Donnerstag, 09. November 2017Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
18:10 Uhr

Dax taucht ab: Tiefster Stand seit Ende Oktober

Auf dem Höhepunkt der Quartalsberichtssaison haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt mächtig Kasse gemacht. Einige schwache Unternehmenszahlen und -ausblicke, der wieder anziehende Eurokurs sowie die nachgebende Wall Street setzten alle Indizes kräftig unter Druck.

Der Dax fiel unter die Marke von 13.200 Punkten auf den tiefsten Stand im laufenden Monat und verlor letztlich 1,49 Prozent auf 13.182 Punkte.

Börsianer erklärten dies vor allem mit Gewinnmitnahmen, nachdem der deutsche Leitindex seit Ende August um mehr als 12 Prozent zugelegt hatte und vor zwei Tagen auf ein Rekordhoch von 13.525 Punkten gestiegen war.

Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen abgebildet sind, schloss 1,27 Prozent tiefer bei 26.590 Punkten. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 2,49 Prozent auf 2458 Zähler nach unten.

Enttäuscht waren die Anleger von ProSieben, Adidas und Siemens. Daneben gab es Aussagen zur Wirtschaftsentwicklung. Die EU-Kommission hat die Wachstumsprognose für Deutschland auf 2,2 von zuvor 1,6 Prozent erhöht. In den kommenden beiden Jahren soll es dagegen um jeweils 0,1 Prozent niedriger ausfallen.

In ein ähnliches Horn blies auch EZB-Direktor Benoit Coeure, der die laufende wirtschaftliche Erholung innerhalb der Eurozone als sehr stark einstuft. An der Börse wurde dies dahingehend interpretiert, dass die EZB das Anleihekaufprogramm schneller als bisher erwartet zurückfahren könnte, was die Anleihen belastete.

16:33 Uhr

Suche nach sicheren Häfen: Ist Bitcoin besser als Gold?

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Für alle Interessierten: Am Freitag gibt es einen n-tv Thementag zu Bitcoin!

picture alliance / Jens Kalaene/

Es ist ein bisschen verkehrte Welt:

Bitcoin
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Der Weltgoldrat hat es zwar selbst nicht angesprochen, aber ein Zusammenhang zwischen schrumpfender Goldnachfrage und Bitcoin-Hype ist zumindest nicht ganz von der Hand zu weisen.

Die Kryptowährung wird von Anlegern laut Experten zunehmend als Krisenwährung und damit als Alternative zum sicheren Hafen Gold angesehen. Diese Ansicht vertritt zum Beispiel Tom Lee, Head of Research bei Fundstrat Global Advisors.

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Steve Wozniak (l) und Steve Jobs 1976: An Bitcoins war damals gar nicht zu denken.

(Foto: dpa)

Die Community der Krypto-Fans wächst ständig. Zuletzt gab sich Apple-Mitgründer Steve Wozniak als Bitcoin-Fan zu erkennen: Auch er ist überzeugt, dass der Bitcoin ein besserer Wertstandard ist als Gold oder der US-Dollar.

Die Cyberwährung erreichte am Mittwoch mit 7828 US-Dollar ein neues Allzeithoch. Seit Jahresbeginn ist der Bitcoin-Kurs bereits um fast 680 Prozent geklettert.

16:10 Uhr

Gold-Nachfrage sinkt auf Acht-Jahrestief

Die weltweite Nachfrage nach Gold ist im Sommer auf den tiefsten Stand seit acht Jahren gesunken. Grund sind laut Weltgoldrat in London vor allem die schwachen Verkäufe in Indien.

Gold in USD
Gold in USD 1.818,15

Die Nachfrage nach Schmuck sank dort im dritten Quartal um 25 Prozent im Vorjahresvergleich, die nach Münzen und Barren um 23 Prozent. Verantwortlich ist die Bargeldreform in Indien, die Premier Narendra Modi vor einem Jahr zur Bekämpfung der Korruption gestartet hatte.

Weltweit schrumpfte die Nachfrage im dritten Quartal um neun Prozent auf 915 Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Da Indien der zweitgrößte Abnehmer weltweit ist, haben die Verkäufe auf dem Subkontinent immer große Auswirkungen.

