Freitag, 16. März 2018Der Börsen-Tag

Mit Max Borowski
17:49 Uhr

Dax beendet Pannen-Tag versöhnlich

Nachdem der Xetra-Handel zunächst gar nicht startete, legte der Dax eine Achterbahnfahrt hin, die ihn nach einem kurzen Fall unter die Nulllinie zum Handelsschluss mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 12.390 Punkten führte.

  • Der MDax büßte 0,7 Prozent auf 25.644 Punkte ein. Der TecDax verlor ebenfalls 0,7 Prozent auf 2680 Punkte.
  • Das Börsendebüt der Siemens-Tochter Healthineers verlief nach dem verzögerten Start erfolgreich:  Zum Handelsschluss notierten die Titel bei 30,20 Euro und damit 7,9 Prozent über dem Ausgabepreis von 28 Euro.

Auf Wochensicht zeigt sich, dass der Dax im Vergleich zu den US-Börsen wenig "Power" hat, kommentiert Daniel Saurenz von Feingold Research die magere Wochenausbeute des deutschen Leitindex. "Selten war die Divergenz zu den großen US-Titeln im Nasdaq größer als in den letzten Wochen."

Dax
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Trotz Dividendenrendite und niedrigen Bewertungen verschmähen Investoren den Dax. Er ist mit dem FTSE der schlechteste der großen Indizes 2018 - der Dax ist out bei den Investoren.

Es gibt allerdings Hoffnung, so Analyst Saurenz: "Indikatoren zeigen, dass es solche Phasen gibt." Die derzeitige Dax-Schwächephase dürfte bald ausgereizt sein. Was könnte für Veränderung sorgen: Beispielsweise eine weiter strenge Politik der US-Notenbank. Kommende Woche ist zu erwarten, dass sie ihren Pfad der Zinserhöhungen bekräftigt. "Das Momentum könnte dann mal wieder aus Zinssicht und Sicht der Bewertung Richtung Dax und Europa kippen.", so Saurenz.

17:29 Uhr

Wall Street baut Gewinne aus

Die US-Börsen verbuchen zur Handelsmitte solide Aufschläge. Möglicherweise endet die recht holprige Woche versöhnlich. Eine gute Unterstützung kommt von Konjunkturdaten, die erneut die Stärke der US-Wirtschaft belegen.

  • Der Dow-Jones-Index steigt um 0,5 Prozent auf 24.997 Punkte. Der S&P-500 steigt um 0,4 Prozent und der Nasdaq-Composite um 0,1 Prozent. Händler möchten aber nicht darauf wetten, dass die positive Tendenz bis zum Handelsende hält. Wegen zahlreicher politischer Unwägbarkeiten wollen Anleger keine großen Risiken eingehen, wie Marktteilnehmer sagen.
  • Boeing
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    Zu den Sorgen der Händler tragen Trumps Zollpläne, die sich zuspitzende Konfrontation zwischen dem Westen und Russland, die fortschreitenden Ermittlungen um mögliche Zusammenarbeit von Trumps Wahlkampfteam und Moskau sowie das Personalchaos im Weißen Haus bei.
  • Die Konjunkturdaten des Tages lassen aber die Börsenwelt etwas freundlicher erscheinen.
  • Ein überzeugender Quartalsausweis verhilft der Aktie von Adobe zu einem Plus von 2,6 Prozent. Der Softwarekonzern hat am Donnerstag nach Börsenschluss Geschäftszahlen zum ersten Quartal vorgelegt, die über den Erwartungen von Analysten lagen.
  • Eastman Kodak
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    Der Kurs von Eastman Kodak springt um 10,9 Prozent nach oben. Zahlen und Ausblick des Unternehmens kommen gut an.
  • Schwächster Wert im Dow ist erneut Boeing, die um weitere 0,9 Prozent absacken. Die Aktie leidet unter der Sorge eines Handelskriegs.
17:24 Uhr

USA machen Fiat Chrysler den Prozess wegen Manipulation

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Kunden dachten, sie hätten mit ihrem Ram Pickup-Truck ein besonders umweltfreundliches Auto erworben, und fühlen sich jetzt betrogen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die Fiat Chrysler Automobiles NV ist mit dem Versuch gescheitert, eine Klageabweisung wegen des Vorwurfs von Manipulationen bei Abgastests zu erreichen. Der italienisch-amerikanische Autobauer muss sich damit wohl vor Gericht gegen den Vorwurf wehren, Umweltgesetze missachtet zu haben.

