Donnerstag, 09. Juli 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
18:01 Uhr

Wall Street verhagelt Dax-Anlegern die Laune

Der wachsende Verkaufsdruck an der Wall Street hat die Gewinne an den europäischen Börsen zunichte gemacht. Der Dax, der dank eines Rekordhochs beim Index-Schwergewicht SAP zunächst knapp zwei Prozent zugelegt hatte, schloss knapp im Minus bei 12.489 Punkten. Der EuroStoxx50 büßte 0,7 Prozent auf 3263 Zähler ein.

DAX
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An der Wall Street konnte der Technologie-Index Nasdaq sein anfängliches Rekordhoch von 10.576 Stellen nicht halten und gab ein halbes Prozent nach.

Sorge bereiteten Investoren die weiter rapide steigenden Coronavirus-Infektionen, vor allem in den USA. "Eine zweite große Pandemie-Welle hätte einen verheerenden Effekt auf die bereits angeschlagenen Volkswirtschaften", warnte Analyst Ricardo Evangelista vom Brokerhaus ActivTrades. "Die Regierungen spielen mit hohem Einsatz." Sie lockerten die Restriktionen, während die weitere Entwicklung der Virus-Krise unklar sei.

Anleger trennten sich vor allem von konjunkturabhängigen Werten sowie von Fluggesellschaften. So rutschte der europäische Banken-Index um knapp zwei Prozent ab. Die Aktien der Lufthansa fielen 3,3 Prozent. Die Papiere waren damit Schlusslicht im Dax.

Die besser als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten hinterließen somit am Donnerstag keine nachhaltig positiven Spuren. Ebenso wenig wie die erfreulichen Impulse von einigen Unternehmen, die vor Beginn der Berichtssaison mit Eckdaten positiv überraschten. SAP schloss immerhin 4,5 Prozent höher. Die vom Dax-Abstieg bedrohten Covestro-Papiere nahmen ein Plus von 1,5 Prozent mit in den Feierabend.

Das war der Börsen-Tag für heute. Ab jetzt halten Sie die Kollegen von der Spät- und Nachtschicht auf dem Laufenden. Bleiben Sie unbedingt dran: Es gibt neue spannende Entwicklungen bei Wirecard, die Sie demnächst auf unserer Seite lesen können! Morgenfrüh geht es an dieser Stelle munter weiter.

17:19 Uhr

Insider: Krypto-Handelsplatz Coinbase bereitet Börsengang vor

Der US-Handelsplatz für Kryptowährungen bereitet laut Insidern seine Börsennotiz vor.

Das Unternehmen sei deshalb bereits in Gesprächen mit Investmentbanken und Rechtsberatern, habe aber noch keinen Antrag bei der US-Wertpapieraufsicht SEC gestellt. Bei der jüngsten privaten Finanzierungsrunde war Coinbase mit mehr als acht Milliarden Dollar bewertet worden.

17:06 Uhr

Kampf gegen Dax-Abstieg: Covestro übt Befreiungsschlag

Die Aktien des Kunststoffkonzerns Covestro ziehen nach besser als befürchteten Quartalszahlen kräftig an.

Covestro
Covestro 35,32

Der Kurs gewinnt 4,2 Prozent auf 35,90 Euro. Während der Umsatz im Bereich der Analystenschätzungen liegt, hat Covestro die Erwartungen an das Ebitda um gut 50 Prozent geschlagen. "Endlich mal eine positive Überraschung aus dem nicht-digitalen Sektor", so ein Händler.

Charttechnisch sei der Weg nun Richtung 37,50 Euro frei. Covestro braucht dringend einen Befreiungsschlag, um sich der Abstiegsnöte zu entledigen. Im September könnte die Aktie sonst auf dem Dax fliegen.

