Donnerstag, 30. Mai 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax verlebt erfolgreichen Feiertag - über 11.900

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nach den jüngsten Kursverlusten ist es mit dem deutschen Aktienmarkt zu Christi Himmelfahrt wieder nach oben gegangen. Am Nachmittag bekam er zudem etwas Unterstützung von der Wall Street, wo ebenfalls eine Gegenbewegung eingesetzt hat - wenn auch nur sehr moderat. Der Dax gewann bei dünnem Handelsvolumen 0,5 Prozent und schloss bei 11.902 Punkten. Der MDax legte um 0,7 Prozent auf 24.922 Zähler zu. Der TecDax stieg gar um 1,0 Prozent auf 2808 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,6 Prozent auf 3317 Punkte.

Die übergeordnete Nachrichtenlage ist allerdings kaum verändert. Weiterhin ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China das beherrschende Thema. Auch die sich anbahnende Regierungskrise in Italien gerät zunehmend in den Fokus der Anleger.

Dax-Gewinner waren Wirecard mit plus 2,3 Prozent. Im MDax schnellten Axel Springer wegen der Gespräche mit KKR über einen Einstieg des Finanzinvestors mit plus 22,2 Prozent in die Höhe.

Mir bleibt nur noch, Ihnen einen angenehmen Abend zu wünschen.

17:08 Uhr

Unsicherheit wegen Italien schwächt Euro

Christi Himmelfahrt war kein guter Tag für Euro: Die Gemeinschaftswährung hat am späten Nachmittag nachgegeben. Der Euro kostete 1,1120 US-Dollar, am Mittag war er noch bis auf 1,1145 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1134 (Mittwoch: 1,1156) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8982 (0,8964) Euro.

Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in Italien belastete den Euro. Matteo Salvini, der Chef der rechten Lega und Vizepremier, hat laut Bloomberg mit einem Ende der Regierungskoalition gedroht. Falls die mitregierende Fünf-Sterne-Bewegung seine Steuerpläne nicht mittrage, könne die Regierung in drei Monaten beendet sein. Die EU-Kommission hatte Italien gestern wegen seiner ausufernden Staatsfinanzen einen Mahnbrief geschickt.

16:50 Uhr

Fedex erfreut bald US-Kunden - ganze Woche Zustellung

FedEx
FedEx 139,44

Der US-Logistiker Fedex stellt Pakete ab dem kommenden Jahr an sieben Tagen in der Woche zu. Mit dem zusätzlichen Betriebstag trägt der Konzern den Online-Shopping-Gewohnheiten seine Kunden in den USA Rechnung.

Fedex plant außerdem, einen Großteil bislang bei lokalen Postämtern deponierter Pakete künftig bis vor die Haustür zu liefern. Damit würde das Netz der US-Post um rund 2 Millionen Pakete pro Tag entlastet. Der Konzern erwartet bis 2026 in den USA eine Verdopplung der Auslieferung von kleinen Paketen. Die Umstellung auf die tägliche Zustellung in großen Teilen der USA ist für Januar 2020 geplant.

16:21 Uhr

Erdogan-Trump-Telefonat beflügelt türkische Lira

Türkische Lira / US-Dollar
Türkische Lira / US-Dollar ,17

In der Hoffnung auf eine Entspannung der Beziehungen zu den USA investieren Anleger wieder verstärkt in der Türkei. Der Leitindex der Istanbuler Börse stieg heute um 2,4 Prozent und auch die türkische Lira war gefragt. Im Gegenzug verbilligte sich der US-Dollar um bis zu 2,7 Prozent auf 6,51 Lira. Die Nachfrage nach türkischen Staatsanleihen drückte die Rendite der zehnjährigen Titel auf 18,47 von 18,92 Prozent.

Auslöser der Rally war ein Telefonat zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und seinem US-Kollegen Donald Trump. Darin einigten sich die Beiden Angaben zufolge auf ein Treffen am Rande des Gipfels der Staats- und Regierungschefs der 20 größten Industriestaaten und Schwellenländer (G20) Ende Juni. Außerdem seien Möglichkeiten zur Ankurbelung des gegenseitigen Handels sowie der umstrittene Kauf eines russischen Flugabwehrsystems durch die Türkei zur Sprache gekommen.

16:04 Uhr

Wall Street im Aufwind - Zollstreit bremst dennoch

Auch in den USA ist die Talfahrt Börsen vorerst beendet. Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage stiegen die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 zur Eröffnung um bis zu 0,5 Prozent.

