Freitag, 07. Juni 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel
17:47 Uhr

Zinsfantasien treiben Dax über 12.000 Punkte

Dax
Dax 12.228,44

Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten haben Spekulationen auf eine Zinssenkung der Notenbank Fed an den Börsen angeheizt. Für Dax-Anleger die Gelegenheit, zuzuschlagen: Der Leitindex steigt daher um 0,8 Prozent auf 12.033 Punkte.

Auch an den US-Börsen ziehen die Kurse kräftig an, der Dow-Jones-Index kann mehr als ein Prozent zulegen. Die Jobmaschine in den USA geriet im Mai ins Stottern. Die Regierung in Washington meldete nur 75.000 neue Stellen statt der von Ökonomen erwarteten 185.000.

"Der andauernde Handelskonflikt lässt die Unternehmen vorsichtiger werden", sagte Stratege Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Fed werde den Arbeitsmarkt sicherlich genau im Blick behalten. "Je schwächer sich der Arbeitsmarkt entwickelt, desto wahrscheinlicher werden Zinssenkungen." Anleger taxieren die Wahrscheinlichkeit auf eine Zinssenkung bei der Fed-Sitzung am 19. Juni inzwischen auf 35 Prozent.

Größter Gewinner im fast durchweg grünen Dax sind SAP mit einem Plus von 2,1 Prozent. Auch Adidas, Eon und RWE können ordentlich zulegen und gehören mit Aufschlägen von 1,8 bis 1,7 Prozent zur Spitzengruppe im Dax.

Schlusslicht im Dax sind Vonovia, die um 1,7 Prozent nachgeben. Der geplante Mietendeckel in Berlin setzte den Aktien der Immobilienfirmen erneut zu. Auch die Papiere der Deutschen Wohnen verlieren im MDax mehr als acht Prozent und fallen auf den tiefsten Stand seit knapp 15 Monaten.

17:11 Uhr

Schwacher US-Jobmarkt lässt Euro deutlich steigen

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,14

Der Eurokurs ist deutlich gestiegen. Am Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1340 US-Dollar. Im Mittagshandel hatte der Euro noch fast einen Cent niedriger notiert. Ursache für den Anstieg des Euro ist also eigentlich eine Schwäche des Dollars. Und diese wiederum resultiert aus einem enttäuschenden Arbeitsmarktbericht aus den USA, wo sich die Beschäftigtenzahl schwächer entwickelt als erhofft.

"Insgesamt hat sich der Beschäftigungstrend wohl abgeschwächt", kommentierte Christoph Balz, Ökonom bei der Commerzbank. "Weil die Inflationsrisiken gleichzeitig gering sind, dürfte die US-Notenbank Fed bald die Zinsen senken." Sinkende Zinsen belasten tendenziell eine Währung.

16:02 Uhr

Warum schwache US-Jobdaten die Börsen befeuern

Dow Jones
Dow Jones 26.568,00

Enttäuschende Neuigkeiten vom US-Arbeitsmarkt sollten Anleger doch eigentlich verunsichern - schließen zählen Arbeitsmarktdaten zu den wichtigsten Indikatoren für den Zustand einer Volkswirtschaft. Die US-Wirtschaft hat im Mai deutlich weniger neue Stellen geschaffen als prognostiziert worden ist.

Aber die heute veröffentlichten Zahlen vom Jobmarkt schocken Anleger in Übersee nicht. Im Gegenteil: An der Wall Street steigen die Aktienkurse. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,7 Prozent auf 25.898 Punkte, S&P 500 und Nasdaq-Composite ziehen um 0,8 und 0,9 Prozent an.

Der Grund: Anleger hoffen angesichts einer schwächelnden US-Wirtschaft auf ein Eingreifen der US-Notenbank, sprich auf sinkenden Zinsen. "Die Zentralbanken haben in den vergangenen zehn Jahren als Allzweckwaffe fungiert, (...) und Anleger denken, dass sie jedes Mal, wenn die Märkte schlecht laufen, als Retter auftreten müssen", sagt Chefinvestmentstratege Brian Nick von Nuveen.

15:40 Uhr

Expertin macht Gold-Anlegern große Hoffnung

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.423,25

Über die kommenden 18 Monate können Anleger nach Überzeugung der Analystin Natasha Kaneva von JP Morgan bei Gold nahezu nichts falsch machen. Dabei sei es unerheblich, in welche Richtung sich die Weltwirtschaft entwickle.

In einem optimistischen Szenario seien die Notenbanken in der Lage, das Wachstum und die Inflation zu stimulieren. In solchen spätzyklischen Phasen, sagt Kaneva, entwickele sich der Goldpreis außerordentlich stark, solange der US-Dollar mindestens stabil bis leichter tendiere.

