Freitag, 15. März 2019Der Börsen-Tag

17:51 Uhr

Ein Stromausfall bedroht globalen Ölmarkt

Der landesweite Stromausfall in Venezuela stellt nicht nur für die Bevölkerung des Krisenstaats eine Bedrohung dar. Da auch die Ölproduktion des Landes weitgehend lahmgelegt ist, könne der gesamte globale Ölmarkt gestört werden, warnt die Internationale Energieagentur.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 67,34

Vor kurzem noch hatte die IEA Venezuela, das die größten Ölreserven der Welt besitzt, bescheinigt, dass sich die Produktion nach jahrelangem Rückgang bei rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag stabilisiert habe.

Am Nachmittag geben die Ölpreise aktuell etwas nach, hatten allerdings in dieser Woche einen guten Lauf. Der Preis für ein Barrel WTI sinkt um 0,7 Prozent auf 58,22 Dollar. Brentöl ermäßigt sich um 0,8 Prozent auf 66,72 Dollar.

17:41 Uhr

"Hexen" treiben Dax kräftig in die Höhe

Der Hexensabbat hat dem Dax kräftig Auftrieb beschert. Der Leitindex kletterte auf den höchsten Stand seit Mitte Oktober, woraufhin das Plus etwas abbröckelte. Zum Handelsschluss betrug der Kursgewinn noch knapp 0,9 Prozent auf 11.686 Punkte.

  • Der Wochengewinn summiert sich nun aktuell auf rund 2 Prozent. Der MDax stieg um 0,5 Prozent auf 25.151 Punkte.
  • Am sogenannten Hexensabbat laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus. Vom "großen Verfall" sprechen Börsianer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf denselben Tag fällt.
  • Das Interesse der Anleger bleibt außerdem auf das Thema Brexit gerichtet. Zudem will China die Mehrwertsteuer senken, was den Konsum ankurbeln dürfte. Dies milderte die schwelenden Konjunktursorgen etwas.
  • Unter den Einzelwerten rückten erneut die Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard in den Fokus, die am Dax-Ende 8,8 Prozent einbüßten. Strafverfolger nahmen laut dem "Handelsblatt" nun auch das Indien-Geschäft von Wirecard ins Visier.
Dax
Dax 11.952,41

 

MDax
MDax 25.118,93

EuroStoxx50
EuroStoxx50 3.327,20

 

17:01 Uhr

Euro schwächer, Gold gibt nach

Der Eurokurs hat am Donnerstag etwas nachgegeben. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1305 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1295 (Mittwoch: 1,1303) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8854 (0,8847) Euro. Händler berichteten von der wieder gestiegenen Unsicherheit im Handelsstreit zwischen den USA und China. Der Dollar wird in Phasen gestiegener Verunsicherung eher gesucht. Die Kursausschläge hielten sich allerdings in Grenzen.

Das britische Pfund hielt sich trotz des festgefahrenen Brexits gut. Am Donnerstag gab es einen Teil seiner Vortagesgewinne wieder ab.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85228 (0,85880) britische Pfund, 126,09 (125,89) japanische Yen und 1,1351 (1,1373) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag mit 1295 Dollar gehandelt. Das waren knapp 14 Dollar weniger als am Vortag.

16:49 Uhr

Tödlicher Softwarefehler schon behoben? Boeing-Aktien steigen

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Verzweifelte Angehörige an der Absturzstelle in Äthiopien.

(Foto: AP)

Erstmals seit Tagen schöpfen Anleger wieder Hoffnung für die hart abgestrafen Aktien des Flugzeugbauers Boeing. Einem Bericht zufolge soll das Software-Update für den Autopiloten innerhalb von 10 Tagen zur Verfügung stehen. Vieles deutet daraufhin, dass die Steuerungssoftware für den tödlichen Absturz in Äthiopien verantwortlich ist.

Ob sich die zuständigen Behörden, die Fluglinien und nicht zuletzt die Passagiere so schnell überzeugen lassen, den Maschinen wieder zu vertrauen, ist allerdings keineswegs garantiert. Boeing steigen um zaghafte 0,9 Prozent.

16:41 Uhr

SAP-Rivale Oracle enttäuscht mit Ausblick

Der amerikanische SAP-Rivale Oracle hat seine Anleger mit einem zurückhaltenden Geschäftsausblick enttäuscht. Die Aktien rutschten um 2,2 Prozent auf 51,87 Dollar ab.

Der Softwarekonzern geht davon aus, dass die Umsätze im vierten Quartal um bis zu zwei Prozent fallen oder maximal stabil bleiben könnten.