Ein Bundesrichter in den USA wies den Antrag von Fiat Chrysler zurück, eine Zivilklage in Kalifornien abzuweisen. Damit können über 100.000 Käufer eines Ram-Pickups oder eines Jeep Grand Cherokee mit Dieselmotor vor Gericht ziehen. Der Vorwurf lautet, dass die Modelle 20 Mal so viel Schadstoffe ausstoßen wie erlaubt.

Fiat Chrysler hat stets abgestritten, bei Abgastests gemogelt zu haben. Konzernchef Sergio Marchionne hat jegliche Vergleiche mit dem Betrugsfall bei Volkswagen zurückgewiesen.

16:59 Uhr

EU will drei Prozent vom Facebook-Umsatz

Facebook
Facebook 192,98

Die EU-Kommission will einem Gesetzentwurf zufolge Digitalkonzerne wie Google oder Facebook mit einer dreiprozentigen Steuer auf den Umsatz belegen. Nach einem am Freitag bekannt gewordenen Arbeitsdokument soll die Abgabe für Unternehmen gelten, die weltweit jährlich einen Umsatz von mehr als 750 Millionen Euro ausweisen. Der Umsatz in Europa muss gleichzeitig über 50 Millionen Euro liegen. Diese Eckpunkte könnten sich in den kommenden Tage aber auch noch ändern.

Alphabet
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Der EU-Kommission verweist auf deutliche Steuerausfälle, weil multinationale Konzerne zwar in Mitgliedstaaten tätig sind, dort aber physisch nicht mit Filialen präsent sind. Deshalb ist eine Besteuerung nach dem Gewinn vielfach nicht möglich. Besteuert werden soll deshalb künftig dort, wo der Umsatz beim Kunden entsteht.

Nach einer Untersuchung der Kommission vom September zahlen grenzüberschreitend tätige Internetfirmen in Europa bisher nur etwa halb so viele Steuern wie herkömmliche Unternehmen.

16:41 Uhr

Starker Dollar drückt Ölpreis

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 56,65

Am Ölmarkt macht der festere Dollar Erholungsansätze zunichte. Das Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI notiert kaum verändert bei 61,20 Dollar. Brentöl sinkt um 0,1 Prozent auf 65,06 Dollar.

  • Stützend wirke noch immer der Bericht der Internationalen Energieagentur vom Donnerstag, in dem diese eine höhere Nachfrage prognostiziert hatte. Laut IEA ist die Fördermenge der Opec im Februar gesunken, weil Venezuela weniger Öl gefördert hat.
  • Zudem gibt es Befürchtungen, dass die Kampfhandlungen in Syrien das Ölangebot aus dem Nahen Osten verringern könnten.
  • Ansonsten warten die Akteure auf Daten des US-Unternehmens Baker Hughes am späteren Freitag. Der Ausrüster der Ölindustrie veröffentlicht wöchentlich die Zahl der in Betrieb befindlichen Ölförderanlagen in den USA. 
16:20 Uhr

Fallender Euro stützt Dax

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,10

Neben dem günstigen Rückenwind von Wall Street wird der Dax von einem kräftig nachgebenden Euro gestützt. Der Euro rutscht am Nachmittag auf 1,2263 Dollar ab und notiert damit rund 1 Cent unter den Vortagesständen.

Ein Händler gibt allerdings zu bedenken, dass sich das Euro/Dollar-Paar damit noch immer in der seit Wochen intakten Seitwärtsspanne zwischen rund 1,2500 und 1,2200 bewegt. Vermutlich erst ein nachhaltiges Unterschreiten der unteren Begrenzung der Spanne dürfte die Börsen nachhaltiger stützen.

Der Dax, der am frühen Nachmittag kurz ins Minus gerutscht war, gewinnt 0,6 Prozent.

