Freitag, 10. Juli 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
18:21 Uhr

Dax klettert wieder über 12.600 Punkte

Mit einem deutlichen Plus hat sich der deutsche Aktienmarkt in das Wochenende verabschiedet. Der Dax beendete den Handel 1,2 Prozent höher bei 12.634 Punkten. Daraus ergibt sich auf Wochensicht ein Gewinn von rund 0,8 Prozent.

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Positiv wurden an der Börse die Nachrichten über potenzielle Medikamente zur Bekämpfung des Corona-Virus gewertet. Aber auch die ersten Ergebnisse der noch jungen Berichtssaison machten Hoffnung. In einigen Bereichen der Wirtschaft haben Unternehmen zwar viel Geld verbrannt. Aber die Entwicklung im Juni zeigt bereits, dass die Konjunktur im dritten Quartal weiter an Fahrt aufnehmen dürfte. Börsianer schauen vor allem auf die Ausblicke der Unternehmen.

Daneben standen heute Indexänderungen im Fokus: Tele Columbus sprangen um über 11 Prozent, da sie am Montag zum Schlusskurs die Aktien von Rhön-Klinikum im SDax ersetzen. Rhön-Klinikum zeigten sich etwas fester. Die Aktien von Wirecard werden derweil von der Deutsche Börse AG weiter für würdig gehalten, im "Auswahlindex" Dax zu bleiben. Sie gaben um 5,8 Prozent nach.

In der kommenden Woche nimmt die Berichtssaison in den USA Fahrt auf: Auf der Agenda stehen 36 Unternehmen aus dem S&P-500-Index: Eröffnet wird der Zahlenreigen unter anderem von den großen US-Banken JPMorgan, Wells Fargo, Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley und der Bank of America. Darüber hinaus berichten unter anderem die Fluggesellschaft Delta Air Lines, der Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson und der Filmstreaming-Dienst Netflix über ihre jüngste Geschäftsentwicklung.

Das war der letzte Börsen-Tag dieser Woche. Am Montag geht es an dieser Stelle munter weiter. Zum Abschluss empfehle ich Ihnen noch den Börsen-Report unseres TV-Kollegen Frank Meyer:


16:03 Uhr

Erste Sammelklage gegen Wirecard in den USA

Der mutmaßliche Bilanzbetrug beim Zahlungsdienstleister Wirecard wird zum Fall für die Gerichte. In den USA wurde jetzt die erste Sammelklage eingereicht.

Wie das Wirtschaftsmagazin "Capital" exklusiv meldet, hat die auf Investorenklagen spezialisierte New Yorker Kanzlei Rosen Law Firm am 7. Juli Klage bei einem Gericht im US-Bundesstaat Pennsylvania eingereicht. Sie richtet sich gegen das Unternehmen, Topmanager sowie den langjährigen Wirtschaftsprüfer von Wirecard, EY.

In der 31-seitigen Klageschrift, die der Redaktion vorliegt, werfen die Anwälte dem insolventen Dax-Konzern und sechs früheren und amtierenden Topmanagern um den langjährigen Vorstandschef Markus Braun wiederholte Verstöße gegen das US-Aktienrecht vor. Diese hätten zu einem massiven Vermögensschaden für die Aktionäre geführt.

15:53 Uhr

Scholz kündigt Konsequenzen aus Wirecard-Skandal an

Bundesfinanzminister Olaf Scholz kündigt als Konsequenz aus dem Wirecard-Bilanzskandal Gesetzesänderungen an. Die deutsche Finanzaufsicht müsse jederzeit und schnell "forensische Untersuchungen" durchführen können, sagte der SPD-Politiker in Berlin nach Beratungen mit seinen EU-Amtskollegen.

Wirecard
Wirecard 1,68

Derzeit seien Prüfungen langwierig und auf Kooperationen angewiesen. Auch auf europäischer Ebene müsste es bei der Finanzaufsicht zusätzliche Kompetenzen für die dort angesiedelten Behörden geben. Das wolle Deutschland in seiner EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr vorantreiben.