16:36 Uhr

Siemens-Aktionäre stimmen Abspaltung des Energiegeschäfts zu

Die Siemens-Aktionäre haben die Abspaltung der Energiesparte des Münchner Industriekonzerns mit breiter Mehrheit abgesegnet. Der Abspaltungsvertrag mit dem neuen und künftig eigenständigen Energietechnik-Unternehmen Siemens Energy wurde mit 99,36 Prozent angenommen, wie am Ende der außerordentlichen Hauptversammlung bekannt wurde. Siemens-Chef Joe Kaeser hatte bei der Versammlung zuvor um Zustimmung geworben und von einem historischen Tag für Siemens gesprochen.

Siemens
Siemens 115,80

Die Trennung von der Energiesparte sei "weder ein Schnellschuss noch eine Notlösung", sagte Kaeser weiter. "Wir bauen ein neues Unternehmen. Gleichzeitig richten wir das etablierte Siemens auf die Chancen und Herausforderungen der industriellen Digitalisierung aus."

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16:22 Uhr

Passagiere in Sicht: Reichlich Vorschusslorbeeren für Carnival

Mit einem Kursfeuerwerk von zwischenzwitlich bis zu 8,5 Prozent Plus begrüßen Carnival-Aktionäre in London die Rückkehr deutscher Touristen. Der Kreuzfahrtenanbieter wird mit seiner Tochter Aida ab August wieder drei Schiffe für Reisen ab Deutschland anbieten.

Carnival
Carnival 10,21

Damit werden erste Schritte in Richtung Normalität für die Branche unternommen. "Offen ist natürlich, ob die Kunden da mitmachen", meint ein Händler. Erste Indikationen aus Französisch Polynesien würden aber tatsächlich darauf deuten, dass das Interesse an Kreuzfahrten kaum nachgelassen habe. In Frankfurt notierten die Papier zuletzt knapp sechs Prozent im Plus.

16:12 Uhr

Virussorgen vermiesen Wall-Street-Anlegern die Laune

Etwas besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten können die Wall Street nur kurz stützen. Weiter steigende Coronavirus-Infektionen dämpfen die Kauflaune der Anleger.

S&P 500
S&P 500 3.356,75

Der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P 500 sacken kurz nach der Eröffnung ins Minus. Der technologielastige Nasdaq setzt dagegen die Rekordjagd fort. Er gewinnt 0,6 Prozent.

In der vergangenen Woche beantragten 1,31 Millionen Amerikaner Arbeitslosenhilfe, nach 1,41 Millionen in der Woche zuvor. Der Rückgang fiel größer aus als erwartet. "Die Erholung der Wirtschaft verläuft aber nicht so glatt wie diese Daten suggerieren", sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Die Dynamik scheine nachzulassen.

16:05 Uhr

Rom stellt Benetton-Holding Ultimatum für Autobahn-Pläne

Im Streit um die Neuvergabe der Konzession für große Teile der italienischen Autobahnen hat Ministerpräsent Giuseppe Conte den Druck auf die Betreibergesellschaft unter Führung der Benetton-Familie mit einem Ultimatum erhöht. Er forderte bis zum Wochenende ein "für den Staat attraktives" Angebot. Hintergrund der Auseinandersetzung ist der Einsturz der Morandi-Brücke vor rund zwei Jahren für die das Autobahnunternehmen Autostrade per l'Italia, kurz ASPI, verantwortlich war. Das Unternehmen gehört zu 88 Prozent der Benetton-Holding Atlantia, zwölf Prozent der Anteile liegen beim Münchner Versicherer Allianz.

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Teile der Regierung in Rom hatten zuvor verlangt, dass Atlantia die Lizenz für die rund 3000 Autobahnkilometer des Betreibers entzogen würde. "Entweder wir erhalten einen Vorschlag von der Gegenseite, der für den Staat besonders attraktiv ist, oder wir fahren mit dem Widerruf fort, obwohl uns klar ist, dass er juristische Fallstricke birgt", sagte der parteilose Jurist Conte der Zeitung "La Stampa". 

15:49 Uhr

Pharma-Offensive: Eine Milliarde für neue Antibiotika

Angesichts der weltweiten Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen bündeln mehr als 20 führende Pharmakonzerne ihre Kräfte zur Entwicklung neuer Antibiotika. Dafür setzen die Unternehmen einen Fonds über eine Milliarde Dollar auf, mit dem die Forschung finanziert werden soll, wie der weltweite Pharmaverband IFPMA  mitteilte.

