Freitag, 18. Januar 2019Der Börsen-Tag bei n-tv

Heute mit Kai Stoppel
17:48 Uhr

Dax steigt wieder über 11.000 Punkte

Dax
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Mit einem deutlichen Kurssprung verabschiedet sich der Dax ins Wochenende. Zum Schluss legt er 2,6 Prozent zu auf 11.205 Punkte. Das ist der höchste Stand seit Anfang Dezember und natürlich gleichzeitig ein neues Jahreshoch im noch jungen 2019.

Diese Faktoren begünstigen das Plus: Zum einen stützt die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Handelskonflikts zwischen den USA und China, zum anderen plant die chinesische Regierung, die Anstrengungen zur Ankurbelung der Konsumausgaben in diesem Jahr zu intensivieren. Außerdem sorgt der kleinen Verfalltermin an der Eurex nach Aussage mehrerer Marktteilnehmer für zusätzliche Käufe am Aktienmarkt.

Händler sprechen von einem Wiedererwachen der Risikofreude, denn aufwärts geht es in sämtlichen Branchen. Besonders die konjunktursensiblen Automobil- und Finanzwerte sind gesucht.

Größter Gewinner ist daher auch die Aktie des Zahlungsverkehrsabwicklers Wirecard, die satte 4,8 Prozent zulegt. Aber auch Continental, BASF und Covestro steigen um mehr als 4 Prozent. BMW und Daimler landen ebenfalls in den Top Zeh mit Aufschlägen zwischen 3 und 4 Prozent.

Verlierer gibt es im Dax zwar keine - allerdings profitieren einige Aktien nur wenig von der Kauflaune. So etwa Beiersdorf, die lediglich 0,3 Prozent steigen und damit Dax-Schlusslicht sind.

17:12 Uhr

Stimmung der US-Verbraucher fällt rapide

Die Stimmung der US-Konsumenten trübt sich zu Jahresbeginn deutlich stärker ein als gedacht. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen sinkt im Januar zum Vormonat von 98,3 auf 90,7 Zähler, wie die Universität Michigan auf Basis vorläufiger Daten mitteilt. Das ist das niedrigste Niveau seit Oktober 2016. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 97,0 Zählern gerechnet.

Die Verbraucher bewerten ihre derzeitige Lage schlechter und schauen skeptischer nach vorn. Der private Konsum ist eine Stütze der US-Konjunktur. Er steht für etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung.

16:12 Uhr

Tesla-Aktie rutscht deutlich ab

Tesla
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Nicht immer sind Stellenstreichungen von Unternehmen ein Belastungsfaktor für die Aktie - im Fall von Tesla scheint es jedoch so zu sein. Nach Eröffnung der Wall Street rutscht das Papier des Elektroauto-Pioniers um mehr als 7 Prozent ab. Tesla hatte angekündigt, 7 Prozent der Vollzeitstellen abzubauen, wie Tesla-Chef Elon Musk heute seinen Mitarbeitern mitteilte. Mehr als 3000 Jobs wären davon betroffen.

Insgesamt zeigen sich die US-Börsen nach Handelsstart leicht positiv. In der Hoffnung auf ein Ende des Zollstreits mit China decken sich Anleger wieder mit US-Aktien ein. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 steigen zur Eröffnung am Freitag um bis zu 0,6 Prozent.

15:32 Uhr

Pfund-Anleger glauben an dieses Brexit-Szenario

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Der aktuelle Pfund-Kurs nahe an 1,30 Dollar entspricht weitgehend dem Durchschnittskurs der Währung seit dem Brexit-Votum im Juni 2016.

(Foto: picture alliance / Andy Rain/EPA)

Neuer Deal, alter Deal oder "No Deal"? Wie es mit dem Brexit derzeit weiter geht, das weiß keiner. Allerdings scheint sich am Devisenmarkt eine Sichtweise durchzusetzen: Investoren setzten weiterhin darauf, dass ein ungeordneter Brexit vermieden wird, sagt Anlagestratege Tapas Strickland von der Bank NAB. Also "No 'No Deal'"!?

Das britische Pfund hält sich jedenfalls auch nach der Schlappe von Premierministerin Theresa Mays Brexit-Deal im Parlament stabil, verliert zwar 0,4 Prozent auf 1,2935 Dollar, vermutlich jedoch vor allem aufgrund von Gewinnmitnahmen. Strickland glaubt sogar, dass das Pfund sich aufgrund einer vorherrschenden Zuversicht sogar "an die 1,30er Marke heranrobben" wird.