Investoren versuchten abzuschätzen, wie stark der Zollstreit zwischen den USA und China die Konjunktur belasten wird, sagte Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Raymond James. Zudem stützten Spekulationen auf eine Zinssenkung der US-Notenbank die Kurse. Nach dem verbalen Schlagabtausch zwischen den USA und China in den vergangenen Tagen gab US-Präsident Donald Trump Börsianern etwas Hoffnung. Er sagte, dass die Handelsgespräche gut verliefen und China einen Deal wolle.

Vor diesem Hintergrund legten Technologiewerte wie Apple oder Nvidia, die gestern unter Verkaufsdruck geraten waren, bis zu 0,7 Prozent zu.

15:32 Uhr

Bentley-Chef erwartet hohe Kosten bei hartem Brexit

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(Foto: Patrick Broich)

Ein ungeregelter Brexit ohne Austrittsvertrag könnte den britischen Luxusauto-Hersteller Bentley teuer zu stehen kommen. Der Vorstandschef der VW-Tochter, Adrian Hallmark, sagte der "Süddeutschen Zeitung", dass Zölle auf Geschäfte mit der EU sein Unternehmen "mit zweistelligen Millionenbeträgen jährlich belasten" würden.

Der Manager befürchtet zudem, dass Zollkontrollen an den Häfen den steten Nachschub an Zulieferteilen gefährden könnten.

15:08 Uhr

US-Wirtschaft wächst etwas langsamer als gedacht

Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal einen Tick langsamer gewachsen als bislang angenommen. Zwischen Januar und März legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 3,1 Prozent zu, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Eine erste Schätzung hatte noch 3,2 Prozent ergeben. Ende 2018 hatte es lediglich zu 2,2 Prozent gereicht.

Getragen wurde die Konjunktur zu Jahresbeginn vor allem von steigenden Exporten, höheren Staatsausgaben und einem kräftigen Lageraufbau. Dagegen legte der private Konsum - der für mehr als zwei Drittel des BIP steht - mit 1,3 Prozent nur noch gut halb so stark zu wie zuvor.

14:49 Uhr

Handelskrieg und Italien: Dax-Gewinn verringert sich etwas

Auch am Nachmittag haben sich die deutschen Aktienindizes weiter im positiven Bereich bewegt. Allerdings gaben sie einen Teil ihrer am Vormittag erzielten Gewinne wieder ab. Ein Grund waren die scharfen Töne aus Peking zum Handelsstreit mit den USA. Zudem herrscht an den Märkten Furcht vor einem Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien. Die Brüsseler Kommission schickte Insidern zufolge einen Warnbrief an den italienischen Finanzminister Giovanni Tria.

Der Dax legte um 0,3 Prozent auf 11.880 Punkte zu. MDax und TecDax gewannen je 0,4 Prozent. Der EuroStoxx50 stieg ebenfalls um 0,4 Prozent auf 3309 Punkte.

14:37 Uhr

Starkes Börsendebüt für Watches of Switzerland

Anleger reißen sich um die Aktien von Watches of Switzerland (WoS). Bei ihrem Debüt an der Londoner Börse stiegen die Papiere des Uhrenhändlers auf bis zu 315 Pence. Das ist ein Plus von fast 17 Prozent im Vergleich zum Ausgabepreis. Dieser lag mit 270 Pence am oberen Ende der angepeilten Spanne von 250 bis 277 Pence.

Das Unternehmen verkaufte 57,4 Millionen neue Anteilsscheine zum Gesamtpreis von umgerechnet 176 Millionen Euro. Weitere 24,1 Millionen Titel schlug Mehrheitsaktionär Apollo los. Die Emission war den Angaben zufolge mehrfach überzeichnet. Daher sei die Erstnotiz um einen Tag vorverlegt worden, hieß es. Nach dem Börsengang sind 37,4 Prozent der WoS-Aktien im Streubesitz, sofern die Mehrzuteilungsoption voll ausgeübt wird.

14:18 Uhr

Senkt die Fed wegen des Handelsstreits die Zinsen?

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(Foto: imago images / Xinhua)

Die jüngste Eskalation im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit bringt die US-Notenbank Federal Reserve in eine schwierige Lage. Notenbanker sehen die Handelsspannungen als ein wachsendes Risiko für die Expansion der USA, was die derzeitige ruhige Gangart bei der Geldpolitik verkompliziert. Anleiheinvestoren wetten zunehmend darauf, dass eine Konjunkturschwäche die Notenbank veranlassen wird, die Zinsen zu senken, um so die Wirtschaft zu stärken.