Nummer eins ist China; hier legte die Nachfrage umgekehrt von Juli bis September kräftig zu. Auch in den USA kauften viele Menschen Gold: Mit knapp 27 Tonnen stieg die Nachfrage dort auf den höchsten Wert in einem dritten Quartal seit 2012.

15:48 Uhr

Wall Street im Zeichen der US-Steuerreform

Die Börsen in New York starten mit leichten Abgaben in den Handel. Impulse gibt es dabei kaum, die Anleger halten sich vor allem wegen der unsicheren US-Steuerpolitik zurück.

Der US-Senat will heute einen eigenen Entwurf zur Steuerreform vorstellen, der von dem des US-Repräsentantenhauses abweichen dürfte. Das wiederum könnte die Pläne von US-Präsident Donald Trump, die Unternehmenssätze radikal zu senken, erschweren und das ganze Projekt verzögern.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,5 Prozent im Minus bei 23.450 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verliert ebenfalls 0,5 Prozent auf 2580 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt 0,8 Prozent auf 6736 Stellen nach.

Ob die wöchentlichen US-Erstanträge, der einzige Termin auf der Agenda, den Markt bewegen wird, bleibt noch abzuwarten. Die Zahlen sind etwas schlechter ausgefallen als erwartet.

Einen Impuls zum Ende der Woche könnte der morgen anstehende Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan für November bringen. Auf der Unternehmensseite werden nachbörslich Walt Disney und News Corp einen Blick in ihre Bücher gewähren.

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US-Präsident Trump mit dem chinesischen Amtskollegen Xi.

(Foto: AP)

Positive Nachrichten gibt es von der Asien-Reise von Trump. Die USA und China haben Handelsvereinbarungen mit einem Gesamtumfang von 253,4 Milliarden Dollar verkündet.

Die Abkommen erstrecken sich unter anderem auf die Branchen Energie, Luftfahrt und Elektronik. Auch Autobauer und Nahrungsmittelkonzerne profitieren von den Deals. Beteiligt sind unter anderem die US-Unternehmen Caterpillar, General Electric und Qualcomm.

Am deutschen Aktienmarkt haben die Anleger auf dem Höhepunkt der Berichtssaison derweil kalte Füße bekommen. Einige teils schockierende Unternehmensnachrichten und der wieder anziehende Euro setzen die wichtigsten Indizes unter Druck.

Der Leitindex Dax verliert zuletzt 1,3 Prozent auf 13.200 Punkte. Zur Wochenmitte hatte er nahezu auf der Stelle getreten, nachdem er am Dienstag bei 13.525 Zählern noch ein Rekordhoch erreicht hatte.

Für Zuversicht zumindest unter den Devisenhändlern sorgen neue Wachstumsprognosen der EU-Kommission. Eine starke Gemeinschaftswährung aber kann Ausfuhren der Unternehmen in Länder außerhalb der Eurozone verteuern, so dass Aktien stark exportorientierter Unternehmen gemieden wurden.

15:14 Uhr

Dax taucht in Bilanzwelle ab - Commerzbank obenauf

Nach der Gewinnsträhne der vergangenen Wochen bekommen Anleger angesichts wenig überzeugender Firmenbilanzen kalte Füße.

Auch Spekulationen auf Verzögerungen bei der von Börsianern langersehnten US-Steuerreform lasten auf der Stimmung.

Dax und EuroStoxx50 rutschen um je rund ein Prozent auf 13.254 und 3626 Punkte ab.

Commerzbank
Commerzbank 6,21

Die Rückkehr in die Gewinnzone treibt Aktien der Commerzbank um 1,8 Prozent an die Dax-Spitze. Das Geldhaus hat dank einiger Sondererträge einen Gewinn geschrieben, nachdem es im vorigen Jahr noch einen Verlust gegeben hatte.

Adidas kann mit seinem neunprozentigen Gewinnanstieg nicht punkten, die Aktien geben 3,5 Prozent nach. Analysten waren nur mit dem Wachstum in den USA zufrieden, in Europa sei es schwächer ausgefallen.

14:41 Uhr

Katalonien-Krise: Boykott gegen Stada in Spanien

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dpa

Der politische Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens wirkt sich auf das Geschäft des deutschen Arzneimittelherstellers Stada aus, der seine spanische Zentrale in der katalanischen Regionalhauptstadt Barcelona hat.