14:55 Uhr

Börsen-Erholung macht Gold zum Verlierer

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.275,82

Nach einer Rally im Schlussquartal 2018 hat sich Gold zuletzt an der Marke von 1300 Dollar pro Feinunze abgearbeitet. Seit der Beruhigung bei den risikoreicheren Anlageformen wie Aktien verliert das Edelmetall – als klassischer "sicherer Hafen" - an Wert.

Die Bewegung könnte nach Ansicht einiger Marktteilnehmer, die sich vor allem auf die Analyse von Charts stützen, nun bis in den Bereich bei 1250 Dollar gehen. Aktuell notiert Gold 0,8 Prozent leichter bei 1282 Dollar.

14:18 Uhr

Medikament verlängert Leben nicht - Pharma-Aktie taumelt

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat in einer klinischen Studie mit dem Medikament Lartruvo einen Rückschlag erlitten. In Kombination mit einem weiteren Mittel habe es nicht zu einer Lebensverlängerung von Patienten mit einer bestimmten Krebsart beitragen können, teilte das Unternehmen mit. Eine frühere Studie hatte dies noch angedeutet.

Eli Lilly zeigte sich "überrascht und enttäuscht" vom Ausgang der neuen Studie. Gleiches gilt für die Investoren, die Lilly-Aktien im vorbörslichen US-Handel zunächst um 5 Prozent nach unten schicken.

13:35 Uhr

EU erwägt Zugeständnisse an Trump

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Der Agrarsektor sei von den Gesprächen ausdrücklich ausgenommen, sagte Malmström weiter. Die Kommission sei jedoch bereit, über Autozölle zu sprechen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die EU ist Handelskommissarin Cecilia Malmström zufolge bereit zu Verhandlungen mit den USA über Importzölle auf US-Autos, wenn im Gegenzug die Vereinigten Staaten Abgaben auf alle Industriegüter streichen. Allerdings sei Europa auch zu Gegenmaßnahmen bereit, sollte die Regierung von US-Präsident Donald Trump Zölle auf Auto-Importe verhängen.

Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen schlage die EU dabei nicht vor. Die EU und die USA hatten im Sommer beschlossen, die Möglichkeiten für einen Handelsvertrag auszuloten. Die Gespräche treten auf der Stelle.

13:21 Uhr

Kleiner Verfall lässt Dax weiter steigen

Der Dax baut die Gewinne aus und steigt um 1,7 Prozent auf 11.102 Punkte. Der Index wird von zwei Seiten unterstützt. Zum einen charttechnisch durch den Anstieg über die wichtige Marke von 11.000, zum anderen durch den Verfall von Dax-Optionen am späten Mittag.

Viele Anleger hatten offensichtlich Interesse an einem Verfall über 11.000 Punkten – der Settlement-Kurs für Dax-Optionen ist mit 11.104 Punkten festgesetzt worden, nach 10.571 Zählern im Vormonat.  

13:11 Uhr

Metro kann Verdacht gegen Manager nicht zerstreuen

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Metro hatte sich 2017 in einen Lebensmittelhändler und die Holding Ceconomy um den Elektronikhändler MediamarktSaturn aufgeteilt.

(Foto: imago/imagebroker)

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf treibt ihre Ermittlungen gegen Manager des Handelsriesen Metro wegen des Verdachts von Insiderhandel und Marktmanipulation voran. Ein Gutachten des Konzerns, das die Straflosigkeit der Betroffenen belegen sollte, hat den Verdacht laut Anklagebehörde nicht entkräften können.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf geht dem Verdacht des Insiderhandels und der Marktmanipulation im Zusammenhang mit der Aufspaltung der alten Metro nach. Die Vorwürfe der Marktmanipulation richten sich gegen den alten fünfköpfigen Metro-Vorstand um Metro-Chef Olaf Koch.

12:40 Uhr

Chinas Bauern sollen mehr Autos kaufen

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Chinas Wirtschaft ist einem zunehmenden Abwärtsdruck und einer zunehmenden Unsicherheit über externe Faktoren ausgesetzt.

(Foto: REUTERS)

Die chinesische Regierung möchte den Binnenkonsum ankurbeln und plant verstärkte Bemühungen in dieser Richtung. Das Land werde eine Reihe von Maßnahmen einführen, um den Kauf von Autos und Haushaltsgeräten zu fördern, erklärte etwa die staatliche Wirtschaftsplanungsbehörde.

Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission forderte dazu auf, die Nachfrage der ländlichen Bewohner zu nutzen, damit mehr Produkte, auch solche höherer Qualität, an sie vermarktet werden.

12:06 Uhr

Gelbwesten-Protest - Erleichterung an Pariser Börse

Casino
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An der Pariser Börse springen die Aktien der Supermarkt-Kette Casino um 3 Prozent nach oben. Auslöser sind die Umsatzzahlen für das vierte Quartal. Für Erleichterung im Handel sorgt, dass die Gelbwesten-Proteste offenbar keine größeren Spuren bei dem Einzelhandelsunternehmen hinterlassen haben - etwa durch erzwungene Ladenschließungen oder erschwerten Zugang zu den Geschäften. Auch Konkurrent Carrefour legt in der Folge um 2,1 Prozent zu.

11:30 Uhr

Hellofresh-Aktie außer Rand und Band

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Nach dem überraschend starken Umsatzwachstum dreht die Hellofresh-Aktie am deutschen Markt kräftig auf: Um 18 Prozent schießt das Papier nach oben. Nach Tiefstständen im Dezember, als die Aktie nur noch etwas mehr als 5 Euro wert war, schöpfen Anleger nun wieder Hoffnung.

2018 ging es bei dem Unternehmen mit dem Umsatz währungsbereinigt um 41 Prozent nach oben, deutlich stärker als bislang mit 32 bis 37 Prozent in Aussicht gestellt. Damit werden Zweifel an der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells gelindert. Der erwartete operative Verlust soll bis zu minus 58 Millionen Euro betragen - der Markt hatte mit bis zu minus 75 Millionen Euro gerechnet.

Wieder was gelernt

Falls Sie wissen wollen, warum Aktien auch für Menschen mit wenig Geld eine sinnvolle Altersvorsorge sein können, hören Sie rein in diese Ausgabe von "Wieder was gelernt" - dem Podcast von n-tv.de. Abonnieren Sie unsere Podcasts auch auf iTunes, Spotify und Deezer oder per Feed in der Podcast-App Ihrer Wahl.

11:07 Uhr

Nissan will Millionen von Ex-Chef Ghosn zurück

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Nissan und Mitsubishi hatten Ghosn schon kurz nach der Festnahme als Verwaltungsratschef abgesetzt.

(Foto: REUTERS)

Die Sorgen des inhaftierten Ex-Autokonzern-Topmanagers Carlos Ghosn werden nicht weniger - im Gegenteil: Nun will der japanische Autobauer Nissan auch noch rund acht Millionen Euro von seinem ehemaligen Chef zurückfordern. Diese Summe habe eine gemeinsame Firma von Nissan und Mitsubishi in den Niederlanden "unzulässigerweise" an Ghosn überwiesen, teilte das Unternehmen mit.

Ghosn war am 19. November festgenommen worden. Seitdem sitzt er in Tokio in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hat mehrere Anklagen erhoben: Er habe sein Einkommen von 2010 bis 2015 um Millionen zu niedrig angeben, er habe dies auch von 2015 bis 2018 getan, und er habe persönliche Verluste auf Nissan übergewälzt. Der 64-Jährige weist die Vorwürfe zurück.

10:25 Uhr

Neues Produkt? Google löst Spekulationen aus

Unter den Computer-Uhren ist nach Ansicht von Experten immer noch die 2015 gestartete Apple Watch das Maß aller Dinge. Doch das könnte sich in Zunkunft ändern. Jedenfalls deutet darauf ein Zukauf des Tech-Giganten Google hin.

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Während Android beim Smartphone-Absatz mit einem Marktanteil von mehr als 80 Prozent klar führt, sehen Experten bei Computer-Uhren nach wie vor die Apple Watch weit vorn.

Denn der Internet-Konzern holt sich für 40 Millionen Dollar (35 Millionen Euro) Smartwatch-Technologie beim Uhren-Spezialisten Fossil. Die Unternehmen ließen in einer Mitteilung jedoch offen, um welche Technologie genau es geht. Zugleich soll ein Teil der Entwicklungsabteilung von Fossil zu Google wechseln.

Fossil ist ein Schwergewicht im Geschäft mit Mode-Uhren. Das Unternehmen aus Texas setzte in den vergangenen Jahren stark auf das Geschäft mit Computer- und Hybrid-Uhren. Dabei greifen die Fossil-Marken auf das bei Google entwickelte Smartwatch-System Wear OS auf Android-Basis zurück.