Der Wirtschafts-Krimi um Wirecard zieht weitere Kreise. Demnächst exklusiv bei uns: "Erste Sammelklage gegen Wirecard in den USA" 

15:28 Uhr

Rocket-Internet-Beteiligung: Anleger fliegen auf Krisen-Profiteur

Der Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) hat es mitten in der Corona-Krise auch dank einer starken Nachfrage in Lateinamerika operativ zurück in die schwarzen Zahlen geschafft. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde im zweiten Quartal positiv sein, teilte die auf Schwellenländer ausgerichtete Beteiligung des Berliner Startup-Investors Rocket Internet in Luxemburg mit. An der Börse löst die Ankündigung einen Kurssprung von 20 Prozent aus.

Global Fashion Group
Global Fashion Group 6,19

Das Geschäft des Online-Modehändlers war zunächst negativ von den Corona-Folgen betroffen. Nach einem Einbruch zwischen Mitte März und Anfang April konnte sich der Auftragseingang jedoch rasch erholen. Seit Anfang Mai habe die Zahl der Käufe im Jahresvergleich um 30 Prozent zugelegt. Die erwarteten guten Wachstumsdaten führte GFG unter anderem auf mehr als zwei Millionen neue Kunden zurück.

14:51 Uhr

Sandra Navidi: "Biden nimmt Trump Wind aus den Segeln"

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden will im Fall eines Wahlsiegs die gebeutelte Wirtschaft der USA ankurbeln. Möglich machen soll das ein 700-Milliarden-Dollar-Konjunkturpaket. Was davon zu halten ist, erklärt Sandra Navidi von BeyondGlobal:

14:31 Uhr

Der Überflieger im MDax zur Mittagszeit

An der MDax-Spitze thronen Qiagen mit knapp vier Prozent Plus. Die Papiere haben im Handelsverlauf den höchsten Stand seit 2001 erreicht. Das Gendiagnostik- und Biotechunternehmen erlebt eine nach eigenen Worten beispiellose Nachfrage nach seinen Corona-Testprodukten.

Qiagen
Qiagen 40,30

14:01 Uhr

Wie entwickelt sich die Ölnachfrage nach Corona?

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat die Prognose einer starken Erholung der Ölnachfrage nach dem Einbruch in der Corona-Krise bekräftigt.

Gleichzeitig warnt der Interessenverband führender Industriestaaten im Monatsbericht aber auch vor hohen Risiken für die weitere Entwicklung der Ölnachfrage. Die jüngste Entwicklung in der Corona-Krise mit einer hohen Zahl von Neuinfektionen in den USA werfe "einen Schatten auf die Prognose", heißt es in dem Bericht.

13:13 Uhr

Italien sei Dank! Dax tanzt auf der 12.500er-Marke

Am Mittag wird der deutsche Leitindex von erfreulichen Konjunkturdaten aus Italien gestützt. Zuletzt notiert er 0,8 Prozent höher bei 12.584 Punkten.

Die italienischen Industrieunternehmen haben sich im Mai deutlich stärker von dem Einbruch in der Corona-Krise erholt als von Analysten erwartet. Auch in Frankreich überraschen die Daten zur Industrieproduktion positiv. Unter den besten Werten im Dax zogen die Aktien von Infineon um 2,7 Prozent an. Die Viruskrise hat Trends wie Digitalisierung, Homeoffice, Konnektivität und den Einsatz von Sensortechnik in vielen Geschäfts- und Lebensbereichen noch verstärkt.

13:00 Uhr

Dänemark macht Weg für Nord Stream 2 frei

Dänemark hat die Wiederaufnahme des Baus der Ostseepipeline Nord Stream 2 in dänischen Gewässern trotz drohender Sanktionen der USA überraschend schnell genehmigt und damit möglicherweise eine der letzten Hürden für die Vollendung des umstrittenen Projekts aus dem Weg geräumt.