Es gebe Boykottaktionen von Apothekern  außerhalb Kataloniens gegen Produkte von Anbietern, die - wie Stada - ihren Sitz innerhalb der Region im Norden des Landes hätten, sagte Vorstandschef Claudio Albrecht bei einer Telefonkonferenz anlässlich der Quartalsbilanz. "Darunter leiden wir im Moment."

Sein Unternehmen arbeite aber bereits an Gegenmaßnahmen. Diese könnten sein, "nach Madrid überzusiedeln".

14:10 Uhr

EZB-Direktor: Anleihenkäufe sind nicht für ewig

Die jüngsten Bemerkungen des EZB-Direktoriumsmitglieds Benoit Coeure zur Geldflut der EZB lassen aufhorchen: Sie tauge nicht zur Dauereinrichtung, stellt der Franzose auf einer Konferenz in Lyon fest.

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EZB-Direktor Benoit Coeure

(Foto: picture alliance / dpa)

Die unter dem Fachbegriff "quantitative easing" bekannten billionenschweren Anleihekäufe könnten schon aus rein technischen Gründen nicht immer weiter fortgeführt werden, betonte er : "Viele Leute wollen, dass wir mit 'quantitative easing' ewig weitermachen. Aber die Tiefe der europäischen Kapitalmärkte ist ganz anders als in den Vereinigten Staaten."

Die Bemerkungen sind deshalb interessant, weil es in der EZB bei ihrem jüngsten Beschluss zur Verlängerung der Anleihenkäufe intern eine Kontroverse darüber gegeben hatte, ob ein Enddatum für die Geschäfte bestimmt werden sollte.

13:55 Uhr

Nachholbedarf: Anleger bei SGL Carbon kalt erwischt

Und wir können den Blick nicht vom Parkett abwenden. Während sich bei den Indizes immer noch wenig tut, gibt es bei den Einzeltiteln jede Menge Bewegung:

SGL Carbon
SGL Carbon 5,92

SGL Carbon zum Beispiel legen in der Spitze über 5,0 Prozent zu. "Die Zahlen haben den Markt auf dem falschen Fuß erwischt", sagt ein Marktteilnehmer. Der Kurs war am Mittwoch auf den niedrigsten Stand seit Ende August gefallen. Nun habe der Gewinn die Erwartungen deutlich geschlagen. Das führt zu Short-Eindeckungen.

Dennoch gehen die Beobachter davon aus, dass der Abwärtstrend noch intakt ist, er verlaufe bei knapp 14 Euro, heißt es. Zuletzt notieren die Titel noch 4,8 Prozent höher bei 13,36 Euro.

12:56 Uhr

TV-Serie mit Aniston: Apple sichert sich Prestige-Projekt

Der Technologieriese Apple streckt seinen Arm weiter ins Geschäft mit Unterhaltungsserien aus. Er hat sich dafür die Rechte an einer Produktion mit den US-Schauspielerinnen Jennifer Aniston und Reese Witherspoon gesichert.

Apple
Apple 100,96

Apple habe grünes Licht für die Produktion von zwei Staffeln mit insgesamt 20 Folgen für die noch namenlose Serie, sagte ein Sprecher des iPhone-Herstellers dem "Hollywood Reporter".

US-Medienberichten zufolge lieferten sich mehrere Fernsehanstalten ein Bieterwettrennen um die Dramaserie, in der es um ungeschminkte Einblicke in das Leben von Moderatorinnen im Frühstücksfernsehen gehen soll.

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Jennifer Aniston

(Foto: Jordan Strauss/Invision/AP)

Für Aniston ist es die erste Serienrolle seit der Comedy-Serie "Friends", die ihr in den 90er-Jahren zum Durchbruch verhalf; Witherspoon feierte in diesem Jahr bereits mit der Serie "Big Little Lies" im Bezahlsender HBO Erfolge. Es ist das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass Apple die Beteiligung an einer Serienproduktion bekanntgibt.

12:22 Uhr

Stellenabbau bei Siemens: IG Metall geht Kaeser hart an

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Josef Kaeser: Bei Siemens ist was im Busch.

dpa

Die IG Metall reagiert mit scharfer Kritik auf die Pläne von Siemens-hef Joe Kaeser, im Kraftwerksgeschäft des Elektrokonzerns Arbeitsplätze zu streichen.