Bis Ende dieses Jahrzehnts soll so die Entwicklung von zwei bis vier neuartigen Antibiotika ermöglicht werden. Unterstützung kommt unter anderem von Pharmariesen wie Pfizer, Roche, Novartis, Johnson&Johnson, GlaxoSmithKline und Eli Lilly sowie den deutschen Unternehmen Bayer, Boehringer Ingelheim und Merck. Auch gemeinnützige Organisationen wie der Wellcome Trust sowie die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Europäische Investitionsbank EIB haben sich der Initiative angeschlossen.

15:27 Uhr

Machtkampf bei VW: Auch Skoda-Chef Maier muss gehen

Der Vertrag des Chefs der VW-Tochter Skoda, Bernhard Maier, läuft demnächst aus. Diese Gelegenheit nutzt Volkswagen offenbar, um den 60-Jährigen aus dem Unternehmen zu drängen. Wie Skoda mitteilt, läuft Maiers Vertrag zum 31. Juli aus. Das "Handelsblatt" hatte als erstes darüber berichtet, dass für ihn nach fast fünf Jahren an der Spitze Schluss sein soll.

VW Vorzüge
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Den Nachfolger will VW-Chef Herbert Diess laut Informationen des Blattes  aus den eigenen Reihen berufen. Erst am Dienstagabend hatte der Konzern mit einem Personalumbau überrascht. VW trennte sich dabei von Andreas Renschler, Chef der Lkw-Tochter Traton. Auch MAN-Chef Joachim Drees muss gehen. Die beiden ehemaligen Daimler-Manager werden umgehend ersetzt. Hintergrund war ein Machtkampf zwischen beiden Konzernteilen.

15:18 Uhr

Wirecard im Abwärtssog: Staatsanwaltschaft prüft Geldwäscheverdacht

Einen Hiobsbotschaft hatten wir schon. Nun geht's weiter:  Im Skandal um den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard geht die Staatsanwaltschaft München auch dem Verdacht der Geldwäsche nach. "Wir ermitteln wegen Geldwäscheverdachts gegen Verantwortliche des Unternehmens und gegen Unbekannt", sagt eine Sprecherin der Strafverfolgungsbehörde.

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Die Staatsanwaltschaft prüfe eine Reihe entsprechender Anzeigen aus dem laufenden und aus dem vergangenen Jahr. Eine Wirecard-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab.

14:49 Uhr

Ist die Wall Street reif für eine Verschnaufpause?

Nach den kräftigen Kursgewinnen zur Wochenmitte zeichnet sich heute eine Verschnaufpause an der Wall Street ab. Die Futures auf die wichtigen US-Indizes bewegen sich in der Nähe ihrer Schlussstände vom Vortag.

Der Markt befinde sich im Spannungsfeld aus der Unterstützung durch die Notenbank und den negativen Folgen der Corona-Krise, sagen Händler. Anleger verdauen gerade noch die Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Es sind immerhin weniger als in der Woche davor, als 1,427 Millionen Erstanträge verzeichnet wurden.  

Vor der Corona-Krise herrschte in den USA nahezu Vollbeschäftigung. Zwar ist die Arbeitslosigkeit seit ihrem Höhepunkt im April schon wieder leicht zurückgegangen, doch verharrt die Zahl nach wie vor auf hohem Niveau.

14:31 Uhr

Starbucks-Angestellte schreibt "ISIS" auf Becher von Muslima

Starbucks-Angestellte notieren die Vornamen der Kunden auf den Bechern, um den Kaffeekauf persönlicher zu gestalten. Nicht so bei einer muslimischen Frau. Laut dem US-Fernsehsender CNN schrieb eine Mitarbeiterin stattdessen "Isis" - die Abkürzung für den sogenannten Islamischen Staat - auf das Getränk.