Wenn der Handelskonflikt mit den Chinesen nicht bald gelöst wird, werde die Geduld mit dem derzeitigen geldpolitischen Kurs abnehmen und irgendwann in den kommenden Monaten auf eine harte Probe gestellt werden, sagte Steven Blitz, Chefökonom bei TS Lombard. Fed-Beamte haben in diesem Jahr bereits ihre Bereitschaft zu einer geldpolitischen Lockerung signalisiert, sollte es zu Bedrohungen für die Wirtschaft kommen.

13:54 Uhr

Moody's sieht in Spanien weiter steigende Häuserpreise

Die Ratingagentur Moody's rechnet zwar auch in den kommenden Jahren mit einem Anstieg bei den spanischen Häuserpreisen, allerdings in einem langsameren Tempo und im Gleichschritt mit dem Wirtschaftswachstum. Die Hauspreise in Spanien werden weiter klettern, heißt es von Moody's.

  • "Nach einem Preisanstieg von 6,6 Prozent 2018 erwarten wir für 2019 ein durchschnittliches Plus von 3 Prozent und für die nächsten drei Jahre von 2 bis 3 Prozent jährlich - vor allem, weil wir eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums erwarten", sagte Miguel Lopez Patron, Analyst bei Moody's.

Er geht davon aus, dass die Immobilien in den dynamischeren Regionen wie Madrid und Katalonien weiter teurer werden, während in den weniger entwickelten Regionen höchstwahrscheinlich mit einer Stagnation zu rechnen sei.

13:34 Uhr

Daimlers Lkw-Sparte bündelt Projekte zum autonomen Fahren

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Nach dem Vorbild der Elektromobilität fasst Daimler Trucks nun auch alle Aktivitäten zum automatisierten Fahren unter einem Dach zusammen. Die Autonomous Technology Group soll innerhalb von zehn Jahren serienreife Level-4-Lastwagen auf die Straße bringen, wie die Lastwagensparte des Stuttgarter Autobauers mitteilte. Level 4 ist die zweithöchste Stufe auf dem Weg zum komplett autonomen Fahren.

Zum 1. Juni bündelt Daimler Trucks dafür Forschung und Entwicklung sowie den Aufbau der nötigen Infrastruktur und die Erprobung in diversen Pilotprojekten. Geleitet wird alles zusammen künftig von Peter Vaughan Schmidt, dem bisherigen Strategiechef der Lastwagensparte.

13:07 Uhr

Alles für das Wachstum - Ungarn senkt Steuern

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Blick auf Budapest.

(Foto: imago/allOver)

Ungarns Wirtschaft ist im ersten Quartal so stark gewachsen wie seit 2004 nicht mehr - nämlich um 5,3 Prozent. Doch die rechtsnationale Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban macht sich Sorgen wegen der schwächer werdenden Konjunktur in Europa. Sie will nun präventiv gegensteuern.

Laut Finanzminister Mihaly Varga soll ab Juli die Lohnsteuer von 19,5 auf 17,5 Prozent sinken. Damit will die Regierung in Budapest für mehr Wachstum und neue Jobs sorgen. Gesenkt werden soll auch der Mehrwertsteuersatz für Beherbergungsleistungen auf dann fünf Prozent. Zudem solle die Steuerverwaltung verschlankt werden. Mit den neuen Maßnahmen könne für das kommende Jahr ein Wachstum von vier Prozent gesichert werden, während die Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent weiter fallen dürfte, sagte der Finanzminister weiter.

12:53 Uhr

Zeichen an Wall Street stehen auf Erholung

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(Foto: dpa)

Nach einer zweitägigen Durststrecke könnten auch die US-Börsen mit Aufschlägen in den Tag gehen. Der Aktienterminmarkt suggerierte eine etwas festere Handelseröffnung am Kassamarkt. Die wieder etwas gestiegene Risikoneigung lässt sich am Rentenmarkt ablesen, wo die Notierungen nach ihrem Höhenflug nun stillhalten, die gesunkenen Renditen stabilisieren sich.