Die Pipeline wird russisches Erdgas nach Deutschland liefern. Die Arbeiten an dem 120 Kilometer langen Teilstück, das in dänischen Gewässern gebaut werden soll, werden voraussichtlich etwa vier Monate dauern und können erst nach Ablauf der Einspruchsfrist der dänischen Energiebehörde am 3. August beginnen. Weitere 30 Kilometer Pipeline in deutschen Gewässern müssen noch gebaut werden.

12:31 Uhr

Thyssenkrupp verlängert Kurzarbeit

Der von der Coronakrise schwer gebeutelte Industriekonzern Thyssenkrupp verlängert die Kurzarbeit über Ende Juli hinaus. "Aufgrund der gesamtwirtschaftlich erst langsam wieder hochlaufenden Beschäftigung ist zu erwarten, dass uns das Thema Kurzarbeit möglicherweise noch bis zum Jahresende in abnehmendem Umfang begleiten wird", sagte ein Sprecher. Zahlen nannte der Konzern nicht.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 7,41

Thyssenkrupp nutzt seit Mai im größeren Maße Kurzarbeit, unter anderem in der Stahlsparte. Nach Unternehmensangaben waren Anfang Mai mehr als 30.000 Mitarbeitende weltweit in Kurzarbeit bzw. in einem vergleichbaren Status.

11:53 Uhr

Industrieproduktion in Frankreich meldet sich stark zurück

Die Industriefirmen in Frankreich fahren ihre Produktion nach einem Corona-bedingten massiven Einbruch überraschend kräftig wieder hoch. Im Mai liegt das Plus bei 19,6 Prozent.

Experten hatten lediglich mit 15,1 Prozent gerechnet, nach einem Minus von 20,6 Prozent im April. Laut Statistikamt Insee wird die Wirtschaft im zweiten Vierteljahr dennoch wohl um 17 Prozent schrumpfen. In Frankreich gab es teilweise striktere Eindämmungsmaßnahmen im Kampf gegen die Pandemie als in anderen Staaten. Die Rezession fällt damit auch stärker aus. Die EU-Kommission erwartet für das Gesamtjahr ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 10,6 Prozent.

11:24 Uhr

Anleger greifen bei Nordex zu

Ein Auftrag zum Bau und zur Wartung von Windkraftanlagen in Spanien ermuntert Anleger zum Einstieg bei Nordex. Die Aktien steigen am Morgen bis zu 6,9 Prozent. Zuletzt notieren die Papiere noch knapp drei Prozent im Plus. Händler verweisen auf einen großen Auftrag aus Spanien über 312 Megawatt.

Nordex
Nordex 11,14

10:46 Uhr

Brasilien lässt umstrittenen Bayer-Unkrautvernichter zu

In Brasilien hat das Landwirtschaftsministerium sechs Agrochemikalien zugelassen, die den Unkrautvernichter Dicamba nutzen. Es handelt sich um Erzeugnisse der Bayer-Tochter Monsanto und von mehreren kleineren brasilianischen Unternehmen, wie aus einem Hinweis im Amtsblatt hervorgeht.

Bayer
Bayer 56,67

Darin werden die Agrochemikalien zugleich als "sehr gefährlich für die Umwelt" eingeordnet. Der Einsatz von Dicamba ist umstritten. Das Mittel wird auf gentechnisch veränderte Sojabohnen und Baumwolle gesprüht. Falls es auf nahe gelegene Getreidefelder geweht wird, die nicht resistent sind, kann es zu Schäden an den Pflanzen kommen. Ein US-Gericht hatte im Juni Verkauf und Verwendung des Unkrautvernichters untersagt mit der Begründung, die Risiken im Zusammenhang mit Dicamba würden unterschätzt. Danach entschied die US-Umweltbehörde EPA, US-Landwirte dürften ihre Bestände des Herbizids bis zum 31. Juli aufbrauchen.