Siemens
Siemens 136,24

"Anstatt Geld in den Personalabbau zu stecken, sollte Siemens besser in die guten Fachkräfte und die Standorte investieren", fordert der IG-Metall- Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, Olivier Höbel. "Wer so kurzsichtig handelt, dem werfen wir Doppelmoral und Eliten-Versagen vor", fügt er hinzu.

Kaeser hatte zuvor auf der Bilanzpressekonferenz in München keine Zahlen zum Personalabbau genannt. Er sprach aber davon, dass Siemens in der Division Power and Gas "die Kapazitäten anpassen" müsse, "auch wenn das schmerzhafte Einschnitte bedeutet".

Hier mehr dazu.

Wer sich für die Zusammenfassung im Bild interessiert, hier der Beitrag unserer TV-Kollegen:

 

12:09 Uhr

Von Aegon bis Vestas: Wer hat was verdient?

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Das müssen Anleger erst einmal verdauen ...

picture alliance / Daniel Reinha

So, nach dem kleinen Hallo-Wach-Eintrag zu Zetsche zurück zu den ernsteren Dingen. Heute ist Kassensturz-Tag und hier der Earnings-Ticker:

Medigene
Medigene 4,03

Medigene: Höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung drücken das Biotechunternehmen operativ tiefer ins Minus. Der Ebitda-Verlust weitet sich in den ersten neun Monaten 2017 auf 10,14 (Vorjahr 9,1) Millionen Euro aus. Der Umsatz steigt leicht auf 7,18 (7,05) Millionen Euro.

Sainsbury: Der britischen Supermarktkette macht der anhaltend harte Wettbewerb im Lebensmittelgeschäft weiter zu schaffen. Der Vorsteuergewinn fällt im ersten Halbjahr auf 251 (Vorjahr 277) Millionen Pfund. Zudem gerät das Wachstum ins Stocken: Die Umsätze legen im zweiten Quartal auf vergleichbarer Basis im zweiten Quartal um 0,6 Prozent zu nach einem Plus von 2,3 Prozent im ersten Quartal.

RTL Group
RTL Group 46,54

Cancom: Der IT-Dienstleister hat im dritten Quartal vom Wachstum im Bereich Cloud Solutions profitiert. Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 273 Millionen Euro, das Konzern-Ebitda wuchs um 17 Prozent auf 20 Millionen Euro.

Bertelsmann: Der Medienkonzern steigert in den ersten neun Monaten seinen Umsatz um 1,3 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro. Dazu tragen die Fernsehtochter RTL, der Musikanbieter BMG und die Bildungssparte bei. Der Betriebsgewinn klettert leicht auf einen Rekordwert von 1,64 Milliarden Euro. Der Überschuss legt um 6,4 Prozent auf 694 Millionen Euro zu. Zu RTL finden Sie mehr im Eintrag um 10:30 Uhr.

Vestas
Vestas 105,00

Vestas: Der weltweit führende Windkraftanlagen-Hersteller kappt wegen der zunehmenden Konkurrenz und der Unsicherheit in Zusammenhang mit der US-Politik die Prognose. Das Unternehmen rechnet nun mit einer Gewinnmarge von 12 bis 13 Prozent, bislang waren es 12 bis 14 Prozent. Im dritten Quartal fällt der bereinigte Betriebsgewinn um 18 Prozent auf 355 Millionen Euro und damit stärker als erwartet. Zu Vestas mehr im Eintrag um 9:45 Uhr.

Emirates: Die größte Fluggesellschaft des Nahen Ostens steigert den Gewinn auf mehr als das Doppelte. In der ersten Jahreshälfte verdient das Unternehmen umgerechnet knapp 400 Millionen Euro nach weniger als 200 Millionen vor Jahresfrist.

Compugroup Medical: Der Medizinsoftware-Spezialist steigert den Umsatz in den ersten neun Monaten 2017 auf 419 Millionen Euro von 407 Milllionen Euro im Vorjahr. Das Ebitda legt auf 92 Millionen von 89 Millionen Euro zu.

Burberry
Burberry 24,60

Burberry: Der Modekonzern will sich unter dem neuen Chef Marco Gobbetti noch stärker im Luxus-Segment positionieren und setzt dazu auf hochwertige Taschen und Kleidung. Im ersten Halbjahr steigt der bereinigte Betriebsgewinn um 17 Prozent auf knapp 210 Millionen Euro.