Analysten hatten mit besseren Prognosen gerechnet. Oracle drohe die Bedeutung im Geschäft mit Firmen-Software zu verlieren, erklärten Analysten von JP Morgan. Der Übergang in die Datenwolke, die sogenannte Cloud, gehe langsam und holprig vonstatten.

16:26 Uhr

Lufthansa-Tochter will weiter Boeings Unglücksflieger bestellen

Weltweit stehen die 737-Max auf den Vorfeldern und in den Hangars. Die Hinweise, dass ein bekanntes Problem zum Absturz in Äthiopien führte, verdichten sich.

Doch der deutsch-türkische Ferienflieger, eine Tochter von Lufthansa und Turkisch Airlines, hält trotz der zwei Abstürze des Boeing 737 Max-Modells an seinen Bestellungen für den Flugzeugtyp fest. Eine Abbestellung sei derzeit kein Thema, sagte SunExpress-Chef Jens Bischof der Zeitung "Welt". "Ich erwarte von Boeing, dass wir über alles informiert und vollumfänglich in die Lage versetzt werden, diesen Flugzeugtyp dann sicher und zuverlässig einzusetzen."

SunExpress hat bis 2024 insgesamt 32 der 737 Max-Modelle fest bestellt und eine Option auf weitere zehn Flugzeuge. In diesem Jahr sollten acht 737 Max ausgeliefert werden.

16:20 Uhr

Ford stimmt in Stellen-Streichkonzert mit ein

Auch der Autobauer Ford will 5.000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen.

Diese Zahl bestätigte ein Ford-Sprecher. Es seien alle Mitarbeiter über die zur Verfügung stehenden Programme für ein vorzeitiges Ausscheiden informiert worden, sagte der Sprecher. Betriebsbedingte Kündigungen seien dabei nicht geplant.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat unterdessen den geplanten Arbeitsplatzabbau bei Volkswagen kritisiert. Bei der Kernmarke des Autobauers gebe es bereits sehr konkrete Vereinbarungen mit dem Betriebsrat, wie im Gegenzug zum Arbeitsplatzverlust durch Elektroautos an anderer Stelle Zukunftsjobs entstehen könnten. "Dass in den letzten Tagen darüber hinaus über einen weiteren Arbeitsplatzabbau bei Volkswagen öffentlich diskutiert wurde, bevor es auch nur substanzielle und intern abgestimmte Planungen gibt, halte ich für einen Fehler", sagte der Politiker "Zeit Online". Weil ist als Regierungsoberhaupt des Anteilseigners Niedersachsen auch Aufsichtsratsmitglied beim Volkswagen-Konzern.

16:08 Uhr

Anleger stürzen sich auf Chiphersteller

Zu den größten Gewinnern an der Wall Street gehören heute die Chiphersteller, nachdem Broadcom mit seinem Gewinn im ersten Quartal und dem Ausblick die Erwartungen der Analysten übertraf. Die Aktien des US-Konzerns ziehen um 6,3 Prozent an.

Im Windschatten gewinnen auch die Titel von AMD, Lam Research und Nvidia zwischen ein und 2,5 Prozent.

15:37 Uhr

Wall Street eröffnet im Plus - Dax kommt zurück

Dow Jones
Dow Jones 25.348,00

Der "Hoffnung-auf-ein-Ende-des-Handelskonflikts-Reflex" funktioniert wieder einmal zuverlässig an der Wall Street. "An den US-Märkten könnte es neue Rekordstände geben, wenn das Zollproblem mit China gelöst ist", sagte Analyst Randy Frederick vom Brokerhaus Charles Schwab. "Jedes Mal, wenn es diesbezüglich positive Nachrichten gibt, dürften die Börsen davon profitieren." Auch die mögliche Verschiebung des Brexits sorge für Optimismus bei Investoren.

Trotz großteils schlechter Nachrichten von der Konjunkturfront legt der Dow-Jones-Index um 0,1 Prozent auf 25.733 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 steigt um 0,3 Prozent auf 2815 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt ein halbes Prozent auf 7671 Stellen.

Der Dax kommt unterdessen von den Tageshochs deutlich zurück und liegt nur noch 0,5 Prozent auf 11.643 Punkte im Plus. Im Handel ist von einem verfallsgetriebenen Geschäft die Rede. Nachdem der Dax im Zuge des Verfalls bis auf über 11.700 Punkte getrieben worden sei, fehle nun das Interesse, um den Index auf dem erhöhten Niveau zu halten. Am Makroumfeld habe sich nichts geändert. 