16:01 Uhr

Ökostromfirma torpediert Mega-Deal von Eon und RWE

Der Hamburger Ökostrom-Anbieter Lichtblick will sich juristisch gegen die Neuordnung der deutschen Energiebranche zur Wehr setzen. Lichtblick werde sich bei dem Verkauf der RWE-Tochter Innogy an Eon als betroffener Wettbewerber zu dem Brüsseler Fusionskontrollverfahren beiladen lassen, erklärte Gero Lücking aus der Geschäftsführung.

DaxSector Versorger
DaxSector Versorger 825,87

Als Beteiligter in dem Verfahren könne Lichtblick die Unterlagen zu dem Verkauf einsehen und Einwände geltend machen. Ziel sei es, Auflagen zu erreichen.

Lichtblick-Chef Wilfried Gillrath hatte schon zuvor erklärt, mit der Übrtragung der Anteile entstehe ein Megakonzern mit großer Marktmacht. "Das gefährdet den Wettbewerb im Strommarkt und könnte auf Dauer zu höheren Strompreisen für die Verbraucher führen."

15:55 Uhr

VW stellt Rekord mit Nutzfahrzeugen auf

Die Sparte der leichten Nutzfahrzeuge bei Volkswagen will künftig für jede neue Modellgeneration eine Variante mit elektrischem Antrieb anbieten. Neue Lösungen für den Stadtverkehr seien eine "riesige Chance, wenn wir es richtig machen", sagte Markenchef Eckhard Scholz.

Im vergangenen Jahr legte der Absatz um 4,2 Prozent auf rund 498 000 Stadtlieferwagen, Transporter und Pick-ups zu. Der Umsatz stieg um 7,1 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro. Im laufenden Geschäft verdienten die VW-Nutzfahrzeuge 853 Millionen Euro, 87,6 Prozent mehr als 2016. "Das ist der höchste Gewinn unserer Unternehmensgeschichte", sagte Scholz.

15:50 Uhr

Rätselraten: Apple läd zu Launch in High School

Apple weiß, seine Produkt-Präsentationen zu inszenieren, wie kaum ein anderes Unternehmen. Stets ist das Rätselraten groß, welche Neuigkeiten es geben wird. Diesmal hat Apple zu einem "field trip" nach Chicago geladen – und zwar in eine High School am 27. März.

Man darf also annehmen, dass es um ein Produkt aus dem Umfeld Bildung und Schule geht, in dem Apple seit Jahren besonders in Chicago aktiv ist. In diesem Zusammenhang vermarktet Apple unter anderem bereits seine iTextbooks, Einstieger-MacBooks und promotet vor allem seine Programmiersprache Swift.

15:35 Uhr

Wall Street startet mit kleinen Gewinnen

Dow Jones
Dow Jones 27.781,96

Mit kleinen Gewinnen starten die US-Börsen am Freitag in den Handel. Kurz nach der Startglocke gewinnt der Dow-Jones-Index 0,2 Prozent auf 24.931 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite legen um 0,3 und 0,2 Prozent zu. Händler sprechen aber von einer gewissen Zurückhaltung. Wegen zahlreicher politischer Unwägbarkeiten wollen Anleger derzeit keine Risiken eingehen und halten sich bei Aktien zurück, wie Marktteilnehmer sagen.

Die Konjunkturdaten des Tages dürften in dieser Gemengelage wenig Beachtung finden, nachdem schon am Vortag solide Wirtschaftsdaten verpufft waren. Die vor der Startglocke veröffentlichten Baubeginne gingen im Februar überraschend deutlich zurück. Dafür stieg die Industrieproduktion im Februar stärker als erwartet.

15:00 Uhr

Dax rutscht ins Minus

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Außergewöhnliche Chart-Formation: Technische Probleme zum Xetra-Start am Morgen.

(Foto: dpa)

Der Dax ist am Nachmittag knapp ins Minus gerutscht. Zuletzt stand der deutsche Leitindex 0,03 Prozent tiefer bei 12 342,34 Punkten. Damit steuert der Dax aktuell auf eine neutrale Wochenbilanz zu.