Astara Zeneca: Der britische Pharmakonzern leidet weiter unter der Konkurrenz von Nachahmer-Medikamenten und wartet auf Einkünfte durch neue Krebs-Mittel. Im dritten Quartal geht der bereinigte Gewinn je Aktie um 15 Prozent zurück. Der Umsatz steigt dagegen um neun Prozent auf gut sieben Milliarden Euro.

Enel
Enel 7,87

Enel: Der größte europäische Versorger spürt die Dürre auf der iberischen Halbinsel. Der Betriebsgewinn in den ersten neun Monaten fällt um 4,7 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro.

Aegon: Der niederländische Versicherer verdient dank niedrigerer Kosten in den USA und weniger Schadensfällen überraschend gut. Der Vorsteuergewinn im dritten Quartal steigt um ein Fünftel auf 556 Millionen Euro.

SGL Carbon
SGL Carbon 5,92

Generali: Der italienische Versicherer spürt den Verkauf einer Tochter in den Niederlanden. Der Nettogewinn sinkt in den ersten neun Monaten um 9,9 Prozent auf 1,463 Milliarden Euro.

SGL Carbon: Der Kohlenstoffspezialist profitiert in den ersten neun Monaten 2017 von guten Geschäften im Bereich Graphite Materials & Systems und steigert den Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten um 14 Prozent auf 642 Millionen Euro. Das Ebit vor Sondereinflüssen klettert auf 33 (Vorjahr 13) Millionen Euro. SGL hebt den Ausblick für 2017 an und erwartet nun einen Umsatzanstieg von leicht über zehn Prozent bei einer überproportionalen Verbesserung des Ebit.

SMA Solar
SMA Solar 40,94

SMA Solar: Der Solartechnikkonzern verbucht in den ersten neun Monaten wegen des Preisverfalls einen Gewinneinbruch. Bei einem Umsatzrückgang auf 592,5 (Vorjahr: 708,8) Millionen Euro sinkt das operative Ergebnis (Ebit) auf 15,6 (59,4) Millionen Euro. Damit erreicht es aber bereits das untere Ende der Gesamtjahresprognose. Der Vorstand kündigt ein starkes Abschlussquartal an.

Heidelberger Druck: Der Druckmaschinen-Hersteller profitiert im ersten Halbjahr 2017/18 von der hohen Nachfrage nach Digitaldruckmaschinen  und verbucht einen Nachsteuergewinn von 0,3 Mio Euro nach einem Verlust von 28 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz liegt in etwa stabil bei 1,05 (1,07) Milliarden Euro. Heidelberger Druck habe die Ziele für das Gesamtjahr "weiterhin im Blick".

Toshiba
Toshiba 32,63

Toshiba: Die hohe Nachfrage nach Speicherchips treibt den Gewinn bei dem angeschlagenen japanischen Industriekonzern nach oben. Mit umgerechnet gut einer Milliarde Euro verdient das Unternehmen, das die Chipsparte für 18 Milliarden Dollar verkaufen will, drei Viertel mehr als vor Jahresfrist.

11:12 Uhr

Unfreiwillige Jobangebote für Daimler-Chef Zetsche

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Na, herzlichen Dank auch!

dpa

Bevor ich Ihnen gleich einen Durchblick im Zahlendschungel gebe, hier ein kleiner Gag am Rande: Dieter Zetsche hat sich vor einem Monat bei Linkedin angemeldet, was natürlich nicht unentdeckt blieb. Das wirklich sehr erfreuliche Ergebnis: Der Daimler-Chef hat jetzt jede Menge Jobangebote.

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Das war aber gar nicht die Idee. Denn als sich Zetsche beim Karriere-Netzwerk anmeldete, tat er dies weder, um neue Kontakte zu knüpfen, noch um einen Job zu suchen. Er wollte lediglich Teil der exklusiven Influencer-Community der Plattform zu werden. Zetsche ist einer von rund 500 Experten, die den 467 Millionen Usern in Form von Blog-Beiträgen regelmäßig Einblicke in ihre Branche geben.

Daimler
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Das wusste aber offenbar der Linkedin-Algorithmus nicht, denn er schlug dem Daimler-Chef jede Menge Stellen vor.