Doch Entwarnung im seit Wochen marktbeherrschenden amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt wollen Börsianer nicht geben, denn die Zeichen stehen eher auf Eskalation, denn nun hat die Regierung in Peking den Ton verschärft. Der von den USA vorsätzlich ausgelöste Handelskonflikt sei "reiner Wirtschaftsterrorismus", sagte der stellvertretende Außenminister Zhang Hanhui. Er kündigte zudem eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland an.

Allerdings halten Volkswirte manche Sorgen am Markt trotz der Drohungen aus China für übertrieben. Analyst Aaron Anderson von Fisher Investments glaubt, dass die Bereitschaft von US-Präsident Donald Trump auf eine Lösung des Konflikts aller Voraussicht nach vor dem Wahlkampf 2020 zunehmen werde.

12:34 Uhr

Notenbanker: Auch sanfter Brexit dämpft UK-Wachstum

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die britische Wirtschaft dürfte einem führenden Notenbanker zufolge wegen der Ungewissheit über den EU-Austritt langsamer wachsen als bislang angenommen. Selbst bei einem reibungslosen Brexit sei es unwahrscheinlich, dass die Unsicherheit der Unternehmen ausgeräumt werde, sagte der stellvertretende Chef der Bank of England (BoE), Dave Ramsden. Dadurch dürften die Investitionen weniger zunehmen als von der Notenbank bislang angenommen. Das wieder dämpfe kurzfristig das Wachstum und auf längere Sicht die Produktionskapazitäten der Wirtschaft.

Bislang sagt die BoE für dieses Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,5 Prozent voraus, das 2020 leicht auf 1,6 Prozent steigen soll.

12:16 Uhr

Unicredit: Euro dürfte weiter zur Schwäche neigen

Euro-Münzen auf Euro-Banknoten. Foto: Daniel Reinhardt/Archivbild

(Foto: Daniel Reinhardt/dpa)

Der Euro hat sich bislang mit 1,1140 US-Dollar kaum bewegt. Damit wurde die Gemeinschaftswährung weiterhin dicht am Jahrestief gehandelt. Damit der Euro unter die Marke von 1,11 Dollar rutsche, müsste sich das Sentiment laut Unicredit aber deutlich eintrüben. Die Marke sei bereits in der vergangenen Woche getestet worden, habe aber gehalten.

Der Wechselkurs dürfte wegen fehlender Veröffentlichungen wichtiger Wirtschaftsdaten kurzfristig sentimentgetrieben bleiben. Grundsätzlich spreche aber nicht viel für den Euro, urteilen die Devisenanalysten der Unicredit. Dieser dürfte weiterhin zur Schwäche neigen.

11:55 Uhr

Gute Feiertagslaune in Frankfurt - Springer-Aktie stark

Wie sieht es an der Frankfurter Börse aus? Der Dax befand sich weiter auf dem aufsteigenden Ast und hat sich nach seinem jüngsten Rücksetzer wieder etwas gefangen. Am Mittag notierte der Leitindex 0,6 Prozent höher bei 11.909 Punkten. Der MDax gewann ebenfalls 0,6 Prozent auf 24.895 Zähler, der TecDax stieg um 0,5 Prozent auf 2797 Stellen. Ähnlich sah es in Europa aus: Der EuroStoxx50 rückte um 0,5 Prozent auf 3317 Punkte vor.

Wegen des Feiertags ist das Handelsvolumen allerdings gering. An der Dax-Spitze notierten Munich Re mit plus 1,5 Prozent. Das Dax-Ende zierten Vonovia mit minus 0,6 Prozent. Im MDax waren bislang Axel Springer mit plus 20,5 Prozent das Maß aller Dinge.

11:37 Uhr

Chinesen fahren bei Handelsgesprächen harten Kurs

Das harte Ringen geht weiter: China will offenbar kein Handelsabkommen mit den USA um jeden Preis. Die Volksrepublik werde ihre Kerninteressen und Prinzipien nicht opfern, um ein Abkommen zu erzielen, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking. Er fügte an, dass falls erforderlich mehr Gegenmaßnahmen ergriffen würden.

  • "China wird definitiv keinen Deal akzeptieren, der Souveränität und Würde verletzt", erklärte der Sprecher. Die restriktiven US-Maßnahmen gegen chinesische Unternehmen seien ein "schikanöses Handelsverhalten" und dies könnte eine weltweite Rezession auslösen.

Auf die Frage eines Journalisten, ob die beiden Länder miteinander in Kontakt stehen, um die Handelsgespräche am Laufen zu halten, antwortete er nicht direkt, sondern sagte, widersprüchliche Antworten aus den USA weckten die Zweifel an der Aufrichtigkeit Washingtons.

