Donnerstag, 07. Mai 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
17:53 Uhr

Anleger fassen wieder Mut, Dax zieht an

Dax
Dax 12.645,75

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt fassen wieder etwas Mut: Auf die Verluste zur Wochenmitte folgen nun Erholungsgewinne. Der deutsche Leitindex Dax schließt 1,44 Prozent höher bei 10.759 Punkten. Dass nach den jüngsten Entspannungssignalen in der Corona-Pandemie zunehmend mehr Staaten in Europa Lockerungen prüfen, gibt den Investoren Hoffnung.

Zu den Krisen-Gewinnern gehören Unternehmen wie Zalando und Zooplus. Wenn die Konsumenten nicht durch die Straßen schlendern können, um einzukaufen, kaufen sie im Internet. Ob nun Kleidung, Schuhe, Medikamente, Essen oder auch Tiernahrung - es wird per Mausklick gekauft und ins Haus geliefert. "Der Ausblick ist stark", sagte ein Händler über Zalando, die Aktie legte um 11,5 Prozent zu. Der Internet-Händler rechnet für das Gesamtjahr mit einem zweistelligen Wachstum und einem bereinigten Ebit zwischen 100 und 200 Millionen Euro.

Zooplus (plus 17,6 Prozent) hatte in der Vergangenheit Probleme, trotz des schnell steigenden Umsatzes Geld zu verdienen, dies soll sich in diesem Jahr ändern. Doch es gibt auch Verlierer. So hat Metro (minus 4,5 Prozent) im zweiten Geschäftsquartal die Auswirkungen des sich ausbreitenden Coronavirus stark gespürt und unter dem Strich den Verlust aus fortgeführten Aktivitäten verdoppelt.

16:56 Uhr

H&M kann fehlenden Umsatz nicht ausgleichen

H&M
H&M 15,20

Die Modekette Hennes & Mauritz hat durch die Corona-Krise erhebliche Einbußen durch die Schließung ihrer Filialen erlitten. So brachen die Umsätze in dem Zeitraum 1. März bis 6. Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 57 Prozent ein, wie das Unternehmen mitteilte. Ab Mitte März seien 80 Prozent der Geschäfte geschlossen gewesen. Derzeit seien noch 60 Prozent der 5061 Läden weltweit dicht, hieß es.

Dagegen entwickelte sich das Online-Geschäft mit einem Plus von 32 Prozent positiv. Um den wegbrechenden Umsätzen zu begegnen, will H&M Kosten sparen. Dabei setzt die Modekette bei Einkauf, Investitionen, Mieten und Personal an. Anfang April hatte das Unternehmen bereits angekündigt, dass im zweiten Quartal ein Verlust anfallen wird, da die fehlenden Umsätze nicht ausgeglichen werden könnten. Die finanzielle Situation sei aber gut. So könne H&M auf flüssige Mittel von insgesamt 23,8 Milliarden schwedische Kronen (2,24 Mrd Euro) bauen. Zudem verhandele der Konzern über weitere Überbrückungskredite.

16:25 Uhr

PayPal erholt sich schneller als gedacht

Paypal
Paypal 171,76

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählt PayPal. Zwar brockte die Coronavirus-Pandemie dem Zahlungsdienstleister zum Jahresauftakt einen Gewinneinbruch ein. Die Entwicklung im April und Anfang Mai deute allerdings darauf hin, dass sich das Geschäft schneller erhole als gedacht, konstatierte Analyst George Mihalos vom Vermögensverwalter Cowen. Dank des verstärkten Trends zum Online-Handel könnte PayPal gestärkt aus der Krise hervorgehen. Die Aktien der Firma stiegen um zehn Prozent auf ein Rekordhoch von 141 Dollar.

Die Papiere von Lyft gewannen fast 17 Prozent. Das Quartalsergebnis des Fahrdienst-Vermittlers habe ihre Erwartungen übertroffen, lobten die Analysten des Research-Hauses D.A. Davidson. Dem Uber-Rivalen zufolge zieht die Nachfrage wieder an. Das Unternehmen sieht sich zudem weiter auf dem Weg zum Sprung über die Gewinnschwelle. Uber-Titel legte sieben Prozent zu.