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Die betroffene Barista behauptete, sich beim Namen der Kundin verhört zu haben. Der Vorfall soll sich am 1. Juli in einer Starbucks-Niederlassung auf dem Gelände des US-amerikanischen Discounteinzelhändlers Target in Saint Paul im US-Bundesstaat Minnesota ereignet haben. Als die Kundin namens Aishah ihre Bestellung gemacht hat, trug sie einen Hidschab samt einer Schutzmaske auf dem Gesicht wegen der voranschreitenden Corona-Pandemie im Land, teilte CNN mit. Der 19-Jährigen zufolge soll sie ihren Namen der Mitarbeiterin des Cafés mehrmals wiederholt haben.

 

14:00 Uhr

EuGH-Urteil zu Schadensersatzklagen gegen VW

Käufer eines VW-Diesels mit manipulierter Abgasreinigung können nach einem Urteil des EU-Gerichts auf Schadensersatz in ihrem Heimatland klagen. Der mögliche Schaden trete an dem Ort auf, an dem ein Kläger das Auto gekauft habe und nicht im Sitzland des Autoherstellers, erklärte das Gericht in Luxemburg. Es gab damit dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) in Österreich Recht. Der VKI hatte für 574 Verbraucher vor dem Landgericht Klagenfurt Volkswagen auf gut 3,6 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. (AZ: C-343/19)

13:28 Uhr

Zu viele Finanzskandale: Neue Bafin-Spitze gefordert

Die Bürgerbewegung Finanzwende fordert nach dem Wirecard-Bilanzskandal einen radikalen Umbau der Bonner Finanzaufsicht Bafin.

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"Diese Behörde braucht ein komplett anderes Selbstverständnis von ihrer Arbeit", sagte Finanzwende-Chef Gerhard Schick. Sie verweise zu oft auf ihre "vermeintliche Nichtzuständigkeit", schöpfe ihre Möglichkeiten aber gar nicht aus. Außerdem müsse sie lautstark einfordern, sollte es in einigen Fällen wirklich Aufsichtslücken geben.

Ein grundlegender Neustart sei nur mit einem Wechsel an der Bafin-Spitze möglich, ergänzte der frühere Grünen-Politiker. Der Schutz der Verbraucher komme zu kurz. In Deutschland habe es trotz Bafin zu viele milliardenschwere Finanzskandale gegeben - Hypo Real Estate, CumEx und P&R. Beim Zahlungsdienstleister Wirecard fehlen 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz, weswegen der Dax-Konzern zuletzt Insolvenz anmelden musste.

 

13:13 Uhr

Rhön-Klinikum: Dividende, ja oder nein?

Die Rhön-Klinikum AG nimmt endgültig von ihrem ursprünglichen Plan Abstand, eine Dividende von 25 Cent je Aktie für das vergangene Jahr zu zahlen. Nachdem der Klinikbetreiber bereits im Mai eine Überprüfung des Gewinnverwendungsvorschlags angekündigt hatte, will er nun ganz auf die Auszahlung verzichten.

Rhön-Klinikum
Rhön-Klinikum 17,54

Zur Begründung führte das Unternehmen die fortdauernden Unsicherheiten hinsichtlich der Pandemie und der zusätzlichen finanziellen Belastungen durch das öffentliche Übernahmeangebot an. Der Bilanzgewinn soll nun vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die Hauptversammlung soll darüber am 19. August 2020 abstimmen. Die Veranstaltung wird virtuell ohne physische Präsenz der Aktionäre durchgeführt.

12:59 Uhr

Airlines kritisieren "Flickenteppich" bei Einreisen in die EU

Der Luftfahrtsektor hat eine Vielzahl unterschiedlicher Regeln der EU-Länder für die Einreise aus Drittstaaten beklagt. In der EU gebe es momentan einen "Flickenteppich von Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen", erklärten die Airlineverbände Airlines for Europe und ACI Europe. "Infolgedessen gibt es sehr wenig Klarheit und erhebliche Unsicherheit darüber, welche Bürger wohin reisen können."