Ein pessimistisches Szenario, in dem das Wachstum nachlasse und die US-Notenbank mit Zinssenkungen reagiere, ergebe sich für Gold ebenfalls eine günstigere Lage, denn zinsabhängige Anlagen würden unattraktiver.

Die Analystin bestätigt ihre Goldpreisprognose von im Mittel 1346 Dollar je Feinunze im dritten Quartal, erwartet für das letzte Jahresviertel 1405 Dollar und rechnet mit 1480 Dollar zum Jahresende 2020. Zuletzt stand der Goldpreis je Unze um 0,1 Prozent höher bei 1338 Dollar.

 

14:49 Uhr

Tillerson zum Handelskrieg: Diese Gefahr droht Trump

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Rex Tillerson musste vergangenes Jahr als Außenminister seinen Hut nehmen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der Handelskrieg zwischen den USA und China zieht sich hin. Ein Ende ist bisher nicht abzusehen. Das könnte auch eine Weile so bleiben, warnt der ehemalige US-Außenminister Rex Tillerson bei seinem ersten öffentlichen Auftritt, seit er von US-Präsident Donald Trump gefeuert wurde.

China könnte die Handelsgespräche mit den USA abbrechen, mahnte der frühere Chef des Ölkonzerns Exxon Mobil bei einer Konferenz in Houston, wie "Bloomberg" berichtet. Und das, obwohl die beiden Länder sich anscheinend annähern. Der Grund: "Gegenseitiger Respekt und Win-Win-Lösungen, das sind die Dinge, die sie hören wollen", so Tillerson über die Chinese. Nur: "Sie bekommen so etwas nicht zu hören."

"Wenn ich eine Sorge bei der Sache hätte, dann die, dass die Chinesen hoffentlich nicht zu der Einsicht kommen, dass sie mit dieser Regierung keinen Deal machen können", so Tillerson. Die Gefahr für Trump sei, so der Ex-Minister, dass China sich entschließt, auf seinen Nachfolger zu warten, bis sie sich auf eine Lösung des Handelsstreits einlassen.

14:02 Uhr

So soll teure Puma-Aktie wieder erschwinglich werden

Puma
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Wer sein Geld in Puma-Aktien anlegen will, muss tief in die Tasche greifen. Denn alleine eine Aktie kostet derzeit rund 547 Euro. Für viele Kleinanleger ist das schlicht zu teuer. Auch der Sportarktikelhersteller selbst hat das erkannt. Die Lösung: Die Aktie wird einfach zerkleiner.

Kommende Woche, am Montag den 10. Juni, will Puma einen Aktiensplit umsetzen. Dann werden aus jeder bestehenden Aktie zehn neue. Bestehende Aktionäre der Puma SE werden also neun zusätzliche Aktien für jede gehaltene Aktie erhalten. Es wird erwartet, dass sich der Marktpreis je Aktie dementsprechend anpasst.

Den Anleger scheinen dieses Aussichten zu gefallen: Im MDax legen Puma mit einem Plus von rund einem Prozent besser als der Markt zu.

13:09 Uhr

Handelskrieg - China sieht bei sich "enormen Spielraum"

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Chinas Notenbank-Chef Yi Gang.

(Foto: www.imago-images.de)

China hat "enormen" Spielraum für eine Anpassung der Geldpolitik, wenn sich der Handelskrieg mit den USA vertieft. Das sagte der Gouverneur der People's Bank of China, Yi Gang, in einem Interview mit "Bloomberg". "Wir haben viel Raum bei den Zinssätzen, wir haben viel Raum bei der erforderlichen Reservequote, und auch für die fiskalischen Instrumente denke ich, dass der Raum für Anpassungen enorm ist", sagte Yi.

Er erwarte, wie immer, ein "produktives Gespräch", wenn er am Rande des G20-Finanzministertreffens mit US-Finanzminister Steven Mnuchin zusammenkommt; allerdings bleibe das Risiko eines Handelskrieges "ungewiss und schwierig".

12:51 Uhr

Experte: "Damoklesschwert" über Südafrikas Währung

Wegen eines Streits um die Unabhängigkeit der südafrikanischen Notenbank ziehen sich Anleger aus der Währung des Landes zurück. Die hievte den Dollar auf ein Acht-Monats-Hoch von 15,1667 Rand.

Angesichts des wirtschaftlichen Abschwungs drängen Teile der Regierungspartei ANC die Notenbank dazu, die Konjunktur mit Geldspritzen anzukurbeln. Debattiert wird außerdem, ob die Zentralbank mit der Geldpolitik nicht nur die Inflation, sondern auch Wachstum und Beschäftigung steuern solle. Zum Jahresauftakt schrumpfte die südafrikanische Wirtschaft um 3,2 Prozent - fast doppelt so stark wie gedacht.