16:00 Uhr

US-Entlassungwelle lässt Anleger kalt

Ein überraschender Anstieg der chinesischen Exporte ermuntert Anleger zum Einstieg in den US-Aktienmarkt. Die anhaltende Entlassungswelle in den USA nahmen sie dagegen gelassen hin. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung um jeweils mehr als ein Prozent. "Da die Erwartungen so niedrig sind, wird jede positive Nachricht willkommen geheißen", sagte Finanzmarkt-Experte Rick Meckler vom Vermögensverwalter Cherry Lane. "Negative Nachrichten werden dagegen bis zu einem gewissen Grad beiseitegeschoben." Die chinesischen Exporte stiegen im April unerwartet um 3,5 Prozent. Analysten hatten mit einem Einbruch um fast 16 Prozent gerechnet. In der vergangenen Woche beantragten weitere 3,2 Millionen Amerikaner Arbeitslosenhilfe. Damit summiert sich der Zahl der Antragsteller binnen weniger Wochen auf gut 33 Millionen.

15:38 Uhr

Lufthansa verhandelt mit Bund über neun Milliarden Euro

Die Lufthansa verhandelt mit dem Bund über ein Hilfspaket von neun Milliarden Euro. "Die Verhandlungen und der Prozess der politischen Willensbildung dauern an", teilte der Konzern mit. Die Gespräche mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes (WSF) umfassten neben einer stillen Beteiligung einen besicherten Kredit. "Die Konditionen sind Gegenstand dieser Gespräche."

Es gehe auch um eine Beteiligung des Bundes am Grundkapital der Gesellschaft. "In diesem Kontext wird auch über verschiedene Varianten von Kapitalerhöhungen gesprochen, unter anderem auch zum Nennbetrag der Aktie, gegebenenfalls nach Kapitalschnitt, um einen Anteilsbesitz von bis zu 25 Prozent plus einer Aktie zu schaffen."

Als Auflagen seien auch ein Verzicht auf künftige Dividendenzahlungen vorgesehen. "Außerdem wird eine Vertretung im Aufsichtsrat seitens des WSF angestrebt." Der Lufthansa-Vorstand setze die Verhandlungen mit dem Ziel fort, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.

14:51 Uhr

US-Arbeitslosenzahl steigt und steigt

In den USA haben infolge der Corona-Pandemie erneut Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis zum 2. Mai wurden rund 3,2 Millionen Neuanträge registriert, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. In den sechs Wochen zuvor hatten bereits 30,2 Millionen Menschen einen solchen Antrag gestellt - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit. Damit haben seit Mitte März mehr als 33 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten ihren Job verloren.

14:23 Uhr

Exportplus in China hilft Ölpreis auf die Beine

Brent Rohöl
Brent Rohöl 41,61

Das überraschende Exportplus in China stützt den Ölpreis. Ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl verteuert sich um 9,9 Prozent auf 26,37 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent kostet mit 31,80 Dollar sieben Prozent mehr. In der Volksrepublik läuft die Produktion wieder, die Firmen verkauften 3,5 Prozent mehr ins Ausland als vor Jahresfrist. Das erhöht die Ölnachfrage.

Hinzu kommen Produktionskürzungen und erste Lockerungen der Corona-Restriktionen in Europa. "Brent versucht, wieder auf das Niveau von Anfang April zu kommen", sagt Olivier Jakob von dem Beratungsunternehmen Petromatrix. "Die Raffinerien nehmen wieder mehr ab, in den USA sinkt die Förderung, und das stützt den Markt."

13:43 Uhr

Türkische Lira stürzt auf Rekordtief

An den Finanzmärkten gerät die hoch verschuldete Türkei immer stärker in die Bredouille. Nach tagelanger Talfahrt stürzte die türkische Lira auf ein Rekordtief. Ein Dollar kostete mit 7,25 Lira so viel wie noch nie zuvor. Marktteilnehmer reagierten nervös auf ablehnende Äußerungen eines US-Notenbank-Mitgliedes bezüglich finanzieller Rückendeckung.

