Donnerstag, 03. Mai 2018Der Börsen-Tag

17:44 Uhr

Dax büßt Mai-Gewinne zum Großteil ein

Dax
Dax 13.166,58

Nach fast 200 Punkten Aufschlag gestern geht es für den Dax heute wieder mehr als 100 Punkte abwärts. Am Ende des Handelstages verbucht der deutsche Leitindex ein Minus von 0,9 Prozent auf 12.690 Punkte. Leichte Verluste auch bei den Nebenwerten: Der MDax sinkt um 0,3 Prozent, der TecDax verliert 0,1 Prozent.

"Die aktuelle Verschnaufpause des Marktes ist nach den deutlichen Kursgewinnen der letzten Wochen keine wirkliche Überraschung", kommentiert Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer. Dass der Dax seit den Jahrestiefs gut 1000 Punkte zulegen konnte, lade zu taktischen Gewinnmitnahmen ein.

Die Berichtssaison dominiert mit einer Flut von Daten das Geschehen bei Einzelwerten. Tendenziell überwiegen zwar positive Überraschungen, jedoch kommt es oft zu kräftigen Gewinnmitnahmen wie etwa bei Adidas: Die Papiere des Sportartikelherstellers landen mit einem satten Minus von 6,8 Prozent ganz hinten im Dax. Ähnliches ereilt FMC, die 3,9 Prozent einbüßen.

Wenig Spektakuläres gibt es an der Dax-Spitze: Am besten halten sich noch Eon mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent. Henkel landen mit plus 0,5 Prozent dahinter.

17:14 Uhr

Euro setzt tagelangen Sturzflug fort

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Wie in Zeitlupe geht es für den Euro zuletzt immer tiefer nach unten: Nachdem der Kurs sich gestern noch über der 1,20-Dollar-Marke halten konnte, geht es heute noch ein kleines Stück weiter runter. Am späten Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1960 US-Dollar.

Seit Mitte April hatte der Euro zum Dollar etwa vier Cent oder dreieinhalb Prozent verloren. Auslöser waren schwache Konjunkturdaten aus dem Währungsraum gewesen. Eine rasche Änderungen der extrem lockeren Geldpolitik der EZB ist damit noch unwahrscheinlicher geworden.

16:49 Uhr

Weltweites Interesse an Gold schwindet

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.460,20

Das Edelmetall Gold verliert weiter an Glanz: Global betrachtet ist die Nachfrage nach Gold ist zu Jahresbeginn auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Im ersten Quartal ging die Nachfrage im Vorjahresvergleich um sieben Prozent auf 974 Tonnen zurück - das war das schwächste erste Quartal seit 2008, wie der Weltgoldrat mitteilte.

Vor allem Anleger hätten weniger Gold gekauft. Die Nachfrage nach Schmuck dagegen sei stabil geblieben. Eine Feinunze des Edelmetalls kostet zuletzt 1309,95 Dollar (rund 1094 Euro). Der Preis pendelt seit geraumer Zeit um diese Marke.

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Gold gilt als sichere Anlage.

(Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dp)

 

15:59 Uhr

"Deutsche E-Autos sind Tesla weit überlegen"

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Der vollelektrische Audi e-tron soll noch in diesem Jahr vom Band laufen und Tesla Konkurrenz machen.

Manche sehen in Tesla die Automarke der Zukunft. Andere, und dazu zählt der Chef des größten US-Autohändlers Autonation, Mike Jackson, glauben hingegen, dass E-Autobauer Tesla bald nur noch die Rücklichter der Konkurrenz sehen wird.

In Bezug auf die anrollende Welle von Elektrofahrzeugen deutscher Hersteller sagte Jackson laut "Bloomberg": "Die Autos, die ich bisher gesehen habe, sind in jeder Hinsicht Tesla weit überlegen." Er beobachte bei den Deutschen einen "massiven Schwenk" von Investitionen in Diesel zu rein elektrischen Fahrzeugen sowie Plug-In Hybriden, so Jackson.