09:52 Uhr

Deutsche Bank ist ausnahmsweise mal gefragt

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Zugegeben, die Aktie der Deutschen Bank ist eine, die ihren Eigner in der Vergangenheit eher Sorgen bereitete. Auf Drei-Jahres-Sicht ist sie mit Abstand der am schlechtesten gelaufenen Wert im Dax mit einem Verlust von mehr als der Hälfte ihres Wertes.

Doch in dieser Woche sieht es gut aus, das Papier konnte bisher schon mehr als vier Prozent zulegen. Heute geht es für die letzte Bank-Aktie im Dax nochmal um 2,4 Prozent nach oben. Damit führt sie die Spitze des Leitindex' an.

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(Foto: picture alliance/dpa)

 

09:19 Uhr

Dax knackt erste wichtige Marke des Jahres

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Seinen guten Vorsätzen scheint der Dax im neuen Jahr im Großen und Ganzen treu zu bleiben: Nach einem kleinen Rückschlag am Vortag geht es wieder nach oben. Der deutsche Leitindex legt 0,9 Prozent zu und knackt erstmals 2019 die psychologisch wichtige Marke von 11.000 Punkten.

Zuletzt steht der Dax bei 11.020 Zählern. Das ist der höchste Stand seit sechs Wochen. Für Auftrieb sorgt auch am deutschen Markt die Hoffnung auf eine baldige Annäherung im Handelsstreit zwischen China und den USA.

08:43 Uhr

Ryanair muss erneut Prognose senken

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Der Billigflieger Ryanair hat wegen des harten Preiswettkampfs in der Branche erneut seine Prognose gesenkt. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn im bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2018/19 werde jetzt zwischen 1 und 1,1 Milliarden Euro erwartet, teilte der Lufthansa-Konkurrent in Dublin mit. Damit fällt der Gewinnrückgang im laufenden Jahr noch höher aus als zuletzt befürchtet.

Die Iren hatten die Gewinnprognose erst im Oktober wegen der Streiks und des teuren Kerosins auf 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro gesenkt. Die aktuelle Kürzung begründete die Airline mit einem stärker als erwartet ausgefallenen Rückgang der Ticketpreise im Winter.

08:34 Uhr

Nikkei schließt mit ordentlichem Plus

In der Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die asiatischen Anleger zum Wochenausklang bei Aktien zugegriffen. Der Nikkei-Index gewann 1,3 Prozent auf 20.666 Zähler, das ist der höchste Schlussstand seit Mitte Dezember. Auf Wochensicht kommt die Tokioter Börse auf ein Plus von 1,5 Prozent. Bergauf ging es auch in China: Der Shanghai-Composite legte 1,4 Prozent zu.

Die Anleger seien wieder mutiger, sagte Hikaru Sato, Analyst beim Brokerhaus Daiwa Securities. Auslöser war ein Medienbericht über eine mögliche Aufhebung von US-Einfuhrzöllen auf chinesische Produkte.

08:25 Uhr

Ölpreise legen zu

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Ölpreise haben im frühen Handel den Gang nach oben angetreten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 61,90 US-Dollar. Das waren 72 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 68 Cent auf 52,75 Dollar.

Am Ölmarkt herrschen momentan zwei gegenläufige Entwicklungen vor. Auf der einen Seite fahren das Ölkartell Opec und mit ihm verbündete Großproduzenten wie Russland ihre Produktion herunter. Neue Daten der Opec zeigen, dass die Förderung des Kartells im Dezember deutlich gefallen ist. Die Opec hatte im vergangenen Jahr eine Drosselung ihrer Produktion beschlossen, um dem Preisverfall am Rohölmarkt ein Ende zu setzen.

Auf der anderen Seite weiten die USA ihre Erdölförderung aus. Als Folge der Fracking-Technik, einer aus Umweltgründen umstrittenen Fördertechnologie, erreicht die amerikanische Produktion Rekordhöhen. In nicht allzu ferner Zukunft soll die weltgrößte Volkswirtschaft weitgehend autark in der Erdölversorgung werden und zum Nettoexporteur aufsteigen, erwartet die US-Energieagentur EIA.

Wieder was gelernt

Wenn Sie wissen möchten, wie mächtig das Ölkartell der Opec noch ist, hören Sie rein in diese Ausgabe von "Wieder was gelernt", dem Podcast von n-tv.de. Abonnieren Sie unsere Podcasts auf iTunes, Spotify und Deezer oder per Feed in der Podcast-App Ihrer Wahl.