15:26 Uhr

Langweiliges SUV lässt Tesla-Kurs einbrechen

Elon Musk ist der Meister der Ankündigung, des Schürens von Hoffnungen für die Zukunft. Doch beim jüngsten Model Y ist ihm das nicht gelungen. Analysten wie Emmanuel Rosner von der Deutschen Bank nannte die Vorstellung des neuen Hoffnungsträgers, der Tesla helfen soll die Marke von einer Millionen hergestellten Autos pro Jahr zu durchbrechen, etwa "underwhelming with no major surprises".

Heute bei Eröffnung der Wall Street zeigt sich: Die meisten Anleger sehen das ähnlich. Der Aktienkurs geht zur Handelseröffnung um satte 5 Prozent zurück.

Zudem befürchten manche Experten, dass Tesla eine Kapitalerhöhung braucht, um die Produktion des Model Y wie angekündigt anzukurbeln.

15:07 Uhr

Analysten: Britisches Pfund stark unterbewertet

Das Pfund reagiert kaum auf das Votum des britischen Unterhauses für eine Verschiebung des Brexit. Mit der zunehmenden Wahrscheinlichkeit eines "weichen Brexit" sehen die Analysten von Morgan Stanley (MS) das Pfund Sterling auf einem holprigen Weg nach oben. Die Tagesvolatilität "dürfte für einige Zeit erhöht bleiben", was wiederum Unternehmen und andere dazu veranlassen dürfte, höhere Pfund-Positionen weiter abzusichern. Dessen ungeachtet halten die Experten das Pfund für die am zweitstärksten unterbewertete G10-Währung.

Der Yen tendiert ebenfalls wenig verändert, obwohl die Bank of Japan ein trüberes Bild der heimischen Wirtschaft gezeichnet und ihre ultralockere Geldpolitik beibehalten hat. Auch in der BoJ nehme der Konjunkturpessimismus zu, stellt dazu Devisenanalyst Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank fest. Sicherlich werde die BoJ weiterhin alles tun, die realwirtschaftlichen Folgen abzudämpfen, doch darüber hinaus dürfte kein expansionistischer Mut von Japans Zentralbankern mehr zu erwarten sein, so Leuchtmann. Für den Yen sei das ein positives Signal.

14:40 Uhr

US-Industrie bremst überraschend ab

Die weltweite Konjunkturabkühlung macht auch vor den USA nicht halt: Die dortige Industrie drosselte ihre Produktion im Februar überraschend den zweiten Monat in Folge. Sie stellte 0,4 Prozent weniger her als im Vormonat, wie die US-Notenbank mitteilte. Insbesondere die Hersteller von Autos, Maschinen und Möbeln traten diesmal auf die Produktionsbremse.

Damit setzt sich die Serie schwächerer Konjunkturdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft fort. Die Experten von Goldman Sachs rechnen im laufenden ersten Quartal nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von annualisiert 0,6 Prozent.

Die Industrie macht etwa zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts der weltgrößten Volkswirtschaft aus. Wegen der schwächeren Weltkonjunktur, dem Handelskonflikt  mit China und dem nachlassenden Rückenwind durch Steuererleichterungen im Volumen von 1,5 Billionen Dollar haben sich die Aussichten zuletzt eingetrübt.

14:05 Uhr

Ölkonzern will gigantischen Wald pflanzen

Eni, Italiens großer Ölkonzern, will CO2-neutral werden. Dieses Ziel hat Vorstandschef Claudio Descalzi ausgeben. Im ersten Schritt sollen alle Emissionen, die in der Produktion des eigenen Konzerns entstehen, gesenkt oder ausgeglichen werden. Später sogar alle, die durch das verkaufte Öl später entstehen.

Eni
Eni 14,36

Dazu präsentierte Descalzi neben den aktuellen Geschäftszahlen jetzt einen Aufforstungsplan. In einem "ersten Schritt" will er bis 2030 Wald von der Größe etwa Serbiens oder einem Viertel Italiens pflanzen lassen. Die 81.000 Quadratkilometer dafür will er vor allem im südlichen Afrika finden.