Am großen Verfallstag an der Börse, Hexensabbat genannt, liefen zunächst am Mittag an der Termin- und Optionsbörse Eurex die Futures und Optionen auf Aktienindizes aus. Gegen Handelsschluss laufen dann die Optionen und Futures auf einzelne Aktien aus. Immer wieder kommt es an diesen Handelstagen zu größeren Kursbewegungen.

Die Indizes hinter dem Dax ließen deutlicher Federn: So verlor der MDax der mittelgroßen Werte 0,71 Prozent auf 25 639,82 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 0,78 Prozent auf 2676,39 Punkte ein. Dagegen legte der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,25 Prozent zu.

14:52 Uhr

Rächt sich Saudi-Arabien an deutschen Konzernen?

Müssen Siemens, Deutsche Bank, ThyssenKrupp & Co. dafür büßen, dass der damalige deutsche Außenminister Sigmar Gabriel Saudi Arabiens Führung im vergangenen November mit deutlichen Worten kritisiert hat? Das legt ein Bericht von "Bloomberg" nahe.

Unter Berufung auf nicht genannte Insider meldet der Wirtschaftsnachrichtendienst, dass saudische Regierungsbehörden angewiesen wurden, alle nicht essentiellen Verträge mit deutschen Unternehmen nicht mehr zu verlängern oder gar nicht erst abzuschließen. Als Beispiel wurde eine mögliche Beteiligung der Deutschen Bank am Mega-Börsen-Gang von Saudi Aramco genannt.

Gabriel hatte Saudi Arabien unter anderem im Zusammenhang mit dem mysteriösen mutmaßlich von Riyadh veranlassten Rücktritt des libanesischen Regierungschef Saad Al-Hariri im vergangenen September scharf kritisiert. Aus Deutschland kam wiederholt Kritik am außenpolitischen, kriegerischen Kurs des neuen starken Mannes Saudi-Arabien, Kronprinz Mohammed. Riyadh hat sich auch verschnupft gezeigt, dass die Bundesregierung wegen zahlreicher Menschenrechtsverstöße Waffenexporte nach Saudi-Arabien begrenzen will.

14:44 Uhr

Salzgitter: Stahlbranche in Gefahr - aber nicht die Dividende

Die Salzgitter AG sieht in den angekündigten US-Strafzöllen auf Stahlimporte eine Bedrohung für die Branche. Wenn der Stahl, der zukünftig nicht mehr in die USA exportiert werden könne, in den EU-Markt gedrückt würde, könne es sehr gefährlich werden, sagte der Chef von Deutschlands zweitgrößtem Stahlhersteller, Jörg Fuhrmann.

  • "Aber ich gehe davon aus, dass die EU-Kommission genau das erkannt hat und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen wird, die auch wirken."
  • Am besten Konzernergebnis seit 2008 will das Unternehmen seine Aktionäre mit einer deutlich höheren Dividende beteiligen. Fuhrmann und Finanzvorstand Burkhard Becker schlugen eine um 50 Prozent erhöhte Ausschüttung von 0,45 Cent pro Aktie vor.
  • Hauptprofiteur wäre das Land Niedersachsen, das mit gut einem Viertel größter Aktionär bei dem Stahlhersteller ist. Salzgitter beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 25 000 Mitarbeiter.
14:26 Uhr

Was hat Nikes Kronprinz verbrochen?

Der US-Sportartikelkonzern Nike baut nach Beschwerden über unangemessenes Verhalten am Arbeitsplatz sein Topmanagement um und stiftet dabei Verwirrung:

Markenchef Trevor Edwards, der als potenzieller Nachfolger von CEO Mark Parker galt, trat mit sofortiger Wirkung zurück. Aus dem Unternehmen scheidet er allerdings erst im August aus. Parker bleibt nun über das Jahr 2020 hinaus an der Konzernspitze.

In einem internen Memo an die Mitarbeiter, in dem Edwards Rücktritt bekanntgegeben wurde, schrieb Parker, das Unternehmen habe in den vergangenen Wochen Berichte über "Verhaltensweisen innerhalb unsere Organisation erhalten, die nicht unsere Kernwerte von Inklusivität, Respekt und Empowerment widerspiegeln". Konkreter wird Parker nicht.