08:00 Uhr

Euro verharrt unter 1,14 US-Dollar

Der Euro hat sich am Morgen nur wenig von der Stelle bewegt. Die Gemeinschaftswährung kostete im frühen Handel 1,1390 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1396 Dollar festgesetzt.

Heute stehen nur wenige Wirtschaftsdaten an, die am Devisenmarkt für Bewegung sorgen könnten. Allenfalls Produktionsdaten aus der US-Industrie und Daten zur Stimmung der amerikanischen Verbraucher ziehen größeres Interesse auf sich. Zudem melden sich in Europa und den USA einige Notenbanker zu Wort.

07:36 Uhr

Schafft der Dax die 11.000?

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Europas Börsen dürften mit kleineren Aufschlägen in den Handel starten und sich damit den positiven Vorgaben aus den USA und Asien anschließen. In Frankfurt notierte der Dax vorbörslich 0,7 Prozent höher bei 10.991 Punkten.

Rückenwind kommt von neuen Hoffnungen auf eine Lösung im US-chinesischen Handelsstreit. Laut einem Bericht im "Wall Street Journal" soll US-Finanzminister Mnuchin vorgeschlagen haben, im Gegenzug für Reformen in China die US-Zölle auf chinesische Importe ganz oder teilweise aufzuheben. Die Vorschläge sollen allerdings bei den Falken rund um den Handelsbeauftragten von US-Präsident Trump, Robert Lighthizer, auf kein positives Echo gestoßen sein.

Für etwas Bewegung könnte der kleine Verfall sorgen. Die Dax-Marken bei 10.650 und 10.500 auf der Unterseite sowie die 11.000er-Marke auf der Oberseite stehen mit größeren offenen Positionen im Blick.

Ansonsten zeichnet sich ein sehr ruhiges Geschäft am letzten Handelstag der Woche ab. Auf Unternehmensseite ist es am Morgen ruhig, auch stehen mit der US-Industrieproduktion und dem US-Index der Verbraucherstimmung wichtige Wirtschaftsdaten erst am Nachmittag zur Veröffentlichung an. Die USA stehen derweil vor einem langen Wochenende wegen eines Feiertags am Montag.

07:05 Uhr

Hellofresh legt stärker zu als erwartet - weiter Verluste

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Berliner Kochboxen-Versender Hellofresh ist 2018 schneller gewachsen als zuletzt erwartet. Zudem ist der operative Verlust geringer ausgefallen als befürchtet. Der Umsatz stieg bereinigt um Währungseffekte im vergangenen Jahr auf Basis erster Berechnungen um etwa 41 Prozent auf knapp 1,28 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte.

Der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe sich auf 54 bis 58 Millionen Euro belaufen - das sei deutlich weniger als der Markt erwartet hatte.

Der Kochboxen-Versender war im November 2017 von Rocket Internet an die Börse gebracht worden. Der Start-up-Inkubator hatte erst vor kurzem seinen Anteil auf jetzt knapp unter 30 Prozent gesenkt.

06:55 Uhr

Neue Hoffnung um Handelsstreit - Nikkei klar im Plus

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Die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben der Tokioter Börse zum Wochenabschluss Auftrieb verliehen. Die Anleger seien wieder risikofreudiger, sagten Händler.

Auslöser war ein Medienbericht über eine mögliche Aufhebung von US-Einfuhrzöllen auf chinesische Produkte. Einen entsprechenden Vorschlag habe US-Finanzminister Steve Mnuchin vorgelegt, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Er habe die Kehrtwende im Handelsstreit für die nächste Verhandlungsrunde am 30. Januar ins Spiel gebracht. Ein Ministeriumssprecher dementierte den Bericht zwar, die Anleger schöpften aber neuen Mut.

Der Nikkei stieg um 1,3 Prozent auf 20.674 Punkte auf den höchsten Stand seit einem Monat. Er folgte damit auch den positiven Vorgaben an den US-Börsen, die ebenfalls von dem Medienbericht beflügelt worden waren. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 0,7 Prozent. Die chinesische Börse in Shanghai legte 0,8 Prozent zu.

Der Euro notierte im fernöstlichen Devisenhandel kaum verändert bei 1,1393 Dollar. Zur japanischen Währung lag die US-Devise einen Tick höher bei 109,32 Yen.