Freuen können sich unterdessen auch die Aktionäre: Eni will in den nächsten vier Jahren über Dividenden und Rückkäufe mehr Geld an seine Aktionäre ausschütten. Die neue Strategie sieht ab 2019 den Erwerb von eigenen Aktien für jährlich 400 Millionen Euro vor. Das Programm soll in den kommenden drei Jahren aufrechterhalten werden, vorausgesetzt, der Preis für Brent-Rohöl liegt zwischen 60 und 65 US-Dollar je Barrel und der Verschuldungsgrad bleibt unter 20 Prozent. Sollte Brent über 65 Dollar steigen, so will der Ölkonzern den Rückkauf auf 800 Millionen Euro pro Jahr erhöhen.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 67,34

Darüber hinaus schlug das Unternehmen eine Dividendenzahlung von 0,86 Euro je Aktie auf das Ergebnis 2019 vor, verglichen mit 0,83 Euro auf das Ergebnis 2018. Eni plant in den nächsten vier Jahren Investitionen in Höhe von 33 Milliarden Euro.

Die Produktion soll durch das Anlaufen neuer Projekte jährlich um rund 3,5 Prozent zunehmen. Sie würden 2022 etwa 660.000 Barrel pro Tag beitragen.

14:01 Uhr

US-Börsen etwas fester erwartet

An den US-Börsen zeichnet sich zum Wochenausklang ein etwas festerer Handelsstart ab, nachdem China im Handelsstreit mit den USA weitere Zugeständnisse gemacht hat. Bewegung dürfte auch der Große Verfall in den Markt bringen.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 2.808,38

Auf der Konjunkturseite haben Daten zum chinesischen Immobilienmarkt enttäuscht. Der Hauspreisindex fiel auf den tiefsten Stand seit zehn Monaten. Erst am Donnerstag hatte die chinesische Statistikbehörde überraschend schwache Daten zur heimischen Industrieproduktion gemeldet. Daneben hat die japanische Notenbank ein trüberes Bild der Wirtschaft gezeichnet. Auch die Inflationsdaten aus der Eurozone sind schwach ausgefallen, auch wenn sie den Erwartungen von Volkswirten entsprochen haben. Die zuvor in dieser Woche veröffentlichten US-Inflationsdaten lagen unter den Erwartungen.

Der eine Stunde vor Handelsbeginn an der Wall Street veröffentlichte Empire State Manufacturing Index fiel im März auf 3,7 und verfehlte damit die Prognose von 8,3 Punkten deutlich.

Nach Handelsbeginn folgt der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan. 

13:29 Uhr

Erste Airline kassiert Gewinnziel wegen Boeing-Desaster

Die Folgen des Desasters um Boeings Besteller 737 Max für den Flugzeughersteller sind noch nicht absehbar. Doch auch die betroffenen Fluggesellschaften dürften erhebliche Schäden erleiden. Air Canada streicht jetzt wegen des Flugverbots ihrer 737 Max ihre Gewinnziele für das laufende Jahr.

Air Canada ist von dem Flugverbot besonders stark betroffen: Die Fluglinie hat 24 Maschinen der Modellreihe in der Flotte.

Erst Ende Februar hatte Air-Canada-Chef Calin Rovinescu seine Gewinnziele für die Jahre 2019 bis 2021 angehoben. So sollten 19 bis 22 Prozent des Umsatzes als operativer Gewinn (bereinigtes Ebitda) beim Unternehmen hängen bleiben. Das investierte Kapital sollte sich mit 16 bis 20 Prozent verzinsen. Dies hält das Management jetzt zumindest im laufenden Jahr nicht mehr für realistisch. Für 2020 und 2021 hielt Rovinescu die Prognose jedoch aufrecht.

13:20 Uhr

VW-Absatz auf dem wichtigsten Markt geht massiv zurück

Die deutschen Autobauer scheinen heute auf schlechte Nachrichten abonniert zu sein. Hier noch eine für VW:

Der Volkswagen-Konzern hat im vergangenen Monat wegen der Marktschwäche in China weniger Fahrzeuge ausgeliefert. Im Februar gingen die Auslieferungen an Kunden verglichen mit dem Vorjahresmonat um 1,8 Prozent auf 724.400 Fahrzeuge zurück, wie der Konzern mitteilte. Besonders der Verkauf in China erhielt mit minus 7,4 Prozent einen Dämpfer. Das Land ist der wichtigste Einzelmarkt des Konzerns, hier verkauft Volkswagen fast 40 Prozent seiner Autos und Nutzfahrzeuge.

In China belastet der Zollstreit zwischen den USA und Peking die Stimmung der Autokäufer schon seit Monaten, vor allem die Kernmarke VW hat damit zu kämpfen. Bei den Marken Audi und Porsche kommen noch Probleme mit der Umstellung auf das neue EU-Abgas- und Verbrauchstestverfahren WLTP hinzu. Auch in Nordamerika lief es im Konzern weniger rund, wohingegen auf dem Heimatmarkt Europa die Auslieferungen leicht zulegten.