Ein Nike-Sprecher sagte allerdings, es lägen keine Anschuldigungen gegen Edwards vor, wollte sich aber nicht näher äußern.

13:34 Uhr

Krasse Zwei-Klassen-Gesellschaft bei der Deutschen Bank

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,56

Trotz Verlust schüttet die Deutsche Bank wieder Milliardenboni aus. Während der Vorstand verzichtet, verdienen gut 700 Mitarbeiter einen Millionenbetrag, 50 sogar mehr als der Vorstand.

Während rund 17.000 Investmentbanker sich 1,34 Milliarden Euro teilen, bekommen 43.000 Mitarbeiter des Privatkundengeschäfts zusammen 279 Millionen.

An der Börse sind unterdessen weder die Boni noch der größer als gedachte Verlust ein großes Thema.

13:07 Uhr

Trump hält Wall Street in Schach

SPDR S&P 500 ETF
SPDR S&P 500 ETF 280,60

An den US-Börsen zeichnet sich am Freitag eine kaum veränderte Eröffnung ab. Wegen zahlreicher politischer Unwägbarkeiten wollen die Anleger derzeit keine Risiken eingehen und halten sich bei Aktien zurück, wie Marktteilnehmer sagen. Gekauft würden stattdessen "sichere Häfen" wie Gold, Staatsanleihen oder die japanische Landeswährung Yen.

Neben den jüngsten protektionistischen Entscheidungen der US-Regierung spitzt sich auch die Auseinandersetzung mit Russland zu. Nachdem Großbritannien Sanktionen wegen der Vergiftung eines früheren russischen Doppelagenten verhängt hat, kündigte auch Washington solche Schritte an. Hintergrund war hier die mutmaßliche Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf 2016.

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.470,87

Zudem dreht sich auch das Personalkarussell in Washington munter weiter. Nun will Trump einem Bericht zufolge auch seinen Nationalen Sicherheitsberater H.R. McMaster entlassen. Daneben hat US-Sonderermittler Robert Mueller von der Trump Organization, dem von US-Präsident Donald Trump gegründeten Mischkonzern, laut einem Zeitungsbericht sämtliche Dokumente über mögliche Geschäftsbeziehungen mit Russland angefordert.

"Trump lässt den Märkten nicht viel Zeit zum Luftholen", kommentiert Bas van Geffen, Analyst bei der Rabobank, die rasche Folge der Ereignisse.

Die Konjunkturdaten des Tages dürften in dieser Gemengelage wenig Beachtung finden, nachdem schon am Vortag solide Wirtschaftsdaten verpufft waren. Veröffentlicht werden vor der Startglocke die Baugenehmigungen und -beginne sowie die Industrieproduktion jeweils aus dem Februar. Kurz nach Handelsbeginn folgt der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan in der ersten Veröffentlichung für März. 

12:51 Uhr

Neue Trump-Idee: Exportlimit statt Strafzölle für EU

Die EU dringt in Washington auf eine Ausnahme von den angekündigten Stahlzöllen. Als Bedingung fordern Trumps Unterhändler einem Bericht zufolge nun ein Exportlimit aus Europa.

Das habe - laut "Spiegel"-Bericht der US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer in einem Gespräch der EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström übermittelt. Die EU müsse zusichern, dass aus dem Binnenmarkt auf Dauer nicht mehr Stahl in die Vereinigten Staaten verschifft werde als im Jahr 2017. Zudem habe Brüssel Maßnahmen gegen Dumpingstahl aus China zu ergreifen und bei einer Reihe internationaler Handelsfragen mit den USA zu kooperieren. Zu guter Letzt verlangen die Amerikaner laut Spiegel, dass die Europäer bei Rüstung und Verteidigung mehr Geld ausgeben müssten. Das Bundeswirtschaftsministerium konnte die Forderungen aus Washington nicht kommentieren.

12:13 Uhr

Borussia Dortmund sacken nach EL-Aus in den Keller

Im SDax geben Borussia Dortmund mit dem Ausscheiden aus der Europaliga um 2 Prozent nach. Allerdings war der Kurs schon nach der Hinspielniederlage gegen Salzburg deutlich gefallen. Vom jüngsten Hoch im November sind die Fußball-Aktien inzwischen um fast ein Drittel herunter gekommen.