Zetsche nahm es mit Humor: "Liebes LinkedIn-Team, Danke, ich habe meine ersten Monate hier sehr genossen! Und es ist faszinierend zu sehen, welche Karriereoptionen ihr mir vorschlagt..." Großartig!

Nun aber Scherz beiseite: Der Daimler-Kurs kann sich von den Vortagesverlusten etwas berappeln. Zuletzt notieren sie knapp 0,2 Prozent höher. Die Autobauer leiden unter den strengeren Abgasvorschriften, mit denen die EU sie zu mehr Klimaschutz zwingen will.

10:45 Uhr

PSA-Chef Tavares: Opel hat keine Zeit zu verlieren

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Für PSA-Chef Carlos Tavares sind die Opel-Fabriken vergleichsweise ineffizient.

dpa

Die Zitterpartie bei Opel ist noch nicht ausgestanden.

PSA-Chef Carlos Tavares stimmt die Opel-Belegschaft jetzt auf ein hohes Umbautempo ein. "Es muss ganz klar sein, dass wir nur 5 Prozent geleistet haben und jetzt 95 Prozent der Umsetzung vor uns haben", sagt Tavares bei der Vorstellung der Pläne für das neue Tochterunternehmen am Opel-Stammsitz Rüsselsheim.

"Die Situation ist dramatisch, das sollten wir ohne Umschweife auch sagen." Das biete aber auch die Chance für eine erfolgreiche Wende. "Wir dürfen gar keine Zeit verlieren, wir müssen vorankommen - sofort."

In Sachen Stellenabbau hat sich Opel-Chef Lohscheller bislang bedeckt gehalten: "Wir wollen unsere Ziele ohne Werksschließung und ohne betriebsbedingte Kündigungen erreichen." Die Lohnkosten müssten dennoch sinken, zum Beispiel über Altersteilzeit oder Abfindungsprogramme.

Hier dazu mehr.

10:30 Uhr

ProSieben verprellt Anleger, RTL kann punkten

Mit einer neuerlichen Senkung der Gewinnprognose lässt ProSiebenSat.1 die Anleger das Weite suchen. Die im Dax gelisteten Aktien stürzen um 7,2 Prozent auf 26,30 Euro ab und notieren damit so niedrig wie zuletzt im April 2013.

ProSiebenSat.1
ProSiebenSat.1 16,59

Punkten kann dagegen Rivale RTL mit einer Anhebung der Prognose.

"Besonders im Free-TV-Geschäft leidet ProSieben weiterhin unter einem Verlust der Reichweite der TV-Sender", kommentiert DZ-Bank-Analyst Harald Heider.

Die im MDax gelisteten RTL-Titel ziehen dagegen um bis zu 2,2 Prozent auf 65,30 Euro an.

Allerdings täuscht die Prognose-Erhöhung auch etwas darüber hinweg, dass RTL auch vom Verkauf einer Immobilie profitieren wird.

RTL Group
RTL Group 46,54

Letztlich haben die RTL-Aktien ihren Anlegern seit Jahresbeginn wenig Freude gemacht. Die magere Bilanz: minus sieben Prozent.

Allerdings schlagen sich auch hier die Titel von ProSieben schlechter: Denn hier ging es bislang um über 27 Prozent abwärts. Dies ist derzeit die schlechteste Perfomance im Dax.

10:10 Uhr

Die letzten Heuler im Dax: Warum Adidas und Siemens?

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picture alliance / Carmen Jasper

Der Börse hält uns heute erwartungsgemäß auf Trab: Mit Kursverlusten von knapp zwei Prozent sind Adidas die zweitgrößten Verlierer im Dax - vor Siemens, die die rote Laterne halten ... Wie wir bereits wissen, ist hier Vestas schuld.

Adidas
Adidas 277,60

Bei Adidas lasten neben den schwächeren Umsatzzahlen des Unternehmens auch die deutlichen Verluste von Burberry auf dem Kurs des Sportartikelherstellers.

Burberry hat Halbjahreszahlen vorgelegt, die am Markt überhaupt nicht gut ankommen. Die Vorsteuergewinn ist mit 128 Millionen Pfund unter der Schätzung von 139 Millionen geblieben. Allerdings liegt der Gewinn unter Herausrechnung von Sonderfaktoren immer noch über den Schätzungen. Die Titel von Burberry fallen dennoch um 10 Prozent.