Im vergangenen Jahr hatte Jackson, einst Chef von Mercedes-Benz in den USA, über Tesla gesagt: "Entweder es ist das größte Ponzi-Schema aller Zeiten oder es wird klappen."

15:45 Uhr

Handelsstreit und Bilanzen machen US-Anleger nervös

Dow Jones
Dow Jones 28.015,06

Der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China sowie durchwachsene Firmenbilanzen halten US-Anleger auf Abstand. "Viele Investoren sorgen sich offenbar davor, wie die Verhandlungen über die Zölle zwischen China und den USA ausgehen", sagt Analyst Mark Luschini vom Brokerhaus Janney Montgomery Scott.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet den Handel 0,5 Prozent schwächer bei 23.816 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verliert 0,4 Prozent auf 2625 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt ebenfalls ein halbes Prozent auf 7068 Punkte nach.

15:07 Uhr

Neue US-Daten dürften Trump begeistern

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(Foto: picture alliance / Matt Rourke/A)

Setzt sich US-Präsident Donald Trump am Ende mit seiner aggressiven Handelspolitik durch? Zumindest deuten neuen Daten darauf hin: Das von Trump stets als zu hoch kritisierte Handelsdefizit der USA ist kräftig geschrumpft. Die Importe übertrafen die Exporte im März nur noch um 49 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium mitteilte.

Grund für den Rückgang: Die US-Exporte erreichten mit 208,5 Milliarden Dollar einen Rekordwert für einen einzelnen Monat. Dennoch geht mehr als die Hälfte des Handelsdefizits auf das Konto von China: Von dort importierten die USA für fast 26 Milliarden Dollar mehr als sie dahin lieferten. Es verringerte sich damit allerdings im Vergleich zum Vormonat um fast zwölf Prozent.

14:41 Uhr

Deutsche Tech-Aktie Pfeiffer steigt wie entfesselt

Pfeiffer Vacuum
Pfeiffer Vacuum 159,80

Die Aussicht auf ein weiterhin brummendes Geschäft lässt Anleger bei Pfeiffer-Aktien zugreifen. Die Titel des Vakuumpumpenherstellers klettern zeitweise um 11,4 Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von 140,90 Euro. Im TecDax stehen sie damit mit Abstand an der Spitze.

Pfeiffer Vacuum hat Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal deutlich ausgebaut. In den ersten Wochen des zweiten Vierteljahres habe sich diese Entwicklung fortgesetzt, teilte das Unternehmen mit. "Der Auftragseingang war sehr gut, insgesamt waren die Zahlen überzeugend", kommentierte Analyst Cengiz Sen vom Researchhaus Equinet.

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Die Produktion von Vakuumpumpen ist die Spezialität von Pfeiffer Vacuum.

 

14:18 Uhr

Deutsche kaufen immer öfter "alternativen Antriebe"

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Die höchsten Zuwächse gebe es aber bei Elektroautos und Plug-In-Hybriden.

(Foto: imago stock&people)

Die Deutschen kaufen mehr Autos mit alternativen Antrieben. Die meisten Neuwagen fahren aber weiter mit Benzin oder Diesel. Etwa einer von zwanzig Neuwagen ist inzwischen mit Elektro-, Hybrid-, Flüssiggas- oder Erdgasantrieb ausgestattet, wie die Deutsche Energie-Agentur auf Grundlage von Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts mitteilte.

Der Marktanteil der "Alternativen" lag von Januar bis März bei 4,7 Prozent, ein Jahr zuvor waren es noch 2,8 Prozent gewesen. Im April stieg der Anteil der Alternativen weiter - auf nun 5,3 Prozent.

13:43 Uhr

Linde-Aktionäre kritisieren Chefkontrolleur Reitzle

Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle gerät wegen der Zahl seiner Managerposten in die Kritik. Bei der Hauptversammlung in München warfen Aktionärsvertreter ihm und weiteren Aufsichtsratsmitgliedern eine Anhäufung von Ämtern vor.