Die Türkei, die auf ihre zweite Rezession innerhalb von weniger als zwei Jahren zusteuert, hat die US-Notenbank und andere Zentralbanken um Zugang zu Finanzmitteln gebeten, da ihre eigenen Nettowährungsreserven von 40 Milliarden Dollar im bisherigen Jahresverlauf auf fast 25 Milliarden Dollar gesunken sind. Doch angesprochen auf die Erweiterung von Swap-Kreditlinien, die klammen Staaten wie der Türkei Zugang zum Dollar-Bargeld ermöglichen würde, machte Fed-Mitglied Thomas Barkin wenig Hoffnung.

13:14 Uhr

Lockerungen sind für Metro kein Anlass zur Freude

Metro AG
Metro AG 8,52

Die Metro-Aktien liegen in der Spitze 8,6 Prozent im Minus und sind damit Schlusslicht im MDax. Die Corona-Krise lastet zunehmend auf den Geschäften des Großhändlers.

Die Experten von Baader Helvea verwiesen darauf, dass das Ergebnis je Aktie schlechter ausgefallen sei als erwartet. "Unsere wie auch die Markterwartungen sind immer noch zu hoch und müssen reduziert werden." Zudem dürfte es noch länger dauern, bis das Geschäft mit Restaurants und Hotels wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehre, auch wenn im Mai Gaststätten wieder aufmachen dürfen.

12:27 Uhr

Für Lufthansa sieht es gar nicht gut aus

Lufthansa
Lufthansa 8,49

Aktien der Lufthansa rutschen um mehr als vier Prozent ans Dax-Ende. Mit 7,49 Euro sind sie so billig wie seit rund zwei Wochen nicht mehr. Bei der Tochtergesellschaft Austrian Airlines könnten im Zuge der Corona-Krise 15 Prozent der Mitarbeiter entlassen werden. Die Lufthansa ringt momentan mit der Bundesregierung um milliardenschwere Finanzhilfen.

11:58 Uhr

Börsenreporterin Marggraf: "Die Lockerungen bergen Risiken"

Deutschland verlässt den Shutdown und fährt die Wirtschaft Stück für Stück wieder hoch. Das stimmt die Anleger optimistisch. Doch die Börsenrallye könnte schon bald von der Realität eingeholt werden. ntv-Börsenreporterin Sabrina Marggraf berichtet aus Frankfurt.

11:32 Uhr

Animal Crossing beflügelt Nintendo

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Nintendo 443,95

Der japanische Konzern Nintendo hat dank der starken Nachfrage nach seinen Switch-Spielekonsolen den Gewinn im Schlussquartal verdreifacht. Das operative Ergebnis kletterte im vierten Quartal auf 89,4 Milliarden Yen (rund 780 Millionen Euro), wie Nintendo mitteilte.

Im vergangenen Geschäftsjahr verkaufte der Konzern insgesamt 21 Millionen Switch-Konsolen und übertraf damit deutlich seine Prognose von 19,5 Millionen. Besonders beliebt sei das Spiel Animal Crossing Spiel, das in den ersten sechs Wochen nach seiner Premiere einen Verkaufsrekord erzielte.

11:01 Uhr

Air France rutscht noch tiefer in die roten Zahlen als erwartet

Die Fluggesellschaften sind von den Beschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus besonders getroffen. Air France ist im ersten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Der operative Verlust fiel mit 815 Millionen Euro über der Marktschätzung aus. Die Aktie gibt um 3,8 Prozent nach.

10:32 Uhr

Continental will es alleine schaffen

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Continental 101,05

Der Autozulieferer Continental will in der Corona-Krise vorerst weiter ohne staatliche Unterstützung auskommen. "Im Moment gehen wir davon aus, dass wir durch die Krise ohne staatliche Hilfe durchkommen", sagte Finanzchef Wolfgang Schäfer n einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Selbst wenn sich die Krise noch über lange Zeit hinziehen sollte und möglicherweise noch eine zweite Welle komme, sehe sich der Dax-Konzern aus Hannover in der Lage, am Kapitalmarkt weitere Mittel aufzunehmen.