12:49 Uhr

Neuer Hype: BNB stellt Bitcoin in den Schatten

Seit Monaten dümpelt der Bitcoin jetzt unter der 4000-Dollar-Marke vor sich hin. Damit zeigt er sich zwar immerhin deutlich stabiler als in den Monaten zuvor, deutliche Gewinne waren aber auch nicht mehr drin.

Der neue heiße S… in der Kryptoszene ist dagegen Binance Coin (BNB). Die Digitalwährung der weltgrößten Kryptobörse Binance hat ihren Preis seit Jahrebeginn in etwa verdreifachen können. Binance Coin ist ursprünglich hauptsächlich die Verrechnungseinheit der gleichnamigen Handelsplattform, wird aber auch immer mehr zum beliebten Zahlungsmitte für ICOs.

Die Marktkapitalisierung ist mit gut zwei Milliarden US-Dollar zwar noch gering im Vergleich zum Platzhirsch Bitcoin. Gemessen am Handelsvolumen ist Binance laut Bloomberg inzwischen aber führend.

12:27 Uhr

Dax springt auf Jahreshoch

Der Dax hüpft wild zum Hexensabbat: Das Jahreshoch im Euro-Stoxx-50-Futures zu seinem Verfall machen Händler für den Kurssprung im Dax verantwortlich.

Dax
Dax 11.952,41

"Der Spread zwischen beiden wurde dadurch zu hoch, das hat den Dax mitgerissen", sagt ein Händler. Man habe auf so eine Bewegung seit gestern gewartet. Durch den Sprung im Euro-Stoxx wurde sogar in diversen Eurex-Instrumenten einige Minuten vor Verfall der "Stressed Market" von der Börse erklärt.

Der Dax sprang während des Verfalls im Euro-Stoxx auf 11.725 Punkte, kommt seitdem aber wieder zurück, zuletzt auf 11.712 Punkte. Das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent. Der Euro-Stoxx-50 stieg auf 3.394 im Tageshoch und liegt nun bei 3.389 Zählern, rund 1,4 Prozent höher als am Vortag.

12:21 Uhr

Italien will Entwicklungsgelder aus China

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Italien könnte frische Milliarden für seine Infrastruktur gut gebrauchen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Italien will sich trotz Kritik der USA chinesisches Entwicklungsgelder sichern. Für die Idee, sich Chinas Projekt der Neuen Seidenstraße anzuschließen, ist Italiens Regierung heftig in die Kritik geraten von Seiten anderer EU-Regierungen aber auch der USA. Denn die Sorge ist groß, dass Peking sich mit der großzügigen Verteilung von Finanzmitteln für Infrastrukturprojekte politischen Einfluss sichert und damit die Geschlossenheit des Westens unterminiert.

Laut "FT" haben die Regierungen in Peking und Rom sich nun darauf verständigt, mögliche gemeinsame Projekte über die Asiatische Entwicklungsbank laufen zu lassen. Nach italienischer Auffassung sind damit alle Bedenken gegen chinesische Entwicklungshilfe ausgeräumt, denn die Asiatische Entwicklungsbank arbeite nach den hohen Standards der Weltbank.

11:39 Uhr

BMW mit Gewinneinbruch und düsterer Voraussage

BMW hat vergangenes Jahr belastet von Handelskonflikten und den Folgen des neuen Abgasmessverfahrens einen Gewinneinbruch verzeichnet. Trotz nahezu stabiler Umsätze sackte das Ergebnis nach Steuern um knapp 17 Prozent ab, wie der Hersteller mitteilte. Und die Aussichten für das kommende Jahr sind alles andere als rosig: Man wolle die Effizienz verbessern, heißt es zwar. Aber der Konzern warnt vor "starkem Gegenwind für die gesamte Branche".

Die Aktionäre sollen angesichts der schlechteren Entwicklung eine geringere Dividende erhalten: Die Ausschüttung je Stammaktie sinkt stärker als am Markt erwartet auf 3,50 Euro von 4,00 Euro im Vorjahr.

  Der Umsatz sank vergangenes Jahr laut Mitteilung um 0,8 Prozent auf 97,48 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (EBIT) verringerte sich um 7,9 Prozent auf 9,12 Milliarden Euro. Im Autogeschäft verdiente BMW 6,18 Milliarden Euro, ein Einbruch um gut ein Fünftel. Die operative Marge sackte auf 7,2 von 9,2 Prozent im Vorjahr spürbar ab. Damit lag BMW, wie bereits in Aussicht gestellt, unter dem eigenen Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent.