12:06 Uhr

Dax erholt sich nach Technikpanne

Dax
Dax 13.180,23

Der Dax ist am sogenannten Hexensabbat zunächst auf seinem Erholungspfad geblieben. Am späten Vormittag stand der deutsche Leitindex 0,31 Prozent höher auf 12 383,95 Punkten.

Am großen Verfallstag an der Börse, "Hexensabbat" genannt, laufen um die Mittagszeit an der Termin- und Optionsbörse Eurex die Futures und Optionen auf Aktienindizes aus. Erst danach seien die Märkte wieder sauber und einschätzbar, betonten die Autoren des Börsenbriefs von Bernecker.

Lufthansa
Lufthansa 17,57

Die Indizes hinter dem Dax präsentierten sich schwächer. Der MDax der mittelgroßen Werte sank um 0,34 Prozent auf 25 736,65 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,64 Prozent auf 2680,23 Punkte. Dagegen legte der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,15 Prozent zu.

An der Dax-Spitze bauten die Aktien der Lufthansa ihren Vortagesgewinn um weitere 1,8 Prozent aus. Dagegen verloren im MDax die Anteile des Flughafenbetreibers Fraport 1,3 Prozent. Deutlich schwächer mit einem Minus von mehr als 2 Prozent zeigten sich im TecDax auch die Bechtle-Aktien nach endgültigen Geschäftszahlen für 2017.

11:56 Uhr

Euro-Inflation noch niedriger als angenommen

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11:17 Uhr

Warnsignal: Bitcoin nähert sich dem "Todeskreuz "

Wann wird aus einer begrenzten Korrektur ein langfristiger Abwärtstrend? Chartanalysten beobachten dafür den 200-Tage-Durchschnitt und den 50-Tage-Durchschnitt der Kurse. Fällt letzterer unter den ersten, ist das ein Zeichen dafür, dass eine langfristige Abwärtsdynamik eingesetzt hat. Als Todeskreuz bezeichnen die Analysten diesen Moment, auf den der Bitcoin nun zusteuert.

Allerdings: Welche Bedeutung Charttechnik bei den extrem volatilen Kryptowährungen überhaupt hat, ist umstritten.

11:05 Uhr

Verlustbringendes Startup will 600 Millionen wert sein

Gewinne gibt's zwar noch keine zu vermelden. Dennoch will der Möbelversender Home24 bis zu 600 Millionen Euro wert sein.

  • Finanzkreisen zufolge will Home24 im Mai oder Juni an die Frankfurter Börse. Das Emissionsvolumen sollen zwischen 100 und 200 Millionen Euro liegen, sagten mehrere mit den Börsenplänen vertraute Personen. Die Firma wäre dann mit etwa 500 bis 600 Millionen Euro bewertet werden. Goldman Sachs, Citi und Berenberg seien als begleitende Banken ausgewählt worden.
  • Home24 und die Banken lehnten eine Stellungnahme ab. Rocket Internet hält 43 Prozent an dem Möbelversender.
10:40 Uhr

DHL kehrt - sehnsüchtig erwartet - in die USA zurück

Angelockt von starken Wachstumsraten im US-amerikanischen Onlinehandel kehrt die Deutsche Post nach einem Jahrzehnt der Abstinenz wieder ins Geschäft mit Paketzustellungen in den USA zurück - zumindest in einigen Metropolregionen.

  • Die Post-Tochter DHL bietet einer Mitteilung zufolge Online-Einzelhändlern in Chicago, New York und Los Angeles an, Kundenbestellungen am gleichen oder am folgenden Tag auszuliefern.
  • Bis zum Jahresende soll der Service auch in den Großstädten Dallas, Atlanta, San Francisco und Washington DC verfügbar sein und in den Folgejahren rapide ausgeweitet werden.
  • DHL könnte mit seinem Schritt für eine nötige Belebung des Wettbewerbs gegenüber den dominanten Anbietern UPS und Fedex im schnellen US-Liefergeschäft sorgen. Beide haben ihre Preise zuletzt aggressiv erhöht.
  • "Wir brauchen dringend einen weiteren Anbieter für Kleinpakete", sagte etwa die Logistik-Analystin Cathy Roberson. "Die Versandkosten müssen gesenkt werden." Sie hätten zum Teil ein geradezu irrwitziges Niveau erreicht.
10:30 Uhr