Die EU-Länder hatten sich Ende Juni auf eine Liste von 15 Drittstaaten geeinigt, für die ab Juli die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreiseverbote aufgehoben werden können. Die Verhandlungen dazu hatten mehrere Tage gedauert. Der gemeinsam beschlossenen Empfehlung folgten die Länder dann aber auf sehr unterschiedliche Weise.

12:04 Uhr

Wirecard-Skandal weitet sich aus: Aktie fällt wieder

Die Hiobsbotschaften um Wirecard reißen nicht mehr ab: Der von einem Bilanzskandal erschütterte Zahlungsdienstleister steht jetzt auch im Visier des US-Justizministeriums.

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Wirecard 1,69

Das Ministerium prüfe, ob die Wirecard AG eine entscheidende Rolle in einem mutmaßlichen Bankbetrug von angeblich 100 Millionen US-Dollar gespielt habe, heißt es von mit der Untersuchung vertrauten Informanten. Der mutmaßliche Betrug stehe im Zusammenhang mit einem Online-Marihuana-Marktplatz.

Anleger strafen die Aktie weiter ab: Im Xetra-Handel verliert das Papier zuletzt 3,5 Prozent auf 2,68 Euro nach unten.



11:18 Uhr

Dramatischer Schwund: Kaum mehr Übernachtungsgäste aus dem Ausland

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Berlin war eigentlich immer eine Reise wert ...

imago images/Dirk Sattler

Die Zahl der Gästeübernachtungen ist in Deutschland infolge der Corona-Pandemie auch im Mai deutlich zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt aufgrund vorläufiger Ergebnisse mitteilte, zählten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 11,2 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste und damit 74,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland allein nahmen den Angaben zufolge im Vergleich zum Mai 2019 sogar um 90,9 Prozent auf rund 700.000 ab. Die Zahl der Übernachtungen inländischer Gäste verringerte sich um 71,5 Prozent auf 10,5 Millionen.

11:06 Uhr

Verhaltene Stimmung im Maschinenbau: "Ein langer steiniger Weg"

Die Stimmung im deutschen Maschinenbau hat sich trotz der anhaltenden Auftragsflaute zumindest etwas aufgehellt. Die Mehrheit der Unternehmen erwartet im kommenden Jahr wieder steigende Erlöse, wie aus einer Umfrage des Branchenverbandes VDMA hervorgeht. "60 Prozent unserer Mitglieder rechnen damit, 2021 nominale Umsatzsteigerungen zu erzielen", sagt VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Bis das Umsatzniveau von 2019 wieder erreicht werde, sei es aber noch ein langer und steiniger Weg.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen erwartet in diesem Jahr infolge der Corona-Krise Umsatzeinbußen von 10 bis 30 Prozent. Die Basis für ein Wachstum 2021 ist daher entsprechend niedrig. Nach wie vor leidet die exportorientierte Industriebranche unter einer Flaute bei den Bestellungen. 45 Prozent der Unternehmen berichteten von merklichen Auftragseinbußen, weitere 34 Prozent sogar von gravierenden. "Damit bestätigt sich das düstere Bild der letzten Wochen", sagte Wiechers.

10:35 Uhr

"Brummie-Index" signalisiert Konjunkturerholung

Es bleibt verwirrend: Einerseits fliegen die Anleger auf die Krisen-Währung Gold, andererseits gibt es aber auch immer mehr Hinweise auf eine Konjunkturerholung nach dem heftigen Corona-bedingten Einbruch.

Dafür spricht zum Beispiel auch der steigende Lkw-Verkehr. Laut Statistischem Bundesamt ist es im Juni auf den deutschen Autobahnen wieder voller geworden. Die Experten melden im Monatsvergleich einen saisonbereinigten Zuwachs der Lkw-Maut-Fahrleistung um 4,7 Prozent. Bereits im Mai war die Fahrleistung der mautpflichtigen Lastkraftwagen mit mindestens vier Achsen um 6,2 Prozent gestiegen.