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(Foto: dpa)

 

12:26 Uhr

Nike wegen Vorwürfen gegen Neymar "beunruhigt"

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Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat sich beunruhigt über den Vergewaltigungsvorwurf gegen den brasilianischen Fußballstar Neymar geäußert. "Wir sind sehr besorgt über die jüngsten Vorwürfe und werden die Situation weiterhin genau beobachten", erklärte der Konzern auf die Frage nach den Konsequenzen der Anschuldigung für den Sponsorenvertrag mit Neymar.

Dem Spieler des französischen Fußball-Clubs Paris Saint-Germain wird vorgeworfen, im vergangenen Monat eine Frau in einem Pariser Hotel vergewaltigt zu haben. Neymar hat dies auf Instagram zurückgewiesen. Zeitungsberichte, wonach der Kreditkarten-Anbieter Mastercard seine geplante Werbekampagne mit dem Fußballstar abgesagt hat, bestätigte eine Sprecherin des Konzerns nicht.

 

11:56 Uhr

Raketen-Streit mit USA belastet türkische Lira

Die Spannungen mit den USA wegen des umstrittenen Kaufs russischer Luftabwehrraketen machen Türkei-Anleger nervös. Sie verkaufen türkische Lira und treiben den Kurs des Dollar im Gegenzug 1,6 Prozent in die Höhe auf 5,868 Lira.

Auslöser des Ausverkaufs war Börsianern zufolge ein Medienbericht, der zufolge die USA vorerst keine weiteren türkischen Piloten an F-35 Kampfjets ausbilden. Bereits laufende Trainings würden allerdings fortgesetzt, sagten Insider. Die Türkei haben von Russland Luftabwehr-Systeme vom Typ S-400 bestellt. Die USA befürchten, dass das dazugehörige Radar auf F-35 eingestellt wird und diese Kampfjets künftig ein leichteres Ziel für russische Waffen sind.  

11:28 Uhr

Toyota will Elektroauto-Ziel fünf Jahre früher erreichen

Toyota
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Der größte japanische Autohersteller Toyota will den Absatz von Elektroautos schneller steigern als bisher geplant. Bis 2025 sollten E-Autos die Hälfte zum weltweiten Umsatz beisteuern, teilte der Konzern mit. Bisher hatte Toyota dieses Ziel für 2030 angepeilt. Toyota ist ein Vorreiter in der Hybrid-Technologie, hinkt bei der Entwicklung von reinen E-Autos aber hinterher.

Der Autobauer kündigte außerdem an, im nächsten Jahr ein kompaktes Elektroauto mit zwei Sitzen auf den Markt zu bringen. Toyota-Manager Shigeki Terashi sagte, dass zwar die Nachfrage nach Elektroautos steige, es aber immer noch schwierig sei, daraus ein profitables Geschäft zu machen.

 

10:31 Uhr

Drohender Mietdeckel setzt Immobilien-Aktien zu

An der Frankfurter Börse geht es für die meisten Aktien in den großen Indizes nach oben - nur die Immobilien-Konzerne sind heute die großen Verlierer.

Im Dax verlieren Vonovia rund 1,6 Prozent und sind abgeschlagenes Schlusslicht. Im Nebenwerte-Index MDax geht es für Deutsche Wohnen sogar um 5,5 Prozent nach unten. Im SDax kommen Adler Real Estate mit minus 5,6 Prozent unter die Räder. Ado Properties verlieren rund 3,0 Prozent.

Aus Branchensicht leidet der Immobiliensektor weiterhin unter dem drohenden politischen Verbot von Mietsteigerungen in Berlin. Diversen Presseberichten zufolge will die Berliner Landesregierung die Wohnungsmieten von 2020 an für fünf Jahre einfrieren.

09:46 Uhr

"Gruselig" - Deutsche Wirtschaft schockt Experten

Gar nicht gut sind die Zahlen, die am Morgen über die Bildschirme der Finanzexperten flackern: Die deutsche Wirtschaft schockt mit einer überraschend schwachen Entwicklung im April. Sowohl die Exporte als auch die Produktion brachen so stark ein wie seit August 2015 nicht mehr.

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Die Ausfuhren fielen um 3,7 Prozent niedriger aus als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang von 0,9 Prozent gerechnet.

Die Unternehmen drosselten zugleich ihre Produktion: Industrie, Baubranche und Versorger stellten zusammen 1,9 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Ökonomen hatten hier nur mit einem Rückgang von 0,4 Prozent gerechnet.

Wirtschaftsexperten reagieren entsetzt auf die Zahlen: "Die Produktions- und Außenhandelsdaten sind gruselig", sagt DekaBank-Volkswirt Andreas Scheuerle. "Der Start in das zweite Quartal war ein Desaster." Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, erklärte: "Eines wird deutlich: In Zeiten von Handelskrieg ist das wirtschaftliche Risiko für die deutsche exportabhängige Wirtschaft besonders hoch."