Bits statt PS - Porsche sucht digitale Einnahmequellen

Der Autobauer Porsche will in Zukunft deutlich mehr Geld jenseits seines Kerngeschäfts verdienen. "Wir müssen und werden Wachstumspotenziale neben dem eigentlichen Fahrzeuggeschäft schaffen", sagte Finanzvorstand Lutz Meschke in Stuttgart. "Mittelfristig wollen wir einen zweistelligen Prozentsatz unseres Umsatzes mit digitalen Diensten erwirtschaften." Am Renditeziel von mindestens 15 Prozent halte die VW-Tochter fest - auch wenn Digitalisierung, Elektrifizierung und Vernetzung viel Geld kosteten.

Porsche hat im vergangenen Jahr - dem erfolgreichsten der Geschichte - 23,5 Milliarden Euro Umsatz gemacht, 5 Prozent mehr als 2016. Bei einem Ergebnis im laufenden Geschäft von 4,1 Milliarden Euro stieg die operative Rendite auf 17,6 Prozent. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 3,1 Milliarden Euro. Das ist etwa eine halbe Milliarde mehr als 2016.

Für 2018 strebt Porsche einen Umsatz auf etwa demselben Niveau an. Einen weiteren Sprung erwartet Meschke erst mit der Markteinführung des elektrischen Modells Mission E 2019.

10:05 Uhr

Reichster Mann Hongkongs gibt Firmen ab

Li Ka-Shing gibt die Führung seines weltumspannenden Investmentimperiums CK Hutchinson und CK Asset auf. Wie der 89-Jährige auf einer Pressekonferenz mitteilte, soll sein ältester Sohn Victor Li die Leitung übernehmen. 

Li gehören Firmen vor allem aus dem Branchen Immobilien, Telekom, Schifffahrt und Einzelhandel. In Deutschland hatte Li zuletzt den Essener Heizungsablesedienst Ista gekauft.

09:51 Uhr

Dax-Blackout behoben

Dax
Dax 13.180,23

Mit 40 Minuten Verspätung ging es schließlich doch noch los.

Der Dax liegt knapp 0,5 Prozent im Plus b29 12.402 Punkten. Trotz der Technik-Probleme beim Xetra-Start angeführt von der Deutschen Börse mit einem Plus von 0,9 Prozent.

Der MDax steigt 0,1 Prozent auf 25.846 Punkte. Der TecDax legt 0,3 Prozent auf 2706 Punkte zu.

Wir warten gespannt auf die Erstnotiz von Healthineers ...

... und auf eine Erklärung für den Xetra-Blackout.

09:41 Uhr

Menge wartet auf Riesen-Börsengang - Börse blamiert

Die "Crowd" wartet und nichts passiert ...

*Datenschutz

Die Ursache der Panne ist weiter unbekannt.

09:21 Uhr

Xetra-Blackout! Dax mit mindestens 30 Minuten Verspätung

*Datenschutz

Update: Der Xetra-Handel inklusive der Dax-Indizes kann laut Deutscher Börse frühestens um 9.30 Uhr starten - vielleicht auch später. 

Der Frankfurter Spezialistenhandel startet unterdessen freundlich in den Freitag. Der XDax liegt bei 12.416 Punkten und damit 0,6 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Freitag.

Deutliche Kursgewinne weisen Commerzbank, Beiersdorf, VW und Henkel auf.

Dagegen geben Linde auf knapp 190 Euro nach, Händler verweisen darauf, dass sich die Prüfung der Fusion mit Praxair durch die EU-Kommission verzögert.

09:05 Uhr

Deutsche Börse lahmgelegt - Dax startet nicht

Dax
Dax 13.180,23

Die Deutsche Börse kämpft am Freitagmorgen mit technischen Problemen.