Lesen Sie hier einen Artikel meines Kollegen Hannes Vogel über die Möglichkeit eines chinesischen Exportstopps bei den Seltenen Erden.

11:12 Uhr

Aktie von Banknotenfertiger De La Rue schmiert ab

DE LA RUE
DE LA RUE 3,45

Der Aktienkurs des weltweit größten Herstellers von Pässen und Banknoten, De La Rue, ist nach einer Gewinnwarnung massiv eingebrochen. Die Papiere stürzten in London um knapp 28 Prozent auf den tiefsten Stand seit knapp 15 Jahren. Das Unternehmen rechnet 2020 mit sinkenden operativen Gewinnen und kündigte Sparmaßnahmen an.

De La Rue macht eigenen Angaben zufolge vor allem der Konkurrenzkampf im Banknoten-Druck zu schaffen. Zudem ging ihm ein wichtiger Großauftrag durch die Lappen: die nach dem Brexit in Großbritannien benötigten neuen Pässe wird mit Gemalto ein anderes Unternehmen anfertigen.

10:56 Uhr

Gazprom schafft Gewinnsprung

Gute Zahlen werden aus Russland vermeldet: Der dortige Energieriese Gazprom hat nämlich hat im ersten Quartal von höheren Gaspreisen profitiert. Der Gewinn stieg um 44 Prozent auf umgerechnet 536 Milliarden Rubel (7,39 Milliarden Euro). Der Umsatz zog auf 2,29 (Vorjahr: 2,14) Billionen Rubel an.

10:37 Uhr

Anleger investieren massiv in gutes Gewissen

Um maximale Profite herauszuschlagen lassen Unternehmen Ethik- und Umweltbedenken gerne mal außen vor. Doch Anleger gehen zunehmend einen anderen Weg: Immer wichtiger werden Erwägungen zu Nachhaltigkeit und Humanität. Davon könnte langfristig nicht nur die Umwelt profitieren. Sehen Sie dazu folgenden Beitrag unserer TV-Kollegen:

10:22 Uhr

Ölpreise erholen sich

Brent Rohöl
Brent Rohöl 65,11

Die Ölpreise haben sich bislang etwas von ihrem gestrigen Rücksetzer erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Vormittag 69,80 US-Dollar. Das waren 24 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 78 Cent auf 59,59 Dollar.

Experten verwiesen auf erwartete Daten zu den Rohöl-Lagerbeständen in den USA. Es wird von einem kräftigen Anstieg der Bestände ausgegangen. Dies habe die Sorgen vor den Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China etwas in den Hintergrund gedrängt, hieß es am Markt.

10:00 Uhr

Brexit-Chaos lässt UK-Autoproduktion einbrechen

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(Foto: imago/IPON)

Die Automobilfertigung ist in Großbritannien im April im Zusammenhang mit dem Brexit-Chaos erheblich eingebrochen. Wie der dortige Branchenverband SMMT mitteilte, verließen in dem Monat nur 70.971 Autos die britischen Werke. Im Vorjahresmonat waren es noch 127.970 Fahrzeuge gewesen. Mit dem April ist die Fahrzeugfertigung damit den elften Monat in Folge rückläufig.

Der Verband verwies darauf, dass einige Hersteller ihre Fertigung gestoppt hätten, wegen der Sorge um einen ungeregelten Ausstiegs Großbritanniens aus der EU.

09:38 Uhr

Mögliche KKR-Beteiligung: Springer-Kurs schießt hoch

Axel Springer
Axel Springer 62,10

Kräftig aufwärts ist es mit der Aktie von Axel Springer gegangen. Das im MDax notierte Papier gewann kurz nach Handelseröffnung 20,3 Prozent auf 54,25 Euro. Die Verlagsgruppe verhandelt mit der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts (KKR) über einen möglichen Einstieg. Der Springer-Vorstand führe mit KKR sowie Friede Springer Verhandlungen über eine mögliche strategische Beteiligung von KKR, teilte das Unternehmen mit.

Der Verhandlungsstand sehe vor, dass KKR - nach Vereinbarung eines Konsortiums mit Beteiligungsgesellschaften von Friede Springer und des Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner - ein öffentliches Angebot an die übrigen Aktionäre der Axel Springer SE unterbreiten werde. Friede Springer, die von ihr gehaltene Großaktionärin Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co und Mathias Döpfner beabsichtigten nicht, Aktien an der Axel Springer SE im Rahmen der Transaktion zu veräußern.