"Sie haben zu viele Ämter und nicht ausreichend Zeit für Linde", rügte die Vizepräsidentin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Daniela Bergdolt. Fondsmanager Ingo Speich von Union Investment sagte zu Reitzle: "Wir wählen Sie heute nur, weil sie die treibende Kraft der Fusion mit Praxair sind."

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Seit 2016 ist Wolfgang Reitzle Aufsichtsratsvorsitzender der Linde AG

(Foto: imago/localpic)

 

13:24 Uhr

Militärtechnik-Boom - Thales-Aktie auf Rekordhoch

Thales
Thales 88,02

An der Pariser Börse legen die Aktien des Rüstungskonzerns Thales um mehr als zwei Prozent zu und steigen mit 107,80 Euro auf ein neues Allzeithoch. Seit Jahresbeginn haben sie bereits um rund 20 Prozent zugelegt.

Grund für den neuen Schub ist eine deutliche Umsatzsteigerung im ersten Quartal. Die Erlöse kletterten bereinigt um Sondereffekte um 7,2 Prozent auf 3,41 Milliarden Euro, wie das französische Unternehmen mitteilte. Gefragt waren unter anderem Radar- und Cybersicherheitssysteme.

Thales wies zudem zum Quartalsende Auftragseingänge im Volumen von gut drei Milliarden Euro aus - ein Plus von 39 Prozent zum Vorjahr. Größere Deals gab es unter anderem in Australien, Katar und Polen.

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Mobiles Radarsystem von Thales auf der diesjährigen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin.

(Foto: imago/Reiner Zensen)

 

13:10 Uhr

Osram setzt auf Hightech für Gesichter und Pflanzen

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Gleich zwei US-Start-ups für Zukunftstechnologien verleibt sich der deutsche Beleuchtungshersteller Osram ein. Auch wenn beide sich mit völlig unterschiedlichen Anwendungsbereichen beschäftigen:

  • Vixar: Das Unternehmen ist spezialisiert auf 3D-Gesichtserkennung.
  • Fluence Bioengineering: Die Firma stellt LED-Beleuchtung für Gemüse- und Arzneipflanzenanbau her.

Die Übernahme von Vixar soll ein Sprungbrett sein, Osram-Chef Olaf Berlien stellte eine Vervielfachung der Umsätze mit optischer Sicherheitstechnik von derzeit 15 auf 200 bis 300 Millionen Euro pro Jahr in Aussicht.

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Mit dem US-Spezialisten für Gesichtserkennung hofft Osram, einen Gewinnbringer erworben zu haben.

(Foto: imago stock&people)

 

12:46 Uhr

Pentagon warnt vor Handys chinesischer Hersteller

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ZTE 2,46

Die chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei und ZTE geraten unter Druck durch die US-Behörden. Das Verteidigungsministerium hat die Geräte der chinesischen Firmen nun als Sicherheitsrisiko bezeichnet, wie CNN berichtet. Aus diesem Grund sei es "nicht klug", wenn deren Geräte in Läden auf US-Basen an Militär-Personal verkauft würden, sagte ein Sprecher des Pentagon.

Die beiden Hersteller sind zuletzt immer stärker ins internationale Kreuzfeuer geraten. Die US-Regierung befürchtet, dass Peking über die Hersteller in Telekommunikationsanlagen eindringen und die Kommunikation abhören oder lahmlegen könnte. Huawei und ZTE haben beteuert, dass dies niemals passieren würde.

12:00 Uhr

Bank findet 20 Millionen Kundendaten nicht mehr

Commonwealth Bank
Commonwealth Bank 48,54

Als Betroffener ist das sicher eine etwas beunruhigende Nachricht: Australiens größte Bank, die Commonwealth Bank, findet Daten von fast 20 Millionen Kunden nicht mehr. Zwei Datenträger mit Namen, Adressen, Kontonummern und Angaben zu Kontobewegungen für die Jahre 2000 bis 2016 seien nicht mehr auffindbar, erklärte die Bank.