11:09 Uhr

Tödliche Nähe: Boeing und Flugaufsicht zu eng verbunden

Die US-Flugaufsicht galt einst als strengste und beste Behörde der Welt. Von diesem Ruf profitierten auch Hersteller wie Boeing - und machten diesen Wettbewerbsvorteil dann selbst zu nicht. Die Behörde und der Flugzeugbauer sind inzwischen eng verbunden erklärt Sandra Navidi.

 

10:42 Uhr

Draghi-Nachfolge-Kandidat fordert Kehrtwende der EZB

Olli Rehn, Chef der finnischen Notenbank und ehemaliger EU-Kommissar, gilt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge des viel gescholtenen Mario Draghi an der EZB-Spitze. Sein Wort hat großes Gewicht. Nun hat er eigenen Angaben zufolge dem Rat der Europäischen Zentralbank einen Vorschlag zu einer grundlegenden Reform der Geldpolitk gemacht.

Er verwies darauf, dass die Erwartungen der Verbraucher an die künftige Inflation bereits lange unter dem Niveau lägen, das die EZB als Ziel für Preisstabilität anstrebe. Diese Annahmen dürften sich "als selbst erfüllend" herausstellen, warnte der frühere EU-Wirtschaftskommissar.

Im aktuellen Bericht der finnischen Notenbank heißt es, die EZB stecke bereits in einem Dilemma. Sie müsse einerseits "starke kurzfristig wirksame Maßnahmen" ergreifen, um ihr Preisstabilitätsziel einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent zu erreichen.

Da jedoch die Kerninflation, bei der Energie- und Nahrungsmittelpreise herausgerechnet werden, bei nur einem Prozent herumdümpele, könne das Ziel "nicht nachhaltig" erreicht werden. Die EZB müsse sich daher für "langfristige Herausforderungen" rüsten - mit einer Überprüfung der geldpolitischen Strategie. Dabei müssten die "Prinzipien, grundlegenden Annahmen und Instrumente" auf den Prüfstand.

10:11 Uhr

Ölpreis-Rally führt auf Jahreshoch

Die Ölpreise steigen leicht und bewegen sich damit auf ihren größten Wochengewinn in diesem Jahr zu.

Am Morgen kostet ein Barrel Brent 67,37 US-Dollar. Das sind 14 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel WTI steigt um 11 Cent auf 58,72 Dollar. Damit bewegen sich die Rohölpreise auf Jahreshoch und in der Nähe ihrer viermonatigen Höchststände.

Erdöl profitiert derzeit von der Möglichkeit, dass das Ölkartell Opec und mit ihm verbündete Großproduzenten ihre Förderkürzungen über die Jahresmitte hinaus verlängern könnten. Zu einem solchen Schritt scheint vor allem das mächtige Opec-Land Saudi-Arabien bereit. Die Position des Nicht-Opec-Staats Russland, das im Opec-Plus-Verbund mit dem Ölkartell verbunden ist, ist zu dieser Frage offen.

An diesem Wochenende treffen sich die Opec-Plus-Staaten in Aserbaidschan, um die Umsetzung ihrer Kürzungsstrategie zu überprüfen. Diese Treffen finden regelmäßig statt. Beobachter halten es für denkbar, dass dabei auch für das Vorgehen im weiteren Jahresverlauf gesprochen wird.

09:57 Uhr

Zuckerberg wirft offenbar Vertrauten für Strategiewechsel raus

Einer der engsten Vertrauten von Facebook-Chef Mark Zuckerberg verlässt das Online-Netzwerk - und die offiziellen Verlautbarungen dazu werfen Fragen auf, was das zu bedeuten hat.

Der Abschied von Chris Cox kommt wenige Tage nach der Ankündigung eines tiefgreifenden Strategiewechsels. ex hatte in seinen 13 Jahren bei Facebook unter anderem den Newsfeed mitentworfen,

Zuckerberg bemühte sich, es nicht nach einem Zerwürfnis aussehen zu lassen. "Seit einigen Jahren hat Chris mit mir über seinen Wunsch gesprochen, etwas anderes zu machen", schrieb der Facebook-Chef in einem Blogeintrag. "Aber nach dem Jahr 2016" - eine Anspielung auf die Kritik an Facebooks Rolle bei der US-Präsidentenwahl - hätten beide beschlossen, dass es dafür noch zu viel bei dem Online-Netzwerk zu verbessern gebe. Inzwischen seien jedoch Fortschritte gemacht worden. "Ich werde Chris sehr vermissen." Die beiden gelten privat als Freunde.