09:21 Uhr

Dax startet mit 12.000er-Sturm

Dax
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Flott geht es los zum Handelsstart am deutschen Aktienmarkt: Der Dax startet mit Gewinnen und überschreitet gleich zu Beginn des Tages die Marke von 12.000 Punkten. Wenige Minuten nach Handelsbeginn verzeichnet er ein Plus von 0,7 Prozent auf 12.032 Zähler. Allerdings darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass es seit etwa einem Monat mit dem Dax seitwärts geht.

Dennoch ist die Stimmung heute erstmal gut. Mit Spannung warten die Anleger auf die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag. Börsianer erhoffen Rückschlüsse auf eventuelle Zinssenkungen der US-Notenbank.

Die offiziellen Daten müssen aber nicht zwingend so enttäuschend ausfallen wie diejenigen der privaten Arbeitsagentur ADP, sagt Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. "Vermutlich haben Sondereffekte wie das Wetter für den schwachen ADP-Bericht gesorgt."

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:13 Uhr

Ölpreise erholen sich etwas

Brent Rohöl
Brent Rohöl 65,13

Die Ölpreise haben sich etwas von ihren deutlichen Abschlägen in den vergangenen Wochen erholt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,51 US-Dollar. Das waren 84 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 69 Cent auf 53,28 Dollar.

Am Markt wurden die Preisaufschläge mit sachten Hoffnungen auf etwas weniger Handelsstreit in der Welt begründet. Der Migrationskonflikt zwischen den USA und Mexiko ist zwar noch nicht gelöst. Allerdings gibt es Medienberichte, wonach die USA erwägen, angedrohte Strafzölle zu verschieben, um einer Verhandlungslösung eine Chance zu geben. In den vergangenen Wochen waren die Rohölpreise stark gefallen.

WTI Oil
WTI Oil 57,93

Seit ihrem Jahreshoch vom April ging es um etwa 20 Prozent nach unten. Wichtigster Grund sind Sorgen über die Stabilität der Erdölnachfrage wegen zahlreicher konjunktureller Risiken, darunter Handelsstreitigkeiten zwischen den USA einerseits und Mexiko sowie China andererseits.

07:51 Uhr

Dax fester erwartet

Dax
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Vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Donnerstag hatte er wegen der Enttäuschung der Anleger über Aussagen der EZB zur Geldpolitik 0,2 Prozent im Minus bei 11.953 Punkten geschlossen. Von den Beschäftigtenzahlen erhoffen sich Börsianer Rückschlüsse auf eventuelle Zinssenkungen der US-Notenbank. Die offiziellen Daten müssten aber nicht zwingend so enttäuschend ausfallen wie diejenigen der privaten Arbeitsagentur ADP, sagte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. "Vermutlich haben Sondereffekte wie das Wetter für den schwachen ADP-Bericht gesorgt." Daneben blicken Investoren aufmerksam nach Großbritannien, wo Premierministerin Theresa May im Tagesverlauf als Vorsitzende der konservativen Partei zurücktreten will.

07:07 Uhr

Leichte Gewinne in Asien und Australien

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich zum Ende der Woche durch die Bank mit leichten Gewinnen. Die Börsen folgen damit den positiven US-Vorgaben. Die wichtigsten US-Indizes hatten Gewinne von bis zu 0,7 Prozent eingefahren, gestützt von Berichten über Fortschritte bei den laufenden Gesprächen zwischen den USA und Mexiko, mit denen möglicherweise die angedrohten Strafzölle gegen Mexiko noch verhindert werden könnten. Feiertagsbedingt findet in Hongkong, an den chinesischen Börsen und in Taiwan kein Handel statt.

Nikkei
Nikkei 21.193,81

Für etwas Zurückhaltung sorgt die Veröffentlichung der oft richtungweisenden US-Arbeitsmarktdaten im späteren Tagesverlauf richten. Sie könnten Hinweise über die Entwicklung der US-Wirtschaft und damit potenziell den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern, heißt es.

In Tokio gewinnt der Nikkei-Index 0,6 Prozent auf 20.892 Punkte. Dass die Ausgaben privater Haushalte im April nur um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, während Ökonomen mit 3,1 Prozent gerechnet hatten, spielt kaum eine belastende Rolle. Rückenwind kommt vom Yen, der zum Vortag schwächer tendiert. Für den Dollar bekommt man aktuell 108,46 Yen gegenüber 108,21 Yen. Der Aktienmarkt in Südkorea zeigt sich 0,3 Prozent fester und in Sydney geht es um 0,6 Prozent aufwärts.