Die Lkw-Fahrleistung steht in engem Zusammenhang mit der Industrieproduktion in Deutschland. Trotz der Belebung des Lkw-Verkehrs in den Monaten Mai und Juni liegt die Fahrleistung aber immer noch deutlich unter dem Niveau, das vor der Krise herrschte.

10:20 Uhr

ntv-Börsen-Moderator Frank Meyer kommentiert den Goldrausch

Die "Antikrisen-Währung" bleibt über der am Mittwoch erstmals seit knapp neun Jahren übersprungenen Marke von 1800 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Zuletzt kostet sie 1811 Dollar.

Die starke Nachfrage nach dem Edelmetall ist laut Analysten ein Zeichen dafür, dass viele Investoren trotz steigender Aktienkurse einen sicheren Hafen suchen.

 

10:12 Uhr

Aktienrally macht Superreiche noch reicher

Die Reichen haben vor der Corona-Krise trotz Konjunktureintrübung und internationaler Handelskonflikte weltweit mehr Vermögen angehäuft. Vor allem gestiegene Aktienkurse trieben das Vermögen der Dollar-Millionäre 2019 gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf insgesamt 74 Billionen US-Dollar (65,58 Billionen Euro), wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens Capgemini hervorgeht.

Im Jahr 2018 hatten Verluste an den Börsen noch für einen leichten Rückgang gesorgt. Zugleich gewann der Club der Reichen mehr Mitglieder. Rund um den Globus gab es den Angaben zufolge 19,6 Millionen Menschen, die über ein anlagefähiges Vermögen von mehr als einer Million Dollar verfügten. Das waren 8,8 Prozent mehr als im Jahr 2018.

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09:35 Uhr

Überflieger am Morgen: SAP räumen richtig ab

Für Party-Stimmung auf dem Börsenparkett sorgt im frühen Handel SAP mit seinen vorläufigen Zahlen. Das Betriebsergebnis kletterte im zweiten Quartal währungsbereinigt um sieben Prozent auf 1,96 Milliarden Euro.

Die Aktien liegen knapp sieben Prozent im Plus. Angesichts des schwierigen Marktumfelds habe vor allem das Lizenzgeschäft positiv überrascht, so die Analysten der Baader Bank.

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09:22 Uhr

Anleger in Kauflaune - Dax zieht steil nach oben

Nach dem Dämpfer am Vortag startet der deutsche Leitindex 1,2 Prozent höher. Damit sind die steigenden Coronavirus-Infektionszahlen hierzulande wieder in den Hintergrund gerückt. Im Fokus stehen heute Morgen die steigenden Gewinne beim Softwareriesen SAP. Die und die anhaltende Tech-Rally an der Wall Street geben dem Dax Rückenwind.

An der Wall Street hatte der technologielastige Nasdaq-Index am Mittwoch erneut ein Rekordhoch erklommen. "Der rapide Anstieg der Corona-Zahlen vor allem in den USA lässt die Anleger noch immer eher kalt", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. "Im Gegenteil: Sie rechnen damit, dass es zu weiteren Konjunkturmaßnahmen kommen wird, was wiederum die Kurse stützen dürfte."

08:44 Uhr

Fielmann stolpert in der Krise und erholt sich

Fielmann
Fielmann 62,35

Filialschließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben der Optikerkette Fielmann im ersten Halbjahr einen Gewinneinbruch eingebrockt. Nach der Wiedereröffnung der Geschäfte habe sich der Absatz aber ab Mai zunehmend erholt und im Juni bereits über dem Vorjahr gelegen, teilte Fielmann mit. Bei einem Umsatzrückgang auf 611 (Vorjahr: 758,2) Millionen Euro schrumpfte der Gewinn vor Steuern in den ersten sechs Monaten nach ersten Berechnungen auf 35 (127,6) Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr stellte der Vorstand einen Umsatz von mehr als 1,3 (1,52) Milliarden Euro in Aussicht und einen Vorsteuergewinn von mehr als 100 (253,8) Millionen Euro. Voraussetzung sei aber, dass es wegen der Corona-Pandemie nicht erneut zu Geschäftsbeschränkungen kommt.