Sowohl der Xetra- als auch der Eurex-Handel werden verspätet starten, wie ein Sprecher des Börsenbetreibers sagte. Wann der Handel beginnen wird, ist derzeit noch nicht klar. Die Deutsche Börse arbeit an der Behebung des Fehlers. Von dem verspäteten Handelsbeginn ist auch das Börsendebüt von Siemens Healthineers betroffen.

08:58 Uhr

Rihanna rächt sich an Snap

Snap
Snap 14,32

Mit Rihanna hätte sich Snap lieber nicht angelegt.

  • Spap warb mit einer wohl witzig gemeinten Werbeanzeige für eine Games-App. Bei dem Spiel sollen sich Nutzer zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden - in diesem Fall, ob sie eher Rihanna oder ihren Ex-Freund Chris Brown schlagen würden.
  • "Ihr habt alle Frauen, Kinder und Männer, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, fallengelassen. Vor allem die, die sich noch nicht getraut haben, darüber zu reden. Schämt euch", schrieb Rihanna auf Instagram. 
  • Snap hatte die Anzeige für die Spiele-App bereits Tage zuvor zurückgezogen und sich entschuldigt.
  • Die Snap-Aktie fiel nach der Rihanna-Kritik zunächst um fast fünf Prozent.
  • Rihanna war 2009 von ihrem damaligen Freund Chris Brown verprügelt worden, der daraufhin zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt wurde.
08:16 Uhr

Deutsche Bank gibt Chef-Gehälter bekannt - und Dividende

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,55

Die Vorstände der Deutschen Bank haben im vergangenen Jahr zusammen knapp 30 Millionen Euro verdient. Konzernchef John Cryan strich dabei 3,4 Millionen Euro ein - und verzichtet auf Boni.

Insgesamt schüttete das Finanzinstitut über die gesamte Belegschaft hinweg allerdings Bonuszahlungen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro aus. Das war gut das Vierfache im Vergleich zum Vorjahr.

Zugleich teilte die Bank mit, dass die Aktionäre mit elf Cent je Anteilsschein für das vergangene Jahr bedacht werden sollen. Das letzte Wort hierbei hat wie üblich die Hauptversammlung.

07:56 Uhr

Zalando kauft eigene Aktien

Zalando
Zalando 38,12

Der Online-Modehändler Zalando will eigene Aktien im Wert von 50 Millionen Euro zurückkaufen. Die erworbenen Papiere sollen Aktienoptionsprogrammen für Mitarbeiter und Management dienen, teilte die Zalando SE mit. Insgesamt sollen bis zu 1,25 Millionen Anteile erworben werden. Der Rückkauf soll am 16. März beginnen und bis zum 13. April 2018 abgeschlossen sein.

07:37 Uhr

Dax beginnt fester - dann kommen die Hexen

Dax
Dax 13.180,23

Europas Börsen dürften zum Wochenabschluss wenig verändert öffnen. Die Vorgaben drängen zum einen keine Richtung auf und der Euro handelt zum anderen tendenziell etwas leichter. Am Morgen steht der Börsengang von Siemens Healthineers im Fokus. Am Mittag dürfte dann der Terminmarkt das Zepter übernehmen, wenn die Optionen auf die Indizes sowie die Futures auf die Indizes verfallen. Am sogenannten Hexensabbat ist mit einer steigenden Volatilität in den Indizes zu rechnen. Aktuell wird der Dax ein paar Punkte höher bei 12.362 Punkten gesehen.

07:18 Uhr

Nikkei hat Trump-Sorgen

Nikkei
Nikkei 23.141,55

Sorgen über eine anhaltende Personalrochade im Weißen Haus und eine Zuspitzung der Russland-Affäre von US-Präsident Donald Trump belasten die japanischen Börsen. Hinzu kam die Furcht vor einem sich anbahnenden Handelskrieg zwischen den USA und China, sollte Trump tatsächlich Zölle auf chinesische Importe verhängen.

In der Folge verliert der Leitindex Nikkei bis zum frühen Nachmittag in Tokio 0,6 Prozent auf 21.680 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gibt 0,4 Prozent auf 1737 Zähler nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans büßt 0,3 Prozent ein.