Puma verlieren 0,8 Prozent, LVMH 1,3 und Richemont 0,5 Prozent.

09:45 Uhr

Kurseinbruch nach Zahlen: Anleger strafen Vestas ab

Mit einem Kurseinbruch von 17 Prozent reagieren die Titel des dänischen Windanlagenbauers Vestas auf schwächere Zahlen.

Vestas
Vestas 105,00

"Das sorgt nicht nur für den Einbruch bei Vestas sondern belastet alle Renewables", sagt ein Händler. Daher falle auch das Minus bei SMA Solar mit 15 Prozent derart drastisch aus und sei den hauseigenen Zahlen nicht angemessen.

Selbst Siemens verlieren über 3,0 Prozent.

Vestas hat einen kräftigen Einbruch bei den Auslieferungen in den USA verzeichnet, der Nettogewinn brach um 18 Prozent ein, die Margenprognose wurde daraufhin gesenkt.

Nordex geben 3,8 Prozent nach, Siemens Gamesa 3,7 Prozent.

09:22 Uhr

Anleger suchen Orientierung im Zahlenregen

Wie erwartet, zeichnet sich zum Auftakt noch keine klare Tendenz am Aktienmarkt ab. Zum Höhepunkt der deutschen Berichtssaison eröffnet der Dax etwas niedriger bei 13.378 Punkten. Das ist ein leichter Abschlag von 0,01 Prozent.

Auch im Euro-Stoxx-50 sind keine großen Ausschläge erkennbar, hier hält sich der Index auf Vortagesniveau. Ein leicht negativer Impuls kommt vom Devisenmarkt, wo der Euro zum Dollar etwas zulegt auf 1,1600.

Anleger müssen heute jede Menge Bilanzen verdauen. Allein aus dem Dax berichten neun Unternehmen!

"Das verdrängt andere Impulse erst einmal in den Hintergrund", sagt ein Marktteilnehmer. Mit Blick auf die am Morgen bereits vorliegenden Ergebnisse heißt es, die Unternehmen lieferten zwar, für eine schnelle Wiederaufnahme der Rekordjagd im Dax reiche das aber voraussichtlich nicht aus.

Jochen Stanzl von CMC Markets meint, nach der Rally präge nun "Höhenangst" die Anleger: "Vielleicht ist einigen Anlegern aufgefallen, dass der Markt mit dem jüngsten Anstieg für die Jahresendrally ein wenig zu früh dran war", sagt der Marktanalyst.

08:30 Uhr

Euro bleibt vorerst bei 1,16 US-Dollar

Der Euro notiert weiter in der Nähe von 1,16 US-Dollar. Im frühen Handel kostet die europäische Gemeinschaftswährung 1,1605 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1590 Dollar festgesetzt.

Heute stehen einige Ereignisse an, die unter Anlegern auf Interesse stoßen dürften. In Brüssel etwa wird die Europäische Kommission am Vormittag ihren Wirtschaftsausblick aktualisieren.

07:58 Uhr

Dax steht im Zeichen der Bilanzen

Guten Morgen aus der Wirtschaftsredaktion von n-tv.de!

Am deutschen Aktienmarkt dürfte es heute zunächst nur das Thema Bilanzen geben. Denn gleich neun im Dax gelistete Unternehmen standen mit ihren Zwischenberichten auf den Terminkalendern. Banken und Broker sagten für die Eröffnung daher zunächst wenig veränderte Kurse für den Dax voraus.

Dax
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Schon am Mittwoch hatten die Anleger sich kaum aus der Deckung gewagt, so dass der Dax mit 13.382 Punkten nahezu unverändert schloss.

An der Wall Street hatten die großen Indizes sich am Mittwoch nach Handelsschluss in Europa ein kleines Stückchen nach oben bewegt und waren mit minimalen Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones und der S&P-500 schlossen je 0,1 Prozent höher, der Nasdaq gewann 0,3 Prozent.

In Fernost zeigen die Börsen aktuell uneinheitlich. In Tokio schließt der Nikkei-Index nach einer Berg- und Talfahrt 0,2 Prozent niedriger. In Schanghai tendiert die Börse leichter.

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