Schäfer kündigte an, dass Continental einzelne Projekte nach hinten schieben werde, um die Kosten zu senken. Man werde abwarten, bis sich ein Bild abzeichne, wie sich die Automobil- und Reifenmärkte mittelfristig entwickelten. Derzeit sei das nicht möglich. "Im Moment sind wir nicht mal in der Lage, die nächsten vier Wochen zu prognostizieren", sagte Schäfer.

10:00 Uhr

Puma verbucht drastischen Gewinnrückgang

Puma
Puma 81,82

Der Sportartikelhersteller Puma muss wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie einen Gewinneinbruch verkraften. Im ersten Quartal sank der Nettogewinn um mehr als 60 Prozent auf 36,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Herzogenaurach mitteilte.

Puma litt unter der Schließung seiner Läden - zunächst in China, ab Mitte März dann auch in Europa und Amerika. Der Umsatz sank dank eines guten Jahresauftakts aber lediglich um 1,5 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro. In der Region Asien-Pazifik machte sich der Umsatzrückgang mit einem Minus von 11,5 Prozent deutlich bemerkbar.

Für das zweite Quartal geht Puma von einer weiteren Verschlechterung aus, da sich der Lockdown global erst richtig niederschlagen dürfte. Derzeit seien noch mehr als 50 Prozent der weltweiten Verkaufsfläche für Sport- und Lifestyle-Produkte geschlossen, so Konzernchef Björn Gulden. Um die Zeit niedrigerer Einnahmen überbrücken zu können, hat sich das Unternehmen eine zusätzliche Kreditlinie über 900 Millionen Euro gesichert.

09:33 Uhr

Zalando steckt die Virus-Panik gut weg

Zalando
Zalando 82,56

Mit einem Plus von 7,9 Prozent gehörten die Zalando-Aktien zu den stärksten MDax-Werten. Der Online-Modehändler erwartet in der Viruskrise ein Umsatzwachstum zwischen 10 und 20 Prozent.

Weil Einzelhandelsgeschäfte lange geschlossen waren und immer noch Restriktionen gelten, bestellen mehr Menschen ihre Kleidung im Internet. Das Unternehmen gelte als einer der Gewinner der Virus-Panik, sagte ein Händler.

09:15 Uhr

Anleger fürchten sich vor zweiten Infektionswelle

Dax
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Nach den jüngsten Lockerungen in der Coronavirus-Pandemie sind die Anleger in Frankfurt zwischen Hoffen und Bangen hin- und hergerissen. Einerseits setzen viele auf eine baldige Rückkehr zur Normalität. Andererseits fielen die jüngsten Konjunkturdaten so schlecht aus wie nie zuvor. Der Dax geht 0,4 Prozent höher bei 10.649 Punkten in den Handel.

"Die Lockerung der Corona-Maßnahmen wird zwar als positiv angesehen, jeder dieser Schritte birgt aber auch Risiken", sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader. "So schwingt in den Köpfen der Investoren auch immer die Angst vor einer zweiten Infektionswelle mit."

08:44 Uhr

800 Millionen für Pandemie-Schäden: Munich Re bricht Gewinn ein

Hohe Schäden durch die Corona-Krise haben dem Rückversicherer Munich Re im ersten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt. Insgesamt legte der Dax-Konzern in den ersten drei Monaten des Jahres rund 800 Millionen Euro für Versicherungsschäden infolge der Pandemie zurück, wie er in München mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum brach der Quartalsgewinn dadurch um fast zwei Drittel auf 222 Millionen Euro ein.

Munich Re
Munich Re 210,70

Angesichts der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Krise und die Höhe der Schäden wagt die Konzernführung um Vorstandschef Joachim Wenning weiterhin keine neue Gewinnprognose für das laufende Jahr. Sein ursprüngliches Gewinnziel von 2,8 Milliarden Euro hatte der Vorstand Ende März gekippt. Wegen der hohen Belastungen reichten die Prämieneinnahmen der Schaden- und Unfall-Rückversicherung im ersten Quartal nicht aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken. Mit Finanzgeschäften verdiente die Munich Re hingegen mehr als ein Jahr zuvor. Das Kapitalanlageergebnis stieg um neun Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.