09:30 Uhr

Dax gewinnt am Feiertag zu

Dax
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Zu Christi Himmelfahrt wagt der Dax einen Erholungsversuch. Der deutsche Leitindex stieg um 0,5 Prozent auf 11.897 Punkte. Gestern hatte ihn die Furcht der Anleger vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft 1,6 Prozent ins Minus gedrückt. Feiertagsbedingt dürften die Handelsumsätze aber gering bleiben. Der MDax gewann ebenfalls 0,5 Prozent auf 24.887 Zähler, der TecDax 0,4 Prozent auf 1793 Stellen.

Das beherrschende Thema an den Finanzmärkten bleibt der Zollstreit zwischen den USA und China, der Konjunktursorgen schürt. Vor diesem Hintergrund warten Börsianer gespannt auf die Zahlen zum US-Wirtschaftswachstum am Nachmittag.

Verehrte Leserinnen und Leser, heute haben Sie es wieder mit mir zu tun. Mein Name ist Wolfram Neidhard, und ich begleite Sie durch den Börsen-Tag.

09:06 Uhr

Boeing-Chef gibt Fehler im Umgang mit 737-Max-Problemen zu

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Dennis Muilenburg

(Foto: REUTERS)

Boeing-Chef Dennis Muilenburg hat Verfehlungen des Unternehmens im Umgang mit dem Problem-Flugzeugtyp 737 Max eingeräumt. Die Implementierung des Anstellwinkel-Alarms im Stabilisierungssystem MCAS sei "ein Fehler" gewesen, sagte er bei CBS. Es war Muilenburgs erstes Interview seit Verhängung des Flugverbots für den Maschinentyp.

  • "Unsere Kommunikation diesbezüglich war nicht, wie sie hätte sein sollen", fügte der Top-Manager hinzu.

Für Boeing-Maschinen vom Typ 737 Max war im März ein weltweites Flugverbot verhängt worden, nachdem innerhalb von fünf Monaten zwei Maschinen dieses Typs unter ähnlichen Umständen abgestürzt waren. Bei den Unglücken im Oktober 2018 in Indonesien und im März dieses Jahres in Äthiopien kamen insgesamt 346 Menschen ums Leben.

08:45 Uhr

Dax wird im Plus erwartet

Mit einem steigenden Dax rechnen Händler für den heutigen Tag. Aufgrund des Feiertages haben nur drei Marktteilnehmer an der Umfrage teilnehmen können, die im Schnitt mit einem Dax-Stand von 11.893 Punkten zum Xetra-Schluss rechnen. Das entspricht einer Dax-Änderung zum Vortag von plus 0,5 Prozent. Dabei erwarten alle drei Händler steigende Kurse. Die Spanne der Prognosen liegt zwischen 11.850 und 11.935 Punkten.

08:40 Uhr

Scharfe Töne im Zollstreit vergraulen Asien-Anleger

Nikkei
Nikkei 21.193,81

Anleger an den asiatischen Börsen haben sich wegen des anhaltenden Zollstreits heute zurückgezogen. Der japanische Nikkei fiel um 0,3 Prozent auf 20.931 Punkte. Der breiter gefasste Topix verlor ebenfalls 0,3 Prozent. Auch an den chinesischen Börsen ging es weiter abwärts.

Beherrschendes Thema ist weiter der Handelsstreit zwischen den USA und China, bei dem es keine Zeichen für eine Entspannung gibt. Hoffnungen ruhten auf dem für Ende Juni geplanten G20-Treffen in Japan. Die USA und China könnten das Event für neue Verhandlungen über den Handel nutzen, so ein japanischer Analyst. Bei einigen Marktteilnehmer wächst angesichts der harschen Töne von beiden Seiten allerdings die Skepsis, ob das noch gelingen kann.

In Japan standen vor allem Aktien von Unternehmen mit starkem Inlandsgeschäft unter Druck. So verloren Astellas Pharma 3,9 Prozent, der Seifen- und Kosmetikhersteller Kao 1,7 Prozent. In Südkorea fielen die Aktien des Reiseunternehmens Very Good Tour um 6,3 Prozent, nachdem bei einem Bootsunglück auf der Donau in der ungarischen Hauptstadt Budapest südkoreanische Touristen ums Leben kamen. Lesen Sie hier dazu mehr.