08:06 Uhr

Ölpreise tippeln auf der Stelle

Die Ölpreise haben sich im frühen Handel zunächst kaum von der Stelle bewegt. Wesentliche Impulse gab es zunächst nicht. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 43,28 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel geringfügig um sechs Cent auf 40,84 Dollar.

Am Mittwoch hatten neue Lagerdaten aus den USA das grundsätzliche Bild am Rohölmarkt bestätigt. Die Erdölvorräte der Vereinigten Staaten sind nach Daten des Energieministeriums in der vergangenen Woche deutlich gestiegen. Sie bewegen sich damit wieder in der Nähe ihres Rekordhochs. Die hohen Bestände sind eine Folge der schwachen Nachfrage nach Öl und Ölprodukten wie Benzin. Grund dafür ist die anhaltend angespannte Corona-Lage in den USA.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 44,77
Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 41,66

07:42 Uhr

Euro profitiert von schwächerem Dollar

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,18

Der Euro hat weiter zugelegt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1371 US-Dollar und damit so viel wie seit fast einem Monat nicht mehr. Händler nannten den schwächeren Dollar als Grund für die Euro-Gewinne. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag noch auf 1,1286 Dollar festgesetzt.

Heute blicken Anleger zum einen auf Zahlen des deutschen Außenhandels. Nach dem starken Einbruch in der Corona-Krise werden für den Berichtsmonat Mai wieder robustere Export- und Importdaten erwartet.

In den USA stehen die wöchentlichen Daten vom Arbeitsmarkt auf dem Programm. Es wird erneut mit vielen neuen Arbeitslosen gerechnet. Die Zahlen sind zwar rückläufig, allerdings sinken sie nur sehr langsam. Fachleute sehen das als Beleg für eine anhaltend angespannte Lage am Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten.

07:28 Uhr

Wall Street liefert Dax Rückenwind

Dax
Dax 12.678,24

Mit Rückenwind der Wall Street dürfte der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag fester starten. Aus Furcht vor Verzögerungen bei der Erholung der Weltwirtschaft hatten Anleger am Mittwoch Engagements an den europäischen Aktienmärkten gescheut. Der deutsche Leitindex war um ein Prozent auf 12.494 Punkte gefallen. Die Tech-Rally an der Wall Street hatte hingegen nach Handelsschluss in Europa erneut Fahrt aufgenommen. Der technologielastige Nasdaq-Index erklomm erneut ein Rekordhoch.

Im Fokus am deutschen Aktienmarkt dürfte Softwarekonzern SAP nach Vorlage von Quartalszahlen stehen. Das Betriebsergebnis sei im zweiten Quartal währungsbereinigt um sieben Prozent auf 1,96 Milliarden Euro geklettert, teilte SAP am Mittwochabend unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit. Auf dem Terminkalender stehen am Donnerstag ansonsten die deutschen Handelsbilanzdaten für Mai sowie die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

06:45 Uhr

Bilanz-Hoffnungen treiben Asia-Börsen ins Plus

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picture alliance/dpa

Nikkei
Nikkei 22.329,94

Die asiatischen Anleger haben die Sorgen über steigende Infektionszahlen und die Spannungen zwischen den USA und China losgelassen. Sie blicken mit der Hoffnung, dass globale Konjunkturanstrengungen positive Aussichten liefern, auf die bevorstehende Bilanzsaison der Unternehmen. "Die Quartalszahlen stehen vor der Tür, und wir sind wirklich gespannt, wie die Zahlen ausfallen", sagte Jun Bei Liu, Portfoliomanager bei Tribeca Investment Partners in Australien. Der Fokus werde einerseits auf den Aussichten liegen aber auch darauf, wie sich die Konjunkturbemühungen der Länder in der Realwirtschaft niederschlagen, fügte sie hinzu.

  • Die Börse in Tokio hat sich am Donnerstag zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent höher bei 22.486 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent und lag bei 1559 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai lag 0,9 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,9 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1,3 Prozent.