08:08 Uhr

USA streichen Steuervorteile für Boeing

Die USA hat Steuervorteile für den Flugzeughersteller Boeing abgeschafft. "Mit der Aufhebung dieser Steuersenkung haben die Vereinigten Staaten die Empfehlung der WTO vollständig umgesetzt", sagte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer. Der Schritt der USA würde sicherstellen, dass es keine gültige Grundlage für die EU gebe, Vergeltungsmaßnahmen gegen US-Waren zu ergreifen, da Vereinigten Staaten den Anforderungen der Welthandelsorganisation (WTO) vollständig entsprochen haben. Hintergrund ist der Streit um Staatshilfen für Boeing und dessen europäischen Rivalen Airbus. Die WTO hatte Subventionen für die Flugzeughersteller für unzulässig befunden und daraufhin Strafzölle zwischen den USA und der Europäischen Union zugelassen. Die förmliche Vorlage der USA bei der WTO ziele darauf ab, die Forderung der EU nach jährlichen Vergeltungszöllen in Höhe von rund 10 Milliarden Dollar in dem langjährigen Boeing-Airbus-Streit aufzuheben, teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten mit.

07:43 Uhr

Dax richtet Blicke auf britischen Notenbankentscheid

Dax
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In Erwartung einer erneuten Flut von Firmenbilanzen wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute kaum verändert starten. Am Mittwoch hatte er belastet von schwachen Konjunkturdaten 1,2 Prozent im Minus bei 10.606,20 Punkten geschlossen. Hauptgesprächsthema auf dem Börsenparkett sind weiterhin die Coronavirus-Pandemie und ihre Folgen. "Zwischen der Freude über weitere Lockerungen der Beschränkungen und drohenden düsteren Wirtschaftsausblicken bleibt der Markt hin und her gerissen", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research.  

Daneben richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf die geldpolitischen Beratungen der Bank von England (BoE). Die Notenbank will ihre Entscheidung bereits um acht statt wie üblich um 13 Uhr bekanntgeben. Eine weitere Lockerung der Geldpolitik ist Experten zufolge nicht zu erwarten. Dem TV-Sender Sky zufolge verhandelt die britische Regierung aber mit der Notenbank über zusätzliche Hilfen für kleinere und mittlere Unternehmen. Im Tagesverlauf legen mehrere Dax-Firmen Geschäftszahlen vor, darunter der Rückversicherer Münchener Rück. Im Ausland öffnen unter anderem die British Airways-Mutter IAG und der weltgrößte Bierbrauer Anheuser-Busch ihre Bücher.

07:19 Uhr

Chinas Exporte trotzen überraschend der Krise - Vorjahr übertroffen

Trotz des globalen Coronavirus-Ausbruchs sind Chinas Exporte im April überraschend gestiegen. Wie die Pekinger Zollbehörde mitteilte, legten die Ausfuhren im Vergleich zum April des Vorjahres um 3,5 Prozent zu. Deutlich bergab ging es dagegen mit den Importen, die um 14,2 Prozent einbrachen. Analysten hatten sowohl bei Ein- als auch bei Ausfuhren mit einem deutlichen Rückgang gerechnet.

Die strengen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus hatten die chinesische Wirtschaft seit Ende Januar praktisch zum Stillstand gebracht. Die Auswirkungen wurden daher besonders im Februar spürbar. Danach setzte eine langsame Erholung ein. Da sich das Virus seitdem jedoch im Rest der Welt verbreitete, läuft der globale Handel nur noch schleppend.

06:58 Uhr

US-Streit mit China drückt Asiens Börsen

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Die asiatischen Börsen haben sich aufgrund der größer werdenden Spannungen zwischen den USA und China am Donnerstag schwächer gezeigt. . Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent tiefer bei 19.587 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent und lag bei 1425 Punkten. Die Börse in Shanghai lag unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen trat auf der Stelle. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent.     

US-Präsident Donald Trump sagte, er werde in etwa ein oder zwei Wochen sagen können, ob China seinen Verpflichtungen aus einem ersten Handelsabkommen nachkomme. Außerdem wäge die Regierung in Washington Strafmaßnahmen gegen die Volksrepublik wegen seines Umgangs mit dem Coronavirus-Ausbruch ab. China weist jegliche Kritik und Vermutungen, dass das Virus aus einem Labor in Wuhan stamme, zurück.