Der australische Fernsehsender ABC berichtete, die Datenträger seien einem Subunternehmer ausgehändigt worden, der sie zerstören sollte - die Bank habe aber nie eine Bestätigung erhalten, dass dies auch passiert sei.

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Das Kreditinstitut versichert, es bestehe kein Grund zur Sorge. Die Datenträger enthielten keine Passwörter oder PIN.

(Foto: REUTERS)

 

11:33 Uhr

Porsche will VW-Betriebsrat zum Schweigen bringen

VW-Aufsichtsrat und -Miteigentümer Wolfgang Porsche, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der VW-Dachgesellschaft Porsche SE und damit einflussreichster Vertreter der Eigentümerfamilien ist, macht eine klare Ansage in Richtung Betriebsrat und dessen mächtigen Chef Bernd Osterloh. Dieser solle sich auf Themen beschränken, die Mitarbeiter beträfen - und zwar nur darauf, sagte Porscher. Osterloh hatte zuvor Parallelarbeiten besonders im Entwicklungssektor kritisiert. Mehr dazu in dem Video.

11:15 Uhr

Sorgen um Kanye West belasten Adidas

Adidas
Adidas 278,85

Die Aktien von Adidas werden heute von Anlegern abgestoßen. Der Kurs sackt zwischenzeitlich um bis zu 3,5 Prozent ab. Adidas zählen damit zu den schwächsten Werten im Dax, auch wenn sie sich zuletzt wieder etwas erholen.

Zum einen herrscht nach Vorlage der Zahlen Enttäuschung über den Ausblick. Zum anderen schlagen Spekulationen auf ein Ende der Zusammenarbeit mit dem Musiker und Werbeträger Kanye West auf die Stimmung. "Schließlich hat er nicht unerheblich zu den guten Umsätzen bei Schuhen beigetragen", kommentierte Analyst Volker Bosse von der Baader Helvea Bank.

Der Rap-Star ist in die Kritik geraten, weil er sich abfällig über Sklaven geäußert hatte. Für Kontroversen sorgte auch Wests Unterstützung für US-Präsident Donald Trump. Medienberichten zufolge fordert eine Petition von Adidas das Ende der Zusammenarbeit. Das Unternehmen wolle aber an West festhalten.

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Kanye West sorgte zuletzt für einige Kontroversen.

(Foto: dpa)

 

11:14 Uhr

Eurozone-Inflation sinkt überraschend

Der Preisdruck in der Eurozone geht im April überraschend zurück. Wie die Statistikbehörde Eurostat in einer ersten Meldung mitteilt, sinkt die jährliche Inflationsrate von 1,3 auf 1,2 Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 1,4 Prozent vorhergesagt. Die Europäische Zentralbank peilt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp 2 Prozent an.

10:24 Uhr

Lira stürzt auf Rekordtief - Türken werden nervös

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Um ihre Rücklagen vor der Entwertung zu schützen, stecken viele Türken derzeit ihr Geld lieber in Gold.

(Foto: imago stock&people)

Es hat sich bereits abgezeichnet: Die türkische Lira fällt am Morgen auf ein neues Rekordtief. Um 0,7 Prozent ging es nach unten, der Dollar kostet damit mittlerweile 4,213 Lira. Seit Anfang Mai hat die türkische Währung mehr als 3 Prozent an Wert verloren.

Auslöser sind frische Daten zur Inflation, die im April mit 10,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat höher lag als erwartet. Diese weckt am Markt Zweifel an der Fähigkeit der türkischen Zentralbank, der sich andeutenden Überhitzung der Wirtschaft etwas entgegensetzen zu können.

