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat im ersten Quartal wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie weniger verdient. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) ging um 6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zurück. BASF führte den Rückgang vor allem auf eine geringere Nachfrage in den Sparten Basischemikalien (Chemicals) und Materials zurück. Unter dem Strich blieb ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von 885 Millionen Euro. Das waren 37 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz der BASF-Gruppe stieg dank höherer Mengen um 7 Prozent auf 16,75 Milliarden Euro.

  • "Das erste Quartal 2020 war kein normales Quartal. Das wird auch für das zweite Quartal gelten und wohl für das gesamte Jahr", sagte Konzernchef Martin Brudermüller.
Mehr dazu lesen Sie hier.
08:13 Uhr

Überraschender Wechsel an der Spitze von Holidaycheck

Die Holidaycheck Group AG wird ab sofort von Marc Al-Hames geleitet. Sein Vorgänger, Georg Hesse, hat das Unternehmen am Mittwoch nach vier Jahren vorzeitig verlassen. Als Grund nennt Holidaycheck unterschiedliche Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung der Gesellschaft. Al-Hames ist seit 2013 Geschäftsführer der Münchner Cliqz GmbH, einer Mehrheitsbeteiligung von Hubert Burda Media. Cliqz entwickelt in Deutschland Such-, Browser und Privatsphäre-Technologie und betreibt unter anderem auch das Privatsphäre Tool Ghostery.

07:53 Uhr

Swiss Re rutscht in die roten Zahlen

Swiss Re
Swiss Re 61,78

Kosten für Schäden infolge der Coronavirus-Pandemie und Naturkatastrophen haben den Rückversicherer Swiss Re zum Jahresauftakt in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein Verlust 225 Millionen Dollar, teilte der Konzern aus Zürich mit. Im Vorjahreszeitraum war es noch ein Gewinn von 429 Millionen Dollar.

  • Zu Buche schlugen unter anderem Kosten für die Absage oder Verschiebung von Großveranstaltungen wie etwa den Olympischen Spiele infolge des Covid-19-Ausbruchs.
  • Auch Waldbrände, Hagelschäden und große Überschwemmungen vor allem in Australien kosteten Geld.
  • Zudem fuhr Swiss Re Verluste im Anlageportfolio wegen der weltweiten Marktturbulenzen infolge der Coronavirus-Pandemie ein. Die Prämieneinnahmen stiegen im Zeitraum Januar bis März um sieben Prozent auf 9,59 Milliarden Dollar.
07:24 Uhr

DIW-Chef: Corona-Krise ist letzter Sargnagel für Neoliberalismus

a2a45d840713870f8751c6fb83a0b456.jpg

Marcel Fratzscher ist der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

(Foto: dpa)

Der Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Schocks zeigt nach Ansicht des Ökonomen Marcel Fratzscher die Stärke der Politik und die Gefahren reiner Marktgläubigkeit. Wenn sich Gesellschaften nur auf den freien Wettbewerb verließen, würden die Risiken derzeit überdeutlich, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

  • "Ich würde schon sagen, dass die Corona-Krise so etwas wie der letzte Sargnagel für den Neoliberalismus ist." Hilfen für Arbeitnehmer, Unternehmen, Kliniken oder Schulen seien in der aktuellen Lage ohne Alternative.
  • "Nun sehen wir: Der Staat ist die letzte Instanz, wenn es darauf ankommt", sagte Fratzscher. "Der Markt kann in entscheidenden Bereichen nicht mehr allein funktionieren." Die Finanzkrise 2008/2009 habe dies angedeutet, ebenso die Migrations- und die Klimakrise.
  • "Die Bundesregierung hat über eine Billion Euro an Garantien und direkten Hilfen mobilisiert", betonte der DIW-Chef. "Das ist ein Signal, das uns allen bewusst machen sollte: Ein starker, effizienter, gut funktionierender Staat ist absolut essenziell." Das gelte auch fürs Gesundheitswesen, das nicht primär Gewinninteressen unterworfen sein dürfe.
07:06 Uhr

Erneuter Anstieg der US-Arbeitslosigkeit erwartet

Wegen der Corona-Krise rechnen Experten mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA. Das Arbeitsministerium in Washington veröffentlicht um 14.30 Uhr MESZ die wöchentliche Zahl neuer Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Seit Mitte März haben in den USA bereits mehr als 26 Millionen Menschen ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit in der größten Volkswirtschaft der Welt. Die neuen Zahlen werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis einschließlich 25. April zeigen. In der Vorwoche hatte es 4,4 Millionen Neuanträge gegeben. Sie gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des US-Arbeitsmarkts und deuteten zuletzt auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch hin.