Cox selbst schrieb in seiner Abschiedsnotiz nichts davon, dass er gern etwas anderes machen wolle - sondern, dass er "mit großer Traurigkeit" bekanntgebe, Facebook nach 13 Jahren zu verlassen.

Zuckerberg hatte vergangene Woche angekündigt, Facebook stärker auf Kommunikation in verschlüsselten Chatdiensten und einen strikteren Schutz der Privatsphäre auszurichten. Die Kehrtwende wirft viele Fragen auf - unter anderem nach Facebooks künftigem Geschäftsmodell. Denn aktuell erwirtschaftet das Online-Netzwerk seine Milliardengewinne hauptsächlich mit Anzeigen im Newsfeed.

Und noch ein weiterer Top-Manager geht: Chris Daniels, der erst vor weniger als einem Jahr die Führung des Chatdienstes WhatsApp nach dem Abgang der Gründer übernommen hatte.

09:32 Uhr

Deutsche Vorzeigebranche ist Klotz am Beim des Dax

Ausgerechnet die Lieblingsindustrie der Deutschen erwies sich zuletzt als der große Bremser an der Börse:

Daxsector Auto
Daxsector Auto 1.280,10

Die Autowerte stehen nach der aktuellen Zulassungszahlen für Europa wieder im Fokus. "Die Zahlen sind heute besonders interessant, weil die Schwäche der deutschen Autoaktien für die enorme Underperformance des DAX verantwortlich ist", betont ein Analyst. Es sei nicht absehbar, wie der Markt mit den Februar-Daten umgehe, die auf einen anhaltenden Abwärtstrend deuten.

"Ich würde sie eher positiv interpretieren, weil sie zwar fallen, aber das Momentum nachlässt", so der Analyst. Gerade in Deutschland hätten die Pkw-Neuzulassungen wieder leicht zugelegt. BMW und Daimler sind wenig verändert gestartet, VW geben um 0,9 Prozent nach.

Letzterer könnten etwas darunter leiden, dass die US-Börsenaufsicht SEC die Volkswagen AG, zwei ihrer Tochterfirmen und den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn wegen des Betruges von US-Anleiheinvestoren verklagt hat.

09:17 Uhr

Wirecard stürzt wieder drastisch ab - Dax im Plus

Nach dem Votum des britischen Parlaments für eine Brexit-Verschiebung ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag leicht höher gestartet. Neue Hoffnungen auf eine Handelseinigung zwischen den USA und China stützten die Kurse.

Der Dax lag in den ersten Handelsminuten 0,1 Prozent im Plus bei 11.600 Punkten. Börsianer rechnen wegen des großen Verfalls an den Terminmärkten allerdings mit größeren Kursschwankungen.

Bei den Einzelwerten stachen Wirecard mit einem Minus von zehn Prozent heraus. Händler verwiesen auf eine Herunterstufung der Citi-Analysten auf "Sell" von "Neutral".

Dax
Dax 11.952,41

 

Wirecard
Wirecard 153,30

 

09:09 Uhr

Weg frei für umstrittene 5G-Mobilfrequenzauktion

Die Versteigerung von Frequenzen für die neue Mobilfunkgeneration 5G kann wie geplant kommende Woche beginnen.

Das Verwaltungsgericht Köln lehnte die Eilanträge der drei großen Mobilfunknetzbetreiber Telekom, Telefónica und Vodafone gegen die Frequenznutzungs- und Versteigerungsbedingungen ab, wie es am Freitag mitteilte. Die Entscheidungen sind demnach unanfechtbar.

08:50 Uhr

SEC-Klage lenkt Licht auf die VW-Aktie

VW Vorzüge
VW Vorzüge 142,00

Rechtsrisiken in den USA rücken Volkswagen vor dem Wochenende grell ins Rampenlicht: Dreieinhalb Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals hat die US-Börsenaufsicht Anklage gegen den VW-Konzern und den ehemaligen Vorstandschef Martin Winterkorn erhoben.

  • Die Securities and Exchange Commission (SEC) beschuldigt den Autobauer und den Manager, Anleger in den USA betrogen zu haben.
  • Volkswagen habe dort von April 2014 bis Mai 2015 Unternehmensanleihen und verbriefte Wertpapiere im Volumen von über 13 Milliarden Dollar ausgegeben, heißt es, während Top-Manager des Konzerns bereits von den Abgasmanipulationen gewusst hätten.
  • Der Konzern habe nie "die Hunderte von Millionen Dollar" zurückgezahlt, die er bei den Wertpapiergeschäften "auf betrügerische Weise eingenommen" habe.