10:10 Uhr

Wirtschaftskrimi um Wirecard: Prüfer-Institut sieht Börse in der Pflicht

Angesichts des Bilanzskandals beim Zahlungsdienstleister Wirecard hat der Vorstandsvorsitzende des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW), Klaus-Peter Naumann, intensivere Prüfungen von Unternehmen angemahnt. "Man könnte Forensik verstärkt einsetzen und mit Hilfe von modernen IT-Systemen Auffälligkeiten prüfen", sagte Naumann dem Magazin "Focus". Eine Möglichkeit sei auch verstärkte Einsicht in den E-Mail-Verkehr.

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Wirecard 1,68

Naumann appellierte auch an die Deutsche Börse, strenge Maßstäbe anzulegen. Nur mit guter Corporate-Governance, also Vorgaben für gute Unternehmensführung, sei "ein Unternehmen reif für den organisierten Kapitalmarkt, insbesondere für den Dax 30, unser Prime-Segment an der Börse". Es könne doch nicht sein, "dass die Aufnahme in den Dax nur auf Grundlage der Marktkapitalisierung sowie der Börsenumsätze und nicht auch von der Kapitalmarktreife abhängig gemacht wird - da brauchen wir verbindliche Regeln".

09:51 Uhr

China in der Spur: Pkw-Absatz steigt weiter

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Die nationalen und lokalen Unterstützungsmaßnahmen beleben den Markt und fördern die Kaufbereitschaft.

picture alliance/dpa

Die Corona-Pandemie hat auf fast allen Märkten zu Absatzrückgängen geführt. Lediglich in China, wo die Corona-Pandemie ihren Anfang genommen hatte, geht es sichtlich aufwärts.

Die Autoverkäufe haben im Juni den dritten Monat in Folge zugelegt. Der Absatz auf dem weltgrößten Pkw-Markt kletterte im Juni im Vergleich zum Vorjahr nach Angaben des chinesischen Automobilverbandes CAAM um 11,6 Prozent auf 2,3 Millionen Fahrzeuge. Der Anstieg folgt auf ein Wachstum von 14,5 Prozent im Mai und 4,4 Prozent im April.

Kann China die Weltwirtschaft retten? Die Antwort darauf lesen Sie hier:

09:28 Uhr

Baupreise steigen so langsam wie seit Jahren nicht

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Auch in der Corona-Zeit herrscht auf Baustellen reger Betrieb. Doch die Baupreise steigen weniger stark.

imago images/Sven Simon

Der Wohnungsbau in Deutschland wird immer teurer. ABER: Die Preise steigen nicht mehr so stark wie in den drei zurückliegenden Jahren!

Hochtief
Hochtief 77,20

Das ergab eine Befragung der Statistischen Landesämter unter etwa 5000 Firmen - unter anderem Maurer, Dachdecker und Heizungsbauer - zu rund 180 einzelnen Bauleistungen.

Demnach lagen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im Mai diesen Jahres lediglich 3,0 Prozent höher als im Jahr zuvor. Laut Statistischem Bundesamt ist das der niedrigste Anstieg der Baupreise gegenüber dem Vorjahreszeitraum seit Mai 2017.

Eine Erklärung hierfür lieferte die Behörde nicht. Im Februar 2020 - bei der letzten Befragung - hatte der Preisanstieg im Jahresvergleich noch bei 3,4 Prozent gelegen. Im Vergleich dazu erhöhten sich die Baupreise in diesem Mai lediglich um 0,4 Prozent. Die Zahlen werden immer zum mittleren Monat eines Quartals erfasst.

09:12 Uhr

Dax fällt ins Corona-Loch

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Die Furcht vor einem Rückschlag bei der Erholung der Weltwirtschaft von den Coronavirus-Folgen setzt Anlegern zu.

picture-alliance/ dpa

Nach den kräftigen Gewinnmitnahmen an der Wall Street am Vorabend gibt es auch auf unserem Kontinent wenig Kaufgründe. Dazu rückt die Berichtssaison immer näher: Investoren neigen dazu, ihr Pulver dann trocken zu halten, um für Überraschungen gerüstet zu sein - so wie am Vortag bei SAP. Insgesamt rücken Einzelunternehmen mehr in den Fokus. Bemerkbar machen sich inzwischen auch die fallenden Umsätze, die typisch für die Urlaubszeit und Sommerloch sind.