Vor der Zuspitzung der Pandemie hatte die Zahl der Erstanträge noch regelmäßig unter 100.000 pro Woche gelegen. Die US-Arbeitslosenquote dürfte Experten zufolge bereits bei rund 15 Prozent liegen. Einen genauen Wert gibt es aber noch nicht, weil die Statistik zuletzt nicht mit der brachialen Geschwindigkeit der Jobverluste Schritt halten konnte. Im Februar hatte die Quote noch bei extrem niedrigen 3,5 Prozent gelegen.

06:59 Uhr

Dax dürfte höher starten

Mit weiter steigenden Kursen an den europäischen Aktienmärkten rechnen Marktteilnehmer für die Sitzung an diesem Donnerstag. Der Dax wird vorbörslich 2 Prozent höher bei 11.320 Punkten errechnet. "Die fallende Volatilität führt zu höherer Risikobereitschaft und zieht so weitere Marktteilnehmer in die Aktien", sagt ein Händler. "Der V-Boden stabilisiert sich", ergänzt er.

Dax
Dax 12.469,20

Dazu passen Aussagen von Trump zu einer V-förmigen Erholung auch des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens: Der US-Präsident rechnet mit einer vollständigen Rückkehr zur Normalität nach der Krise. Gestützt wird die Stimmung außerdem von den Hoffnungen in die Wirksamkeit des Gilead-Produkts Remdesivir im Kampf gegen die Pandemie und von Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell, die US-Notenbank müsse die Rezession voraussichtlich mit weiteren Maßnahmen bekämpfen.

Abgerundet werden dürfte die Erholung an diesem Donnerstag von Fonds-Käufen zum Monats-Ultimo. Im Blick steht nun vor allem das Gespräch von Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer, wobei weitere Lockerungen erst vom Gespräch am kommenden Mittwoch erwartet werden. Schwache Wachstumszahlen aus der Eurozone gelten als eingepreist, genauso wie ein schwacher Einkaufsmanager-Index aus Chicago und schwache Quartalsberichte.

06:40 Uhr

Home-Office treibt Microsoft-Geschäft an

Der Trend zum Home-Office in der Coronavirus-Pandemie kommt Microsoft zu Gute. Wegen der florierenden Nachfrage nach Software für das Arbeiten am heimischen Schreibtisch und Cloud-Lösungen kletterte der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um 15 Prozent auf 35 Milliarden Dollar, wie der weltgrößte Softwarekonzern mitteilte. Der Einfluss der Coronakrise auf die Erlöse sei minimal gewesen. "In zwei Monaten haben wir eine digitale Transformation erlebt, die sonst zwei Jahre gedauert hätte", sagte Microsoft-Chef Satya Nadella. Microsoft punktet in der Krise mit seinem Betriebssystem Windows und dem Programm Teams für standortübergreifende Teamarbeit.

06:21 Uhr

Ölpreise ziehen an

Weiteres Aufwärtspotenzial sehen Händler bei Ölwerten. Die Ölpreise ziehen am Morgen weiter dynamisch an. "Die Erwartungen stabilisieren sich, dass der Ölpreis-Crash die Grundlage für die nächste Hausse gelegt hat", sagt ein Marktteilnehmer. Zum einen würden Anbieter aus dem Markt gedrängt, und zum anderen würden Nachfrager aufgrund billiger Ölpreise und fehlender Mittel Investitonen in erneuerbare Energien aufschieben. Trotz der steigenden Ölpreise wird auch den Aktien der Fluggesellschaften Aufwärtspotenzial bescheinigt, nach Steilvorlagen aus New York. Dort hatten die Aktien der Branche überwiegend zweistellig zugelegt, mit der Hoffnung auf eine schnelle Normalisierung des Flugbetriebs.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 41,79

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 40,25

 

06:01 Uhr

Potenzielles Virus-Medikament treibt Asiens Börsen an

Nikkei
Nikkei 23.204,62

Die asiatischen Aktien stiegen am Donnerstag auf ein neues Sieben-Wochen-Hoch. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 2,6 Prozent höher bei 20.282 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,7 Prozent und lag bei 1474 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1,4 Prozent.

Ermutigende erste Ergebnisse einer COVID-19-Behandlungsstudie trieben die Hoffnungen der Anleger, weil ein Medikament den Ländern helfen kann, Geschäftsbeschränkungen aufzuheben und die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Das von dem Pharmakonzern Gileads hergestellte antivirale Medikament "Remdesivir" werde die Standardtherapie für Covid-19-Patienten werden, teilte der führende Immunologe und US-Regierungsberaters Anthony Fauci mit. Frühe Ergebnisse einer Studie scheinen zu zeigen, dass es die Genesung beschleunige. "Jede positive medizinische Entwicklung ist hilfreich", sagte Westpac-Analyst Sean Callow. "Aber niemand sollte mit einem großen Durchbruch rechnen - der Schlüssel für die Märkte ist die Kontrolle der Ausbreitung des Virus", sagte er. Doch auch dort gebe es positive Anzeichen.