Unterdessen scheinen die Menschen in der Türkei ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen zu wollen. Die Nachfrage nach Gold stieg im ersten Quartal um 34 Prozent. Mit dem Erwerb des Edelmetalls schützen die Türken ihr Vermögen und ihre Rücklagen vor der mittlerweile zweistelligen Teuerungsrate.

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 5,77

 

09:58 Uhr

Musk findet Fragen zu Tesla "so langweilig"

Tesla
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Tesla-Chef Elon Musk sorgte bei der Präsentation der jüngsten Quartalszahlen für ungläubiges Staunen unter den Anleger. Aber nicht, weil Tesla beim Gewinn irgendwelchen nennenswerten Fortschritte macht, sondern wegen seines Umgangs mit kritischen Nachfragen zum Unternehmen.

Denn eine Fragen-und-Antworten-Runde mit Analysten beendete er abrupt mit dem Verweis, dass die Fragen "so dry" seien, was übersetzt in etwa "so trocken" oder "so langweilig" heißt. Die Anleger, die zunächst wohlwollend auf die Präsentation reagierten, waren - sagen wir mal - irritiert. Der Aktienkurs sackte nach anfänglichen Gewinnen von rund zwei Prozent wieder um bis zu 4,5 Prozent ab.

Mehr dazu lesen Sie hier.

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Detailfragen zum Krisen-Fahrzeug Model 3 wollte Musk nur ungern beantworten.

(Foto: REUTERS)

 

09:29 Uhr

Dax geht im Bilanzhagel in Deckung

Dax
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Nach einem starken Start in den Mai legen Anleger in Frankfurt am zweiten Handelstag des Monats gleich mal eine Verschnaufpause ein. Der Dax geht am Morgen um 0,1 Prozent leicht zurück auf 12.793 Punkte. Gleichzeitig müssen die Anleger eine Flut von Bilanzen bewältigen: darunter die von Infineon, Bayer und Adidas.

Die Zurückhaltung führen Händler auf die geplanten Gesprächen zwischen den USA und China zum Handelsstreit zurück. Zudem hatten auch die US-Börsen leicht nachgegeben. Während sich die US-Notenbank Fed vor der nächsten Zinserhöhung eine Verschnaufpause gönnte, nährte sie zugleich Erwartungen, dass die Zügel bereits nächsten Monat gestrafft werden.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:08 Uhr

Dax startet schwächer - und wägt die Bilanzen

Dax
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Auf dem deutschen Parkett rückt nach der Fed-Zinsentscheidung die Bilanzsaison in den Fokus. Der Leitindex Dax wird nur etwas tiefer starten.

Besondere Aufmerksamkeit dürften Zahlen des seit Ende März an der Börse gelisteten Siemens-Medizintechnikkonzerns Healthineers auf sich ziehen. Daneben öffnen Infineon, Bayer und Adidas die Bücher. Linde und Volkswagen haben zur Hauptversammlung geladen.

Auf der Konjunkturseite wird der wöchentliche US-Arbeitsmarktbericht für viele von Interesse sein. Beäugt wird auch der drohende Handelskrieg zwischen den USA und China. Eine hochrangige US-Handelsdelegation ist zu Gesprächen in China eingetroffen.

07:41 Uhr

Fed und Tech-Aktien belasten Asien-Börsen

Shanghai Composite
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Den asiatischen Börsen fehlt die einheitliche Tendenz. Belastend wirken vor allem die Aussagen der US-Notenbank. Zudem drücken die Abgaben bei Technologiewerten auf das Sentiment. Das bekommen vor allem die Kurse in Hongkong und Taiwan zu spüren. In Tokio wird wegen eines Feiertages nicht gehandelt.

Und so geht es für den Shanghai-Composite um 0,2 Prozent nach unten. Noch deutlicher fällt das Minus in Hongkong aus, wo der Hang-Seng um 1,7 Prozent nachgibt. In Taiwan geht es für den Taiex um 0,6 Prozent abwärts.