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Der Dax notiert kurz nach Handelsauftakt 0,3 Prozent leichter bei 12.444 Punkten.

Guten Morgen, was könnte es Besseres geben als an diesem regnerischen Freitag bei einer Tasse Tee Nachrichten und Kurse zu verfolgen? Mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie am letzten Handelstag der Woche durch den Börsen-Tag!

08:25 Uhr

Dax zwischen Ferienmodus und Virus-Nervosität

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Gestern hatte der deutsche Leitindex kaum verändert bei 12.489 Punkten geschlossen. "Die Umsätze gehen bereits deutlich zurück, was gegen nachhaltige Ausbrüche spricht", sagt ein Händler mit Blick auf die Urlaubssaison.

Dax
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Das Tauziehen zwischen den Optimisten und den Pessimisten gehe aber weiter, sagen weitere Börsianer. Während Erstere auf ermutigende Konjunkturdaten verweisen, warnen Letztere vor einem Rückschlag für die Weltwirtschaft durch die steigenden Coronavirus-Infektionen, insbesondere in den USA.

Weiterhin zur Stärke neigen Technologie-Aktien, die an Wall Street mit neuen Rekorden im Nasdaq glänzten. Öl-Aktien waren dagegen besonders schwach. Impulse könnten am Vormittag von der französischen Industrieproduktion ausgehen.

08:02 Uhr

Ölmarkt leidet unter Corona-Lage in USA

Die Ölpreise stehen aufgrund hoher Corona-Neuinfektionszahlen in großen Volkswirtschaften weiter unter Druck. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 41,80 US-Dollar. Das sind 55 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 67 Cent auf 39,95 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 45,08

Die sich verschlechternde Corona-Infektionslage insbesondere in den USA belastet die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten. Davon sind auch die Ölpreise betroffen, da mit der Gefahr regionaler Corona-Beschränkungen konjunkturelle Sorgen größer werden. Die ohnehin schwache Nachfrage nach Öl und Ölprodukten wie Benzin würde darunter zusätzlich leiden.

Als weitere Belastung kommt der Dollar hinzu. Aufgrund der Unsicherheit unter Anlegern wird die US-Währung verstärkt als Reservewährung angesteuert. Der Dollar ist die dominierende Handelswährung am Ölmarkt. Steigt die Devise, wird Erdöl für Anleger außerhalb des Dollarraums rechnerisch teurer, was meist auf der Nachfrage lastet.

07:37 Uhr

Asien-Märkte ächzen auf Weg ins Wochenende

Am Ende einer starken Woche mit Kursaufschlägen neigen die Anleger an den asiatischen Plätzen zu Gewinnmitnahmen. Als Begründung dienen einmal mehr Ängste vor neuen Lockdowns im Zuge der Coronakrise und die Pandemieentwicklung in den USA. Anleger befürchten weitere Rückschläge für die wirtschaftliche Erholung, nachdem die Zahl der festgestellten Neuinfektionen in den USA auf einen Rekordwert gestiegen war.

Nikkei
Nikkei 22.329,94

In Tokio notiert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,2 Prozent tiefer mit 22.476,74 Punkten. Die Börse in Shanghai gibt 1,4 Prozent nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans liegt dagegen 0,9 Prozent im Plus.

Im fernöstlichen Devisenhandel tendiert der Euro etwas schwächer bei 1,1274 Dollar. Die US-Währung gibt zum Yen nach auf 107,05 Yen. Der Schweizer Franken notiert zum Euro mit 1,0617 Franken und zum Dollar mit 0,9417 Franken.

Der Markt zeigt sich gespalten: Verlusten bei Immobilien- und Finanzwerten stehen steigende Kurse bei Technologie- und Pharmatiteln gegenüber.