Volkswagen kündigte bereits an, sich gegen juristisch zur Wehr setzen zu wollen. Die im Dax notierten Vorzugsaktien waren am Vorabend mit einem Minus von 0,95 Prozent bei 144,16 Euro aus dem Handel gegangen.

07:45 Uhr

Großer Verfallstag: Börsianer rechnen mit Kursausschlägen

Zum anstehenden Verfallstermin im deutschen Börsenhandel müssen sich Anleger auf unvorhersehbare Bewegungen einstellen.

Vor dem Wochenende werden Optionen und Futures auf Aktien und Indizes fällig. An einem solchen "Hexensabbat" kann es zu ungewöhnlichen Kursreaktionen kommen, die nichts über die fundamentale Entwicklung der zugrundeliegenden Werte aussagen.

Zusätzlich für Bewegung in den betroffenen Aktien könnte am Abend die Änderung in den diversen Börsen-Indizes in Europa sorgen. In Deutschland sind MDax und SDax stark betroffen. Vor allem passive Indexfonds dürften zum Handelsschluss aktiv werden, wenn sie die jeweiligen Aktien in ihre Portfolio auf- oder herausnehmen, wie ein Marktbeobachter erklärte.

In den MDax kommen Dialog Semiconductor und Knorr-Bremse, während Salzgitter und Schaeffler absteigen. Ihre Kursverluste könnten sich jedoch in Grenzen halten, weil sie im SDax aufgefangen werden. Ebenfalls werden dort Adva Optical, Amadeus Fire, Baywa und Varta aufgenommen. Medigene und Tele Columbus fallen dort als liquidere Titel heraus und könnten darunter leiden. Die beiden Absteiger DMG Mori und VTG werden hingegen kaum noch gehandelt. Im Stoxx-600 muss Software AG ihren Platz frei machen.

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07:36 Uhr

Brexit-Votum verunsichert Börsianer

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,27

Am Morgen nach dem Votum des britischen Parlaments für eine Brexit-Verschiebung richten sich die Blicke der Anleger auf die Entwicklungen beim britischen Pfund und die geschäftlichen Perspektiven auf der Insel.

  • Die Abgeordneten im Londoner Unterhaus sprachen sich am Donnerstagabend dafür aus, den eigentlich für den 29. März angesetzte Abschied von der EU um maximal drei Monate zu verschieben - nachdem sie sich zwei Jahre lang nicht auf ein mehrheitsfähiges Vorgehen einigen konnten.
  • Voraussetzung für eine solche Verlängerung ist allerdings, dass das Unterhaus bis kommenden Mittwoch dem fertigen Ausstiegsvertrag mit der EU zustimmt - und die 27 verbleibenden EU-Mitgliedsstaaten der neuen Frist zustimmen. Die Erfolgschancen sind ungewiss, da die Parlamentarier genau dieses Abkommen bereits zwei Mal ablehnten, zuletzt am Dienstag.
  • Das Pfund notiert am Morgen weitgehend unverändert bei 1,3238 Dollar.
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07:27 Uhr

Dax spürt leichte Frühlingsgefühle

Dax
Dax 11.952,41

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am letzten Handelstag der Woche ein freundlicher Auftakt ab. Der Frankfurter Leitindex wird in den vorbörslich ermittelten Trendsignalen fester erwartet.

  • In der Indikation sehen Börsianer den Dax zur Eröffnung bei 11.610,00 Punkten starten, was einem Plus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das prominenteste deutsche Kursbarometer bereits 0,1 Prozent im Plus bei 11.587,47 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Die Gespräche am Markt dürften - abgesehen vom Terroranschlag in Christchurch - zunächst vor allem um die Ankündigungen aus Peking kreisen. Zum Abschluss des zehntägigen Volkskongresses kündigte Chinas Ministerpräsident Li Keqiang unter anderem "starke Maßnahmen" an, um die "steigenden Unsicherheiten" zu bewältigen.

Frische Unternehmensergebnisse gibt es am Morgen von Nebenwerten wie Bechtle oder Westwing. Bei den Dax-Unternehmen will die Deutsche Börse zum Wochenschluss ihren Geschäftsbericht vorlegen. In Stockholm berichtet H&M über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal. Gegen 8.00 Uhr will der europäische Herstellerverband Acea die Pkw-Neuzulassungen im Februar bekanntgeben.

Im Konjunkturkalender stehen die Verbraucherpreise aus der Eurozone und aus den USA diverse Stimmungsindikatoren und Daten zur Industrieproduktion an.